Kultgetränk für Kultverein

Vor einiger Zeit habe ich hier in diesem Blog die Idee besprochen, dass Dynamo Dresden einen eigenen Energy-Drink kreieren sollte [broken Link], mit dem man dann Geld verdienen und gleichzeitig Red Bull schaden kann. Ergänzend dazu und auch auf die Gefahr hin, dass mir dies Google übelnimmt, sei erwähnt, dass ich vor ein paar Tagen über die Nachricht gestolpert bin, dass die Millionste Flasche „Kalte Muschi“, dem „offiziellen Kaltgetränk des FC St. Pauli“ (eine Rotwein-Cola-Mischung) verkauft wurde. Ist zwar nicht gerade ein Energy-Drink (naja, zumindest nicht im klassischen Sinne) und was der Verein finanziell davon hat, weiß man auch nicht, aber die Partnerschaft scheint Früchte zu tragen, passt zum Image des FC St. Pauli (wobei das darauf ankommt, wen man fragt: siehe hier und hier) und zeigt, dass es möglich ist, durch ungewöhnliche Produktideen, die mit dem Image des Fußballvereins verknüpft sind, auch neue Finanzquellen zu öffnen. Ähm ja, Prost und bis bald bei Kalte Muschi St.Pauli gegen Red Bull Leipzig.

Flattr this!

4 Gedanken zu „Kultgetränk für Kultverein“

  1. Es ging in dem Gedankenspiel des DYNAMO-Energydrinks wahrlich nicht um den Gedanken, Red Bull zu schaden! Wozu auch? Es ging in erster Linie um die Diskussion, wie weit Merchandise heute greifen kann und um eine verrückte Idee, die mir nicht mehr aus dem Kopf ging.

    Natürlcih lieferte RB die Vorlage für die Idee und natürlich wird das „Feindbild“ RB hier als verkaufsfördernd für ein neues Produkt genannt. Allerdings ist mir nie der Gedanke gekommen, daß das Vorhaben RB schaden könnte. Wie sollte ein regionales Merchandiseprodukt einer globalen Marke wirklich schaden können? Letzten Endes hätte sogar RB davon profitieren können, wenn sich eine öffentliche Diskussion entspannt hätte. Wir wissen alle, daß sich so auch Gegner von Dynamo auf RB Seite hätten schlagen können 🙂

    Du solltest jedenfalls nicht den gleichen Fehler machen wie die Fans etablierter Vereine und Fronten aufbauen, wo keine sind.

    Die kalte Muschi wird ja an meinem Herzensverein NR. 1 verkauft (ich bin zugereister Fischkopp in Dresden und einer von wahrscheinlich weltweit 10 Typen, die Dynamo und St Pauli supporten) und ist ein gutes Beispiel, wie kooperatives Merchandising besser funktioniert als der sture Abverkauf bestehender Produkte über Trikotwerbung. Ich selber finds allerdings geschmacklich und namentlich gräßlich und kenne auch nur wenige alte Fans, die es kaufen, die Idee dahinter ist aber saugut. .So etwas kann man aber eben nicht überall aufsetzen, dazu muss auch ein kreatives Umfeld da sein und eine glaubhafte Story. Da wird man sich bei RB noch beweisen müssen…

    Wenn RB eine Chance hat, sich auch eine groß Unterstützung zu sichern, dann nur in eindeutigen Bekenntnissen

    GEGEN Gewalt
    GEGEN Ausländerfeindlichkeit
    PRO Nachwuchsschulung und -betreuung

    Ob das gelingen wird…..??

  2. @Sebastian,

    mir ist nicht klar warum Du da als Abschluß eine Frage formulierst und noch dazu mit nem Doppelfragezeichen versehen.

    Ein Blick nach Salzburg zeigt doch wie und dass das geht!

    Die vor kurzem getroffenen Aussagen von Matteschitz lassen doch auch keinerlei Fragen mehr offen wo es denn hingehen soll. Um die Nachwuchsarbeit mache ich mir nach DEM Interview jedenfalls keinerlei Sorgen mehr!

  3. @ Sebastian: hübscher Beitrag, den Du da geschrieben hast. Du hast natürlich völlig recht, mit dem Wort ’schaden‘ habe ich sehr lax und missverständlich formuliert. Ich hatte die Idee schon so verstanden, wie Du sie hier noch mal formulierst, von daher sorry, wenn hier ein falscher Zungenschlag reingekommen ist.
    Und: Fronten bauen ist nun wirklich nicht das Hauptanliegen dieses Blogs, wie man hoffentlich insgesamt am Inhalt der Beiträge erkennen kann.
    Und: Dass sich RB noch auf diversen Ebenen beweisen muss, ist klar, aber auch völlig normal bei einem Verein, der gerade mal 1 Jahr wird.
    Und: Dynamo und St. Pauli? Respekt und bloß gut, dass Du Dich in naher Zukunft nicht bei einem Spiel für eine der beiden Kurven entscheiden musst. 😉

  4. „Und: Fronten bauen ist nun wirklich nicht das Hauptanliegen dieses Blogs, wie man hoffentlich insgesamt am Inhalt der Beiträge erkennen kann.“

    Ja! Das wird deutlich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.