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Testspiel: RB Leipzig vs. Grün-Weiß Piesteritz 7:0

Gerade mal 13 Stunden nach dem Ausscheiden aus dem DFB-Pokal bei sehr deutlich über 30 Grad auf dem eigenen Trainingsgelände vor reichlich 50 Zuschauern gegen einen durchschnittlichen Fünftligisten ein Testspiel zu bestreiten, gehört wohl auch zu den Dingen, die Fußballer eher als unschön empfinden dürften. Aber für jene, die für RB Leipzig gegen Augsburg nur kurz oder gar nicht ran durften, hatte der Samstag trotzdem eine entsprechende Beschäftigung vorgesehen. Ob Alexander Zorniger dafür Dankesbriefe in der Hauspost hatte, ist nicht überliefert.

Andererseits ging das ganze ja für die Spieler vielleicht auch als willkommene Bewegungstherapie durch. Letztlich weist das lockere 7:0 jedenfalls darauf hin, dass man angesichts der Bedingungen das beste aus der Situation machte. Und auch Coach Zorniger zeigte sich über den Bewegungswillen seiner Schützlinge ganz zufrieden.

Gespielt wurde der Test offiziell als inoffizielles Trainingsspiel. Was bedeutet, dass der Verein das Spiel nicht beim Verband meldet und entsprechend auch keine offiziellen Schiedsrichter geschickt kriegt. Müsste auch bedeuten, dass Vorkommnisse bei einem (letztlich vereinsinternen) Trainingsspiel vom Verband auch nicht geahndet werden können.

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Testspiel: Grün-Weiß Piesteritz vs. RB Leipzig 1:6

Und plötzlich war es da, das erste Testspiel. Genau an dem Tag, an dem Neucoach Alexander Zorniger seinen Dienst antrat und am Mittag noch launig-kämpferisch auf der vorstellenden Pressekonferenz an der Seite von Ralf Rangnick aufgetreten war. Und bei mir war sie wieder da, die Lust auf einen Ausflug in die fußballerische Provinz, um den ersten Auftritt von RB Leipzig in einer „neuen Zeitrechnung“ (Rangnick) mitzuerleben. Schließlich hatte der neue Sportboss von Salzburg und Leipzig auch gesagt, dass „alle die bei der Reise mit dabei sein wollen, herzlich willkommen sind.“ Ich habe das mal als persönliche Einladung verstanden.

Letztlich war der Ausflug nach Wittenberg in die Good-Old-Days-Arena von Grün-Weiß Piesteritz aber weniger ein Zeichen einer neuen Zeitrechnung als vielmehr eine fußballerische Zeitreise in die letzte Saison. Zwei Halbzeiten lang im ganz schlichten 4-4-2 mit zwei Sechsern agierend, zeigten die RasenBallsportler vor allem das, was sie in den letzten Monaten schon zeigten, nämlich die Baustellen, an denen Team und Trainer in den nächsten Wochen werden arbeiten müssen.

Da ist zum einen die mangelnde Qualität im zentralen Mittelfeld. Was auf der bestbesetzten Position im Kader erst mal als Aberwitz erscheint. Schulz, Lagerblom und Rost. Die Spiele im deutschen Profifußball kann man nicht mal zählen. Dazu Neuzugang Adrian Mrowiec, gerade aus Schottlands erster Liga herübergewechselt. Da denkt man, dass alles kein Problem ist.

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