Schlagwort-Archive: Yussuf Poulsen

Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2016/2017 – Teil 1

Sommerpause. Zeit für die entsprechenden Rückblicke auf die erste Saison von RB Leipzig in der Bundesliga. Los geht es heute mit dem ersten Teil mit Zahlen rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 34 Bundesligaspiele und nicht das DFB-Pokalspiel in Dresden. Teil 2 des Zahlenrundumblicks folgt dann irgendwann demnächst.

Eingesetzt wurden bei RB Leipzig insgesamt 21 Spieler. Das sind im Vergleich zur Winterpause zwei mehr. Bzw. drei, denn Kyriakos Papadopoulos ist als Winterabgang in der Liste der RB-Spieler nicht mehr drin. Zum Einsatz kamen zusätzlich zu den Hinrundenspielern noch Fabio Coltorti, der aufgrund eines Gulacsi-Ausfalls dann doch noch zu seinem Bundesliga-Debüt kam. Eingesetzt wurde auch Dayot Upamecano, der nach seiner Verpflichtung im Winter immerhin reichlich 660 Minuten sammelte. Nicht zu vergessen ist zudem Federico Palacios, der sich mit seinem Treffer in Dortmund gleich in die RB-Geschichtsbücher hätte eintragen können, wenn der Trefffer denn gezählt hätte.

Aus dem Profikader gar nicht eingesetzt wurden Keeper Marius Müller und Ken Gipson (dessen Zugehörigkeit zum Profikader aber eher formaler Natur war). Genauso wie die U23-Spieler Dominik Franke, Kamil Wojtkowski, Benjamin Bellot und Patrick Strauß durften sie aber zumindest mal auf der Bank sitzen. Müller teilte sich diese Rolle ja mit Coltorti. Zu Einsätzen kamen von den Nachwuchsspielern bis auf Palacios, der nächste Saison komplett bei den Profis eingegliedert wird, niemand. Durchlässigkeit von unten nach oben ist weiterhin nicht das hervorstechendste Merkmal von RB Leipzig. Ist aber auch schwierig, wenn dein Profiteam in der Bundesliga auf Platz 2 unterwegs ist.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018

So, die Saison ist in vielerlei Hinsicht für RB Leipzig schon vor dem letzten Spieltag gelaufen. Entsprechend kann man sich ja schon mit der Kaderplanung für die kommende Saison beschäftigen. Ralf Rangnick hat zuletzt auch angemerkt, dass man schon mittendrin sei und den Kontakt zu interessanten Spielern intensiviert hat.

Wobei man aus der Erfahrung der letzten Spielzeit auch lernen könnte, dass in der Praxis manche Dinge dann doch wieder erst relativ spät in Angriff genommen werden. Vielleicht ist dem ja diese Saison aber nicht so.

Zu tun gibt es allerdings reichlich für die Kaderplaner. Das hat nicht nur mit den potenziellen Neuzugängen zu tun, sondern auch damit, dass man einige Altlasten, Abgangswillige und Nachwuchsspieler versorgen muss. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 weiterlesen

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Marvin Compper schlägt Yussuf Poulsen

Vier Spiele, vier Siege. Das die Bilanz der jüngeren Vergangenheit bei RB Leipzig. Und das auch die Bilanz der letzten Spiele von Yussuf Poulsen, der nach Verletzung im Spiel gegen Darmstadt erst spät und nicht mehr spielentscheidend in die Partie kam, aber in den folgenden drei Spielen mit zwei Toren und zwei Vorlagen entscheidenden Anteil am Erfolg hatte. Zuvor war RB dreimal in Folge sieglos geblieben. Woraus man natürlich konstruieren könnte, dass Leipzig ohne Poulsen (punktetechnisch) schwächer ist als mit.

Wenn man den Dänen mit den anderen RB-Spielern, die mindestens 50% der Spielzeit auf dem Platz standen, vergleicht, dann relativiert sich seine Bilanz als entscheidender Spieler allerdings auch ein wenig. Denn im Vergleich gesehen, punktet RB Leipzig leicht unterdurchschnittlich, wenn Poulsen auf dem Platz steht.

2,10 Punkte hat RB Leipzig bisher im Schnitt geholt. Wenn Yussuf Poulsen vom Platz ging, waren es im ’nur‘ Schnitt 2,00 Punkte. Damit liegt er auf Augenhöhe mit einem Marcel Sabitzer und Willi Orban (in Abwesenheit des Innenverteidigers holte RB zwei Siege).

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Bundesliga: RB Leipzig vs. SC Freiburg 4:0

29. Spieltag in der Bundesliga bereits. Das Aufsteigerduell zwischen RB Leipzig und dem SC Freiburg stand an. Überraschend daran, dass es das Duell Zweiter gegen Sechster war. So etwas wie das Duell der Überraschungsteams also.

Überraschend auch, was Ralph Hasenhüttl aufstellungstechnisch veranstaltete. Denn da saß plötzlich Stefan Ilsanker anfangs auf der Bank, etwas was man sich gar nicht mehr so richtig vorstellen konnte. Dayot Upamecano ersetzte den gesperrten Willi Orban in der Innenverteidigung. Marcel Halstenberg kehrte links hinten wie erwartet zurück ins Team. Sodass Bernardo wieder nach rechts hinten rutschte und für Ilsanker nur die Bank blieb. Auf der Bank blieb zudem wie erwartet Oliver Burke, für den Yussuf Poulsen in der Startelf stand. Organisiert das Team wieder im 4-2-2-2.

Auf Freiburger Seite musste Christian Streich nach Maximilian Philipp auch noch Vincenzo Grifo ersetzen. Karim Guede kam als zweite Spitze und als kämpferischer Anläufer in die Mannschaft. Haberer rückte dafür auf die Grifo-Position links außen. Organisiert war das ganze im 4-4-2. Also keine Fünferkettenexperimente wie im Hinspiel.

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Bundesliga: 1.FSV Mainz 05 vs. RB Leipzig 2:3

27. Spieltag in der Bundesliga. Die Auswärtsfahrt zum 1.FSV Mainz 05 war für RB Leipzig dran. Die Gastgeber mitten im Abstiegskampf und ein Team, das nur wenig Ballbesitz im Mittelfeld hat. Entsprechend war ein unruhiges Spiel zu erwarten. Und genau das wurde es auch. Nicht unbedingt zu erwarten, war die Emotionalität, die aus dem unruhigen Spiel in der zweiten Halbzeit einen unglaublichen Fight mit unzähligen Karten machte. Das bessere Ende hatte dabei RB Leipzig auf seiner Seite.

In die Partie gegangen war RB Leipzig nicht mit der ganz großen Rotation. Mit Peter Gulacsi rückte der Stammkeeper zurück zwischen die Pfosten. Fabio Coltorti dafür wieder auf der Bank. Im Sturm kam erwartungsgemäß Yussuf Poulsen zu einem Startelfeinsatz. Oliver Burke blieb dafür auf der Bank, wo vorerst auch Timo Werner nach Verletzung Platz nahm. Unerwartet lediglich, dass Dayot Upamecano in der Innenverteidigung auflief und Marvin Compper gar nicht erst mit nach Mainz reiste. Schlichte Verschnaufpause ohne Verletzungshintergrund, so die offizielle Begründung.

Organisiert war RB Leipzig mal wieder im 4-2-2-2, nachdem man zuletzt in Bremen mit Fünferkette und gegen Darmstadt im 4-3-3 gestartet war. Keita und Forsberg gaben dabei hinter Sabitzer und Poulsen die Zehner.

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Zwischen Ostidentität, Zahnpasta und Babywindeln

Die letzte Länderspielpause dieser Saison. Wieder mal Zeit sich in einer selbst für ‚Champagner statt Bier‘-Verhältnisse ausführlichen Form über die Dinge rund um den RasenBallsport zu unterhalten. Und zu gucken, wohin es in den restlichen Wochen bis Mitte Mai sportlich noch gehen könnte.

Aber auch die letzten Wochen hielten allerlei diskutierenswerte Dinge bereit. Die Nachwuchsarbeit inklusive Abmeldung der U23 war eines dieser Themen. Aber auch das veränderte oder nicht veränderte sportliche Auftreten nach der Winterpause. Oder die Ereignisse in Dortmund. Für die mit John jemand nach langer Zeit mal wieder am Podcast teilnimmt, der die Dinge auch aus BVB-Sicht einordnet. Zudem sorgt Dirk für ein eher zweifelhaftes kulinarisches Vergnügen..

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Keine Welle ohne Delle

Die letzte Länderspielpause der Saison. Manch einer wird sagen, dass sie nach drei Spielen ohne Sieg für RB Leipzig zum richtigen Zeitpunkt kommt. Weil man vor den letzten neun Spielen dieser Spielzeit, die ab dem 01.04.2017 innerhalb von sieben Wochen ausgetragen werden, noch mal durchschnaufen und feinjustieren kann.

Seit Spieltag acht ist RB Leipzig nun schon Zweiter oder besser. Nur fünfmal stand man überhaupt auf einem Platz, der nicht zur Teilnahme an der Champions League berechtigen würde. Klar hat man bisher im Saisonverlauf schon viel erreicht und deutlich über den Erwartungen gepunktet. Trotzdem oder deswegen wäre ein Herausrutschen aus den Top3 oder gar Top4 inzwischen durchaus eine Enttäuschung. Sprich, man hat nicht mehr nur etwas zu gewinnen, sondern auch zu verlieren. Auch deshalb vielleicht ganz gut, dass man jetzt mal ein paar Tage zum Durchschnaufen und Ablenken vor dem Saisonfinale kriegt.

Wenn man die bisher neun Spiele seit der Winterpause nimmt, dann war das aus Sicht von RB Leipzig schon auch ein wenig eine Berg- und Talfahrt. Vier Siege, vier Niederlagen und ein Unentschieden stehen im Jahr 2017 bisher zu Buche. Damit erreichte man 13 Punkte. Was im Vergleich der Bundesliga mittleres Niveau bedeutet. Interessant, dass man auf die Topteams Bayern, Dortmund und Hoffenheim seit der Winterpause zwischen vier und zehn Punkten verlor, während man auf die potenzielle Europa League Konkurrenz (Hertha, Köln, Frankfurt) sogar noch Punkte (zwischen einem und sechs) gutmachte.

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Davie Selke auf der Suche nach der Cinderella Story

Viele Verlierer hat der Kader von RB Leipzig in dieser Saison nicht zu bieten. Papadopoulos war so einer, aber der ging leicht erbost im Winter Richtung Hamburg. Gilt ähnlich, nur nicht mit ganz so viel Erbostheit für Terrence Boyd und Zsolt Kalmár. Rani Khedira gehörte bis zuletzt auch dazu. Nach ein paar mehr Einsatzminuten als in der Hinrunde hat sich bei ihm der Wind aber ein bisschen gedreht. Dominik Kaiser kann mit der Entwicklung von Spielzeit auch nicht zufrieden sein, würde deswegen wohl aber eher keinen Stunk machen.

Bleibt also noch Davie Selke, der mit seiner Situation absolut nicht zufrieden sein kann. Lediglich 360 Einsatzminuten hatte er bei immerhin 15 Einsätzen. Macht im Schnitt 24 Minuten Einsatzzeit. Auf Augenhöhe mit Oliver Burke. Das ist das, was man im allgemeinen Sprachgebrauch als Jokerrolle bezeichnen würde. Also zu wenig für jemanden, der schon letzten Sommer mit seinen abnehmenden Einsatzzeiten in der Rückrunde der zweiten Liga am Hadern war.

Entsprechend der unbefriedigenden Situation brauchte es im Winter schon eines längeren Gesprächs, in dem Ralph Hasenhüttl seinen Stürmer davon überzeugte, den Konkurrenzkampf anzunehmen und den Verein nicht übereilt zu verlassen. In der Vorbereitungszeit bekam Selke dann auch besonders viele Einsatzzeiten, um auf sich aufmerksam zu machen und sich in verschiedenen Sturmkonstellationen zu präsentieren.

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Bundesliga: Borussia Dortmund vs. RB Leipzig 1:0

Das nächste Spitzenspiel für RB Leipzig. Zweiter gegen Vierter. Zu Besuch beim normalerweise zweitbesten Team in Deutschland. Dazu noch arg dezimiert. Am Ende machte das eine verdiente 0:1-Niederlage für RB, bei der man sich aber insgesamt achtbar aus der Affäre zog und am Ende sogar am überraschenden Punktgewinn schnupperte.

Verzichten musste RB Leipzig gleich auf vier der sechs besten Spieler der Hinrunde. Forsberg weiter gesperrt. Der Ausfall von Timo Werner war auch frühzeitig klar. Dazu kamen dann auch noch Sabitzer und Demme. Was vor allem für das Spiel gegen den Ball nah an katastrophal war. Drei der vier Topoffensivakteure raus plus das zentrale Bindeglied im Mittelfeld. Eigentlich nicht aufzufangen.

Versucht hat man es mit Khedira als Ersatz für Demme auf der Sechs. Sein erster Startelfeinsatz in dieser Saison. Die Offensive stellte sich derweil angesichts von nur noch vier gesunden Profis von selbst auf. Kaiser rückte für Sabitzer auf die Zehn. Selke versuchte Werner in der Spitze zu ersetzen. Wie gewohnt das ganze im 4-2-2-2.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017 – Update 1

Da ist sie auch schon vorbei, die Wintertransferperiode. Wobei das auch ein bisschen irreführend ist, denn international gesehen gibt es völlig verschiedene Transferfenster. Sodass prinzipiell ein Spieler fast das ganze Jahr irgendwohin wechseln könnte. Das ist für RB Leipzig aber ein rein theoretischer Fall. Denn nach insgesamt sechs Winterabgängen gibt es keine Abgangskandidaten mehr. Und auf Zugangsseite ist der Weg durch das in Deutschland nun geschlossene Transferfenster halt versperrt.

Gleich sechs Abgänge und nur ein Neuzugang gab es in den letzten Wochen. Das klingt natürlich ziemlich unbalanciert. Aber es relativiert sich, da auf der Abgangsseite zwei Spieler mit abgehandelt sind, die als Nachwuchsleute nicht wirklich zum Profikader von RB gehörten. Idrissa Touré und Vitaly Janelt verfügten aber über langfristige Profiverträge und müssen deswegen dann doch genannt werden, weil so auch die mögliche nächste Linie an Nachrückern aus dem Nachwuchs (aus nicht wirklich sportlichen Gründen) abgegeben wurde.

Neben Touré und Janelt ging auch noch Omer Damari, der genaugenommen auch nicht mehr zum Kader gehörte. Weil er seit eineinhalb Jahren auf Leihen unterwegs war und nun die nächsten eineinhalb Jahre leihweise in Israel verbringt. Hat auf den Profikader keine Auswirkungen.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Bundesliga 2016/2017 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit. Wobei die Zuordnung zu den Positionen eher nach Spielertypen erfolgt. Marcel Sabitzer hat genaugenommen von der Position her dasselbe gespielt wie Emil Forsberg, ist aber trotzdem vom Typ her eher Stürmer. Gilt ähnlich für Burke. Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Bundesliga 2016/2017 – Teil II weiterlesen

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2016 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Nimmt man sich erstmal die Laufdaten vor, dann landet man automatisch wieder bei Diego Demme. Der absolviert zwar pro 90 Minuten 400 Meter weniger als noch letzte Saison, ist aber trotzdem der einzige bei RB Leipzig, der es in der Bundesliga auf über 12 km schafft.

Dahinter folgen dann gleich die Offensivkräfte Werner und Sabitzer, die auch für das Anlaufen des Gegners sehr wichtig sind. Auch Poulsen mit relativ viel Laufstrecke. Emil Forsberg folgt mit 11,17 km direkt hinter den Top5.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2016 – Teil 1

Vor Weihnachten blieb für die ganzen Rückblicke auf die bisherige Bundesligasaison keine Zeit mehr. Deswegen sei dies nun  Schritt für Schritt nachgeholt. Los geht es heute mit dem ersten Teil mit Zahlen rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 16 Bundesligaspiele und nicht das DFB-Pokalspiel in Dresden. Morgen folgt dann Teil 2.

Eingesetzt wurden bei RB Leipzig bisher lediglich 19 Spieler. Die beiden Ersatzkeeper Fabio Coltorti und Marius Müller mussten bisher komplett zuschauen. Genauso galt das für Zsolt Kalmár. Der im Gegensatz zu Terrence Boyd und Ken Gipson aber immerhin siebenmal auf der Bank saß bei einem Bundesligakick. Boyd, der nach Langzeitverletzung nie so richtig nah dran war am Profikader und Gipson, der eigentlich als Rechtsverteidiger-Backup geplant war, aber bei der U23 zum Einsatz kam, bevor er sich schwer verletzte, sahen noch nicht mal den Spieltagskader.

Aus dem Nachwuchsbereich saß Dominik Franke noch fünfmal bei schlimmster Außenverteidigernot auf der Bank. Die Nachwuchskräfte mit Profiverträgen kamen in das Vergnügen nicht. Gino Fechner spielt in der U23. Felix Beiersdorfer mit weniger Erfolg auch. Und Idrissa Touré und Vitaly Janelt wurden im Verlaufe des Herbsts wegen Eskapaden bei Nachwuchsnationalmannschaft und im RB-Internat für längere Zeit suspendiert. Dass der Nachwuchs Anschluss an den Profibereich findet, lässt entsprechend weiter auf sich warten.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017

Winterpause. Heißt auch, dass das Transferfenster wieder geöffnet ist. Noch bis zum 31.01.2017, 18 Uhr darf man Spieler verpflichten oder abgeben. Was in der Bundesliga und gerade rund um RB Leipzig dann zu einer entsprechend lautstarken, medialen Begleitung führt. Inzwischen kann man sich nicht mal mehr alle Namen merken, an denen RB so alles Interesse haben soll.

Halten wir uns deswegen wie immer eher an Fakten und Plausibilität, was die Kaderplanung angeht. Und werfen mal eben einen Blick auf den aktuellen Kader und dessen mögliche Punkte, die einer Verbesserung oder auch einer Ausdünnung bedürfen.

Fängt man beim Potenzial an Unzufriedenheit an, dann hat man aktuell diverse Spieler, die Grund haben, ihre Situation eher kritisch zu sehen und ihre Zukunft zu überdenken. RB Leipzig hat die bisherige Bundesliga-Spielzeit im Kern mit einer Rotation von zwölf Feldspielern bestritten. Wäre Lukas Klostermann fit geblieben, dann wären es vielleicht 13 Feldspieler gewesen. Aber auch das ist nicht unbedingt die ganz große Masse.

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Bundesliga: FC Bayern München vs. RB Leipzig 3:0

Sportliches Gipfeltreffen des deutschen Fußballs kurz vor Weihnachten. Erster gegen Zweiter. Beide mit identischer Punktzahl. Eine Partie, die mit einem wahnwitzigen Aufgebot an Artikeln allerlei Qualitätssorten begleitet und mit Bedeutung aufgeladen wurde. Am Ende wurde es eine erstaunlich einseitige Angelegenheit und eine Demonstration der Stärke der Bayern, die es aber bei einem verhältnismäßig erträglichen 3:0 beließen.

RB Leipzig war mit den fraglichen Halstenberg und Keita in die Partie gegangen. Und entsprechend mit derselben Mannschaft wie am Wochenende gegen Hertha BSC. Ralph Hasenhüttl war damit nach der Partie nicht so zufrieden, weil er Keita in der Halbzeit schon vom Platz nehmen musste. Weil er dann doch nicht so fit war, wie gedacht.

Bayern auf der anderen Seite wechselte zweimal. Lahm und Robben kamen in die Mannschaft. Rafinha und Müller mussten dafür weichen. Etwas überraschender, dass sowohl Ribery als auch Müller auf der Bank Platz nehmen musste. Douglas Costa durfte dafür mitmachen.

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Timo Werner als perfekter Rollenspieler zum Nationalspieler?

Viel wurde in den letzten Wochen über Timo Werner geschrieben. Also viel wurde auch mit Hilfe seiner Worte in Form von Interviews geschrieben (gemeinsamer Arbeitstitel: ‚Warum alles super perfekt ist und ich mich in Leipzig wohl fühle.‘). Aber viel wurde auch schlicht über ihn geschrieben. Ob er beispielsweise nicht bald ein Thema für die deutsche Nationalmannschaft sein müsste. Weil die doch so ein Stürmerproblem habe.

Fakt ist, dass Timo Werner bisher eine sehr gute Saison spielt. Das zeigt bereits ein ganz einfacher erster Blick auf die Zahlen. Elf Torbeteiligungen stehen schon auf Werners Konto. Sieben Tore und vier Vorlagen. Nur Emil Forsberg ist (wenn man Burke und Selke als Joker mal nicht beachtet) in Sachen direkter Torbeteiligungen besser. Der Schwede ist alle 65 Minuten an einem Tor beteiligt, Werner nur alle 80 Minuten.

Torbeteiligungen (min. 300 Minuten Einsatzzeit):

  • Emil Forsberg: alle 65 Minuten (5 Tore, 7 Vorlagen)
  • Timo Werner: alle 80 Minuten (7 Tore, 4 Vorlagen)
  • Marcel Sabitzer: alle 97 Minuten (4 Tore, 4 Vorlagen)
  • Naby Keita: alle 137 Minuten (4 Tore, 1 Vorlage)
  • Yussuf Poulsen: alle 291 Minuten (1 Tor, 2 Vorlagen)

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Mit Abgeklärtheit in die Bundesliga-Spitze

Inzwischen weiß man bei RB Leipzig, dass man in dieser Liga mit praktisch allen Teams mithalten kann, wenn man einen guten Tag mit einem guten Plan erwischt. Man darf durchaus gespannt sein, mit welchen Anpassungen die (auch nicht auf den Kopf gefallene) Bundesliga-Konkurrenz auf den Saisonstart von RB Leipzig reagieren wird. Und man darf gespannt sein, wie die RasenBallsportler auf Misserfolg reagieren werden. Dieses Experiment darf ruhig noch ein bisschen warten, aber es wird ziemlich sicher über kurz oder lang kommen. (Erstaunlich gut und erstaunlich vielseitig)

Und erstens kommt es anders und zweitens sowieso. Von wegen Anpassungen der Bundesliga-Konkurrenz. Beziehungsweise zumindest keine Anpassungen, die den Lauf von RB Leipzig tatsächlich einbremsen konnten. Denn vier Siege aus vier Spielen und 9:2 Tore stehen seit der letzten Länderspielpause, nach der die oben stehenden Sätze formuliert wurden, auf dem RB-Konto. Vier völlig verdiente Siege wohlgemerkt. Und vier Siege, die teilweise mit einer erstaunlichen Abgeklärtheit und Souveränität auch gegen Teams errungen wurden, die sich in Defensivarbeit versuchten.

Den ersten Saisonabschnitt bis zum sechsten Spieltag konnte man sich vielleicht noch mit Euphorie eines Aufsteigers, mit Intensität und einem Lauf nach dem späten 1:0 gegen Dortmund erklären. Die folgenden vier Spiele seit der letzten Länderspielpause haben RB Leipzig dagegen als ein sehr stabiles und sehr abgeklärtes Team ausgewiesen. Das soll nicht heißen, dass man nicht mehr mit Intensität, Geschwindigkeit und Athletik spielt. Das soll nur heißen, dass Spiele gemeistert wurden, in die man nicht als Underdog hineinging und in denen man entsprechend Geduld haben und einen Gegner auch mal bespielen musste.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. 1.FSV Mainz 05 3:1

Zehnter Spieltag der Bundesliga. Leipzig empfängt erstmals Mainz. Nach der 1:6-Klatsche der Mainzer in Anderlecht war in Leipzig die Angst verbreitet, dass Mainz nun mit geschärften Sinnen Revanche für die vielen Gegentore nehmen und besonders stark auftreten würde. Zumindest defensiv traf das 70 Minuten lang nicht zu, sodass man mit drei Gegentoren bis dahin noch ganz gut bedient war und am Ende deswegen der manchmal etwas arg wild erspielte 3:1-Erfolg von RB Leipzig auch völlig in Ordnung ging.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig im Vergleich zum Spiel in Darmstadt mit einer Änderung. Marcel Sabitzer kehrte in die Startformation zurück. Stefan Ilsanker (und nicht Schmitz) rückte von der Sechs auf die Position des Rechtsverteidigers, wo Bernardo verletzt ausfällt. Keita wiederum nahm statt der Zehnerposition, auf der dann Sabitzer agierte, die Sechserposition von Ilsanker ein.

Mainz veränderte sein Team im Vergleich zum letzten Bundesliga-Spiel auf drei Positionen. Der etwas überspielte Yunus Malli blieb genauso draußen wie Torgarant Pablo de Blasis und Innenverteidiger Stefan Bell. Leon Balogun, Gaetan Bussmann und Karim Onisiwo kamen dafür in die Partie. Gegenüber dem Europa-League-Spiel in Anderlecht waren es sogar fünf Änderungen. Da Mainz aber schon die ganze Saison recht vielen Spielern Spielzeit gönnt, waren die Änderungen auch nicht so richtig dramatisch. Lediglich die Bankrolle von Malli überraschte etwas. Allerdings dauerte sie wegen der Verletzung von Ersatzmann Serdar auch nur eine halbe Stunde.

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Kein körperlicher Stresstest

21 Punkte aus neun Spielen. Kein Punkt davon kam glücklich zustande. Immer noch ungeschlagen. Platz 2 in der Bundesliga. Die fußballinteressierte, mediale Öffentlichkeit überschlägt sich entsprechend gerade hinsichtlich der Leistungen und Perspektiven von RB Leipzig. Die große Frage ist, ob da schon kurzfristig ein Bayern-Jäger heranwächst. Eine weiterhin eher unspannende Frage, weil diese Momentaufnahme wenig über einen nachhaltigen Stand der Dinge oder längerfristige Perspektiven aussagt.

Die Zeit hatte letzte Woche in Bezug auf die längerfristigen Perspektiven gefragt, inwieweit RB Leipzig mit Rangnick-Fußball tatsächlich in der Lage ist, oben mitzumischen. Die dortige (auch hier im Blog ja schon immer mal wieder verhandelte) Frage lautete vor allem, ob man mit dem Fokus auf Balleroberung und Umkehrspiel nicht eigentlich Underdog-Fußball spielt, mit dem man als Aufsteiger gut fährt, aber langfristig eher nicht konstant oben mitspielt.

Genährt wurde die Frage mit dem Verweis darauf, dass Ralf Rangnick (und im Kern spielt RB Leipzig nun mal Fußball nach den grundsätzlichen Maßgaben des Sportdirektors) in seiner Karriere noch keine wichtigen Titel vorweisen kann (bzw. der DFB-Pokalsieg mit Schalke lediglich abgestaubt war).

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Bundesliga: VfL Wolfsburg vs. RB Leipzig 0:1

Siebter Spieltag schon. Nach einer ewig langen Länderspielpause war im Vorfeld des Auftritts von RB Leipzig beim VfL Wolfsburg ein wenig Stochern im Nebel angesagt, was die aktuellen Leistungsstärken der Teams angeht. Nach 90 Minuten wusste man, dass sich über die Länderspielpause nicht allzuviel verändert hat und der VfL Wolfsburg vor allem im Offensivspiel nicht gut genug ist, um Siege einzufahren.

RB Leipzig ging in die Partie mit nur einer Änderung im Vergleich zum Heimsieg gegen den FC Augsburg. Der vor zwei Wochen starke Keita blieb draußen und machte Platz für den bisher in der Saison ebenfalls starken Ilsanker. Luxusprobleme, wenn der Trainer aus dem Trio Demme, Ilsanker, Keita einen draußen lassen muss. Diesmal entschied er sich für mehr Qualität im Spiel gegen den Ball, das nächste Mal kann es dann schon wieder die Entscheidung für mehr Spiel mit dem Ball, also für Keita sein.

Auf Wolfsburger Seite fiel Blaszczykowski kurzfristig aus. Deswegen bildeten Träsch und Vieirinha das Duo auf der rechten Außenbahn. Zudem kehrte Luiz Gustavo nach Verletzung ins zentrale Mittelfeld zurück, was in einer Kettenreaktion (Arnold auf die Zehn, Draxler auf die linke Seite) Caligiuri (vor eineinhalb Jahren noch Matchwinner beim DFB-Pokalspiel in Leipzig) auf die Bank versetzte.

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