Presse 20.06.2018

So, Europa-Leauge-Quali-Auslosung. Zusätzlich zum gestern skizzierrten Verfahren, das ihr hoffentlich alle aufmerksam durchgearbeitet habt, kommt noch hinzu, dass nach der Auslosung der ersten Runde aus den 74 Losen für die zweite Runde sieben Gruppen (mit je fünf oder sechs gesetzten und ungesetzten Mannschaften) gebildet werden. Die eigentliche Auslosung findet dann nur noch aus den jeweiligen Gruppen statt. Sprich, schon vor der Auslosung werden fünf (oder sechs) Lose feststehen, die RB überhaupt nur ziehen kann.

Auf welche Art und zu welchem Zeitpunkt die Gruppen zusammengesetzt (oder gezogen?) werden, bleibt (für mich) völlig im Dunkeln. Vermutlich werden dort schon Bestimmungen wie ‚keine Duelle zwischen Teams des gleichen Landesverbandes‘ umgesetzt. Wie man das macht und wie das eventuelle Losverfahren ist, bleibt unklar. Sinn dürfte sein, dass man damit ein finales Losverfahren vermeidet, bei dem man 74 Töpfe mit jeweils 37mal dem selben Los aufbauen müsste, um dann für jede zu ziehende Partie aus jedem Topf, der dann möglich ist, ein Los zu nehmen und daraus die jeweilige Paarung zu ziehen (wie man es bei der Auslosung der CL-Gruppenphase letzte Saison mit aber nur jeweils acht Töpfen gemacht hat).

Vermutlich hat die UEFA für diese ganze Loserei angesichts der Komplexität von verschiedenen Wegen und Koeffizienten und Bedingungen eine eigene, nicht eben kleine Abteilung. Falls jemand dafür mal eine Ausschreibung sieht, gebt mir einfach Bescheid..

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Los ziehen (nicht) für Anfänger

Nun, einen Trainer gibt es bei RB Leipzig nicht. Aber wir haben ja immerhin noch die Europa League, äh zumindest die Europa-League-Quali. Von der weiß zwar noch niemand, wie der Verein sie angesichts eines parallelen Trainingslagers angehen wird, aber was soll es.

Egal wie, die Auslosung der ersten Runde der Europa-League-Qualifikation, an der RB Leipzig teilnimmt, steht an. Am Mittwoch (20.06.2018) ab 12 Uhr sollen Lose gezogen werden (bzw. ab 14 Uhr für die zweite Runde). Es dürfte ein mathematisch hochkomplexes Verfahren werden, das zu durchdringen unter Umständen eine Tagesaufgabe sein könnte.

Nun, fangen wir einfach ganz vorn an. 48 Plätze sind für die Gruppenphase der Europa League zu vergeben. Davon sind 17 Plätze schon durch Fix-Starter (aus Deutschland sind das beispielsweise Frankfurt und Leverkusen) weg. Bleiben noch 31, die über Quali-Runden vergeben werden.

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Presse 19.06.2018

Bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.“ #Trainersuche

Oliver Mintzlaff hat also die Trainer-Verkündungsfrist noch mal nach hinten verschoben (RBlive, BILD). Könnte nun auch bis Anfang Juli dauer. Die Fans werden aber verstehen, dass es so lange gedauert hat, wenn man dann erstmal weiß, wer es macht, so die Ansage. Schon krass, welche Fallhöhe man sich da gerade zusammenzaubert, indem man die Bekanntgabe weiter vor sich herschiebt und parallel von der absoluten Wunschlösung, die eine Überraschung sein wird, spricht und meint, man werde die lange Trainersuche verstehen, wenn man den Kandidaten dann kennt. Unterhalb von Zinedine Zidane und Jogi Löw fällt einem da nicht mehr viel ein, was den aufgestellten Kategorien entsprechen würde. Vielleicht nimmt man aber auch einfach den Trainer, der RB aus der Europa-League-Quali rausschmeißt.^^

Auslosung der zweiten Quali-Runde für die Europa League ist zusammen mit der Auslosung der ersten Quali-Runde morgen Mittag. Ein herzerfrischend kompliziertes Verfahren, das Ewigkeiten dauern wird. Weil erst 47 Partien der ersten Runde ausgelost werden, um dann diese 47 Partien zu neuen Losen für die zweite Runde zu machen und dann zusammen mit 27 weiteren Losen 37 Zweitrunden-Partien zu erlosen. Herrlich, das wird ein Spaß. Nehmt euch für den morgigen Nachmittag lieber nichts vor..

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Spieler der Rückrunde: Diego Demme

War schon mal einfacher, den Spieler einer Hin- und Rückrunde bei RB Leipzig zu bestimmen. Dreimal war es bisher hier im Blog Dominik Kaiser, zweimal Marcel Sabitzer und je einmal Timo Röttger, Daniel Frahn, Fabian Franke, Bastian Schulz, Tim Sebastian, Diego Demme, Emil Forsberg und Timo Werner. Eine bunte Mischung aus defensiven und offensiven Spielern.

Nach dieser Rückrunde darf man ein bisschen ratlos sein. Durch das Grundkriterium (mindestens die Hälfte der Zeit gespielt) fallen schon mal Spieler wie Halstenberg, Forsberg (!), Poulsen oder Lookman raus.

Bernardo knackte die Zeitmarke knapp, spielte aber vor allem eine ergänzende Rolle im Kader. Bruma war zu ineffizient, Augustin nur phasenweise genial. Sabitzer spielte eine prima Hin- und eine leistungstechnisch spiegelverkehrte Rückrunde. Willi Orban war in vielen Phasen der Unordnung auch unauffällig. Lukas Klostermann ist immer noch in einem Modus, in dem er mit seinem Körper die letzten zwei Prozent Risiko zu scheuen scheint. Timo Werner hat in der Rückrunde wenig getroffen und viel gehadert.

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Presse 18.06.2018

So, Trainerverkündungswoche. Zumindest wenn es nach Geschäftsführer Mintzlaffs vor zwei Wochen aufgestelltem Zeitplan geht, ist die Bekanntgabe überfällig.

Laut BILD und LVZ sind derweil zumindest bereits die Co-Trainer geklärt. Robert Klauß soll als interne Lösung einer der Co-Trainer werden. Lars Kornetka soll aus Leverkusen dazukommen. Arbeitete in Hoffenheim schon als Videoanalyst unter Rangnick. Zwischenzeitlich auch mal unter Guardiola tätig. Könnte auch bedeuten, dass Kornetka Videoanalysten-Co-Trainer Danny Röhl ablöst, der zuletzt bei RB mal als fraglich gekennzeichnet wurde.

Falls die beiden Personalien stimmen, kann das natürlich bedeuten, dass Ralf Rangnick selber Trainer wird und sich schon mal seine Mitarbeiter zusammengestellt hat. Es kann aber auch bedeuten, dass man einem Trainer mit wenig Bundesliga-Erfahrung (also der Trainer-Typus Jesse Marsch) einen Stab mit Mitarbeitern zusammenstellt, die sich hier auskennen und einen guten Verbindungsdraht zu Rangnick haben. Kann man also in verschiedene Richtungen interpretieren. Fakt ist, dass man keinen Stab dieser Form vorzusammenstellt, wenn man einen großen externen Trainer holt (der dann noch eigene Mitarbeiter unterbringen will).

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Presse 15.06.2018

Erneut schlechte Nachrichten aus Salzburg. Nachdem schon Marco Rose seinen Vertrag dort verlängerte und entsprechend keine Option für RB Leipzig war, ist ihm nun auch Amadou Haidara gefolgt. Vertragsverlängerung bis 2022. Ohne Ausstiegsklausel. Wäre eigentlich von seiner Art her eine perfekte Besetzung für das Leipziger Mittelfeld gewesen. In Abhängigkeit davon, was Ralf Rangnick da als Alternativen auftut, tut dieser Nicht-Wechsel weh. Für Salzburg natürlich schön, dass sie offenbar zentrale Stützen behalten können. Dass Haidara nicht bis 2022 in Salzburg spielen wird, davon kann man allerdings auch ausgehen.

Nächste schlechte Nachricht mal wieder aus dem eigenen Nachwuchs. Wobei diese Nachricht eher erwartbar war. Kilian Senkbeil verlässt RB und wechselt zu den Bayern (das Wechselziel wiederum war nicht erwartbar). Defensivmann, der nächste Saison nicht mehr U19 spielen kann. Einer jener Spieler, für die du eine Perspektive entwickeln müsstest, wenn du sie halten (oder wenigstens verleihen willst). Bleibt dabei, dass es für die Gestaltung des Übergangs von der U19 zu den Profis bei RB bisher kein wirkliches Konzept gibt (außer ‚die müssen es halt irgendwie schon während ihrer Nachwuchszeit schaffen‘). Dass ein gebürtiger Leipziger und Nachwuchsnationalspieler, der seit 2010 im Verein spielt, Leipzig verlässt, weil er bei den Bayern bessere Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven sieht (weil die eine U23 haben), das sollte doch einigermaßen zu denken geben.

(Davon ab wage ich keine sportliche Einschätzung. Dass Senkbeil demnächst konstant bei den Bayern im Profikader auftaucht, ist unwahrscheinlich. Inwieweit ihn seine Karriere zu einem (guten) Bundesligaspieler machen wird, ist völlig unklar. In Leipzig war er in der U19 Kapitän und Stammspieler. Im ganz engen Kreis für das Heranführen an die Profis war er allerdings in der Vergangenheit auch nicht.)

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Transfers: Saracchi, Diawusie, Ludewig

Ist jetzt nicht, dass es mit den Neuzugängen wie mit dem traditionellen Brötchenbacken wäre, aber langsam kommen die Dinge in Fahrt, denn mit Marcelo Saracchi hat RB Leipzig nun Neuzugang 2 für den Defensivbereich verpflichtet. Und auch auf Abgangsseite arbeitet man, bisher waren es aber vor allem Talente die den Verein verließen und nicht einer der Leihspieler, die keine Perspektive mehr haben (Kalmár, Damari und Co).

Bei Marcelo Saracchi hat RB Leipzig mal wieder tief in die Tasche gegriffen. Elf Millionen heißt es hierzulande, 12,5 Millionen heißt es in Südamerkia bezahlt der Verein an River Plate, um sich den 20-jährigen Linksverteidiger zu sichern. Auf dem modernen Transfermarkt nicht allzu viel. Für einen Defensivspieler und angesichts eines kolportierten 40-Millionen-RB-Budgets (woran man nicht zwingend glauben muss) für Transfers aber doch einigermaßen viel. Für zwei Defensivspieler (mit Mukiele) fast 30 Millionen Euro auf den Tisch zu legen, ist jedenfalls auch für einen gehobenen Bundesligisten nicht nichts.

Mit Saracchi scheint man einen Spieler verpflichtet zu haben, der dahingehend Ähnlichkeiten zu Mukiele aufweist, dass er ein sehr schneller, aggressiver und dynamischer Spieler ist. Offenbar hat man bei RB Leipzig das Problem der Verteidigungskette darin ausgemacht, dass genau diese Attribute zu wenig vorhanden sind und sich nun daran gemacht, sich diese Qualitäten von außen zu holen.

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Presse 14.06.2018

Trainergeschichten. Nächste Woche Montag laufen die von Mintzlaff veranschlagten zwei Wochen bis zur Verkündung ab. Mal sehen, was in den nächsten Tagen so passiert. Der Geschäftsführer ist der Meinung, dass die Dinge derzeit „nach Plan“ laufen. Nun ja..

Für den Kicker ist wie schon für die LVZ Ralf Rangnick der logische nächste Trainer. Weil Übergangstrainer bis dann nächsten Sommer Julian Nagelsmann geholt wird (warum Nagelsmann in Leipzig in Zusammenarbeit mit Rangnick bei klarerem Fokus auch auf Ballbesitzstrukturen (wäre das bei RB gewollt?) funktionieren sollte, bleibt aber ein bisschen unklar). Ralf Rangnick weilt laut BILD aber aktuell im Urlaub.

Bayern Hermann Gerland findet es derweil in der BILD erstaunlich, dasss man in Leipzig so wenig Geduld mit Ralph Hasenhüttl hatte und freut sich auch künftig mal wieder nach Leipzig zu kommen (war beim U17-Halbfinale in Leipzig), weil hier alle so nett sind..

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Presse 13.06.2018

Marcelo Saracchi ist nun als Transfer fix. Irgendwas zwischen elf und 13,5 Millionen Euro. Je nach Quelle. Vertrag bis 2023 (also wird die Ablöse jährlich mit gerade mal 2 bis 2,5 Millionen Euro verbucht). Recht dynamischer Linksverteidiger. 20 Jahre alt. Persönlich bleibt da bei mir ein wenig Skepsis, ob das für höchstes Bundesliganiveau reicht, aber das wird man sehen. Der Transfer folgt halt der schon von Mukiele bekannten Logik, noch mehr Geschwindigkeit und Dynamik in die letzte Defensivlinie zu kriegen.

Fragezeichen bleiben grundsätzlicher Natur ja bei der Kaderplanung. Dass man einem Halstenberg (der zum Trainingsstart im Juli zumindest wieder mitlaufen will), der vor seiner Verletzung zum Nationalspieler wurde, einen Elf-Millionen-Mann an die Seite stellt oder vor die Nase setzt, der aufgrund der Ablöse sicherlich auch Spielzeit kriegen soll, wirkt ein bisschen heftig. Aber natürlich weiß man auch nicht, bis wann Halstenberg wieder spielfit ist, könnte es sein, dass RB wieder eine Dreifachbelastung hat und belebt Konkurrenz das Geschäft. Aber es bleibt halt auch ein bisschen das Gefühl, dass da eine Baustelle geschlossen wurde, die eigentlich gar keine war.

BILD und LVZ werfen den Namen Matheus Cunha auf den Gerüchtemarkt. 19. Brasilianer. Stürmer. Spielt beim FC Sion. Soll sehr teuer, also über 20 Millionen Euro teuer sein. Klingt so ein bisschen nach einer Wiederholung der Embolo-Story mit einem guten Stürmer und einem Verein, der versucht, interessierte Vereine gegeneinander auszuspielen und die Ablöse hochzutreiben. Von daher sollte man da mal in Ruhe abwarten, was passiert.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Bundesliga 2017/2018 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit.

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