Europa League: RB Leipzig vs. Universitatea Craiova 3:1

Drittes Pflichtspiel der Saison für RB Leipzig. Hinspiel in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation. Universitatea Craiova zu Besuch in Leipzig. Ein über weite Strecken des Spiels überforderter Gegner, der sich am Ende trotzdem beim 3:1 für RB eine zumindest akzeptable Ausgangsposition für das Rückspiel erspielen konnte.

Bei RB Leipzig ging die erwartete Formation aus dem Hinspiel gegen BK Häcken an den Start. Die WM-Fahrer plus Sabitzer nahmen genauso wie der zuletzt kurzzeitig verletzte Mukiele auf der Bank Platz. Aus dem Nachwuchs gesellte sich, auch wie erwartet, Niclas Stierlin dazu. Einzige Überraschung war, dass Yvon Mvogo statt Peter Gulacsi in der Startelf stand. Der Ungar stand nicht mal im Kader, weil auf der Bank Marius Müller sitzen durfte. Spricht dafür, dass es Rangnick ernst meint damit, auch Mvogo seine Chancen geben zu wollen.

RB Leipzig trat im gewohnten 4-2-2-2 an, wobei gerade die Zehner sehr flexible Rollen spielen dürfen und immer wieder mal die Seiten tauschen oder sich fallen lassen (Kampl). Auch Cunha war in seiner Positionierung relativ flexibel und ließ sich schon mal in den zentralen Zehnerraum fallen.

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Presse 10.08.2018

Europa-League-Quali, Teil 2 für RB Leipzig. Im Hinspiel gegen Universitatea Craiova gibt es ein 3:1. Gute Ausgangsposition, aber angesichts von 23:2 Torschüssen auch kein optimaler Ertrag für viel Aufwand. Ibrahima Konate, Matheus Cunha und Yussuf Poulsen sorgen für die Tore. Ivan Martic spielt in der Nachspielzeit den Party Pooper.

Knapp 17.000 Zuschauer beim Spiel dabei. Den ersehnten Regen gab es genauso wie zwei Tore nach Standards. Was dieses Gegentor am Ende angesichts eines sonst gelungenen Abends noch sollte, wusste kein Mensch..

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Zunehmende Spannung

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Universitatea Craiova (09.08.2018, 18.30 Uhr) befinden sich die Aussagen von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Weiter geht es mit den donnerstäglichen Spielen in der Vorbereitung auf die kommende Saison. Nach dem Weiterkommen in der Europa-League-Qualifikation gegen BK Häcken wird es nun in Runde 3 des Wettbewerbs langsam spannender, bevor es in zwei Wochen in den Playoffs endgültig spannend werden könnte und um den Einzug in die Gruppenphase gehen würde.

Voraussetzung dafür ist allerdings ein Weiterkommen gegen den rumänischen Vertreter Universitatea Craiova, die in der letzten Spielzeit mit Platz 3 in der Liga und dem Pokalsieg eine gute Saison hinlegten und mit der erneuten Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation belohnt wurden. Dort schied man vor einem Jahr mit einem Gesamtergebnis von 0:3 gegen den AC Mailand aus. Dieses Jahr will man gegen RB Leipzig nun die Überraschung schaffen und in die Playoffs einziehen, wo man auf Luhansk oder Braga treffen würde.

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Presse 09.08.2018

Heute Abend das Spiel von RB Leipzig gegen Craiova in der Europa League. Rangnick will gern wie gegen Häcken einen hohen Sieg, um für das Rückspiel mehr Spielraum bei der Kaderplanung zu haben. Craiova will sich aber nicht kampflos ergeben. Gut kicken können sie und mehr Intensität als Häcken werden sie auch in die Partie bringen. In die Saison gestartet sind sie allerdings eher schwach.

Bei RB wird vermutlich die Elf des Hinspiels gegen Häcken auflaufen. Weil Forsberg, Werner, Sabitzer, Mukiele und Poulsen nach WM oder Verletzungen noch nicht mehr drin haben als einen Bankplatz und eine Einwechslerrolle. Laimer und Upamecano sollen ab kommenden Montag wieder ins Training einsteigen.

Irgendwas ab 15.000 Zuschauern aufwärts werden im Stadion sein. 500 Gästefans werden erwartet. Ralf Rangnick wünscht sich 20.000 bis 25.000 Zuschauer und empfiehlt dem RB-Fan das Spiel einfach als jene Saisoneröffnung zu sehen, die eigentlich einen Tag später stattfinden sollte, aber doch nicht durchgeführt wird, weil es kadertechnisch mit einem Testspiel nicht hinhaut.

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Seltsamkeiten

Die Argumentation hätte auch vor drei Jahren gelten könne. Stellen Sie sich mal vor, wir wären damals mit der Truppe nicht aufgestiegen. Ich meine gar nicht so sehr Sie in der Runde. Ich halte Sie zumindest für Journalisten, die es grundsätzlich gut mit uns meinen und die auch wollen, dass Leipzig auch in Zukunft erfolgreich spielt. Aber überregional gibt es ja noch ein paar andere, die sich damals ins Fäustchen gelacht hätten. (Ralf Rangnick bei seiner Antritts-PK  am 09.07.2018)

Mit seiner Aussage antwortete der Sportdirektor und Trainer von RB Leipzig auf die Frage, warum man sich gegen eine Konstellation mit einem Trainerteam mit einem gleichberechtigten Chef-Trainer Jesse Marsch entschieden habe. Mit seiner Antwort wollte Rangnick darauf hinaus, dass eine solche Konstellation auch wegen des medialen Drucks verantwortungslos gewesen wäre, weil alle Beteiligten einen klaren Plan bräuchten, wer die Verantwortung trägt, weil einem die Konstellation (zum Beispiel in Form von Schadenfreude bei Misserfolg) sonst um die Ohren fliegt.

Mal von den Fragen abgesehen, wie funktionabel gleichberechtigte Trainerteams sind und ob ein Jesse Marsch auch in Bezug auf die Medienarbeit den Posten als Chef-Trainer bei RB Leipzig hätte ausfüllen können, scheint durch die Anwort mal wieder eine interessante Sicht auf die Rolle der Presse rund um RB durch.

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Local Durchlauferhitzerplayer

Jedes Jahr werden bei RB Leipzig die Local Player ausgewürfelt. Eine Regel, die für die Bundesliga gar nicht extrem relevant ist und die besagt, dass man vier Spieler als Profis beschäftigen muss, die zwischen 15 und 21 für mindestens drei Jahre im eigenen Verein ausgebildet wurden (plus weitere vier Spieler, die irgendwo in Deutschland ausgebildet wurden, aber diesen Teil der Regel vernachlässigen wir mal, auch wenn der RB-Kader auch diesbezüglich langsam sehr dünn besetzt ist).

Inzwischen ist das mit den selbstausgebildeten Profis bei RB Leipzig gar keine ganz triviale Geschichte mehr. Denn im eigentlichen Profibereich gibt es keinen einzigen Spieler, der diese Regel erfüllt. Es gab mal Zeiten, in denen die Local Player dann einfach aus der U23 kamen und entsprechend Profiverträge erhielten. Da auch dieses Team inzwischen nicht mehr existiert, bleiben dann als potenzielle Spieler für die Rolle des Local Players nur noch Akteure aus der eigenen U19 übrig, die allerdings mindestens 18 Jahre alt sein müssen, weil sie vorher noch keinen Profivertrag unterzeichnen dürfen (bzw. der Profivertrag erst mit dem 18. Geburtstag wirksam werden würde). Was dann die Auswahl noch mal deutlich beschränkt.

Während zu Zeiten einer existierenden U23 noch Spieler wie Alexander Sorge oder Sören Reddemann oder Patrick Strauß die ab der zweiten Liga aufwärts geltende Local-Player-Regel über mehr als ein Jahr lang ausfüllten und entsprechend zumindest ein wenig Konstanz zu entdecken war, wurde aus der Erfüllung der Regel seit einem Jahr und seit der Abmeldung der U23 eher ein wildes Würfelspiel, bei dem pro forma vier Nachwuchsspieler mit Verträgen ausgestattet werden, die dann eben für ein Jahr die Local Player sind, bis dann die nächsten vier Spieler dran sind.

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Presse 07.08.2018

[So, dann mal die letzte Urlaubswoche aufgearbeitet (erneut ohne alle Links noch mal zusammenzusuchen). Und dann geht es langsam wieder in die Vollen hier im Blog. Der nächste Urlaub dann erst wieder im Oktober. In Sachen Presseupdates wird es wohl darauf hinauslaufen, dass sie von fünf pro Woche auf zwei bis drei eingedampft und ein wenig komprimiert oder auch besser strukturiert werden. Mal sehen, wie das dann in der Praxis funktioniert.]

Überschaubar aussagekräftige Spielereien mit dem 1:1 bei BK Häcken und dem (verdienten) 0:3 gegen Huddersfield Town letzte Woche. Beim einen Spiel wollte man nur weiterkommen, beim anderen Spiel konnte man kadertechnisch nicht in die Vollen gehen, weil man ja das Vortagsspiel in Göteborg hatte. Dass zwei solche Spiele hintereinander nur mit einem sehr großen Kader Sinn machen, war schon länger absehbar. Den entsprechenden Kader hatte man aus unterschiedlichen Gründen nicht, sodass das Spiel gegen Huddersfield für beide Parteien ziemlich sinnlos war.

Dass Massimo Bruno der einzige RB-Torschütze in den beiden Partien war, ist eine skurrile Fußnote, die dadurch noch skurriler ist, dass Bruno aufgrund von Kaderregularien für die Spiele gegen Craiova nicht mal bei der UEFA gemeldet wurde und entsprechend dort auch nicht auflaufen wird. Eigentlich sollte der Belgier RB noch verlassen. Zuletzt hatte man nicht den Eindruck als wäre das diesen Sommer ein zwingender Schritt. Zumindest hörte man schon lange nichts mehr von Transfergerüchten. Dass ein Bruno für Sabitzer aus dem Europa-League-Kader weichen musste und nicht ein Stierlin bspw. oder einer der Keeper, weist dann aber schon darauf hin, dass man bei RB nicht wirklich mit dem Belgier plant.

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Testspiel: RB Leipzig vs. Huddersfield Town 0:3

Hier im Blog ist ja eigentlich immer noch Urlaub. Nicht nur deswegen nur ganz kurz etwas zur völlig verdienten 0:3-Niederlage von RB Leipzig im Test gegen Huddersfield. Denn dieser Test war in ganz besonderem Maße sinnfrei. Was sich am eindrücklichsten darin manifestiert, dass man ihn noch am Spieltag abzusagen versuchte und er nur deswegen gespielt wurde, weil es Verträge und Vermarktung via veranstaltender Agentur so wollten.

Ralf Rangnick wollte jedenfalls eigentlich nicht spielen, sondern lieber trainieren. Gäste-Coach David Wagner war deswegen eher überrascht, hatte sich aber schon vor längerem gefragt, ob RB wirklich einen Tag nach einem Europa-League-Quali-Spiel einen solchen Test durchführen will. Am Ende waren alle irgendwie unzufrieden. RB, weil man testen musste, obwohl man eigentlich nicht wollte. Huddersfield, weil man einen Testgegner hatte, der nicht das Niveau eines ernsten Testspielgegners hatte.

Klugscheißend könnte man sagen, dass man schon vor ein paar Wochen hätte ahnen können, dass dieses Spiel rein zeitplan- und belastungssteuerungstechnisch schwierig werden würde. Weil nach einem Europa-League-Quali-Spiel halt schon mal acht Spieler aus der Testspielverlosung fallen, weil sie 90 Minuten Spielzeit in den Knochen hatten. Dass ein Majetschak 90 Minuten gegen Huddersfield kicken musste, nachdem er am Vortag schon eine halbe Halbzeit gegen Häcken spielte, ist belastungstechnisch aus dem vollen Training heraus eigentlich ein Unding, das aus dem wenigen verbliebenen Personal resultierte. Klar, verschiedene Ausfälle haben die Situation noch mal verschärft, aber das grundsätzliche Problem einer dünnen Kaderdecke, wenn man einen Tag vor einem Testspiel ein Pflichtspiel hatte, war schon länger abzusehen und das Problem des ungewollten Tests entsprechend hausgemacht.

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Europa League: BK Häcken vs. RB Leipzig 1:1

Rückspiel in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation. RB Leipzig musste zum schwedischen Vertreter BK Häcken und dort einen 4:0-Vorsprung über die Runden bringen. Die sehr geringen Restzweifel dürften zur Halbzeit beim Stand von 0:0 bereits zerstreut gewesen sein. Nach 90 Minuten trennten sich die beiden Mannschaften nach einer Partie, die für neutrale Beobachter eher schwere Kost gewesen sein dürfte, insgesamt verdient mit 1:1.

In die Partie gegangen war RB Leipzig wie erwartet mit einer deutlich erneuerten Mannschaft. Jeder, der nur halbwegs verzichtbar oder angeschlagen schien, blieb gleich im Trainingslager in Seefeld, sodass RB mit sieben Nachwuchskickern zum Betriebsausflug nach Göteborg flog. Auf dem Platz standen dann zu Beginn aber neun Profis plus Massimo Bruno (bei dem man immer nicht so richtig weiß, ob man ihn nun wirklich zu den Profis zählen soll oder ob er nur übergangsweise bis zu einem Wechsel zu den Profis gehört). Ergänzt wurde das dann doch ganz namhafte Team durch Niclas Stierlin, der im zentralen Mittelfeld Stefan Ilsanker ersetzte.

Im Tor startete Marius Müller statt Peter Gulacsi, bei dem man ähnlich wie bei Bruno nie so recht weiß, ob er auch nach Schließen des Transferfensters noch in Leipzig sein wird (wobei es aktuell so aussieht als ob). Bruno hatte die Rolle von Kevin Kampl auf der rechten Zehn eingenommen, während Emil Forsberg auf der linken Zehn Bruma ersetzte. Ansonsten spielte die Elf des Hinspiels, sodass Ralf Rangnick für die Partie vor allem auf ein Gerüst setzte, durch das man auf relativ einfachem Wege in die nächste Runde wollte.

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Eigentlich

[Eigentlich ist hier im Blog ja diese Woche noch Urlaub. Trotzdem an dieser Stelle ein paar Sätze vor dem Rückspiel von RB Leipzig in der zweiten Runde der Europa-League-Quali bei BK Häcken (02.08.2018, 18.30 Uhr). Von der Pressekonferenz vor dem Spiel gibt es hier und heute dagegen nichts.]

Schon das zweite Pflichtspiel der Saison für RB Leipzig. Rückspiel in der zweiten Runde der Europa-League-Quali. Und eigentlich sollte nach dem 4:0 im Hinspiel nichts mehr schief gehen mit der Qualifikation für die dritte Runde. Zu bieder waren die Schweden im Hinspiel. Und zu groß waren ihre Nachteile vor allem in Sachen Dynamik und Geschwindigkeit.

Da stehen natürlich weiterhin vor allem in der Offensive ein paar gute Fußballer in den Reihen von Häcken, das konnte man im Hinspiel in der ersten Viertelstunde durchaus erkennen. Aber insgesamt war das dann doch zu wenig. Und im Rückspiel muss man nun, wenn man noch mal ein wenig Spannung in die Sache bringen will, etwas mehr für das Spiel tun. Aus dem eigenen Ballbesitz heraus Gegner zu zerspielen, ist dann aber auch nicht zwingend Sache der Schweden, auch wenn man immer wieder mal auch den flachen Pass durch das gegnerische Mittelfeld spielen kann. Grundsätzlich sollte die Spielkonstellation mit einer gewissen Umschaltspielfokussierung den RasenBallsportlern aber entgegen kommen.

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