Testspiel: Grazer AK vs. RB Leipzig 1:4

Trainingslagertestspielzeit Part 1. Gegner für RB Leipzig war der österreichische Drittligist Grazer AK. Keine Ahnung, welches Niveau die österreichische dritte Liga hat. Maximal deutsches Regionalliga-Niveau würde ich ahnungsfrei schätzen. Was zur Frage führen könnte, warum RB Leipzig in der Vorbereitung ausschließlich gegen Gegner testet (sieht man mal vom polnischen Zweitliga-Spitzenclub Flota Swinemünde ab), die von ihrer Stärke her unter der eigenen anzusiedeln sind. Eine Antwort könnte in dem liegen, was über Peter Pacult in der heutigen LVZ kolportiert wird, nämlich dass die Vorbereitung ausschließlich auf den Start in die Regionalliga ausgerichtet ist. Wodurch es durchaus sinnig erscheint, auch ausschließlich gegen Teams zu testen, die den robsuten, desturktiven Regionalliga-Stil verkörpern. Keine Partien gegen agierende, nur 80% gebende CL-Teilnehmer, gegen die man gut aussieht und sich so lange ein Loch in den A… freut bis man den Regionalliga-Auftakt versemmelt hat. Ich finde es gut, dass man das DFB-Pokal-Spiel gegen Wolfsburg vorbereitungstechnisch weitgehend links liegen lässt. Sportlich ist es nicht wichtig und motivationstechnisch ist das eh ein Selbstläufer, wenn man vor vielleicht 30.000 Zuschauern den Magath-Club bespielt. Die Spieler müssen im der Vorbereitung Automatismen lernen, die ihnen helfen gegen kompakte Verteidigungen mit wenig Raum zum Erfolg zu kommen. Das Testpielprogramm macht Hoffnung, dass sie das tun.

Zum Testspiel selbst kann man wenig sagen, außer dass wohl mal wieder die Raute probiert wurde, diesmal mit den zentralen Optionen Rost (defensiv statt Lagerblom) und Rockenbach. Drei Systeme scheint man sich als Optionen für die Saison offen halten zu wollen, das 4-2-2-2, also das 4-4-2 mit der Doppel-Sechs und schnellen Außen, das 4-4-2 als Raute und das 4-2-3-1. In den letzten beiden Systemen ist für Thiago Rockenbach Platz, im ersten eher nicht.

Gefehlt hat neben Pekka Lagerblom aus dem Kreis der Stammkräfte Umut Kocin (der in der Türkei beim kranken Vater weilt). Für ihn durfte in der zweiten Hälfte Testspieler Mark Prettenthaler auflaufen, der die Lücke auf der Linksverteidiger-Backup-Position schließen könnte. In Hälfte eins bekleidete Fabian Franke die Position, rückte aber in Hälfte 2 auf den angestammten Platz in der Innenverteidigung, wo sich in Hälfte 1 noch Testspieler Nummer 2 Ole Kittner probieren durfte.

Ansonsten kann man aus der Aufstellung und den Berichten wenig bemerkenswertes herauslesen. Man könnte darüber spekulieren, inwieweit ein 4:1 ein standesgemäßes Ergebnis gegen einen österreichischen Drittligisten ist, zumal zumindest die Österreicher (siehe GAK-Link unten) der Meinung sind, dass sie in der ersten Hälfte mit ihrer A-Mannschaft ein mindetens gleichwertiges Team waren. Dazu müsste man aber wiederum die Stärke der Liga sinnvoll einschätzen können. Was ich – siehe oben – aber nicht kann. Morgen schon (also exakt eine Woche vor dem Spiel gegen Wolfsburg) geht es gegen die zweite Mannschaft des SV Kapfenberg, so wie ich das sehe sowieso auch aus Österreich und aber auch ein Drittliga-Team. Wieder eine Mannschaft mit unklarer Spielstärke also. Fröhliches Intepretieren eines nicht gesehenen Spiels inklusive.

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Tore: 0:1 Kammlott (31.), 1:1 Nutz (45.), 1:2 Frahn (56.), 1:3 Frahn (66.), 1:4 Lewerenz (87.)

Aufstellung: Borel – Müller (70. Sebastian), Ernst, Kittner (46. Prettenthaler), Franke – Röttger (80. Lewerenz), Rost (70. Rosin), Rockenbach (80. Geißler), Heidinger (60. Schinke) – Frahn, Kammlott (60. Kutschke)

Zuschauer: 400

Links: RBL-Bericht [broken Link], GAK-Bericht [broken Link]

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