Montagstopspiel aus dem Nachwinterpausenkeller

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei Eintracht Braunschweig (23.02.2015, 20.15 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick, Achim Beierlorzer und Anthony Jung. Ab 13.30 Uhr.]

Ist jetzt ziemlich genau viereinhalb Jahre her, dass RB Leipzig letztmalig in Braunschweig vorbeischaute und nach einem ziemlich grausamen 0:0 bei der Eintracht-U23 mit lädiertem und von Einheimischen beschmierten Mannschaftsbus depremiert nach Hause reisen musste. 1.600 Zuschauer, 50 Gästeanhänger. Es war Regionalliga at its best.

Im Jahr 2015 trifft RB Leipzig an selber Stelle auf die Profimannschaft. Montagsspiel, Flutlicht, volles Stadion, zumindest besser als beim ersten Aufeinandertreffen besetzter Gästeblock, dazu zwei Teams, die noch in der Winterpause als ernste Aufstiegsaspiranten galten. Das muss unser Montagsspiel sein, dachte sich Sport 1 da und rieb sich schon die Hände vor Freude über ein aufgeladenes Spiel auf sportlichem Topniveau mit guter Einschaltquote. Und kriegt jetzt die zwei punktetechnisch schlechtesten Teams der zweiten Liga nach der Winterpause, die in unterschiedlicher Qualität Krisen ausbrüten und in zwei Spielen beide noch keinen Punkt mitgenommen haben. Bei der Auswahl von Livespielen hat man es schon nicht leicht..

Wobei die sportliche Ausgangssituation zusammen mit der sicherlich aufgeladenen Stimmung im Stadion auch ein ordentliches Hauen und Stechen geben könnte. Aus Sicht von RB Leipzig sollte klar sein, dass die dritte Niederlage am Stück den Wunsch der sportlichen Leitung, dieses Jahr noch mal zu einem Aufstiegskandidaten werden zu können, maximalstmöglich torpedieren würde. Und auch in Braunschweig wäre die dritte Niederlage für Stimmung und Selbstverständnis eines Spitzensteams  der Liga eher so mäh.

Denn selbst wenn diese Saison in Braunschweig von Anfang an nur als Übergangssaison angedacht war, stand man doch zur Winterpause punktgleich mit dem Zweiten und Dritten auf Platz 4. Und hatte sicher nicht die Idee, drei Spieltage später im schlimmsten Fall schon sieben Punkte hinter dem Relegationsrang hinterzuhinken. Denn auch in Braunschweig dürfte man das in diesen Tagen in der zweiten Liga offenbar beliebte Bonmot, dass kein Aufstieg zu früh kommt, inhaltlich zutreffend finden.

Zumal man vor der Winterpause nach schwachem Saisonstart und 11 Punkten aus den ersten 10 Spielen mit 22 Punkten aus den nächsten neun Partien komplett auf dem richtigen Weg schien. Wobei sechs der sieben Siege in dieser Zeit nur mit einem Tor Vorsprung über die Bühne gebracht wurden und in den 22 Punkten auch nicht der ganz große Zauber, sondern vor allem viel Arbeit drinsteckte. Wobei das ja in dieser zweiten Liga im Fall der Fälle auch schon ausreicht.

Nach der Winterpause startete man jedenfalls mit einer 0:2-Heimniederlage gegen den unheimlich starken 1.FC Kaiserslautern und blieb dabei bei sieben Torschüssen, von denen noch nicht mal richtige Gefahr ausging, chancenlos. Es war vor allem die Art und Weise des fehlenden Gegenhaltens, die nicht zufriedenstellte. Letzte Woche setzte es dann beim VfL Bochum eine 2:3-Niederlage, bei der sich etwas offenbarte, was man in dieser Saison nicht zum ersten Mal sehen konnte, dass die Eintracht merkwürdig passiv agiert und so unnötig den Gegner stärkt.

Beim VfL Bochum führte man durch ein Zaubertor von Boland früh mit 1:0 und hatte das Spiel eigentlich für eine halbe Stunde komplett im Griff, schien sich aber mit der Spielkontrolle ohne Zug zum gegnerischen Tor fast selbst einzuschläfern, sodass man Bochum wieder in die Partie zurückholte. Braunschweig ist nach 1860 München das Team der zweiten Liga, das am häufigsten nach eigener Führung noch verloren hat. Auch wenn es nur zwei Spiele waren. Aber das Muster, über die eigene Passivität zu stolpern, war beide Male dasselbe (neben dem Spiel in Bochum auch das Spiel in Kaiserslautern am dritten Spieltag).

Die Probleme Braunschweigs resultierten zuletzt auch aus dem 4-4-2-System mit Doppelsechs, das eigentlich für Kompaktheit und Stärken in der Defensive und im Umkehrspiel steht. Aber gerade in Bochum ergaben sich doch insbesondere auf den Außenpositionen einige Lücken, die noch dadurch deutlicher wurden, dass die Eintracht den Gegner meist erst in der eigenen Hälfte störte und der VfL als Gastgeber dadurch relativ leicht in die gegnerische Hälfte kam, um dort dann die Lücken zu finden.

Sowieso scheinen bei der Eintracht die Außenbahnen, die am Anfang der Saison wegen starker Außenverteidiger noch wie ein Aushängeschild wirkten, aktuell die Problemkinder. Was in einem 4-4-2 mit Doppelsechs und automatisch mehr Fokus auf die Außenspieler eher ungünstig ist. Die sehr guten Außenverteidiger, die wohl auch gegen RB Leipzig auflaufen werden, Vegar Eggen Hedenstad (23) und Benjamin Kessel wirkten zuletzt bemüht, aber nicht in Topform.

Hendrick Zuck (24) blieb zudem auf der einen offensiven Außenposition unauffällig und auf der anderen spielte sich Raffael Korte (24) mit seinem Auftritt gegen Kaiserslautern sogar aus dem Kader. Für ihn kam zuletzt Winterneuzugang Nik Omladic (25) zum Einsatz, der schon andeutete, dass er über eingie Qualitäten verfügt und auch robust ist, aber ansonsten noch die Einbindung fehlt und Alleinunterhalter nicht ganz seine Sache ist. Ob er gegen Leipzig mitwirken kann, ist aktuell wegen Verletzungsproblemen noch fraglich.

Wenn in diesem 4-4-2 die Außenachsen mehr oder weniger ausfallen, dann wird es offensiv ganz knifflig (wie man sich hierzulande vielleicht aus der Pacult-Saison erinnern kann), selbst wenn man mit Mirko Boland einen Sechser mit Offensivdrang und allerlei technischen Fähigkeiten hat, der immer wieder versucht, Richtung Flügeln auszuhelfen (aber gegen Leipzig eventuell verletzungsbedingt auch ausfällt). Und selbst wenn auch die Stürmer relativ flexibel mit in alle Richtungen arbeiten.

Zu diesen Problemen als Team kommt bei der Eintracht im Individualbereich noch dazu, dass sich Toptorschütze (8 Tore) und Salzburg-Leihgabe Havard Nielsen (21) in Bochum eine Muskelverletzung zuzog und gegen Leipzig ausfallen wird. Zudem muss der technisch starke, aber auch nicht fehlerfreie Stamminnenverteidiger Marcel Correia (25) eine Gelbsperre absitzen und wird wohl durch Saulo Decarli (23) ohne ganz großen Substanzverlust ersetzt werden.

Fehlen wird definitiv auch Stürmer Dennis Kruppke, der sich einer Operation unterziehen muss. Zudem ist neben den genannten Boland und Omladic auch Hendrich Zuck verletzungsbedingt fraglich, sodass im Extremfall gleich sechs Spieler aus der Startformation des Spiels in Bochum fehlen könnten. Wäre ein unglaublicher Aderlass, der natürlich auch mit einem ordentlichen Substanzverlust verbunden sein müsste.

Auflaufen wird auf jeden Fall im Tor Rafal Gikiewicz (27), dessen Schwäche die Spieleröffnung ist. Neben Decarli verteidigt davor in der Innenverteidigung Ken Reichel (28), der seit mittlerweile siebeneinhalb Jahren in Braunschweig spielt und eine ganz zentrale Figur im Team und dazu auch noch torgefährlich ist. Bisher verpasste Reichel in der Zweitligasaison noch keine Spielminute für sein Team. Bei schon vier gelben Karten ist aber absehbar, dass es bald soweit sein wird.

Die angesprochenen Außenduos Hedenstad/ Zuck und Kessel/ Omladic (alle zusammen schon 15 Torbeteiligungen) könnten gegenüber der Vorwoche unverändert bleiben, wobei Zuck hier sicherlich nicht nur wegen der Verletzungsprobleme noch am ehesten wackeln dürfte. Raffael Korte (24) (auch schon sechs Torbeteiligungen), Salim Khelifi (21) oder auch Seung-Woo Ryu (21) stünden als denkbare Alternativen bereit.

Im zentralen Mittelfeld spielt, wenn man das 4-4-2 als gesetzt annimmt, wie erwähnt Mirko Boland (27) die offensivere Sechserrolle und ist so etwas wie das Herz des Braunschweiger Spiels mit dem Ball. Kommt Boland gut ins Spiel, kann viel gutes passieren. Kommt er nicht ins Spiel oder fällt gar ganz aus, wird es auch für seine Mitspieler schwer. Neben Boland agiert entweder mit Norman Theuerkauf (28) einer, der seine Fähigkeiten vor allem defensiv hat und entsprechend zu Boland klar nach hinten versetzt agiert im Spiel mit dem Ball oder mit Damir Vrancic (29) einer, dessen Stärken noch mal viel stärker auf Passspiel und Offensivausrichtung liegen. Vrancic sicherlich auch erste Wahl für das Auffangen eines Verletzungsausfalls Bolands.

Bliebe noch der Sturm, in dem nach dem Ausfall von Nielsen und Kapitän Dennis Kruppe ein bisschen Baustellenfeeling ausgebrochen ist. Was die Tür für Winterneuzugang Emil Berggreen (21) öffnen könnte, der neben Mushaga Bakenga (22) wohl am ehesten einen richtigen Mittelstürmer abgibt. Wobei Bakenga trotz aller Vorschusslorbeeren zu Saisonbeginn zuletzt kaum noch eine Rolle spielte und Berggreen erst seit knapp drei Wochen im Team steht, weil er quasi mit Schließen des Transferfensters und somit erst nach der Vorbereitung nach Braunschweig wechselte.

Neben Berggreen oder Bakenga stehen mit Jan Hochscheidt (27), der wegen eines Adduktorenabrisses in der Hinrunde fast komplett ausgefallen war und Seung-Woo Ryu noch zwei Spieler zur Verfügung, die eher die spielenden Stürmer mit großem Bewegungsradius um einen zentralen Stürmer herum sind. Hochscheidt ist gegenüber dem Südkoreaner die etwas robustere Variante, wobei ihm zuletzt bei aller Agilität und Auffälligkeit ein bisschen Bindung und Effektivität fehlte.

Fehlende Effektivität kann man der Braunschweiger Eintracht vor dem gegnerischen Tor allerdings nicht grundsätzlich nachsagen. Schließlich ist man das Team mit der zweitbesten Chancenverwertung der Liga, sodass man aus weniger Torchancen als RB Leipzig bisher acht Tore mehr machte.

Dafür ist man defensiv, wie schon oben angedeutet, relativ anfällig. Man lässt nicht nur vergleichsweise viele Chancen zu, sondern hat auch schon 25 Gegentore kassiert. Das sind zehn mehr als RB Leipzig und ist ligaweit nur Durchschnitt. Gegen die zumindest individuell starke RB-Offensivreihe ist das nicht gerade beruhigend.

Schwer wurde es für die Eintracht im bisherigen Saisonverlauf vor allem dann, wenn man mal in Rückstand geriet. Von insgesamt 10 solcher Spiele verlor man gleich acht und gewann keins. Was Indiz dafür ist, dass den Braunschweigern das Spiel mit dem Ball gegen auf ihre Verteidigung bedachte Teams schwer fällt. Ob man gegen RB Leipzig da im Fall der Fälle die Lücken findet, wird auch davon abhängen, wie sich RB nach dem Trainerwechsel defensiv neu konstituiert.

Denn der Fokus dürfte unter Beierlorzer aktuell eher auf dem spielerischen Element der Mannschaft Richtung Offensive und das Erzielen von Toren liegen. Inwieweit dabei das Gesamtkonstrukt im Team und die Balance zwischen Defensive und Offensive intakt bleibt (bzw. im Rückblick auf das Spiel in Aue wiederhergestellt wird), muss man abwarten.

Abwarten muss man auch, wer bei RB Leipzig in Braunschweig in der Startelf steht. Vor allem bei der Besetzung der Sturmpositionen sind Veränderungen denkbar. Poulsen und Forsberg sollten noch unumstritten sein. Rebic könnte seinen Platz aber auch an Damari verlieren.

Ansonsten gibt es vorerst wenig Grund für Veränderungen. Rodnei sitzt wohl weiterhin erstmal auf der Bank und guckt den verteidigenden Kollegen Sebastian und Compper beim Kicken zu. Kimmich und Kalmár sind mit Blick auf den Kader und den wohl weiter ausfallenden Kaiser mehr oder weniger alternativlos als Achter, genauso wie die Außenverteidiger Jung und Teigl. Bliebe noch die Frage, ob Khedira bis Montag wieder fit wird. Wenn nicht, dann führt wohl auf der Sechs kein Weg an Demme vorbei.

Mögliche Aufstellungen:

  • Eintracht Braunschweig: Gikiewicz – Kessel, Decarli, Reichel, Hedenstad – Omladic (Korte), Theuerkauf, Boland (Vrancic), Zuck (Khelifi) – Berggreen (Bakenga), Hochscheidt (Ryu)
  • RB Leipzig: Coltorti – Teigl, Sebastian, Compper (Rodnei), Jung – Kalmár, Khedira (Demme), Kimmich – Poulsen, Damari (Rebic), Forsberg

Über die jüngere Geschichte von Eintracht Braunschweig ist allerorten genug geschrieben worden. Bleibt man beim rein sportlichen, dann ist es absolut beeindruckend, was man dort in den letzten Jahren aufgebaut und sich quasi aus dem Nichts zu einem etablierten Zweitligisten mit Blick gen erster Liga (eines der Teams, die quasi zur vielgerühmten deutschen Top 25 gehören wollen) entwickelt hat.

Für RB Leipzig wird es in einem sicherlich ziemlich lauten Umfeld darum gehen, einen kühlen Kopf zu bewahren und mit klaren Aktionen den Gastgeber, der schon angekündigt hat, sein Heil im Kampf zu suchen, nachhaltig zu beeindrucken. Das ist in Braunschweig sicherlich nicht leicht, aber die Heimstatistik der Eintracht ist bei 20 Punkten aus zehn Spielen (bei zwei Niederlagen) auch nicht furchteinflößend.

Nur 200 km liegen zwischen Leipzig und Braunschweig. Was es für ein Montagsspiel fast schon zu einer idealen Ansetzung macht (im kompletten Gegensatz zur Leipziger Tour nach Karlsruhe in zwei Wochen). Dass trotz des von Leipzig aus neben Berlin und nach Aue zweitnächsten Auswärtsspiels der Gästeblock mit vermutlich bis zu 500 Personen eher überschaubar gefüllt bleibt, sollte in diesem Zusammenhang zumindest erwähnt werden.

Fazit: Braunschweig gegen Leipzig. Das ist vom (auch spielerischen) Potenzial her sicherlich eine absolute Topbegegnung der zweiten Liga. Angesichts der jüngsten, enttäuschenden Auftritte beider Teams und auch wegen der eventuell exorbitanten Ausfallliste bei den Gastgebern wird es auf dem Spielfeld aber wohl vor allem ein kämpferisches Hauen und Stechen darum geben, wer sich aus der Ergebniskrise der letzten zwei Wochen lösen kann. Gute Chancen in diesem Fight dürfte der haben, der neben dem Kampf auch noch den Kopf oben behält, um entscheidende spielerische Offensivglanzlichter zu setzen. Ob die RasenBallsportler dazu in dieser Phase der Saison schon in der Lage sind, ist aufgrund des jüngsten Trainerwechsels und der Unklarheit, wie er mit seinen Ideen einschlagen wird, nicht wirklich vorhersagbar.

[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Eintracht Braunschweig nicht vor Ort verfolgen kann und am 23.02.2015, ab 20.15 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sport 1 und natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Eintracht Braunschweig

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig bei Eintracht Braunschweig. Mit Ralf Rangnick, Achim Beierlorzer und Anthony Jung. Ab 13.30 Uhr.

13.18

Weiter geht es im Zweitligaspielplan für RB Leipzig mit einem Montagsspiel. Krisentreffen in Braunschweig ist angesagt.

13.20

Sportlich dürfte es eine nicht uninteressante Angelegenheit werden, auch wenn man erwarten kann, dass die spielerischen Highlights vielleicht nicht ganz so ausgeprägt sein dürften.

13.23

Für Neucoach Achim Beierlorzer ist es das erste Auswärtsspiel mit RB Leipzig. Und dann gleich in die hitzige Atmosphäre von Braunschweig. Dürfte für ihn persönlich auch eine interessante Angelegenheit werden.

13.24

Über 20.000 Zuschauer werden in Braunschweig erwartet. Bis zu 500 werden wohl aus Leipzig kommen. Wird also ein echtes Heimspiel für Braunschweig..

13.25

Gleich geht es hier los mit der Pressekonferenz. Coach, Sportdirektor und Linksverteidiger werden dabei sein. Presseseits nach den Wirren der letzten knapp zwei Wochen eher überschaubares Interesse an diesem ungewöhnlichen Termin zum Samstagmittag.

13.41

Anthony Jung: “Im neuen Jahr kein guter Start. Haben diese Woche gut gearbeitet. Heute und morgen noch ne Einheit. Braunschweig auch nicht ideal gestartet. Die haben auch keine megabreite Brust. Schweres Spiel für uns. Zweite Halbzeit gegen Frankfurt wollen wir als Vorlage nehmen, um in Frankfurt zu bestehen.”

“Haben viele kleine Spielformen im Training. Spiel mit dem Ball steht im Fokus. Wollen unser Spiel weiterentwickeln und auch die Breite des Platzes nutzen. Außenverteidiger und Außenstürmer sollen mehr eingebunden werden.”

“Merke schon, dass ich bisher so viel gespielt habe. Versuche viel über Regeneration und gut essen und schlafen aufzufangen.”

“Habe Vertrauen in uns, in die Mannschaft und unsere Spielphilosophie. Das Vertrauen lässt uns optimistisch bleiben.”

“Geschäft im Fußball ist Tagesform. Zuletzt stimmte Offensivspiel der gesamten Mannschaft und Chancenverwertung nicht. Auch Glück blieb aus, insbesondere im letzten Spiel. So läuft es aber. Es geht schnell nach oben, schnell nach unten.”

Stimmung in der Mannschaft gerade: “Nicht unbedingt gut, weil man mit Sieg besser drauf wäre. Trotzdem positive Stimmung. Zuletzt war es mit dem Trainerwechsel turbulent, aber damit muss man umgehen. Haben wir gut gemacht. Kompensieren das als Team. Haben Fokus auf Flutlichtspiel, volles Stadion und Braunschweig. Da wollen wir Punkte erzielen. Dafür arbeiten wir unter der Woche.”

Zu den Pfiffen aus dem Publikum nach dem Frankfurt-Spiel: “Haben wir schon mitbekommen. Die Fans sind natürlich wie wir Spieler gefrustet. Mit dem Erfolg verweilen dann die Fans auch wieder länger im Stadion.”

Jung als Außenverteidiger mit dafür verantwortlich, das Spielfeld breiter zu machen, um sich so auf den Außen durchkombinieren zu können und in die gefährlichen Zonen zu kommen.

13.50

Achim Beierlorzer: Heute voraussichtlich alle Spieler dabei im Training (also auch Khedira). “Habe unter der Woche eine Mannschaft erlebt, die hellwach ist und topprofessionell in die Trainingseinheiten gegangen ist.” Man arbeite an den Dingen, die gegen Frankfurt nicht so gut geklappt haben.

Beierlorzer: “Uns wird in Braunschweig ein kampfstarker Gegner erwarten, der wie wir nicht mit drei Pleiten in die Saison starten will.”

Rangnick bestätigt, dass sich Sebastians Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hat durch das Frankfurt-Spiel. “Hat diese Saison noch mal einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht.” Man hätte ihm wohl auch ohne die automatische Verlängerung einen neuen Vertrag angeboten.

Rangnick: Braunschweig und Leipzig nicht gut gestartet in 2015, dadurch werde es ein “brisantes Spiel”. Gegen Frankfurt das Gegentor kassiert, als man anfing so zu spielen, wie man vorhatte. Man müsse an die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit gegen Frankfurt anknüpfen.

Beierlorzer: Lobhudelt auch noch mal ein bisschen Tim Sebastian. Ob er auch in Braunschweig wieder Kapitän sein wird, kann er noch nicht sagen. Hängt davon ab, wer in Braunschweig in der Startelf steht.

Beierlorzer: “Dominik Kaisers Akku ist sehr, sehr voll. Seine Reaktion diese Woche im Training war so wie ich es mir vorgestellt habe.” Lässt durchklingen, dass es bei Kaiser letzte Woche nicht nur eine körperliche, sondern auch eine Kopfsache gewesen sei..

Beierlorzer: Dass Nielsen bei Braunschweig ausfällt, werde nicht viel ändern. Sie werden wohl bei ihrem System bleiben. Nicht schön für sie, aber sie werden es auffangen.

Beierlorzer: Weicht der Frage nach dem System aus und spricht davon, dass man schon noch “Überraschungen” in petto habe. Grundsätzlich nicht unbedingt eine Frage des Systems, sondern eine, wie man im System auftrete.

14.05

Beierlorzer: “Bin mit keinem Spieler komplett unzufrieden.” “Wollen ins Zentrum spielen, aber die Breite nicht vergessen. Mehr Torchancen kreieren. Mehr in die Breite gehen, um besser ins Zentrum zu kommen.” Wenn es nur immer über die Mitte gehe, sei man zu leicht ausrechenbar.

Beierlorzer: Welche drei Stürmer in Braunschweig auflaufen werden und ob überhaupt drei Stürmer auflaufen, wird nicht verraten. Reyna am Anfang der Woche zwei Tage mit grippalen Effekt. Gehe darum, dass die Stürmer zum Abschluss kommen. “Waren sehr fleißig diese Woche.” Man habe unter der Woche auch generell gezielt Abschlüsse trainiert, nicht nur mit den Stürmern. Gehe auch darum, die individuellen Stärken jedes Einzelnen zu verbessern.

Beierlorzer: “Am Platz selber ist die Arbeit für mich wie bei der U17. Natürlich sind die Persönlichkeiten bei Erwachsenen stabiler. Freue mich mit einer professionellen Mannschaft unterwegs zu sein, die genau weiß, was sie will und sich auch selbstkritisch hinterfragt.”

Rangnick will nicht darüber reden, was passiert, falls man auch in Braunschweig verliert. “Bin überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind und sich die Mannschaft bald selbst belohnt. Wollen am Montag unbedingt gewinnen.” Will aber Braunschweigs Lieberknecht wahrscheinlich auch.

Rangnick: “Macht aktuell keinen Sinn über den Aufstieg zu reden.” Neuzugänge integrieren und spielerisch verbessern, alles andere sei unwichtig.

Beierlorzer: “Verspüre überhaupt keinen Druck. Arbeite mit der Mannschaft und versuche die Dinge zum Besseren zu gestalten. Wenn die Mannschaft zu 100% mitzieht, werden wir mit unserer Qualität auch wieder erfolgreich sein. Gibt keine Alternative zum Optimismus. Haben die Qualität und die Leistungsbereitschaft und wollen unserer Philosophie noch deutlicher und mit veränderten Nuancen in die Mannschaft bringen.”

Rangnick: “Natürlich habe ich mich nach der Trennung von Zorniger vor die Mannschaft gestellt. Was ich von der Mannschaft erwarte, ist dasselbe, was die Mannschaft von sich erwartet. Sie wollen sich als Spieler entwickeln. Und über diese Entwicklung werden wir auch erfolgreich sein. Und wenn wir uns da entwickeln, können wir auch wieder mal über den Aufstieg reden.” Aufstieg sei nie unbedingtes Ziel der Saison gewesen, sondern die Entwicklung von Spielern und Mannschaft. “Erfolgsfall herzustellen, geht nur über die Entwicklung von Mannschaft und Spielern.”

Rangnick zu Vertragsgesprächen: Mit Bellot werde man sich hoffentlich zeitnah verständigen. Beide Seiten wollen den Vertrag verlängern. Alle anderen Spieler mit auslaufenden Verträgen dürfen sich ab jetzt zeigen und für einen neuen Vertrag empfehlen. “Mit Fabian Franke und seinem Berater zuletzt offen gesprochen.” Franke üsse zuerst seine Verletzung auskurieren, bevor man über eine Vertragsverlängerung sprechen könne. Wäre schön ihn zu verlängern (“Junge aus der Region”), aber aktuell gäbe es wohl kein Verein, der unter den aktuellen Gegebenheiten Franke einen Vertrag vorlegen würde.

Beierlorzer: Nicht geplant, dass Spieler am Sonntag die U23 verstärken.

Rangnick: “Beschäftige mich momentan nicht mit der Trainersuche” “Wichtig ist, dass es bis zum Trainingsstart geklärt ist.” “Haben keine Eile und noch jede Menge Zeit.”

Rangnick: “Werde mir heute und morgen die Trainingseinheiten anschauen.” Auch bei der U19 dabei und bei der zweiten Halbzeit der U23. Vielleicht auch noch das Spiel Wolfsburg-Hertha auf dem Weg nach Braunschweig live mitnehmen.

14.06

Für das DFB-Pokalspiel gegen Wolfsburg sind aktuell knapp 40.000 Tickets verkauft.

14.08

So, liebe Leute, das war es von hier. Das Spiel soll also wieder breiter werden, ohne das Drängen ins Zentrum zu vergessen. Mal sehen, was man davon in Braunschweig schon umgesetzt bekommt. So ganz ohne Aufstiegsdruck..

Habt allseits ein gutes Wochenende. Egal ob mit oder ohne Fußball. Und dann viel Spaß am Montag mit dem Spiel in Braunschweig. Bis dahin..

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