Dynamisch gegen den DFB

In den vergangenen Wochen seit dem DFB-Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden hat ja schon so ziemlich jeder seine Meinung zur möglichen Bestrafung der Gäste ob ihres nicht gastliken Verhaltens zum Besten geben. Da die Dynamos gerade erst Berufung gegen das Sportgerichts-Urteil [broken Link] des Ausschlusses aus dem DFB-Pokal eingelegt haben, macht es (ganz subjektiv) Sinn dem auch noch eine, nämlich die meinige anzufügen.

Meine Wahrnehmung kann mich durchaus täuschen, aber ein wenig hatte ich das Gefühl, dass alle mit dem Fußball verbündelten aus dem Osten oder jene, die dort arbeiten, das Urteil als zu hart empfunden haben und der Rest zwar auch die Vokabel hart benutzt hat, aber mit einem verständnisvollerem Unterton.

Mal ganz in Ruhe gesagt, glaube ich, dass all jene, die dem DFB vorwerfen, er würde an Dynamo Dresden ein Exempel statuieren, falsch liegen dürften. Beispielhaft sei hier Pele Wollitz erwähnt, der in Unkenntnis des Entscheidungsprozesses erklärte, dass er nicht verstünde, dass Dynamo ausgeschlossen werde, wenn doch anderswo Spieler regelrecht gejagt würden und dafür nicht dieselbe Strafe ausgesprochen werde. Das Missverständnis bei dieser Form der scheinbar weitverbreiteten Argumentation besteht darin, dass Dynamo nicht nur ausgeschlossen wurde, weil dieser eine Dienstagabend in Dortmund so besonders schlimm gewesen ist, sondern weil er der berühmte Tropfen in ein Fass war, das schon seit Jahren mit diversesten Strafen bis zum Rand gefüllt war und aus dem der DFB sogar immer wieder mal Wasser abgeschöpft hat, um drastische Strafen wie den Ausschluss aus Wettbewerben zu umgehen.

Dem DFB blieb in der Logik der eigenen Gerichtsbarkeit und nachdem die Dynamos das dritte Auswärtsspiel (nach Offenbach und Osnabrück im Sommer) binnen kürzester Zeit mit einem Polizeieinsatz im Stadion ‚gekrönt‘ hatten, kaum eine andere Wahl als nach dem TV-Livespiel in die Sanktionstrickkiste zu greifen. Und die sah im Antrag des Kontrollausschusses beim Verfahren gegen Dynamo [broken Link] entweder zwei Liga-Heimspiele ohne Zuschauer oder einen DFB-Pokalausschluss vor. Dass sich das Gericht für zweiteres entschied, lag auch daran, dass der gesicherte wirtschaftliche Schaden in dieser Variante geringer ausfällt als in ersterer. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass der Verein nur mit Runde 1 sicher rechnen kann und selbst in zwei Runden nicht viel mehr einnehmen dürfte als in zwei Liga-Heimspielen.

Ich halte die Logik der Verbandsstrafen für grundsätzlich fehlerbehaftet. Den FC St.Pauli mit einer Platzsperre zu bestrafen, weil ein Zuschauer mit einem Bierbecher wirft und trifft, ist vom Ansatz her unsinnig, denn der Verein als ein Zusammenschluss von Mitgliedern und Sportlern sollte letztlich nicht verantwortlich sein für individuelle Taten. Vereine müssen Vorkehrungen treffen, um die sichere und ordnungsgemäße Durchführung von Sportveranstaltung bestmöglich zu gewährleisten, aber man kann doch eigentlich nicht im Ernst mit ihnen verfahren, als wären sie die Eltern ihrer unmündigen Zuschauerkinder.

Die Strafen, die der DFB ausspricht, treffen in letzter Konsequenz mit dem Verein oftmals den falschen, ob das bei St.Pauli, bei Lok Leipzig (nach den Becherwürfen beim letzten Heimspiel – allerdings mit Kies gefüllte Becher..) oder bei Dynamo ist. Man bestraft damit vor allem auch jene, die Spaß am Sport und am Spiel haben für das gesellschaftlich nicht anerkannte Verhalten von Gruppierungen, die sich als Verbündete des Vereins verstehen, aber vom Verein nicht in diese Position erhoben wurden. Sieht man es so herum, dann kann man den Unmut der Dynamo-Verantwortlichen und der Dynamo-Anhänger verstehen, denn hier muss der Verein etwas ausbaden, was ein Teil der Fanklientel ihnen ungewollt einbrockt. Andererseits ist diese Logik der DFB-Gerichtsbarkeit bekannt und wird seit Jahren im ewig gleichen Muster angewandt. Man sollte nicht erwarten, dass diese Logik nun ausgerechnet auf den Kopf gestellt wird, nur weil die Dynamo-Verantwortlichen unzufrieden mit einem Urteil sind.

Überhaupt, die Dynamo-Verantwortlichen. Direkt nach dem Dortmund-Spiel und der Image-Katastrophe versank man verbal noch in tiefer Demut. Nachdem man ein wenig nachgedacht hatte, sendete man dem DFB dann ein kleines Zeichen und gab die Karten für das Auswärtsspiel beim FC St. Pauli zurück. Was ein honoriger Akt der Selbstkasteiung könnte man denken. Dabei war es die für den Verein wirtschaftlich folgenloseste (weil nicht mit finanziellen Einbußen verbunden) aller möglichen öffentlichen Selbstkasteiungen. Man hatte die eigenen Fans (bzw. 2.000 von ihnen) genommen und den Entzug ihrer Auswärtskarten dem DFB als Fraß vorgeworfen. Als der DFB diese dezente Geste der Entschuldigung nicht annehmen wollte und den DFB-Pokal-Ausschluss auf die Agenda setzte, wurde der Ton dann rauer. Man rechnete dem DFB einen utopischen Millionen-Einnahmeverlust vor [broken Link] (utopisch zumindest wenn man die Garantiesumme, die mit der ersten Runde verbunden ist als für den planbaren Etat relevanten Maßstab nimmt), der BVB durfte sich anhören [broken Link], dass sein fehlerhaftes Sicherheitskonzept die Situation verursacht hat und der Dresdner Sicherheitsbeauftragte durfte verharmlosend von „500 erlebnisorientieren Fans“ sprechen.

Sie war nicht komplett dahin die Reue, aber sie bröckelte spürbar, denn nun ging es um ein Strafmaß, das den Verein wirklich trifft, wirtschaftlich und sportlich. Man fühlt sich missverstanden, schlecht behandelt und als stellvertretend Angeprangerter in einer Medienwelt, die gerade nach billigen Opfern für die ewig und zu Unrecht vermischte Gemengelage aus Pyro und Gewalt sucht.

Ja, daran darf man verzweifeln und darüber darf man sauer sein. Trotzdem wünschte man sich vom Verein in der ganzen Angelegenheit und vor allem vor dem Hintergrund der letzten 10 bis 20 Jahre genau jene Deutlichkeit in der Ansprache und Fragestellung, wie sie ein beeindruckender Augenzeugenbericht bei spox.de hatte, der in einem aufgewühlten Fragekomplex mündete:

Was kann man tun? Man muss diese Idioten, und nichts anderes sind sie, aus dem Stadion kriegen. Nur wie?

Nimmt man die DFB-Logik ernst, dass der Verein die Verantwortung für seine Anhänger übernimmt, dann sollte man bei Dynamo die DFB-Pokal-Auszeit nutzen, genau diese Fragen zu klären und nicht nach den vielen Jahren, in denen der Kelch das eine oder andere Mal auch glücklich an ihnen vorbei gegangen ist, die komplette Energie darauf verschwenden, sich als arme Verfolgte des DFB zu stilisieren. Das Problem mit dem DFB ist ein vergleichsweise kleines, wenn ein kleinerer Teil der Anhänger in paramilitärisch organisierten Auswärtsfahrten dem größeren Teil der Anhänger und den Gastgebern den Spaß am Spiel nimmt. Wäre doch schön, wenn genau dies wieder in den Fokus rücken würde.

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7 Gedanken zu „Dynamisch gegen den DFB“

  1. Natürlich kann ich als Fan der SG Dynamo Dresden dieses Urteil nicht toll finden, aber Du hast einige Punkte angesprochen, die ich völlig mit Dir teile.
    Auf das Kartenkontingent bei St. Pauli zu verzichten, sollte nach außen ein deutliches Zeichen der Läuterung sein, aber das das den DFB nicht so sehr interessieren würde, war doch wohl klar. Vor allem war es eine Möglichkeit, ein „Hochsicherheitsspiel“ und eventuell weitere negative Publicity zu umgehen.
    War mir so richtig sauer aufstieß, war die „Millionenrechnung DFB-Pokal“. Wir werden nicht jedes Jahr den Vizemeister raushauen und dann vor über 60 000 Zuschauern beim Meister antreten. Es wäre ja auch möglich, dass wir, wie in diesem Jahr von Energie Cottbus demonstriert, vor 7 000 Zuschauern bei Holstein Kiel verlieren.
    Was meiner Meinung nach jedoch wirklich ein Punkt ist, der für Dynamo spricht, ist der mit dem Dortmunder Sicherheitskonzept. Wenn die Heimmannschaft für die Sicherheitskontrollen verantwortlich ist und der Gast überhaupt keine Befugnisse hat, dann muss die Frage gestellt sein dürfen, wieso dermaßen viele Bengalos im Block der Dresdner waren…
    Die Idee unseres Prasidenten, den Gastverein für den Gästeblock mit Verantwortung und Rechten zu versehen, finde ich auf alle Fälle bei den nun folgenden „Sicherheitskonferenzen“ überdenkenswert . Wenn es dann im Gästeblock dermaßen knallt, wäre ein solches Urteil gerechtfertigt.

  2. Ja, Dortmund hat das Ganze etwas unterschätzt und so viele bengalische Feuer kommen nicht von ungefähr. Jedoch sind die (Auswärts-)Fans der SGD nicht erst seit gestern für „ausschweifendes“ Feiern bekannt. So wäre doch zu überlegen gewesen, vor allem vom Management der Dynamos selbst, wie problematische Auswärtsspiele kontrolliert werden können (natürlich in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Heimmannschaft). Außerdem sollte es über eine Überlegung hinaus gehen und aktiv eingegriffen werden BEVOR es wieder passiert. Dynamo versuchte hier aber eher auf der Sparschiene zu fahren, die schlussendlich auch auf einen Baum zusteuerte. Da aber im letzten Fall nicht eindeutig Dynamo oder Dortmund der Schuh angezogen werden kann, sind beide Vereine gleichermaßen Schuld. So wäre mir, bei einer öffentlichen Partyeinladung auf Facebook , ebenso eine Mitschuld zu geben, wie den 4000 Leuten, welche dem wahnwitzigen Aufruf folgen. Auch dann, wenn ich nur einer von 20 Leuten bin, bei dem diese 4000 Leute letztes Wochenende vorbei geschaut haben. Ohne konkrete Hinweise, das ausschließlich das Management/ Verantwortliche von Dynamo dafür verantwortlich sind, finde ich eine Bestrafung ungerechtfertigt. ABER Dynamo sollte eine Bürde auferlegt werden, so dass „Risikospiele“ entschärft werden müssen (personalisierte Karten, sehr intensive Leibesvisitation, nur 50% der Karten oder Beteiligung an zusätzlicher Security). Nach einiger Zeit wird sich dann schon zeigen, welche Methode die vielversprechendste ist….. Oder man stellt straffällig gewordene Clubs vor die Wahl: Strafe vs. verordnete Restriktionen + Prävention

  3. Aus dem Bild Liveticker der Verhandlung (von unten nach oben lesen)
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    17.17 Uhr: Jetzt wird ein neuer Zeuge befragt: Harald Meyer, Mitglied der DFB-Sicherheitskommission.

    17.07 Uhr: Andres hält dagegen, dass die Lage eskaliert wäre, hätte man den Fans den Zutritt ins Stadion verwehrt.

    17.05 Uhr: Dynamos Anwalt Schickhardt fragt jetzt nach, warum die brutalen Dynamo-Fans überhaupt ins Stadion gelassen wurden.

    16.50 Uhr: Herr Andres hat viel zu erzählen und hofft, dass er so etwas nicht noch einmal erleben möchte und dass ihm Dynamo und der DFB bei einem nächsten Mal helfen sollen.

    16.40 Uhr: Harter Tobak, was der Polizeichef so aussagt.

    16.38 Uhr: Peter Andres sagt aus, dass es seiner Meinung zu einem „Blutbad gekommen wäre, hätte die Polizei vorm Stadion schärfer durch gegriffen.“

    16.35 Uhr: Der Dortmunder Polizeichef muss aber eingestehen, dass die Kontrollen dann längst nicht mehr so gründlich waren, als der Fanmarsch mit „vielen gewaltbereiten Fans“ vorm Stadion eintraf.

    […]

    14.57 Uhr: Immerhin! Der Vertreter von Borussia Dortmund bestätigt das mit den schlechten Einlasskontrollen, hält nun aber dagegen, dass das aufgrund der hochgradig explosiven Stimmung so entschieden worden sei. Uff: Die gewaltbereiten Dynamo-Fans waren alle gefühlt zwei Meter gross und 180 kg schwer.

    14.50 Uhr: Schickhardt hält dagegen, dass offenbar auf Drängen der Polizei, viele Dynamo-Fans schlecht bzw. überhaupt nicht kontrolliert wurden. Einige mussten nich einmal ihr Ticket vorzeigen.

    14.43 Uhr: Na jetzt wird es interessant: Der BVB wehrt sich, man habe Pufferblöcke gehabt, nur seien für die Tickets an Dynamo-Fans verkauft worden. Eine Fantrennung beim Anmarsch wäre in Deutschland unüblich und außerdem hätte es nur Leichtbier gegeben. Außerdem sei der Genuss von Alkohol nicht zwangsläufig der Auslöser von Randalen. Na ja, das riecht schon jetzt nach einem langen Verhandlungsmarathon.

    14.36 Uhr: Volker Oppitz erklärt, dass man vorgeschlagen hatte, Pufferblöcke zu machen, ein Alkoholverbot auszusprechen und auf eine Fantrennung beim Anmarsch zu setzen. Der BVB hat nichts von dem umgesetzt.

    (Quelle: http://www.bild.de/regional/dresden/dresden/dfb-entscheidet-ueber-strafe-von-dynamo-dresden-21199982.bild.html
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    Das man Dynamo „ermutigen“ muss konsequenter und noch engagierter gegen (Auswärts-)Problemfans vorzugehen find ich richtig. Auch die Strafe kann ich verstehen, wenn ich sie jedoch auch nicht optimal finde.
    Aber das Sicherheitskonzept finde ich schon bedenklich. Eine Bundesliga-, Derby- und Championsleagueerfahrene Polizei sollte doch auch den Dynamomob im Griff haben. Sicher darf man nicht verwechseln, wer Täter ist, aber trotzdem seh ich da eine Logik „Hilfe die sind verrückt, lassen wir sie lieber ins Stadion.“ Ich stelle mir vor, wenn Dynamo (spekulativ) der Polizei und Dortmund mitgeteilt hat, wer Stadionverbot hat und man lässt dort diese Personen trotzdem rein, na dann ist auch die Hilfe seitens Dynamo ad absurdum geführt.

    Seitens Dynamo wird man wohl noch lange brauchen diese Problem“fans“ zu erreichen. Der DFB und die Innenminister der Länder haben ja doch überraschend sanfte Töne angeschlagen nach ihrer Konferenz. Ich habe irgendwo gelesen, dass die Rädelsführer sich zu solchen Spielen regelmäßig auf Polizeibehörden melden müssen. Hoffe, dass das bis zur Einsicht hilft. Auch für Dynamo (und Rostock, Frankfurt, usw)

  4. @rotebrauseblogger:
    Danke für den lesenswerten Artikel und schön dass es wieder mehr Beiträge sind! 🙂

    @Stefan:
    Gerade den Vorschlag des Personalisierens teile ich gerne.

    Ich finde es einfach nicht fair dass der Verein (damit sind insbesondere alle „lieben“ Fans gemeint) der Leidtragende ist. Soll die DFB-Sperre tatsächlich abschreckend oder lehrend auf die „bösen“ Fans wirken?
    Ich unterstelle dem DFB Unfähigkeit, solange nur reagiert statt agiert wird. Das Problem keimt doch mit dieser temporären Sperre weiter vor sich hin, und so liest man bald wieder: „Ich schaue nur noch ständig auf die Uhr und hoffe, dass gleich Schluss ist und ich abhauen kann.“

    @Crank: +1, I like!

  5. @Ballsalat: Natürlich darf man als Fan dieses Urteil blöd finden. Unbenommen. Und noch viel mehr soll auch der Verein seine juristische Power nutzen, um um dieses Urteil noch drumherum zu kommen. Dazu sollte ja ein Sportsgerichtsverfahren da sein, dass Ankläger und Angeklagte ihre Versionen erzählen und der Richter zu einem Urteil kommt (mal abgesehen davon, dass die DFB-Sportsgerichtbarkeit wohl kaum die Neutralität der Zivilgerichtsbarkeit hat). Und wenn eine der beiden Parteien mit dem Urteil nicht zufrieden ist, sollte sie Berufung einlegen. Klar. Was mich glaube ich insgesamt wundert, ist der veränderte Zungenschlag in der Öffentlichkeit. Es gab kurz nach dem Spiel eine angenehme Ruhe, ausgelöst sicherlich von der Betroffenheit, dass eines der absoluten Dynamo-Highlights der letzten Jahre durch die Randereignisse komplett seine positive Wirkung verloren hat. Eine ruhige Betroffenheit, die sich zuerst einmal nur auf den eigenen Verein und nur auf die Situation im eigenen Fanlager bezog. Und genau da müsste man doch ansetzen und nicht wirklich dabei, ob die Dortmunder Sicherheitskonzepte suboptimal waren (selbst wenn sie es waren). Meiner Meinung nach war dieses Nachdenken über sich schon mit der Rückgabe des Auswärtskontingents an den FC St. Pauli gescheitert, weil dies eher die Außenwirkung hatte, dass man so weitermache wie bisher. Ein bisschen Pseudodurchgreifen, das Versprechen strengerer Einlasskontrollen. Schluss. Und später dann über den BVB und den DFB reden. Um nicht falsch verstanden zu werden, in vielem was vom Verein zum DFB und BVB gesagt wird, mag wahres drinstecken. Ich glaube trotzdem, dass man sich da etwas den Blick verstellt, wenn man lieber über BVB und DFB lamentiert, als noch mal einen Schritt zurück zu machen und gemeinsam mit der Mehrheit der eigenen Fans zu gucken, wie man weitermacht und was man vielleicht im kleinen ändern kann.

    Wobei die Spiegel-Meldung von gestern auch ein Stück weit zeigt, dass die Extremsituation von Dortmund wohl auch schwierig zu verhindern war, bei der kriminellen Energie, die es da offenbar in Vorfeldabsprachen gab. Da ist man als Verein auch manchmal einfach machtlos: http://www.spiegel.de/sport/fussball/dfb-pokal-krawalle-dresdner-und-dortmunder-rechtsextreme-arbeiteten-zusammen-a-800706.html

    PS: Danke übrigens allseits für die sachlichen und interessanten Wortmeldungen.

  6. Ich habe gerade diesen Artikel und eure Kommentare gelesen,und ich will mich mal in die Diskussion einklinken.

    Ich bin Dynamo-Fan und gehe seit der 1994 zu Dynamo Zuhause und auch auswärts.In Dortmund war ich ebenso dabei. Aufgrund dessen war ich leider oft auch Zeuge vieler Vorkommnisse und ich habe die Entwicklung der Fanarbeit beobachtet. Und so wie hier einige schreiben, ist es nicht so, dass bei Dynamo diese Probleme bei Seite gekehrt wurden. Seit 2002 gibt es ein Fanprojekt und mit dem neuen Stadion ist die Situation in Dresden sehr viel ruhiger geworden. Die Zusammenarbeit mit Stadt, Polizei und Verein ist konstruktiv und vor allem zeigt sie Wirkung. Dennoch bin ich der Meinung, dass auch das nicht immer verhindern kann, dass es einige Idioten schaffen, Ärger zu machen.

    In Dortmund habe ich das am schlechtesten organisierte (Sicherheits-)Fußballspiel auf Profiebene erlebt. Aber das habt ihr sicher schon woanders gelesen. Wäre man auf die Vorschläge von Dynamo eingegangen,hätte man das Ausmaß sicher reduzieren aber nicht verhindern können. Einige der Idioten habe ich noch nie im Dynamoblock gesehen und die hatten auch nur ein Ziel.

    Sagen will ich damit, dass man solche Dingernur in Zusammenarbeit zwischen allen Vereinen und der Polizei und ohne die mit dem Finger auf den betroffenen Verein Mentalität lösen kann. Dieses Signal muss vom Verband kommen, aber genau das Gegenteil ist passiert. Wenn dem Verein die Grundlage seines Zwecks genommen wird, nämlich Sport zu treiben und damit Geld einzunehmen,nimmt man ihm auch die Möglichkeit innerhalb seiner rechtlichen Möglichkeiten gegen solche Gruppierungen Vorgehen zu können. Andere Frage ist, ob diese Idioten die Angebote vom Fanprojekt in Anspruch nehmen.

  7. @Amplitude: Schön, dass Du Dich eingeklinkt hast. Ich glaube ich verstehe, worauf Du hinaus willst, allerdings bin ich in Bezug auf den DFB ausreichend desillusioniert als ausgerechnet von diesem zu erwarten, dass er die Aufbruchssignale gibt. Wenn sich Dynamo nicht selbst hilft, dann hilft letztlich niemand..

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