Presse 15.06.2018

Erneut schlechte Nachrichten aus Salzburg. Nachdem schon Marco Rose seinen Vertrag dort verlängerte und entsprechend keine Option für RB Leipzig war, ist ihm nun auch Amadou Haidara gefolgt. Vertragsverlängerung bis 2022. Ohne Ausstiegsklausel. Wäre eigentlich von seiner Art her eine perfekte Besetzung für das Leipziger Mittelfeld gewesen. In Abhängigkeit davon, was Ralf Rangnick da als Alternativen auftut, tut dieser Nicht-Wechsel weh. Für Salzburg natürlich schön, dass sie offenbar zentrale Stützen behalten können. Dass Haidara nicht bis 2022 in Salzburg spielen wird, davon kann man allerdings auch ausgehen.

Nächste schlechte Nachricht mal wieder aus dem eigenen Nachwuchs. Wobei diese Nachricht eher erwartbar war. Kilian Senkbeil verlässt RB und wechselt zu den Bayern (das Wechselziel wiederum war nicht erwartbar). Defensivmann, der nächste Saison nicht mehr U19 spielen kann. Einer jener Spieler, für die du eine Perspektive entwickeln müsstest, wenn du sie halten (oder wenigstens verleihen willst). Bleibt dabei, dass es für die Gestaltung des Übergangs von der U19 zu den Profis bei RB bisher kein wirkliches Konzept gibt (außer ‚die müssen es halt irgendwie schon während ihrer Nachwuchszeit schaffen‘). Dass ein gebürtiger Leipziger und Nachwuchsnationalspieler, der seit 2010 im Verein spielt, Leipzig verlässt, weil er bei den Bayern bessere Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven sieht (weil die eine U23 haben), das sollte doch einigermaßen zu denken geben.

(Davon ab wage ich keine sportliche Einschätzung. Dass Senkbeil demnächst konstant bei den Bayern im Profikader auftaucht, ist unwahrscheinlich. Inwieweit ihn seine Karriere zu einem (guten) Bundesligaspieler machen wird, ist völlig unklar. In Leipzig war er in der U19 Kapitän und Stammspieler. Im ganz engen Kreis für das Heranführen an die Profis war er allerdings in der Vergangenheit auch nicht.)

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Transfers: Saracchi, Diawusie, Ludewig

Ist jetzt nicht, dass es mit den Neuzugängen wie mit dem traditionellen Brötchenbacken wäre, aber langsam kommen die Dinge in Fahrt, denn mit Marcelo Saracchi hat RB Leipzig nun Neuzugang 2 für den Defensivbereich verpflichtet. Und auch auf Abgangsseite arbeitet man, bisher waren es aber vor allem Talente die den Verein verließen und nicht einer der Leihspieler, die keine Perspektive mehr haben (Kalmár, Damari und Co).

Bei Marcelo Saracchi hat RB Leipzig mal wieder tief in die Tasche gegriffen. Elf Millionen heißt es hierzulande, 12,5 Millionen heißt es in Südamerkia bezahlt der Verein an River Plate, um sich den 20-jährigen Linksverteidiger zu sichern. Auf dem modernen Transfermarkt nicht allzu viel. Für einen Defensivspieler und angesichts eines kolportierten 40-Millionen-RB-Budgets (woran man nicht zwingend glauben muss) für Transfers aber doch einigermaßen viel. Für zwei Defensivspieler (mit Mukiele) fast 30 Millionen Euro auf den Tisch zu legen, ist jedenfalls auch für einen gehobenen Bundesligisten nicht nichts.

Mit Saracchi scheint man einen Spieler verpflichtet zu haben, der dahingehend Ähnlichkeiten zu Mukiele aufweist, dass er ein sehr schneller, aggressiver und dynamischer Spieler ist. Offenbar hat man bei RB Leipzig das Problem der Verteidigungskette darin ausgemacht, dass genau diese Attribute zu wenig vorhanden sind und sich nun daran gemacht, sich diese Qualitäten von außen zu holen.

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Presse 14.06.2018

Trainergeschichten. Nächste Woche Montag laufen die von Mintzlaff veranschlagten zwei Wochen bis zur Verkündung ab. Mal sehen, was in den nächsten Tagen so passiert. Der Geschäftsführer ist der Meinung, dass die Dinge derzeit „nach Plan“ laufen. Nun ja..

Für den Kicker ist wie schon für die LVZ Ralf Rangnick der logische nächste Trainer. Weil Übergangstrainer bis dann nächsten Sommer Julian Nagelsmann geholt wird (warum Nagelsmann in Leipzig in Zusammenarbeit mit Rangnick bei klarerem Fokus auch auf Ballbesitzstrukturen (wäre das bei RB gewollt?) funktionieren sollte, bleibt aber ein bisschen unklar). Ralf Rangnick weilt laut BILD aber aktuell im Urlaub.

Bayern Hermann Gerland findet es derweil in der BILD erstaunlich, dasss man in Leipzig so wenig Geduld mit Ralph Hasenhüttl hatte und freut sich auch künftig mal wieder nach Leipzig zu kommen (war beim U17-Halbfinale in Leipzig), weil hier alle so nett sind..

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Presse 13.06.2018

Marcelo Saracchi ist nun als Transfer fix. Irgendwas zwischen elf und 13,5 Millionen Euro. Je nach Quelle. Vertrag bis 2023 (also wird die Ablöse jährlich mit gerade mal 2 bis 2,5 Millionen Euro verbucht). Recht dynamischer Linksverteidiger. 20 Jahre alt. Persönlich bleibt da bei mir ein wenig Skepsis, ob das für höchstes Bundesliganiveau reicht, aber das wird man sehen. Der Transfer folgt halt der schon von Mukiele bekannten Logik, noch mehr Geschwindigkeit und Dynamik in die letzte Defensivlinie zu kriegen.

Fragezeichen bleiben grundsätzlicher Natur ja bei der Kaderplanung. Dass man einem Halstenberg (der zum Trainingsstart im Juli zumindest wieder mitlaufen will), der vor seiner Verletzung zum Nationalspieler wurde, einen Elf-Millionen-Mann an die Seite stellt oder vor die Nase setzt, der aufgrund der Ablöse sicherlich auch Spielzeit kriegen soll, wirkt ein bisschen heftig. Aber natürlich weiß man auch nicht, bis wann Halstenberg wieder spielfit ist, könnte es sein, dass RB wieder eine Dreifachbelastung hat und belebt Konkurrenz das Geschäft. Aber es bleibt halt auch ein bisschen das Gefühl, dass da eine Baustelle geschlossen wurde, die eigentlich gar keine war.

BILD und LVZ werfen den Namen Matheus Cunha auf den Gerüchtemarkt. 19. Brasilianer. Stürmer. Spielt beim FC Sion. Soll sehr teuer, also über 20 Millionen Euro teuer sein. Klingt so ein bisschen nach einer Wiederholung der Embolo-Story mit einem guten Stürmer und einem Verein, der versucht, interessierte Vereine gegeneinander auszuspielen und die Ablöse hochzutreiben. Von daher sollte man da mal in Ruhe abwarten, was passiert.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Bundesliga 2017/2018 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit.

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Presse 12.06.2018

Die Zsolt-Löw-Geschichte von gestern wurde noch ein bisschen ausgelatscht. Kernfakt bleibt, dass Löw weg will (und schon seit längerem die Chance gehabt hätte, mit Tuchel zusammenzuarbeiten). Fakt ist, dass vom Trainer- und Betreuerstab der Vorsaison fast nichts mehr übrig bleibt, wenn nach Hasenhüttl, Dietrich und Lense nund auch Löw weg ist (wenn denn PSG ein paar Euro Ablöse zahlt).

Die Geschichte, dass Löw die Jobs in Salzburg, New York und Leipzig hätte haben können, stellt sich am Ende auch etwas unspektakulärer dar als sie anfangs gemacht wurde und war eher (wie auch Löw selbst bei RBlive mitteilen lässt) als Optionsraum für die Trainerentwicklung von Löw gemeint (so wie man bei Spielern früher (also als man mit Salzburg auch offiziell noch zusammenhing) immer argumentierte, dass diese durch die unterschiedlichen Teams immer den perfekten Ort für ihre Entwicklung finden werden). Alles andere hätte ich mir auch nicht vorstellen können.

Für ein Gespräch, das mit ‚Zsolt, du kannst Trainer in Leipzig, New York oder Salzburg werden, denk einfach ne Nacht drüber nach und dann sag uns, was du nimmst‘ beginnt, fehlt mir selbst angesichts der eher (natürlich nicht offiziell) schwierigen bis seltsamen Trainersuche die Phantasie. Dass man ihm einen Optionsraum aufzeichnet, welche Möglichkeiten der Entwicklung ihm in Leipzig offen stehen, gehört dagegen zu so einem Gespräch dazu. Dass man Löw bei einem Gespräch in Leipzig den Job in Salzburg als Optionsraum mit anbietet, ist dann eine durchaus bemerkenswerte Petitesse am Rande, die der Verein bei RBlive entsprechend auch zu zerstreuen versucht (New York ist wurscht, da die mitbestimmende Verbindung dorthin nicht von den UEFA-Regularien untersagt wird)..

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Presse 11.06.2018

Trainerverkündungswoche? Die avisierten 14 Tage laufen glaube am Freitag ab. Aber ob man das so ernst nehmen muss, ist die andere Frage.. Zsolt Löw soll sich derweil bereits für Paris Saint-Germain entschieden haben. Irgendwas von einer schweren Entscheidung, aber Paris als bester Wahl aus beruflicher und familiärer Sicht. Damit würde Löw als Kandidat für das Rücken in die erste Reihe unter freundlicher Anleitung von Ralf Rangnick wegfallen.

Marcelo Saracchi soll dann heute oder morgen offiziell werden. Am Freitag war er bereits in Leipzig gelandet. Ein paar Sachen seien mit dem Spieler noch zu klären gewesen. Mit River Plate als abgebendem Verein ist offenbar alles klar.

Die LVZ mit der Namens-Schrotflinte. Überraschend dabei vor allem die Personalie Atinc Nukan, der bei RB Leipzig noch mal eine Chance bekommen und vorspielen soll. Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Dass man Nukan nach einem Jahr Verletzungspause noch mal ins Schaufenster stellt und ihn vielleicht in der Europa-League-Quali auflaufen lässt (in der Hoffnung, er kommt unfallfrei durch die Spiele), damit man danach vielleicht doch noch ein paar Euro mit ihm verdienen kann, ist allerdings durchaus vorstellbar. Aktuell dürfte Nukan schwer vermittelbar sein, weil seine letzte gute Saison schon ein paar Jahre zurückliegt..

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Wir gegen uns – Saisonstart mal nach dem Saisonstart

Viktoria Köln ist es also für RB Leipzig in der ersten Runde des DFB-Pokals geworden. Ein Los, das keine große Aufregung in welche Richtung auch immer produzierte. Hier im Blog hatten sich die LeserInnen mehrheitlich das Spiel gegen Chemie gewünscht (siehe Umfrage unten). Wie immer gingen auch andere Gegner aus dem Osten gut. Viktoria Köln hatte keiner auf der Rechnung. Entsprechend überschaubar waren die Reaktionen nach dem Los.

Bricht man es runter, dann ist es eine Aufgabe, für die man relativ weit reisen muss. Zumal die Partie eventuell zwischen zwei Europa-Legue-Quali-Spielen stattfindet. Da die Möglichkeit besteht am 16.08. noch in Europa anzutreten, wird man von den möglichen DFB-Pokal-Spieltagen zwischen dem 17. und 20.08. keinen vor dem 19.08. abkriegen. Man wird also in Köln am Sonntag oder eventuell am Montag antreten (letzte Saison gab es in der ersten Runde vier Spiele am Montag, darunter drei um 18.30 Uhr..).

Neben dem Reiseaufwand ist Viktoria Köln sportlich zwar ein machbares, aber auch ein undankbares Los. Klar muss man kein Regionaliga-Team größer machen als es ist, aber Viktoria ist eine Mannschaft, die seit Jahren versucht in die dritte Liga aufzusteigen und entsprechend angeführt von Kapitän Mike Wunderlich, der an guten Tagen Zweitliganiveau hat, eine gut besetzte Mannschaft, die über viel Erfahrung und einige Qualität verfügt.

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Presse 08.06.2018

Heute Abend wird die erste Runde im DFB-Pokal 2018/2019 ausgelost. Ab 22 Uhr in der ARD. Wie immer eine bunte Mischung aus Vereinen, die man da ziehen kann. Persönlich wäre mir wie immer ein Gegner mit wenig Reiseaufwand und sportlich geringer Herausforderung lieb. Da landet man natürlich schon zwangsläufig bei den Nachbarn von Chemie. Gibt aber auch andere schöne, aber auch unschöne Lose. Zumal wegen der Europa-League-Quali der Montag als Spieltermin durchaus nicht unrealistisch ist (montags in Südbaden wäre bspw. eher unschön).

BILD kocht weiter die Trainersuch-Geschichte und glaubt, dass RB nun einen Übergangstrainer sucht, weil man nächste Saison mit Julian Nagelsmann (warum man den zu einem Bilderbuch-RB-DNA-Gegenpressing-Trainer macht und warum der mit seinen eigenen Vorstellungen unter Rangnick arbeiten sollte, weiß ich allerdings auch nicht), Marco Rose und Roger Schmidt eine bessere Auswahl bei der Suche hätte. Jesse Marsch und Ralf Rangnick seien die möglichen Übergangslösungen. Auf Marsch wird sich ja gerade eingeschossen. In New York interpretiert man dessen plötzliches Schweigen zu den Gerüchten dahingehend, dass da was dran ist. Bleibt eine spektakuläre, aber auch sehr gewagte Lösung, einen MLS-Trainer auf einen bunt zusammengewürfelten Kader (so wie sich die Kaderplanung derzeit gestaltet) wie den von RB Leipzig loszulassen (zumal mit möglicher Dreifachbelastung und extrem enger Vorbereitung).

Instagram-Bilder legen nahe, dass Marcelo Saracchi gestern Nacht gen Leipzig geflogen ist. Die Mitteldeutsche glaubt daran, dass es heute einen Medizincheck gibt. Dann wird wohl demnächst Vollzug gemeldet werden.

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Schwerer Übergang

Der Wechsel von Kilian Ludewig zu Red Bull Salzburg wirft ja mal wieder die Frage nach der Durchlässigkeit für Nachwuchsspieler bei RB Leipzig auf. Dass nun schon Spieler den Verein verlassen, die eigentlich noch ein Jahr im U19-Bereich spielen könnten, ist kein gutes Zeichen. Zumal wenn es Spieler wie Ludewig (oder auch Abouchabaka, bei dem es ebenfalls Wechselgerüchte gibt) betrifft, die zu den talentierteren Spielern ihres Jahrgangs gehören und vor der abgelaufenen Saison als jene Akteure galten, die man an den Männerbereich heranführen will.

Eine engere Verzahnung von U19 und Profibereich hatte man sich als Ziel gesetzt, nachdem man die U23 vom Spielbetrieb abgemeldet hatte. Drei, vier Talente aus der U19 sollten mehr oder minder regelmäßig mit den Profis trainieren und so den Anschluss schaffen. In der Praxis gab man das Modell relativ schnell wieder auf, weil in den vielen englischen Wochen kaum einmal richtige Trainingseinheiten möglich waren und die U19-Spieler entsprechend für ein nachhaltiges Training wieder zu ihrem Nachwuchsteam zurückgeschickt wurden.

Am Ende der Saison steht nun der weiterhin depremierende Fakt, dass erneut kein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs bei den Profis auch nur halbwegs ankommen konnte. Lediglich Niclas Stierlin durfte am Ende der Saison immerhin mal bei den Profis auf der Bank sitzen. Zu mehr reichte es für niemanden. Was deswegen erstaunlich ist, weil RB Leipzig es in der Vergangenheit bspw. bei Upamecano oder Konaté, aber auch bei Klostermann sehr wohl geschafft hat, Spieler im U19-Alter bei den Profis zu integrieren. Nur dass die halt direkt den Sprung von außen zu den Profis schafften und nicht erst noch im RB-Nachwuchs verschwanden.

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