Chance zur Revanche

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den SC Freiburg (15.04.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

29.Spieltag der Bundesliga. Das Duell der Aufsteiger steht wieder an. Was man bei einem Spiel Zweiter gegen Sechster nicht wirklich erwarten würde. Beide Teams sind bis zu diesem Zeitpunkt der Saison die Überraschungen der Bundesliga. Wer da nun welchen Erfolg höher gewichtet, ist dann eher eine subjektive Frage.

Fakt ist, dass Freiburg noch in der Vorsaison verdient vor RB Leipzig in der Tabelle stand und als Meister aufstieg und den Weg mit der Entwicklung einer jungen Mannschaft ähnlich konsequent weiterbestritten hat wie RB, nur dass sie nicht die Möglichkeit hatten, noch zwei entscheidende Verpflichtungen wie Werner und Keita zu tätigen.

Zum ersten Mal spielt man im vierten Anlauf nicht unter der Woche gegeneinander. Donnerstag, Montag, Freitag hieß es bisher für die Begegnung zwischen den beiden 650 km voneinander entfernten Vereinen. Nun zur Abwechslung mal ein ganz normaler Termin am Samstag Nachmittag.

Im Hinspiel trafen die Freiburger vermutlich auf ein RB Leipzig, das zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt des Hinrundenschaffens war. Was Leipzig vor allem mit Forsberg auf den Platz zauberte, war in Sachen Dominanz beeindruckend. Fast so, als wolle man Christian Streich, der RB vor der Partie zu einem Champions-League-Klub hochgejubelt hatte, bestätigen. Bzw. spielte Freiburg auch außergewöhnlich und unerwartet passiv. Ganz so, als hätten sie vor der vorher artikulierten Übermacht Angst. Dass das so nochmal passiert, ist nicht zu erwarten, denn das gehört eigentlich überhaupt nicht zu Freiburgs Art, Fußballspiele anzugehen.

Die Art Freiburgs nicht nur in dieser, sondern ja auch schon in der Vorsaison ist eine sehr intensive Spielweise. Das drückt sich auch darin aus, das man das Team ist, das mit Abstand in der Bundesliga die meisten Meter macht. Wobei das nur für die Gesamtlaufstrecke gilt und nicht für Läufe im höheren Geschwindigkeitsbereich. Es sprintet zum Beispiel nur ein Team in der Liga weniger als der SC.

Mit ihrem hohen Gesamtlaufaufwand schaffen sie es aber permanent meist aus einem 4-4-2 heraus, sich in Ballnähe zu schieben und dort keine Lücken zu lassen. Was vor allem bedeutet, dass es kaum ein Team gibt, gegen das du weniger Zeit bei der Ballannahme und Ballverarbeitung hast, als gegen Freiburg. Die Kunst besteht gegen den SC also vor allem darin, diesen Druck, der aber auch kein hohes Pressing ist, aufzulösen und ihm etwas entgegenzusetzen. Entweder indem man schnell und sauber genug kombiniert. Oder indem man den Block einfach mit langen Bällen überspielt oder mit flachen Bällen durch die Ketten zerspielt.

Freiburg seinerseits ist dem Auftreten in der zweiten Liga treu geblieben und spielt weiter viel über zweite Bälle. Mit Niederlechner hat man vorn drin einen Stürmer, der ähnlich wie Poulsen unheimlich gut darin ist, lange Bälle (Freiburg spielt von allen Bundesligisten mit die meisten langen Bälle) gegen den Gegner zu sichern. Dazu ist er auch noch torgefährlich und ein Stürmer, der sich selbst Chancen kreieren kann. Was ihn zu einer echten Waffe macht.

Im Normalfall stehen dann an seiner Seite noch Offensivspieler, die gesicherte Bälle aufnehmen und verarbeiten können. Nur fehlen Freiburg derzeit mit Maximilian Philipp und Vincenzo Grifo verletzungsbedingt zwei von drei Spielern, die an den meisten Torschusssituationen beteiligt sind. Was natürlich trotz Haberer oder Superjoker Petersen ein erheblicher Verlust ist.

Wenn man auf die Daten schaut, dann ist es ein wenig erstaunlich, dass Freiburg im Moment auf einem Europa-League-Platz steht. Man kassiert die viertmeisten Tore der Liga und gehört im Verteidigen von Kontern, Standards und normalen Spielsituationen gleichermaßen zum schlechten Drittel.

Zudem spricht die Tordifferenz von minus Elf eher für ein unterdurchschnittliches Team. Nur drei Teams lassen mehr Chancen zu, nur drei Teams spielen sich weniger Chancen heraus. Der Faustpfand des SC ist eine überdurchschnittliche Chancenverwertung auf Augenhöhe mit Bayern oder Leipzig. Niemand verwertet zudem Großchancen (also Situationen, in denen man allein vor dem gegnerischen Tor auftaucht) sicherer als Freiburg.

Viel Spiel über die außen gibt es dabei nicht. Denn Freiburg schlägt die wenigsten Flanken aller Bundesligamannschaften. Was vielleicht auch ihre gute Chancenverwertung erklärt, wenn Chancen hauptsächlich durch die Mitte entstehen, wo die Wahrscheinlichkeit sie auch zu verwerten, höher ist, als wenn die Bälle von der Seite in den Strafraum segeln.

Damit einher geht vielleicht eine weitere Statistik. Die besagt, dass Freiburg bisher die meisten Elfmeter aller Bundesligisten zugesprochen bekommen hat. Das waren derer sieben (von denen man fünf verwandelte). Daraus könnte man zusammengenommen ableiten, dass viel auf direktem Weg durch die Mitte geht und daraus direkt Tor- und Foulgefahr entsteht, die von den Freiburgern gut und effektiv genutzt wird.

Aus all dem sollte man nicht folgern, dass Freiburg ein klassisches Umschaltteam ist. Man schießt vielmehr eher wenig Kontertore und gerät auch nicht durch schnelle tiefe Bälle in häufige Abseitspositionen (kein Team der Liga läuft seltener ins Abseits als Freiburg). Das Rezept sind halt viele lange Bälle und nebenher hat Freiburg durchaus auch Spielkultur, die es ihnen ermöglicht, über Frantz, Grifo, Philipp und Co Situationen zu erspielen. Wird halt spannend, was davon ohne Philipp und Grifo übrig bleibt.

Bisher war Freiburg aber ganz gut darin, immer wieder neue Spieler einzubauen und auch mit Umstellungen erfolgreich zu sein. Dass einer wie Caglar Söyüncü aus der zweiten türkischen Liga kommend zu einem der zweikampfstärksten Spieler der Bundesliga und enorm wichtigen Abwehrspieler wird, konnte man kaum ahnen (auch wenn er immer mal wieder einen Klops im Spiel hat). Zuletzt baute man auch Kübler und Ignjovski erfolgreich ins Team ein. Insgesamt besitzt man sowieso bis runter zur Position 20 einen sehr ausgeglichen besetzten Kader, wodurch Ausfälle wenn auch nicht leicht so doch aufgefangen werden können. Ob das bei Grifo und Philipp gleichzeitig gelingt, ist wie erwähnt aber eine eher offene Frage.

Für die kommende Saison stellt sich auch wieder mal die Frage, inwieweit man den Kader zusammenhalten kann. Gerade Grifo und Philipp dürften ziemlich heiß begehrt sein. Auch Keeper Schwolow hat eine gute Entwicklung genommen, aber als Torwart ist es auch schwer, einen vernünftigen Wechsel nach oben hinzukriegen bzw. muss da schon relativ viel sehr gut passen. Sowieso dürften auch viele Spieler (und vielleicht auch Schwolow und Philipp) wissen, was sie an Freiburg haben. Wie ein Niederlechner, der in seiner Zeit in Mainz komplett durch den Rost fiel und in Freiburg wieder aufgepäppelt wurde. Allerdings müsste Freiburg die Kaufoption ziehen, wenn sie ihn behalten wollen. Aktuell ist er nur ausgeliehen.

Sehr für das Mannschaftsgefüge beim SC Freiburg spricht auch, dass man besonders in engen Spielen stark ist. Kein Team der Bundesliga hat mehr Spiele knapp gewonnen als Freiburg. Zehn Partien holte man schon mit einem Tor Differenz auf die eigene Seite. 1,94 Punkte holte man in 18 Spielen, die mit maximal einem Tor Differenz ausgingen im Schnitt (so viel wie RB). Nur die Bayern verloren seltener mit einem Tor als der SC.

Wenn sich der SC Freiburg also in ein Spiel beißt, dann ist er enorm schwer zu besiegen, sondern kämpft die Spiele im Normalfall auf die eigene Seite. Andersherum kassierte man schon acht Niederlagen mit mehr als einem Tor Unterschied, so viel wie keine andere Mannschaft der Liga. Was auch nahelegt, dass die Qualität im Team eben nicht in jedem Spiel und gegen jeden Gegner der Bundesliga reicht. Aber das ist ja auch nicht sonderlich verwunderlich.

Gegen diesen laufstarken Gegner, der sicher nicht so passiv und zurückhaltend agieren wird wie noch im Hinspiel, will RB Leipzig möglichst Teil 1 der ausgerufenen ‚Noch drei Siege bis zur Champions-League-Teilnahme‘-Mission erfüllen. Dabei muss Ralph Hasenhüttl nach Stand der Dinge lediglich auf den weiter verletzten Lukas Klostermann und auf den gesperrten Willi Orban verzichten.

Sprich, er hat viel Qual der Wahl. Wobei es am Ende nach einer normalen Trainingswoche auch nicht so viele Fragezeichen zur Besetzung des Teams geben dürfte. In der Abwehrkette muss man einen Ersatz für Orban finden. Geht man es logisch an, wäre Stefan Ilsanker hier erste Wahl. Denn dann können Demme und Keita zusammen eine spielstarke Doppelsechs bilden (was gegen Freiburg sicher hilfreich wäre), Halstenberg könnte links hinten zurück ins Team kehren und rechts hinten würden sich Bernardo und Schmitz um einen Platz streiten.

Ersetzt nicht Ilsanker den Vizekapitän Orban, dann blieben Upamecano und Bernardo als Alternativen. Aber dann stünde die Frage, wo Stefan Ilsanker hinrutscht. Ihn auf die Bank zu setzen, wäre bei seiner Form ein Frevel und wird nicht passieren. Vor der Viererkette gibt es keine Plätze, wenn man davon ausgeht, dass neben Demme und Keita auch Forsberg, Sabitzer, Poulsen und Werner gesetzt sind. Bleibt nur die Abwehrkette. Und dass Ilsanker noch mal wie gegen Frankfurt Rechtsverteidiger spielt, ist aufgrund der nicht so großen Flügellastigkeit der Freiburger nicht unbedingt anzunehmen.

Mögliche Startaufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Schmitz (Bernardo), Ilsanker (Upamecano), Compper, Halstenberg – Demme, Keita – Sabitzer, Forsberg – Werner, Poulsen
  • SC Freiburg (möglich ist auch eine Fünferkette): Schwolow – Kübler, Söyüncü, Kempf, Ignjovski (Günter) – Haberer, Abrashi, Schuster (Höfler), Frantz – Guede (Petersen), Niederlechner

Fazit: Leipzig gegen Freiburg. Zwei Teams im Kampf um (unterschiedliche) Europapokalplätze (auch wenn man das in Freiburg wohl weit von sich weisen würde). Natürlich ist RB Leipzig sowieso, aber noch mehr angesichts der Ausfälle von Grifo und Philipp in diesem Spiel Favorit. Dass man noch mal so leicht zu einem Sieg kommt wie im Hinspiel, davon sollte man allerdings nicht ausgehen. Vielmehr kann man annehmen, dass man einen SC Freiburg zu sehen kriegt, wie er in vielen Partien in dieser Saison agiert hat. Laufstark, gut organisiert und relativ eiskalt zuschlagend, wenn sich die Chance dazu ergibt. Und dazu durch die deutliche Niederlage im Hinspiel besonders motiviert und auf die Möglichkeit zur Revanche lauernd. Viele Fehler sollte man sich gegen den SC also eher nicht erlauben. Und ein gutes bis sehr gutes Spiel wird man für drei Punkte auch brauchen.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den SC Freiburg nicht vor Ort verfolgen kann und am 15.04.2017, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sport1 oder bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. SC Freiburg

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Auch diesmal wieder auskunftsfreudig bei der Pressekonferenz: Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures - Sven Sonntag
Foto: GEPA Pictures – Sven Sonntag

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Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel von RB Leipzig beim SC Freiburg. Mit Ralph Hasenhüttl.

12.45

So, dann also mal trotz Feiertag rein in den direkten Anflug auf den 29.Spieltag und das Heimspiel gegen Freiburg. Irgendwas um die 40.000 Zuschauer kann man erwarten. Der Gästeblock dürfte mit 2.000 Fans annähernd voll sein.

12.52

Zweiter gegen Sechster. Das ist natürlich für das Aufsteigerduell eine etwas unerwartete Konstellation. Beide Teams auf Plätzen, die man vor der Saison so nicht erwarten konnte. Beide Teams wollen diese Plätze natürlich auch nicht mehr freiwillig wieder hergeben.

12.54

Freiburg muss in Leipzig mit Grifo, Philipp, Gulde und Torrejon gleich vier Spieler ersetzen. Wobei vor allem Grifo und Philipp schmerzen. Bei RB ist bisher (neben Klostermann) nur der Ausfall des gesperrten Orban sicher.

12.58

Drei Siege aus sechs verbleibenden Spielen. Die mathematische Rechnung für die direkte Champions-League-Qualifikation ist denkbar einfach. Wird allerdings ein hartes Stück Arbeit. Auswärts hat man noch Schalke, Hertha und Frankfurt, also drei ordentliche Herausforderungen. Das Heimspiel gegen Bayern wartet auch noch. Mit dem ersten von drei Siegen schon gegen Freiburg anzufangen, wäre also durchaus nicht unwichtig.

13.02

Ralph Hasenhüttl: Willi Orban gesperrt. Lukas Klostermann noch im Aufbautraining. Ansonsten alle dabei.

13.06

Hasenhüttl zu Dortmund: Von Anschlag auf dem Nachhauseweg erfahren. „Schock war groß. Mitgefühl mit den Leuten, die im Bus sitzen mussten. Dimension, die nicht vorstellbar war.“ Fühlt sich bei großen Menschenansammlungen auch seit dem Anschlag in Berlin vor Weihnachten nicht mehr so richtig wohl. „Jeder konnte mit den Spielern und Funktionären im Bus mitfühlen. Spiel ein Tag später konnte nicht so sein wie mit normaler Vorbereitung. Wüsste nicht, ob ich das Spiel hätte coachen können.“

„Konsequenz ist, dass man versuchen muss, die Angst beiseite zu schieben. Man weiß ja noch nicht, wer verantwortlich ist. Wir hatten auch mal einen Angriff auf unseren Bus. Da habe ich mich auch nicht wohlgefühlt, mich aber in Humor geflüchtet.“ Weitermachen, versuchen dem eigenen Lebensgefühl gerecht zu werden.

13.08

Hasenhüttl: Dortmund ist kein Thema für Teambesprechung, sondern wird individuell bearbeitet. „Wird ein Tag vor dem Spiel nicht breitgetreten.“ Versuch, es wegzuschieben.

Zur Ansetzung des BVB-Spiels einen Tag später: „Wäre einfacher für die Spieler gewesen, das Spiel ausfallen zu lassen.“ Um es schnell abzuhaken, ein Tag später gespielt. Will nicht bewerten, ob das gut oder schlecht ist. Sportlich gesehen war es dadurch wertlos.​

13.11

Ippoliti (Pressesprecher): Sowieso hohe Sensibilität für Sicherheitsfragen. Enger Austausch mit Behörden. Man ist vorbereitet. Keine Antwort auf die Frage, ob es seitens der DFL noch mal besondere Hinweise zur Wachsamkeit gab, weil der Verband den Angriff auf den BVB als Angriff auf die Bundesliga wertet.

Hasenhüttl: Ilsanker oder Upamecano als Ersatz für Orban. Halstenberg kommt zurück. „Noch nicht 100% sicher, aber es läuft auf Upamecano oder Ilsanker hinaus.“

13.15

Hasenhüttl zum SC Freiburg: „Zusammen mit RB aufgestiegen. Waren letztes Jahr vor uns. Spielen eine überragende Saison. Viele Spieler noch aus der zweiten Liga wie bei uns. Zwei Aufsteiger, die sich nach oben gearbeitet haben. Beide auf beeindruckende Art und Weise. Freiburg hat für viele interessante Spiele gesorgt. Spielweise nötigt mir Respekt ab. Schätze Christian Streich sehr. Bei Trainertagung lange mit ihm geredet. Macht es sensationell in Freiburg. Auch als Typ eine Bereicherung für die Bundesliga. Ziehe alle Hüte vor dem, was dort passiert.“

Zu Poulsen: „Fitnessstand ist besser als Ende letzter Woche.“ Zu Beginn der Trainingswoche noch geschont. „Wichtigkeit für die Mannschaft misst sich nicht nur an den Toren. Gegen Leverkusen hat er sich auch mit einem Tor belohnt. Mit letztem Willen über die Linie gedrückt. Mannschaft ist nach dem Platzverweis letzte Woche noch mal heißgelaufen. Poulsen ist von Anfang an wichtig, zuletzt aber auch als Joker. Setzt seinen Körper gut ein, gibt nie auf. Wenn er noch mehr Torgefahr hat, wäre er ein kompletter Stürmer.“

13.18

Hasenhüttl zu Petersen: Keine explizite Vorbereitung auf den Top-Joker der Liga. In der Hinrunde auf einen Gegner getroffen, der anders gespielt hat als erwartet und schnell drauf eingestellt und nicht auf einzelne Spieler vorbereitet. Petersen sehr gut und torgefährlich, aber keine eigene Vorbereitung auf ihn.

Zur Jokerrolle: „Ich habe auch viele Spielzeiten gehabt, in denen ich Tore geschossen habe und dann wieder draußen saß und man mir nachsagte, ein guter Joker zu sein. Ist eine Fähigkeit, keine lange Anlaufzeit zu brauchen.“ Schwer, den ersten Sprint in einem Spiel zu machen, das auf vollem Tempo läuft. Petersen vielleicht auch gut darin, das Spiel von außen zu lesen und sich auf die Aufgabe vorzubereiten. Vorteil, einen sehr guten Joker auf der Bank zu haben.

13.22

Hasenhüttl zur Lok-Europapokal-Historie: Leipziger Geschichte nicht so verinnerlicht. „Ist lange her. Dauert hoffentlich nicht mehr so lange, bis es wieder so weit ist.“

Zu den letzten sechs Spielen: „Zuletzt wieder in die Spur gefunden. Sind jetzt auf der Zielgeraden. Wollen uns so schnell wie möglich den Vorsprung holen, um am Ende nicht jedes Spiel gewinnen zu müssen. Frag mal unten nach, wie unangenehm es ist, jede Woche ums Überleben zu kämpfen. Wollen die Position, die wir haben, halten. Lasst uns unsere Spiele machen. Zuletzt verdient gewonnen. Da müssen wir dran bleiben. Wird in den nächsten Spielen nicht einfacher. Wenn wir so auftreten wie zuletzt, dann bin ich mir sicher, dass wir die drei Siege schaffen können.“​

13.25

Hasenhüttl: Weiß nicht, wie Freiburg morgen taktisch aufläuft. Aber beide Mannschaften in der Lage, auf dem Platz zu reagieren und sich auf die Gegebenheiten einzustellen.

Irgendwas mit geknackter Code oder nicht. „Habe noch nie bei anderen Mannschaften nach Niederlagen gehört, dass ein Code geknackt wurde. Wir haben gemerkt, dass es nicht leicht ist, uns durchzuschauen.“ Matchglück zurückerarbeitet. „Unser Spiel besteht aus vier Phasen. Bei zwei davon ist noch Luft nach oben. Spiel mit dem Ball zum Beispiel​.“

Zu Halstenberg: „War ein Dauerbrenner und hat sich verschlissen. War dringend Zeit für eine Pause. Hatte nur lange keine Alternative. Bernardo hat es aber gut gemacht. Hat mich gefreut. Jetzt weiß ich, dass ich da eine Alternative habe.“

13.28

Hasenhüttl: Gibt Spieler aus der U23, die Hasenhüttl gern auch nächste Saison dabei hätte. Aber noch zu früh, da ins Detail zu gehen.

„Schaue jedes Spiel aus den Augen eines Trainers.“ Auch Champions League. Aktuell befasst man sich aber noch nicht damit, wie man gegen Real Madrid aussehen würde. „Waren gegen Bayern einfach die bessere Mannschaft. Lewandowski macht für mich den Unterschied. Ohne ihn und die entscheidenden Tore hat es auch Bayern schwer gegen einen Gegner wie Real. Noch ist aber nichts entschieden.“

13.29

Hasenhüttl: „Hatten schon eine Phase, als der Vorsprung geschmolzen ist. Hat uns nicht beeindruckt. Sehen die letzten sechs Spiele als Chance, uns für eine tolle Saison zu belohnen. Positiver Druck ist leistungsfördernd. Finde die Situation sehr angenehm und meine Spieler auch. Freuen uns auf jede Aufgabe. Im Moment sind wir Vize-Meister, mal sehen ob wir das auch am Ende der Saison sind.“​

13.31

Das war es von der Pressekonferenz. Ralph Hasenhüttl spürbar angeschlagen von den Ereignissen in Dortmund. Man versucht die Dinge aber Richtung Freiburg-Spiel wegzuschieben. Vor dem SC hat er großen Respekt, aber über allem steht, dass man die Chancen hat, die Saison mit der Champions-League-Teilnahme zu krönen. Entsprechend positiv will Hasenhüttl in die Restwochen gehen.

13.33

Morgen werden wir schon mehr wissen, ob diese positive Energie auf dem Platz auch zu sehen ist oder ob die Freiburger Leichtigkeit nach praktisch geschafftem Klassenerhalt Extrakräfte freisetzt. Viel Spaß bei dem Spiel wünsche ich. Und jetzt erstmal weiterhin einen ruhigen Feiertag. Ist ja auch prima Wetter, um mal ein paar Meter vor die Tür zu gehen.

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Ein Gedanke zu „Chance zur Revanche“

  1. „Unser Spiel besteht aus vier Phasen. Bei zwei davon ist noch Luft nach oben. Spiel mit dem Ball zum Beispiel​.“

    Schade, daß da niemand nachgefragt hat?!
    Pressing, Gegenpressing, Ballbesitz – aber was ist Phase 4?

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