Schlagwort-Archive: Willi Orban

Nach langer Suche: Ralf Rangnick findet sich selbst

Ralf Rangnick auf dem Trainerstuhl wäre dagegen zwar in manch Hinsicht konsequent, birgt aber das enorme Risiko, dass die gesamte Konstruktion der sportlichen Leitung bei RB Leipzig bei Misserfolg in sich zusammenbricht und nicht nur ein Puzzlestück ausgetauscht wird. Möglich aber weiterhin auch, dass es doch jemand wird, der sich schon einen Namen gemacht hat irgendwo in der ersten Bundesliga oder zwischen erster und zweiter Bundesliga. Ganz einfach wird es allerdings nicht, externe Trainer mit Erfahrung davon zu überzeugen, dass der Zweitligist RB Leipzig mit dem Trainer auf dem Sportdirektorenposten Ralf Rangnick ein sehr guter Ort zum dauerhaften Arbeiten ist. (Optionsraum Trainerwahl)

„Wir werden mit unserer A-Lösung auf der Trainerposition in die neue Saison gehen.“, erklärte der RB-Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff Anfang April. Kurz nachdem Thomas Tuchel dem Verein abgesagt hatte und die A-Lösung also schon dahin war.

Knapp zwei Monate später wird nach übereinstimmenden Medienberichten Sportdirektor Ralf Rangnick höchstpersönlich Trainer bei RB Leipzig. „Für den Cheftrainer-Posten bin ich nicht meine Wunschlösung.“, hatte derselbe Rangnick noch vor ein paar Wochen via Sportbild erklärt.

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Was von Spieltag 34 bleibt

Der letzte Spieltag. Ein Tag für die ganz großen Gesten. Zumal, wenn noch vier von sechs relevanten Tabellenplätzen zu vergeben sind. Am Ende hat es Darmstadt so gemacht, wie sie es nun mal so oft machen. Irgendwann einen Standard versenkt, kein Gegentor zugelassen (schon zum 17. Mal in dieser Saison) und gewonnen.

59 Punkte holte man in 34 Spielen. Das reichte erstmals seit 11 Jahren wieder für Platz 2 in der zweiten Liga. Und somit zum Aufstieg. Egal ob man dabei dann findet, dass das Niveau an der Spitze eher überschaubar war, bleibt eine überragende Leistung des Aufsteigers, der fußballerisch limitiert eine Spielidee über lange Bälle, Standards und schnelles Flügelspiel nach Ballgewinn entwickelte, die perfekt zum Team passte.

Mit 30 Punkten ist Darmstadt das beste Team der Rückrunde. Mit 26 Punkten ist man das beste Team 2015. Man kommt nicht um die Feststellung drumherum, dass die Lilien absout zurecht aufgestiegen sind.

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Was von Spieltag 27 bleibt

So richtig viel an Spektakulärem, auch was die Auswirkungen auf die Tabelle angeht, hatte der 27. Spieltag in der zweiten Bundesliga nicht zu bieten. Weswegen sich mit Kyoung-Rok Choi einer in den Mittelpunkt schießen konnte, zu dem wohl fast jeder außerhalb Hamburgs bis gestern hätte Google befragen müssen, um halbwegs was zu ihm sagen zu können. Zwei Tore und eine Torvorlage steuerte der 20jährige, „richtig coole Asiate“ (Lienen), der zum ersten Mal bei den Profis zum Einsatz kam und sonst mit der U23 die Regionalliga beglückt, zum 4:0 gegen den neuen Aufbaugegner der Liga Fortuna Düsseldorf bei.

Vier von acht Spielen seit der Winterpause hat Düsseldorf damit verloren. 13 Gegentore kassierte man in diesen vier Spielen aka Defensivmassakern. Zwei der vier Niederlagen passierten gegen Aue und St. Pauli, also gegen zwei ernste Abstiegskandidaten. Aalen, 1860 und auch Fürth freuen sich schon auf ihre noch wartenden Spiele gegen das aktuell drittschlechteste Team der zweiten Liga seit der Winterpause.

Und Fortuna-Coach Taskin Aksoy kann sich das möglicherweise heimliche Schielen auf eine (sowieso schon unwahrscheinliche) Weiterbeschäftigung über das Saisonende hinaus endgültig sparen. Wohingegen der andere Interimscoach der Liga Achim Beierlorzer nach der offiziellen Tuchel-Absage bei RB vielleicht ja doch noch zu träumen anfängt, wie es wäre, länger als bis zum Saisonende Millionentransfers über den besonders grünen Rasen im Leipziger Trainingszentrum scheuchen zu dürfen.

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Zweitligatopelf

Eigentlich ist es ja ein eher fragwürdiges Geschäft, rund um den Fußball Bestenlisten erstellen zu wollen. Wobei die Fragwürdigkeit vor allem darin besteht, diesen Listen den Anschein der Objektivität geben zu wollen. Denn auf der einen Seite gibt es niemanden, der alle Spieler permanent im Saisonverlauf im Blick hat und auf der anderen Seite fehlt ein objektiver Bewertungskatalog, anhand dessen die Bewertung verobjektivierbar wäre. Das führt dann zusammengenommen dazu, dass meist Spieler in den Bestenlisten landen, die auch bei erfolgreichen Mannschaften spielen.

Sich zu diesem Zeitpunkt der Saison einer Zweitligatopelf zu widmen, ist aber sowieso nicht mehr als Spielerei. Und erhebt auch gar nicht den Anspruch, die besten oder überraschendsten oder zukunftsfähigsten Spieler zu versammeln. Die Auswahl soll eine rein subjektive sein und lässt somit auch Auswahlkriterien zu, die zum sportlichen Auftreten hinzukommen oder mit diesem gar nicht direkt in Beziehung stehen. Eine kleine Spielerei, die eher die persönlichen Eindrücke von bisher 26 Spielen zusammenfasst.

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