Schlagwort-Archive: VFC Plauen

Regionalliga: RB Leipzig vs. VFC Plauen 2:2

Das ist schon manchmal komisch. Da ist eigentlich alles bereit für einen guten Fußballnachmittag. Die Sonne erwärmt das Stadion erstmals in diesem Jahr auf Temperaturen deutlich oberhalb der 0 Grad. Die Fans sind sehr gut gelaunt und sorgen von Anfang an für ein lautstarkes Umfeld. Das Spiel läuft eigentlich ganz im eigenen Sinne an und findet seinen ersten richtigen Höhepunkt im 1:0 für RB Leipzig. Also alles in allem eine perfekte Situation. Dass der Nachmittag dann so kippt, wie er es beim 2:2 von RB Leipzig gegen den VFC Plauen tat und die RasenBallsportler nur mit viel Glück und einem Treffer durch Fußballgott Fabian Franke zum Ausgleich kamen, ist eigentlich nur schwerlich zu erklären.

Begonnen hatte Alexander Zorniger diesmal überraschend ohne Thiago Rockenbach, für den Clemens Fandrich in die Spielmacherrolle schlüpfte (wobei auf dem Platz diese feste Positionszuordnung so nicht zu erkennen war). Umut Kocin durfte noch mal auf links und Juri Judt auf rechts hinten ran, weil Tim Sebastian und Christian Müller weiterhin ausfielen. Im Mittelfeld war Dominik Kaiser zurück und spielte rechts neben bzw. leicht rechts vor Jeremy Karikari im Mittelfeld. Links durfte diesmal Timo Röttger von Beginn an sein Können zeigen. Und im Sturm war an der Seite von Daniel Frahn wieder die Zeit reif für Matthias Morys.

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Pressekonferenz: RB Leipzig vs. VFC Plauen

[Nach dem Spiel RB Leipzig gegen den VFC Plauen ab etwa 15.30 Uhr an dieser Stelle die Stimmen der Trainer Michael Hiemisch und Alexander Zorniger aus der Pressekonferenz.]

15.52

Schlussendlich bleibt nur, dass man weiter ungeschlagen bleibt. Wobei man manchmal das Gefühl hat, dass es gut wäre, wenn dieses Thema mal endlich vom Tisch käme. Weil man sich von dieser Ungeschlagen-Serie in dieser Saison schlicht nichts kaufen kann. Aber egal, verneigen wir uns heute vorFabian Franke, Fußballgott, der als Turm im Sturm doch noch den fast nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich sicherte. In diesem Sinne einen schönen Sonntag noch.

15.49

Ich bin immer noch sprachlos und völlig unschlüssig, wie man so ein Spiel, das man in der ersten Halbzeit eigentlich lange Zeit ganz gut im Griff hatte, noch so aus der Hand geben und den Gegner so zum kontern einladen kann. Neben dem nun schon gewohnt unkreativen Spiel mit dem Ball funktionierte heute auch das Spiel ohne Ball im Laufe des Spiels immer schlechter. Und das ist dann doch letztlich mehr eine Frage des Willens und Wollens als des Könnens.

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Gegen den minimalistischen Trend?

Das schöne an englischen Wochen ist, dass man sich nicht übermäßig mit Fußballnebengeräuschen beschäftigen muss, sondern eng an dem bleiben kann, worum es im Kern ja auch geht. Nämlich um die 90 Minuten auf dem Platz. Zudem bietet sich die Chance, sich nicht allzu lange an irgendwelchen Unzufriedenheiten über welche Teilaspekte des jeweils vergangenen Spiels auch immer aufzuhalten, sondern frohen Mutes nach vorne zu blicken und sich auf das nächste Spiel zu freuen.

Das gilt auch für RB Leipzig nach dem insgesamt wenig beeindruckenden Ausflug mit Happy End zur U23 von Union Berlin. Denn mit dem Spiel gegen den VFC Plauen wartet bereits der nächste Test der Motivation und der Konzentrationsfähigkeit der RasenBallsportler in einem Spiel gegen ein robustes Team aus der unteren Tabellenhälfte. Typischer Regionalligafußball eben.

Dass der VFC Plauen ziemlich tief im Tabellenschlamassel steckt und als 11. das Feld der direkten Abstiegskandidaten (zumindest wenn am Ende der Saison wirklich zwei Teams absteigen) anführt und bei zwei Spielen mehr als die Konkurrenz noch lange nicht gesichert ist, konnte man vor der Saison nicht erwarten. Doch die Unruhe im Verein, die in der Hinrunde durch finanzielle Schwierigkeiten und mannschaftsinterne Streitereien entstand, kostete dem Verein einiges an sportlicher Stärke.

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Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2012/2013

Macht man es kurz, könnte man einfach den Fakt für sich stehen lassen, dass RB Leipzig im dritten Anlauf nach der Vorrunde zum ersten Mal Platz eins belegt und somit die beste Bilanz aller Regionalligazeiten vorweisen kann. Moment mal, wir standen doch schon im letzten Jahr in der Winterpause auf Platz eins, wird der eine oder die andere jetzt einwenden. Das ist nicht falsch, aber damals wurde vor Weihnachten noch ein Rückrundenspieltag ausgetragen, an dem sich RB Leipzig die zuvor durch die Niederlage gegen Halle verlorene Tabellenführung zurückholte. In diesem Jahr dagegen kann selbst das eine Spiel weniger, das man im Vergleich zum Zweiten Jena hat, nichts an der klaren Tabellenführung ändern. Wenn man es zuspitzt, sind die Vorspielzeitserwartungen eingetroffen:

Im Normalfall gibt es in dieser Saison tatsächlich vor dem Erreichen der Relegation keine ernsthafte Konkurrenz für RB Leipzig. Wenn sich ein Mannschaftskern herausbildet, der tatsächlich aufsteigen will und Bock auf Fußball hat, dann steht der Meisterschaft und zwei Aufstiegsspielen nichts im Wege. Wie die dann ausgehen, steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt. (RB Leipzig in der Regionalliga Nordost 2012/2013)

Klar, die Regionalligameisterschaft wird trotz allem kein Selbstläufer, aber im Normalfall sollten sich die RasenBallsportler die Relegationsteilnahme nicht nehmen lassen. Wie man dann gegen wen in der Relegation aussehen würde, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das Spiel gegen Jena hat jedenfalls deutlich gezeigt, wie schwer sich RB gegen einen taktisch sehr gut eingestellten Gegner tun kann. Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2012/2013 weiterlesen

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Taktikeier

Die Statistik vom Montag, dass am Meistertitel für RB Leipzig kein Weg mehr vorbei führt, war natürlich super, aber letztlich wie das bei Statistiken nun mal üblich ist, etwas witzlos, weil es letztlich trotzdem darauf ankommt, was auf dem Platz abgeliefert wird. Und wenn es da nicht läuft, dann kann man auch fünf Punkte Vorsprung mal schnell verspielen. Auch wenn die Gegner – bei allem Respekt – mit den neuformierten Jenaern (die angesichts der Tatsache, dass ihr neuer Mittelfeldmotor Tom Geißler wegen Verletzungen noch gar nicht spielen konnte, erstaunlich gut dastehen auf Platz 3), dem auch ziemlich neu formierten und letztes Jahr noch am Tabellenende stehenden 1. FC Magdeburg (dem man die konstante Qualität zum Aufsteigen aktuell wohl noch absprechen muss) und dem Neuling FSV Zwickau (die letztlich wohl auch noch nicht meisterreif sind) nicht beängstigend stark sind. Gegner, die in den direkten Duellen mit RB aufgrund des Pokalcharakters wiederum keine schlechten Karten haben.

Die verlorenen zwei Punkte aus dem Spiel in Plauen zeigen jedenfalls recht deutlich, dass die Regionalligatabelle sich zwar absolut in die richtige Richtung entwickelt hat, aber der aktuelle Zustand durchaus auch brüchig sein kann, wenn man mal zwei, drei durchwachsene Spiele erwischt. In der Ursachenforschung für das Remis von RB Leipzig in Plauen landete BILD dann gestern schnell mal in gewohnter Interpretationsrichtung bei den vielzitierten Eiern. Ist ja auch derzeit und wieder vermehrt nach dem deutschen 4:4 gegen Schweden en vogue. Und trotzdem im konkreten Fall ziemlich falsch.

Sowieso hat die Führungsspielerdebatte einen komplett falschen Zungenschlag, weil sie immer nach fußballerischen(!) Führungsspielern sucht, also in gute alter Tradition am besten Leute, die mal so richtig hinlangen, ein Zeichen setzen, dazwischen hauen oder irgendeinen anderen Quatsch machen sollen. Ich habe mich in der Auseinandersetzung mit Michael Ballack sehr für die Persönlichkeit eines Führungsspielers stark gemacht, weil es für die Karriere als Fußballspieler wichtig scheint, auf meinungsstarke Spieler zu treffen, an denen man sich reiben kann und muss und an denen man eben wegen der Reibung auch als Persönlichkeit wachsen kann. Meine Verteidigung des Führungsspielers war demnach immer vornehmlich auf ein bestimmtes Menschenentwicklungs- und Diskursbild ausgerichtet, während mir die fußballerische Komponente stets ein wenig falsch vorkam. Denn dass ein Michael Ballack den Anforderungen der modernen Spielsystem egal unter wem nicht mehr gerecht werden konnte, war irgendwann nach der WM 2010 relativ offensichtlich. Aber als Fußball-Persönlichkeit, die sich auf all seinen Stationen (von Chemnitz bis Chelsea) durchgebissen, entwickelt und Verantwortung übernommen hat, war und bleibt er ganz groß.

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Regionalliga: VFC Plauen vs. RB Leipzig 1:1

Die zweite Halbzeit war noch keine fünf Minuten alt, da dachte ich kurz (nachdem ich in der Pause zuvor noch optimistisch gewesen war), dass man in manchen Spielen am Ende mit einem Punkt ganz zufrieden sein muss. Nicht weil der Gegner so stark ist, sondern weil man selbst nicht so recht in das Spiel hinein findet und dann eben ein Punkt besser ist als kein Punkt. Dem widerstrebend schob sich der Gedanke dazwischen, dass RB Leipzig ja vielleicht auch kurz vor Schluss glücklich gewinnen und man dann die „So wird man Meister“-Phrase auspacken könne. Aus letzterem wurde dann leider doch nichts..

Das Spiel hätte vermutlich ein einfaches werden können, wenn RB Leipzig aus den ersten 20 ziemlich überlegenen (wenn auch nicht übermäßig guten) Minuten gegen unsichere Gastgeber vor totenstillem Heimrund Kapital geschlagen hätte. Daniel Frahn hatte zweimal die große Möglichkeit dazu. Beim ersten Mal striff sein Kopfball knapp am langen Pfosten vorbei, beim zweiten Mal bekam er den Ball am Fünfmeterraum nicht mehr unter Kontrolle. Ich würde behaupten, dass sich bis dahin mutlose Plauener von diesem Gegentreffer nicht mehr erholt hätten.

Doch je länger es 0:0 stand und vor allem je ungenauer das RB-Spiel wurde, desto breiter wurde die VFC-Brust. Jeder Ballverlust der RasenBallsportler war eine kleine Einladung, an diesem Spiel teilzunehmen. Jede vom Schiedsrichter oft nicht adäquat geahndete Attacke auf des Gegners Beine war für die VFC-Spieler das Signal, dass sie ihren Gast eventuell doch beeindruckt kriegen. Das 1:0 für die Hausherren fiel deshalb in der Logik des Spiels ganz und gar nicht aus dem Nichts, war aber trotzdem völlig überflüssig, weil das Tor erstens ein Abpraller nach Standard war und zweitens der Gastgeber erst von RB Leipzig durch Ungenauigkeiten und Unzulänglichkeiten im Spielaufbau stark gemacht wurde.

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Ungewisse Erwartungen

So, können wir uns also langsam wieder bereit machen für den Ernst des Ligaalltags, der morgen Abend (19.10., 19 Uhr) für RB Leipzig beim VFC Plauen wieder einzieht. Und wie schon im letzten Auswärtsspiel geht es wieder ins Vogtland. Nur statt nach Auerbach eben etwas weiter westlich nach Plauen.

Wobei das mit dem Ernst der Regionalliga im konkreten Fall so eine Sache ist. Denn einerseits scheinen die sportlichen Verhältnisse beim Spiel 14. und somit Drittletzter gegen den überlegenen Tabellenführer klar zu sein. Und andererseits dreht sich in der Wahrnehmung des VFC Plauen in diesen Tagen alles um die vielen, vielen Probleme die der Verein hat. Was aber für die Spieler der Gastgeber weniger relevant sein wird, da diese unabhängig von allem drumherum, dem großen Meisterschaftsfavoriten in die Suppe spucken werden wollen. Eher relevant könnte das für die RasenBallsportler sein, die bei all den Berichten über die Probleme des VFC Plauen das Gefühl kriegen könnten, dass im Vogtland gar nicht mehr Fußball gespielt wird. Wird es aber und spätestens mit Anpfiff der Partie wird man es erfahren.

Das was beim VFC Plauen derzeit so los ist, ist selbst in der problembeladenen Schnittstelle zwischen Profi- und Amateurfußball, die die Regionalliga ja ist, ziemlich beispielslos. Finanziell klemmt es mächtig, weil die Altlasten drücken und vor allem aktuell diverse Sponsorenzahlungen ausgefallen sind (das sind sie, die Probleme der Ebene in einer nicht unbedingt sehr wirtschaftsstarken Region). Was wiederum dazu führte, dass auch die Spielergehälter nicht pünktlich gezahlt werden konnten. Auch aus wirtschaftlichen Gründen ist das Ausscheiden im Sachsenpokal gegen den Landesligisten Döbelner SC am letzten Wochenende ein ziemliches Desaster.

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RB Leipzig in der Regionalliga Nordost 2012/2013

Hier an dieser Stelle gab es ja erst ganz kürzlich einen Blick auf die neue Regionalliga Nordost vor dem Hintergrund neu gewonnener Reisefreiheiten. Viel wichtiger sind aber natürlich die sportlichen Aussichten in der neuen Saison, in einer teilweise recht neuen Staffel. Und nach dem EM-Aus ist ja vielleicht Ablenkung gen Zukunft auch gerade gefragt

Blickt man ernsthaft über die Regionalliga Nordost bleibt als einziger wirklicher Konkurrent nur Carl Zeiss Jena bestehen. Und auch hier rekrutiert sich die Annahme eher aus dem Vereinsnamen als aus überbordender sportlicher Klasse. Nach dem Abstieg aus der dritten Liga ist die Mannschaft komplett auseinander gebrochen. Bisher stehen außer Torhüter Berbig, den ehemaligen Chemnitzern Marcel Schlosser und Matthias Peßolat und dem allseits bekannten ehemaligen RasenBallsportler Tom Geißler nur eine Handvoll Junioren und junge Spieler im Kader. Jena wird letztlich – auch wenn die genaue Zusammensetzung noch unklar ist – eine gut gemischte Mannschaft aus Erfahrung und Zukunft an den Start bringen. Dass sie damit aber tatsächlich ganz oben landen können, halte ich insgesamt für unwahrscheinlich, auch wenn man in Jena ein wenig davon träumt. Einzig des Trainers Petrick Sander klaren taktischen Vorstellungen könnten hier ein Hoffnungsschimmer auf größeres sein.

RB Leipzig macht unter Beteiligung von Carl Zeiss Jena also die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost vermutlich mit sich selbst aus. Dahinter wird es dann schon schwieriger die Lage einzuschätzen. Zu vermuten ist, dass es zwischen Platz 3 und der Abstiegszone ein ziemlich breites Mittelfeld gibt, das folgende Teams umfasst: Berliner AK, ZFC Meuselwitz, VFC Plauen, Hertha BSC II, 1.FC Magdeburg, FSV Zwickau und mit Abstrichen VfB Auerbach, Germania Halberstadt und Lok Leipzig. Mal der Reihe nach.

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Regionalliga: VFC Plauen vs. RB Leipzig 1:5

Es gibt unterschiedliche Ansichten zur Frage, was man als Geburtsstunde des Leipziger RasenBallsports sehen sollte. Ich nehme weiterhin die Gründungsversammlung am 25.03.2009 als Startschuss und bin deswegen der Auffassung, dass RB Leipzig genaugenommen gestern Geburtstag feierte (Herzlichen Glückwunsch nachträglich). Und zwar den dritten. Mit drei entwickelt sich aus dem Baby langsam eine Persönlichkeit mit Sprachvermögen. Zwar gefällt das, was ein Dreijähriger so erzählt, nicht immer, aber so ist das eben mit dem lernenden Nachwuchs. Im besten Fall lernt er tatsächlich..

Passend zum geburtstäglichen Anlass organisierte sich RB Leipzig einen mehr als überzeugenden Auftritt beim VFC Plauen und somit einen feierlichen Rahmen zum (offiziell gar nicht begangenen) Anlass. In 11 Heimspielen hatte der VFC zuvor lediglich acht Gegentreffer kassiert. In bisher drei Auseinandersetzungen zwischen RB Leipzig und Plauen kam man zuvor auf insgesamt 4:1 Tore. Dass sich RB in Plauen ein 5:1 erspielt, hätte man vorher nicht wirklich ahnen können. Dass die RasenBallsportler genaugenommen noch ein paar Tore hätten oben drauf legen können (müssen), erst recht nicht.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell von Spieltag zu Spieltag das Momentum in der Regionalliga wechselt. Das war schon in der Zeit zwischen Havelse-Unentschieden und Magdeburg-Sieg zu beobachten und wiederholte sich nun nach der RB-Niederlage in Hamburg. Nach welcher der Hallesche FC in der Favoritenposition zu stecken schien, weil dessen Stärke und das vermeintlich leichteste Restprogramm ihn zu höherem zu befähigen schienen. Was im Umfeld von RB Leipzig zu sehr viel Skepsis führte (ein Stückweit ja auch hier im Blog).

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Fehlende Flexibilität

Wie RB spielt, ist uns bekannt. Von beiden Flügeln werden die Bälle in den Strafraum geschlagen, darauf müssen wir uns einstellen. (Thomas Hoßmang, Trainer beim VFC Plauen gegenüber der Freien Presse)

Also ich finde das ein wenig deprimierend, dass der Plauener Coach mit seiner Analyse den Finger doch relativ präzise in die Wunde legt. Hat man die Flügel ausgeschaltet, dann hat man RB Leipzig bereits die wichtigste Waffe genommen. Durch Tom Geißler (solange er spielen durfte) und Roman Wallner ist das Spiel zwar nicht mehr ausschließlich flügelfixiert, wie man gegen Wilhelmshaven gut sehen konnte, aber ansonsten läuft das meiste an geordnetem Spielaufbau über die Flügel und ansonsten wird es der klassische lang-hohe Ball auf die Stürmer. Ganz besonders deprimierend daran ist, dass Hoßmang seine Plauener mit dem vorhandenen Kader im Vergleich mit RB als weniger ausrechenbar(!) ansieht. Autsch.

Peter Pacult erklärt derweil via BILD seine Umstellungen beim Auswärtsspiel in Hamburg:

Wir haben englische Wochen, ich wollte frische Leute bringen.

Der Tofavorit der Regionalliga mit der vielgerühmten Fitnessabteilung muss präventiv rotieren, weil man eine englische Woche spielt? Zumindest interessant die Aussage..

Und weil wir schon bei der Niederlage von RB Leipzig beim Hamburger SV II sind, ist auch das interessant: Fehlende Flexibilität weiterlesen

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11 Freunde müsst ihr sein

Die im Titel benannte Fußballweisheit zielt ja meist auf den sozialen Zusammenhalt ab. Damit verbunden ist aber auch eine sportliche Komponente, die sich rund um das Thema Eingespieltheit dreht. Ein Thema, das schon aufgrund der bisher jährlichen Kader- und Administrationsumbrüche im Zusammenhang mit RB Leipzig keine übermäßige Bedeutung in einem positiven Sinne gewonnen hat. Und auch in diesem Jahr verweist (wie schon im letzten der inzwischen Ex-Kopf Beiersdorfer) Sportdirektor Wolfgang Loos darauf, dass die Situation angesichts des Kaderumbruchs im Sommer keine leichte gewesen und man deswegen mit dem Erreichten zufrieden sei.

Während man letztes Jahr im Laufe der Hinrunde das Gefühl hatte, dass alle drei, vier Spiele die Stammelf wechselte und ein eingespieltes Team so noch mehr Utopie blieb, als es angesichts der Ausgangssituation sowieso schon eine war, tendiert das Gefühl (zumindest bei mir) dieses Jahr in die entgegengesetzte Richtung, sodass trotz Kaderumbruchs schnell eine Stammelf gefunden war. Da das mit den Gefühlen so eine Sache ist, wenn es um Fakten geht, helfen da auch ein paar Zahlen.

Man nehme die Einsatzzeiten der 11 meisteingesetzten Spieler jedes Regionalliga-Vereins, addiere diese und setze diese ins Verhältnis zu der Zahl die man erhalten würde, wenn die ’11 Freunde‘ jedes Spiel 90 Minuten auf dem Platz stehen würden. Anders gesagt: Die 11 meisteingesetzten Spieler bei Hertha BSC II haben zusammen 10.836 Minuten absolviert, hätten aber im Optimalfall 16.830 Minuten absolvieren können. Macht eine Quote von 64,4 Prozent, die gewissermaßen ein Indiz für die Eingespieltheit eines Teams ist. Oder anders gesagt: Bei Hertha BSC stand die Stammelf von 90 Minuten lediglich 58 Minuten auf dem Platz. Dann hier also die Tabelle für die Regionalliga Nord (Verein, Prozentquote, Minuten der Top 11, Anzahl Spiele, aktueller Tabellenplatz, Quote in der Hinrunde 2010/2011) (Daten via transfermarkt.de):

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Regionalliga: RB Leipzig gegen VFC Plauen 1:1

Hätte ich mich nicht für formale Spielberichtsüberschriften entschieden, hätte ich für diesen Bericht zum gestrigen Spiel ein „Die Oberliga zurück in Leipzig“ gewählt. Das schon mit Bautzen in Liga 5 vor zwei Jahren mit einem 1:0 bei RB Leipzig erprobte Hoßmangsche Prinzip ‚hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott‘ praktizierte das Plauener Team des Ex-Bautzener Coachs in einer deprimierenden Perfektion. Dass sie für diese Verletzung des guten Fußballgeschmacks nicht bestraft, sondern auch noch mit einem Punktgewinn belohnt wurden, gehört zu den tiefen Ungerechtigkeiten der Fußballwelt, die ihren geschichtlichen Höhepunkt ja bekanntermaßen 2004 mit dem Europameistertitel unansehnlich mauernder Griechen feierte.

Ich gehöre normalerweise nicht zu denen, die nach Punktverlusten generell das Pech bemühen oder notorisch behaupten, dass man überlegen gewesen wäre, aber das gestrige Spiel war das erste Spiel von RB Leipzig, an dem ich live teilhaben durfte, bei dem der Gast völlig unverdient nicht verlor. Die Heimniederlage gegen den HSV II hätte nicht sein müssen, weil man einen starken Gegner eigentlich im Griff hatte und taktisch unbedarft, ergo selbstverschuldet, ergo verdient dennoch verlor. Die diversen Punktverluste letzte Saison waren alle in irgendeiner Form berechtigt, genau wie das 1:1 gegen Magdeburg kürzlich. Das Heimunentschieden gegen weitgehend talentfreie Plauener musste man hingegen fassungslos zur Kenntnis nehmen.

Der VFC Plauen hatte bei RB Leipzig genau fünf lichte Minuten. Die spielten sich direkt nach der Pause ab, als die RasenBallsportler noch nicht richtig wach wirkten und prompt mit dem 0:1 aus dem Nichts bestraft wurden. Umut Kocin mit einem Fehlpass aus der Abwehr heraus in die Spielfeldmitte. Christian Müller lässt sich wie schon beim Gegentreffer bei Hertha II letzte Woche auf der rechten Abwehrseite überlaufen. In der Mitte stehen die Manndecker in zwei 1-gegen-1-Situationen hinter ihren Gegenspielern und schwupps steht es 0:1. Wie bisher in allen vier Heimspielen, weswegen es auch schwer fällt, das ganze als Pech oder Zufall abzutun. Dass die Gäste beim Jubeln fast schon überrascht wirkten, ob des völlig unverdienten Tores, mag lediglich meine Interpretation sein, passen würde es aber.

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Offener-Brief-Generator

Anfang Formulierungshilfe.

Werte Damen und Herren bei RasenBallsport Leipzig,

in Bezug auf die Vorkommnisse in der Halbzeitpause des Spiels RasenBallsport Leipzig gegen VFC Plauen möchten wir folgendes festhalten. Wir wissen, dass es ein Fehler war, einen Balljungen mit einem Fahnenstock zu bewerfen. Wir wissen ferner, dass das Anbringen einer Zaunfahne, die offensichtlich gegen das Hausrecht verstößt, nicht unbedingt zum Auftreten eines Gastes gehören sollte. Zudem wissen wir, dass das Präsentieren und versuchte Anbrennen fremder Fanutensilien eine Unhöflichkeit und überflüssige Provokation ist, müssen doch die gegnerischen Anhänger davon ausgehen, dass die Fanutensilien vorher dem rechtmäßigen Besitzer gestohlen wurden. Auch dass Rufe wie „Tod und Hass dem RBL“ eventuell ein falsches Bild vermitteln, wissen wir. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass wir natürlich nicht mit Gewalt drohen, der Schlachtruf soll lediglich eine fußballtypische Rivalität ausdrücken. Wir wissen außerdem, dass wir mit dem Nichterfüllen des Wunsches der Security nach Übergabe der beanstandeten Fahne unseren Teil zur Eskalation der Situation beigetragen haben. Anschließend fiel es uns aufgrund der Eigendynamik der Situation schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren. Für all das entschuldigen wir uns bei allen Beteiligten und vor allem allen unbeteiligt Beteiligten.

Trotzdem halten wir das Vorgehen der Ordnungskräfte in der Red Bull Arena auch jetzt noch für unangemessen und nicht dem Anlass entsprechend. Unser Verhalten rechtfertigt keinesfalls das unfreundliche und teilweise brutale Vorgehen einzelner Angestellter der Security-Firma. Deshalb fordern wir RasenBallsport Leipzig auf, die Ereignisse kompromisslos aufzuklären und daraus Konsequenzen zu ziehen, sodass keine Fangruppierung, die nach uns die Red Bull Arena besucht, unsere schmerzhaften Erfahrungen machen muss. Zu diesem Zwecke bieten wir an, RasenBallsport Leipzig mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bei der Aufklärung der Vorfälle zur Seite zu stehen.

Mit freundlichen Grüßen, eine Gruppe Plauen-Fans.

Ende Formulierungshilfe.

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RasenBallsport Leipzig vs. VFC Plauen 1:0

Die Regionalliga-Abschluss- und Sachsenpokal-Begleit-Tour geht für RasenBallsport Leipzig weiter. Diesmal mit einem Heimsieg, der dem Gesetz der Serie zufolge fast schon zwangsläufig erscheint. 1:0 durch ein Frahn-Tor gewonnen, kannte man in der Form aber bisher vor allem aus der letzten Saison von Babelsberg 03, wo Daniel Frahn damals fast im Alleingang für den Aufstieg sorgte. Gut, dass er jetzt RasenBallsportler ist. Auch in sportlich mauen Zeiten werden ja bereits die Geschichten von morgen mit ihren Helden vorgeschrieben. Die des Goalgetters Frahn könnte so eine sein nächstes Jahr. Dass er in allen 6 Heimspielen nach der Winterpause getroffen hat, trägt in nicht unerheblichem Maße dazu bei, dass RasenBallsport Leipzig gegen Plauen den fünften Heimsieg in Folge feiern durfte. Bisher ist Daniel Frahn in jedem Fall das positiv prägende Gesicht der RasenBallsport-Rückrunde.

Womit man fast zwangsläufig bei Nico Frommer landet. Der wurde von den Fans zum Spieler der Hinrunde gewählt (war quasi der Vorgänger von Daniel Frahn, auch in der Rolle als zentraler Stürmer) und durfte gegen Plauen nach langer Verletzungs-Abwesenheit wieder mal für 10 Minuten und zum ersten Mal in der Rückrunde mitmachen. Herzlich Willkommen zurück an Bord. Wobei dies auch von relativ kurzer Dauer sein könnte, denn im Interview im Red Bull Audioplayer [broken Link] (15.04.2011) nach dem Spiel gegen Plauen ließ Frommer recht deutlich verlauten, dass er derzeit eher auf der Liste der Spieler steht, die nach der Saison aussortiert werden sollen. Zwar habe er noch die Chance sich für einen neuen Vertrag anzubieten, insgesamt klang das ganze schon eher etwas desillusioniert. Ich war nie der Riesen-Frommer-Fan, mir sagt die Spielweise eines Daniel Frahn viel mehr zu, ob man sich einen erfahrenen, schlitzohrigen und meist treffsicheren Stürmer wie Nico Frommer bei RasenBallsport Leipzig nicht trotzdem warmhalten sollte, fände ich zumindest überlegenswert.

Ansonsten scheint das Spiel den derzeitigen Leistungsstand bei RasenBallsport Leipzig recht gut wiedergegeben zu haben. Optische Überlegenheit, ansehnliches Spiel, keine/ kaum Durchschlagskraft nach vorn. Wenig Feuerwerk, viel Regionalliga. Was nicht schlimm sein muss. Zumal vor dem Hintergrund der letzten, unruhigen Wochen und des Abschieds vom Red-Bull-Fußballchef Dietmar Beiersdorfer und den damit verbundenen Unsicherheiten in Bezug auf die personellen Planungen bei RasenBallsport Leipzig für die nächste Saison. In vielen O-Tönen von RasenBallsportlern und Coach Tomas Oral wird greifbar, wie stark die Unruhe auch auf die Mannschaft und ihr Arbeiten einwirkt. Bleibt zu hoffen, dass man sich für den Donnerstag und das Viertelfinalspiel im Sachsenpokal in Auerbach ein wenig frei machen kann von diesen Scharmützeln im administrativen Hintergrund. RasenBallsport Leipzig vs. VFC Plauen 1:0 weiterlesen

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Meine 18 bis zur Dritten Liga

Wenn ich nun einmal für ein paar Minuten unterstelle, das Leben wäre ein Wunschkonzert, und ich könnte mir eine erste Bundesliga nach völlig willkürlichen tendenziell nostalgischen Kriterien zusammenstellen. Oder müsste es sogar, ohne Abstieg, closed shop, festgeschrieben auf 11 Jahre (also bis Katar, weil danach die Fußballwelt ja ohnehin eine ganz andere ist). Wenn ich weiter unterstelle, dass alle Vereine mit sportlich wie finanziell vergleichbaren Voraussetzungen in diese Phase gingen, wenn also beispielsweise Blau-Weiß 90 Berlin nicht von vornherein nur Kanonenfutter für die Bayern und viele andere wäre, dann könnte meine Bundesliga so aussehen. (Meine 18 bis Katar)

Mit diesen Worten und unter dem Titel „Meine 18 bis Katar“ löste Heinz Kamke bei angedacht.de eine Lawine von Beiträgen in den diversesten Fußballblogs aus, die alle zum Ziel hatten, die subjektiv perfekte Bundesliga zu kreieren, was sich sehr leicht nachvollziehen lässt, wenn man die Kommentare zum obigen Beitrag durchwühlt und den gesammelten Pingbacks von anderen Bloggern folgt.

Die Wunschbundesliga der Bloggosphäre hatte Herr Kamke dann dankenswerterweise auch noch zusammengefasst. Auffällig daran, die fast komplette Abwesenheit des Fußballostens. Bis auf Dynamo Dresden (die oft nach dem Motto ‚irgendeiner aus dem Osten muss auch noch rein‘ gewählt wurden) schafft es kein Verein auch nur ansatzweise in die Top 18. Einmal mehr ein Beweis dafür, wie wenig Fußballmannschaften aus dem Osten das Bild der Bundesliga geprägt haben oder aufgrund ihres Images (Cottbus) als nicht bundesligatauglich erachtet werden. Bundesliga, das ist für viele immer noch eher Braunschweig, Düsseldorf oder 1860 als Magdeburg, Rostock oder gar Leipzig. Völlig verständlich aus meiner Sicht, aber auch schräg 20 Jahre nachdem der zuvor aufgelöste Deutsche Fußball-Verband (DFV) als Nordostdeutscher Fußball-Verband (NOFV) und somit als Regionalverband dem DFB beitrat. Meine 18 bis zur Dritten Liga weiterlesen

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Top 11

Und weiter geht es mit gut gemeinten Winterpausenstatistiken. Heute ist der Ausgangspunkt eine Analyse Dietmar Beiersdorfers:

Wir haben 10 Spieler behalten und 14 Spieler dazu bekommen. Das ist natürlich schwer, da eine Mannschaft zu finden. Im Gegensatz zu unserem größten Konkurrenten Chemnitz. Die haben eine eingespielte Mannschaft seit ein, zwei Jahren und relativ wenige Veränderungen. (Dietmar Beiersdorfer, Head of Global Soccer Red Bull bei MDR Info am 07.01.2011) Top 11 weiterlesen

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VFC Plauen vs. RasenBallsport Leipzig 0:2

Plauen also, wo man – an Kreativität nicht arm – aus RasenBallsport Leipzig Getränkekombinat Leipzig machte, weil man das Tabuwort Red Bull nicht nennen wollte (broken Link). Witzig immerhin, auch wenn man mit der Nennung des regulären Vereinstitels auf das selbe Ergebnis gekommen wäre. Getränkekombinat Leipzig klingt ein wenig wie Kernkraftwerk Greifswald früher und die mochte ich ob ihres Namens immer sehr gern. Sei es drum und zum Spiel. VFC Plauen vs. RasenBallsport Leipzig 0:2 weiterlesen

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