Ostduell ohne Ostteams

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Hertha BSC (17.12.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Marcel Halstenberg.]

15. Spieltag in der Bundesliga. Es geht auf die Hälfte der Saison zu. Die Tabelle lügt nicht mehr, könnte man hinzufügen, wenn man das gern genutzte Bonmot in Betracht zieht, dass man vor dem 10.Spieltag nicht draufgucken muss. Entsprechend wartet mit dem Spiel Zweiter gegen Dritter ein echtes Spitzenspiel. Leipzig gegen Hertha. Da hätten vor der Saison auch nicht viele Leute drauf gewettet, dass dies ein Spitzenspiel sein würde.

Was ja nicht nur an RB Leipzig liegt, sondern auch daran, dass Hertha BSC eine Saison spielt, die ihnen nicht viele zugetraut hatten. Letzte Saison spielte der Klub eine gute Hinrunde und eine nicht so gute Rückrunde. Was die Vermutung nahe legte, dass der Aufschwung schon wieder durch ist und man sich in dieser Saison eher wieder weiter unten einordnet.

Dazu passte dann der eher harzige Saisonbeginn. Aus in der Europa League gegen Alexander Zornigers Bröndby IF. Mühseliger Auftakt im DFB-Pokal (Sieg in Regensburg im Elfmeterschießen). Glücklicher Sieg im ersten Bundesligaspiel in der Nachspielzeit gegen Freiburg. Dazu ein wenig Unruhe im Verein und im Kader, weil Kapitän Lustenberger abgesetzt und die Binde an Vedad Ibisevic weitergegeben wurde. Im Laufe der Saison ein paar Dissonanzen mit den Fans um Trikots in falschen Farben und ein möglicherweise neues Stadion. Die Zutaten für Misserfolg waren alle beisammen. Und führten doch nicht zu Misserfolg.

Vielmehr steht Hertha BSC mit vergleichsweise bescheidenen wirtschaftlichen Mitteln wieder sehr weit oben. Der dritte Platz ist angesichts von drei Teams, die direkt dahinterliegen nicht in Stein gemeißelt, aber im oberen Tabellendrittel hat man sich etabliert und ist damit derzeit auf direktem Weg Richtung Europa. Was durchaus als enormer Erfolg durchgehen würde.

Dabei lässt sich auch diese Saison aus den Zahlen nicht so richtig herauslesen, warum Hertha so erfolgreich ist. Ingolstadt ist ein Team, was deutlich bessere Zahlen in Sachen erspielter und zugelassener Torchancen aufweist, als man es angesichts des Tabellenplatzes erwarten würde. Hertha liegt am anderen Ende des Spektrums und hat als Topteam eine gerade mal ausgeglichene Bilanz in Sachen zugelassener und erspielter Chancen. Was gleichzeitig die schlechteste Bilanz aller sieben Teams an der Tabellenspitze ist. Sowohl im Herausspielen von Chancen als auch im Zulassen ist man nur guter Bundesligadurchschnitt.

Erstaunlich, dass dies in der vergangenen Saison in der guten Hinrunde auch schon so war. Was den Statistiker gleich aufmerken lässt. Denn einmal kann man so etwas vielleicht noch als Zufall abtun. Beim zweiten Mal sollte man dann schon eher überlegen, ob dahinter nicht eher Methode steckt. Denn eineinhalb Spielzeiten mit mehr Punkten als man aufgrund der herausgespielten Chancen erwarten würde, bestreitet man nicht nur mit Glück.

Zentraler Baustein ist dabei natürlich die Chancenverwertung. Mit Vedad Ibisevic, der in Stuttgart derart nicht mehr gewollt war, dass man ihn quasi mit Schleifchen nach Berlin geschickt und noch ein Teil des Gehalts übernommen hat, konnte man einen absoluten Torjäger gewinnen. Einen, der in den letzten Jahren bei allen Klubs getroffen hat und in seinen Laufwegen und im Strafraum beim Abschluss mit dem ersten Kontakt eine unheimliche Qualität hat. Dass Hertha in Sachen Chancenverwertung auf Augenhöhe mit in dieser Beziehung Topteams wie Leipzig und Dortmund agiert, liegt auch an Ibisevic.

Am anderen Ende des Spielfelds ist die Chancenverwertung der Gegner von Hertha eine der schwächsten der Liga. Sprich auf Augenhöhe mit Frankfurt, Hoffenheim und Bayern treffen die gegnerischen Abschlussversuche sehr selten auch ins Tor, wenn der Kontrahent denn vor der Hertha-Kiste steht. Während bei RB knapp jede dritte Chance auch ein Gegentor ist, ist das bei Hertha nur bei knapp jeder vierten Chance der Fall.

Auch das ist natürlich nur schwer mit Zufall zu erklären, sondern eher Folge dessen, dass die Berliner immer gut und mit vielen Spielern hinter dem Ball stehen und selten in Situationen geraten, in denen sie dem Gegner hinterherlaufen. So hat man im Strafraum auch immer noch die Möglichkeit, den Gegner beim gezielten, offenen Torbschluss zumindest leicht zu stören. Was dann auch die Quote des guten Rune Jarstein im Tor miterklärt, der auf Augenhöhe mit Manuel Neuer mehr als drei von vier Bällen auf seinen Kasten hält. Weil eben auch nicht allzu oft jemand sechs Meter vor ihm freistehend einschieben kann.

Spektakulär ist das, was die Hertha macht selten bis nie. Sich Spiele der Herthaner anzugucken, ist nicht immer ein unvergessliches Erlebnis. Man spielt einen sehr nüchternen, zielorientierten Fußball ohne Zauberei, der gut auf den Kader abgestimmt ist und mögliche Defizite im Team gut kaschiert. Ein systematischer Fußball, der auch auf Ausfälle gut reagieren kann, weil viel aus der Ordnung heraus entsteht, die alle Spieler beherrschen. Eine Ordnung, aus der heraus man auch mit wenigen Fouls und gelben Karten auskommt und trotzdem eine vernünftige Zweikampfquote von 51% aufweist.

Ballbesitz ist nichts, wonach die Hertha sucht. Aber etwas, das man strategisch einsetzt. Gar nicht so sehr als spielerische Dominanzstrategie, sondern eher als Defensivkonzept nach dem Motto ‚Wenn wir den Ball haben, kann ihn der Gegner nicht ins Tor schießen‘. Wenn man denn nicht so fatale Fehler macht wie zuletzt gegen Bremen, als Niklas Stark den Siegtreffer der Gäste selbst durch Vertändeln am eigenen Strafraum auflegte.

Das ist allerdings eher untypisch für die Hertha, die es ansonsten eigentlich ganz gut verrsteht, sich den Ball zwischen den Innenverteidigern in Ruhe hin- und herzuspielen, Torwart und zurückfallenden Sechser einzubinden und beim Passspiel im Niemandsland darauf zu warten, dass irgendwo eine Lücke entsteht. Die Lücke sucht man dann gern auch mal durch einen langen Diagonalball auf die Außenpositionen, bei denen die Möglichkeit, dass daraus gefährliche Ballverluste resultieren, gering ist. Ein Vladimir Darida beispielsweise ist aber auch in der Lage, das Spiel mal über die Mitte zu eröffnen, wo nicht nur ein Ibisevic oder ein Zehner warten, sondern auch ein Kalou oder ein Weiser (oder wer da auch immer spielt) einrücken können.

Wie gesagt, sonderlich spektakulär wirkt das nicht, aber es ist in seiner Ruhe und (im Normalfall) geringen Fehleranfälligkeit durchaus ein erfolgsversprechendes Mittel. Und irgendwann ergeben sich aus diesem Spiel, bei dem man defensiv nie die Ordnung verliert, dann plötzlich die wenigen Chancen, die man vergleichsweise gut zu verwerten weiß. Fertig ist Platz 3.

Vorteil von Hertha BSC ist dabei auch, dass man auf einen eingespielten Kader zurückgreifen kann. So richtig schmerzhafte Abgänge hatte man vor der Saison nicht. Allerdings auch keine krachenden Neuverpflichtungen. Ondrej Duda ist ein junger Spieler, der bisher wegen Verletzung noch gar nicht zum Zuge kam. Liverpool-Leihgabe Allan ist erst 19 und über die Rolle als Ergänzungsspieler noch nicht hinausgekommen. Alexander Esswein ist noch der erfolgreichste der Neuzugänge, hat aber auch nur knapp die Hälfte der möglichen Einsatzzeit in der Bundesliga absolviert.

Vor dem Spiel in Leipzig quälen Hertha BSC derweil Innenverteidiger-Probleme, weil Langkamp und Brooks ausfallen. Wobei quälen relativ ist, denn bei Pal Dardai hat man das Gefühl, dass Klagen über die Gegebenheiten im Kader nicht zum Job gehören. Wenn Spieler ausfallen, machen es halt andere Spieler. Im konkreten Fall wird über den Einsatz von Nachwuchsspielern nachgedacht. Aber auch die Innenverteidigung von letzte Woche, bestehend aus Stark und Lustenberger ist zumindest denkbar.

Mehr Möglichkeiten hat Dardai dafür im Spiel nach vorn. Denn Mitchell Weiser ist wieder fit und bringt sehr viel Qualität auf die Außenbahn. Mit vier Assists in nur elf Saisoneinsätzen ist er der beste Vorlagengeber im Team. Zurück ist zudem auch die Laufmaschine und der Kopf im Mittelfeld Vladimir Darida. Gegen Bremen stand er zum ersten Mal seit dem dritten Spieltag wieder in der Startelf. Man merkt ihm durchaus an, dass er noch braucht, um wieder bei 100% zu sein, aber ein Gewinn für die Mannschaft ist er in jedem Fall.

Nicht unerwähnt bleiben soll auch noch Salomon Kalou, der in der Offensive viel Qualität und Zug zum Tor mitbringt. In der Hälfte der Einsatzzeit eines Vedad Ibisevic schoss er halb so viele Tore (4) und gab mehr als halb so viele Vorlagen (2). Ibisevic und Kalou haben zusammen 12 Tore geschossen und 5 vorbereitet. Bei insgesamt nur 22 Toren eine mehr als ordentliche Quote. Und eine schwere Aufgabe für die RB-Innenverteidigung bzw. bei Kalou für den RB-Rechtsverteidiger.

Entscheidendes Rädchen bei Hertha BSC ist derweil der Trainer Pal Dardai, der einst noch selbst gegen den Regionalligisten RB Leipzig für die zweite Mannschaft von Hertha kickte (die gegen RB in sechs Regionalliga-Spielen fünfmal verlor und nur einmal ein Unentschieden holte). Dardai kam im Februar 2015 zum damals Vorletzten der Bundesliga und formte binnen kürzester Zeit ein Team, das den Klassenerhalt schaffte und sich anschließend im oberen Teil der Bundesliga etablierte. Angesichts der im Vergleich der Liga auch nicht herausragenden Möglichkeiten eine beachtliche Leistung.

Man kann sich sicher sein, dass sich Dardai auch für das Spiel in Leipzig etwas ausdenken wird. Diagonalbälle auf Kalou links und Weiser rechts sind jedenfalls schon mal ein nicht unvernünftig scheinender taktischer Anker. Die Wege von dort vor das Tor zu Zielspieler Ibisevic hat man auch drauf.

Möglich, dass Kalou auf einen Gegenspieler treffen wird, der zuletzt verletzt war. Denn Bernardo ist zurück im Mannschaftstraining und erhöht die Optionen in der Defensivkette wieder. Die Frage ist halt, ob man Benno Schmitz ohne Not wieder aus dem Team nimmt, nachdem er in den letzten Spielen eigentlich ordentliche Leistungen gezeigt hat. Angesichts von Kalou als Gegenspieler entscheidet sich Hasenhüttl aber vielleicht doch für die defensiv etwas sicherere Version mit Bernardo. Wenn der denn körperlich bei 100% oder zumindest sehr nah dran ist.

Nach Lage der Dinge weiter nicht dabei ist Marvin Compper. Geschweige denn die defensiven Langzeitverletzten Papadaopoulos, Klostermann und Gipson. In der Offensive stellt sich derweil die Frage, ob man Yussuf Poulsen mal eine Auszeit gönnt. Das letzte Spiel in Ingolstadt ließe das vermuten, allerdings ging er dort auch angeschlagen in die Partie, sodass der Auftritt nicht so richtig aussagekräftig ist hinsichtlich seiner aktuellen Form.

Viele Umstellungen wird es ergo trotz der Niederlage in Ingolstadt nicht geben. Wobei es ja auch irgendwie Quatsch wäre, nach einem misslungenen Spiel, Dinge in Frage zu stellen, die vorher funktioniert haben. Zumal gegen Hertha wieder ein klassischeres Bundesligaspiel als das Quasi-Pokalspiel gegen ein aufgedrehtes Walpurgis-Ingolstadt wartet.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Bernardo (Schmitz), Ilsanker, Orban, Halstenberg – Demme, Keita – Sabitzer, Forsberg – Werner, Poulsen (Burke, Selke)
  • Hertha BSC: Jarstein – Pekarik, Lustenberger, Stark (???), Plattenhardt – Skjelbred, Derida (Stark) – Weiser, Stocker (Derida), Kalou – Ibisevic

Es ist nach vielen Spielen von RB Leipzig gegen die zweite Mannschaft von Hertha und nach zwei Testspielen gegen die Profis das erste Pflichtspiel zwischen den beiden Männermannschaften. Durchaus seltsam, dass RB gegen Hertha nun das Duell der beiden besten Ostteams (weil aus dem Bereich des Nordostdeutschen Fußballverbands) ist. Hertha wird wegen der Westberliner Vergangenheit gern von beflissenen Fußballkulturbeauftragten als Ostteam ignoriert. Bei RB gilt das wegen des Red-Bull-Hintergrunds ähnlich. (Und beides ist ja auch nicht schlimmt, weil die Ostteam-Kategorie als identitätsstiftender Faktor sowieso auch eine seltsame ist.) Angesichts der geographischen Nähe kann man sich auf mittlere bis lange Sicht durchaus auch eine gewisse Rivalität zwischen den beiden Teams, die sich wohl in den nächsten Jahren häufiger begegnen, vorstellen. Aktuell und im direkten Vorlauf des ersten richtigen Aufeinandertreffens gibt es dafür allerdings noch zu wenig Berührungspunkte.

Fazit: Spannendes Spiel zweier Überraschungsteams. Hertha ist in vielen Dingen nicht so richtig greifbar, macht aber in der Gesamtorganisation und beim Spielen in den Strafraum sehr viel richtig. Bei RB Leipzig wird interessant sein, wie man sich nach der Niederlage in Ingolstadt präsentiert. Ein Leipziger Sieg würde die Verhältnisse zwischen den ersten zwei Teams der Tabelle und den Verfolgern zementieren. Ein Hertha-Sieg würde Leipzig ein Stückweit in die Gruppe der vier Verfolger hineinziehen.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Hertha BSC nicht vor Ort verfolgen kann und am 17.12.2016, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Hertha BSC

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Marcel Halstenberg. Foto: GEPA Pictures - Roger Petzsche.
GEPA Pictures – Roger Petzsche.

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Hertha BSC. Mit Ralph Hasenhüttl und Marcel Halstenberg.

13.22

Da sind wir also wieder. RB Leipzig gegen Hertha BSC. Der Auftakt in die Topspielwochen bei RB Leipzig. Die nächsten fünf Spiele gehen gegen die Top6-Mannschaften der Liga. Also alle Mannschaften neben RB Leipzig. Hertha, Bayern und nach der Winterpause Frankfurt, Hoffenheim und Dortmund. Krasses Programm.

13.27

Umso wichtiger angesichts der kommenden Aufgaben, dass man vielleicht gegen Hertha vorlegen und mindestens einen Punkt mitnehmen kann. Würde natürlich auch dem Duell nächste Woche in München, dem allseits schon entgegengefiebert wird, noch mehr Würze geben.

13.28

Die Bilanz von Ralph Hasenhüttl gegen Hertha BSC gibt allerdings nicht viel Anlass zur Hoffnung. Vier Spiele, vier Niederlagen. Davon allerdings auch nur zwei gegen Dardai.

13.32

Ralph Hasenhüttl: Keine Blessuren aus dem letzten Spiel. Bernardo ist wieder zurück im Mannschaftstraining. „Alle Belastungen verkraftet. In der Reha gut gearbeitet. Körperlich auf gutem Niveau. Stellt eine Option für uns dar.“ Compper, Klostermann, Papadopoulos, Gipson nicht im Training. Wird vor Weihnachten wohl nichts mehr.

Halstenberg: „Stimmung ist gut. Haben uns gut vorbereitet. Hohe Vorfreude. Zu Hause macht immer Spaß. Wollen unseren Stiefel auf den Platz bringen und erfolgreich sein.“

13.36

Hasenhüttl: Keine speziellen Psycho-Trainingsspielchen für Werner. Letztes Spiel war nicht so gut. „Muss man ihm zugestehen.“ „Hat Erfahrungen gemacht und ist dadurch reifer geworden.“ Stürmer letzte Woche beide nicht so agil im Anlaufen wie gewohnt. Sascha Lense arbeitet psychologisch ständig mit allen Spielern. „Schaut nicht nur zu, wie wir Fußball spielen. Nicht überraschend, dass er auch mit Timo Werner redet.“

Normal in Ingolstadt mal zu verlieren. „Als Aufsteiger darf man auch mal verlieren. Erster gegen Letzter, das sind halt Geschichten, die der Fußball schreibt.“ Der Tag war halt wie er war. „Chancen hatten wir, das Ding zu drehen. Haben das schnell abgehakt. War gar nicht so sehr Thema. Seit Dienstag Fokus auf Hertha. Spitzenspiel vor der Brust. Hertha in den letzten zwei Jahren mit toller Entwicklung. Fokus liegt darauf, vielleicht eine neue Serie zu starten.“

13.39

Hasenhüttl: Weiß noch nicht, wie Hertha spielt, weil Fünferkette medial als Option dargestellt wurde. „Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass sie als Dritter hier her kommen und alles ändern. Aber wir lassen uns überraschen. Gegner ändert über 90 Minuten sowieso immer viel und ändert Pläne. Müssen flexibel und wach sein, Lösungen finden.“

Hat keiner erwartet, dass man nach 14 Spielen so gut dasteht. Startrekord als Aufsteiger. „Letzte zwei Spiele absolute Spitzenspiele. Freuen uns drauf.“

„Müssen uns weiter verbessern. Vereine wählen andere Herangehensweisen an uns. Aufgaben werden schwieriger und vielseitiger. Man macht sich viel Gedanken über uns. Müssen immer neue Lösungen finden.“ Aber auf diese Herausforderung freut man sich und ist drauf eingestellt.

13.42

Halstenberg: „Wollen gegen Hertha unser Spiel durchbringen. In Ingolstadt in den letzten 15 Minuten unser Spiel auf den Platz gebracht. Werden sehen, wie Hertha agiert und uns das Leben zur Hölle macht.“

Zur zwischenzeitlichen Tabellenspitze: „Haben noch zwei Kracher. Tabellenspitze war ne schöne Momentaufnahme.“ Gehe aber um die Weiterentwicklung auch als Spieler.

Hasenhüttl zur möglichen Hertha-Fünferkette: „Glaube, Dardai macht sich Gedanken. Wir müssen hellwach sein. Haben Muster bei Hertha gesehen. Hertha mit Ausfällen in der Innenverteidigung, das schränkt die Möglichkeiten ein. Spielen zu Hause, da haben wir immer schnell Zugriff gefunden, egal ob Dreier-, Vierer- oder Fünferkette.“ Kling ein bisschen durch, dass Hasenhüttl glaubt, dass die Fünferkette, die in Berlin thematisiert wird, eher Ablenkungsspielchen für die Medien ist.

13.45

Hasenhüttl: „Poulsen war im letzten Spiel nicht so aktiv und nicht mit dem Durchsetzungsvermögen ausgestattet wie zuvor.“ Auch wegen einer Blessur aus dem Training zwei Tage zuvor. Wenn man nicht topfit ist, dann passiert das. „Poulsen glänzt nicht damit aus vier Chancen zwei Tore zu schießen, sondern kommt über Zweikämpfe.“ Dafür war er letzte Woche nicht fit genug.

Glaubt, dass Hertha mehr Fußball mitbringt als Ingolstadt letzte Woche. Aber selbst gegen Robustheit muss man sich wehren und darauf einstellen. Sei nicht einfach, RB durch Robustheit aus dem Rhythmus zu bringen, wie man auch gegen Schalke gesehen hat.

13.47

Hasenhüttl: In Ingolstadt nicht an die Wand gespielt worden. „13:4 Torschüsse. Keine Chancen zugelassen. Waren nicht verwundbar, aber nach vorn nicht handlungsschnell genug. Sind deswegen nicht in Umschaltsituationen gekommen.“

Halstenberg: „Poulsen guter Mitspieler, große Persönllichkeit. Zweikämpfe sind sein Spiel. Bindet die Innenverteidiger.“ Wenn er nicht auf dem Platz steht, steht er trotzdem hinter der Mannschaft.

Hasenhüttl: „Poulsen mit fußballerisch und menschlich phantastischer Entwicklung. Dass Selke und er beste Kumpels sind, zeigt was es für Typen sind. Sind klar im Kopf. Gefällt einem Trainer.“

13.50

Haltenberg: Kann auch Kämpfer sein. „Hab auch dritte Liga gespielt und gegen Männer, die ihr letztes Hemd gegeben haben. Kann auch gallig spielen. Wenn es sein muss, zeige ich das auch.“

„Mit Respekt in die Saison gegangen. Haben aber Qualität in der Mannschaft. Wenn man fit bleibt, ist alles möglich.“ Ernährung und alles drum und dran führt zu Topfitness bei allen Spielern.

Davie Selke ist the Music-Man im Team. Halstenberg darf da nicht so richtig ran an die Musikbox in der Kabine.

13.53

Hasenhüttl: „Nicht entscheidend, wo wir zu Weihnachten stehen. Die nächsten fünf Spielen nutzen wir, um uns zu orientieren, wohin die Reise geht. Hertha ist die erste brachiale Aufgabe. Dann Bayern. Dann geht es nach der Winterpause direkt weiter. Wollen uns in den nächsten zwei Spielen die Erfahrung holen, wie es gegen die Topteams ist. Wollen Hertha schlagen und dann ist Bayern Bonus.“

Gibt Hertha-Lob an Leipzig zurück an die Hertha, weil die auch eine Supersaison spielen.

„Noch nicht möglich, uns auf Mittwoch vorzubereiten. Haben ein Spiel mehr Vorbereitung als die Bayern. Ab Sonntag bereiten wir uns auf München vor.“

13.55

Hasenhüttl: „Wollen sehen, ob wir schon gegen die Topteams bestehen können. Wollen uns beweisen, dass wir soweit sind. Sehen uns nicht als Favoriten, nur weil wir ein Heimspiel haben. Wissen, wo wir herkommen. Haben Demut, aber auch Mut und Selbstvertrauen, um die Aufgabe anzugehen und es vielleicht erfolgreich zu gestalten.“

Halstenberg: Siegesserie war kein Druck. „Hat einfach Spaß gemacht, wenn man Rekorde bricht. Müssen sehen, wie es weiter geht. Wollen guten und schönen Fußball spielen und auch erfolgreich sein gegen Hertha.“

14.03

Das war es von hier. Nicht viel Neues hier bei der PK. Neue Serie starten. Alles gut. Spitzenspiele. Viel Respekt vor Hertha.

Nun ja, entscheidend ist ja auf dem Platz. In diesem Sinne eine schöne Restwoche und viel Spaß am Samstag. Letztes Heimspiel des Jahres. Ist ja auch immer was besonderes.

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2 Gedanken zu „Ostduell ohne Ostteams“

  1. Alleine die Überschrift 10 Punkte!

    Die Berliner IV ist ja noch geschwächter als unsere! Viel experimentieren kann Dardai da nicht und es wird auf eine Notlösung hinaus laufen.
    Wenn RBL wie die Feuerwehr wieder anfängt (Mainz+Schalke) könnten die 3 Punkte zu Hause bleiben.
    Ich hoffe und wünsche, daß Fritz viel Fingerspitzengefühl besitzt, wenn es um Bewertungen gegen Orban geht. 😉

    Danke für die PK. (es fehlten zwischenzeitlich ein paar Texte, aber jetzt ist ja wieder alles tutti)

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