Pressekonferenz: RB Leipzig vs. VFC Plauen

[Nach dem Spiel RB Leipzig gegen den VFC Plauen ab etwa 15.30 Uhr an dieser Stelle die Stimmen der Trainer Michael Hiemisch und Alexander Zorniger aus der Pressekonferenz.]

15.52

Schlussendlich bleibt nur, dass man weiter ungeschlagen bleibt. Wobei man manchmal das Gefühl hat, dass es gut wäre, wenn dieses Thema mal endlich vom Tisch käme. Weil man sich von dieser Ungeschlagen-Serie in dieser Saison schlicht nichts kaufen kann. Aber egal, verneigen wir uns heute vorFabian Franke, Fußballgott, der als Turm im Sturm doch noch den fast nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich sicherte. In diesem Sinne einen schönen Sonntag noch.

15.49

Ich bin immer noch sprachlos und völlig unschlüssig, wie man so ein Spiel, das man in der ersten Halbzeit eigentlich lange Zeit ganz gut im Griff hatte, noch so aus der Hand geben und den Gegner so zum kontern einladen kann. Neben dem nun schon gewohnt unkreativen Spiel mit dem Ball funktionierte heute auch das Spiel ohne Ball im Laufe des Spiels immer schlechter. Und das ist dann doch letztlich mehr eine Frage des Willens und Wollens als des Könnens.

15.45

Zorniger: Hoheneder-Wechsel war verletzungsbedingt. Zorniger schimpft über Fandrich, weil der zu wenig Einsatz gezeigt habe. Wenn er fünf mal so spiele wie heute, wechselt er ihn fünfmal in der 42. Minute aus. Und beim sechsten Mal lerne er vielleicht, was Fußball spielen heißt. Fandrich bringt alles mit, was man braucht, aber so reicht es nicht. Seine Fandrich-Schimpfkanonade relativiert Zorniger aber dadurch, dass er sagt, dass heute für alle gelte, dass sie nicht bereit waren, die nötigen Wege zu gehen..

15.43

Michael Hiemisch: “Bin hin und hergerissen zwischen Freude und Enttäuschung. Meine Mannschaft wollte von der ersten Minute an was mitnehmen. Mannschaft wollte nicht nur Unentschieden verwalten. Haben zügig umgeschalten in die Spitze. Haben uns in der Halbzeit trotz Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen. Haben die notwendigen Tore erzielt. Ärgerlich, dass wir unsere dritte Chance nicht genutzt haben. Individuelle Klasse von RB Leipzig hat sich durchgesetzt. Gefühlt ist es aber eher eine Enttäuschung.”

Zorniger: “Enttäuschung ist beiderseitig. Das ist nicht das, was wir spielen wollen. Punkt ist Glück und dem nicht verlieren wollen zuzuschreiben. Wechsel in der Startformation haben insgesamt nicht funktioniert. Zu wenig Laufbereitschaft. Heute war das 2:2 pures Glück. Unsere Art Fußball zu spielen, habe ich heute nur ganz ganz selten gesehen. Freuen uns ungeschlagen zu bleiben und mehr ist es nicht. Müssen schnell wieder auf den Weg kommen, auf dem wir waren.”

15.35

Da ist man glatt ein wenig sprachlos nach dieser zweiten Hälfte. Vielleicht fällt ja den Trainern mehr ein zu diesem 2:2. Gleich geht es los.

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4 Gedanken zu „Pressekonferenz: RB Leipzig vs. VFC Plauen“

  1. Hat man dieses Spiel gesehen, dann hat man einige Spiele in der Rückrunde gesehen.
    Unbesiegt, großer Vorsprung…ich kann es nicht mehr lesen.
    Nach oben zeigende Formkurve, wo bist Du?

  2. Das taktische Zuviel und die häufigen Wechsel verunsichern die Spieler. Das viele Quer- und Rückwärtsgeschiebe ist z. B. Ausdruck dessen.
    Weniger an taktischen Vorgaben und weniger an Wechseln kann manchmal mehr sein !!!
    Auf dem Spielfeld fehlt eine ordnende Hand. Das eigene Spiel zerfällt bei geringstem Widerstand.
    Ich sehe vorallem die sportliche Leitung im Zugzwang.

  3. Taktik gut und schön. Haben die Spieler auch Spaß am Fußball?
    AZ sagt, dass ist nicht der Fußball den wir spielen wollen. Sie tun es aber! Woran liegt es? Mir fehlt Selbstsicherheit, ein Kapitän der zur Attacke ruft, rotzige Spielweisen, Ecken und Kanten, eine Mannschaft, wo man merkt, dass Heimspiele eine Sache der Fußballehre ist alles zu geben….Keine Ausreden wie Wetter, Platz, Gegnerische Spielweise…
    Also die Uhr tickt! Oder glaubt da jemand nicht an den Aufstieg?
    Verträge laufen aus, der Aufstieg unsicher, der Trainer ein Schuleinser…

  4. Schon für diesen Trainer muss man RB mögen. Auch wenn der Fandrich vielleicht zu hart rangenommen hat. Er ist einer, der klare Worte sagt, bei ihm hat man auch das Gefühl, dass ein Gespräch mit Journalisten nicht aus Floskeln besteht sondern dass wirklich eine Interaktion stattfindet. So z.B. heute beim Interview auf der MDR-Seite gesehen. Sehr sympathisch!

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