2.Bundesliga: RB Leipzig vs. FSV Frankfurt 3:1

Das Heimspieljahr 2015 endete für RB Leipzig genauso wie es begonnen hatte, mit einem Kräftemessen mit dem FSV Frankfurt. Unterschiedlicher hätten die Begegnungen aber nicht sein können. Im Februar war es das erste Spiel nach dem Zorniger-Abgang unter Neu-Coach Achim Beierlorzer (inzwischen Co-Trainer) mit einer verunsicherten Mannschaft, die unglücklich 0:1 verlor. Einer der Tiefpunkte der ersten Jahreshälfte. Diesmal gewann ein gefestigtes Team unter Ralf Rangnick (während von der Tribüne Alexander Zorniger zuguckte) souverän und verdient mit 3:1 und setzte mit dem Übernehmen der Tabellenführung einen weiteren Höhepunkt. Besser könnte man die Entwicklung der letzten elf Monate gar nicht beschreiben.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit einer auf zwei Positionen veränderten Abwehrkette. Die verletzten Compper und Klostermann wurden durch die naheliegenden Ersatzspieler Nukan und Teigl ersetzt. Die Befürchtungen, dass dies zu einer wackligen Defensive führen könnte, bewahrheiteten sich nicht. Nukan spielte in der Innenverteidigung eine vernünftige Partie, die im Aufbau- und Positionsspiel ausbaufähig blieb. Und Teigl beackerte seine rechte Seite defensiv und offensiv zumindest solide.

Dritte Änderung in der Mannschaft war die Rückkehr von Dominik Kaiser nach Gelbsperre. Dafür musste Diego Demme weichen, der schon letzte Woche zur Halbzeitpause vom Platz gegangen war. Das ergab dann ein sehr offensives 4-1-3-2-System, in dem Poulsen an der Seite von Selke stürmte und Sabitzer dahinter an der Seite von Kaiser und Forsberg aus einer etwas tieferen Position kam. Ein System, das manchmal das Problem mit sich bringt, dass die Verbindung zwischen Verteidigung/ Sechser und Offensivspielern gekappt wird. Gerade in der ersten Halbzeit resultierten daraus einige lange Bälle, mit denen die Frankfurter nicht allzu viele Probleme hatten, auch weil die Bälle oft zu ungenau waren. In der zweiten Hälfte wurde das durch die Hereinnahme von Bruno und das Rücken von Kaiser in die Mittelfeldzentrale etwas besser, weil dadurch die Abstände geringer wurden.

Bestimmt hatte RB Leipzig das Spiel aber auch in der ersten Halbzeit schon deutlich. Nach ein paar Minuten des Sammelns war man deutlich Herr in der Red Bull Arena und bespielte den Gast immer wieder durch ganz gute Kombinationen. Nur im Sechzehner selbst sprang nicht allzu viel direkte Torgefahr heraus, weil der FSV das gut machte, was er schon die ganze Saison speziell in Auswärtsspielen gut macht, nämlich keine leichten Torabschlüsse zuzulassen. Trotzdem hätte es nach einer Viertelstunde völlig verdient 1:0 stehen können, wenn Yussuf Poulsen statt des Pfostens aus 18 Metern das Tor getroffen hätte.

Auch den Rest der Halbzeit bestimmt RB Leipzig tat sich aber auch wegen einiger falscher Entscheidungen im Aufbauspiel schwer, in aussichtsreiche Abschlusssituationen zu kommen. Zumal die Gäste irgendwann im Defensivverbund von einem 4-4-2 auf ein 4-5-1 umstellten und zwar teilweise sehr tief in der eigenen Hälfte standen, aber das Spiel auch in der Breite sehr eng machten. Kleinere Möglichkeiten und eine gute Freistoßsituation gab es für die Gastgeber trotzdem, während der FSV auf der anderen Seite ein-, zweimal in Abschlusssituationen kam, die ohne ganz große Torgefahr verstrichen.

Zur zweiten Halbzeit blieb Davie Selke, der als Sturmspitze bei Ballbehauptung und Zug zum Tor glücklos geblieben war, in der Kabine, um mit Massimo Bruno mehr spielerische Qualität ins Mittelfeld zu bringen. Marcel Sabitzer rückte dafür in die Stürmerposition, sodass sich am offensiven 4-1-3-2 nichts änderte.

Die Umstellungen waren nach der ersten Halbzeit durchaus folgerichtig und brachten schon bald den erwünschten Effekt. Bruno nimmt nach einer knappen Stunde einen abgewehrten Freistoß auf der rechten Seite in Strafraumnähe auf, darf ungestört den Ball behaupten und in die Mitte flanken. Dominik Kaiser versucht sich in einer Direktabnahme, die ihm misslingt, aber zu Marcel Sabitzer durchrutscht. Den wähnen fünf Meter vor dem Tor alle Frankfurter im Abseits. Ist er aber nicht, sodass er locker zum 1:0 einschieben kann. Ein Tor, das dem Spiel bis dahin entsprach. Nicht so richtig schön, aber aus der Dominanz von RB entstandene harte Arbeit.

Wieder mal herausragender Offensivspieler - Marcel Sabitzer im Spiel gegen den FSV Frankfurt | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Eine gleichermaßen verdiente und erlösende Führung, die der Auftakt für zehn Minuten war, in denen RB den Gast mit viel Geschwindigkeit einfach mal überrollte. Schon drei Minuten nach dem 1:0 das 2:0. Teigl mit einem Freitstoß noch in der eigenen Hälfte kurz auf Bruno. Der rechts außen wieder völlig unbedrängt 20, 30 Meter in die FSV-Hälfte spazieren darf. Querpass auf Poulsen, Doppelpass mit Sabitzer in den Strafraum hinein, Querpass auf Kaiser und der mit Seitfallzieher aus zehn Metern rein ins Vergnüngen. Fußballerisch und von der Geschwindigkeit her kann man das nicht viel besser zu Ende spielen.

Das 3:0 nur weitere sechs Minuten später entsprang dann einem Fehler von Florian Ballas, der an der rechten Eckfahne erst einen Ball erobert, ihn dann aber wieder an Yussuf Poulsen verliert. Irgendwie springt der Ball zu Bruno, der aus halbrechts einfach mal abzieht. Fußabwehr eines FSV-Verteidigers genau in die Füße von Marcel Sabitzer, der humorlos aus sieben Metern ins lange Eck schießt. Und in seinem Jubel gestenreich andeutet, dass das Spiel damit gelaufen ist, während FSV-Kapitän Konrad dem 22jährigen Ballas erst mal einen Einlauf deluxe verpasst.

Dass die gesamte Mannschaft von RB Leipzig den Gesten von Sabitzer Glauben geschenkt zu haben schien, sah man nur eine reichliche Minute später, als der FSV Frankfurt direkt zum 1:3 einschoss. Nach einem Abstoß (!) des FSV-Keepers führte ein misslingendes Vorwärtsverteidigen von Halstenberg und Ilsanker dazu, dass vier (!) Frankfurter auf drei (!) RB-Spieler zuliefen und sich ein wenig den Ball zuspielen können. Dani Schahin zog dann aus Nahdistanz ab. Den Schuss konnte Fabio Coltorti noch abwehren. Gegen den Nachschuss von Fanol Perdedaj, der fußballerisch und wegen betont humpelnder Verarbeitung von Foulspielen an ihm auffiel, war Coltorti allerdings machtlos.

In den folgenden fünf bis zehn Minuten hatte RB Leipzig durchaus noch zwei, drei gute Offensivaktionen, aber defensiv auch ein, zwei Probleme, die immer dann aufkommen, wenn die Mannschaft sich schon am Ziel wähnt und das gemeinsame Spiel gegen den Ball nicht mehr ganz so intensiv betreibt wie zuvor. Es gab noch eine richtig brenzlige Situation, in der das Spiel hätte komplett kippen können, als Dani Schahin fünf Meter vor dem Tor an den Ball kam, aber wegen Abseits zurückgepfiffen wurde (und sowieso an Coltorti scheiterte).

Die Situation ging aber vorrüber, bei RB Leipzig kamen mit Khedira und Jung noch mal Spieler, die im Defensivspiel die Konzentration erhöhen sollten. Und aufgrund des wieder konzentrierteren Verteidigens kam man auch offensiv noch zu einer Reihe an Großchancen, von denen Kaiser rund um die 90. Minute die zwei größten hatte. Auch Poulsen und Bruno versuchten sich noch in Torabschlüssen. Nicht zuletzt aufgrund des guten Gästekeepers André Weis blieb es aber beim 3:1, mit dem der FSV ganz gut bedient war.

Über 90 Minuten gesehen war RB Leipzig bis auf ein paar Minuten nach dem 3:1 jederzeit absoluter Souverän im eigenen Stadion. In der ersten Halbzeit fehlte den Aktionen noch das letzte Quentchen Glück und die finale Durchschlagskraft. In der zweiten Halbzeit dann fielen binnen zehn Minuten gleich drei Tore, die den Spielverlauf bis dahin auch widerspiegelten. Es war gegen einen defensiv agierenden Gegner, der mit einem quirligen Halimi und schnellen Außen immer wieder auch andeutete, warum er eines der besseren Auswärtsteams der Liga ist, ein souveräner Auftritt, weil RB Leipzig nur wenig zuließ und immer wieder in der Lage war, Torgefahr zu kreieren. Lange Zeit war es wenig Glanz, aber viel Kontrolle im Stile eines Spitzenteams. Nach der Führung kamen dann mit zunehmendem Platz auch noch ein paar spielerische Glanzlichter dazu.

Fazit: Ein aus Leipziger Sicht absolut zufriedenstellender Tag in der zweiten Liga. Nicht nur wegen des Sieges, sondern auch wegen der Ruhe und der Souveränität, mit dem er errungen wurde. Man hat sich den Gegner eine Halbzeit lang ohne Glück in der Offensive zurechtgelegt, in der Halbzeit durch Umstellungen die Mängel des ersten Abschnitts abgestellt und einen ungefährdeten Sieg eingefahren, der sogar noch ein, zwei Tore höher hätte ausfallen können.

Randbemerkung 1: Aufreger des Tages abseits des Spielfelds ein Einspieler in der Halbzeitpause, in dem der Thomanerchor auf tatsächlich nicht uncharmante Art und Weise das RB-Fanlied „Wir sind Leipzig, RasenBallsport Leipzig“ intonierte. Nahm das Stadion mit spürbarer Begeisterung auf und führte dazu, dass im Nachgang der Partie in sozialen Netzwerken gefordert wurde, daraus die geplante RB-Hymne zu basteln. In Abhängigkeit von der Umsetzung auch keine uncharmante Idee.

Randbemerkung 2: Die Szene nach dem 1:0 charakterisiert den Fußballer Marcel Sabitzer vielleicht ganz gut. Quasi direkt nach dem Treffer tanzte er um FSV-Kapitän Manuel Konrad (also der, der Anfang des Jahres nicht zu Unrecht nach dem Zorniger-Abgang noch Richtung RB geätzt hatte, dass das „keine Mannschaft ist“, die da spielt) herum, mit dem er im Verlauf der Partie irgendeinen Beef (offenbar waren Sabitzer ein paar Konrad-Bemerkungen gegen RB-Spieler auf dem Platz aufgestoßen) austrug und demonstrierte ihm direkt, dass dieser Treffer auch insbesondere für ihn war. Man kann von so Posen halten, was man will. Im Kern zeigt sich darin aber, dass Sabitzer einer ist, der Gegenwind vom Gegner eher noch als zusätzlichen Ansporn nimmt, sich nichts gefallen lässt, wie auch Ralf Rangnick vor dem Spiel noch mal betonte und dann eben nicht nur verbal dagegenhält, sondern auch sportliche Statements setzt. Die Verknüpfung von Ehrgeiz, einer gewissen Egozentrik und Furchtlosigkeit ist im Sinne einer erfolgreichen Karriere sicherlich keine schlechte Kombination, auch wenn Sabitzers gelegentliches Abwinken gegenüber Mannschaftskollegen weiterhin leicht gewöhnungsbedürftig ist. Gehört zum Typ aber offenbar einfach dazu.

Randbemerkung 3: Großartig auch Atinc Nukan, der in seiner unnachahmlichen Art auch gegen Frankfurt mal wieder seine linke Innenverteidigerposition verließ, um rüber zu Kollegen Orban zu laufen und einen halben Meter vor diesem in ein Kopfballduell mit einem Frankfurter zu gehen. Was Orban etwas irritiert zurückließ und für kurzzeitige Unordnung in der Innenverteidigung sorgte, die nur wegen eines Schahin-Handspiel keine weiteren Folgen hatte. Es bleibt dabei, dass bei hohen Bällen bei Nukan die „Alle weg, das ist mein Ball“-Lampe angeht. Auch wenn es eigentlich nicht seiner ist. Solange es nicht schief geht, bleibt es eine lustige Randbemerkung..

Randbemerkung 4: Verloren hat der FSV Frankfurt die Partie am Ende auch, weil man das Tempo der RasenBallsportler nicht mitgehen konnte. Fast acht Kilometer ist RB Leipzig mehr gelaufen, 35 Sprints hat man mehr genommen und eine wesentliche höhere Durchschnittsgeschwindigkeit gehabt. Bei allem was der FSV gut gemacht hat, läuferisch war er über 90 Minuten gesehen nicht konkurrenzfähig.

Randbemerkung 5: Nur reichlich 19.000 Zuschauer, gleich 5.000 Zuschauer weniger als bei der bisherigen Minuskulisse gegen Düsseldorf, nur 1.000 mehr als im Februar gegen den FSV und so wenig wie seit dem Heimspiel gegen Sandhausen im Mai nach auch rechnerisch verpasstem Aufstieg nicht mehr, gehen sicherlich als Enttäuschung durch. Wetter, DHfK-Spiel gegen den THW Kiel, 3. Advent und Attraktivität des Gegners gehen da sicherlich als Gründe durch. Trotzdem merkwürdig, dass das letzte Heimspiel eines langen Jahres in einer Erfolgsphase nicht mehr Zuspruch fand. Merkwürdig, aber schon bekannt aus der Vergangenheit, auch, dass die Stimmung trotzdem nicht schlechter war als bei Heimpartien mit 25.000 Zuschauern aufwärts. Bei irgendwas um die 20.000 hast du halt die Kerngruppe von RB-Fans zusammen und entsprechend eine hohe Gesamtbeteiligung am Spielgeschehen.

Randbemerkung 6: Acht Siege aus den letzten neun Spielen. Bestes Auswärtsteam, drittbestes Heimteam. Viertbeste Offensivbilanz, drittebeste Defensivbilanz. Mehr Team der Stunde geht aus Sicht von RB Leipzig aktuell nicht.

Randbemerkung 7: Tabellenführer, zum zweiten Mal in dieser Saison. Je nach Ausgang des Montagsspiels des FC St. Pauli heute sechs oder acht Punkte Vorsprung auf Platz 3 und acht oder neun Punkte Vorsprung auf Platz 4. Das ist nahe an der Bilanz des FC Ingolstadt von vor einem Jahr und nährt entsprechend starke Aufstiegshoffnungen. Wenn RB Leipzig aus dem letzten Spiel in Fürth noch Punkte mitnimmt und mit mindestens sechs bis acht Punkten Vorsprung auf Platz 3 in die Winterpause geht, dann spricht alles dafür, dass das zweite Jahr zweite Liga auch das vorerst letzte ist.

Randbemerkung 8: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig mit zehn Punkten und zwei Toren (Tordifferenz) mehr nach dem 18. Spieltag. Gegen dieselben Gegner wie in den ersten 18 Spielen des Vorjahrs holte man diese Saison elf Punkte mehr (wenn man den schlechtesten Aufsteiger Darmstadt durch den schlechtesten Absteiger Paderborn, Ingolstadt durch Freiburg, Aue durch Bielefeld und Aalen durch Duisburg ersetzt). Tendenz Aufstiegskurs. Deutlich.

Lichtblicke:

  • Marcel Sabitzer: Man kann sich ja nur noch wiederholen. Der Österreicher bleibt derzeit der überragende Offensivspieler bei RB Leipzig. An allen drei Treffern beteiligt. Zweimal selbst getroffen. Zum fünften Mal in dieser Spielzeit das 1:0 erzielt. Inzwischen an 16 von 29-RB-Toren per Torerfolg, direkter Torvorbereitung oder Mitwirkung am Angriff vor dem Torerfolg beteiligt. Gegen den FSV Frankfurt sowohl vor der Pause als Zehner als auch nach der Pause als zweiter Stürmer bei vielen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt. Macht weiter viel Spaß, Sabitzer beim engagierten Kicken zuzuschauen. Hatte sich seinen Applaus bei vorzeitiger Auswechslung redlich verdient.
  • Stefan Ilsanker: Auf der vermutlich am besten zu ihm passenden Position, dem alleinigen Sechser, mit einer starken Partie als zweikampfstarker Lückenstopfer, der immer wieder auch in der Rückwärtsbewegung gefährliche Situationen stoppt. Dazu auch als Ballverteiler sehr wichtig. Nicht unbedingt als Spielmacher in die Tiefe, aber als derjenige, der die Verknüpfung von Verteidigung zu Offensivspielern vor allem über kurze Pässe herstellt. 100 Ballkontakte, ein absoluter Topwert, zeigen die zentrale Rolle Ilsankers in dieser Partie als Anspielstation an.
  • Dominik Kaiser: Viele Ballkontakte, große Laufwege, gutes Defensivverhalten, wichtig für die Offensive. Vor allem in der zweiten Halbzeit der Kapitän mit einer sehr guten Partie, in der er auch seine Nebenleute immer wieder ordnete. An zwei Toren direkt beteiligt, sieben Torschüsse genommen, sogar fast noch einen Kopfballtreffer eingestreut. Auffällige Partie direkt nach seiner Rückkehr aus der Gelbsperre.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des Spieltags 18 gegen den FSV Frankfurt bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 1:0 Sabitzer (58.), 2:0 Kaiser (61.), 3:0 Sabitzer (67.), 3:1 Perdedaj (68.)

Aufstellung RB Leipzig: Coltorti – Teigl, Orban, Nukan, Halstenberg – Ilsanker – Kaiser, Sabitzer (79. Khedira), Forsberg (85. Jung) – Poulsen, Selke (46. Bruno); Bank: Gulacsi, Quaschner, Kalmár, Demme; Nicht im Kader: Boyd, Compper, Klostermann (alle verletzt), Bellot, Strauß, Gipson, Sebastian, Hierländer

Aufstellung FSV Frankfurt: Weis – Huber (79. Barry), Gugganig, Ballas, Epstein (74. Dedic) – Haji Safi, Perdedaj, Konrad, Pires (84. Park) – Halimi – Schahin

Schiedsrichter: Martin Petersen (Kleinliche, nicht immer nachvollziehbare Linie bei der Zweikampfbewertung. Insgesamt aber sichere Spielleitung bei einer Partie, die auch keine Probleme bereithielt. Gelbe Karten nachvollziehbar. Beim 1:0 entgegen Frankfurter Proteste nicht auf Abseits zu entscheiden, war absolut richtig. Das erste Spiel mit RB-Beteiligung nach dem Abbruch des Pokalspiels in Osnabrück hat Petersen damit erfolgreich abgehakt.)

Gelbe Karten: Forsberg (2.), Teigl (1.) – Weis

Zuschauer:  19.119 (davon 100 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], FSV-Bericht, Kicker-Bericht, Pressekonferenz-Ticker

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  • Torschüsse: 24 : 9
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 16 : 5
  • Schüsse auf das Tor: 6 : 5
  • gewonnene Zweikämpfe: 51,4% : 48,6%
  • Ballbesitz: 54,8% : 45,2%
  • Passquote: 75,9% : 68,7%
  • Laufstrecke: 119,8 km : 112,1 km
  • Sprints: 213 : 178
  • Intensive Läufe: 655 : 563
  • Fouls: 14 : 13
  • Ecken: 4 : 2
  • Abseits: 2 : 2
  • Meiste Torschüsse: Kaiser: 7 – Schahin: 4
  • Meiste Torschussvorlagen: Poulsen, Bruno: je 4 – Perdedaj, Halimi, Schahin: je 2
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Ilsanker: 65,9% – Epstein: 90,0%
  • Meiste Ballkontakte: Ilsanker: 100 – Perdedaj: 63
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Forsberg: 85,7% – Perdedaj: 84,4%
  • Größte Laufstrecke: Kaiser: 12,5 km – Konrad: je 11,5 km
  • Meiste Sprints: Poulsen: 37 – Pires: 27

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Selke, Sabitzer – je 7; Forsberg – 5; Kaiser – 3; Halstenberg, Poulsen – je 2; Quaschner, Nukan – je 1; Eigentore: Parensen (Union) – 1

Saisonvorlagengeber: Klostermann, Forsberg, Poulsen, Bruno – je 3; Sabitzer, Selke, Forsberg, Demme, Halstenberg, Kaiser – je 2; Jung, Quaschner, Kalmár – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Kaiser, Sabitzer – je 7; Ilsanker – 5; Halstenberg, Forsberg, Bruno – je 4; Demme, Orban – je 3; Klostermann, Coltorti, Poulsen – je 2; Nukan, Jung, Compper, Teigl – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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8 Gedanken zu „2.Bundesliga: RB Leipzig vs. FSV Frankfurt 3:1“

  1. Als Lichtblick ist definiv noch Massimo Bruno erwähnenswert. Er hat für mich in Halbzeit 2 fast alles richtig gemacht. In der Rückwärtsbewegung 3-4 Bälle erobert und vorne viele gefährliche Aktionen inszeniert. Am Torabschluss muss er weiterhin arbeiten, aber der Rest war eine deutliche Steigerung zur Hinrunde.

    Da Davie Selke offensichtlich derzeit den Yussuf Poulsen der ersten Spieltage gibt, während der Däne aufdreht, könnte ich mir die Formation aus Halbzeit 2 auch in Fürth gut vorstellen.

  2. Aussage von Perdedaj bei Sky: „Wenn die sich drehen und den Ball nach vorne treiben, laufen vier, fünf Spieler in den Raum. Das ist brutal von denen. Dann bist du nach der 70./75. Minute platt, und dann wird’s ganz schwer.“

    Na das ist echt mal ein starkes Kompliment von einem Gegenspieler! Und sagt viel Wahres über die Spielweise von RBL. Warum wir aber in so einigen Spielen immer zittern mussten, sei mal dahingestellt 😉

    Kompliment diesmal an RR! Mit der Umstellung bzw Hereinnahme von Bruno in Hz 2 genau das richtige gemacht. Gegen Fürth vielleicht auch eine Idee, aber auswärts könnte auch wieder Demme dabei sein. Tja, an Nukan scheitern sich die Geister oder mit anderen Worten zwischen Genie und Wahnsinn spielt er öfters.

    Verstehe nur nicht, warum soviele am Ende gejubelt haben bei der Durchsage, daß der SCF verloren hat, da ja eh 2 Teams direkt aufsteigen und der Club gerade einen Lauf hat.

    Randbemerkung 1 – 100%ige Zustimmung!! Und viel Potential!
    Randbemerkung 2, mir fällt nur noch eine Szene ein, als Sabitzer den Ball leicht vertändelte (genau vor den Augen von RR) und eben dieser aufs Feld zu MS ist, um ihn aufzumuntern. Hatte was von Vater/Sohn 😉

    1. Die Sabitzer-Rangnick-Szene hatte ich auch gesehen und ähnliches zu ihrem Verhältnis gedacht. Auf jeden Fall scheint Rangnick für ihn ein gutes Händchen zu haben.

  3. „Man of the match“ neben Sabitzer (kaum wieder zu erkennen im Vgl. zum Beginn der Saison) für mich eindeutig: NUKAN!!! Was für ein Selbstbewustsein, ich habe erstmals keine Angst mehr bei hohen Bällen in unseren 16er… Nur wer nichts wagt macht keine Fehler = Orban. Die Einschätzung vom lieben Guido in der LVZ zunehmend voll daneben, seine Artikel nichtssagend.
    Selke (hoffentlich bald eine Liga höher) – an dem werden wir noch große Freude haben. Sein lautes „Fuck“ in Richtung Sektor C nach dem verlorenen Ball im Strafraum – ich werde es nie vergessen, so will ich einen RB-Spieler sehen, dann habe ich kein Problem damit, wenn es mal nicht so läuft…

    1. Ich sehe Nukan auch als eine positive Erscheinung, doch an seinem Passspiel muss er unbedingt arbeiten, dafür kamen einfach zu viele Pässe beim Gegner an…..

    2. Auf jeden Fall ist schon eine Steigerung gegenüber Beginn der Saison zu erkennen, wenn ich da an Osna bzw Fürth denke, aber Motm? Da fehlt doch noch einiges, zudem der FSV auch nicht den Druck aufgebaut hat, um als IV zu glänzen.

    3. Lasst den Nukan mal einige Spiele am Stück machen. Vielleicht bekommt er dann etwas Sicherheit in sein Aufbauspiel. Defensiv war es gegen Frankfurt in Ordnung. Aber viel zu tun bekam er wahrlich nicht.

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