2.Bundesliga: Karlsruher SC vs. RB Leipzig 0:0

Das 5:1igste 0:0 aller Zeiten. In Sachen Unterhaltungswert war das Montagsspiel zwischen dem Karlsruher SC und RB Leipzig sicherlich ein gutes. Wobei die gute Unterhaltung meistenteils die Gastgeber hatten. Wenn sie denn mindestens einmal den Ball im RB-Tor versenkt hätten, dann würden sie sich auch einen Tag später noch gern an Spielchen erinnern. So bleibt nur das Wissen, dass man gegen einen eine Halbzeit lang desolaten und eine weiter Halbzeit in Unterzahl spielenden Gegner zwei Punkte verschenkt hat.

RB Leipzig war erstmals (und für mindestens ein Spiel auch letztmals) mit der Innenverteidigung Rodnei-Compper in die Partie gegangen, nachdem sich Sebastian unter der Woche gegen Wolfsburg verletzt hatte. Rechts hinten durfte derweil (wie schon zu Beginn gegen Wolfsburg) Lukas Klostermann den ebenfalls verletzten Georg Teigl ersetzen und sah sich in Hälfte 1 (später spielte er auch wie gegen Wolfsburg Innenverteidiger) einem ziemlich entfesselt aufspielenden Reinhold Yabo ausgesetzt. Im Sturm durfte derweil Ante Rebic den zuletzt schwächelnden Yussuf Poulsen ersetzen. Zumindest eine kleine Überraschung.

Die Partie begann aus RB-Sicht eigentlich ganz gut. Schon nach vier Minuten brachte Omer Damari einen Ball auf das KSC-Tor, bei dem sich Keeper Dirk Orlishausen annehmbar strecken musste. Und ansonsten versuchte man den mit ordentlich Feuer in die Partie gehenden Gastgeber zu bearbeiten und vom Tor fernzuhalten.

Ein Vorhaben, das relativ schnell den Bach runterging, weil die Gastgeber in den Zweikämpfen griffiger waren und RB Leipzig sich einige Male in pomadigen Spielaufbauversuchen verstrickte. Und dabei aber auch so offensiv dachte, dass defensiv viele Lücken blieben, die bespielt werden konnten.

Vielleicht mitentscheidend dabei, dass KSC-Coach Kauczinski mit Aufstellungsüberraschungen aufwartete. So spielte Krebs nicht wie gewohnt auf der linken Außenbahn, sondern zentral irgendwo zwischen Sechs und Acht, während Reinhold Yabo statt des Sechsers eher einen Linksaußen oder einen Halblinken spielte (was er früher in der Saison auch schon öfters gemacht hatte). So entstand ein zwischen einem 4-1-4-1 und 4-2-3-1 oszillierendes System, das in der Offensivkette mit Yabo, Yamada und Startelfdebütant Barry einiges Kreativ- und Passpotenzial hatte. RB bekam in der ersten Halbzeit vor allem Yabo, aber auch Barry und später auch Yamada nie wirklich in den Griff und zeigte sich deutlich überrascht von den Umstellungen hin zu mehr Offensive.

Bzw. hin zu mehr Durchschlagskraft auf den Flügeln. Zu der auch die Außenverteidiger beitrugen. Max und Valentini bereiteten am Ende zusammen mehr Torschüsse vor (11) als RB Leipzig insgesamt hatte (8). Das Muster war insbesondere in Hälfte 1 viel zu einfach. Ball gewinnen, irgendwie auf die Außen bringen und warten, dass es gefährlich wird. Irgendwas zwischen acht und zehn gute bis sehr gute Tormöglichkeiten hatte der KSC am Ende des ersten Durchgangs auf dem Konto. Tore: 0. Ein Irrwitz nach 45 Minuten, in denen es die Hausherren von der spieltaktischen Umsetzung her nahezu perfekt machten.

Der Moment, der am Ende vielleicht sogar den Punkt rettete - Marvin Compper muss nach Notbremse und roter Karte den Platz verlassen | GEPA Pictures/ Citypress24

Der einzige zählbare Effekt, den man mit in die Kabine nahm, war die Überzahl. Yamada war in die Gasse gestartet und bekam den Ball auf den Fuß. Marvin Compper konnte nur hinterherschauen, versuchte Yamada kurz vor dem Strafraum noch den Ball vom Fuß zu spitzeln und erwischte nur den Fuß. Da Yamada frei durchgewesen wäre und frei vor Coltorti gestanden hätte, war Rot wegen Notbremse folgerichtig. Wobei man sarkastisch anmerken könnte, dass die Chancenverwertung des KSC so schlecht war, dass das Verhindern des Durchlaufens von Yamada keine klare Torchance verhindert hat, sondern nur einen weiteren Fehlschuss.

Sei es drum, dass RB Leipzig mit einem 0:0, nach einem Spiel so ähnlich wie der ersten Halbzeit in Braunschweig, in die Kabine geht, konnten sie vermutlich selber nicht fassen und hatten sie den Karlsruher Torschussversuchen und einem starken Fabio Coltorti zu verdanken. Defensiv desaströs blieb das Auftreten trotzdem, weil man es nicht schaffte, den KSC davon abzuhalten, sich vor der Abwehrkette die Bälle zuzuspielen und aus diesen Situationen heraus immer wieder die Lücken für Torabschlüsse zu finden. Da stimmt zwischen den RB-Mannschaftsteilen aktuell weiterhin wenig.

Auffällig wurde RB Leipzig in der Defensivarbeit in der ersten Halbzeit eigentlich nur bei verschiedenen Zweikämpfen meist im Mittelfeld, die durchaus mit härterem Einsteigen garniert wurden. Was dazu führte, dass Anthony Jung und Dominik Kaiser zeitweise am Rande der gelb-roten Karte wandelten. Man kann in solche Sachen ja immer viel reininterpretieren, aber es wirkt von außen so, als habe man mit der rustikalen Gangart diverse Unzulänglichkeiten im Auftreten als Mannschaft (sowohl sportlich als auch gruppenpsychologisch gemeint) kompensieren wollen.

Dass neben dem Glück, ohne Gegentor in die Kabine zu gehen, vor allem der Platzverweis vielleicht der Rettungsanker war, der am Ende immerhin noch einen Punkt rettete und an dreien schnuppern ließ, hat eine gewisse Ironie. Dennoch agierte RB Leipzig nach der Pause im neu entworfenen 4-4-1 (mit Hierländer statt Damari und Poulsen als einzigem Stürmer statt Rebic) sehr viel kompakter und stabiler, sodass den Gastgebern, die sich auch schwer tun, auf engem Raum Fußball spielen zu müssen, lange Zeit nicht mehr viel einfiel.

Auf der anderen Seite des Platzes passierte allerdings auch wenig bis nichts, sodass das Spiel ohne größere Aufreger zwischen den Strafräumen dahinwogte. Der Karlsruher SC auf der Suche nach der Lücke, RB Leipzig beim Lauern auf den alles auf den Kopf stellenden Konter. Zwei-, dreimal schnupperten die Gäste in den zweiten 45 Minuten am Tor. Zweimal scheiterte Forsberg, einmal vertändelte Hierländer nach gutem Ballgewinn in des Gegners Hälfte und guter Feldposition.

In den letzten 10 Minuten, als dann RB Leipzig nicht mehr ganz so kompakt agierte, sondern sich immer mal wieder zum offensiven Aufrücken locken ließ, kam dann noch mal der KSC mit einigen gefährlichen Situationen, bei denen vor allem der eingewechselte Micanski eine entscheidende Rolle spielte. Die allerletzte und vielleicht größte Chance des Spiels hatten die Gastgeber dabei am Ende der Nachspielzeit, als Coltorti erst gegen Micanski und dann auch gegen Hennings überragend rettet. Hätte der KSC hier das Tor geschossen, es wäre verdient gewesen und das Stadion wäre wohl explodiert. Andererseits wäre es aus RB-Sicht bitter gewesen, das Tor ausgerechnet in der Halbzeit zu kassieren, in der man taktisch und kämpferisch eine mindestens ordentliche Partie geliefert hatte.

Fazit: Über 90 Minuten gesehen war der KSC das deutlich bessere Team. Insbesondere in der ersten Halbzeit spielten sie RB Leipzig zeitweise an die Wand, weil sie mit ihrer Taktik und ihren erdachten Lösungen für das Spiel besser ausgerüstet schienen. In der zweiten Halbzeit zeigte Karlsruhe die typischen Probleme einer Zweitligamannschaft, die gegen einen kompakt und tief verteidigenden Gegner das Spiel machen muss und wäre dafür im Extremfall sogar fast bestraft worden. Am Ende stand für RB Leipzig ein schmeichelhaftes 0:0, das man sich durch ein vernünftiges Auftreten zu zehnt nach der Pause aber zumindest in Ansätzen verdient hatte.

Randbemerkung 1: Fünftes Montagsspiel. Fünftes Unentschieden. Dreimal 1:1, zweimal 0:0. Das geht dann schon langsam als Tradition durch..

Randbemerkung 2: Gut, dass man in Karlsruhe zwischen Rängen und Spielfeld eine Aschebahn hat. Die konnte nämlich die Unmengen an geworfenen Bechern völlig problemlos und ohne Einfluss auf das Spielgeschehen aufnehmen. Vielleicht war es aber auch nur irgendeine Spendenaktion für den KSC-Nachwuchs oder was auch immer und die Zuschauer waren aufgefordert ihren Euro, den sie als Pfand für die Becher gezahlt hatten, dem Verein zuzuwerfen..

Randbemerkung 3:Bestenfalls nah an der Schmerzgrenze das Badnerlied, das vom Stadion vor dem Spiel mit Inbrunst und Textvorgabe via Anzeigetafel gesungen wurde. Was für ein grausames Stück aus der musikalischen Geschichte dieses Landes. Wiki verrät, dass „das Lied vermutlich um 1865 aus einem heute weitgehend vergessenen Sachsenlied umgedichtet wurde“. Möge dieses Sachsenlied auf ewig in der Hölle schmoren..

Randbemerkung 4: Schmerzgrenzenüberschreitend auch jene Jungs, die meinten dem RB-Mannschaftshotel kurz vor dem Spiel einen Besuch abstatten zu müssen. Wovon sich der Heimverein natürlich distanzierte. Aber gleichzeitig 10 bis 20 Jungs im Innenraum rumspazieren und Anti-RB-Banner aufhängen ließ (inklusive eines im Innenraum zum Einlaufen hochgehaltenen, riesigen“Bullenseuche“-Banners). Was die dann mal gleich dazu nutzten, um vor dem Gästeblock allerlei Gesten im Dienste der Tradition vorzuführen. Wovon sich die Vereinsführung natürlich auch distanzieren würde, wenn man denn müsste und darauf angesprochen werden würde. Mit sowas hat man schließlich nichts am Hut. Wer hat die Jungs gleich in den Innenraum gelassen?

Randbemerkung 5: Du bist kein richtiger RB-Trainer, wenn du nicht wenigstens einmal Ante Rebic zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt ausgewechselt und dir seinen Unmut zugezogen hast. Alexander Zorniger wechselte ihn einst in Frankfurt ein und nach 20 Minuten wieder aus. Achim Beierlorzer nahm ihn nur fünf Minuten vor dem Pausenpfiff runter, um ihn durch Yussuf Poulsen zu ersetzen. Man kann wahlweise interpretieren, dass Rebic runterging, weil er gelb-rot-gefährdet war oder weil er mit seiner Art zu spielen in Unterzahl nicht gerade hilfreich ist (wie einst in Frankfurt auch) (Beierlorzer begründete es damit, dass er jemanden brauchte, der bereit und in der Lage ist, die entstehenden Lücken beim Spiel 10 gegen 11 zuzulaufen). Lustig fand er es in jedem Fall nicht. Merkwürdig war der Zeitpunkt auch. Vielleicht wollte Beierlorzer nicht wieder wie in Braunschweig ohne Reaktion einer vogelwilden Zeit vor der Pause zugucken, bis dann doch das Tor für den Gegner fällt..

Randbemerkung 6: Nur reichlich 100 Gästefans an einem Montagabend in Karlsruhe. Erwartbar, wenn man sich die Auswärtsfahrerzahlen der Saison so anguckt. Nur die jüngsten Rangnickscher Zahlenspiele, dass in der Bundesliga RB ein Auswärtsfahrermagnet sein wird, werden dadurch ein wenig ad absurdum geführt. Aber so richtig ernst hatte die Zahlenspiele sowieso keiner genommen. Zumindest niemand, der halbwegs nah an den Fanentwicklungen dran ist.

Randbemerkung 7: Ob die fast durchgehende Supportverweigerung im Gästeblock eine Art Boykott ohne Boykottaufruf oder subtile Rangnick-Kritik war, ist nicht überliefert.

Randbemerkung 8: Mit einem glücklichen Unentschieden in der Tabelle gleich zwei Plätze gutgemacht und nun Sechster. Lediglich Ingolstadt holte von den Teams in der vorderen Tabellenhälfte an diesem Spieltag mehr Punkte als RB Leipzig. Was für eine verrückte Liga, in der am Schluss nicht die stärksten, sondern die am wenigsten schwachen Teams aufsteigen werden. Könnte man zum neuen Claim machen: Die am wenigsten schwache zweite Liga aller Zeiten. Oder der Welt. Oder was auch immer.

Randbemerkung 9: Es wird angesichts dieser Konstellation auch sicherlich genug Leute geben, die weiterhin rechnen werden, wie ein RB-Aufstieg gelingen könnte. Problematisch an der Rechnung sind aber nicht nur jeweils acht Punkte bzw. sechs Punkte auf die Plätze 2 und 3 bzw. 4, sondern auch die aktuellen Leistungen von RB Leipzig, die mit ihren defensiven Zusammenbrüchen nicht unbedingt dazu angetan sind, größere Hoffnungen darauf zu verschwenden, dass RB noch acht bis neun (von insgesamt 10) Spiele gewinnt..

Randbemerkung 10: 25 Torschüsse zugelassen. Wieder mal ein neuer Rekord, nachdem man dachte, dass die 22 aus dem Spiel in Braunschweig schon viel seien. Dass man bei 47 zugelassenen Torschüssen in diesen zwei Spielen nur ein Tor kassierte, ist eine durchaus bemerkenswerte Leistung. Falls es jemand darauf angelegt haben sollte, dass man eine solche Leistung vollbringt..

Randberkung 11: Weiterhin kein Stürmertor in 2015. Nach nunmehr sechs Pflichtspielen. Poulsen, Damari, Rebic, Forsberg, Reyna, Frahn. Sechs Spieler, die wohl fast alle jeder Zweitligatrainer mit Kusshand im Kader aufnehmen würde. Tore: null. Erstaunlich. Mindestens.

Lichtblicke:

  • Fabio Coltorti: Wenn dein Team 25 Torschüsse zugelassen hat und trotzdem zu null spielt, dann kann das nicht nur am Unvermögen des Gegners gelegen haben, sondern muss sich auch in der Leistung des Torwarts widerspiegeln. Tat es auch bei Fabio Coltorti, der sich im Laufe der Partie in einen kleinen Rausch hielt und allerlei mögliche und unmögliche Bälle aus den jeweiligen Ecken oder dem Gegner vom Fuß kratzte. Höhepunkt die Szene in der Schlussminute als er zweimal grandios rettete. Bis auf einen Wackler beim Herauslaufen in Hälfte 1, als Compper für ihn retten musste, eine absolut famose Leistung.
  • Yussuf Poulsen: Kam kurz vor der Pause für Rebic und half mit viel Einsatz und Laufbereitschaft den Punkt zu sichern. In der zweiten Hälfte alleiniger Stürmer. Sicherte in dieser Position viele Bälle und beschäftigte die Karlsruher Verteidigung immer wieder. Sehr engagierte Vorstellung.
  • Joshua Kimmich: Das Laufbienchen, das versuchte, das Mittelfeld zusammenzuhalten und auch immer wieder Akzente nach vorn zu setzen. Manchmal etwas zu verspielt bei zwei, drei Dribblings an der Außenlinie. Aber auch immer wieder um Zug zum Tor bemüht. Gute Pass- und Zweikampfbilanz. Drei Torschüsse vorbereitet. In Kimmichs guten Phasen überragt er mit seinem Spielverständnis alle seine Mitspieler. Auch in Karlsruhe wieder.

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Tore: keine (was für ein Wahnsinn..)

Aufstellung RB Leipzig: Coltorti – Klostermann, Compper, Rodnei, Jung – Kaiser, Demme, Kimmich – Forsberg (90. Kalmár) – Rebic (43. Poulsen), Damari (46. Hierländer); nicht eingewechselt: Bellot, Hoheneder, Frahn, Reyna; nicht im Kader: Franke, Boyd, Ernst, Khedira, Teigl, Sebastian (alle verletzt oder krank), Dähne, Strauß, Heidinger

Aufstellung Karlsruher SC: Orlishausen – Valentini, Gulde, Gordon, Max – Meffert, Krebs (90. Peitz) – Barry (64. Micanski), Yamada, Yabo (73. Nazarov) – Hennings

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Keine einfache Partie für den Unparteiischen, da die Teams in ihrer Zweikampfführung nicht unbedingt zimperlich zur Sache gingen. Machte seine Sache in aufgeheizter Atmosphäre sehr gut und hatte die Partie dadurch durchgehend im Griff. Rot für Compper war absolut vertretbar. Ohne Zeitlupenwissen war lediglich das Ausbleiben einer gelben Karte nach klarem taktischen Foul an Poulsen kurz vor Schluss überhaupt nicht nachvollziehbar.)

Rot: Compper (37./ Notbremse)

Gelbe Karten: Max, Krebs – Rebic (3. gelbe), Jung (4.), Kaiser (3.), Rodnei (1.)

Zuschauer: 17.829 (davon  120 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht [broken Link], KSC-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 25 : 8
  • gewonnene Zweikämpfe: 50,2% : 49,8%
  • Ballbesitz: 56,0% : 44,0%
  • Passquote: 79,8% : 69,4%
  • Laufstrecke: 120,0 km : 117,3 km
  • Sprints: 208 : 215
  • Fouls: 20 : 20
  • Ecken: 10 : 3
  • Abseits: 2 : 0
  • Meiste Torschüsse: Hennings: 7 – Forsberg, Kaiser, Damari: je 2
  • Meiste Torschussvorlagen: Max: 7 – Kimmich: 3
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Gordon: 66,7% – Jung: 64,0%
  • Meiste Ballkontakte: Max: 112 – Demme: 90
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Gulde: 90,2% – Forsberg: 83,3%
  • Größte Laufstrecke: Yamada: 12,4 km – Kimmich: 13,6 km
  • Meiste Sprints: Yabo, Hennings: je 28 – Forsberg, Demme: je 27

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Poulsen – 8; Kaiser – 4; Teigl, Frahn – je 3; Boyd – 2; Kimmich, Thomalla, Morys, Hoheneder, Holthaus (VfL Bochum/ Eigentor), Verhoek (St. Pauli/ Eigentor) – je 1 Treffer

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Bild: © GEPA pictures/ Citypress24

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6 Gedanken zu „2.Bundesliga: Karlsruher SC vs. RB Leipzig 0:0“

  1. Verwunderlich ?

    1. Erstmals Compper und Rodnei als Innenverteidiger. Warum nicht so weiter wie gegen Wolfsburg mit Klostermann/ Rodnei ? Für mich die Ursache der schwachen Deckungsarbeit in der 1. HZ und den Umständen geschuldet der besseren Deckungsarbeit in der 2. HZ.
    2. Die Suspension von Dominik Kaiser für das Spiel gegen den FSV Frankfurt war des Trainers Wille ( so im Interview vor dem Spiel gestern ). Ach ! Hat uns der Trainer nicht vor 3 Wochen erzählt, daß es Kaiser Wille wg. fehlender Kondition war ??

  2. 1. Das wichtigste vorweg: die „Aktion“ mit den Chaoten, die Hotel stürmen und den Bus blockieren ist das Allerletzte. Was mich masslos ärgert ist, dass in Deutschland (Europa) so ein Mist von der grossen Mehrheit hingenommen wird. Letzte Woche die Geschichte mit Marcel Reif in Dresden. Da würde ich mir wünschen, dass DFL und DFB auch ohne Aufforderung durch Dritte eine PK geben und das Thema Aggression, Gewalt und Feindseligkeit im Fußball ganz oben auf die Agenda heben und ein klares Statement abgeben. Ich habe das dumpfe Gefühl wir sitzen alle in einem Zug, der bald an einen Boller fährt und dann kommt das grosse Jaulen und Zähneknirschen weil irgendwo in der Republik Menschen zu Schaden gekommen sind, weil frustrierte Deppen, die sich als Fußballfans tarnen, Mist gebaut haben…

    2. Bin völlig d’accord mit Randbemerkung 5.) wobei ich denke, dass Beierlorzer gut daran tat, eine zweite Gelbe von Rebic vor der Pause zu vermeiden und eine kleine Unterbrechung einzubauen. Es roch alles nach dem Tor kurz vor dem Pausenpfiff…

    3. Omer Damari ist aus meiner Sicht der falsche Stürmer zur falschen Zeit bei RB. Der Mann kann was, aber er war gestern bis auf die eine Aktion komplett abgemeldet. Kein Wunder bei einem Stürmer, der ab dem 16er wirklich gefährlich wird und in einer Mannschaft spielt, die regelmässig am 16er nicht mehr weiss wohin mit dem Ball…
    Deshalb meine These: RB hat 90 Minuten in Unterzahl gespielt…und das haben die Jungs in Halbzeit 2 verdammt gut gemacht, sahen phasenweise sogar so aus, als ob sie den „lucky punch“ (O-Ton Kaiser) schaffen könnten. Wäre höchst unfair für den KSC gewesen, aber so ist es immerhin ein erkämpfter Punkt trotz vieler Schwachpunkte.

    4. Ich verstehe nicht warum Beierlorzer zwanghaft jeden neu eingekauften Spieler auf das Feld stellen muss. Wenigstens bei Reyna hielt er sich gestern zurück, aber der wäre auch gekommen wenn man nicht in Unterzahl gespielt hätte. Aus meiner Sicht der grösste Fehler um jeden Preis alle „Zorniger-Treuen“ auf die Bank oder die Tribüne zu verbannen und dann eine nicht aufeinander abgestimmt Truppe aufs Feld zu schicken. Ein wenig mehr Feintuning wäre hier passender.
    Dazu dann auch die – vielleicht ungewollte – Ehrlichkeit gestern, dass Kaiser „zum Nachdenken was er für die Truppe machen kann“ auf die Tribüne verbannt wurde. Ich war ja nicht in der Mannschaftsbesprechung dabei, aber es wirkt alles so als ob Hoheneder, Kaiser, Frahn „zu loyal“ gegenüber Zorniger waren und der vermeintlich wichtigste – Kaiser – per Warnschuss die Chance bekommen hatte sich in die neue Wirklichkeit zu fügen oder eben auch abgemeldet zu sein. Alles nicht beweisbar und letztlich auch egal, aber es macht es nicht leichter die Post-Zorniger-Ära mit vollem Enthusiasmus zu begleiten…

  3. Es gab in der 2.HZ außerdem noch eine Szene, wo Karlsruhe einen Freistoß bekommt, dereigentlich ganz klar eine Schwalbe war. Das hätte der Linienrichter, der dahinter stand sehen müssen. Ansonsten gute Analyse. Und der Schiedsrichter hat eine gute Leistung gezeigt.

  4. Da muss man sich schämen für solche angeblichen Fans. Sind wohl alle neidisch auf RB Leipzig – wegen dem Geld Pfui Teufel!

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