Eintracht Braunschweig II vs. RasenBallsport Leipzig 0:0

Wenn man es positiv wenden will, dann könnte man sagen, dass man beim bisherigen Tabellenführer einen Punkt erkämpft hat. Ähm ja, schlechter Versuch. Oder, dass RB Leipzig immer noch unbesiegt ist. Auch nicht besser. Oder, dass es nach grottigen 30 Minuten zwar nicht gut, aber immerhin besser wurde. Auch nicht wirklich überzeugend. Eintracht Braunschweig II vs. RasenBallsport Leipzig 0:0 weiterlesen

Schnäppchenjäger

Ach lieber José Mourinho: Ich hatte in diesem Blog schon verschiedentlich meine Wertschätzung für Ihre fußballspielertrainierenden Fähigkeiten ausgedrückt. Nun haben Sie sich also Mesut Özil geangelt, nicht einfach so, sondern mit jenem Ihnen eigenen Schauspiel, das Sie ein Stück weit über den Rest der Trainergilde erhebt. Erst lassen Sie das Werder-Management schlecht aussehen, indem Sie im Fernsehen Ihr offizielles Interesse an Özil bekanntgeben, ein Interesse, das Werder-Manager Allofs schon kannte, bis dahin aber seinem Spieler nicht mitteilen wollte. Und weil es so schön war, das mit dem Werder-Manager ärgern, haben Sie nach dem Transfer erklärt, dass Sie „Özil für einen Preis weit unter seinem Marktwert bekommen“ haben. Nunja, kolportierte 18 Millionen sind nun nicht gerade das, was man eine Schnäppchenjagd bezeichnen würde. Recht haben Sie natürlich trotzdem. Schnäppchenjäger weiterlesen

Favoritenrolle

„Von zehn Spielen gegen Leipzig würden wir wahrscheinlich nur eines nicht verlieren.“ (Christian Benbennek, Trainer von Braunschweigs U23 im Kicker vom 17.08.2010)

Das wird eine lustige Saison. Jeder Verein, der gegen RasenBallsport Leipzig spielt, wird darauf bestehen, dass man eigentlich keine Chance hat. Die Gegner werden frei jeden Drucks in Spielen mit Pokalcharakter 100% und mehr abrufen. Und nach den Spielen wird man entweder das normalste der Welt besprechen oder je nach Sichtweise den Sieg gegen die Übermacht oder die dunkle Seite der Macht bejubeln. Und das in der Regionalliga, in der nun wirklich jedes Team organisiert kicken kann und keiner per se chancenlos ist. Und das beim Kader von RB Leipzig mit seinen Baustellen, Unsicherheiten und Uneingespieltheiten, ein Kader der nicht gerade (bzw. noch nicht) Angst und Schrecken verbreitet. Bleibt trotzdem zu hoffen, dass die einzig wahren RasenBallsportler am Freitag Abend Herrn Benbennek zeigen, dass sein Team eines der 9 von 10 Spielen erwischt hat..

„Ich würde es nicht als Rückschritt bezeichnen“

Ruhig war es in den letzten Wochen um Tino Vogel. Nach der öffentlichen Aufregung um seine Entlassung als Cheftrainer entschied er sich für den Trainerposten bei der A-Jugend von RasenBallsport Leipzig; ein Posten, der an der Ruhe um ihn und sein Team im Wesentlichen nichts änderte. Da die A-Jugend am kommenden Samstag beim Greifswalder SV ihr erstes Saisonspiel bestreitet, habe ich mir die Zeit für einen Besuch bei Neujugendtrainer Vogel genommen und mich über den Stand der Dinge in Bezug auf seine Person und sein Team informiert. „Ich würde es nicht als Rückschritt bezeichnen“ weiterlesen

Werder Bremen II vs. RasenBallsport Leipzig 1:0

Nachdem die Testspielserie letzte Woche kurz für ein Pflichtspiel unterbrochen wurde, ging es nun endlich wieder mal um nichts. Außer vielleicht um Stammplätze. Probetorwart Christopher Gäng durfte sich für 90 Minuten in den Kasten stellen, blieb dort aber offenbar weitgehend beschäftigungslos. Über seine Anstellung bei RB Leipzig wird wohl in den nächsten Tagen entschieden. Die Viererkette war dieselbe wie im ersten Pflichtspiel gegen Türkiyemspor. Das Mittelfeld wurde einer fast schon radikalen Neuordnung unterzogen. Lediglich Timo Rost durfte von Anfang an auf angestammtem Posten im defensiven Mittelfeld spielen. Maximilian Watzka rutschte auf der rechten Seite neu in die Startelf, Tom Geißler wich von der Mitte nach links aus und machte so Platz für Benjamin Baier. Daniel Frahn wiederum rutschte von seiner viel diskutierten Position auf der linken Außenbahn in den Sturm, wo er jetzt zusammen mit Carsten Kammlott bleibt oder nicht oder doch? Weiterhin erwähnenswert: das Comback von Paul Schinke nach mehrmonatiger Verletzung. Willkommen zurück auf dem Fußballplatz. Und auch erwähnenswert: Im 10. Freundschaftsspiel des Sommers traf RB Leipzig zum ersten Mal nicht in den Gegnerischen Kasten. Naja, ein Aufwärtstrend sieht wohl anders aus, statistisch gesehen..

Aufstellung 1. Halbzeit: Gäng – Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller – Watzka, Rost, Baier, Geißler – Kammlott, Frahn

Aufstellung ab 46. bzw. 60. bzw. 75. Minute: Gäng – Albert, Hertzsch, Sebastian, Franke – Laas, Bick, Baier, Schinke – Kutschke, Frahn

Link: RBL-Bericht [broken Link], Werder-Bericht [broken Link]

Panini-Sticker: Endbilanz

Da die K-Frage dank Abwesenheit der Protagonisten auf einen ultimativen Showdown verschoben wurde (wobei ich glaube, dass Jogi Löw bereits die nächsten 4 Jahre plant und deshalb wohl eher auf Michael Ballack als Leader auf Zeit verzichten wird), durfte plötzlich Thomas Hitzlsperger wieder im Rampenlicht stehen. Hitzlsperger? War da nicht mal was? Ja, da war doch mal was, nämlich der Beginn meiner Panini-WM-Sammelei und der nun ja unglückliche Start mit eben jenem Hitzlsperger. 3 Monate später ist es Zeit für eine Bilanz. Wäre ich Fußball-Profi würde ich jetzt vor den Altar der Öffentlichkeit kriechen und in langen Sätzen mein unprofessionelles Verhalten, meine Abschlussschwäche und meinen fehlenden Willen gestehen, um gleichzeitig meine Anhänger um Verzeihung und Unterstützung zu bitten und Besserung zu geloben. Da ich kein Fußball-Profi bin sondern (zumindest hier) Blogger, kann ich stattdessen einfach sagen, dass ich das Panini-Sammeln nicht leiden kann. Nicht weil mir die zwanghafte Tätigkeit des Sammelns keinen Spaß machen würde, sondern weil ich es eine Zumutung finde, 640 (!) Bilder zu sammeln und mit diesen Nationalmannschaften zu komplettieren, die in der Form zu WM-Beginn schon wieder völlig inaktuell waren. Von daher bin ich froh, dass die Panini-Erfahrung hinter mir liegt. Immerhin 6 der 32 Teams konnte ich komplettieren (zuallererst die Weltmeisterbesieger aus der Schweiz). 46 Bilder fehlen, um auch die restlichen freien Stellen auszufüllen. Und Michael Ballack und Phillip Lahm gucken sich immer so komisch an, während sich für Hitzlsperger keiner interessiert. Oder bilde ich mir das nur ein? Egal, Buch zu, Panini vorbei.

Pro 50+1, contra 50+1?

Sind Sie eigentlich Freund oder Feind der 50+1-Regel, die den deutschen Profiklubs ihre Eigenständigkeit erhalten soll?
Ich sehe es leidenschaftslos. Aber ich gebe der aktuellen Regelung dauerhaft keine Chance. Wenn einer – vielleicht zieht es Herr Kind ja durch – vor dem Europäischen Gerichtshof klagt, denke ich die 50+1 wird fallen.
Haben Sie keine Angst, dass einige Klubs – wie in England geschehen – danach zum reinen Spekulationsobjekt werden?
Dagegen spricht das Financial Fairplay, das die UEFA etablieren wird. Dann dürfen Klubs nur ausgeben, was sie auch eingenommen haben. Für Leute, die das schnelle Geld machen wollen, sind die Vereine dann uninteressant. Außerdem wird sich das Gesicht der Liga nicht grundlegend ändern. Vielleicht kommt mal ein neuer Klub wie Hoffenheim dazu. Oder Leipzig, wo jetzt Red Bull das Sagen hat. Die Traditionsvereine werden es sicher verstehen, diese Red Bulls schnell einzufangen. Für Red Bull wäre Dortmund doch ein wesentlich besseres Werbeobjekt als Leipzig. (Dietmar Hopp, Sport BILD vom 4.8.2010) Pro 50+1, contra 50+1? weiterlesen

Das Fernando-Torres-Syndrom?

Das erste Saisonspiel der RasenBallsportler hat diverse Baustellen aufgezeigt. Eine vieldiskutierte Baustelle ist Daniel Frahn bzw. vielmehr die Position, die er im 4-4-2 Orals bekleidet. Bei der Verpflichtung wurde Frahn noch mit folgenden Worten zitiert [broken Link]: „Mir ist bewusst, dass von mir Tore erwartet werden.“ Dass er nun seine (Spiel)Tage im offensiv-linken Mittelfeld verbringt, passt da auf den ersten Blick nicht ganz ins Bild. Von Babelsberg zwar (Angriffs)Wege über links durchaus gewohnt, wirkt Frahn bei RB Leipzig als hätte er sich mit seiner Rolle an der linken Außenlinie noch nicht ganz angefreundet, zumal die zwei Spitzen (Kammlott und Frommer/ Kutschke) wenig Platz lassen für Wege Richtung Mitte und Tor. Das Fernando-Torres-Syndrom? weiterlesen

Geschärfter Realitätssinn

„Ich sage nur willkommen in der Realität.“ (Tomas Oral nach dem 1:1 gegen Türkiyemspor Berlin [broken Link])

So kurz, knapp und richtig lässt sich der Saisonstart von RasenBallsport Leipzig zusammenfassen. Nach den Testfestspielen gegen diverse in- und ausländische Hochkaräter war wohl der Mannschaft noch nicht ganz klar, dass in Liga 4 auch die weniger namhaften Mannschaften eine vernünftige Spielorganisation hinkriegen. Und so lieb mir ein Auftaktsieg gewesen wäre, finde ich es auch gut, dass die RasenBallsport-Spieler und auch -Anhänger ein wenig geerdet in die nächsten Spiele gehen und mit dem leben müssen, was zum Fußball gehört, nämlich Rückschläge wegzustecken, weiter zu machen, besser zu werden, anschließend gemeinsam Erfolge zu bejubeln und zwischendrin eventuell weitere Rückschläge wegzustecken. Alles, was einen ganz normalen Verein wie auch RB Leipzig auf dem Platz einer ist eben ausmacht. Bleibt zu hoffen, dass von den 4000 Besuchern (ja, es waren 4000) vom Türkiyemspor-Spiel möglichst viele das Team durch die gesamte Saison begleiten werden und in der Schüssel die sympathische Atmosphäre des ersten Regionalliga-Pflichtspiels weiter wachsen kann.

RasenBallsport Leipzig vs. Türkiyemspor Berlin 1:1

Einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, hatten sich die Berliner Gäste vorgenommen. Einen Punkt nahmen sie völlig verdient mit nach Haus. Und trotzdem machte der erste Regionalligaauftritt von RasenBallsport Leipzig Lust auf mehr. Und das lag nicht unbedingt am Spiel der RasenBallsportler, sondern eher am überraschend schönen zuschauertechnischen Ambiente. 4000 Besucher hatte selbst ich vor dem Spiel nicht erwartet und dank nur halb geöffneter Gerade waren die zur Verfügung stehenden Plätze sehr gut gefüllt und von Zeit zu Zeit hatte man das Gefühl, dass auch der Funke vom Grün auf die Ränge und zurück überspringen könnte. Wenn da nicht die insgesamt wenig berauschende Leistung der 11 respektive 14 auserwählten RasenBallsportler gewesen wäre, die offensichtlich wie die meisten Zuschauer davon ausgingen, dass man das Spiel schon irgendwie schaukeln, sprich gewinnen würde. RasenBallsport Leipzig vs. Türkiyemspor Berlin 1:1 weiterlesen

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