Schlagwort-Archive: Joshua Kimmich

2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Fortuna Düsseldorf 3:1

Als Spiel der letzten Chance war die Partie zwischen RB Leipzig und Fortuna Düsseldorf vor allem bei den Gästen ausgerufen worden. Nur ein Sieg stand für beide Teams zur Debatte, um noch halbwegs den Anschluss an die schon ein ganzes Stück enteilten Teams auf den ersten vier Plätzen zu halten. Auf dem Platz zeigte nur RB Leipzig, dass man sportlich in der Lage ist, an einem guten Tag mit den Topteams der Liga mitzuhalten, sodass das 3:1, das am Ende auf der Anzeigetafel stand, mehr als verdient war.

Nicht unwesentlich zum über weite Strecken entspannten Spielverlauf trug auch die Systemumstellung bei RB Leipzig bei. Erstmals hatte man sich nach den guten Erfahrungen mit dem 4-4-1 nach dem Feldverweis in Karlsruhe für ein 4-4-2 mit Doppelsechs (besetzt von Kimmich und Kaiser) entschieden. Mehr Stabilität sollte dadurch ins Spiel einkehren. Ein Plan, der komplett aufging, weil man einerseits gegen das nicht unbedingt spielstark auftretende Fortuna-Mittelfeld die Mitte gut zumachen konnte und andererseits durch die defensive Breite des Systems auf den Außenbahnen weitgehend unanfällig agierte.

Im Gegensatz zu mancher Partie in den letzten Wochen fand Düsseldorf so keine leicht zu bespielenden Räume vor und musste sich gegen die zwei dichten Viererketten von RB Leipzig jede Aktion hart erarbeiten. Eine Aufgabe, an der sie vor allem vor der Pause scheiterten, weil die Außenbahnbesetzungen Pohjanpalo und Bellinghausen nicht in dem Maße herausragend agierten, um Akzente setzen zu können. Erst der in der Pause eingewechselte 20jährige Ihlas Bebou konnte sich links nachdrücklich in Szene setzen und zeigen, wie man hätte zum Erfolg kommen können. Doch insgesamt war es zu wenig und insbesondere die RB-Außenverteidiger durften froh sein, dass ihnen nicht erneut alleingelassen das Spielgerät und die Gegenspieler um die Ohren fliegen.

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25.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

Die zweite Liga könnte ja als Anschlussliga an die große Fußballwelt vor allem auch eine Ausbildungsliga sein. Nimmt man nur mal die Aufstellungen des letzten Wochenendes löst sich dieses Versprechen nicht wirklich ein. Im Schnitt waren die Zweitligaspieler am 24. Spieltag ein reichliches halbes Jahr jünger als ihre Kollegen in der Bundesliga. Nicht wirklich weltbewegend.

Im Fall der Fälle ist auch in der zweiten Liga (auch weil es tabellarisch meist relativ eng zugeht) den Beteiligten das Hemd des Nichtabstiegs oder des lockenden Aufstiegs wesentlich näher als der Rock der Spielerentwicklung. In Darmstadt reist man sehr gut mit der Taktik, eher auf Profis irgendwo zwischen Mitte und Ende 20 zu setzen. Auch Teams wie Karlsruhe und Frankfurt geht es mit alterstechnisch eher gediegeneren Fußballern recht gut.

Neben der Frage der sportlichen Ziele, die gerade unter Druck mit einer jungen Mannschaft auch mal verfehlt werden können, ist Jugendlichkeit natürlich auch etwas, was sich die Vereine leisten können müssen. Der Marktwert junger Talente ist im Normalfall recht hoch. Sodass das Paket aus Gehalt und möglicherweise sogar Ablöse für viele nur schwer stemmbar ist. Wenn man die Spieler nicht gerade aus dem eigenen Nachwuchs holt oder sich von Bundesligisten leiht.

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2.Bundesliga: Karlsruher SC vs. RB Leipzig 0:0

Das 5:1igste 0:0 aller Zeiten. In Sachen Unterhaltungswert war das Montagsspiel zwischen dem Karlsruher SC und RB Leipzig sicherlich ein gutes. Wobei die gute Unterhaltung meistenteils die Gastgeber hatten. Wenn sie denn mindestens einmal den Ball im RB-Tor versenkt hätten, dann würden sie sich auch einen Tag später noch gern an Spielchen erinnern. So bleibt nur das Wissen, dass man gegen einen eine Halbzeit lang desolaten und eine weiter Halbzeit in Unterzahl spielenden Gegner zwei Punkte verschenkt hat.

RB Leipzig war erstmals (und für mindestens ein Spiel auch letztmals) mit der Innenverteidigung Rodnei-Compper in die Partie gegangen, nachdem sich Sebastian unter der Woche gegen Wolfsburg verletzt hatte. Rechts hinten durfte derweil (wie schon zu Beginn gegen Wolfsburg) Lukas Klostermann den ebenfalls verletzten Georg Teigl ersetzen und sah sich in Hälfte 1 (später spielte er auch wie gegen Wolfsburg Innenverteidiger) einem ziemlich entfesselt aufspielenden Reinhold Yabo ausgesetzt. Im Sturm durfte derweil Ante Rebic den zuletzt schwächelnden Yussuf Poulsen ersetzen. Zumindest eine kleine Überraschung.

Die Partie begann aus RB-Sicht eigentlich ganz gut. Schon nach vier Minuten brachte Omer Damari einen Ball auf das KSC-Tor, bei dem sich Keeper Dirk Orlishausen annehmbar strecken musste. Und ansonsten versuchte man den mit ordentlich Feuer in die Partie gehenden Gastgeber zu bearbeiten und vom Tor fernzuhalten.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. 1.FC Union Berlin 3:2

Spiel 3 unter Achim Beierlorzer war mit dem Heimspiel gegen Union Berlin, die sich in den letzten Wochen zu einem der besseren Clubs der Liga gemausert hatten, sicherlich kein einfaches. Am Ende stand ein 3:2-Erfolg, der völlig verdient war und bei dem man einige Dinge sah, auf die sich in den nächsten Wochen aufbauen lässt. Ob das schon der Befreiuungsschlag war, den die Mannschaft nach einem schwierigen Start ins Jahr 2015 brauchte, werden allerdings erst die nächsten Wochen zeigen.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit kleineren Sorgen, weil nicht nur Yussuf Poulsen (gelbgesperrt) ausfiel, sondern auch Innenverteidiger Marvin Compper (krank) kurzfristig passen musste. Dazu mussten Kalmár und Hierländer nach ihrem Auftritt in Braunschweig auf die Bank weichen. Für Hierländer rutschte Diego Demme erstmals seit der Winterpause wieder in die Mannschaft und präsentierte sich sofort wieder als laufstarker, sehr präsenter Mittelfeldspieler. Als Sechser hatte er zudem die meisten Ballbesitze aller Spieler auf dem Platz (107 – auch Bestwert für die gesamte zweite Liga an diesem Spieltag). Neben bzw. vor Demme spielte Kimmich ballsicher und offensivstark statt Kalmár im Mittelfeld.

Für Yussuf Poulsen durfte Ante Rebic von Beginn an mitmachen und zeigte wieder mal seine individuelle Klasse und gleichzeitig auch seinen manchmal fehlenden Blick für den Mitspieler und seine Schwächen im Umschaltspiel nach Ballverlusten. Und Marvin Compper wurde vom 18jährigen Lukas Klostermann ersetzt, dem man sein Alter und seine noch nicht ganz so große Routine auf dem Feld weiterhin (kein Vorwurf) anmerkt. Nur 37,5% gewonnene Zweikämpfe sind für einen Innenverteidiger ein deutlicher Fingerzeig, woran es zu arbeiten gilt. Seine Schnelligkeit macht die eine oder andere Schwäche wett.

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2.Bundesliga: Eintracht Braunschweig vs. RB Leipzig 1:1

Auswärtsspiel in Braunschweig am Montagabend unter Flutlicht. Für Sport 1 ein Topspiel, für beide Vereine ein Kampf darum, nach null Punkten aus zwei Spielen nach der Winterpause wieder in die Spur zu finden. Heraus kam vor allem auch dank defensiv schwacher Gäste ein unterhaltsames Spiel, bei dem es fast über die komplette Spielzeit hoch und runter ging und sich die Gastgeber am Ende aufgrund schwacher Chancenverwertung mit einem Punkt begnügen mussten.

Größte Überraschung in der Startelf von RB Leipzig sicherlich Stefan Hierländer, der auf der Sechs den verletzten Rani Khedira ersetzen durfte. Sicherlich mit der Idee verbunden die spielerischen Abläufe zwischen Verteidigung und Offensive zu stärken. Auch wieder im Team stand Dominik Kaiser, dem letzte Woche noch ein leerer Akku attestiert und ein Tribünenplatz verschafft wurde, der aber nur eine Woche später schon wieder nach einem sehr vollen Akku aussah. Dadurch rutschte überraschend Joshua Kimmich aus der Startelf. Dasselbe Schicksal ereilte Ante Rebic, den Omer Damari im Sturmzentrum ersetzte.

25 Minuten lang war es ein Duell auf Augenhöhe, bei dem keine der beiden Mannschaften in entscheidende Torabschlüsse kam, auch wenn die Gastgeber gerade am Anfang versuchten, Druck auszuüben. RB Leipzig in dieser Phase offensiv gar nicht ungefällig, aber vor dem Tor der Braunschweiger brachte man trotzdem nur wenig zustande, weil man sich bei den letzten Pässen viel zu häufig verzettelte und so die Vorteile, die man im Spiel bis zum Strafraum hatte nicht in direkte Torgefahr ummünzte. Wenn man mal von zwei alibihaften Torabschlüssen von Emil Forsberg absieht.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015 – Update 1

In der Wintertransferzeit sind die letzten Tage angebrochen. Noch bis zum kommenden Montag (02.02.2015, 18 Uhr) haben alle Vereine die Chance, ihre Kader im Sinne des Wettbewerbs und Geldausgebens auf Magathsche Dimensionen aufzublähen.

Bei RB geht es quantitativ bisher recht moderat zu. Drei Neuzugänge hatten man eigentlich bisher präsentiert. Dank der Quaschner-Geschichte eines von der FIFA verhinderten Wechsels kamen aber bisher nur zwei bei RB Leipzig an. Beide (Damari und Forsberg) kamen für den Sturm und kosteten handgeschätzte 9 Millionen Euro. Was darauf verweist, dass man in der sportlichen Führung von RB Leipzig sehr wohl auf einen Aufstieg in dieser Saison setzt (zumal man eher fertige Stürmer holte und nicht welche, die sich erst noch auf Zweitligatopniveau entwickeln müssen). Eine solche Summe nimmt man nicht in die Hand, um Platz 7 zu sichern.

Die 9 Millionen erhöhen die finanziell sowieso schon mehr als bundesligareife Transferbilanz von RB Leipzig in dieser Saison. Rechnet man die weiterverliehenen Bruno und Sabitzer mit, dann hat man bisher schon mehr als 20 Millionen Euro an reinen Ablösesummen in neue Spieler investiert. Was mehr als die Hälfte sämtlicher Transferausgaben der zweiten Liga darstellt. Die Einnahmen belaufen sich handgeschätzt irgendwo ziemlich genau bei Null.

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Schwieriges Wintertransferfenster?

Neulich irgendwo die These gelesen (im rasenden Informationsfluss ist sowohl Quelle als auch Thesenformulierer verloren gegangen), dass Wintertransfers im Gegensatz zu Sommertransfers normalerweise nicht so gut einschlagen würden, weil der Markt meistens keine guten Transfers hergebe und man oft eher aus der Not heraus einkaufe.

Klingt erst mal plausibel, ließ meinerseits aber gleich im Hinterkopf die Transfers bei RB Leipzig durchrattern und sie daraufhin abklopfen, ob sie gute oder eher nicht so gute Wintertransfers gewesen sein mögen. Nimmt man mal das formale Kriterium Einsatzzeit als Maßstab und teilt die Transfers in jene, die in ihrer Zeit bei RB Leipzig mehr als 50% der Einsatzzeit bestritten, sich also durchsetzen konnten und jene, die weniger Einsatzzeit bekamen, sich also nicht in der Stammelf durchsetzten, dann waren 42% aller Wintertransfers (fünf von zwölf) gelungene.

Diego Demme und Georg Teigl stehen dort aus der Transferperiode von vor einem Jahr auf der positiven Habenseite. Niklas Hoheneder und auch ein Roman Wallner sind bereits drei Jahre her und Thiago Rockenbach sogar schon vier. Die letzten drei wurden also in der Vor-Rangnick-Zeit geholt.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 2.Liga 2014/2015 – Teil II

Weiter geht es mit der Hinrundenaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders der Hinrunde. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit.

Mittelfeld

Rani Khedira (20 Jahre, 20 Spiele, 1745 Minuten): Durchaus überraschend, wie schnell Neuzugang Rani Khedira im Sommer in die Mannschaft fand und seitdem uneingeschränkter Stammspieler ist. Eine Partie verpasste er wegen einer Gelbsperre, ansonsten stand er immer in der Startelf. Ist als Sechser der Staubsauger im Team und spielt diese Rolle sehr gut, unaufgeregt und sehr zweikampfstark. Ausbaufähig bleibt beim zentralen Mittelfeldspieler das Offensivspiel. Bemüht sich darum, Einfluss zu nehmen auf die Torgefahr des Teams und versucht auch immer mal wieder mit in die Spitze und in Lücken zu stoßen. Da fehlt es dem erst 20jährigen aber noch an Qualität. Trotzdem, angesichts seines Alters ist seine Entwicklung zum Zweitligastammspieler durchaus beeindruckend. Eine Einladung zur U21-Nationalmannschaft im November (wo er verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnte) war verdienter Lohn für sein Auftreten. Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 2.Liga 2014/2015 – Teil II weiterlesen

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2014

Winterpausenzeit. Weiter auch Zeit für Rückblicke auf die bisherige Saison. Heute ein paar Zahlen und Daten rund um die einzelnen Spieler bei RB Leipzig. Betrachtet werden dabei nur die 19 Zweitligaspiele.

Bisher wurden in 19 Ligaspielen 24 Spieler eingesetzt. Von denen mit Denis Thomalla und Smail Prevljak zwei inzwischen gar nicht mehr bei RB Leipzig spielen, weil sie schon im Sommer verliehen wurden. Fünf Spieler, die aktuell zum Kader von RB Leipzig gehören, standen bisher noch gar nicht auf dem Platz. Die Langzeitverletzten Henrik Ernst und Fabian Franke standen noch nicht mal bei einem Spiel im Kader. Der dritte Torwart Thomas Dähne, Nachwuchsmann Patrick Strauß und der oft verletzte Mikko Sumusalo schafften es zwar bereits mindestens einmal in den Kader, aber noch nicht auf den Rasen.

Die meiste Einsatzzeit bekam Linksverteidiger Anthony Jung, der bis zu seiner gelb-roten Karte im vorletzten Spiel vor der Winterpause keine Spielminute verpasste. Dauerläufer Diego Demme stand als einziger Spieler in allen 19 Partien auf dem Platz, im Schnitt allerdings ’nur‘ 80 Minuten. Besonders viel Einsatzzeit erhielt auch Neuzugang Rani Khedira, der nur deswegen in einem Spiel fehlte, weil er eine Gelbsperre absitzen musste.

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Transfer(gerüchte): Kimmich, Frahn, Forsberg, Damari

Auf geht es nun auch hier im Blog ins Fußballjahr 2015. Und wie sollte ein solches Jahr zünftiger beginnen als mit dem typischen Transfergerüchtewahnsinn, der auch in diesen Tagen schon so einige Namen rund um RB Leipzig ans Tageslicht gespült hat. Da man sich nicht mit jedem der Kandidaten von Robert Beric bis Nils Quaschner beschäftigen kann, soll es hier nur um Spieler gehen, die tatsächlich ernsthaft auf der Zugangs- oder Abgangsliste stehen. Ernsthaft meint, dass es bei diesen Äußerungen der Spieler, aus denen Kontakte zwischen RB und ihnen hervorgehen oder gar bereits Vollzugsmeldungen gibt.

Die wahrscheinlich spektakulärste Transfermeldung betrifft weder diesen Winter, noch ist sie aus RB-Sicht positiv. Mit Joshua Kimmich wird das größte Mittelfeldtalent im Leipziger Kader zum Ende der Saison zum VfB Stuttgart zurückwechseln (von wo Kimmich 2013 aus der A-Jugend kam) und von dort sofort zum FC Bayern verkauft. Dass die Stuttgarter Gebrauch machen würden von ihrer im Sommer 2013 verhandelten Rückkaufklausel und damit auch nichts aus der ansonsten folgenden automatischen Vertragsverlängerung zwischen Kimmich und RB bis 2017 werden würde, davon war auszugehen. Dass sich direkt ein Wechsel nach München anschließt, damit war weniger zu rechnen.

Durch das Münchener Interesse war auch die Möglichkeit für RB Leipzig, mit dem VfB Stuttgart und mit Kimmich über einen dauerhaften Wechsel nach Leipzig zu verhandeln, nicht mehr gegeben. Was aus RB-Sicht mehr als schade ist, denn mit Kimmich verliert man einen Mittelfeldspieler, wie er perfekter nicht hätte ins RB-System passen können. Spielintelligent, ball- und passsicher, gut im Pressing und mit großem Willen und Selbstvertrauen ausgestattet.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015

Zweieinhalb von sieben Sommerneuzugängen hatten vor einem Jahr nach der Hinrunde in der dritten Liga den Sprung in die Stammelf geschafft. Joshua Kimmich, Yussuf Poulsen und mit einigen Abstrichen Anthony Jung. Die Situation ist dieses Jahr eigentlich ähnlich. Von den acht externen Neuzugängen könnte man von zweieinhalb einen verstärkten Einfluss auf das Auftreten der Mannschaft behaupten. Rani Khedira, Marvin Compper und der wegen Verletzungen nur partiell zum Einsatz gekommene Terrence Boyd. Rein quotentechnisch bewegt man sich diese Saison also im üblichen Rahmen der letzten Saison.

Damals kamen in der Winterpause noch mal vier neue Spieler, wobei Georg Teigl nur wegen der schweren Verletzung von Christian Müller verpflichtet wurde. In ähnlichen Dimensionen (drei bis vier neue Spieler) dürfte man sich auch in dieser Winterpause wieder bewegen. Wobei sich wie vor jeder Transferperiode die Frage stellt, wo denn eigentlich gesteigerter Bedarf besteht. Was sicherlich auch davon abhängen wird, wer denn in den nächsten Wochen noch auf die Idee kommt, dass seine Zukunft doch nicht bei RB Leipzig liegt.

Naheliegend als Kandidaten, die schon jetzt in der Winterpause ersetzt werden oder einen stärkeren Konkurrenten vor die Nase gesetzt kriegen könnten, sind Spieler, deren Verträge im Sommer auslaufen oder Spieler, die bisher in der zweiten Liga nur in geringem Maße Einsatzzeiten bekamen.

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Luxusprobleme

Dass der „RB-Code geknackt“ sei, titelte gestern die BILD und behauptete, dass der Darmstädter Coach Dirk Schuster das Mittel gefunden habe, um gegen RB Leipzig zu bestehen und „nun der Plan zur Blaupause für andere Teams werden könnte“. Womit man sich in die Reihe der zunehmenden Skeptiker einreiht, die vermuten, dass RB spieltaktisch zu eindimensional sei, um erfolgreich zu spielen und man einfach nur auf Schuster zurückgreifen brauche, um RB zu knacken.

Die Diskussion ist letztlich erstaunlich angesichts der Tatsache, dass seit Einführung der Dreipunktregel bisher lediglich 13 von 71 Aufsteigern in die zweite Liga (knapp jeder Fünfte) nach 13 Spieltagen mehr Punkte gesammelt hatten als RB Leipzig in dieser Saison (mit Darmstadt sind es nun 14 von 74 Aufsteigern). Nimmt man nur die Zeit seit der Jahrtausendwende, also seit 2000/2001, dann sind es gar nur sieben von 51 Aufsteigern (knapp jeder Siebte), die besser starteten. Selbst Hoffenheim, der einzige Aufsteiger, der in diesem Jahrtausend bisher den Durchmarsch in die erste Liga schaffte, hatte nach 13 Spielen wie RB Leipzig ’nur‘ 20 Punkte auf dem Konto.

Nimmt man mal den Ausreißer Aue weg, die 2010/2011 in den ersten 13 Spielen mehr als erstaunliche 30 Punkte sammelten, kamen die anderen sechs Aufsteiger, die seit der Jahrtausendwende besser als RB waren, im Schnitt auf 22 Punkte. Was von den 20 RB-Punkten nicht absurd weit weg liegt.

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Fragen für die nächsten Wochen

Neun Spieltage sind in der zweiten Liga gespielt. Klar, dass noch keine Vorentscheidungen gefallen sind. Aber man hat nun doch ein klareres Bild. Einerseits davon, was die zweite Liga so sportlich hergibt. Andererseits davon, wo RB Leipzig insgesamt steht und welche Baustellen man eventuell noch hat.

21 Spieler hat RB Leipzig bisher in neun Partien eingesetzt. Von denen mit Denis Thomalla und Smail Prevljak zwei inzwischen gar nicht mehr im Verein spielen, weil sie nach Österreich (Ried und Liefering) verliehen wurden. Auf der anderen Seite dürften mit Fabio Coltorti und Terrence Boyd schon recht bald zwei neue Namen auf die Liste kommen.

Neben den beiden Langzeitverletzten kamen mit Henrik Ernst und Fabian Franke auch zwei andere Verletzungssorgenkinder in dieser Saison noch nicht mal zu einem Kadereinsatz. Angesichts der Tatsache, dass mehr als leichte Läufe am Trainingsplatz für die beiden in der Nähe des Mannschaftstrainings weiterhin noch nicht drin liegt, lässt alles weitere Richtung Pflichtspiele auch auf sich warten.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. 1.FC Heidenheim 1:1

Es war das dritte Duell zwischen RB Leipzig und dem 1.FC Heidenheim und das erste von mindestens zwei zwischen den beiden in Liga 2. Und wie schon beim Spitzenspiel in der dritten Liga vor einem halben Jahr trennten sich die Clubs mit 1:1 voneinander. Eine Punkteteilung mit der beide Trainer nach dem Spiel nicht so recht unzufrieden sein wollten. Auch wenn es aus RB-Sicht durchaus Grund zur Unzufriedenheit gegeben hätte, denn im Gegensatz zum letzten Aufeinandertreffen waren die RasenBallsportler über 90 Minuten doch die deutlich dominante Mannschaft mit den besseren und häufigeren Einschussgelegenheiten. Doch aus dem Spiel heraus wollte einfach kein Treffer gelingen, sodass man sich trotz großem Aufwand mit dem Unentschieden begnügen musste.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig wieder im 4-3-1-2-System, in dem auch die fraglichen Diego Demme und Yussuf Poulsen mitwirken konnten (bei letzterem muss man vielleicht wieder mal aufpassen, dass er die Eins-gegen-Eins-Dribblings nicht übertreibt und man nicht zu einem Zustand kommt, in dem die Mitspieler den Ball zu Poulsen spielen und dann zugucken, wie er sich daraus gefährliche Situationen erdribbelt, denn das wäre auf Dauer zu leicht ausrechenbar). Nicht dabei war dagegen (nicht wirklich überraschend) der zweifache Torschütze aus dem Düsseldorf-Spiel Georg Teigl, der draußen blieb, weil man nicht erwarten konnte, dass es genug Räume in der Tiefe gibt, um seine Geschwindigkeit gewinnbringend einzusetzen.

Nicht dabei war erneut auch Daniel Frahn, der gegenüber Matthias Morys das Nachsehen hatte, weil Alexander Zorniger der Meinung war, dass es keinen Grund gab, den Sturm nach dem Düsseldorf-Spiel komplett auszutauschen. Hinterher könnte man sicherlich argumentieren, dass das Spiel einem Daniel Frahn wohl entgegengekommen wäre, da es einige Strafraumszenen mit Gewühl gab, in denen der Kapitän mit seinem Riecher vielleicht den Ball hätte über die Linie drücken können oder Yussuf Poulsen auch einen Zielstürmer im Strafraum gehabt hätte. Als Frahn dann nach 86 Minuten ins Spiel kam, war es praktisch schon zu spät, da die offensive Luft aus der intensiven Partie zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig raus war.

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2.Bundesliga: Fortuna Düsseldorf vs. RB Leipzig 2:2

Bis zur 86. Minute dauerte es, bis Fortuna Düsseldorf im Heimspiel gegen RB Leipzig den letztlich verdienten Ausgleich erzielte. Gleich zweimal war man zuvor von den Gästen eiskalt erwischt worden. Was fast für drei Punkte gereicht hätte.

Begonnen hatte RB Leipzig die Partie mit einer ziemlich dicken Überraschung. Zwar konnte man vorher durchaus die Option ahnen, mit zwei schnellen Stürmern und ohne Frahn zu starten. Dass aber nach dem Ausfall von Poulsen nicht etwa wieder Frahn ins Team, sondern Rechtsverteidiger Georg Teigl als Stürmer an die Seite von Matthias Morys rücken sollte, war ordentlich erstaunlich. Ein Schachzug, der sich aber als goldrichtig erweisen sollte.

Goldrichtig, weil man dadurch im Spiel nach vorn nach Balleroberung gleich zwei schnelle Optionen und damit auch Vorteile hatte. Die man im Laufe des Spiels auch einige Male ausspielte.

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Spektakelpotenzial

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Fortuna Düsseldorf (28.09.2014, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Joshua Kimmich.]

Keine Zeit zum Durchpusten. Die englische Woche hält zum Abschluss noch einen weiteren dicken Brocken bereit. Die Fahrt zu Fortuna Düsseldorf ist Teil 3 des aktuellen Leistungstests unter Ligabedingungen. Und auch wenn es eine Plattitüde ist, dass das nächste Spiel immer das schwerste ist, darf man in Düsseldorf doch wieder ein paar sportliche Widerstände erwarten, die man vielleicht in den letzten Spielen so nicht hatte.

Der Saisonstart ging in Düsseldorf erst mal ordentlich in die Hose. Nur zwei Punkte aus den ersten drei Ligaspielen, dazu das Pokalaus in Würzburg, man schien schon früh in eine schwere Situation hineinzuschlittern. Drei Siege und ein Unentschieden später steht Fortuna allerdings mit zwei Punkten Rückstand auf die Spitze schon wieder auf Platz 6.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Karlsruher SC 3:1

Das Spiel zwischen RB Leipzig und dem Karlsruher SC war als echtes Spitzenspiel erwartet und angekündigt worden. Befriedigt hat die Partie diese Erwartungshaltung nur phasenweise, denn insgesamt waren die Gastgeber zu überlegen, um aus der Auseinandersetzung eine auf Augenhöhe werden zu lassen. Sodass das 3:1 für RB Leipzig gegen nicht mal schlechte Karlsruher letztlich auch in der Höhe verdient war.

Ins Spiel gegangen waren die Gastgeber mal wieder mit Dominik Kaiser, der auf die Zehn zurückkehrte. Es war somit auch die Rückkehr zum 4-3-1-2, das man über weite Teile des Jahres 2014 gespielt und nur zuletzt für ein 4-3-3 aufgegeben hatte. Mit Dominik Kaiser kehrten etwas mehr Ballsicherheit im Angriffsdrittel und eine sehr gute Option im Spiel gegen den Ball auf den Platz zurück. Matthias Morys musste dafür weichen und sah sich das Spiel eine Stunde lang von der Bank aus an.

Die ersten 20 Minuten gehörten überraschend deutlich RB Leipzig. Im Gegensatz zur Partie bei Union Berlin kontrollierte man dabei nicht nur das Spiel mit dem Ball, sondern auch jenes gegen den Ball. Getreu der eigenen Vorgabe, den spielerischen Qualitäten der Karlsruher keinen Raum zu lassen, agierte man aggressiv und konnte so auch viele hohe Ballgewinne verbuchen, die zum Spiel in die Tiefe genutzt wurden.

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Zweitligaroundup – Spieltag 5

Der fünfte Spieltag der zweiten Liga war nicht extrem spektakulär und brachte vor allem Verlierer. Aue zum Beispiel, die sich auch unter neuem Coach ziemlich leblos und fußballerisch überschaubar präsentierten. Beobachtet wurden sie dabei in Darmstadt auch von 400 eigenen Anhängern, die angesichts der aktuellen Lage offenbar dazu übergegangen sind, die Situation stoisch zu ertragen.

Auf der Verliererseite eintragen darf sich auch Eintracht Braunschweig, die bei RB Leipzig nicht nur das dritte Spiel in Folge verloren und sich nun auch selbst eine Krise attestieren, sondern nach eigentlich guten ersten zwei Saisonspielen inzwischen an einem Punkt angekommen sind, an dem sie in beiden Strafräumen nicht mehr auf höchstem Niveau agieren. Dass sie überragende Fähigkeiten im Spiel mit dem Ball auch unter Druck haben, hat man in Leipzig bei zwei, drei Spielzügen wie dem vor dem 1:2-Anschlusstreffer gesehen. Das Vertrauen in die Fähigkeiten und die Zielstrebigkeit vor des Gegners Tor geht ihnen aber gerade etwas ab.

Inwieweit man in Nürnberg überhaupt über Fähigkeiten verfügt, bleibt aktuell erst mal eine offene Frage. Das freakige 4:0 bei Union Berlin, bei dem ihnen alles in die Karten spielte, muss man dabei wohl außen vor lassen. Oft wirken die Franken so wie ein Pacult-Team. Breites 4-4-2 mit zwei Sechsern, in dem man auf individuelle Klasse hofft und den Ball oft einfach auf den Flügel spielt, von wo aus dann irgendeine Art von Anspiel in den Strafraum passieren soll. Mehr als überschaubar gefährlich das ganze, wie man auch gestern beim 0:2 gegen Düsseldorf gesehen hat. Das System funktioniert, wenn man das Spiel nicht machen muss und beim Umschalten Räume bekommt. Wenn man die Räume nicht kriegt, sieht man schnell unglücklich aus.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2014/2015 – Update 2

Zwei Monate ist der letzte Blick über den Kader von RB Leipzig her. Nun, mit Schließung des Transferfensters kann man noch einmal final die Planung für die kommende Saison in Augenschein nehmen. Seit Anfang Juli ist dann doch noch einiges passiert. Mit Zsolt Kalmár kam wie vermutet noch ein offensiver Mittelfeldspieler. Mit Marvin Compper und Ante Rebic hat man auf Verletzungsprobleme reagiert. Und mit Lukas Klostermann hat man einen jungen Außenverteidiger als Perspektivspieler aus Bochum geholt.

Auf Abgangsseite passierte nicht mehr ganz so viel. Mit Denis Thomalla und Smail Prevljak ließen sich zwei junge Spieler noch verleihen. Thomalla ging in die erste österreichische Liga nach Ried. Prevljak landete eine Etage tiefer in Liefering. Für beide geht es nun darum, Spielpraxis zu sammeln und sich so entweder für RB Leipzig oder alternativ für andere Clubs interessant zu machen.

Zudem nutzte Tobias Willers noch die letzten Stunden vor Schließen des Transferfensters, um RB Leipzig zu verlassen. Ihn zieht es zurück zu Maik Walpurgis. Verständlich, dass ihm nach mehr Spielzeiten ist. Für RB ist es trotzdem ein Verlust, weil Willers mit seinen Emotionen ein Typ war, der der Mannschaft unheimlich gut tat. Wer jetzt seine Rolle als Einpeitscher von der Bank übernimmt, wird man abwarten müssen.

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2.Bundesliga: TSV 1860 München vs. RB Leipzig 0:3

Manchmal sollte man sich wohl einfach auf sein Gefühl verlassen. So wie auf das Gefühl vor dem Ausflug von RB Leipzig zum TSV 1860 München, dass die Gastgeber den RasenBallsportlern in ziemlich vielen Details des aktuellen Teamzustands gut liegen könnten. Eine Mannschaft, die neu zusammengestellt auf Ballbesitzfußball setzt und defensiv noch einige Schwächen hat, das schien vorher als gefundenes Fressen für die Balljäger von RB Leipzig.

Und letztlich bewahrheitete sich das Gefühl fast vollumfänglich, sahen die Löwen bei ihrem ersten Heimauftritt unter Ricardo Moniz nur selten einen Stich und verloren letztlich verdient. Ob das 0:3 nun ein Törchen zu hoch war oder nicht, darüber ließe sich trefflich streiten. Letztlich war das Ergebnis irgendwie folgerichtig.

RB Leipzig war schon zu Beginn der ersten Halbzeit das bessere Team, setzte den Gastgeber früh unter Druck und erarbeite sich so ein paar Ecken, denen die allerletzte Torgefahr abging. Die große Chance zur Führung aber dann nach einer knappen Viertelstunde, als der offensiv sehr gute und für seinen Gegenspieler wieder mal zu schnelle Georg Teigl im Strafraum gelegt wurde und es folgerichtig Elfmeter gab.

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