Ausgerechnet?

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den SV Darmstadt 98 (01.04.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Das letzte Viertel der Saison steht an. Ohne Pause geht es nun ins Saisonfinale. In etwas mehr als sieben Wochen weiß man schon, ob RB Leipzig die direkte Champions-League-Qualifikation oder Platz 4 oder einen Europa-League-Platz (dürfte bis Rang 7 zu kriegen sein) oder (unwahrscheinlich) die (nach dem bisherigen Saisonverlauf) goldene Ananas eines Mittelfeldplatzes erreicht hat.

Neun Spiele sind es noch. Für die Europa League dürften zwei Siege reichen. Für die direkte Champions-League-Qualifikation (also Platz 2 oder 3) dürften es irgendwas um die fünf Siege sein. Das als ungefährer Rahmen, damit man seine Erwartungen an die restlichen Spiele u.a. auf Schalke, in Frankfurt, in Berlin und gegen Bayern durchdenken kann.

Zum Auftakt der neun Spiele wartet allerdings erstmal die Partie gegen Darmstadt 98. Besondere Begleiter in den letzten Jahren, die man nach Lage der Dinge in dieser Saison zum vorerst letzten Mal in einem Ligaspiel begrüßen darf. Denn dass der Tabellenletzte in neun Spielen zwölf Punkte auf den Relegationsplatz aufholen kann, was wohl mindestens noch sechs fehlende Siege bedeuten würde, glaubt vermutlich selbst in Darmstadt kaum noch jemand. Und die einzige Chance, noch ein bisschen Hoffnung zu schöpfen, würde wohl darin bestehen, in Leipzig zu gewinnen.

Womit man gleich bei einem der Grundprobleme der Darmstädter in dieser Saison ist. Denn man hat bisher alle 15 Punkte zu Hause geholt. In zwölf Auswärtsspielen sprangen keinerlei Punkte und gerade mal vier(!) Tore heraus. Wenn Darmstadt auf dem Niveau der anderen Teams aus der unteren Tabellenhälfte gepunktet und auswärts neun oder zehn Punkte geholt hätte, wäre man mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. So ist man das Team, das hinter Hertha die krasseste Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsbilanz aufweist.

Wenn man mit 15 Punkten aus 22 Spielen Tabellenletzter ist, dann muss ein Team Probleme zuhauf haben. Und so ist Darmstadt mit 47 Gegentoren und 17 Toren sowohl defensiv als auch offensiv das schwächste Team der Liga.

Man hat mit die meisten Chancen und Großchancen aller Bundesligisten zugelassen. Nur Bremen ist in Sachen Chancen noch etwas großzügiger. Nur Bremen lässt auch mehr Torschüsse im Strafraum und auf das eigene Tor zu.

Am anderen Ende des Spielfelds wiederum erarbeitet man sich die wenigsten Großchancen (also Chancen, bei denen man allein vor dem Keeper des Gegner steht), hat nur der HSV weniger Chancen und nur Wolfsburg ist ähnlich schwach in der Verwertung von Chancen. Lediglich sieben von 100 Torschüssen gehen beim SV Darmstadt 98 auch ins Tor. Schlecht, wenn man sowieso schon wenige Torabschlüsse hat.

30 Chancen weniger als der Bundesligaschnitt erarbeitet sich Darmstadt. 30 Chancen mehr als der Bundesligaschnitt lässt man zu. Pro Spiel hat der Gegner ein Chancenplus von 2,5. Klar, dass da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man wesentlich mehr verliert als gewinnt.

Zumal wenn dann auch die kleinen Dinge des Fußballspiels nicht klappen. Sieben Elfmeter hat Darmstadt in dieser Saison schon verursacht. Nur der HSV kann da mithalten. Allein vier Elfmeter hat man seit der Winterpause verursacht. Drei davon kosteten Punkte. Je zweimal war es das 1:0 für den Gegner, einmal der schnelle Ausgleich nach Darmstädter Führung. Mitentscheidende Szenen für ein Team, das eigentlich eine Situation gebraucht hätte, in der alles für sie läuft und nicht gegen sie.

Dazu passt auch, dass man vom (offensiv) besten Standardteam der Liga (16 Treffer) der letzten Saison zu einem der schlechtesten Teams (4 Treffer) diese Saison mutierte. Sieben Tore mehr schoss man letzte Saison nach Standards als man hinten nach Standards kassierte. Diese Saison liegt dies Bilanz bisher bei -4. Die Taktik unter Schuster, Standards in Strafraumnähe herauszuholen (und nah war alles, von wo aus man den Ball auf direktem Weg in den Strafraum bekam, also vom Einwurf bis zum Freistoß fünf Meter in des Gegners Hälfte tatsächlich alles) und daraus dann Punkte zu holen, funktioniert inzwischen gar nicht mehr.

Verbunden war der Schustersche Standardminimalismus mit defensiver Stabilität, die dadurch hergestellt wurde, dass immer viele Spieler hinter dem Ball waren. Nur zwei Kontertore kassierte man entsprechend letzte Saison in 34 Spielen. Diese Saison sind es nach 25 Spielen schon sechs.

Bei all den Daten darf man sich nicht wundern, dass Darmstadt seit dem 14. Spieltag durchgängig auf dem letzten Tabellenplatz liegt. Allerdings sollte man daraus auch nicht schließen, dass sich Darmstadt einfach so vom Platz schießen lässt. Im Saisonverlauf hing auch oft viel an Kleinigkeiten.

Vielleicht nicht unter Norbert Meier, als Darmstadt mehr Punkte holte, als ihnen leistungstechnisch eigentlich zugestanden hätte. Vor allem aber unter Interimstrainer Ramon Berndroth hatte man in drei Spielen ohne Punkte auch viel Pech. Und auch unter Torsten Frings sieht vieles gar nicht falsch aus.

In Wolfsburg zuletzt machte man so wie beim Sieg gegen Mainz zuvor beispielsweise gar kein schlechtes Spiel. Man verteidigte im 4-4-2 relativ kompakt und gut und hatte immer wieder gute Balleroberungen und Umschaltsituationen in die Offensive und gute Feldpositionen. Bis zum Strafraum war das ziemlich ordentlich und gefährlich. Aber was dann am und im Strafraum für Entscheidungen beim letzten Pass getroffen wurden, war teilweise recht abenteuerlich. Und hinten fängt man sich ein Gomez-Wurschteltor und selbst schiebt man den Ball kurz vor Schluss freistehend am Tor vorbei (Sam). Kleinigkeiten eben.

Wobei die Anfälligkeit in der Defensive auch unter Torsten Frings bestehen blieb. Beim Umschalten auf die Defensive ist man da oft auch zu langsam und läuft dem Gegner hinterher. Weil man viel mehr als einst unter Schuster auch mal den Ball hat und im Ballbesitz nachschiebt und versucht als Team anzugreifen. Das macht die Dinge sehr viel ansehnlicher, aber auch anfälliger für Tempo des Gegners.

Natürlich ist Ballbesitz auch weiterhin nicht die Hauptspielidee des SV Darmstadt 98, da geht es auch weiterhin über den Versuch, im Umschalten Geschwindigkeit über die Außen aufzunehmen oder auch lange Bälle einzustreuen (für die es aber nicht so richtige Abnehmer gibt, wie man sie einst mit Stroh-Engel und Wagner hatte). Aber man hat inzwischen auch die Möglichkeit, mal den Ball zwischen Innenverteidigern und Altintop auf der Sechs laufen zu lassen. Der erfahrene Winterneuzugang ist da im Zusammenspiel mit Gondorf (der in Leipzig gelbgesperrt fehlt) jemand, der Ruhe am Ball hat und unter Druck einen Pass spielen kann. Wobei die Frage ist, ob man sich auf dieses Spielchen in Leipzig einlässt oder dort dann nicht doch eher die langen Bälle wählt.

Nicht nur Hamit Altintop kam beim SV Darmstadt 98 im Winter. Für deren Verhältnisse erlebte man eine Wintertransferperiode geradezu epischen Ausmaßes. Gleich sechs weitere Spieler holte man in den Klub, partiell auch mit der Perspektive, sie auch in eine eventuelle Zweitligasaison mitnehmen zu können. Innenverteidiger Patrick Banggaard dürfte man in Leipzig zu sehen kriegen, da Niemeyer zuletzt angeschlagen war. Sidney Sam ist zu einer stabilen Option in der Offensive geworden und bringt da viel Fleiß mit, auch wenn ihm manchmal Übersicht und Kaltschnäuzigkeit (abgesehen von Elfmetern) fehlen.

Markus Steinhöfer ist ein erfahrener Außenbahnspieler, der in Zeiten, als es noch keinen Leipziger RasenBallsport gab, schon in Salzburg kickte. Wilson Kamavuaka holte man aus Griechenland zurück nach Deutschland. Und natürlich ist da auch noch Ex-RBLer Terrence Boyd. Der in Darmstadt seine Karriere mit höherklassiger Spielzeit anreichern wollte, aber nach vier Einsätzen in der Startelf zu Beginn und einem Tor gegen Dortmund in der Stürmerhierarchie wieder zurückfiel und zuletzt auf der Bank saß. In Wolfsburg fehlte er wegen muskulärer Probleme komplett. Ob man ihn in Leipzig sieht, muss man abwarten. Ein Spiel beim Ex-Klub, in dem sein Verein wohl auch auf viele lange Bälle setzen wird, könnte für ihn eigentlich prädestiniert sein.

Verzichten muss Darmstadt neben Niemeyer und Gondorf in Leipzig wohl auch auf Jan Rosenthal, der schon die letzten drei Spiele ausgefallen war. Macht die Dinge nicht einfacher. Auch Michael Esser ist im Tor nach einer Muskelverletzung weiter fraglich, wurde zuletzt von Daniel Heuer Fernandes aber gut vertreten. Wenn man sich aus dem Darmstädter Team noch Spieler herausgreifen will, dann darf man auf Sandro Sirigu hinweisen. Der war unter Schuster letzte Saison und auch schon in der zweiten Hälfte der Zweitligasaison weg vom Fenster und überzeugt in dieser Spielzeit oft mit sehr viel Dynamik und Übersicht auf der Außenbahn. Vielleicht die Positivüberraschung im Kader, in dem es nicht so viele Positivüberraschungen gibt, sondern wie bei Heller und lange auch Sulu alteingesessene Spieler, die eine unterdurchschnittliche Saison erwischt haben. Wichtig dürfte in Leipzig auch noch Vrancic sein, der in der Zentrale und bei Standards viel fußballerische Qualität mitbringt.

Das Spiel ist natürlich wie gemacht für ein ‚Ausgerechnet‘-Spiel. Eine nicht ganz unbelastetet Vorgeschichte zwischen den beiden Vereinen. Dazu einige denkwürdige Spiele wie das vorweggenommene Aufstiegsspiel einst in der dritten Liga oder der Sieg nach Coltorti-Tor vor zwei Jahren. Nichts würde mehr ein ‚ausgerechnet‘ provozieren als der erste Auswärtspunkt von Darmstadt oder gar die ersten Auswärtspunkte und vielleicht sogar noch ein Boyd-Tor. In Rückstand sollte Darmstadt dabei aber nicht geraten, denn in 20 Spielen, in denen sie in Rückstand gerieten, verloren sie 18mal und holten gerade zwei Unentschieden. Natürlich auch dies die schlechteste Bilanz der Liga.

Gegen den ‚Ausgerechnet‘-Tag werden die RasenBallsportler vermutlich sehr viel einzuwenden haben. Auch wenn man vor dem Spiel bei der Sturmbesetzung ein wenig ins Grübeln kommen wird. Werner ist verletzt. Bei Poulsen rechnet man derzeit noch damit, dass er nur von der Bank kommt. Gehen wir mal davon aus, dass RB Leipzig in einem 4-2-2-2 agiert und Sabitzer die Position des zweiten Stürmers besetzen darf, weil Keita und Forsberg die Zehner geben dürfen, dann bliebe noch ein Platz frei. Um den sich Selke, Burke und Palacios bewerben könnten.

Bei Selke gilt dasselbe wie in den letzten Wochen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Aber das führte in den letzten Wochen auch nicht dazu, dass er starten durfte. Und rein vom Typ her wäre Burke mit seiner Geschwindigkeit in der Tiefe auch der naheliegendere Ersatz für Werner. Bzw. der Ersatz, der am ehesten die Qualitäten von Werner in Umschaltsituationen, aber nicht im Anlaufen des Gegners hätte. Palacios wäre die etwas spielstärkere Option, die Hasenhüttl schon gegen Wolfsburgs robuste Innenverteidigung in der Pause als Lösung brachte. Ohne ganz großen Erfolg.

Ansonsten stellt sich die Mannschaft, wenn sie keine Ausfälle zu beklagen und Sabitzer seinen kleinen Schnupfen kuriert hat, eigentlich von selbst auf. Bzw. ist es schwer vorstellbar, dass Hasenhüttl auf Ilsanker, Demme, Halstenberg, Orban, Compper, Keita, Forsberg, Sabitzer oder Gulacsi freiwillig verzichtet. Bleibt halt nur die Frage, ob Schmitz oder Bernardo und welcher Stürmer. Überraschungen und Systemspielereien aber nicht ausgeschlossen.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Schmitz (Bernardo), Orban, Compper, Halstenberg – Demme, Ilsanker – Keita, Forsberg – Sabitzer, Selke (Burke, Palacios)
  • SV Darmstadt 98: Heuer Fernandes (Esser) – Sirigu, Sulu, Bangaard (Niemeyer), Holland – Steinhöfer (Sam), Altintop, Vrancic (Niemeyer, Kamavuaka), Heller – Sam (Vrancic, Rosenthal) – Schipplock (Colak, Boyd)

Fazit: Wer den passiven und fast schon ängstlich und fatalistisch auf die Niederlage wartenden SV Darmstadt 98 aus dem Hinspiel auch im Rückspiel erwartet, kann diese Vorstellung gleich vergessen. Das Team von Torsten Frings hat mit dem von Norbert Meier nicht mehr viel zu tun. Und das liegt nicht nur an sieben Wintertransfers. Natürlich gehört ein Sieg gegen Darmstadt weiter zum Pflichtprogramm, wenn man nach Europa will und natürlich ist da kein Spitzenteam erwachsen in der Zwischenzeit, aber man kann wieder ganz gut verteidigen, hat im Offensivspiel zumindest bis zum Strafraum ganz gut Ideen und erzielte zuletzt sogar zwei Standardtore in einem Spiel. Vor allem hat das Team wieder jenes Feuer, das es in der Hinrunde lange vermissen ließ. Und damit haben die Darmstädter die Möglichkeit, auch Leipzig einen Fight zu liefern. Wenn denn ausgerechnet an diesem Tag auch die Kleinigkeiten mitspielen.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den SV Darmstadt 98 nicht vor Ort verfolgen kann und am 01.04.2017, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. SV Darmstadt 98

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Auch gegen Darmstadt wieder Dirigent seines Orchesters: Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures - Sven Sonntag
Foto: GEPA Pictures – Sven Sonntag

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den SV Darmstadt 98. Mit Ralph Hasenhüttl.

13.18

Auf geht es in die letzte Runde Bundesliga für diese Saison. Englische Wochen stehen an. Und auch Heimspielwochen. Denn es warten drei Heimspiele in den nächsten zwei Wochen. Darmstadt, Leverkusen und Freiburg. Dazu das Auswärtsspiel in Mainz. Wichtige zwei Wochen im Sinne einer Weichenstellung für die Restsaison.​

13.25

Wäre natürlich nach zwei Niederlagen und als Start in die letzten Wochen ganz gut drei Punkte mitzunehmen. RB sicherlich klarer Favorit in diesem Duell mit Darmstadt. Wie sich das dann auf dem Platz darstellt, wird man sehen. Und wie man Werner ersetzt und die Mannschaft besetzt und ob Poulsen doch schon wieder von Beginn ran darf, wird man auch sehen. Vielleicht sieht man ja nach dieser Pressekonferenz hier und heute schon klarer.

13.30

Wer sich bis zum Spiel am Samstag langweilen sollte, der findet noch den Podcast aus dem hiesigen Bloghaus vom Dienstag oder lese drüben im Kickschuhblog, wie ein Darmstadt-Fan einen RB-Fan ausfragt​.

13.33

Ralph Hasenhüttl: Nationalspieler bis auf Werner gesund zurückgekommen. Keine Verletzungen. Alle wieder auf dem Platz. „Belastungen gut weggesteckt.“ Poulsen und Keita die ganze Woche in allen Einheiten dabei. „Fürs Wochenende eine Option für uns.“

Zu Keitas Zusammenbruch: „Versorgen unsere Spieler immer rundum. Zukünftig bei Keita noch intensiver. Müssen ihn weiter kontrollieren und Erfahrungswerte sammeln. Von den Werten her ist alles bestens. Deswegen kann er Spiel.“

13.35

Hasenhüttl: „Pause tat allen gut. Fast zwölf Wochen am Stück durchgearbeitet. Da haben ein paar Prozent gefehlt am Ende. Konnten einiges für die Jungs vorbereiten. Auf unsere Gesamtsituation hingewiesen, die nicht so schlecht ist. Haben eine normale Entwicklung genommen. Beeindruckend in der Hinrunde. Andere Aufgaben in der Rückrunde.“ Manches gut gelöst, manches nicht. Pause zum sacken lassen genutzt. Auch die Spiele gegen Wolfsburg und Bremen reflektiert. „Wichtig, dass wir die Zeit bekommen haben. Haben die Zeit gut genutzt.“

13.41

Hasenhüttl: Mannschaft trainiert „wieder mit Gier“. Viel mit Ball trainiert. Aber intensiv. Gute Stimmung. Konzentriertes Arbeiten. Spieler bei der Nationalmannschaft hatten auch ihre Ablenkung und sind nun wieder fokussiert. „Nächste drei Samstage zu Hause. Tolle Aussicht.“

Zu Coltorti: „Ist glaube wieder dran mit einem Kaderplatz. Ich habe sein Tor gegen Darmstadt im letzten Heimspiel im Hinterkopf. Wäre aber schön, wenn wir das Spiel früher entscheiden.“

„Bereiten die Mannschaft nicht auf den Tabellenplatz des Gegners, sondern auf unsere Möglichkeiten vor.“ Unter der Woche eine Gesamtschau über den Leistungsstand gemacht und geguckt, wo man noch Schritte braucht. Kommende Wochen schwierig, weil man gegen Mannschaften spielt, für die es noch um alles oder auch nichts geht. Geht darum zu wissen, dass man was zu gewinnen hat.

„Darmstadt kommt mehr über das fußballerische als in den letzten Jahren. Trotzdem laufstark.“ Nicht mehr so viele lange Bälle. „Richtige Lösungen finden. Darmstadt zuletzt auf Augenhöhe mit den Gegnern.“ Da brauche man Geduld. Brauchte man im Hinspiel auch. „Ein schnelles Tor würde sehr helfen. Aber kann auch lange dauern.“ Spieler müssen auch bei Fehlern positiv bleiben. Hofft auf Unterstützung und Geduld der Fans.

13.45

Hasenhüttl: Wie man Werner ersetzt, sei noch nicht klar. Burke und Selke als Optionen. Ob Poulsen am Anfang der englischen Woche schon von Beginn an spielt, ist noch offen. Auch defensiv bei der Besetzung der Mannschaft noch Fragen offen.

Dass sich Poulsen zuletzt nach Einwechslung verletzt hat, hat Hasenhüttl auf dem Schirm, ist aber nicht alleiniges Argument, dass er von Anfang an spielen müsse. Auch von der Bank wertvoll als neuer Impulsgeber.

„Poulsen genau beobachtet und gefragt, wie er das Training verkraftet. Hat gemerkt, dass es eine andere Belastung ist als in der Reha. Aber Muskel hat sich nicht gemeldet.“

„Werner bei der Nationalmannschaft nicht locker, sondern angespannt. Deswegen nicht so erstaunlich, dass er sich den Muskel verletzt hat. Normaler Reha-Prozess. Keine Prognosen, wann er wiederkommt. Müssen vorsichtig sein. Kriegt die Zeit, die er braucht.“

13.50

Hasenhüttl: Platz 2 sollte die Spieler nicht blockieren. „Schon vor Wochen gewusst, dass es noch eine verdammt weite Reise bis zur Champions League ist.“ Man kann etwas großes gewinnen und nicht etwas verlieren. Man müsse sich in den Spielen wieder belohnen.

„Beschäftigen uns nur mit positiven Gedanken. Wollen das Spiel erfolgreich gestalten. Und über den Rest könnt ihr euch unterhalten und uns hinschreiben, wo ihr wollt. Das ist euer Job. Das ist ok.“

Zu Boyd: „Wenn er aufläuft, wird er sicher motiviert sein.“

Zu Selke: Jeder Nationalspieler hat nach seiner Rückkehr ein Gespräch mit Hasenhüttl über die Woche. Auch Selke. Gespräch hat sich nicht von anderen Gesprächen unterschieden. Schön, dass er viel gespielt hat. Schade, dass er trotz viel Engagement kein Tor geschossen hat.

13.51

Zu Burke: „Hatte es nicht so einfach, weil nach seinem Wechsel vieles neu war für ihn. Hat große Entwicklungsschritte genommen. Wird er sicherlich bald wieder präsentieren dürfen. Vielleicht ja schon gegen Darmstadt.“

13.53

Das war es schon von hier. Poulsen steht vielleicht in der Startformation gegen Darmstadt. Alle bis auf Klostermann, Werner und Gipson sind fit. Auch defensiv gibt es noch Entscheidungen zu treffen (Schmitz?). Und ansonsten gilt: positiv denken. Probiert das ruhig mal aus. Ist ja auch schönes Wetter am Samstag, ​da kann man ja nur auf gute Gedanken kommen. Vielleicht passt ja das Spiel auch dazu. In diesem Sinne, viel Spaß bis dahin.

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2 Gedanken zu „Ausgerechnet?“

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