Puzzlearbeit gegen defensive Stärke

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei Borussia Mönchengladbach (19.02.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Marvin Compper.]

21. Spieltag. Mitten in der Krise nach Mönchengladbach. Kleiner Scherz. Der den durchaus realistischen Hintergrund hat, dass nach zwei Niederlagen in Folge die Augen noch stärker auf das sportliche Ergebnis und Auftreten von RB Leipzig gerichtet sein werden. Kommt jetzt der Einbruch, ist die Frage, die viele auf den Lippen haben. Das System RB Leipzig entschlüsselt, formulieren die Ersten locker vor sich hin. Je nach Sichtweise halt hoffnungsfroh oder mit Sorgenfalten.

Drei Niederlagen in Folge gab es bei RB Leipzig letztmals Ende der ersten Zweitligasaison 2014/2015. Damals war Ralph Hasenhüttl durch den aufstiegsbringenden Sieg mit Ingolstadt direkt an der Serie beteiligt. Es war der einzige Dreierpack mit Niederlagen, den RB je aushalten musste.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der negative Dreierpack Nummer 2 nun folgt, ist gar nicht mal so klein. Denn mit dem Auswärtsspiel in Mönchengladbach steht eine schwere Aufgabe vor der Tür. Tabellarisch wird die Borussia als Zehnter und damit nicht übermäßig beeindruckend ausgeworfen. Aber der Trend ist tief im Westen der Republik mehr als positiv. Drei Siege und ein Unentschieden in der Bundesliga. Dazu der Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals und eine unglückliche Niederlage in der Europa League. In vier der sechs Spiele kein Gegentor kassiert. Man ist absolut auf dem aufsteigenden Ast.

Das hat natürlich auch viel mit dem Trainerwechsel zu tun, den man vor der Winterpause noch vollzogen hat. André Schubert raus und dafür Dieter Hecking geholt. Einer, der für Bodenständigkeit und Sachlichkeit steht. Als Typ, aber auch bezüglich der von ihm präferierten Taktik.

Und so präsentiert sich Borussia Mönchengladbach derzeit sicherlich nicht als das Spektakelteam, das man einst unter Schubert mal war. Sondern als ein Team, das ohne große Schnörkel Dinge tut, die man kann und die dazu führen, dass Punkte rausspringen. Nämlich vergleichsweise kompakt verteidigen und dann gucken, dass man die schnellen Außenbahnen ins Spiel bekommt und den Gegner auf dem falschen Fuß erwischt.

Unter Schubert spielte man sich noch relativ lang und häufig den Ball zwischen einer Abwehrkette und zwei Spielern im Sechserraum hin und her. Oft ohne sinnvollen Raumgewinn. Dafür war man in diesen Bereichen durchaus anfällig für Ballverluste.

Das hat sich unter Hecking geändert. Der präferiert ein recht normales 4-4-2. In dem kann es auch schon mal passieren, dass Kramer mit abkippt und eine Dreierkette entsteht oder der Ball etwas zu lange hin- und hergepasst wird, bis man in eine Ballverlustssituation kommt. Aber eigentlich versucht man sehr viel stärker auch über lange Bälle und über den Spielaufbau über die Außenbahnen nach vorn zu kommen. Was für die defensive Stabilität schon mal den Vorteil hat, dass man den Ball wenn, dann meist in nicht ganz so gefährlichen Zonen verliert.

Das dürfte das eine ‚Geheimnis‘ hinter erst drei Gegentoren in sechs Spielen seit der Winterpause sein. Das andere besteht in einem eher passiven und tiefen Verteidigen. Die Stürmer werden eigentlich erst ab der Mittellinie aktiv und laufen dann den ballführenden Spieler an. Ab der Mittellinie versucht man es dann aber sehr dicht zu halten das Spielfeld. Je näher es Richtung Strafraum geht, desto vielbeiniger wird die Abwehr. Wenn nötig stehen dann eben auch mal zehn Feldspieler der Borussia am und im eigenen Strafraum. Wo man vor allem viel Wert darauf legt, dass die Mitte dicht ist. Sodass man als Gegner selbst dann keine klaren Torgelegenheiten bekommt, wenn man denn im Strafraum zum Abschluss kommt, weil immer noch irgendwie ein Bein da ist oder man unter dem Druck des Gegenspielers abschließt.

Offensiv ist das, was Mönchengladbach macht, absolut solide und lebt von den individuellen Fähigkeiten, die die Beteiligten haben. Selbst wenn man keinen klassischen Abschlussstürmer hat, um Flanken von außen, die Teil des 4-4-2-Systems sind, veredeln zu können (weswegen das kurzzeitige Selke-Gerücht im Winter auch nicht ganz absurd war). Herrmann, Johnson, Hazard, Hahn, Raffael, Stindl und auch Hofmann oder Drmic streiten sich um die vier Positionen in der Offensive. Das ist durchaus eine ganze Latte an hoher Qualität. Wobei Raffael für das Spiel gegen RB Leipzig fraglich ist, da er schon in Bremen und gegen Florenz wegen einer Zerrung passen musste.

Herausragend auch die Qualität in der Mittelfeldzentrale. Mit einem Christoph Kramer, der auf der Sechs eher der defensivere und brachialere Part ist (der aber auch feine Pässe spielen kann) und einem Mahmoud Dahoud, der unter Hecking wieder mit feiner Technik und Offensivgeist glänzt. Abgesichert wird das dahinter dann auch von viel Physis, wobei es hier wie schon gegen den HSV die Kunst ist, vor allem die Innenverteidiger in Bewegung zu kriegen, da dort nicht ihre ganz große Stärke zu verorten ist. Allerdings ist das gegen Mönchengladbach aufgrund eines eher tiefen Verteidigens auch eher schwer. Wobei RB Leipzig in der bisherigen Spielzeit immer mal wieder zeigte, dass man mit eher passiv und tief verteidigenden Mannschaften ganz gut umgehen kann.

Mit Mönchengladbach wartet eines der fairsten Teams der Liga auf RB Leipzig. Die wenigsten gelben Karten der Liga und die drittwenigsten Fouls stehen zu Buche. Wobei letzteres auch der langen Ballbesitzorientierung geschuldet ist. Wenn man den Ball hat, läuft man nicht nur weniger, man kann auch automatisch nicht so viel foulen.

Wenn man beim Laufen bleibt, dann legt die Borussia seit Heckings Amtsantritt deutlich mehr Kilometer als zuvor zurück. Und auch deutlich mehr als RB Leipzig nach der Winterpause. Jeweils über 119 km legte man in den letzten drei Bundesliga-Spielen beim permanenten Verschieben im 4-4-2 zurück. Bei RB Leipzig waren es im Schnitt in derselben Zeit weniger als 112 km pro Spiel.

In Bezug auf Hochgeschwindigkeiten ist Mönchengladbach allerdings ein unterdurchschnittliches Bundesligateam. Über die Saison gesehen gibt es keine Mannschaft, die weniger sprintet. Das hat sich seit Hecking tendenziell verbessert, aber ein Topteam ist man in dem Bereich ganz deutlich immer noch nicht. Was aber auch mit der Spielweise des tiefen Verteidigens, das per se zum Beispiel kein häufiges Anlaufen in höchstem Tempo beinhaltet, zu tun hat.

Offensiv kreiert Mönchengladbach Chancen ungefähr auf dem durchschnittlichen Niveau der Bundesliga. Allerdings verwerten nur Teams wie Ingolstadt, Darmstadt oder Wolfsburg weniger Torgelegenheiten. Auf der anderen Seite ist die Chancenverwertung bei den Gegnern sehr gut. Bei keinem anderen Team der Liga verwerten die Kontrahenten so viele Chancen wie bei Spielen gegen Mönchengladbach. Aber diese Statistik ist durch die Veränderungen in den Spielabläufen auch gerade dabei, sich zugunsten des VfL zu verändern.

Ein Vorteil für RB Leipzig könnte am Sonntag in der geringeren Belastung in der jüngeren Vergangenheit bestehen. Denn für Mönchengladbach wird das Spiel gegen Leipzig am Sonntag das fünfte in zwei englischen Wochen und nur ein Zwischenschritt in die nächste englische Woche sein. Schon am kommenden Donnerstag wartet das Rückspiel in der Europa League in Florenz. Während das Hinspiel noch in den Knochen steckt, könnte das Rückspiel schon im Kopf sein. Wobei der physische Teil der Belastung so früh in der Rückrunde auch noch nicht den ganz großen Einfluss auf den Spielverlauf haben dürfte.

Interessant wird, wie RB Leipzig dem diesjährigen Champions-League-Teilnehmer, dessen Kader an dieses Niveau durchaus gut erinnert, personell begegnen wird. Willi Orban und Yussuf Poulsen sind gesperrt bzw. verletzt sicher raus. Lukas Klostermann fehlt weiterhin langzeitverletzt. Möglicherweise gesellt sich Marcel Sabitzer noch zu diesem Trio. Was dann auch schon wieder eine ordentliche Ausfallliste wäre. Dafür kehrt Marvin Compper zurück ins Team.

Für die Aufstellung bedeutet das einiges an Puzzlearbeit. In der Innenverteidigung stellt sich die Frage, ob Upamecano eine zweite Chance erhält oder doch Ilsanker die Sicherheitslösung liefert. Je nachdem wäre auf der Sechs die Frage, welche zwei aus dem Trio Ilsanker, Demme und Keita dort spielen sollen. Keita zuletzt auf der Zehn nicht so überzeugend wie auf der Sechs. Und dann bleiben vorn vier Positionen, von denen nur die von Werner und Forsberg fest vergeben sind, falls Sabitzer verletzt fehlt oder keine Option für die Startelf ist. Neben Werner könnten abgesehen von Sabitzer dann Selke oder Burke auflaufen. Selke hofft sicherlich auf eine erneute Chance, war zuletzt aber glücklos. Burke hätte sich eine Chance mal verdient, ist aber eigentlich weniger ein Poulsen-Ersatz als eher ein Werner-Ersatz oder einer für die Zehn. Wo er ja auch auflaufen könnte, falls Sabitzer ausfällt. Aber da bliebe ja auch noch Kaiser..

Wie gesagt, viel Puzzlearbeit. Was für Mönchengladbach vielleicht ganz ähnlich gilt. Denn nach dem Europapokal-Spiel könnte Hecking in Erwartung der nächsten englischen Woche auch zum Rotieren verleitet sein.

Mögliche Formationen:

  • Borussia Mönchengladbach: Sommer – Jantschke, Vestergaard, Christensen, Wendt – Hermann (Hazard), Dahoud, Kramer, Johnson (Hermann) – Rafaell (Hahn), Stindl
  • RB Leipzig: Gulacsi – Bernardo, Compper, Upamecano (Ilsanker) – Ilsanker (Keita), Demme – Keita (Sabitzer, Kaiser, Burke), Forsberg – Selke (Burke, Sabitzer), Werner

Grundsätzlich ist Borussia Mönchengladbach ein Team, das mit seiner Spielanlage RB Leipzig eigentlich liegen sollte. Man verweigert sich nicht dem Ballbesitz, auch wenn man ihn nicht mehr so extrem betreibt wie noch vor einem halben Jahr. Man verteidigt eher passiv, sodass man als Gegner immer wieder mal Chancen bekommt, auch in Ruhe darauf zu warten, Bälle in Lücken spielen zu können (wofür dann wiederum ein Orban fehlt). Auf der anderen Seite hat die Borussia viel defensive und offensive Qualität im Kader und spielt die eigene Ordnung inzwischen sehr genau. Ein Gegentor aus dem Spiel heraus hat man unter Hecking noch gar nicht kassiert. Lediglich drei Standardgegentore stehen zu Buche. Kingt dann doch nach einer Challenge.

Fazit: Nach zwei Niederlagen am Stück ohne eigenes Tor (von denen nur die gegen den HSV schmerzte) geht es für RB Leipzig nach Mönchengladbach. Sportlich eine absolute Herausforderung. Bei der man gespannt sein darf, wie die Mannschaft auf das 0:3 gegen den HSV reagiert und ob von diesem Spiel irgendwelche Nachwirkungen bleiben.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Borussia Mönchengladbach nicht vor Ort verfolgen kann und am 19.02.2017, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Borussia Mönchengladbach

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Im Umgang mit der Presse absolut erfahren und souverän: Marvin Compper. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach mit Ralph Hasenhüttl.

13.19

Dann halt weiter in der Bundesliga. Auswärtsfahrt nach Mönchengladbach. Vor Ort nach dem Dortmund-Spiel natürlich ein besonderer Fokus auf Sicherheitsfragen. Eine klare Fantrennung wird man durchführen. Bedeutet für das Heimpublikum rund um den Gästeblock ein paar Umwege. Nun ja.

13.20

Sportlich gesehen wird es interessant, wie RB Leipzig die letzten zwei Niederlagen und die Poulsen-Verletzung wegsteckt. Auf Borussia-Seite steht die Frage, wie man die erhöhten Belastungen in der englischen Woche verkraftet und ob man darauf mit Umstellungen reagiert.

13.25

1.200 Tickets wurden im Vorverkauf für das Auswärtsspiel in Leipzig abgesetzt. Nach den Spielen in München und Dortmund wieder zurück auf Normalniveau könnte man sagen.

13.28

Marvin Compper heute (neben Ralph Hasenhüttl) wieder mal auf dem Podium bei der Pressekonferenz. So oft wie er diese Saison da schon gesessen hat und so selten, wie andere Spieler da sind, geht das schon fast als Praktikum in der Presseabteilung von RB Leipzig durch.. (Da Compper ein ehemaliger Spieler Mönchengladbachs ist, gibt es natürlich auch einen sachlichen Hintergrund.)

13.33

HC Leipzig (900.000 Euro Schulden) wird mit verschiedenen Aktionen durch RB Leipzig unterstützt. Versteigerung von Trikots beispielsweise. Verein ruft zur Unterstützung auf. Bei Spielern und Fans. Gegen Köln bekommt der HCL Plattform, für Unterstützung zu sammeln.

Ralph Hasenhüttl: „Freue mich, wenn der Sport in der Stadt gefördert wird. Vielfalt ist wichtig für Sportstadt Leipzig. War selber schon beim HCL.“

13.36

Ralph Hasenhüttl: Klostermann, Poulsen und Orban natürlilch nicht dabei. Wie lange es bei Poulsen dauert, ist noch unklar. Maximal sechs Wochen hofft man. „Upamecano eine Alternative für Orban.“

Marvin Compper: „Besonders, nach Mönchengladbach zurückzukommen. Habe dort mein erstes Bundesligaspiel gemacht. Freue mich immer, an diesen Ort zurückzukommen.“

Compper zu BMG in der Europa League gegen Florenz (beides Ex-Klubs von Compper): Chancen nicht genutzt und Freistoß gefangen. „Wichtiger Auswärtssieg für Florenz.“

13.39

Hasenhüttl: „Man hat gesehen, dass Mönchengladbach im Aufwind ist.“ Vorn sehr viel Qualität. „Hecking hat auch eine gewisse Ordnung reingebracht.“ Defensiv wesentlich besser und kompakter. „BMG gehört zu den Topmannschaften in Deutschland. Wird nicht einfach, was mitzunehmen.“

„Sabitzer geht es sehr gut. Wäre bereit für die erste Elf.“

Spieler, die Grippe hatten und Forsberg sind jetzt einen Schritt weiter. Durch fehlende Spielpraxis haben bei Forsberg und anderen ein paar Prozent gefehlt. „Ist uns gegen Hamburg nicht leicht von der Hand gegangen.“ Gut trainiert unter der Woche. „Gut, dass alle wieder an Bord und besser drauf sind.“

13.42

Hasenhüttl: Hohe Wahrscheinlichkeit, dass Upamecano spielt. Großes Talent der Zukunft. Deswegen müsse man ihn in solchen Situationen, wo jemand ausfällt, auch die Chance geben zu spielen und Erfahrungen zu sammeln. „Wenn man Spielern keine Chance gibt, werden sie auch keine Erfahrungen sammeln.“ Hohes Potenzial und viel Qualität bei Upamecano.

Rondos im Training (also Trainieren von Stressresistenz) sind unabhängig vom Ergebnis in Spielen zuvor. Kein Grund nach Niederlagen in Aktionismus zu verfallen. „Verantwortlichen müssen klaren Plan weiterverfolgen.“ Man will wieder Ergebnisse liefern.

Compper zu Upamecano: „Viel Potenzial, bringt alles mit. Erfahrungen wie letzte Woche gehören dazu.“ Wächst mit jeder Minute.

13.46

Compper dazu, wie es vor teilweise gesperrten Stadion ist zu spielen: Hat mal vor ganz leerem Stadion gespielt. „Wie ein Freundschaftsspiel.“ Wie es in Dortmund ist, kann er nicht beurteilen. Vielleicht zieht es ein paar Prozent Energie. Will Strafe gegen Dortmund nicht bewerten. Entschluss wurde gefasst und man muss ihn akzeptieren.

Hasenhüttl: Verschiedenste Varianten, um Poulsen zu ersetzen. Komme drauf an, wie viele Leute man vorn reinstellen will. Ohne Poulsen habe letzte Woche nicht so schlecht ausgesehen, wie das Ergebnis sagt. Burke ist eine Option. Ob von Anfang an, ist noch nicht klar. Selke war nicht so glücklich letzte Woche.

Hasenhüttl zu Burke: „Bisher nicht die Chance bekommen von Beginn an. Hat Waffen, die jedem Gegner weh tun können. Geschwindigkeit, Physis. Gegen den Ball muss er weiter lernen. Muss auch torgefährlicher werden. Ist auf einem guten Weg. Wird sicher mehr Einsatzzeiten bekommen, wenn Poulsen verletzt ist.“ Palacios wird im Kader sein am Sonntag.

13.50

Compper: Orbans Medizinkofferwurf nicht gesehen. Erst vom Sitznachbar erfahren. Wurde ein bisschen drüber geflachst im Mannschaftskreis.

Noch ein paar Witzchen zum Kofferwurf (‚Orban wollte ihn raustragen, war aber zu schwer‘, ‚aus der Hand gerutscht‘).

Hasenhüttl: „Letzte drei Auswärtsspiele kein Tor geschossen. Würde uns gut tun, mal wieder in Führung zu gehen. Hilft enorm. Gegen Bayern und Dortmund auswärts zu verlieren, ist nicht überraschend. Ist uns aber auch klar, das Momentum wieder auf unsere Seite ziehen zu müssen.“ Auswärtserfolg hängt davon ab, wie viel man investiert. In Dortmund viel investiert, aber fußballerisch nicht perfekt. In Mönchengladbach mal wieder zu Null spielen.

13.54

Hasenhüttl: „Glaube nicht, dass wir defensiver spielen können. Gehe davon aus, dass wir mehr Ballbesitz haben werden als uns lieb ist. Haben wir aber Lösungen für. Keita kann viele Positionen bekleiden. Kann auch auf der Zehn unangenehm sein. Gegner wissen aber inzwischen auch, was er kann. In Dortmund wurde er etwas alleingelassen. Braucht Spieler um ihn rum.“ Keita auf der Sechs oder Zehn eine Option. Was mit Ilse wird, kann der Trainer noch nicht sagen. „Ist in einer sensationellen Verfassung.“ Man wird eher nicht auf ihn verzichten in Mönchengladbach.

Sinkende Laufleistung? „Statistiken sagen nicht immer was aus.“ „Sagt nichts aus über die letzten Spiele.“ Gegen HSV habe aber im Hochgeschwindigkeitsbereich einiges gefehlt. „In der Hinsicht nicht unser bestes Spiel. Aber man muss vorsichtig sein mit der Statistik der Laufleistungen.“ Gegen Frankfurt und Hoffenheim auch gewonnen. Statistiken dort durch Platzverweise für Gegner beeinflusst.

13.57

Compper: Will nicht Grippe-Situation diese Saison und vor einem Jahr vergleichen. „Schaue nicht gern in die Vergangenheit. Hatten eine gute Woche im Training. Aufgabe ist, am Sonntag mit Freude und Teamwork aufzutreten. Fokus auf Gladbach und darauf, dort giftig zu sein.“

Hasenhüttl: „Trainer denkt so, dass er gern die positiven Seite der Spieler sieht. Negative Dinge werden im Verlauf der Woche nach hinten geschoben. Waren nicht topzufrieden mit Selke letzte Woche. Bei Burke hat es zuletzt auch nicht immer so ausgesehen, dass er bereit ist für die Startelf.“ Beide tun aber viel für Verbesserungen und werden entsprechend dafür mit Einsatzzeit belohnt werden. Hofft, dass sie ihre Chance nutzen, wenn sie kommt.

14.01

Das war es schon von hier. Alle sollen also die Frauen vom HC Leipzig unterstützen. Für die Aufstellung von Sonntag gibt es noch nicht den finalen Erkenntnisgewinn. Upamecano soll wahrscheinlich spielen. Ilsanker auch. Keita sowieso. Irgendwo ist dann aber auch die Bruchstelle, wo irgendjemand aus dem Team fällt. Sabitzer? Oder Burke und Selke, die bisher als Poulsen-Ersatz gehandelt wurden? Vielleicht ja auch Dreierkette in der Abwehr (darauf deutet zumindest die Ansage, man wisse noch nicht, wie viele Offensivkräfte man aufstellt, hin? Wir werden es sehen.

14.02

Wie auch immer. Schönes Wochenende allerseits. Macht was draus. Und habt Spaß mit dem Fußballsonntag.

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3 Gedanken zu „Puzzlearbeit gegen defensive Stärke“

  1. Ich würd sagen Selke spielt vielleicht eher nicht von Anfang an, nach den letzten Leistungen… Ich würde Burke gern von Anfang an sehen, aber RH ist sein Spiel gegen den Ball scheinbar noch zu unsicher, will man ja mal wieder zu Null spielen. Schade das Poulsen verletzt ist, reißt wohl doch mehr Räume auf, als man in der Gesamtübersicht so mitbekommt 😯
    Hoffe in der Tat das Forsberg und Sabitzer wieder ein paar Prozent mehr geben können, dann klappts auch mit dem „etwas mitnehmen“. Allerdings hat BMG grad diese Aufschwungphase unter Hecking, der sie ordentlich anzutreiben scheint. Die kämpfen richtig, wird nicht einfach werden.

  2. Liest man zwischen den Zeilen des Trainers wird er wohl von der 4222 Linie abweichen. Ich tippe auf ein 42121 mit Keita als Bindeglied des defensiven und offensiven Mittelfelds und Werner als einzige nominelle Spitze (flankiert von Sabi und Emil).

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