Verschwörungstheoretisches Nachspiel

Das hieße im Klartext, dass Pacult und Loos noch zu Zeiten Beiersdorfers und vor der legendären Weinverkostung Pacult/ Mateschitz auf der Liste Red Bulls gestanden und miteinander über RB Leipzig gesprochen hätten. Eine Liste, die Beiersdorfer niemals selbst geschrieben und ein Gespräch, das er nicht initiiert hätte. (Verschwörungstheoretische Interpretationsspielräume)

So mutmaßte ich anhand verschiedener Fakten Anfang Juli. Eine Mutmaßung, die nun durch einen Bericht über die aktuelle Situation von Dietmar Beiersdorfer im Weser Kurier angeheizt wird.

Der Bruch kam, als Beiersdorfer erfuhr, dass Mateschitz den früheren österreichischen Nationalstürmer Peter Pacult als neuen Trainer für RB Leipzig vorgesehen hatte, ohne seinen Fußballchef in die Entscheidung einzubeziehen. „Wie auch immer die Entscheidung ausgefallen wäre, die sportliche Expertise war nicht mehr gefragt. Also musste man sich trennen“, erzählt Beiersdorfer emotionslos.

Zur Erinnerung: Beiersdorfers Abgang bei Red Bull datiert vom 08.04.2011. Da will Beiersdorfer also schon gewusst haben, dass Mateschitz Pacult will. Am Vortag, am 07.04.2011 trafen sich Pacult und Mateschitz bei einer Weinverkostung. Danach beteuerte Pacult mehrmals, dass es dabei keinesfalls um eine Verpflichtung als Trainer bei Red Bull gegangen sei – entlassen bei Rapid Wien wurde er am 11.04.2011, bei RB vorgestellt am 04.05.2011. (alle Daten bei den Verschwörungstheoretischen Interpretationsspielräumen)

Es gibt nur eine Chance, dass Pacults Beteuerung wahr bleibt, nämlich die, dass Mateschitz Pacult nach der Weinverkostung als Trainer bei RB Leipzig auserwählt hatte, er davon aber Pacult selbst noch nichts erzählte (wofür ja spricht, dass Beiersdorfer die Entscheidung als noch nicht gefallen bezeichnet). Nun ja, könnte sein. Ich jedenfalls finde es immer noch höchst erstaunlich und nicht für Red Bull sprechend, dass man eine komplette, arbeitsfähige Struktur platzen ließ, weil Mateschitz einen ganz bestimmten Trainer für RB Leipzig haben wollte.

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Ein Gedanke zu „Verschwörungstheoretisches Nachspiel“

  1. Bisher scheint es aber so, daß D.M. mit seiner Entscheidung alles richtig gemacht hat, da andere zuvor ja nicht gehandelt hatten (z.B. keine Beurlaubung von Oral zur Winterpause).

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