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Biete Namen und Tätigkeit, suche Gesicht: Florian Müller

Nichts verdeutlicht die Unwichtigkeit des rein formalen Chefpostens bei RB Leipzig mehr als die Tatsache, dass die Neubesetzung des Vorstandsvorsitzes lediglich im Impressum der Vereinshomepage nachzuvollziehen ist. Dass Ex-Allmacht Dietmar Beiersdorfer nun einen Nachfolger hat, entdeckte und verbreitete bereits gestern der offizielle RB-Fanclub namens Bulls-Club [broken Link]. Größere diskursive Folgen hatte dies in Fanforen und offiziellen Medien vorerst nicht. Dass der Verein derartige Personalentscheidungen nicht kommuniziert, daran hat man sich ja inzwischen (fast) schon gewöhnt.

Der glückliche oder zwangsverpflichtete neue formale Vereinsboss heißt Florian Müller. Die erste und einzige mir bekannte urkundliche Erwähnung des Herren fand am 07.07.2011 in der BILD, dem investigativen Notnagel in newsarmen Zeiten statt. Im Gepäck des Head of was auch immer bei Red Bull Detlef Kornett soll dieser damals die Geschäftsstelle von RB Leipzig besucht haben. Rechtsanwalt so hieß es im damaligen Artikel sei der Herr. Dass es derselbe Florian Müller gewesen ist, der nun auf dem Chefposten bei RB Leipzig sitzt, davon kann man jedenfalls ausgehen.

„Florian Müller + Anwalt“ ist nun jedenfalls nicht gerade eine zielführende Suche bei Google (und sicherlich auch nicht bei allen anderen existierenden Suchmaschinen). Orte kriegt man ein paar. Würzburg, Ismaning, Herrsching. Viel mehr nicht.

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Wochen(end)splitter IV

Nun denn, der Abschluss der vom Klang der Gegner her aufregenden, englischen Woche steht unmittelbar bevor. Mit der Auswärtsfahrt zum Chemnitzer FC wartet noch einmal ein absolutes Highlight vor großer Kulisse. Aus vieler Münder bei RB Leipzig hört man derzeit so etwas ähnliches wie Revanchegelüste. Die starke Saison des Chemnitzer FC ist gefühlt das komplette Gegenteil der eigenen an dem man sich nun abarbeitet. Stellvertretend für Tomas Oral, Stefan Kutschke oder Daniel Frahn und alle, die verschieden deutlich ausgedrückt den Chemnitzern den Aufstieg zumindest an diesem einen Tag verbauen wollen, steht Tom Geißler:

Wir spielen ja noch gegen Chemnitz. Vielleicht können wir denen noch eins mitgeben am Ende. (Red Bull Audio Player [broken Link] vom15.04.2011)

Einer hält sich dagegen öffentlich vornehm zurück. Stammkeeper Sven Neuhaus bleibt angesichts des Spiels gegen Chemnitz entspannt:

Ich bin kein Freund davon, anderen was kaputt zu machen, sondern ich stehe eher darauf, mit selber etwas aufzubauen. Das haben wir leider nicht geschafft. Aber wir sind Fußballer durch und durch und wir wollen das Spiel mit Sicherheit gewinnen. (Red Bull Audioplayer [broken Link] vom 19.05.2011)

Ähnlich emotionslos würde ich auch auf das Spiel gucken. Zumindest nach dem geglückten Einzug ins Finale des Sachsenpokals hat das Regionalliga-Auswärtsspiel der RasenBallsportler für mich keine übermäßige Bedeutung. Zumal es sowieso nicht in der Macht des RB Leipzig steht, irgendjemandem irgendetwas zu versauen. Das Saisonfinale hat der Chemnitz FC komplett allein in der Hand und selbst wenn es gegen RB schief geht, bräuchte man danach in Wolfsburg auch nur ein Unentschieden, um aufzusteigen. Zudem darf man mal nicht vergessen, dass die Chemnitz-Verfolger aus Wolfsburg ihre Partie in Halle auch erst einmal gewinnen müssen. Wochen(end)splitter IV weiterlesen