Geduld statt Feuerwerk

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie RB Leipzig gegen die Stuttgarter Kickers (07.12.2013, 14.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Tobias Willers.]

Und ehe man sich versieht, ist Dezember und die Hinrunde geht in ihren letzten Akt. Mit den Stuttgarter Kickers stellt sich dabei der letzte von RB Leipzig noch nicht geprüfte Drittliga-Gegner vor. Das einzige auswärts noch sieglose Team der Liga. Und damit der abgeschlagene Tabellenletzte in der Auswärtstabelle. Beim Tabellendritten der Heimtabelle. Wenn das mal nicht für klare Verhältnisse spricht.

Doch auch hier lauert das Aber schon direkt hinter den ersten Zahlen. Denn bei keiner Mannschaft ist die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsleistungen so groß. In Auswärtsspielen noch sieglos haben die Stuttgarter Kickers die letzten fünf Heimspiele allesamt gewonnen. Nicht unbedingt gegen Überteams, aber trotzdem drückt die Bilanz aus, dass die Kickers fußballerisch kein blindes Team sein können. Aber ein Team sind, das auswärts noch darauf wartet, dass der Knoten mal platzt. Und man in Stuttgart mit ganz natürlichem Selbstbewusstsein davon ausgeht, dass dies in Leipzig so weit sein könnte. Auch wenn die Trauben beim Tabellenzweiten ziemlich hoch hängen.

Zusätzlich erschwerend beim Plan, endlich mal drei Auswärtspunkte einzusacken, wirkt der verletzungsbedingte Ausfall von Sturmquirl Marcos Álvarez, der zuvor in einigen Spielen die perfekte Ergänzung zu Sturmpartner Elia Soriano und an insgesamt acht Toren beteiligt war (davon vier vorbereitet). Soriano seinerseits hat bereits fünf Tore auf dem Konto, war dabei aber auch auf die Vorarbeit bspw. von Álvarez angewiesen. Wie er ohne diesen auskommt und ob ein anderer als Vorbereiter einspringt, muss man erst mal abwarten.

Als Alternativen neben Soriano stehen die kürzlich trotz Finanzproblemen verpflichteten Marco Calamita und Lhadji Badiane (der sich selbst bei 60% sieht und gegen Burghausen trotzdem das wichtige Führungstor zum 2:1 auf sehr schöne Art und Weise herausschoss) zur Verfügung. Aber auch Gerrit Müller, ebenfalls erst während der Saison verpflichtet und zuletzt in der Startelf, ist als eher hängende Spitze denkbar. Überraschungsgast könnte zudem Randy Edwini-Bonsu sein, ein weiterer Stürmer, der sich zuletzt im Probetraining befand und den die finanziell klammen Kickers (reichlich 300.000 Euro Minus in der Saison 2012/2013) gern ihrem eh schon üppigen Kader (31 Spieler) hinzufügen würden. Am wahrscheinlichsten sind aber Calamita oder Müller neben dem wohl gesetzten Soriano.

Egal wer aufläuft, das große Problem der Stuttgarter in der Fremde ist die offensive Durchschlagskraft. Sechs Tore in neun Auswärtsspielen. Drei Tore in den letzten sechs Auswärtsspielen (davon zwei in Saarbrücken, wo es akutell eher einfach ist Tore zu erzielen). Die Baustelle bei den Kickers ist klar und offenbar doch nicht ganz so einfach zu beheben. Auch wenn die Versuche über schnellen Konterfußball zum Erfolg zu kommen, in einigen Spielen gar nicht mal so schlecht aussah. Aber die Agilität der beiden Flügelspieler Baumgärtel links und vor allem des sehr schnellen Leutenecker rechts reichte bisher nicht aus, um die gegnerischen Abwehrreihen in Angst und Schrecken zu versetzen. Und der ausfallende Álvarez war diesbezüglich noch ein wichtiger Aktivposten.

So schlecht die Kickers in den gegnerischen Strafraum gelangen, desto besser schirmen sie den eigenen ab. Im kompakten 4-4-2 bis 4-4-1-1 agierend, bilden sie ein kompaktes Bollwerk vor dem eigenen Strafraum, das nicht mal unbedingt von überragenden Einzelspielern als vielmehr von der Systemidee selbst lebt. Sich gegen die Stuttgarter Kickers Großchancen herauszuspielen, gehört schon eher zu den Ausnahmen. Denn alles, was das kompakte System nicht löst, fischt die Innenverteidigung um den ehemaligen Bundesliga-Profi Marc Stein (Hansa und Hertha) raus.

Auf den ersten Blick scheinen 24 Gegentreffer in den bisher 18 Saisonpartien diese These nicht unbedingt zu bestätigen. Seit dem Amtsantritt des neuen Trainers Horst Steffen kassierte man aber nur noch sieben Tore in sieben Partien (davon drei in Saarbrücken) und verlor auswärts nie mit mehr als einem Tor Differenz. Zehn Punkte aus diesen sieben Partien wären hochgerechnet auf die 18 bisherigen Spiele knapp 26 Punkte und ein lockerer Mittelfeldplatz gewesen. Keine beängstigende Bilanz, aber ein chancenloser Abstiegskandidat sieht definitiv anders aus.

Einen nicht unwesentlichen Anteil an dieser Wendung zum positiven, die die Stuttgarter Kickers inzwischen an einem Nichtabstiegsplatz schnuppern lässt, trägt sicherlich der erwähnte Horst Steffen, langjähriger Erst- und Zweitligaprofi, der vor Stuttgart vier Jahre lang im Nachwuchsbereich von Borussia Mönchengladbach gearbeitet hat und nun die ersten Schritte als Trainer im Männerbereich geht. Der sehr aktiv coachende Trainer ist sicherlich eine interessante Personalie, deren Potenzial und weitere Entwicklung aber noch nicht seriös einzuschätzen ist. Zumal beim überdimensionierten Kickers-Kader (der durch viele Ausfälle aktuell aber ordentlich ausgedünnt ist) in den nächsten Monaten noch einige Umbrucharbeit wartet. Eine Aufgabe, die es auch erst mal zu meistern gilt.

Eine wichtige Personalie bei den Stuttgarter Kickers ist zudem Vincenzo Marchese, der aus dem zentralen Mittelfeld heraus für viel Torgefahr sorgt und mit acht Torbeteiligungen (davon fünf Tore) neben Álvarez der gefährlichste Akteur ist. Neben ihm sorgt auf der Doppelsechs Sandrino Braun, ein relativ unbeschriebenes Blatt, das in der aktuellen Saison noch keine Minute verpasste, für die nötige defensive Stabilität.

Das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers dürfte für RB Leipzig eine ziemliches Geduldsspiel gegen einen gut organisierten und clever den eigenen Strafraum verteidigenden Gast werden. Ein Geduldsspiel, bei dem man auch mit einem Erfolg durch einen dreckigen Standard leben könnte und bei dem man immer aufpassen muss, dass man den Leuteneckers und Co nicht ins Kontermesser läuft oder sich das Leben durch Standard- oder Fernschuss-Gegentore selber schwer macht. Das ganz große Fußballfest ist nicht zu erwarten, eher schon Drittligaalltag mit viel Arbeit und viel Suche nach der entscheidenden Lücke. Die nicht – wie noch in Saarbrücken – permanent aufploppen wird.

Ob Kapitän und Topstürmer Daniel Frahn bei dem Geackere um ein paar Zentimeter im Strafraum mitmachen darf, ist zwei Tage vor dem Spiel noch nicht ganz klar. Nach seiner Zerrung trainierte Frahn bisher noch nicht mit der Mannschaft, sondern nur individuell. Die Tendenz dürfte aber eher für einen Einsatz sprechen, als gegen ihn. [Update von der Pressekonferenz: Daniel Frahn wird wahrscheinlich gegen die Kickers ausfallen.]

Nicht mit dabei sein, wird definitiv neben den verletzten Fabio Coltorti und Matthias Morys der gelbgesperrte Dominik Kaiser. Für den am ehesten Bastian Schulz, der für Ausgewogenheit zwischen Offensive und Defensive steht, ins Team rutschen könnte. Alternativ stünden auch die offensiver denkenden Clemens Fandrich und (der zuletzt als Einwechsler starke) Timo Röttger bereit.

Im Tor dürfte weiterhin Erik Domaschke den Stammkeeper Coltorti vertreten. Auch wenn er in den letzten zwei Spielen zwei Gegentreffer kassierte, bei denen er, das wäre die eine Interpretation, zu weit vor dem Tor zu stehen schien. Die andere Interpretation wäre, dass er gegen Hansa so weit vorn stehen muss, um den Winkel zu verkleinern und in Saarbrücken kalt durch ein Missverständnis seiner Vorderleute erwischt wird, durch das Ziemer an einer Stelle zum Schuss kommt, wo Domaschke nicht damit rechnen kann, dass er zum Abschluss kommt.

Bliebe noch die Frage nach André Luge, der in Saarbrücken den bereits länger ausfallenden Matthias Morys als Flügelstürmer vergessen ließ. Durchaus wahrscheinlich, dass er sich gegen Stuttgart noch mal beweisen darf. Ob er in seinem zweiten Einsatz bereits Konstanz nachweisen kann, muss man allerdings abwarten. Als ehemaliger Regionalligaspieler sollte man nicht erwarten, dass er die starke Leistung von Saarbrücken, wo er aber auch unheimlich viel Platz bekam, so schnell in derselben Form wiederholen kann. Wäre ihm natürlich trotzdem zu wünschen.

Ansonsten dürfte es wenig Gründe für Alexander Zorniger geben, weitere Wechsel in seinem Team durchzuführen. Getreu dem inzwischen bekannten Motto, dass jene, die im Spiel gut agierten und sich im Training nicht hängen lassen, auch weiter gesetzt sind, dürfte das für einen Niklas Hoheneder beispielsweise bedeuten, dass er weiterhin nicht ins Team zurückkehrt und eventuell sogar wieder auf der Tribüne Platz nehmen muss (da Tim Sebastian als Innenverteidiger-Backup den Vorzug erhält, weil er im Fall der Fälle auch im Mittelfeld oder rechts hinten eingewechselt werden könnte).

  • RB Leipzig: Domaschke – Müller, Willers, Franke, Heidinger -Schulz, Ernst, Kimmich – Poulsen, Thomalla (Frahn), Luge
  • Stuttgarter Kickers: Krauss – Gerster, Leist, Stein, Auracher – Leutenecker, Marchese, Braun, Baumgärtel – Calamita (Müller), Soriano

Es ist das erste Aufeinandertreffen von RB Leipzig und den Stuttgarter Kickers überhaupt. Trotzdem gibt es schon zwei, drei personelle Querverbindungen zwischen den beiden Clubs. Zuerst zu nennen ist da natürlich der Pressesprecher (bzw. Leiter Medien und Marketing) der Kickers Hans-Georg Felder, der im März 2011 noch unter der Verantwortlichkeit von Geschäfsführer Dieter Gudel und Sportchef Dietmar Beiersdorfer bei RB Leipzig gegangen wurde. Was folgte war ein kleiner Karrierknick mit längeren Auszeiten und einer Anstellung bei einer Spielerberater-Agentur. Seit Juli diesen Jahres ist er wieder im Vereinsgeschäft und kehrt nun mit den Kickers wieder zurück an altbekannte Orte. Wo er nicht mehr ganz so viele, aber doch noch einige altbekannte Menschen vorfinden wird.

Nur der Vollständigkeit halber seien bei den Querverbindungen auch die Namen Patrick Milchraum und Paul Grischok genannt, die beide Linksfüße sind und beide mal als Transfergerüchte bei RB Leipzig auftauchten. Milchraum, der aktuell nach Verletzung wohl noch keine Einsatzchance erhalten wird, stand 2010 auf der Wunschliste von Tomas Oral, war nicht uninteressiert, wechselte dann aber doch innerhalb der zweiten Liga zu Erzgebirge Aue. Und Grischok, der sich bei den Kickers noch nicht durchsetzen konnte, ging 2011 statt zu Pacult in die vierte Liga doch von der polnischen ersten in die polnische zweite Liga.

Für RB Leipzig wird es gegen die Stuttgarter Kickers darum gehen, mit einer geduldigen, konzentrierten Leistung den Auswärtssieg in Saarbrücken zu veredeln und die sehr gute Ausgangssituation in der Tabelle zu sichern. Als Zweiter hat man aktuell vier Punkte Vorsprung auf den Dritten, der Rot-Weiß Erfurt heißt. Und dahinter lauern dicht an dicht vor allem mit Wehen Wiesbaden, Rostock und Duisburg jene Teams, die mittelfristig auf den Sprung auf die Aufstiegsplätze hoffen. Die Meute bis zur Winterpause auf Distanz zu halten, wäre aus RB-Sicht eine sehr schöne Sache. Und drei Punkte gegen die Kickers für dieses Ziel sehr wichtig.

Fazit: Wie schon vor einer Woche in Saarbrücken wartet gegen die Stuttgarter Kickers ein Spiel auf RB Leipzig, das tabellarisch eine klare Sache erwarten lässt, aber abgesehen davon eine schwere Aufgabe wird. Weil der Gast in den letzten Wochen bewiesen hat, dass es gegen sie keine einfachen Siege gibt (letzte Niederlage mit mehr als einem Tor Unterschied war Anfang September in Heidenheim) und die Kickers-Defensive eine unangenehme Aufgabe für jedes Team der dritten Liga ist. Geduld und Konzentration werden die gefragten Haupttugenden sein, um zu verhindern, dass die Kickers im zehnten Anlauf ihren ersten Auswärtsdreier holen. Mal sehen, ob die RasenBallsportler inzwischen auch dieses Alltagsgeschäft eines Spitzenteams (also das was Heidenheim in Perfektion betreibt) beherrschen.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen die Stuttgarter Kickers nicht vor Ort verfolgen kann und am 06.12.2013, ab 14.00 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und das Fanradio oder den Livestream des SWR [broken Link].]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Stuttgarter Kickers

  • keine

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel RB Leipzig gegen die Stuttgarter Kickers mit Alexander Zorniger und Tobias Willers.

14.04

So, liebe Zuleser in nah und fern. Das war es für heute. Im Fall der Fälle fällt also am Samstag die “Achse des Guten” (Zorniger) Coltorti-Kaiser-Frahn aus. Wenn ich mich recht erinnere, wäre da letztes Jahr im Vereinsumfeld selbst vor einem Spiel gegen Auerbach Panik ausgebrochen. In diesem Jahr nimmt man das irgendwie leichter, weil die Saison bisher gezeigt hat, dass die Bank auch Spiele gewinnen kann.

In diesem Sinne wünsche ich eine schöne Restwoche und viel Spaß gegen die Stuttgarter Kickers, zu denen die geneigten Zuschauer nach diesem Vorgeplänkel dick eingepackt sicherlich in Scharen strömen werden. Bis dahin, gehabt euch wohl.

13.58

Zorniger: “In Kaiser bin ich verschossen. Ein toller Fußballer und ein toller Mensch.”

Zorniger sei mit seinem Kader sehr zufrieden und für Neuverpflichtungen sei der Sportdirektor Rangnick zuständig. Zorniger bekomme immer mal wieder Namen zugeraunt und das sei es für den Moment, weil ihn mehr aktuell nicht interessiert.

Es werde bis auf Kaiser keine Veränderungen gegenüber Saarbrücken geben. (Wenn Frahn nicht zurückkommt.) In Saarbrücken habe es ihm sehr gut gefallen und unter der Woche hat sich niemand hängen lassen.

Die Art und Weise des Siegens sei Zorniger sehr wichtig.

Missglückte Anstoßvariante in Saarbrücken sei analysiert worden. Die Variante soll etwas positives bleiben und wird weiter genutzt. Auch über das erste Gegentor in Saarbrücken, verursacht durch Franke habe man intensiv gesprochen. Dass Franke Minuten später den Ausgleich macht, zeige aber auch den Charakter von Franke.

Mannschaft spiele seit einem Jahr auf sehr hohem Niveau. Nie zwei Niederlagen hintereinander. “Das muss man der Mannschaft hoch anrechnen.” Auch weil man nun eine Klasse höher spiele.

Domaschke sieht bei den zwei Gegentoren gegen Rostock und Saarbrücken nicht gut aus und müsste schneller tief stehen, um die hohen Fernschüsse wegzufangen. Generell müsse der Keeper bei RB eine Art Libero spielen und hoch als Anspielstation zur Verfügung stehen. Bei den Gegentoren bei Fernschüssen hätte er aber schneller tiefer fallen müssen, weil er da als Anspielstation nicht gefragt war. Mit Torwartrainer Perry Bräutigam arbeite man daran, dass diese Fehler abgestellt werden. Insgesamt sei Zorniger aber mit Domaschke zufrieden. Habe sein Team auch einige Male im Spiel gehalten.

Testspieler Rodrigo Possebon sei kein Thema. Fußballerische Qualitäten allein reichen nicht aus. Im Umschaltverhalten fehlt es. Wird nicht verpflichtet werden.

13.47

Zorniger nun: Frahn fühlt sich ok, aber ist noch nicht schmerzfrei. Frahn würde sich wohl selber aufstellen. Zorniger wird das Risiko einer größeren Verletzung wohl eher nicht eingehen.

“Haben letzte Woche gezeigt, dass jeder Spieler im Kader für zwei, drei Wochen ersetzbar ist.”

Poulsen gestern mit Wadenprellung. Konnte heute nicht trainieren. Wird aber wohl am Samstag dabei sein laut medizinischer Abteilung.

Zorniger hätte sich für das Training gewünscht, dass mehr Spieler sich um den Platz von Dominik Kaiser streiten.

Kickers seien unbequem. Seien weg von Aggressivität und Wucht, wie sie es früher untr Schuster spielten und mehr bei Spielkontrolle gelandet. Einige Bewegung im sportlichen Bereich bei den Kickers (Sportdirektor, Trainer.). “Für mich einer der großen Traditionsvereine  in Deutschland.”

Schulz, Fandrich, Röttger seien die Optionen für Kaiser. Auch Jung sei kurz ein Thema in des Trainers Kopf gewesen.

Viele offensiv denkende Spieler bei den Kickers, auch im Mittelfeld. Da müsse man aufpassen, dass man defensiv nicht in Unterzahl gerate.

Unbequeme Spiele bis zur Winterpause. Tabellarisch schlechte Gegner, aber trotzdem Qualität in den Mannschaften, die an jedem einzelnen Spieltag unangenehm sein kann.

Man habe sich auf die Spielweise der Kickers im Training eingestellt und wird es  auch in den letzten beiden Spielen so machen.

Liga habe RB wieder vier Punkte Vorsprung auf Platz 3 beschert. Die könnten aber auch schnell wieder weg sein. “Wollen bis zur Winterpause noch ganz viel Spaß haben. Und Spaß sind immer Punkte.”

Kaiser sei für ruhende Bälle sehr wichtig. Da habe man im Training nach Alternativen gesucht und diese geprobt. Der Verlust von Kaiser tut weh, “aber nicht in einem Spiel.”

13.36

Jetzt geht es erstmal mit Tobias Willers los, der nach seinem ersten Saisontreffer in Saarbrücken sicherlich ganz gute Laune haben wird..

“Im Sommer sind wir mit Lotte Meister geworden. Relegation war nicht so ein schönes Erlebnis. Dann überraschendes Angebot von RB. Hat mich sehr gefreut. War dann noch verletzt und habe mich trotzdem in der Vorbereitung in die Mannschaft gespielt. War dann draußen, wieder drin und draußen. Viel auf und ab, aber schön.”

“Kickers sind sehr stark bei Standards. Haben in Saarbrücken gesehen, wie schwer es ist gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zu gewinnen.”

Hat sich über sein Tor gefreut und würde gern noch mehr schießen. “War ein sehr emotionaler Moment.” Wichtiger sei aber, dass die Abwehr steht. Hat kein persönliches Torziel.

Luge habe zuletzt sehr gut trainiert und deswegen seine Chance bekommen. Jetzt müsse er Konstanz hineinbekommen.

An hohes Verteidigen und hohes Niveau im Team habe sich Willers erst mal gewöhnen müssen, auch wenn er das hohe Verteidigen schon von den Sportfreunden Lotte kannte.

Sein Jubeln in den Fanblock beim Relegationsspiel: Habe mitbekommen, dass das nicht bei allen Fans gut ankam, aber inzwischen sei er gut aufgenommen worden und alles sei prima.

Fehlen von Coltorti sei schade, aber Erik Domaschke sei ein prima Backup-Keeper.

Zum Aufstiegsplatz: Es sei noch nicht die Zeit zum Träumen. Man hat auch in Saarbrücken gesehen, wie schnell es in die falsche Richtung geht. Hofft, dass man in der Rückrunde noch besser werden kann.

13.28

Der Weg der Saison führt langsam in den Winter. Wird man am Samstag wohl auch an der Zuschauerzahl merken. Dürften wohl keine 10.000 werden. Gästefans sind in großer Anzahl auch nicht zu erwarten. Aber die schnuckeligen Spiele mit 8.000, 9.000 Zuschauern waren ja bisher nicht die schlechtesten (zumindest in meiner Erinnerung). Auch nicht stimmungstechnisch.

13.24

Nach dem Sieg in Saarbrücken geht es nun darum, die drei Auswärtspunkte zu veredeln. Kann klappen, muss nicht klappen. Zumindest nicht, wenn man dieses Spiel nicht zu 100% ernst nimmt.

13.20

So, da sind wir also wieder. Zwei Tage vor dem Spiel darf es dann auch endlich mal um die Stuttgarter Kickers und die anstehenden Aufgaben und nicht um die diversen Geschichten rund um RB Leipzig und das Liebesleben der Angestellten gehen.

2 Gedanken zu „Geduld statt Feuerwerk“

  1. Matthias, ein dickes Lob an dieser Stelle. Für die Berichterstattung von der PK, für vergangene PK’s und zukünftige PK’s.

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