Unangenehme Aufgabe

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim 1.FC Kaiserslautern (25.04.2016, 20.15 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz drei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Dominik Kaiser.]

Vier Spiele noch in der zweiten Liga. Die Zeit der Entscheidungen naht. Endspiel 4 von 7 führt RB Leipzig im Aufstiegskampf nach Kaiserslautern. Gegen die man in drei Duellen bisher noch nicht gewinnen und erst ein Tor schießen konnte. Nicht nur deswegen keine einfache Aufgabe, dort das Aufstiegsziel mit drei Punkten zu untermauern.

Die Saison des 1.FC Kaiserslautern darf durchaus als Enttäuschung durchgehen. Nach dem knapp verpassten Aufstieg letztes Jahr war man eigentlich mit der Hoffnung in die Spielzeit gegangen, wieder oben mitspielen zu können. Nach 30 Spielen ist man froh, dass man zumindest das drohende Szenario, bis zum Ende im Abstiegskampf zu stecken, verhindern konnte.

Dass man noch mal ganz tief unten rein rutschte, lag vor allem daran, dass man nach der Winterpause von acht Spielen nur eins gewinnen konnte und fünfmal am Stück verlor. Erst in den letzten drei Partien stabilisierte man sich wieder und holte sieben Punkte und blieb ohne Gegentor. Gerade letzteres war nach den 15 Gegentoren in den acht Spielen zuvor und dem Slapstick-Höhepunkt bei der 3:4-Niederlage in Düsseldorf nicht unbedingt zu erwarten.

Wie fast immer im Fußball und besonders in der zweiten Liga war in der Negativserie nicht alles ganz schlimm und ist seitdem nicht alles super. Gerade in den ersten drei Heimspielen nach der Winterpause hatte man auch viel Pech und spielte zweimal nach Führung noch unglücklich unentschieden und verlor ein dominantes Spiel gegen 1860 München durch einen Standard. Dazu noch eine unverdiente, aber auch selbstverschuldete Niederlage in Nürnberg und das Freakspiel in Düsseldorf, wo man nach 1:3-Rückstand ausglich, um dann doch zu verlieren.

Irgendwie aber bezeichnend, dass auch sportlich viel schief ging bei einem Club, in dem es im Umfeld die ganze Saison über rumorte. Kosta Runjaic kostete die Erwartungshaltung im Club früh den Job. Nachfolger Konrad Fünfstück schien den Club zwischenzeitlich in ruhigere Gefilde zu führen, stand dann aber in der Negativserie aufgrund fehlender Entwicklung des Teams auch schon wieder in der Kritik und auf der Kippe.

Abseits des Teams rückte Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz im Laufe der Saison immer stärker in die Kritik. Man traute ihm nicht mehr zu, den Verein wieder zu Erfolgen zu führen. Unstimmigkeiten mit dem Aufsichtsrat kamen dazu. Inzwischen ist die Ära Kuntz nach ziemlich genau acht Jahren zu Ende gegangen und der Club sucht einen neuen Kopf, der die Verantwortung vor allem für den sportlichen Teil des Vereins übernimmt.

Aktuell  rückt Mathias Abel stärker ins Blickfeld, will aber nicht dauerhaft im Verantwortungsmittelpunkt stehen, weil das für ihn zu früh kommt. Vorerst brint er aber mit einer Mischungs aus unverbrauchtem Kopf und lokalen Wurzeln aus seiner Spielerzeit viel mit, um die Gemengelage zu beruhigen. Auch wenn er das manchmal mit recht deutlicher Kritik an seinen Vorgängern auf Kosten anderer untermauert.

Inwieweit die Verantwortlichen in den letzten Jahren weniger aus den Möglichkeiten gemacht haben, als drin gelegen hätte, lässt sich schwer sagen. Vielleicht beweist die nächste Generation des FCK, dass man den Club in einer wirtschaftlich und von den sportlichen Ansprüchen her nicht ganz einfachen Region besser führen kann.

Von außen betrachtet staunt man zumindest, dass unter Kuntz das Vereinstafelsilber mit Orban, Zimmer und Heintz dank niedriger Ausstiegsklauseln, die eher ‚Kauf mich‘ statt ‚Finger weg‘ schrien, mehr oder minder verscherbelt wurde. Aber das ist vielleicht ungerecht beobachtet, wenn man die entsprechenden Spieler anders gar nicht hätte vertraglich an sich binden können. Wobei das wiederum zu denken geben sollte, dass lokal extrem verwurzelte Spieler wie eben die drei genannten eine Ausstiegsklausel in ihren Verträgen durchdrücken, die nicht wirklich vorteilhaft für ‚ihren‘ Verein ist. Die Strahlkraft des 1.FC Kaiserslautern scheint schon nach innen nicht so groß zu sein, wie man es rund um den Verein gerne hätte.

Die Fragen, wie es weitergeht werden den 1.FC Kaiserslautern noch eine Weile beschäftigen. Auf das Spiel gegen RB Leipzig hat das allerdings relativ wenig Einfluss. Dafür ist dann entscheidender, wie sich eine Mannschaft präsentiert, für die es in dieser Saison um nichts mehr geht und die entsprechend recht befreit aufspielen könnte.

Dass sie das am Ende auch tut, ist natürlich nicht sicher. Zu oft blieb man in Kaiserslautern in dieser Saison unter den eigenen, sportlichen Möglichkeiten. Mit einem Kader, der nominell nicht hinter den Besetzungen von St. Pauli, Bochum und vielleicht auch Nürnberg zurückbleibt, ist der Ausgang vieler Spiele und die Art und Weise des Auftretens nicht optimal gewesen.

Gesichter der Krise gibt es einige. In allen Mannschaftsteilen. Herausgenommen sei einmal ein Jean Zimmer, der letzte Saison noch überragend gespielt und sich im Spiel gegen Leipzig ein grandioses Duell mit Yussuf Poulsen geliefert hatte. In dieser Saison ist Zimmer immer noch einer derjenigen, die viel wollen und alles geben. Wenn man den an guten Tagen mit unheimlicher Dynamik und Stakkato-Schritt übers Feld pflügenden Außenbahnspieler aber heute manchmal so Fehlpässe spielen und hinterherlaufen sieht, dann wird man fast schon traurig.

Neben Zimmer gibt es noch einige andere, die aus ihrem großen Potenzial zu wenig machen. Torwart Marius Müller wird immer mal wieder zu einem Erstligisten geschrieben und ist auch ein guter. Aber auch einer, der öfters einen Patzer einstreut, der ihm besonders vehement aufs Brot geschmiert wird.

Kapitän Daniel Halfar ist ein großartiger Fußballer, aber auch einer der sich im Spiel ohne Ball taktisch nicht immer klug oder engagiert genug verhält und vor dem Tor zu wenig aus seinen Möglichkeiten macht. Ganz davon abgesehen, dass er oft auch durch fiese Fouls aufgefallen ist. Wenig auffallend dagegen lange Zeit Alexander Ring und Ruben Jenssen, die von ihren Fähigkeiten her zum gehobenen Zweitliganiveau gehören, davon auf dem Platz aber außer Lamentieren viel zu selten etwas gezeigt haben.

Unter Konrad Fünfstück ist sich der 1.FC Kaiserslautern der Abkehr vom reinen Ballbesitzfußball eines Kosta Runjaic treu geblieben. Auch wenn man es inzwischen bei weitem nicht mehr so extrem spielt wie noch in Fünfstücks Anfangszeit. Man versucht durchaus wieder über das Mittelfeld aus dem Ballbesitz heraus Offensivaktionen zu setzen und nicht nur zwei körperlich starke Stürmer mit langen Bällen zu bedienen. Was nicht heißt, dass die von Fünfstück ausgerufenen Qualitäten von zweikämpfen, rennen und schnell spielen obsolet geworden sind.

Interessant vielleicht in dem Zusammenhang, dass Kaiserslautern läuferisch im Zweitligavergleich nur ein Durchschnittsteam ist. Lediglich im Bereich der zurückgelegten Sprintstrecken gehört man zum vorderen Drittel. Das soll nicht heißen, dass der Mannschaft der Wille fehlt, weil Laufdaten eh meist eher Ausdruck des Spielsystems und weniger von Willen sind, aber es zeigt auch, dass der FCK seine Gegner nicht totläuft.

Gespielt wird in Kaiserslautern gegen den Ball ein 4-4-1-1/ 4-4-2. Mal etwas aggressiver, mal weniger aggressiv. Von der Besetzung her legt man einigen Wert auf Stabilität. Dafür steht auch die Besetzung der Außenverteidigerposition, wo links der Inbegriff des Fünfstück-Spiels, der rennende und grätschende Marcel Gaus den verletzten Chris Löwe ersetzt und rechts zuletzt Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt auflief. Davor auf den Außenbahnen könnten mit Jenssen und Zimmer zwei Spieler auflaufen, die eher weniger Außenstürmer, sondern Stabilisatoren im Mittelfeld sind.

Für den Sturm hat sich der FCK im Winter den Isländer Jón Dadi Bödvarsson geholt, der gute Laufwege hat, viele Bälle sichert und auch den Abschluss sucht. Ganz glücklich ist der 23jährige vor dem Tor noch nicht geworden, aber seine Qualitäten sind unbestritten. Als Ersatz dahinter oder als zweiter Stürmer daneben agiert Kacper Przybylko, der im Torabschluss auch nicht immer perfekt agiert, aber mit sechs Treffern bester FCK-Akteur ist.

Aufpassen muss man in Spielen gegen den 1.FC Kaiserslautern auf die Kofpballstärke im Team. Viele großgewachsene Akteure in allen Mannschaftsteilen führen dazu, dass kein Zweitligateam mehr Treffer mit dem Kopf erzielt hat als der FCK.

Dass der 1.FC Kaiserslautern über Qualitäten verfügen muss, sieht man auch daran, dass er bereits siebenmal mit mehr als einem Tor gewonnen hat. Nur die Topteams Freiburg, Leipzig, Nürnberg und Bochum gewannen öfters deutlich. Allerdings stehen auch sieben Niederlagen mit mehr als einem Tor auf dem Konto, was nur Sandhausen, Frankfurt und Duisburg überboten. Spricht nicht dafür, dass die Mannschaft über die Saison hinweg stabil bleiben konnte.

Wenn man erstmal in Führung liegt, ist Kaiserslautern allerdings sehr stabil und hat 10 von 14 Spielen gewonnen. Was zeigt, dass die Stärken des Teams im Spiel gegen den Ball liegen. Was auch dadurch untermauert wird, dass man im Ligavergleich nach Rückstand nur unterdurchschnittlich punktet.

Das galt eigentlich mal als Spezialiät der Pfälzer, nach Rückständen immer noch zurückkommen zu können. Blieb in dieser Saison genauso aus wie der ganz große Zuschaueransturm. Reichlich 7.000 Besucher hat man im Schnitt pro Partie im Vergleich zur Vorsaison verloren. Damit ist man zwar immer noch Vierter in der Zuschauertabelle der zweiten Liga, aber finanziell und emotional reißt es trotzdem ein ziemliches Loch. Deutlicher kann sich die Stimmung im Umfeld auch nicht in Zahlen ausdrücken.

Kaiserslautern ist weiterhin ein sehr gut besetztes Zweitligateam, das vor allem dann unangenehm zu bespielen ist, wenn man selber das Spiel machen oder gar einem Rückstand hinterherrennen muss. Wenn Kaiserslautern nicht kreativ mit dem Ball arbeiten braucht, dann finden sich Lösungen, über Halfar im Mittelfeld oder Ring und über die Außenbahnen für Torgefahr zu sorgen. Immer wieder blitzen dabei die spielerischen Qualitäten des Teams auf, aber zu inkonstant, um zu den Spitzenteams der Liga zu gehören.

Gegen RB Leipzig wird man angesichts einer gesicherten Tabellenlage und einer sicherlich aufgehitzten Stimmung im Umfeld (die noch durch die Rückkehr von Willi Orban zusätzlich angeheizt werden dürfte) hochmotiviert auf den Platz gehen. Ein hochmotivierter Gegner mit einiger individueller Qualität, das ist für RB Leipzig sicherlich nicht die angenehmste Aufgabe.

Wie man diese Aufgabe angehen wird, werden erst die nächsten Tage zeigen. Da die Zweisturmlösung gegen Sandhausen nicht so richtig gut funktionierte, könnte es durchaus sein, dass man wieder mit nur einem Stürmer beginnt. Der dann vermutlich eher Poulsen denn Selke heißen wird.

Rechts hinten steht die Frage, ob Klostermann nach einer Woche mit leichten Problemen am Montag wieder zu 100% fit ist. Normal lässt sich Ralf Rangnick mit der Re-Integration angeschlagener Spieler Zeit. Lukas Klostermann ist auf seiner Position allerdings weitgehend konkurrenzlos, sodass es auch schnell gehen könnte.

Links hinten wird nach seiner Sperre sicherlich Halstenberg für Jung zurück in die Mannschaft rücken. Und im Mittelfeld könnte es auf der Sechs auf Ilsanker und Demme und davor auf die Kette Sabitzer, Kaiser, Forsberg hinauslaufen. Ohne Gewähr.

Mögliche Aufstellungen:

  • 1.FC Kaiserslautern: Müller – Mockenhaupt (Zimmer), Ziegler, Vucur, Gaus – Halfar, Karl – Zimmer (Ring), Ring (Przybylko), Jenssen – Bödvarsson
  • RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann (Teigl), Orban, Compper, Halstenberg – Demme, Ilsanker – Kaiser, Sabitzer, Forsberg – Poulsen

Fazit: Vier Spiele vor dem Ende ist es eigentlich egal, gegen wen man seine Punkte holen muss. Man muss sie halt holen. Trotzdem ist die Aufgabe in Kaiserslautern angesichts der zu vermutenden ‚Pokal-nichts-zu-verlieren‘-Gefühlslage bei den Gastgebern sicherlich wesentlich unangenehmer als es andere Aufgaben wären. Wird eine spannende Frage, ob RB Leipzig diese Aufgabe knacken und den ersten Sieg gegen den FCK einfahren kann.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig beim 1.FC Kaiserslautern nicht vor Ort verfolgen kann und am 25.04.2016, ab 20.15 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky und Sport1.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. 1.FC Kaiserslautern

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Pressekonferenz drei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den 1.FC Kaiserslautern. Mit Ralf Rangnick und Dominik Kaiser.

13.21

Viertletzter Spieltag. Letztes Montagsspiel der Saison. Wieder mal, wie vor ziemlich genau einem Jahr, in Kaiserslautern. Und wie schon letzte Woche vor dem Sandhausen-Spiel geht es auch diesmal (zumindest bisher) vor dem Spiel kaum um den sportlichen Teil, sondern um Trainerfragen, Torhüter und allerlei andere Schauplätze, die eigentlich erst nach einem Aufstieg so richtig relevant werden würden. Mal sehen, wie die RasenBallsportler es diesmal hinkriegen, das öffentliche Gebimmel auszublenden.

13.28

Im Aufstiegskampf empfängt Freiburg heute Duisburg. Mit einem Sieg ist man praktisch durch. Nürnberg empfängt morgen Union Berlin und alles andere als drei Punkte sind aus fränkischer Sicht inakzeptabel.

13.34

Dominik Kaiser: „Unser Ziel ist es natürlich, einen Dreier gegen Kaiserslautern zu holen. Fokus liegt voll auf dem Spiel. Wissen aber alle, dass es ein ganz schweres Spiel werden wird. FCK hat sich wieder stabilisiert. Schweres Spiel, aber wir wollen gewinnen.“

„Nicht nur der Torabschluss war unter der Woche Schwerpunkt, auch Spiel von hinten heraus. Müssen im Passspiel wieder klarer werden.“ Gegen Sandhausen habe man sich zu wenig klare Torchancen herausgearbeitet. Gegner hat gut gearbeitet und die Räume gut zugemacht. Man selbst zu fehlerhaft gewesen. „Dann wird es schwierig, solche Gegner auszuhebeln.“ Habe man im Training und im Videostudium dran gearbeitet.

13.37

Kaiser und sein Ausflug zum Judo unter der Woche: „Interessant, wie sie sich vorbereiten und trainieren.“ Ist mit einem Judoka befreundet. „Ist eine Eins-gegen-Eins-Sportart. Musst du immer hellwach sein. Darauf wird es für uns am Montag auch ankommen.“

„Mir wurst“, ob man vor oder nach den Konkurrenten spielt. Ein Sieg am Freitag sei schön, weil man mit einem Erfolgserlebnis schon in die neue Woche gehen könne.

„Können die Ergebnisse der Konkurrenten nicht beeinflussen, nur unser Ergebnis am Montag.“

13.41

Kaiser: Konzentriert trainieren bis Montag und topvorbereitet nach Kaiserslautern fahren.

„100% überzeugt, dass wir noch genug Körner haben. Das Ziel macht uns stark. Werden in den verbleibenden vier Spielen alles aus uns rausholen. Dafür haben wir ja auch trainiert.“ „Ich fühle mich gut und fit. Gestern noch mal den freien Tag zum Abschalten genutzt.“ Nationalspieler mit zwei freien Tagen. „Jetzt sind alle wieder hier und wir werden ein gutes Training machen.“

„Interessant, auf dem Betzenberg zu spielen.“ Dass es danach nur noch drei Spiele sind, ist noch nicht präsent. „Woche für Woche nur auf das eine Spiel konzentrieren.“

13.46

Kaiser: „Gegen Kaiserslautern zuletzt nicht so gut ausgesehen. Noch kein Spiel gewonnen. Montag Abend auf dem Betzeberg unter Flutlicht hat schon seinen Reiz. Darauf freut sich jeder Spieler.“

„Kaiserslautern defensiv sehr stabil. Lassen wenig zu. Wird schwer, dort zu vielen klaren Torchancen zu kommen.“ Qualitäten sollen trotzdem für ein Tor mehr reichen.

„Wichtig ist, bestimmte Dinge noch mal zu schärfen. Sandhausen hat gezeigt, dass wir aus allem das maximale herausholen müssen. Kleinigkeiten entscheiden das Spiel. Müssen topfit sein und alles abrufen. Trainerteam versucht entsprechend das Training zu dosieren. Machen sie aber die ganze Saison schon, nicht erst jetzt.“

„Abwarten, wie Kaiserslautern sich aufstellt. Schon zu vermuten, dass sie sehr kompakt stehen und giftig sein werden. Aber da sind wir Woche für Woche drauf eingestellt. Gegen Sandhausen haben wir gemerkt, dass es nicht von allein läuft und das wird am Montag auch so sein. Werden sehen, wie Kaiserslautern sich auf uns eingestellt hat.“

13.51

Kaiser: Noch mehr zu Sandhausen. Eher als Wiederholungsschleife.

„Wurde angesprochen, dass wir in den letzten sieben Spielen sechsmal in Rückstand geraten sind. Gehen aber nicht Larifari ins Spiel. Wollen immer von Anfang an dominieren und gestalten. Haben zu viele einfache Gegentore kassiert. Ist ein enormer Aufwand, einem Rückstand hinterherzulaufen.“

Vor RB wusste Kaiser nicht viel über Leipzig als Fußballstandort. DFB-Wiege und so. Den Leipziger Fußball des wiedervereinten Deutschlands hatte Kaiser nicht so richtig im Auge. „Sind uns bewusst, dass es eine fußballbegeisterte Stadt ist und es verschiedene Vereine gab und gibt.“

13.52

300 Anhänger werden mit nach Kaiserslautern reisen, vermeldet man hier noch. Vielleicht kommt ja noch das eine oder andere Ticket an der Tageskasse dazu.

13.53

Ralf Rangnick jetzt hier der Nächste. Lässt aber noch auf sich warten.

13.59

Ralf Rangnick: Lukas Klostermann heute noch mal Training mit dem Athletiktrainer. Morgen soll er wieder im Mannschaftstraining sein. Muss man abwarten, was da wird. Ansonsten, bis auf Boyd und Janelt (noch leicht verletzt), alle im Training und einsatzbereit.

Oft in Rückstand geraten zuletzt. „Wäre wichtig, dass das nicht so bleibt.“ Selbst in Führung gehen und zu Null spielen, wäre mal wieder prima. „Brauchen ein richtig gutes Spiel von Anfang an, um in Kaiserslautern Punkte zu holen.“ „Unser Ding durchziehen.“

„Kaiserslautern gehört eigentlich viel weiter nach oben. War sicherlich auch das Ziel zu Beginn der Saison. Zuletzt haben sie sich stabilisiert.“ „Bei uns wird niemand das Spiel unterschätzen. Wissen um die Schwere der Aufgabe. Wenn wir aber über 90 MInuten ein gutes Spiel machen, haben wir auch die Chance, dort was zu holen.“

14.05

Rangnick: Kein Grund, auf vielen Positionen zu tauschen. Wie man es im Sturm und auf der Doppelsechs mache, wisse der Trainer noch nicht.

Dass man noch nie gegen Kaiserslautern gewonnen habe, spiele als Serie für das kommende Spiel keine Rolle.

„Davie Selke braucht Bälle, um Tore zu machen. Er ist unser Goalgetter.“ Gegen Sandhausen wenig Bälle gekriegt.

„Willi Orban ist Profi durch und durch. Wirkt manchmal reifer und älter als er ist. Klar ist es für ihn ein besonderes Spiel. Er will erste Liga spielen. Dafür brauchen wir im Idealfall drei Punkte. Und da wird auch Willi alles versuchen in Kaiserslautern.“ (Kaiserslautern ist Orbans Ex-Verein)

Im Normalfall ersetzt Halstenberg Jung wieder links hinten.

14.12

Rangnick: „Klar dass wir den bestmöglichen Trainer suchen, der unsere bisherige Arbeit weitermacht. Im Idealfall ist er besser als der jetzige Trainer..“

Lernt jeden Tag in allen Bereichen des Lebens dazu. Nur falle das leichter, wenn man noch jünger ist. Man müsse aufgeschlossen sein für Neues.

Irgendwas mit ‚es hat sich ganz schön viel verändert in den letzten 20 Jahren‘ und man dürfte nicht stehenbleiben als Trainer. Gerade auch, wenn man mit jungen Spielern arbeite.

Torwartposition topbesetzt. Jede Woche schwer, Coltorti auf die Bank zu setzen. Druckst ein bisschen um die Frage rum, ob ein neuer Keeper auf der Liste steht. Wenn man wisse, in welcher Liga man spielt, dann werde man sich um so etwas kümmern. Leno „kein konkretes Thema“. Aber er lobt ihn und dementiert ihn auch keinesfalls als interessanten Kandidaten.

14.14

Rangnick: „Trainersuche auch immer eine Frage des Timings.“ Müsse auch auf dem Markt sein und wollen bzw. müsse es möglich sein, ihn aus seinem Vertrag zu lösen. „Sind nach wie vor zuversichtlich, zeitnah bekanntzugeben, wer Trainer wird. Wenn klar ist, in welcher Liga wir spielen werden.“

Kennenlernen und Gespräche mit Trainerkandidaten, da ist Rangnick dabei. Konkrete Vertragsgeschichten würden dann eher Mintzlaff und Aehlig machen.

14.17

Das war es von hier. Erstaunlich viel zum Kaiserslautern-Spiel. Weiterhin kein klares Dementi hinsichtlich der Leno-Geschichte, sondern lediglich das bekannte ‚erst mal abwarten, in welcher Liga wir spielen, dann weiterschauen‘. Und zum Trainer kein neuer Stand.

14.20

Nach dem misslungenen Sandhausen-Spiel hat man sich für das Kaiserslautern-Spiel viel vorgenommen. Mal sehen am Montag, was davon Floskel bleiben wird und was sich auf dem Platz einlösen lässt. Bis dahin können wir erst mal in Ruhe schauen, was Freiburg und Nürnberg machen. Oder einfach ein zweitligafreies Wochenende einschieben. Wie ihr mögt. Viel Spaß dabei.

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3 Gedanken zu „Unangenehme Aufgabe“

  1. Es ist zwar bemerkenswert, welche große Aufmerksamkeit in dieser Vorschau der nächste Gegner von einem direkt nicht Beteiligten bekam, wie im Fall der 1.FC Kaiserslautern. Beim Nachdenken sollte man aber feststellen, dass die andauernden Querelen in dieser Saison längst den bundesweit anerkannten Ruhm durch die großartigen Erfolge und prominenten Besetzungen dieses Traditionsvereines verdrängt haben, was sich u.a. auch in der derzeitigen Tabelle sehr eindeutig widerspiegelt.

    Der Vorschauexperte „RBB“ muss einen wirklich guten Draht in die Pfalz gespannt haben, wenn er schon im Vorfeld verraten kann, dass die Einheimischen ihren mittlerweile erfolgreicheren Gegner aus der sächsischen Messestadt mit einem variablen 4-4-1-1 – bzw. 4-4-2 – System bezwingen wollen und dabei das Kunststück versuchen werden, aus Achtung und Vorsicht größtenteils, statt mit dem Ball, diesmal eher dagegen zu spielen…..

    Der verletzte und wechselfreudige Akteur Spieler Ch. Löwe, so berichteten es verschiedenen Zeitungen, wird nicht nur bei der kommenden Begegnung, sondern auch zukünftig bei den Pfälzern keine Rolle mehr spielen, da er zusammen mit dem Dresdener Hefele bei einem finanzstarken englischen Zweitligaverein mit einen deutschen Trainer anheuern wird. Da wir schon bei den Personalien angekommen sind, wäre es bestimmt vorteilhaft, wenn sich Rangnick und Co. statt der immer für große Unruhe sorgenden ständigen Dementis der fast schon lästig gewordenen Fragen bzw. Vermutungen der neugierigen und sensationshungrigen Medienvertreter zur gegebenen Zeit die auch von den treuen Fans erwarteten echten Zu- und Abgänge bekanntgeben würde! Sympathischer machte er sich mit Sicherheit, dass er zuletzt zugab, unbedingt einen besseren Trainer für die nächste Saison suchen zu wollen, der besser als der jetzige ist……Wie von ihm zu erfahren war, möchte er sowieso lediglich die Kandidaten für alle neu zu besetzende Positionen nur in lockern Gesprächen nur kennenlernen, um die Entscheidung einer späteren Anstellung anderen zu überlassen!

    Bleibt zum Schluss allerdings noch die Frage: Was hat der Sportdirektor bei „RaBa“ – Leipzig eigentlich für eine konkrete Aufgabe in seinem Verein?

  2. Hoffentlich wissen das die Spieler auch und treten mal entschlossen .den 120 % motivierten Pfälzern entgegen und lassen sich nicht den Schneid abkaufen.

  3. Ich wünsche mir, dass Rangnick auf eine eingespielte Formation im 4-2-3-1 setzt. So waren wir den Großteil der Saison erfolgreich. Deine Aufstellung unterschreibe ich somit.

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