Schlagwort-Archive: Joshua Kimmich

Kein ganz normales Spiel

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen Hansa Rostock (23.11.2013, 14.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick, Alexander Zorniger, Tim Sebastian und Joshua Kimmich.]

Nachdem die Liga zuletzt eine Länderspielpause einlegte, die von vielen Drittligisten zu einem Landespokalwochenende genutzt wurde, geht es nun also in das letzte Viertel der Vorwinterpausenzeit. 16 Drittligaspiele haben RB Leipzig und Hansa Rostock bereits in den Knochen. Fünf folgen bis Weihnachten noch. Fünf Spiele, in denen es darum geht, sich eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde zu sichern.

Für Hansa ist es – sieht man mal von Spielen der zweiten Mannschaft ab – das erste Spiel in Leipzig seit 1995, also seit beinahe 20 Jahren (damals ein Zweitligaspiel, das Hansa mit 1:0 beim VfB Leipzig gewann). Im Mittelpunkt stehen dabei vor dem Aufeinandertreffen zwischen RB und Rostock bisher Dinge abseits des grünen Rasens. 6.000 Tickets hat Hansa für die eigenen Fans geordert. Das Rieseninteresse zeigt sich zudem darin, dass auch der Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling sich die Partie nicht entgehen lassen will. Eine ganze Stadt scheint zum Auswärtsspiel pilgern zu wollen.

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Kaderbreite als positiver Faktor

Jedenfalls hat RB Leipzig die Möglichkeit, mangelnde Frische in Kopf und Glieder aus den Tiefen des Kaders heraus auszugleichen. (Zwischen Rationalität und realistischem Traum)

So schmiss ich gestern fröhlich in den virtuellen Raum hinein. Bei einem 25er Kader, in dem so ziemlich jeder Spieler entweder bereits höherklassig Erfahrungen gesammelt und/oder entsprechendes Talent hat, zukünftig welche zu sammeln, keine ganz gewagte Behauptung.

Tatsächlich ist es so, dass RB Leipzig im Vergleich der Drittligateams die geringste Konstanz bei der Aufstellung hat. Sprich, jenes Team ist, dass von der ganzen Breite des Kaders am umfangreichsten Gebrauch macht. Lediglich sechs Spieler haben bisher mindestens zehn Startelfeinsätze auf dem Buckel, während es bei der Hälfte aller Teams der 3. Liga mindestens zehn Spieler sind, die schon zehnmal oder mehr zu Spielbeginn aufs Feld laufen durften. Nicht ganz zufällig gehört Spitzenreiter Heidenheim, die ja eigentlich auch wie RB über einen breiten Kader verfügen, zu den vier Teams, die mit 11 Spielern mit mindestens zehn Startelfeinsätzen über eine Art fest eingespielte Stammelf verfügen. Kaderbreite als positiver Faktor weiterlesen

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3.Liga: RB Leipzig vs. Borussia Dortmund II 1:0

Es sagt wohl viel über ein Spiel aus, wenn die Zuschauer nach einem unspektakulär klingenden 1:0 völlig zufrieden nach Hause gehen und die letzten Minuten der Partie größtenteils klatschend, pfeifend, johlend und stehend vor ihren Sitzen verbracht haben. Aber es waren angemessene Reaktionen nach einem Duell auf sehr hohem Drittliganiveau, das zwei Teams sah, die Fußball spielen wollten und es über weite Strecken der Partie auch konnten. Aus RB-Sicht hatte die Partie nur einen Makel, nämlich dass man sie nicht viel früher für sich entschied und so doch wieder einmal bis zum Schlusspfiff zittern musste, bis die drei Punkte sicher waren.

Die einzige überraschende Personalie vor dem Spiel betraf Juri Judt, der wegen der Rotsperre von Christian Müller und der letztwöchigen Indisponiertheit von Anthony Jung die zweite Außenverteidigerposition einnehmen durfte. Er begann auf rechts, wurde dort früh in der Partie zweimal überlaufen und wechselte dann mit Sebastian Heidinger die Seiten. Auf links hatte er dann weniger Probleme, ohne insgesamt den ganz großen Glanz zu versprühen.

Im Sturm blieb ankündigungsgemäß Matthias Morys außen vor (stand nicht im Kader, da er nach Muskelverletzungen in Ruhe aufgebaut werden soll). Dafür kehrte Yussuf Poulsen ins Team zurück, sodass er mit Thomalla und Frahn den Dreiersturm bildete. Wobei der Dreiersturm eine andere taktische Formation erfuhr als zuletzt, weil Denis Thomalla in der Mitte eine Art hängende Spitze gab, die sich gegen den Ball flexibel zurückfallen ließ oder aufrückte, je nachdem was das Stören des gegnerischen Spielaufbaus nötig machte. Frahn und Poulsen standen derweil etwas weiter vorn und versuchten sich darin, die Wege von Innenverteidigern und Außenverteidigern zu Stören.

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Kaderschwankungen

Der bisherige Saisonverlauf von RB Leipzig als Aufsteiger in die dritte Liga ist geprägt von einigen Schwankungen. Starken Spielen folgen schwächere und dann wieder ganz starke. Und auch personell geht es immer mal wieder hin und her. Thiago Rockenbach wanderte zuletzt von der Tribüne in die Startelf und wieder zurück auf die Tribüne. Franke, der gegen Unterhaching noch nicht mal im Kader stand, startete plötzlich gegen Heidenheim. Und der bis dato gesetzte Linksverteidiger Anthony Jung fand sich am vergangenen Wochenende auf der Bank wieder.

Schaut man sich die Einsatzzeiten der RasenBallsportler an und vergleicht sie mit der letzten Saison, dann fällt auf, dass sich noch kein größerer, fester Mannschaftsstamm herausgeschält hat. Während im vergangenen Jahr (mit Kutschke) über die ganze Saison insgesamt 12 Spieler 50% und mehr der möglichen Einsatzzeiten bestritten, sind es in dieser Saison bisher nur acht.

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3.Liga: 1.FC Heidenheim vs. RB Leipzig 0:2

Nach der unglücklichen Niederlage in Osnabrück und dem schlechten Heimspiel gegen Unterhaching hatte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass RB Leipzig sich ausgerechnet zum Spitzenreiter-Bezwinger aufschwingen würde. Schließlich hatte Heidenheim zuletzt am 20.10.2012, also vor ziemlich genau einem Jahr ein Ligaheimspiel verloren. Aber fast schon folgerichtig für diese unheimlich unberechenbare 3.Liga schwang sich RB Leipzig zu einer Topleistung auf und entführte völlig verdient alle drei Punkte.

Der Moment, in dem sich diese Partie in einem Spielzug ausdrückte, kam nach 78 Spielminuten, als RB Leipzig am eigenen Strafraum den Ball erobert und dann über viele Stationen den Ball laufen lässt, bis Kaiser hervorragend freigespielt nach 25 Sekunden ohne gegnerische Ballberührung den Ball aus spitzem Winkel im linken oberen Eck unterbringt. Es war dies der Moment, in dem sich die in der zweiten Halbzeit zunehmende spielerische Überlegenheit in einem großartigen Tor, an dem faktisch alle Mannschaftsteile beteiligt waren, manifestierte und sich auch die letzten Zweifel im Gästeblock in kollektivem Freudentaumel auflösten.

Zu Beginn des Spiels überraschte Alexander Zorniger mal wieder mit einer neuen Aufstellung. Dass Joshua Kimmich im Mittelfeld sein Startelfdebüt feiern würde, konnte man noch erwarten. Mit Fabian Franke, der Tim Sebastian ersetzte, war schon weniger zu rechnen. Dass aber Sebastian Heidinger vom rechten auf den linken Verteidigerposten rückte und damit den bisher dauerhaft gesetzten Anthony Jung auf die Bank verdrängte (Christian Müller verteidigte dafür wieder mal rechts hinten), war wohl nur für Hellseher vorhersehbar. Uns selbst wenn man – wie ich – angesichts dieser Entscheidung skeptisch war, muss man doch gestehen, dass Zornigers Entscheidung durch das Spiel gerechtfertigt wurde.

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3.Liga: RB Leipzig vs. SpVgg Unterhaching 2:2

Zweimal konnte RB Leipzig zuletzt eine Auswärtsniederlage mit einem 3:1-Heimsieg kontern. Beim dritten Mal ging es gegen einen vermeintlich einfacheren Gegner schief und man musste sich mit einem leistungsgerechten 2:2 gegen spielerisch starke Gäste aus Unterhaching begnügen. Ein Ergebnis, das in diesem Fall eher Ausdruck der eigenen Schwäche war.

So richtig dominant trat RB Leipzig in der Partie gegen die Spielvereinigung Unterhaching nur in den ersten fünf Minuten auf. Nachdem der leicht modifizierte Anstoßtrick (flach und spielerisch statt hoch und weit) fast zu einem noch rekordigeren Tor als das Rekordtor kürzlich geführt hätte und der von Morys geschossene Ball bereits nach handgeschätzten fünf Sekunden im Tor hätte liegen können und nachdem Henrik Ernst den Gästekeeper nach fünf Minuten von der Strafraumkante geprüft hatte, war das Pulver der Gastgeber für die erste halbe Stunde schon verschossen.

Auf der anderen Seite tasteten sich nun die Gäste an das Tor heran. Insbesondere ein Freistoß von Welzmüller von halblinks, der nach einer knappen Viertelstunde noch leicht abgefälscht am langen Pfosten nur knapp vorbeisegelt, hätte auch für einen Rückstand sorgen können.

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Neues Jahr, neues Glück: RB Leipzig und die U23-Regel

Auf dem Spielberichtsbogen eines jeden Meisterschafts- und DFB-Pokalspiels einer Mannschaft der 3. Liga eines Amateurvereins sowie in den Entscheidungsspielen um den Aufstieg in die 3. Liga müssen unter den dort genannten 18 Spielern mindestens vier Spieler, die für eine Auswahlmannschaft des DFB spielberechtigt sind und die am 1.7. das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, aufgeführt werden. (DFB-Spielordnung [broken Link], §12a/4.1)

Diesem kurzen Absatz in der DFB-Spielordnung wohnt ein gewisses Konfliktpotanzial inne. Nicht weil sich dahinter, wie der eine oder andere schlaue Online-Kommentator meint, Altersdiskriminierung verstecken würde, sondern weil die Regel, die letztlich bedeutet, dass im Spieltagskader vier U23-Spieler (also Spieler, die für die aktuelle Spielzeit nach dem 01.07.1990 geboren sind), stehen müssen, Vereine manchmal vor mehr oder minder ernste Probleme stellt.

So wie zuletzt Preußen Münster, die in den ersten beiden Spielen in der Startformation fünf Spieler (teils deutlich) über 30 Jahren einsetzten und deren jüngster Spieler, der zu Beginn auflief, Marcus Piossek hieß und 24 Jahre alt war. Die DFB-Bestimmungen erfüllte der Verein, indem er vier Spieler unter 23 Jahre auf der Auswechselbank platzierte. Zu einer Einsatzminute kamen die wegen des DFB auf der Bank sitzenden Spieler bisher allerdings noch nicht.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2013/2014 – Update 1

Sechs Wochen sind vergangen seit hier im Blog ein erster Blick auf den möglichen Drittligakader von RB Leipzig geworfen wurde. Welche Spieler werden in die dritte Liga mitgehen, wo besteht noch Bedarf, wer muss gehen? Das waren ungefähr die zu beantwortenden Fragen. Das meiste der damaligen Prognosen hat sich bewahrheitet. Im groben wurden nur zwei Aussagen nicht von der Wirklichkeit bestätigt. Einerseits kam kein zusätzlicher Rechtsverteidiger. Dieser Posten wird künftig von Sebastian Heidinger als Backup besetzt. Und es kam kein robuster und erfahrener Mittelfeldspieler. Inwieweit letzteres im Laufe der Saison auf die Füße fallen wird, muss man sehen.

Als Neuzugänge verpflichtete RB Leipzig letztlich ganz viel Zukunft. 26, 22, 21, 20, 19, 19 und 18 Jahre sind die Neuzugänge Willers, Luge, Jung, Thomalla, Poulsen, Papadimitriou und Kimmich alt. Das Betätigungsfeld der ersten vier war in der vergangenen Saison vornehmlich die Regionalliga. Poulsen spielte in der dänischen zweiten Liga, Papadimitriou vornehmlich in einer griechischen Nachwuchsliga. Und Kimmich kommt aus der A-Jugend-Bundesliga.

Klar, RB Leipzig hat deutlich mehr als eine Millionen Euro auf dem Transfermarkt gelassen. Wer aber daraus schließt, dass man sich den sofortigen Durchmarsch eingekauft hat, guckt nur auf die Zahl und nicht auf den Typus der Neuverpflichtungen. Denn der Löwenanteil des Geldes wurde für Talente (Poulsen, Kimmich) ausgegeben, von denen man in diesem Alter nie genau weiß, ob die Entwicklung auch linear weiter nach oben geht oder nicht vielleicht auch stehen bleibt. Oder anders gesagt: Auch ein Carsten Kammlott hat kolportierte 600.000 Euro gekostet und schaffte nie den dauerhaften Durchbruch bei RB Leipzig. Eine Garantie für die Entwicklung einer großen Karriere resultiert bei Talenten aus keiner Ablösesumme der Welt.

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Transfer(gerüchte): Poulsen, Kimmich, Quaschner

Mit der offiziellen Bekanntgabe der Verpflichtungen von Christos Papadimitriou (der hier kürzlich schon mal kurz vorgestellt wurde), Yussuf Poulsen und Joshua Kimmich, die RB Leipzig alles zusammen – wenn man der medialen Berichterstattung Vertrauen schenken möchte – reichlich 1.000.000 Euro gekostet haben, schien die Kaderplanung beim Verein erst einmal abgeschlossen. Insgesamt sieben Neuzugänge füllen den Kader auf die gewünschte Zahl von 22 Feldspielern auf. Nicht eingeplant war das gestern aufgetauchte Gerücht um Nils Quaschner von Hansa Rostock, den die BILD zuerst schon fix zu RB Leipzig schrieb, während die LVZ ihn später (wie heute auch die BILD) beim FC Liefering sah. Aber der Reihe nach.

Yussuf Poulsen: Der gerade erst 19 Jahre alt gewordenen Däne gilt gemeinhin als Königstransfer. Wenn man die im Raum stehende Ablösesumme von 600.000 Euro nimmt, dann kann man das wohl so stehen lassen (auch wenn für Carsten Kammlott vor drei Jahren ähnliche Summen gezahlt worden sein sollen). Eine Ablösesumme, die natürlich auch ein gewisses Maß an besonderer Beobachtung und Erwartung mit sich bringt. Zumal sich Poulsen gegen kolportierte Angebote dänischer Erstligisten und das Interesse vom VfB Stuttgart (die ihn wohl aber maximal für die zweite Mannschaft verpflichtet hätten) entschieden hat.

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