Duell der Ligagrößten

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim MSV Duisburg (01.02.2014, 14.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Sebastian Heidinger.]

Trotz des 0:1 gegen Wacker Burghausen am vergangenen Wochenende dreht sich das Drittligakarussell für RB Leipzig munter weiter. Und schickt die RasenBallsportler auf die lange Auswärtsfahrt nach Duisburg. Zum Duell der größten Städte (zumindest wenn man Stuttgart außen vor lässt, wo die Kickers ja nur die Nummer 2 der Stadt sind) mit den größten Stadien (wenn man mal vom historischen Koloss in Saarbrücken absieht) der Liga. Also so etwas wie das Gegenmodell zum Spiel von RB Leipzig gegen Wacker Burghausen als RB gegen die zweitkleinste Drittligastadt verlor.

Entsprechend wünscht man sich bei RB Leipzig wohl, dass die Fahrt nach Duisburg auch sportlich zum Gegenentwurf des Auftritts gegen Burghausen wird. Daniel Frahn hat schon mal prophylaktisch via BILD die Eier beschworen. Wobei es unter Umständen etwas früh für öffentliche Brandreden sein könnte. Fakt ist aber, dass vor allem die Art und Weise der Niederlage gegen den (bis letzte Woche) Tabellenletzten Kratzer im Selbstverständnis von RB Leipzig hinterlassen hat. Die Leichtigkeit, mit der man nach der Winterpause starten wollte, ist erst mal weggeblasen.

Will man sich beruhigen, dann kann man feststellen, dass RB Leipzig in dieser Saison noch nie zweimal am Stück verloren hat. Nach den vor Burghausen insgesamt fünf Niederlagen gab es bisher vier Siege und ein Unentschieden. Mehr noch hat RB Leipzig das Auswärtsspiel nach einem nicht gewonnenen Heimspiel bisher immer siegreich gestaltet. Und schlechten Spielen folgte oft ein gutes. Nur was diese schönen Statistiken wert sind, ist noch völlig unklar, denn letztlich folgen Statistiken ja immer auch aus Form und Zustand der Teams und diesbezüglich darf man nach dem Auftritt von RB Leipzig gegen Burghausen kleinere Zweifel haben. Auch weil unter Umständen die vier Zugänge und vier Abgänge des Winters doch auch erst einmal Unruhe und ein kleineres Leistungsloch mit sich bringen.

Die Hoffnungen für das Spiel in Duisburg ruhen bei RB Leipzig auch auf Kapitän Daniel Frahn, der nach Gelbsperre wieder dabei ist und der insbesondere als Leader und Teammotivator gefragt ist. Und nebenbei ja vielleicht auch wieder mal als Torschütze, denn letztmalig traf Frahn (auch, aber nicht nur weil er seitdem drei Spiele verpasste) Mitte Oktober. Für einen in den letzten vier Jahren in der Regionalliga in Babelsberg und in Leipzig nach Belieben treffenden Torjäger eine Durststrecke fast schon epischen Ausmaßes. Übertrieben gesagt.

Kontrahent Duisburg ist auf den ersten Blick durchschnittlichster Drittligadurchschnitt. Sieben Siege, acht Unentschieden, sieben Niederlagen. 28:28 Tore. Platz 10. Rein von den Statistiken ist man nicht Fisch und nicht Fleisch. Irgendwo zwischen den Welten mit gerade mal vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang, aber auch nur sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz 3. Und wenn man das Schneckenrennen hinter Spitzenreiter Heidenheim nimmt, darf faktisch jedes Team fast runter bis Platz 18 noch von ganz großen Taten träumen.

Ganz besonders gilt das aber für ein Team wie den MSV Duisburg, die bisher von den Zahlen her eine durchschnittliche Saison gespielt haben, aber dafür eine erstklassig besetzte erste Elf haben. Eines der Grundprobleme der Mannschaft besteht darin, dass man Führungen nicht über die Runde bringt. Nur sieben von 13 Spielen, in denen man in Führung lag, gewann man am Ende auch. Was der drittschlechteste Wert der dritten Liga ist. Hätten sie in diesen Spielen im Schnitt so viele Punkte mitgenommen wie Leipzig oder Darmstadt oder Erfurt, dann hätte man jetzt sechs bis sieben Punkte mehr und läge auf oder knapp hinter dem Relegationsplatz.

Dass man dies nicht tut, könnte damit zusammenhängen, dass der MSV Duisburg als Team (und das ist vor allem fußballerisch gemeint) noch nicht zusammengewachsen ist, auch weil man durch die sehr späte Lizenzentscheidung im Sommer praktisch keine Vorbereitung hatte und eventuell auch konditionell nicht auf den Stand gelangen konnte, den andere Teams hatten. Beide Faktoren sollten in der Rückrunde eine kleinere Rolle als in der Hinrunde spielen. Zum Auftakt nach der Winterpause war das Muster aber das altbekannte. Der MSV Duisburg führt, fährt aber trotzdem nur mit einem Punkt nach Hause.

Was im konkreten Fall auch der Tatsache geschuldet war, dass den Verein beim Spiel in Regensburg eine lange Verletztenliste plagte. Und somit auch zum Tragen kam, dass der MSV zwar eine aufstiegstauglich besetzte erste Elf hat, aber in der Tiefe nicht so gut besetzt ist, wie andere Vereine. Mal eben Wolze, Gardawski, Ofosu-Ayeh, Dum, Aycicek und ab der Halbzeit Bajic ersetzen zu müssen, ist schlicht nicht auffangbar.

Besonders wichtig aus MSV-Sicht, dass von diesem Sextett gegen RB Kevin Wolze wieder mitmachen kann. Deniz Aycicek hat in Duisburg eine nicht so zentrale Rolle, kann aber auch wieder mitmachen. Und bei Branimir Bajic ist noch unklar, ob er bis zum Wochenende wieder fit wird, aber die Tendenz für den Kapitän ist insgesamt positiv bzw. zumindest positiver als noch am vergangenen Wochenende gedacht, als auch eine längere Verletzung im Raum stand.

Angesichts der vereinsseitig immer noch vorhandenen leisen Aufstiegshoffnungen, wird es für den MSV Duisburg in den nächsten Spielen darauf ankommen, sich zumindest näher an Platz 3 zu schieben. Das Spiel gegen RB ist hierbei ein kleines Schlüsselspiel, nicht nur weil die anschließenden Aufgaben (Chemnitz auswärts, Erfurt zu Hause) nicht leichter werden, sondern auch weil man mit einem Sieg sogar den Rückstand auf Platz 2 auf acht Punkte verringern könnte und so fast schon in Schlagdistanz zu einem direkten Aufstiegsplatz läge.

Für den MSV Duisburg ist der Auftritt gegen RB Leipzig also ein immens wichtiger. Einer, bei dem es auch darauf ankommen wird, dass die vorhandene individuelle Klasse des Gastgebers sich in einer Teamleistung manifestiert. Schaffen sie es, die Leistung aus der ersten Halbzeit in Regensburg, als man dominant und überlegen agierte, über 90 Minuten zu wiederholen, dann haben sie gegen RB Leipzig eine gute Chance. Wenn sie als Individualkünstler auftreten, dann weniger.

Im Tor wird der MSV Duisburg mit Michael Ratajczak auflaufen. Insgesamt 79 Zweitligaspiele mit Ahlen und Düsseldorf (plus die zwei Relegationsduelle gegen Hertha BSC) geben ausreichend Auskunft über seine Qualitäten, von denen man sich im Hinspiel in Leipzig in einigen Situationen auch per Live-Augenschein überzeugen konnte.

Vor Ratajczak würden im Normalfall Tobias Feisthammel und Kapitän Branimir Bajic innenverteidigen. Ein Duo, das zusammen auf 223 Zweitligaeinsätze kommt. Sollte Bajic bis zum Wochenende nicht fit werden, dann dürfte mit Markus Bollmann (92 Zweit- und 63 Erstligaspiele) eine adäquater Ersatz bereitstehen.

Auf der rechten Außenverteidigerposition sollte der robust-solide Matthias Kühne erneut den Ausfall von Phil Ofosu-Ayeh zu kompensieren versuchen. Zumindest defensiv sollte das wenig Probleme mit sich bringen. Auf der linken Außenverteidigerposition durfte sich in Regensburg der 19jährige Maximilian Güll als Ersatz für den verletzten ehemaligen Bundesligaprofi Sascha Dum empfehlen. Nominell mag das von Nachteil sein, in der Praxis spielt das vermutlich eine geringere Rolle.

Im zentralen Mittelfeld könnte es auf ein zwei aus drei hinauslaufen. Wenn Kevin Wolze (23 Jahre, schon 53 Zweitligaspiele) fit ist, dann wird er sicher spielen. Und neben ihm einer der beiden Sechser aus dem Regensburg-Spiel auflaufen. Vermutlich am ehesten Neuzugang Nikolas Ledgerwood, kanadischer Nationalspieler, der seine Sache im ersten Pflichtspiel für den neuen Verein gut machte. Auf der Strecke bliebe dann Tanju Öztürk, der in der Hinrunde nocht meist gesetzt war. Möglich aber auch, dass Wolze aus der zentralen Position auf die Außenbahn rutscht und so ein Platz frei bliebe für Öztürk.

Ein Kandidat für eine Ablösung durch den torgefährlichen Wolze wäre hier Erdogan Yesilyurt, der in der bisherigen Saison eher Ergänzungsspieler war, aber in Regensburg auch wegen der Gardawski-Verletzung von Beginn an auf der Außenbahn spielte. Außenseiterchancen hat hier Athanasios Tsourakis. Sicher spielen wird dagegen als zweiter Außenbahnspieler oder (wahrscheinlicher) hängende Spitze Patrick Zoundi (mit 90 Zweitligaspielen auch einer der erfahreneren im Team). Drei Tore und zwei Vorlagen in den letzten fünf Spielen belegen seine Wichtigkeit.

Fehlt noch Nummer drei im Offensivboot und die heißt Pierre de Wit (42 Erst- und 52 Zweitligaeinsätze) und wird wohl als Außenbahnspieler links mit Hang zur Mitte auflaufen. Auch wenn man spontan sagen würde, dass de Wit zentralere Positionen auf dem Platz besser liegen, weil er mit seinen Pässen in die Tiefe immer in der Lage ist, eine Abwehrkette zu zerspielen. Eine Qualität, die auf der Außenbahn nicht ganz zum Tragen kommt. Spielt Zoundi außen, könnte de Wit in die Mitte auf die Zehn rücken.

Bleibt im Sturm noch Kingsley Onuegbu, der aus dem Spiel heraus treffsicherste Angreifer der dritten Liga, der schon elfmal traf (allerdings nur zweimal in den letzten acht Spielen), darunter auch in Leipzig. Aufgrund fehlender Konkurrenz ist der mit 27 Jahren nicht mehr ganz junge Mann, der in seiner Karriere auch schon 34mal in der zweiten Liga auflief, letztlich unantastbar.

Wenn man sich den MSV Duisburg insgesamt anschaut, dann hat man eine unheimlich erfahrene Mannschaft mit sehr viel individueller Klasse. Was darauf hinweist, dass Manager Ivica Grlić insbesondere im Sommer (als 16 Spieler kamen) bei all dem Lizenztrouble einen unheimlich guten Job beim Überzeugen von Spielern für Duisburg gemacht haben muss. Ratajczak, Feisthammel, Bajic, de Wit, Wolze, Zoundi, Onuegbu, dazu noch Dum und Ofosu-Ayeh, wenn sie wieder fit sind. Das ist eine Formation, mit der man auch in der zweiten Liga antreten kann. Und die demnach auch gut genug sein sollte, dem Tabellenzweiten der dritten Liga Paroli zu bieten.

Bei RB Leipzig werden die Probleme in Sachen Verletzten- bzw. Ausfallliste langsam geringer. Joshua Kimmich trainierte zuletzt wieder mit und könnte zur Stabilisierung des Mittelfelds eine ernsthafte Option werden. Am wahrscheinlichsten, dass dafür dann Henrik Ernst weichen müsste. Daniel Frahn wird sicher dabei sein und Denis Thomalla mindestens auf die Bank verdrängen. Auf der linken Sturmseite gäbe es mit Palacios Martinez und Luge Alternativen zu Matthias Morys, aber wahrscheinlicher ist, dass letzterer aufläuft.

Im Tor sollte Erik Domaschke trotz Schnitzers gegen Burghausen gesetzt sein. Zumindest ließ dies Zorniger direkt nach dem Burghausen-Spiel verlauten. Wer vor ihm in der Innenverteidigung spielt, ist ziemlich offen. Relativ wahrscheinlich ist, dass der passstarke Tobias Willers in die Mannschaft zurückkehrt. An seiner Seite könnten sich dann Fabian Franke oder Niklas Hoheneder oder sogar (aber nur mit Außenseiterchancen) Tim Sebastian wiederfinden.

Blieben noch die Außenverteidigerpositionen, wo es denkbar wäre, dass Sebastian Heidinger von links nach rechts rutscht und dort Georg Teigl ablöst. Sodass der Kurzzeit-Duisburger (hatte vor der Saison in Duisburg in der zweiten Liga unterschrieben, nach dem Zwangsabstieg des MSV aber einen Kontrakt bei RB vorgezogen) Anthony Jung ins Team rutschen könnte, auch wenn er sich beim Test gegen Neugersdorf nicht unbedingt aufdrängte.

  • MSV Duisburg: Ratajczak – Kühne, Bajic (Bollmann), Feisthammel, Güll – Ledgerwood, Öztürk (Wolze) – Zoundi, de Wit, Wolze (Yesilyurt) – Onuegbu
  • RB Leipzig: Domaschke – Teigl (Heidinger), Willers, Franke (Hoheneder), Heidinger (Jung) – Kimmich, Demme, Kaiser – Poulsen, Frahn, Morys

Fazit: Von den Namen und den äußeren Bedingungen in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena her ist die Partie zwischen dem MSV Duisburg und RB Leipzig ein absolutes Topspiel. Trotz der durchschnittlichen Saisonstatistiken der Gastgeber. Entsprechend ist ein enges Spiel zu erwarten, in dem sich am Ende der durchsetzen wird, der als Mannschaft besser funktioniert. Gegen Burghausen funktionierte RB Leipzig als Mannschaft überhaupt nicht. In Duisburg wird man einen ganz anderen Auftritt brauchen, um zu bestehen.

[Wer das Spiel von RB Leipzig beim MSV Duisburg nicht vor Ort verfolgen kann und am 01.02.2014, ab 14.00 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und das Fanradio oder den Sportschau-Livestream [broken Link].]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. MSV Duisburg

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig beim MSV Duisburg mit Alexander Zorniger und Sebastian Heidinger.

14.12

In diesem Sinne wünsche ich allseits eine gute Restwoche und viel Spaß mit dem Duisburg-Spiel. Egal ob vor Ort, wo wohl zwischen 200 und 300 Leipziger weilen werden oder vor dem Fanradio oder beim Livestream.

14.11

Das war es schon von der Pressekonferenz. Ein neuer Torwart ist also kein Thema mehr. Kutschke ist hingegen weiter eins. Bis maximal morgen 18 Uhr, dann wird man Klarheit haben.

Dem MSV Duisburg begegnet Zorniger mit viel Respekt. Anhand der vielen Nachfragen zu Burghausen und den Auswirkungen auf die Mannschaft und der Emotionalität, mit der Zorniger darauf reagiert, merkt man aber auch, dass die Vergangenheit noch ganz schön im Kopf steckt und auch auf die Zukunft des nächsten Spiels abstrahlt. Mal sehen, was die Ansagen von Heidinger und Zorniger, dasss die Niederlage niemanden aus der Bahn werfen würde, Wert sein werden.

14.06

Kimmich als Option für die erste Elf. Ist wieder fit und hat gut trainiert. Frahn wird auch spielen. Ob es weitere Veränderungen gibt, ist noch unklar.

Auch in der Viererabwehrkette könnte es Veränderungen geben. Vor allem die Innenverteidiger sind hier genannt. Teigl wird wohl, so kann man zwischen den Zeilen lesen, wieder von Beginn an rechts hinten spielen.

Man müsse in jedem Spiel 100% bringen, um Erfolg zu haben. Wenn das Trainerteam im Training merkt, dass es in die falsche Richtung läuft, reagiert man. “Wer überragend trainiert, braucht sich keine Gedanken machen, ob er im Kader ist oder nicht.” Im Training Wert auf technisch-taktisches Verhalten gelegt.

Zorniger analysiert noch mal das Gegentor gegen Burghausen als Verkettung mehrerer Fehler (Domaschke, Teigl, Hoheneder, Franke).

Positionsspiel sei gegen Burghausen “katastrophal” gewesen, sodass man das gute Pressing von Burghausen, das aber mit nur wenigen Spielern ausgeübt wurde, nicht aushebeln konnte.

Schimpft auch noch mal auf den Sturm und dass sich dort niemand den Anspruch auf eine Aufstellung gegen Duisburg erarbeitet habe.

Bemerkt auch noch mal, dass man aufstellungstechnisch letzte Woche nicht alles richtig entschieden habe. “Sind trotzdem auf einem guten Weg.”

13.54

Alexander Zorniger: Fabio Coltortis OP ist gut verlaufen. Geht ihm gut. Mikko Sumsualo weiter in der Reha, kann vielleicht nächste Woche wieder mittrainieren.

„Bei Duisburg muss man sich nicht nur mit der Mannschaft, sondern auch mit dem Umfeld beschäftigen. Viele Zuschauer.“ Gute Mannschaft mit vielen guten Spielern. „Viel Qualität auf dem Platz.“ Und in der Winterpause auch die erste gemeinsame Vorbereitung gehabt.

Thiago Rockenbach erkältet, steht nicht zur Verfügung. Von einem Wechsel redet Zorniger nicht. Man habe Rockenbach aber im Winter klar gesagt, das man nicht mehr auf ihn baue.

Zorniger bezeichnet den Sportbild-Artikel, in dem es darum geht, ob RB Leipzig zukünftig Konkurrent von Bayern werden könnte als “schwachsinnig”.

Nach der Burghausen-Niederlage habe man kritisch mit den Spielern gearbeitet. Negative Presseberichte spielen dabei keine Rolle. Auch nicht, ob irgendjemand meine, welchen Stürmer man noch brauchen könne.

Die Mannschaft, auf die man baue, habe in der Vorrunde phantastisches geleistet.

Spiel gegen Burghausen sei nicht gut gewesen. “Kotzt mich am meisten an.” Aber man sei auch nicht auf Platz 14 durchgerutscht.

Eine Torwart-Verpflichtung ist vom Tisch. Nach internen Gesprächen sei nicht klar geworden, was ein neuer Torwart gutes fürs Team bringen könnte, aber er würde Unruhe ins Team bringen und das will Zorniger nicht.” Gute Mentalität der Mannschaft wird wieder zum Faktor werden und auch der Nummer 1 helfen.

Vier Neuzugänge, vier Abgänge würden ganz natürlich zu Unruhe führen. Die nichtgeplanten Geschichten mit Müller-Verletzung und Palacios-Verpflichtung hätten da noch zu beigetragen. Jeder Neuzugang verändert das Gefüge in einer Gruppe mit 24 Fußballern. Wenn Demme sofort spielt, ändere dies auch etwas für Fandrich und Röttger.

Wenn sich bei Kutschke noch was tut, wird man ihn noch holen bis morgen. Zwischen den Zeilen wird klar, dass Zorniger keine Million (fiktiver Wert) für einen Stürmer ausgeben wird, der vor einem halben Jahr freiwillig in die Bundesliga wollte. Rangnick kümmert sich drum und dem kann man vertrauen.

13.42

Heidinger: Abgänge verändern eine Mannschaft und die aktuellen Abgänge hätten ihre Verdienste im Verein gehabt. Aber man habe auch gute Spieler dazu bekommen. “Klar müssen die älteren Spieler das jetzt ein bisschen ordnen.” “Sehe das nicht so, dass die Abgänge eine Schwächung sind. Ein Rückschlag wie gegen Burghausen wirft uns nicht aus der Bahn.”

Über Burghausen sei auch im Mannschafskreis geredet worden, “aber der Fokus ging danach ganz klar auf Duisburg.” “Nach einem verlorenen Spiel sollte man sich nicht verrrückt machen.”

13.38

Sebastian Heidinger zu Burghausen: “Haben das Spiel aufgearbeitet und unsere Lehren daraus gezogen. Alles angesprochen und dann gleich auf Duisburg konzentriert.” “Mein letztes Spiel in Duisburg war mit Bielefeld. Ein Tor geschossen, 2:1 gewonnen. Auch mein ersten Zweitligaspiel mit Düsseldorf habe ich dort gemacht. Wird eine gute Stimmung dort. Da freue ich mich drauf. Fahren hoffentlich mit einem Dreier nach Hause.”

Was gegenüber Burghausen besser werden muss: Aufbauspiel, variabler spielen. “Habe für Samstag ein sehr, sehr gutes Gefühl.”

“Wir sind Zweiter, Duisburg ist Zehnter, das sollte auch nach dem Spiel so sein.” Einen Favoriten kann man bei solch einem Spiel nicht ausmachen. Als Zweiter kann man trotzdem mit breiter Brust hinfahren.

13.29

Zurück zum Spiel gegen Duisburg, wenn auch noch nicht zum Sport. Es ist im konkreten Fall tatsächlich ein Duell der wirtschaftlichen Gegensätze. Der MSV Duisburg neben Osnabrück und Hansa in der dritten Liga wohl der Verein mit den größten wirtschaftlichen Problemen. RB Leipzig auf der anderen Seite hat eine Sache auf keinen Fall und das sind Probleme mit den Finanzen. Auf dem Feld spielt es natürlich nicht die große Rolle, denn wie schon oben im Text angemerkt, der MSV Duisburg ist in der ersten 11 topbesetzt und von diesem Niveau her ein Team, das locker zum vordersten Tabellendrittel gehören könnte.

13.22

Trotzdem muss man natürlich erst einmal die aktuellste Neuigkeit abhaken. Und die dreht sich um Thiago Rockenbach, dessen Wechsel zur U23 von Hertha BSC vor nicht mal einer Stunde von der Leipziger und Berliner BILD veröffentlich wurde. Was überrascht, denn als Führungsspieler und Kämpfernatur, der ein Nachwuchsteam im Abstiegskampf der Regionalliga als Leader weiterhilft, hätte man ihn spontan nicht auf dem Zettel gehabt. Aber letztlich ist es seine Entscheidung und immerhin wird er dort regelmäßig spielen. Von daher viel Glück und Erfolg, Thiago!

13.16

So, da sind wir wieder. Auch wenn man es bei all den Transfer- und RB-als-Bayern-Konkurrent-Geschichten nicht glauben mag, es geht auch noch um Pflichtspielfußball. Und zwar mit dem Auswärtsspiel in Duisburg in seiner hochinteressanten Form.

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2 Gedanken zu „Duell der Ligagrößten“

  1. “Wir sind Zweiter, Duisburg ist Zehnter, das sollte auch nach dem Spiel so sein.”

    Lustige Aussage von Heidi, Zweiter bleiben wir ja so oder so, aber der MSV wird sehr wahrscheinlich nicht nach dem Spieltag 10. sein, dafür gehts dort zu eng zu.

  2. Du musst den Geist der Aussage nehmen, nicht seinen Wortlaut. 😉 (Aber ich hab auch in mich hineingeschmunzelt.)

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