26.Spieltag – 3.Liga 2013/2014

Spieltag 26 steht an. Es geht auf das Ende des Februars zu und immer noch ist keine einzige witterungsbedingte Absage zu verzeichnen. Langsam macht einem der Fußballwinter Angst. Der Nebeneffekt ist natürlich wunderbar und eine Tabelle völlig ohne Verzerrung. In der weiterhin nur Heidenheim enorm herausragt. Selbst Saarbrücken ist im Vergleich zu Heidenheim noch eng mit den nächstplatzierten Team verknüpft.

Duelle aus der vorderen Tabellenhälfte sind an diesem Spieltag rar. Wehen Wiesbaden gegen Erfurt, Regensburg gegen Rostock oder Osnabrück gegen Halle gehen ansatzweise als solche Partien durch. Zumindest sind es wichtige Partien im Hinblick auf die Chancen, noch mal an Platz 3 oder gar 2 heranzukommen. Die ersten drei in der Tabelle prüfen derweil drei der letzten vier Teams der Tabelle. Und in allen drei Partien ist der nominelle Außenseiter gar nicht so chancenlos wie man denken würde.

Das letzte Olympia-Wochenende läuft parallel zum 26.Spieltag der dritten Liga. Was wieder mal erhebliche Einbußen beim Livestream-Angebot zufolge hat. Aktuell ist lediglich die Übertragung der Partie zwischen Kiel und Leipzig seitens des NDR geplant. Selbst MDR und BR planen an diesem Wochenende keine Liveberichte. (Livestream-Link am Ende des Beitrags).

VfB Stuttgart II (32 Punkte) – Preußen Münster (31 Punkte): Das Duell jener zwei Teams, die die aktuelle Abstiegszone anführen. Und somit auch jeweils die Chance, dem ganz großen Schlamassel vorerst zu entkommen oder tiefer hineinzurutschen. Münster nach drei sieglosen Spielen nach der Winterpause zuletzt immerhin mit einem Sieg gegen Elversberg. Seit Mittwoch hat man mit Detlev Dammeier einen neuen Sportdirektor, der interessanterweise erst nach seiner Einstellung erstmals persönlich mit dem Trainer redete. Was auch ein gewisses Konfliktpotenzial in Sachen Teamchemie auf Führungsebene birgt. Könnte man aktuell wohl eher nicht brauchen. Stuttgart auf der anderen Seite zuletzt mit zwei Niederlagen, nachdem man vorher zweimal glücklich gewann. Insgesamt ist man also sportlich noch nicht ganz in optimaler Verfassung. – 0

Borussia Dortmund II (31 Punkte) – MSV Duisburg (36 Punkte): Was der BVB II wohl ohne Marvin Ducksch wäre. Drei Tore in drei Rückrundenpartien. Insgesamt 12 Treffer in 18 Einsätzen und damit aus der Spitzengruppe der Torjäger derjenige, der am häufigsten pro 90 Minuten trifft. Ducksch ist letztlich die Lebensversicherung des BVB-Nachwuchs und sorgte mit seinen zwei Toren gegen Chemnitz dafür, dass man erstmal ein wenig durchatmen kann. Richtig durchatmen könnte man, wenn man auch gegen den MSV Duisburg gewinnen könnte. Was schwierig genug wird, denn Duisburg schielt immer noch ein wenig nach oben. Andererseits hat der MSV die letzten vier Auswärtspartien nicht mehr gewonnen und in zwei Heimspielen nach der Winterpause auch eher glücklich jeweils drei Punkte geholt. Die Chancen wären für den BVB vielleicht so günstig wie nie, wenn denn Ducksch nicht gesperrt ausfallen würde. Auf jeden Fall wird es ein stimmungsvolles Spiel vor großer Kulisse. Aus Duisburg werden ein paar Tausend Fans den kurzen Weg auf sich nehmen und in Dortmund wird das Spiel – wie in der Hinrunde – auch einiges an Interesse auf sich ziehen. – 0

VfL Osnabrück (36 Punkte) – Hallescher FC (34 Punkte): Halle ist wohl eines der heißesten Teams der Rückrunde. 10 Punkte aus vier Spielen haben sie locker aus dem Tabellenkeller geführt und ihnen viel Selbstvertrauen eingeimpft. Osnabrück hängt dagegen etwas zwischen den Stühlen. Sechs Punkte aus vier Spielen sind zu wenig zum Aufstiegsleben und zu viel, um das Schielen nach oben zu lassen. Will man den Anschluss nach oben nicht verlieren, sollte man aber gegen den Halleschen FC, also gegen Francky Sembolo (5 Tore in 4 Spielen für den Neuzugang), dreifach punkten. Zwei aggressive Teams gegeneinander. Könnte auch gut sein, dass das Spiel nicht mit 22 Spielern endet.. – 1

SpVgg Unterhaching (31 Punkte) – Stuttgarter Kickers (35 Punkte): Lange lag Unterhaching sehr gut in der Tabelle. Nun rutscht man doch langsam in die Abstiegszone, wo man die Bayern schon seit Anfang der Saison erwartet hätte. Dummerweise treffen sie ausgerechnet jetzt auf das Team der Stunde. Nämlich auf die Stuttgarter Kickers, die in sechs Spielen seit der (unglücklichen) Niederlage in Leipzig insgesamt 16 Punkte einheimsten, vier mehr als Heidenheim, sechs mehr als RB Leipzig und 12 mehr als Unterhaching. Was eigentlich Aussage genug ist und sich jetzt nur noch die Frage stellt, wann diese Serie reißt. Denn irgendwann muss die Serie reißen. – 1

1. FC Heidenheim (57 Punkte) – 1. FC Saarbrücken (22 Punkte): Das nominell ungleiche Duell zwischem Erstem und Letztem. 57 Punkte gegen 22 Punkte. Eigentlich ein klarer Fall. Wenn da nicht der Best-of-zweite-Liga-Kader des 1.FC Saarbrücken wäre, der vielleicht nach dem Trainerwechsel zu Kilic doch noch anfängt sein Potenzial auszuschöpfen. Und wenn er das tut, könnte er auch beim Spitzenreiter, dessen Konzentration angesichts des Vorsprungs in der Tabelle langsam abnehmen dürfte, etwas holen. Ob das 1:0 gegen Unterhaching schon als Signal interpretiert werden kann, dass es in Saarbrücken aufwärts geht, ist dabei angesichts des Negativlaufs der Bayern fraglich. Heidenheim seinerseits in Rostock mit einem dieser typischen Maschinensiege. Früh ein wunderhübsches Tor gemacht und das dann mit aller Abgeklärtheit und Robustheit über die Zeit gebracht. Weiterhin kein Zauberteam, aber eines das perfekt zur Drittligaspitze passt. Wäre ich Sportwetter würde ich auf einen Auswärtssieg setzen, die Chancen sind gemessen an der Quote (8,5:1) nicht so schlecht, aber ich verbleibe doch mit dem Sicherheitstipp. – 1

Chemnitzer FC (27 Punkte) – SV Darmstadt 98 (43 Punkte): Für Chemnitz wird es langsam ganz eng. Was noch nicht mal daran liegt, dass man auf einem Abstiegsrang steht, sondern daran, dass man offenbar nicht gegen den Negativtrend ankommt und man eigentlich von Woche zu Woche in noch schlechtere Stimmung rutscht. Das depremierende 0:3 beim Spiel gegen den direkten Konkurrenten in Dortmund letzte Woche und die Suspendierung von Nachwuchs-Stürmer Mauersberger am gleichen Tag kann man jedenfalls guten Gewissens als bisherigen Tiefpunkt ansehen. Und mit Darmstadt kommt nun ein Team, das zu den konstantesten der Liga gehört. Eine Mannschaft, die nicht immer schön spielt, aber immer für ein Tor gut ist und sich so Punkte holt. 40 geschossene Tore zeugen davon. Dass die angeschossenen Sachsen nun ausgerechnet gegen selbstbewusste Hessen, die unter der Woche das Saisonziel Klassenerhalt in Aufstieg umänderten, den Bock umstoßen, erscheint unwahrscheinlich, wäre aber dringend notwendig und vom Potenzial der Mannschaft her auch möglich. – 0

SV Wehen Wiesbaden (37 Punkte) – FC Rot-Weiß Erfurt (34 Punkte): Egal wie oft der SV Wehen Wiesbaden in dieser Saison verliert, aus der Sichtweite der Aufstiegsplätze verschwinden sie nie. Die Stimmung rund um den Verein ist aber weiterhin nicht sonderlich positiv. Die Niederlage in Leipzig tat da ihr übriges. Mit Erfurt kommt nun ein unangenehmes Team, das nach nur zwei Punkten aus vier Nachwinterpausenspielen langsam wieder Punkte braucht, wenn man nicht in der unteren Tabellenhälfte verschwinden will. Nicht umsonst sprach Coach Kogler davon, dass man nun schnell die Punkte für den Klassenerhalt sammeln muss. – 2

Holstein Kiel (28 Punkte) – RB Leipzig (46 Punkte): Kiel gegen Leipzig ist ähnlich wie Heidenheim gegen Saarbrücken ein Spiel, das klarer klingt als es ist. Denn Kiel ist ein robustes, sehr gut besetztes Team, das vom Potenzial her mit jedem Team in der Liga mithalten kann und nicht umsonst die drittbeste Defensive der Liga stellt und erst zweimal mit mehr als einem Tor verloren hat. Leichte Favoritenrolle für RB. Alles weitere wie immer im Vorbericht. – 2

SV 07 Elversberg (29 Punkte) – SV Wacker Burghausen (24 Punkte): Das einzige direkte Abstiegsduell des Spieltages. Für Burghausen nach sieben Punkten aus vier Spielen seit der Winterpause die große Chance, sich endgültig an die Nichtabstiegsplätze hinanzuschieben und einen direkten Konkurrenten tief in das Schlamassel hineinzuziehen. Elversberg in den letzten drei Spielen zwar mit viel Aufwand, aber auch mit vergleichsweise wenig Ertrag und nur einem Punkt und deswegen auch wieder tief in der Abstiegszone. In den letzten 11 Spielen kassierte Elversberg, das kurz nach Amtsantritt von Coach Hirsch so defensivstark agierte, immer mindestens einen Treffer (insgesamt 21). Sicherlich im Abstiegskampf nicht ganz optimal. – 0

Jahn Regensburg (34 Punkte) – FC Hansa Rostock (39 Punkte): Regensburgs Aufwärtstrend wurde durch das 1:2 in Darmstadt verdient und jäh gebremst, sodass man aus einer gesicherten Mittelfeldposition in das Spiel gegen Rostock geht. Die Hanseaten seit der Winterpause mit nur vier Punkten aus vier Spielen, aber auch einer Menge Pech und dem undankbaren Spiel gegen Heidenheim. Mit einer weiteren Niederlage könnte man im Aufstiegskampf allerdings ordentlich an Boden verlieren. Kann man sich eigentlich nicht wirklich leisten. – 2

PS: Tippquote bisher an 25 Spieltagen: 112 von 246.

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Livestreams – Anpfiff Samstag, 14 Uhr

  • Holstein Kiel vs. RB Leipzig bei ndr.de [broken Link]

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