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Was von Spieltag 32 bleibt

Darmstadt, Darmstadt und immer wieder Darmstadt. Man kann von dem Verein fußballerisch und bezüglich dem, was da so manchmal idelogisch aus den Vereinsspitzen tröpfelt, halten was man will (und wer hier oft mitliest weiß, dass ich meinen Frieden damit noch lange nicht gemacht habe), aber es bleibt nichts anderes als vor dem Erfolg des Teams ganz tief den Hut zu ziehen. Auch nach dem 32. Spieltag der 2.Bundesliga wieder, nach dem die Hessen als großer Gewinner im Aufstiegskampf dastehen.

Es ist simpel, was man in Darmstadt macht. Viele Spieler immer hinter dem Ball aggressiv oder auch mal tief verteidigend. Im Spiel mit dem Ball fast ausschließlich den langen Ball und Standards suchend. Aus dem Spiel gegen den Ball auch immer wieder die schnellen Außenbahnen mitnehmend. Nichts verrücktes, aber in seiner Perfektion und Fokussierung auf Physis so schwer zu besiegen. Wie auch viele ambitionierte Zweitligateams lernen mussten.

Noch beeindruckender aber fast, wie man jetzt seit über einem Jahr gerade in wichtigen Spielen immer wieder die Nerven und den Kopf oben behält und Siege einfährt. Schon letztes Jahr in der dritten Liga, als man RB Leipzig lange einen ordentlichen Kampf um Platz 2 bot. Nicht zu vergessen natürlich die Relegation gegen Bielefeld, als man schon fast mausetot war und trotzdem als großer Sieger zurückkam.

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Noch lange nicht das Ende der U23-Teams

Die Sportbild war es, die am Montag mit einem nicht uninteressanten Bericht über Bemühungen, dass die Pflicht von Proficlubs, sich eine U23 zu halten, gestrichen werden möge, aufwartete. Leverkusens Rudi Völler wurde hier als Vorreiter benannt, der den Sinn dieser Teams in Frage stellt. DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig bestätigte, dass man an dem Thema arbeite und Düsseldorfs Manager Helmut Schulte will gehört haben, dass künftig der Betrieb einer U23-Mannschaft auf Freiwilligkeit basieren werde.

Was alles in allem deswegen interessant ist, weil noch vor nicht allzu langer Zeit behauptet wurde, dass die tolle Nachwuchsausbildung, die der Nationalmannschaft ihre Erfolge bescheren würde, ohne Zweitvertretungen nicht denkbar wären. Ex-MSV-Geschäftsführer und DFB-Vorstandsmitglied Roland Kentsch argumentierte auf diese Art (damals noch als Zweitligist..) beispielsweise nach der letzten Fußball-WM in Südafrika gegen Pläne, die Regionalliga so zu reformieren, dass die U23-Teams in eine eigene Staffel müssen.

Das war genaugenommen schon vor knapp vier Jahren nicht wirklich richtig, wie hier an dieser Stelle damals anhand der Einsatzzeiten der WM-Fahrer in U23-Teams gezeigt wurde. Die im Schnitt derart gering waren, dass das eindeutige Fazit lautete, dass „das vielgepriesene Argument, die Profimannschaften vollzögen mit ihren Zweitvertretungen quasi ihren Dienst an der Nationalmannschaft, täten damit also etwas für das Gemeinwohl (…), empirisch nicht zu halten ist“.

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