Wie Ralf Rangnick einmal kategorisch RB Leipzig ablehnte

Aus dem SPOX-Universum (alle Zitate von hier): Man nehme eine Einleitung, die darauf abzielt, dass hängen bleibt, dass RB Leipzig ein bissel mit Rangnick geliebäugelt hat. Gemunkelt wurde das eben. Was natürlich faktisch zu jeder Zeit Unsinn war, aber sei es drum, schließlich geht es um den Effekt:

Seit Ralf Rangnick nicht mehr Trainer in Hoffenheim ist, wird viel über seine Zukunft spekuliert. Auch RB Leipzig sei eine Option, wurde in der Fußball-Szene gemunkelt.

Nun aber die News: Rangnick lehnt die Option RB Leipzig ganz kategorisch ab! Mit der Bezeichnung „Energy-Drink-Club“ ist auch schon mal die Richtung vorgegeben, aus der man auf RB Leipzig (herab) blickt und die Verknüpfung der Ablehnung Rangnicks mit dem Hauptfinanzier von RB Leipzig Red Bull hergestellt:

Gegenüber dem „Kicker“ schloss der 52-Jährige ein Engagement beim Energy-Drink-Klub jetzt aber kategorisch aus.

So warm geschossen muss die Erklärung nun hinterher kommen. Die ist zwar bei weitem nicht so spektakulär, wie es das Gerede von der kategorischen Ablehnung des „Energy-Drink-Clubs“ weismachem will, aber man muss halt nehmen, was man kriegen kann:

Rangnick will „nicht noch einmal in die dritte oder vierte Liga“ zurückgehen. „RB Leipzig schließe ich deshalb aus. Ich bin mit Ulm, Hannover und Hoffenheim aufgestiegen. Das reicht“, so Rangnick. Stattdessen wünsche er sich einen Vertrag bei einem Bundesligaverein, der den Anspruch habe, um die oberen Plätze mitzuspielen.

Zusammengefasst heißt das, dass Rangnick nicht mehr unterhalb von Liga 1 und auch dort nur in der oberen Hälfte trainieren will, was in etwa 99,99% der bundesdeutschen Vereine und mit ihnen den 4. der Regionalliga Nord RB Leipzig per se ausschließt. Daraus eine kategorische Ablehnung des „Energy-Drink-Clubs“ zu schustern, ist schon arg gewagt, aber es geht immer noch besser, wie der Titel, des Beitrages beweist.

Ralf Rangnick: RB Leipzig? Nein, danke!

Geil auch die Beschriftung zum Bild im entsprechenden Beitrag:

Ex-Hoffenheim-Coach Ralf Rangnick hat ausgeschlossen, jemals Trainer bei RB Leipzig zu werden.

Wahnsinn. Die Story ist unfreiwillig komisch und schon fast auf SportBILDeskem Niveau zusammengestrickt. Man hat eine allgemeinen Absage an das Arbeiten in den Niederungen des Fußballs und suggeriert ein konkretes Problem mit einem einzelnen Verein. Man hat also eigentlich nichts und holt doch alles heraus. Aber vermutlich geht es anderen wie mir. Der Titel des Beitrags zieht in den Beitrag und regt das Lesen an. Und hängen bleibt davon immer irgendwas. Bei mir, dass man bei SPOX mit dem Niveau auch mal unter der Gürtellinie landet, bei anderen vielleicht, dass Rangnick ein Problem mit RB Leipzig oder mit Red Bull oder mit beiden hat. Ach ja. Naja, dann sei es eben so.

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2 Gedanken zu „Wie Ralf Rangnick einmal kategorisch RB Leipzig ablehnte“

  1. Aus der Retrospektive ist das einer meiner Lieblingsartikel hier im Blog. Ich schätze die Weitsicht und hohe analytische Treffsicherheit des Autors.

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