Harakiri

Neben Westermann haben wir ja noch Rafinha verkauft, dazu die Gehaltseinsparungen durch die Abgänge von Kevin Kuranyi und Marcelo Bordon. Stelle ich die Ablösesummen und Gehälter der Neuen dagegen, haben wir nur 7 Mio Euro investiert. Noch weniger als die 10 Mio Euro, die der Aufsichtsrat mir zunächst als Rahmen gesetzt hatte. (…) Ich mache keine neuen Schulden, um schnell Meister zu werden. Ich mache doch kein Harakiri für die Schale! Ich baue Schulden ab, um die Basis für den Titel zu schaffen. (Felix Magath in der BILD am Sonntag vom 05.09.2010)

Wohl selten gingen öffentliche Wahrnehmung (Schuldenmacher) und Sicht eines sportlich Verantwortlichen (Schuldenabbauer) so weit auseinander. Dass Felix Magath von Öffentlichkeit und eigenen Fans genau für das von ihm verneinte finanzielle Harakiri kritisiert wird, macht die sportlich sowieso schon schwierige Lage nicht einfacher. Wenn Magath mit seiner Rechnung recht hat, dann hat er einen genialen Transfersommer hinter sich. Wenn das Umfeld das auch begreift, hat er eventuell sogar eine schöne sportliche Zukunft vor sich. Den Stand der Klubfinanzen dürfte die Mitgliederversammlung klären, das sportliche die Saison. Ich bin beileibe kein großer Schalke-Fan, aber ich drück für den sportlichen Teil der Saison die Daumen.

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