Nach langer Suche: Ralf Rangnick findet sich selbst

Ralf Rangnick auf dem Trainerstuhl wäre dagegen zwar in manch Hinsicht konsequent, birgt aber das enorme Risiko, dass die gesamte Konstruktion der sportlichen Leitung bei RB Leipzig bei Misserfolg in sich zusammenbricht und nicht nur ein Puzzlestück ausgetauscht wird. Möglich aber weiterhin auch, dass es doch jemand wird, der sich schon einen Namen gemacht hat irgendwo in der ersten Bundesliga oder zwischen erster und zweiter Bundesliga. Ganz einfach wird es allerdings nicht, externe Trainer mit Erfahrung davon zu überzeugen, dass der Zweitligist RB Leipzig mit dem Trainer auf dem Sportdirektorenposten Ralf Rangnick ein sehr guter Ort zum dauerhaften Arbeiten ist. (Optionsraum Trainerwahl)

„Wir werden mit unserer A-Lösung auf der Trainerposition in die neue Saison gehen.“, erklärte der RB-Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff Anfang April. Kurz nachdem Thomas Tuchel dem Verein abgesagt hatte und die A-Lösung also schon dahin war.

Knapp zwei Monate später wird nach übereinstimmenden Medienberichten Sportdirektor Ralf Rangnick höchstpersönlich Trainer bei RB Leipzig. „Für den Cheftrainer-Posten bin ich nicht meine Wunschlösung.“, hatte derselbe Rangnick noch vor ein paar Wochen via Sportbild erklärt.

Reichlich drei Monate ist es her, dass Ralf Rangnick in einer Pressekonferenz erklärte, dass man Alexander Zorniger habe davon in Kenntnis setzen müssen, dass man mit ihm nicht mehr plane, weil man schon bald nach einem neuen Trainer suchen wolle und so etwas nie geheim bleibe. Dass sich Rangnick jetzt Ende Mai selbst als Cheftrainer vorstellt [Pressekonferenz in Tickerform unter diesem Text.], darf man durchaus als handfeste Niederlage bei der Suche nach einem neuen Trainer interpretieren.

Sicher ist, dass Rangnick mit Thomas Tuchel und Sascha Lewandowski gesprochen hat. Auch andere Trainer sollen Anfragen bekommen haben. Die Liste der Kandidaten, die angeblich bei RB Leipzig hätten anfangen sollen, war noch erheblich länger. Wenn am Ende keiner der Kandidaten überdurchschnittliche Lust auf den Trainersessel bei RB hat bzw. vom Sportdirektor als nicht passend für den Posten empfunden wird, dann ist etwas deutlich schiefgelaufen.

Es ist natürlich pure Spekulation, Ursachen für die missglückte Suche nach einem externen Trainer zu benennen. Aber sowohl die Entsorgung des Trainers Zorniger, also letztlich der Ansage, dass Erfolg kein hinreichendes Kriterium für Weiterbeschäftigung ist, als auch das immer stärkere Heranrücken des Sportdirektors Rangicks an Team und Trainerarbeit, ergo die Einengung der Arbeitsfreiheiten für einen neuen Trainer, mögen es potenziellen Kandidaten nicht unbedingt leicht gemacht haben, RB Leipzig als Karrierechance zu empfinden.

Hohe Ansprüche, Schleudersitz und ein omnipräsenter Sportdirektor, der im Herzen immer Trainer blieb. Das ist keine wirklich optimale Gemengelage, in der kaum jemand zugreifen wird, der schon in der Bundesliga war oder dort einen gewissen Namen hat. Blieb nur die interne Lösung mit bspw. einem Beierlorzer, die offenbar am Ende der abgelaufenen Zweitligaspielzeit zerschellt ist oder eben die eigentlich von Rangnick nicht gewünschte Lösung, es selbst zu machen.

Insofern ist das Ergebnis der Trainersuche zwar eine Niederlage für den Sportdirektor, aber irgendwie auch konsequent, wenn man den durch die Rahmenbedingungen vorgegebenen Optionsraum bedenkt. Und sportlich macht es sicherlich durchaus Sinn. Alle Spieler, die in diesem Sommer kommen werden (bzw. schon gekommen sind), wird Ralf Rangnick auf dem Schirm und gescoutet haben. Die Mannschaft, die dort ab Sommer auf dem Platz stehen wird, wird von ihrer personellen Besetzung her zu ganz überwiegenden Teilen eine Rangnick-Mannschaft sein.

Davon abgesehen ist Ralf Rangnick natürlich in der Vergangenheit auf all seinen Stationen immer ein guter Coach gewesen. Durch seine Nähe zum Fußball seit seiner letzten Trainerstation auf Schalke kann man davon ausgehen, dass er in fachlicher Hinsicht absolut im Saft steht und über jeden Zweifel erhaben ist. Angesichts des klaren Ziels Aufstieg für die kommende Saison braucht es auch einen guten Trainer und vor allem jemanden, der der Mannschaft wieder Leben und (sportliche und menschliche) Strukturen einhaucht. Es ist auch für einen Rangnick nicht ausgemacht, dass er das umfangreiche Puzzlespiel, das ansteht, in der Kürze der Zeit lösen kann, aber er verfügt sicherlich über die besten Kompetenzen, zumindest die sportlichen Fragen zu lösen.

Letztlich ist das große Fragezeichen hinter der Rangnick-Entscheidung pro Rangnick aber eines in Bezug auf die Strukturen im Verein. Ralf Rangnick war diesbezüglich seit drei Jahren eine Art Koordinator. Bisher für zwei Vereine, ab dem Sommer sollte er es nur noch für Leipzig sein. In seiner Rolle als Stratege, der Leipzig auf allerlei Positionen so umbaut, dass der Verein in seiner sportlichen Arbeit vom Nachwuchsbereich bis zu den Profis zukunftsfähig wird, hat Rangnick in den letzten Jahren sehr viele gute Entscheidungen getroffen und viele gute Leute installiert.

Als Stratege war er letztlich derjenige, der dem Verein die Grundrichtung vorgegeben und durch entsprechende Entscheidungen auch eingeschlagen hat. Als Stratege stand er bei Misserfolg aber auch nicht ganz so sehr im Mittelpunkt des Feuers. In dem Fall gab es immer noch andere Blitzableiter wie bspw. den Trainer.

Als Trainer verliert Ralf Rangnick nun seinen Sportdirektoren-Schutz. Eine Rückkehr auf den Koordinatoren-Posten scheint undenkbar. Bei Misserfolg, weil er dann verbrannt ist. Bei Erfolg, weil dann unter ihm erst recht niemand mehr arbeiten will, der im Profibereich schon einen Namen hat, weil der Schatten von Rangnick viel zu lang und der Ruf nach ihm bei Misserfolg viel zu laut wäre.

Mit dem Trainer Rangnick, der im Hintergrund auch noch ein bisschen den Strategen spielen wird, sind also direkt auch die Strukturen in Gefahr. Wenn man in den letzten Jahren Red Bull was gelernt hat, dann dass mit jedem Umbruch auf Entscheiderebene auch ein extremer Umbruch in der sportlichen Philosophie auf unterster Ebene einhergeht.

Sprich, mit den Herren Beiersdorfer, Pacult und Rangnick gingen jeweils völlig unterschiedliche personelle und sportliche Ideen einher, die jedesmal dazu führten, dass sich der Verein quasi noch mal neu aufgestellt hat. Man stelle sich das nur mal mit dem Rangnick-Leipzig und dem bis in die tiefsten Altersklassen durchgezogenen aggressiven Pressingfußball vor. Kommt dann als nächstes jemand und implementiert wieder die Coerver-Methode (also Schulung der individuell-technischen Fähigkeiten) und Ballbesitzfußball?

Man stellt eine funktionierende Struktur nicht ohne Not in Frage. Und die Struktur mit dem Strategen Ralf Rangnick war im Grunde perfekt, wenn man mal vom Verhältnis zum Proficheftrainer absieht. Rangnicks offenbar eher kritischer Blick auf potenzielle Kandidaten und der kritische Blick von Kandidaten auf ihren potenziellen Chef lassen die Besetzung dieser Position wohl für immer schwer werden.

Dass man diesen partiellen Konstruktionsfehler in der Matrix nun dadurch beheben will, dass man die C-Lösung auf den Posten schiebt und die ganze Matrix umbaut, ist eine etwas merkwürdige Lösungsidee. Sie mag sportlich im Profibereich gut gehen, aber sie ist für die Entwicklung des Gesamtvereins nachteilig, weil der wichtigste Mann in diesem Bereich nun zu großen Teilen des Jahres auf Trainingsplätzen rumsteht, Spielpläne austüfelt, Spielergespräche führt und ergo nicht mehr der hauptberufliche Stratege, sondern Trainer und Teilzeit-Stratege ist.

Ralf Rangnick auf dem Cheftrainerposten ist keine sonderlich kreative und erst recht ist es keine Wunschlösung. Aber es ist eine Lösung, die angesichts der Prämissen nachvollziehbar ist und sportlich durchaus Erfolge mit sicht bringen kann. Allerdings geht die Lösung auch auf Kosten der Gefahr, dass die gesamte Arbeitsstruktur des Vereins bei Misserfolg komplett in sich zusammenbricht und der kleine Schritt für Rangnick eine große Wüste auf Vereinsebene hinterlässt.

„Erst geht der Tuchel-Bluff flöten und jetzt All-in. Poker-Profi wird R.R. jedenfalls nicht mehr.“, hieß es gestern bei Twitter. Mal sehen, wer am Ende den Pot einstreicht.

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Liveticker zur Pressekonferenz zur Vorstellung von Ralf Rangnick als Chefcoach

10.47

Da sind wir also schon wieder. Die Vorstellung des neuen Trainers steht an. Vielleicht etwas anders als man das noch vor ein, zwei Wochen erwartet hat, aber immerhin steht dann heute der Chefcoach fest.

10.51

Wir erwarten hier heute also den Versuch zu begründen, warum Ralf Rangnick nun doch einen Job übernimmt, den er noch vor kurzem nicht haben wollte. Vermutlich wird man eine Menge guter Gründe finden und präsentieren..

10.52

Bin auch gespannt, ob man noch mal den Begriff ‘A-Lösung‘ verwendet oder ob man den lieber in der rhetorischen Schublade lässt..

10.53

Der Presseauflauf heute ist natürlich im Vergleich zu sonst durchaus enorm. Die Kameras und Mikrofone stehen alle. Wird also im Laufe des Tages auch einiges an Bild- und Tonmaterial in den Online-Weiten geben..

10.54

Ich hoffe, der Server hält den besonderen Traffic an diesem Tag aus. Ansonsten seid nicht böse. Ich schreibe in jedem Fall mit und stelle es wenn möglich live, wenn nicht zeitnah zur Verfügung.

11.00

Man lässt sich noch ein bisschen feiern. Vermutlich will man die Spannung, wer neuer Coach wird, noch ein bisschen hinauszögern..

11.11

Oliver Mintzlaff (Vorstandsvorsitzender): “Heute ist ein guter Tag für RB Leipzig, denn ich kann die 1A-Lösung präsentieren. Freue mich, dass Ralf Rangnick die Verantwortung auf dem Trainerposten übernimmt. Zunächst für ein Jahr. Wollten abwarten, was die Saison passiert. Haben Gespräche mit Trainerkanddaten geführten. Wollten den Best Man für den Job. Möglichkeiten auf dem Trainermarkt waren nicht ideal. Deswegen Entschluss gefasst, dass Rangnick Trainer und Sportdirektor wird.”

Ralf Rangnick: “Oliver hat es gut beschrieben. Einige Gespräche geführt in den letzten Monaten. An einem Punkt angelangt, wo wir nach der besten Lösung für die Weiterentwicklung gesucht haben. Habe mich nicht als Ideallösung gesehen, weil ich viel Spaß am Sportdirektor hatte und mir nicht langweilig war. Am Dienstag zusammengesessen und alles abgewägt. Darauf gekommen, dass ich die beste Lösung für die kommende Saison bin. Gibt dadurch vielleicht auch die Möglichkeit, den einen oder anderen Spieler nun für uns zu begeistern. Keine einfache Entscheidung, weil man als Trainer rund um die Uhr da ist. Bedeutet Umstellung im privaten Bereich. Vorgestern entschieden, es so zu machen. Freue mich drauf und glaube dass es die sinnvollste Lösung ist.”

“Ist bekannt, dass wir mit Trainerkandidaten geredet haben. Thomas Tuchel wollte nicht in die zweite Liga. Andere Kandidaten wollten nicht weg von ihrem aktuellen Job. Spricht auch für die Trainer, dass sie zu ihrem Verein hielten. Es waren nicht viele Kandidaten, aber auch nicht nur einer oder zwei. Wunschkandidaten ließen sich nicht realisieren. Dann abgewogen, ob man noch mal nach neuen Kandidaten sucht. Und dann standen die Vorteile für mich über den Nachteilen. Dinge, um die ich mich bisher gekümmert habe, müssen nun etwas zurückstehen. Problematisch, aber die Vorteile überwiegen.”

Warum nicht Beierlorzer?: “Von Anfang an klar kommuniziert, dass wir einen neuen Trainer suchen. Achim wusste immer, dass er bei uns bleibt. Habe ihm schon vor fünf, sechs Wochen mitgeteilt, dass er im Männerbereich bleibt. Wird mein Assistenztrainer und teilweise Trainingseinheiten selber leiten. Am Ende ging es darum, was mehr Erfolgsaussicht hat. Achim hat das gut gemacht, aber ich glaube im jetzigen Setup sind die Chancen größer. Auch im Transferbereich.”

11.19

Mintzlaff: „Haben in der Trainersituation festgestellt, dass viele gesagt haben, dass sie nicht in die zweite Liga wollen.“ Bei Spielern ähnlich. „Durch Ralf Rangnick kriegen wir noch mal einen anderen Zugang auf junge Spieler.“

Bekanntgegeben wird als Beleg der Wechsel von Willi Orban zu RB Leipzig. Hammertransfer.

Rangnick: „Fühle mich besser als je zuvor. War 20 Jahre lang Trainer und musste dann eine Lektion lernen. Langfristig gesund zu bleiben, passiert nicht automatisch. Da hat sich auch die Familie gesorgt. Job kann man kaum mit irgendeinem Job in der freien Wirtschaft vergleichen.“ Habe seine Lektion aber gelernt und kümmere sich um die Gesundheit.

Willi Orban habe sich für RB Leipzig entschieden, weil Ralf Rangnick ihm gesagt habe, dass er künftig Chefcoach ist. Dadurch sei man in der Liste der Interessenten von ganz unten nach ganz oben gerutscht.

Neben Beierlorzer soll noch ein weiterer Co-Trainer kommen. Im Athletikbereich und im Torwarttrainerbereich wird es Veränderungen geben. Perry Bräutigam nicht mehr Torwarttrainer der ersten Mannschaft. Soll aber weiter langfristig gebunden werden. Offenbar in koordinativer Führungsfunktion des Torwarttrainings, die bisher Thomas Schlieck innehatte. Nebenbei auch Arbeit mit Nachwuchstorhütern.

11.27

Irgendne Frage zur FIFA gerade tatsächlich.

Rangnick: Mittel- und langfristig sei es besser Sportdirektor zu sein. “Bleibe natürlich Sportdirektor, aber der Fokus verschiebt sich etwas. Haben die Wunschlösung nicht bekommen und wir wollten nichts machen, wovon wir nicht überzeugt sind.”

Mintzlaff: “Haben Herrn Mateschitz natürlich informiert. Ist schließlich unserer Sponsor. Äußert auch seine Meinung, aber wir treffen die Entscheidung. War ja auch keine Ad-Hoc-Entscheidung. Wollten keine Kompromisse eingehen, deswegen blieb Ralf die letzte Option. Herr Mateschitz schätzt und würdigt das sicherlich.”

Rangnick: “Mateschitz wollte mich vor drei Jahren als Trainer. Erst in den Gesprächen sind wir ja auf den Doppel-Sportdirektor gekommen. Mateschitz hat gestrahlt, als wir ihm von unseren Plänen erzählt haben.”

Mintzlaff: “Außer Orban und Rangnick keine Themen in den letzten Tagen. Werden den Vertrag von Ralf Rangnick schnell verlängern. Bis zum Trainingsauftakt wollen wir das hinbekommen. Ralf Rangnick ist unser sportlicher Mastermind. Wenn man sich den Nachwuchs anschaut, ist das unfassbar genial. Wenn man drei Jahre zurückschaut und gesagt hätte, wir spielen 2015 in der zweiten Liga, dann hätten das alle unterschrieben. Sind mit der Saison zufrieden, auch angesichts der Entwicklungen mit der Trainertrennung. Sportlicher Erfolg kann nie zu früh kommen, aber was in den letzten zwei, drei Jahren geleistet wurde, ist mehr als beachtlich. Freuen uns auf das, was mit der neuen Zeitrechnung beginnt und wollen deswegen Rangnick langfristig binden.”

11.34

Rangnick: In Hoffenheim hatte man auch Probleme einen Trainer in die Unterklassigkeit zu kriegen. Ralf Rangnick habe die Potenziale des Vereins gesehen und Visionen gehabt. “Es braucht Mut, so etwas in Angriff zu nehmen.” Anderen Trainer habe dieser Mut für den Leipzig-Job vielleicht gefehlt. Ralf Rangnick traut sich zu, die Mannschaft zu entwickeln. “Kann nicht von jedem Trainer erwarten, dass er die Visionen zu diesem Verein teilt. Willi Orban und Davie Selke haben die Visionen geteilt.” Orban und Selke verdienen in Leipzig angeblich nicht mehr, als sie anderswo hätten verdienen können. “Eher weniger.”

Rangnick: “Kenne es ja aus Ulm, Sportdirektor und Trainer zu sein. Irgendjemand im Verein muss die Linie vorgeben. Bisher war ich das.” “Müssen eine Mannschaft zusammenstellen, die eine neue, flache Hierarchie bekommt. Kann nur passieren, wenn man passende Spieler hat.”

Rangnick: “U17 ist bei Robert Klauß in allerbesten Händen.” Was mit Tamas Bodog wird, dem bisherigen Co-Trainer, ist noch offen.

Rangnick: “Ist schön, dass die Wünsche von Trainer und Sportdirektor identisch sind.” Wird in Sachen Transfers noch einiges passieren. Bis zum Trainingsauftakt wolle man das Gros der Verpflichtungen zusammenhaben. Jede Position soll doppelt besetzt sein. Jeder Spieler müsse eine Chance haben, sich ins Team zu spielen.

11.44

Noch mal irgendwas mit FIFA und WM. Rangnick: Dürfe bei der Vergabe einer WM nicht zuerst um wirtschaftliche Faktoren, sondern um die Attraktivität des Standorts gehen, also um eine Umgebung, die Bock auf Fußball hat. “Da bin ich mir bei Katar nicht sicher.”

Willi Orban hatte eine festgeschriebene Ablöse von 2 Millionen Euro. Deswegen sehr begehrt auf dem Markt. Orban bekommt Vierjahresvertrag.

Weg aus der vierten Liga war der schwerste. “Rückblickend betrachtet. Wenn mir jemand vor drei Jahren gesagt hätte: Aufstieg, Aufstieg, Platz fünf, DFB-Pokalachtelfinale. Das hätte ich sofort unterschrieben und eher als zu optimistisch empfunden. Klar wäre diese Saison mehr möglich gewesen. Unsere Ausrichtung ist eine andere als die von Darmstadt. Wir wollen, wenn wir in der Bundesliga ankommen, dort auch viel erreichen. Deswegen ist unser Weg anders.”

Letztes halbes Jahr auch deswegen nicht einfach, weil man mit den alten Aufstiegsspielern Kaderplätze besetzt hatte, die keine Chance mehr auf Einsätze hatten und sportlich am Ende ihrer Fahnenstange ankommen. Lässt durchblicken, dass die Ansprüche der alteingesessenen Spieler zu atmosphärischen Störungen geführt hätten.

Zu Sabitzer: “Hat gesagt, was er gesagt hat. Wichtig ist aber, was im Vertrag steht. Hat bei uns einen Vertrag unterschrieben. Aus völlig freien Stücken. Super Entwicklung genommen in Salzburg. Nach dem Pokalfinale werden wir uns zusammensetzen und gucken, wo er seine Zukunft sieht. Wir sehen sie ganz klar in Leipzig.” Rangnick als Trainer und Verpflichtungen wie Orban könnten Sabitzer vielleicht ja für Leipzig begeistern. “Sind happy einen solch tollen Spieler bei uns zu haben und wollen ihn natürlich nicht abgeben.”

11.52

Rangnick: Thomas Schlieck (Torwartkoordinator) wird den Verein auf eigenen Wunsch verlassen. Gehe darum, auch mal eine eigene Nummer 1 zu kreieren. Deswegen logisch, Perry Bräutigam diesen Posten zu geben.

Mintzlaff: Dass es permanent Veränderungen in den Strukturen, auch personell gibt, sei bei einem Verein wie RB Leipzig logisch. “Kein starres Gebilde. Notwendig, um erfolgreich zu sein. Strukturen in der Geschäftstelle müssen natürlich optimiert werden. Das wird auch nie enden.”

Rangnick: Gebe bei RB keine kühlen Entlassungen. Jeder Mitarbeiter und jeder Spieler bekommt Gespräche. Alle Trennungen seien empathisch. Manche Entscheidungen seien aber notwendig. Gehe aber immer auch um den Weg zur Trennung.

Irgendwas mit DFB-Pokalfinale. Rangnick ist zu Hause und guckt in Familie.

Rangnick: Erfahrung aus den früheren Vereinen und mit den Aufstiegen dort. “Wichtig, worauf du den Fokus richtest. Geht nur um die Entwicklung der Gruppe.” In Salzburg im zweiten Jahr habe man eine “raketenhafte” Entwicklung unter Schmidt gesehen. “Macht keinen Sinn jetzt zu sagen, dass für uns nur der Aufstieg zählt. Das sehen sechs, sieben Vereine ähnlich. Müssen darauf setzen, eine Truppe zusammenzustellen und diese in der täglichen Arbeit weiterzuentwickeln. Müssen dafür sorgen, eine Auswärtsbilanz zu kriegen, die uns oben mitspielen lässt. Werden auch nächste Saison auswärts nicht mit Samthandschuhen angefasst. Deswegen müssen wir etwas ändern.”

11.55

Jetzt noch ne Frage zu Magdeburg. Rangnick drückt dem FCM in der Relegation die Daumen, auch weil Ex-RB-Nachwuchscoach Jens Härtel dort Trainer ist.

Rangnick: “Stand jetzt mache ich den Trainerposten ein Jahr.” Aus den Erfahrungen der letzten Woche vermeidet er eine Aussage, was in einem Jahr sein wird.

Rangnick: Entwirft Aufstiegsvisionen..

12.02

Das war es von hier. Ralf Rangnick ist naturgemäß von der Entscheidung, jetzt zu trainieren, überzeugt, auch wenn er die Problematik hinsichtlich der Sportdirektoren-Struktur sieht. Rangnick ist zudem überzeugt, dass dank ihm noch mehr Transferknaller wie Orban zu bewerkstelligen sind (wobei der von Erstligisten umworbene Orban natürlich schon in Sachen Knallergehalt fast unschlagbar ist). Tim Lobinger und Perry Bräutigam werden veränderte (nicht unwichtigere) Rolle im Verein übernehmen. Nicklas Dietrich kommt als Verstärkung im Athletikbereich. Torwarttrainer wird mit Frederik Gößling auch neu besetzt.

Ordentlich was los also in Bezug auf die Vereinsstrukturen. Da kann man schon mal fast den Überblick verlieren. Wird in den nächsten Wochen sicherlich spannend, wer noch so alles hier in Leipzig aufschlägt. Insgesamt bleibt es dabei, für die rein sportliche Entwicklung der Männermannschaft ist Rangnick zusammen mit Beierlorzer sicherlich eine sinnige Wahl. Für die Entwicklung des Gesamtvereins wird sich noch zeigen, was die veränderte Rangnick-Rolle im Sinne der grundsätzlichen Philosophie-Gestaltung bedeutet. In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Verarbeiten der Neuigkeiten. Ihr habt ja ein Wochenende und ein bisschen Sommerpause Zeit dazu..

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25 Gedanken zu „Nach langer Suche: Ralf Rangnick findet sich selbst“

  1. die strukturen wären aber vielleicht auch in gefahr, wenn jetzt ein trainer eingesetzt wird, der RRs philosophie nicht perfekt umsetzt und am ende vielleicht den aufstieg verpasst. wer weiß wie herr mateschitz einen weiteren nicht-aufstieg betrachten würde und wie sicher ein RR dann noch auf seinem sportdirektoren-posten säße.
    das ideal-ergebnis wäre sicherlich ein aufstieg und anschließender rückzug RRs auf den sportdirektoren-posten, als ob nichts gewesen wäre… (am besten dann mit einem trainer, den man nicht infrage stellt – also die definitive A-lösung)

  2. Es ist ein Dilemma das Rangnick – meiner Meinung nach immer noch ohne große Not – selbst verbockt hat durch den Rauswurf Zornigers. Das wird für mich immer der Fleck auf der ansonsten sehr sauberen und qualitativ hochwertigen Rangnick-Weste bleiben.

    Gut finde ich, dass er diese Suppe nun insofern selber auslöffelt als er sich voll auf den Schleuderstuhl setzt. Ich stimme Dir zu, dass die Lösung für den Strategieposten fast unlösbar scheint aus heutiger Sicht. Könnte ein Cheftrainer Rangnick irgendwen als Sportdirektor akzeptieren? Kaum einer in Europa vertritt die Pressing-Fußballphilosophie vehementer als Rangnick.
    Der einzige Mann mit Profil und diesem sportlichen Ansatz wäre Klopp. Bei dem kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass er in die 2. Liga gehen würde und schon gar nicht, dass er Sportdirektor statt Trainer sein möchte.
    Von daher kann man Rangnick nur aus vielen Gründen Erfolg=Aufstieg in die Bundesliga wünschen. Wenn das geschafft ist kommen auch wieder andere Trainertypen in Frage und vielleicht ginge dann auch ein Rückzuck Rangnicks auf den Sportdirektor-Posten. Das könnte man sogar vereinsstrategisch gut begründen, weil man eben erst die Voraussetzungen (=1. Bundesliga) herstellen musste um dann die wirklich Top-Trainertypen zu bekommen.

  3. Wie schon mehrfach angesprochen wurde, hat Rangnick unseren Club durch seine Umstrukturierung hervorragend aufgestellt. Dafür gebührt ihm Lob. Allerdings sind seine operativen Handlungen im Profibereich in den letzten 6-12 Monaten durchaus unglücklich gelaufen. Das fängt bei der Verpflichtung von Spielern wie Hierländer, Kalmar, Rebic, Rodnei, Reyna, Quaschner (vermeintlich) an und endet bei der Posse um Zorniger und der falschen Einschätzung von Tuchel.

    Als Trainer steht er jetzt voll in der Verantwortung. Das ist in meinen Augen eine folgerichtige Entscheidung.

  4. Endlich die einzig folgerichtige und logische Lösung der Trainerfrage.
    Oder welcher anderen Trainerpersönlichkeit kann man zumuten reiner Erfüllungsgehilfe zu sein und am Besten auf eigene Ideen zu verzichten ?
    R.R. darf nun seine Ideen praktisch umsetzen und hat keinen Blitzableiter mehr.
    Es ist schade, daß R.R nach seiner so erfolgreichen Startphase nicht die Kraft findet eine zweite starke Persönlichkeit als Cheftrainer neben sich zu entwickeln, die mit ihm Struktur und Konzept weiterentwickelt.
    Bei einem Scheitern bzw. offensichtlich fehlender Weiterentwicklung in der nächsten Saison steht R.R. mit seinem Konzept ohnehin und zwar unabhängig von seinem Posten auf dem Prüfstand und zwar zu Recht.

  5. Die Chancen sind mit diesem Trainer sehr groß. Die Risiken, wie beschrieben, allerdings auch. Man wird sehen.
    Aber warum soll Rückzug auf den SD-Posten nach erfolgtem Aufstieg nicht möglich sein? Beckenbauer ist bei den Bayern doch auch als Interimscoach eingesprungen, wenn auch nur bis Saisonende. Natürlich müsste der Nachfolger dann wirklich eine ganz große Nummer und vom Namen her unangreifbar sein.

  6. …und da ist sie: die Lösung die mehr Risiken birgt als Chancen. Ich hatte es schon befürchtet. Man hat sicher auf die eine Art und Weise den Trainerposten gestärkt, die Spekulationen beendet und der Mannschaft eine ordentliche Vorbereitungsphase geschaffen. Und in Anbetracht der Tatsache, dass das Trainerbecken leergefischt war, hat man aus der Hinterhand doch noch so etwas wie eine akzeptable Lösung gefunden. Auf der anderen Seite hat man aber den Verein geschwächt. In seiner Struktur, seiner Philosophie, seiner Kompetenz und Akribie und Einflussnahme globaler Denkansätze. Die Frage lautet doch wer einfacher zu ersetzen ist: der Professor Rangnick als Sportdirektor und Strippenzieher des Vereins oder der Trainer Rangnick. Von dem Gedanken, RR beflügelt ab sofort beide Posten, halte ich nichts. Es besteht die Gefahr das Rangnick als Trainer scheitert. Werden dann zwangsläufig 2 elementare Positionen im Verein frei, die weit und breit niemand adäquat ersetzen kann? Es besteht weiter die Gefahr, dass Rangnick in seinem Bestreben nach dem Maximum an seine Leistungsgrenze heran reicht und entweder noch rechtzeitig einlenkt (indem er eine der beiden Positionen beendet) oder dies gar nicht bemerkt und einem neuerlichen Burnout bevor steht. Ich denke Ralf Rangnick ist sich dieser Tragweite auch bewusst. Doch hat er sich diese Patt Situation im Winter selbst zugefügt. Er ist gezwungen eine Lösung zu finden, wo an sich gar kein Problem bestanden hatte. Selbst für den Fall RR meistert die größte Herausforderung seiner Karriere, wie geht es dann weiter? Definiert sich der Verein RB Leipzig dann nur noch über die Namen Dietrich Mateschitz und Ralf Rangnick? Eine doppelte one-man-show in dessen Fußstapfen keiner treten kann/möchte?
    Es bleibt also spannend bei uns. In der Winterpause sind wir alle ein Stück schlauer.

  7. Unter den gegebenen Umständen ist es dann wohl doch irgendwie eine 1A-Lösung. Die Entscheidung ist zumindest aufgrund der beschriebenen Situation bei der Trainersuche nachvollziehbar und konsequent. So langsam entwickelt sich bei mir dann auch die Vorfreude auf die neue Saison.

  8. Interessante Lösung mit Chancen und Risiken. Okay, dass nicht jeder das Potenzial und die Vison von RB Leipzig als Trainer sehen kann oder in der aktuellen Situation möchte, ist auch klar. Tuchel ohne Dortmund Angebot wäre vielleicht auch eher bereit gewesen sich .. aber das ist jetzt auch schon das Feld der Spekulation.

    Ralf Rangnick hatte einen Burnout. Ich habe ihn nach Genesung bei einer Podiumsdiskussion der Schwäbischen Zeitung in Leutkirch erlebt. Das war schon heftig und ging in der Burnout Phase bis zum hektischen und unvernünftigen Essen. Sich vom Trainergeschäft abzuwenden war wohl, wenn ich es recht in Erinnerung habe, eine seiner getroffenen Maßnahmen. Neben Entspannungsübungen und regelmäßigen Übungen die aus dem Qigong stammen. Weiterhin verändertes Essverhalten etc.

    Jetzt also die Rückkehr auf den stressigen Trainerjob mit der nicht zu unterschätzenden Gefahr des Verschleisses (man schaue sich Klopp an, oder Tuchel am Ende seiner Mainzer Zeit, auch Pep Guardiola nahm eine Auszeit, Hitzfeld war sowohl am Ende seiner Dortmund Trainerlaufbahn ausgebrannt wie später auch bei Bayern – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen ).

    Ralf Rangnick ist viel Kraft zu wünschen und das hören auf die eigene Stimme des Körpers und der Psyche.

    Vielleicht gelingt im ein Aufstieg und anschließend der Rückzug auf den Sportdirektorposten und Einbindung eines Trainers mit dem er gut kann.

  9. wie mathias ja schon festgestellt hat, ist RR ein Typ der (zuviel?) einfluss nehmen möchte in dingen, die ihn auf seinem posten nur bedingt was angehen. zusätzlich ist er ein absolutes alpha tier und kann hier auch nicht zurückstecken. die nächste eigenschaft hier ist ein völliges von sich selbst überzeugt sein.

    solange alles läuft sind all diese eigenschaften kein problem und es kann ganz super laufen (burnout mal rausgenommen)… aber …. genau das lief in der letzten saison eben nicht.

    aus völliger selbstüberschätzung(oder druck von oben?) heraus zur winterpause der meinung zu sein, dass man aufsteigen kann hat ihm am ende das genick gebrochen.

    hier hat man sich mehrfach verzockt. es fing an mit entäuschenden transfers, ging weiter mit dem verprellen von zorniger ( sind wahrscheinlich oft angeeckt), die völlige falscheinschätzung der entscheidung von tuchel (hier greift wieder die selbstüberschätzung RRs, dass ja jeder zu ihm will) dann der Nicht-Aufstieg ( der den letzten rest der hoffnung auf einen trainer zunichte machte).

    hier wurde hoch gepokert und, so kann man m.M. nach sagen, hoch verloren.

    jetzt steht man quasi da bis aufs unterhemd und probiert mit diesem unterhemd (all-in) ein letztes pokerspiel. geht das gut und LE ist in liga 1 ist alles gut und es geht weiter…. verbrennt man sich auch hier und ist quasi „nackich“ könnte das ein richtig richtig großer rückschlag sein. RR ist nicht alles, aber eine große Lösung für die man erstmal einen ersatz mit zukunft finden müsste. dank rückzug von RR aus salzburg könnte das (mal ganz düster gemalt) auch am ende bedeuten, dass man RBL auslaufen lässt. je nach geduld von DM könnte es also ganz schnell ganz duster werden. selbst nur ein „umbruch“ kann viel von dem kaputt machen, was man erst aufgebaut hat.

    ich bin gespannt.

    1. Ich bin nicht der Meinung dass man RBL auslaufen lässt, für den Fall dass Rangnick scheitert. Dazu sind die Investitionen viel zu groß und zu stark auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Mal noch weiter gedacht: Auch ein Matteschitz hat nicht das ewige Leben. Ich glaube nicht, dass dann die Marke Red Bull verschwindet oder das Engagement im Sport nachlässt. Das sind gewachsene Strukturen, die nicht sofort zusammenbrechen wenn ein Häuptling den Clan verlässt.

  10. Der Vergleich mit „All In“ bei Poker trifft es ziemlich gut. Ich muss sagen, nach der „Da müssten wir geisteskrank sein“ Geschichte und dem Zorniger-Rauswurf (nichts anderes war es in meinen Augen) hatte Rangnick bei mir sämtliche Sympathien verspielt. Jetzt wird er also selbst Trainer – und kann sich damit in Leipzig ein Denkmal setzen – oder komplett untergehen. Also eins muss ich ihm lassen: Der Mann hat Eier!

  11. Rangnick blieb letzlich nichts anderes übrig, als einen Trainer zu entlassen, der öffentlich auf der Pressekonferenz neben ihm sitzend sagt: „Ralf will aufsteigen, ich nicht!“
    Und die Vorstellung, Ralle wird bei den Rasenballern so etwas wie ein Alex Ferguson (über Jahrzehnte ein erfolgreicher Trainer in Personalunion mit Sportdirektor), finde ich jetzt nicht ganz so trübe. Eigentlich gefällt mir die Vorstellung ganz gut. Vor allem, wenn ich bedenke, dass Rangnick bei all seinen Trainerstationen bisher erfolgreich gearbeitet hat. Ausnahmslos.

    1. Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Jetzt wird bei RB offiziell, was schon längst an der Tagesordnung war, ich kann mittlerweile damit leben. Der A.B. bleibt mir erhalten, gut so!

  12. Besonders im ersten Teil von „rmmdoll“, „Matthias“, „Spilo“ und „tomsen“ sind zu diesem Thema interessante Gedanken nachzulesen, denen ich mich größtenteils auch anschließe und deshalb von mir auch nicht wiederholt werden müssen.
    Das öffentliche Trainerbecken ist allerdings derzeitig alles Andere als leergefischt! Nur der vom Professor unprofessionell angepackte „Tuchel-Deal“ ging völlig daneben. Tatsächlich würde aber bei einem eventuellen erneuten Scheitern des Rasenballsportvereines in Leipzig mit dieser für mich etwas zu verfrühten „1 c-Trainervariante“ mit RR (Herr Mintzlaff sprach bekanntlich von der 1-A Variante) dann einen derartigen Rückschlag erleiten, der die perfekt eingeplante und nicht gerade billige Erfolgsgeschichte kurz vor dem Ziel nach einer erneuten Zwangspause kaum wieder zum Leben bringen kann! Zusätzlich wäre dann gleichzeitig das einzig echte Bindeglied zur entfernten „finanziellen Macht“ moralisch so geschwächt, dass dieses als zukünftiger Ansprechpartner kaum noch infrage kommen dürfte.
    Übrigens scheint RR keinen Mangel an Selbstbewustsein zu haben, was u.a. seine Bemerkung begründete, dass seit Bekanntsein der Trainerübernahme der Neuzugang Orban aus Kaiserslautern den RB L auf der Interessenliste von ganz unten (!) spontan an die Spitze setzte. Es war auch wichtig zu hören, dass Sponsor Mateschitz eine Meinung haben darf, doch die Entscheidungen in Leipzig getroffen werden……
    Auch mit den noch ausstehenden „echten Knallern“ wird der Weg nach oben nicht einfach werden, den z.B. Darmstadt schon geschafft hat!

    1. Bei solchen Investments wird doch nicht Knips gemacht und das Licht ist aus sondern es wird schlicht und ergreifend veräußert. Ist genau wie in der Formel 1, sollte man das Engagement da mal beenden wird der Rennstall einfach weitergereicht. So ist Red Bull Racing ja auch aus dem ehemaligen Jaguar Racing (also damals Ford) hervorgegangen. Alles ganz normal….

  13. 3 Jahre RL, O-Ton, wer weiß wie lange sich das DM noch anguckt.
    Lizenzauflagen, O-Ton, dann zieht DM den Stecker. Der Fingerzeig von DM war prächtig inszeniert.
    RR in Doppelfunktion, O-Ton, wenn RR nächstes Jahr nicht aufsteigt, lässt DM Leipzig fallen.

    Ich habe jetzt leicht überzeichnet, doch was ich hier und bei Twitter so lese, mein lieber Herr Gesangsverein, da haben viele schlaflose Nächte in den nächsten 12 Monaten.

    Tut Euch und uns ein Gefallen, seht das Glas halb voll und bleibt entspannt. Es geht immer weiter, auch ohne Kutschke, Frahn, Zorniger, Rangnick, ja auch irgendwann ohne DM.
    Was sollen die Engländer sagen? Scheich dort, neureicher Russe da, mein Gott, RBL ist ein Investment.
    Da fließen handgeschätzte 100 Mio in 10 Jahren rein, ja und dann, kommt DM(oder seine Erben) und sagt, kein Bock mehr, ich dreh den Hahn ab, weil wir im Mittelfeld der ersten Liga sind? (2019).
    Man kann sich vieles schwarz malen, doch das Leben ist zu kurz, für zu viele negative Gedanken.

    1. ..in so manchem Leben scheint aber genug Zeit um negative Gedanken als Mittel zum Zweck zu äußern. Ich lese die oft etwas gestelzten Beiträge von HUKL trotzdem gern.

  14. 1. Im Wolfsburgspiel war zusehen, dass die Mannschaft nicht erstligatauglich war. Zornigers Hinrunde ist mit gluecklichen Minimalerfolgen durch Freistoeße verbunden, jedoch brachte jede Ecke ungeheure Gefahr.
    Rangnick ist Geduld mit sich selbst zu wuenschen.

  15. Soweit ich mich erinnere, hat RB die ersten 20 Minuten gegen Wolfsburg überragend gespielt und das Wunder schien im Bereich des Möglichen. Aber Wolfsburg ist halt abgezockt und gnadenlos effizient. Wie man gestern gegen Dortmund sehen konnte. Schade, ich hätt´s Kloppo gegönnt.

    1. genau diese 20 Minuten meine ich. Brilliant gespielt, aber am 5-Meter-Raum ein lahmes Schüsschen. Auf der Gegenseite haut Caliguri den Ball von der Strafraumgrenze in die Maschen.
      Es fehlen Zweikampfhärte und Schusskraft. Genaues Passspiel. Raumaufteilung.

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