Schlagwort-Archive: DFB-Pokal 2013/2014

DFB-Pokal: RB Leipzig vs. FC Augsburg 0:2

Fußballfesttage feiert man ja auch nicht alle Nase lang. Flutlichtspiel mit 30.000 Zuschauern. Dazu ein Pflichtspiel gegen einen Bundesligisten. In Sachen Fußball könnte es wesentlich schlechtere Konstellationen geben. Dass man dann dem Favoriten unterliegt, gehört eigentlich zu den ganz normalen Dingen, über die man nicht wirklich lamentieren muss. Und trotzdem fühlt sich das 0:2 von RB Leipzig gegen Augsburg beim dem Gastgeber zugeneigten Beobachter als das an, was es letztlich eben ist, als Niederlage. Und als unangenehm frühes Ende der DFB-Pokal-Reise.

In der Startaufstellung tauchte entsprechend der Spekulationen vor dem Spiel nicht ganz unüberraschend der Name Carsten Kammlott an der Stelle von Spielgestalter Thiago Rockenbach auf. Sodass aus dem gewohnten 4-3-1-2 irgendwas zwischen 4-3-1-2 und 4-3-3 wurde. Die Idee dahinter lag auf der Hand. Einerseits mit den drei Offensivkräften das Aufbauspiel der Augsburger über Innenverteidiger und Sechser Daniel Baier aggressiv zu stören und andererseits Optionen für das Vertikalspiel, also das schnelle Spiel in die Spitze zu haben.

Das klang auf dem Papier gut, sinnig und auf den Gegner zugeschnitten, hinterließ aber auf dem Platz dann doch einige Fragezeichen. Denn die Augsburger entzogen sich der ersten Pressinglinie, indem sich die Innenverteidiger teilweise extrem tief und bis an die eigene Strafraumgrenze fallen ließen und von dort das Spiel eröffneten. Was dazu führte dass die erste RB-Pressinglinie zwar relativ hoch in des Gegners Hälfte stand, oft aber (weil man die drei bis fünf Meter bis zum gegnerischen Sechzehner dann doch nicht mehr schloss) ohne direkten Zugriff auf die Gegenspieler zu haben. Die das dazu nutzten, einige Male relativ präzise in die notwendig großen Räume zwischen Stürmern und Mittelfeld- bzw. Verteidigungskette von RB Leipzig zu spielen.

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Pressekonferenz: RB Leipzig vs. FC Augsburg

[Nach der Partie RB Leipzig gegen den FC Augsburg folgen hier die Einschätzungen der beiden Trainer Markus Weinzierl und Alexander Zorniger live aus der Pressekonferenz zum Spiel. Ab ca. 22 Uhr. Bei Verlängerung und Elfmeterschießen entsprechend später.]

22.33

In diesem Sinne wünsche  ich ein schönes Wochenende. Morgen dann die ausführliche Spielanalyse hier im Blog in gewohnter Form. Gehabt euch wohl. Pressekonferenz: RB Leipzig vs. FC Augsburg weiterlesen

Statistiksieger

Der Worte sind fast schon genug gewechselt vor dem DFB-Pokal-Erstrundenmatch RB Leipzig gegen den FC Augsburg. RB Leipzig sieht sich als Underdog, der FC Augsburg sieht sich vor einer ganz, ganz schweren Aufgabe. Um die 30.000 Zuschauer werden prüfen, wessen sportliche Vorstellungen sich besser umsetzen lassen. (Vorbericht RB Leipzig gegen FC Augsburg inklusive Pressekonferenzticker)

Als Vorteil wird gemeinhin gesehen, dass RB Leipzig bereits zwei Pflichtspiele Vorsprung vor dem FC Augsburg hat, sprich demnach auch zwei Wochen weiter in Sachen Spritzigkeit und Pflichtspielrhythmus ist. Wenn dem so ist, sollte sich anhand der vergangenen Spielzeiten eigentlich zeigen lassen, dass die Drittligisten (seit Einführung der eingleisigen dritten Liga 2008) in der ersten DFB-Pokal-Runde die Erstligisten in Scharen aus dem Wettbewerb gekegelt haben, denn in all den Jahren seitdem startete die Saison für die Bundesligisten immer mit dem DFB-Pokal, während die Drittligisten zuvor schon im Ligenbetrieb waren.

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Abseits des Alltags

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Erstrunden-Begegnung im DFB-Pokal RB Leipzig gegen FC Augsburg (02.08.2013, 20.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Daniel Frahn und Tobias Willers.]

So richtig groß ist die Wahrscheinlichkeit nicht, dass man in zwei aufeinanderfolgenden DFB-Pokalauslosungen (an denen man teilnimmt) (in unterschiedlichen Jahren versteht sich) den gleichen Gegner zieht. Zumindest nicht, wenn die frühen Runden mit 32 bzw. 64 Teams gelost werden. Und doch wollte es der Zufall so, dass RB Leipzig bei der zweiten DFB-Pokalteilnahme zum zweiten Mal den FC Augsburg als Gegner zog. Diesmal eine Runde früher als beim letzten Versuch vor zwei Jahren, der für RB Leipzig mit einem Ausscheiden aus dem bundesweiten Pokalwettbewerb als großer Bühne für die sportliche Selbstdarstellung endete.

Die Leserinnen und Leser, die damals dabei waren, werden sich sicherlich noch gut erinnern, dass damals Jos Luhukay mit der in Augsburg nicht unumstrittenen Maßnahme, quasi mit einer B-Elf aufzulaufen, alles richtig machte und ein rumpeliges 1:0 mit nach Hause nahm. Letztlich war das Funktionieren der taktischen Ordnung der gewinnbringende Punkt, dank der man RB 90 Minuten lang fast vollständig vom eigenen Tor fern hielt und vorn eine (bzw. die eine) Chance abeklärt nutzte. „Erste Liga, keiner weiß warum“, hallte es (nicht ganz zu Unrecht) durch die Red Bull Arena als Reaktion auf die Vorstellung des Bundesligisten, aber letztlich taten die Gäste mit einer durchschnittlichen bis guten Zweitligaaufstellung genau soviel wie nötig (aber auch kein Prozent mehr).

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DFB-Pokal-Los: RB Leipzig vs. FC Augsburg

„Erste Liga, keiner weiß warum.“, hallte es vor knapp zwei Jahren durch das mit rund 34.000 Zuschauern gut gefüllte Rund der Red Bull Arena zu Leipzig. Zu Gast war beim Regionalligisten RB Leipzig  in der zweiten Runde des DFB-Pokals der Bundesligist FC Augsburg und zeigte mit einer B-Elf eine schwache Leistung, die aber trotzdem reichte, um nach einem 1:0 RB Leipzig aus dem Wettbewerb zu werfen. Der Gast hatte clever die eine Chance, die sie kriegten genutzt und defensiv wenig zugelassen. Gut genug, um nicht wie derVfL Wolfsburg eine Runde zuvor zu scheitern, aber auch schlecht genug, um vom Publikum eine größere Portion Hohn mit auf den Nachhauseweg nehmen zu können.

Es war letztlich ein Spiel, nach dem man mit einem guten Gefühl aus dem Stadion ging, weil RB Leipzig einem Erstligisten mehr als Paroli geboten hatte und nur knapp ausschied. Erst einen Tag später wich das gute Gefühl dem leisen Ärger, dass man ein Spiel abgegeben hatte, dass man dem Spielverlauf nach nie und nimmer hätte abgeben müssen.

Knapp zwei Jahre später spielte das Losglück gestern wieder einmal ein merkwürdiges Spiel und präsentierte den RasenBallsportlern erneut das Los FC Augsburg. Nicht schon wieder mag hier in Leipzig, aber sicherlich auch in Augsburg der eine oder die andere gedacht haben. Eine gute Chance auf eine Revanche dürfte aber auch zum hiesigen Fazit der Auslosung gehören.

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Lose ins DFB-Pokal-Glück

Reichlich zwei Jahre ist es nun schon wieder her, dass RB Leipzig erstmalig an der Auslosung einer Runde im DFB-Pokal teilnahm. Eine reichliche Woche lag damals zwischen Sachsenpokal-Triumph und DFB-Pokal-Los. Ein Los, das in Leipzig in jenen Tagen eher gleichmütig aufgenommen wurde. Unterhalb der Bayern, Dortmund oder Schalke schien damals jedes Team nur ein Durchschnittlos sein zu können. Der VfL Wolfsburg jedenfalls versprach rein vom Namen her und trotz Felix Magath nicht die ganz große Fußballbühne.

Konnte ja beim Ziehen der Lose auch keiner ahnen, dass dieses Spiel ein Stückweit auch eine Initialzündung für das Ankommen von RB in der Stadt Leipzig sein würde. Nicht dass man nicht auch schon gegen den Chemnitzer FC im Sachsenpokal-Finale 2011 deutlich gespürt hatte, dass rund um den Verein etwas wächst, aber das 3:2 gegen den VfL Wolfsburg und fast noch mehr das 0:1 gegen Augsburg dann eine Runde später führten RB-Neulinge an den Verein heran und zogen diese gleich in den Bann. Unglaublich wieviele beseelte Stimmen in Bezug auf RB Leipzig bis dato unbeleckter Zuschauer man nach dem Augsburg-Spiel vernehmen konnte.

Nun darf also RB Leipzig erneut dank eines Sachsenpokal-Triumphes gegen den Chemnitzer FC im DFB-Pokal ran, aber die Voraussetzungen sind im Gegensatz zu damals doch andere. Schließlich braucht man den bundesweiten Pokalwettbewerb nicht mehr wirklich zu Vergewisserung, dass es über das klinische Interesse hinaus rund um den Verein eine emotionale Basis gibt. Heute viel mehr als vor zwei Jahren steht tatsächlich das sportliche Ereignis im Mittelpunkt und steht die Imagepflege auf einer überregionalen Bühne dahinter etwas zurück.

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