Schlagwort-Archive: UEFA

Geringe Restzweifel

Wenig beschäftigte die allgemeine Phantasie rund um den RasenBallsport (neben dem irrwitzigen Transfergerüchtekarussell) zuletzt mehr als die Lizenzierung der UEFA in Bezug auf die Teilnahme an europäischen Wettbewerben. Zwischenzeitlich griff man auf Experten zurück (wobei man sich bei manch einem auch fragen konnte, was ihn zum Experten qualifiziert), oft landet man auch bei meist bei freien Meinungstexten mit anonymen Quellenverweisen. Mein persönliches Lieblingsargument (bzw. Lieblingsindiz) für Verflechtungen zwischen Red Bull Salzburg und RB Leipzig ist immer noch die gemeinsam genutzte Fotodatenbank. Eine echte Legende. Einzutragen auf Seite 948 der UEFA-Lizenzierungsunterlagen unter ‚Welche Fotodatenbank nutzen sie und unter welcher Adresse stellen sie diese Journalisten zur Verfügung?‘

Abgesehen davon ist die Frage danach, ob RB Leipzig eine Lizenz für die Champions League erhält, durchaus keine triviale. Wenn man nicht gerade in Leipzig nachfragt, wo man gebetsmühlengleich keine Probleme mit irgendwas erwartet. Denn natürlich ist gerade die Verbindung über Red Bull nach Salzburg nicht wirklich wegzudiskutieren. Und das Interesse der UEFA, zwei Vereine, die nicht nur optisch auf den ersten Blick schwer voneinander zu unterscheiden sind, im Rahmen eines europäischen Wettbewerbs aufeinandertreffen zu sehen, sollte eigentlich eher gering sein. Selbst wenn die zugrunde liegenden Konstruktionen und Geldgeberüberschneidungen so oder so ähnlich auch schon anderswo praktiziert wurden.

Nun geht es aber wie so oft nicht wirklich um Interessenslagen, sondern vor allem um die Erfüllung von Lizenzbedingungen und Statuten und ähnlichem. Also all dem formalen Zeug, mit dem der Verband versucht, Dinge, die ihm wichtig sind (wie wirtschaftliche Nachhaltigkeit oder Wettbwerbsintegrität), so in Regeln festzugießen, dass man die Wettbewerbsteilnehmer in die gewünschte Richtung lenkt. Mit der entsprechenden Folge, dass manch Wettbewerbsteilehmer die Grenzen der Formalisierungen vor allem in Bezug auf die wirtschaftlichen Vorgaben auszureizen versucht.

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Europa ist keine Reise wert

Nur noch ein paar Tage bis es mit der Bundesliga wieder losgeht. Mit dem letzten Spiel der Hinrunde gegen Eintracht Frankfurt geht es nach der Winterpause weiter. Zeit, um sich all den Fragen zu widmen, die sich aus dem Trainingslager für den sportlichen Stand der Dinge und die Saisonperspektiven ergeben.

Um Wintersport geht es dabei leider gar nicht. Dafür verantwortlich auch die krankheitsbedingte Abwesenheit von Dirk. Hindert uns aber nicht daran, uns im Kreis rund um allerlei Fragen von Kaderplanung, Trainingslageratmosphäre und Stadionkauf zu drehen. Dabei mitgeholfen, dass auch diese Folge Champagner statt Bier nicht ohne Geknister und Überlänge auskommt, haben Kai und Uli. Und damit rein ins Vergnügen.

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Business as usual im Haus der 11Freunde

Größter Außenseitererfolg aller Zeiten. Vorhersehbarer, erkaufter Erfolg. Nach der Übernahme der Tabellenführung durch RB Leipzig ist es, wie es im modernen medialen Zeitalter nun mal ist. Differenzierungen sind nicht unbedingt gefragt. Frag nach bei den Kösters und Draxlers dieser Welt.

Wobei der Köstersche N-TV-Versuch, den RB-Erfolg komplett klein zu reden, etwas arg bemüht und vom persönlichen ‚RB Leipzig ist doof‘-Standpunkt getrieben wirkt. Eines der dortigen Argumente besteht zum Beispiel darin, die durchschnittlichen Kaderkosten bei RB Leipzig anzuzweifeln.

Lassen wir mal das dort auch genannte Leicester bei Seite (wobei es auch gute Gründe gibt, Leipzig und Leicester (mal abgesehen vom Alter der Mannschaften) miteinander zu vergleichen und die Bedingungen in England aufgrund einer geringeren Schere beim TV-Geld auch für kleinere Klubs ganz ok sind). Dann bleibt, dass eine Behauptung einer Behauptung entgegengestellt wird.

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Bayernjäger, Bayernjäger. Hey, hey. (Oder so.)

Nach Aufstiegen von RB Leipzig wiederholt sich das Spielchen regelmäßig, dass der bundesweite Journalismus seine ‚Was mit der … (hier die jeweilige Liga einsetzen) oder dem deutschen Fußball nun passiert‘-Texte aus der Schublade holt.

In der Vergangenheit war der Unterton eher düster und es drohte der Untergang der Fußballkultur und der alteingesessenen Clubs. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga hat sich, abgesehen von den üblichen Verdächtigen von Christoph Ruf bis 11 Freunde, vor allem bei der bundesweit publizierenden Presse der Wind ziemlich gedreht.

Exemplarisch dafür die Welt, die vor drei Jahren, vor dem Aufstieg Leipzigs in die dritte Liga in einer kritischen Auseinandersetzung mit den RB-Vereinsstrukturen noch im düsteren Ton davon sprach, dass „der deutsche Fußball auch Rasenballsport Leipzig verkraften müssen wird“. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga titelte nun das selbe Blatt und derselbe Journalist vergleichsweise euphorisch, dass „RB Leipzig eine große Chance für die Bundesliga ist“.

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„Team Marktwert“

Das Thema TV-Gelder wurde schon in den letzten Monaten immer wieder mal diskutiert und wird in den kommenden Monaten immer wieder diskutiert werden. Der bevorstehende Abschluss eines neuen TV-Vertrags macht es möglich, dass sich verschiedenste Seiten hinsichtlich der Verteilung der Summen ins Zeug legen werden mit Vorschlägen.

Nach St. Paulis Vorschlag aus dem letzten Jahr, einfach Vereine, die nicht die 50+1-Regel erfüllen, künftig vom TV-Geld auszuschließen (ein Vorschlag mit merkwürdigem Timing, unabsehbaren Implikationen und falschen Freunden) sind nun Teile der Erstligisten am Drücker der Geldverteilungspistole.

Als „Team Marktwert“ konstituierte sich ein Bündnis aus Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC, 1.FC Köln, HSV und VfB Stuttgart, wie man gestern lesen durfte. Die beste Selbstbezeichnung mindestens seit Erfindung von „Die Mannschaft“. Großartig, wenn Akteure die Witze, die über sie gemacht werden könnten, gleich selbst vorwegnehmen.

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Filialen, oho

„Salzburg will keine Leipzig-Filiale sein“

So titelte es vor zwei Wochen in Österreich. Was eine etwas spektakuläre Zuspitzung einer gar nicht so spektakulären Aussage der Salzburger Verantwortlichen war. Der Hinweis galt der Tatsache, dass die Ansprüche der Leipziger von Jahr zu Jahr wachsen und entsprechend ein mögliches Interesse Leipzigs an Salzburger Spielern nur noch den absoluten Topspielern, die sowieso Angebote aus den Topligen kriegen, gelten wird und nicht mehr einer eher breiten Masse wie noch in den letzten Jahren und insbesondere zu Beginn der aktuellen Spielzeit, als gleich fünf Akteure sich für den Schritt von Salzburg nach Leipzig entschieden bzw. nach Ablauf der Leihe ihren Arbeitsverträgen folgten.

Die unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten in Salzburg und Leipzig dürften entsprechend auch eine gewisse Entkopplung der sportlichen Vorgänge in beiden Clubs mit sich bringen. Was insbesondere der geschundenen Salzburger Seele in Sachen Selbstverständnis und Identität als Club, der nicht ausschließlich Talentedurchlauferhitzer sein will, positiv zugute kommen dürfte.

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Bekenntniszwang als Debattensackgasse

Der folgende Text ist die ungekürzte Langfassung eines Beitrags der vorgestern bei Zeit Online erschien und zu (kleinen) Teilen auf einem älteren Blogbeitrag fußt.

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Die öffentliche Auseinandersetzung um RB Leipzig hat in den letzten Wochen noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen, sodass die Ausläufer sogar Bundesinnenminister Thomas de Maizière erreichten, der sich genötigt sah, die Form der Proteste gegen RB Leipzig zu kritisieren. Es bleibt ein grundlegendes Dilemma der Debatte, dass es zu großen Teilen eine Bekenntnisdebatte und somit ein Scheingefecht ist, bei dem die relevanten Fragen danach, wie man sich den Wettbewerb im Profifußball wünscht, meist nur am Rande behandelt werden.

Sicher, die Vorkommnisse rund um das Spiel von RB Leipzig beim Karlsruher SC, angefangen beim Besuch des RB-Mannschaftshotels durch KSC-Anhänger über die Blockade des RB-Bus und das Beschimpfen von Sportdirektor Ralf Rangnick bis hin zum erzwungenen Rücktausch eines KSC-Trikots überschritten die Grenzen des guten Geschmacks. Daraus eine Art Ausnahmezustand zu machen, auf den mit dem typischen Law-and-Order-Forderungsinventar von personalisierten Tickets bis hin zur Strafrechtsverschärfung reagiert werden muss, war dann wohl doch eher eine Kanone zu heftig. Zumal das Strafrecht schon jetzt alle Möglichkeiten bieten würde, auf bestrafenswerte Extreme zu reagieren und personalisierte Tickets bei Vorkommnissen abseits des Stadions auch nichts helfen.

Es müsse möglich sein, Kritik an RB Leipzig zu äußern, hört man nach solchen Tagen immer wieder. Ganz so als ob dies in Frage stünde und diese Kritik in den letzten sechs Jahren nicht ausgiebig praktiziert worden wäre. Interessant in dem Zusammenhang eher die Frage, wo die Grenzen für diesen kritischen Zugang sind bzw. wo Kritik offensichtlich den ideologischen Nährboden für über die Grenzen hinausschießende Aktionen liefert.

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Zu kleines Problem für große Lösungen?

Ich ärgere mich darüber, dass es Statuten gibt, die dem Verein die Möglichkeit geben, ‚betriebsintern‘ Spieler hin und her zu schieben. Das kann ich mit meiner Empfindung von fairem Wettbewerb nicht nachvollziehen. (Peter Neururer vor dem Spiel seines VfL Bochum bei RB Leipzig)

Das merkwürdig mechanistische Bild, das man im Hause Red Bull Spieler, die im Kern auf der Basis ihrer eigenen Karriereinteressen und -ziele und entsprechend der Perspektiven, die ihnen in Verhandlungen aufgezeigt werden, Verträge unterschreiben, hin- und herschiebt, wurde hier im Blog ja vor wenigen Monaten bereits kritisch beleuchtet.

Letztlich bleibt es dabei, dass kein Spieler ein Vertrag hat, der gleichermaßen für Leipzig und Salzburg gilt und ohne seine Zustimmung den Verein wechseln müsste. Natürlich gibt es aber normale Leihverträge wie bei Bredlow und Prevljak, die von Leipzig nach Liefering verliehen wurden oder bei Sabitzer und Bruno, die auch leihweise in Salzburg spielen und entsprechend nach Ablauf des Leihvertrags wieder zurückkehren müssten.

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Financial Fairplay als Instrument gegen Red Bull?

Das Grundrauschen in Bezug auf nichtsportliche Themen rund um RB Leipzig war in den letzten Wochen und Monaten relativ groß. Nicht alles überschritt die Schwelle des Spannenden und Thematisierenswerten. Zumal man sich hierzulande, wie schon an verschiedenen Blog-Stellen erwähnt, schon seit bis zu fünf Jahren mit der Kritik an RB Leipzig beschäftigt und man schon deshalb nicht mehr jeden Einwurf als total spannend und besprechenswert empfinden muss. Was inzwischen zugegebenermaßen sowohl für die Kritik an RB, als auch für die verstärkt im bundesweiten Meinungsdiskurs auftauchende Kritik der Kritik an RB gilt.

Nicht ganz uninteressant ist aber, mindestens auf den zweiten Blick, die neu ins Boot mit aufgenommene Forderung seitens des Vorstandsvorsitzenden der FC Bayern München AG und Vorsitzenden der Vereinigung der europäischen Fußballclubs Karl-Heinz Rummenigge nach Aufnahme der Regeln des Financial Fairplay (FFP) der UEFA in die DFL-Lizenzierung. Und zwar für beide Bundesligen. Rummenigge hofft, dass man so „das Thema RB Leipzig relativ schnell zu den Akten legen kann“, wie er in erstaunlicher Offenheit der Sportbild vor einer reichlichen Woche verriet (06.08.2014).

Das Financial Fairplay ist letztlich ein kleiner Bestandteil der Klublizenzierung der UEFA (pdf), der sich alle Vereine unterziehen müssen, die in einem europäischem Wettbewerb starten wollen. In der Kurzversion geht es der UEFA nach eigenen Angaben nicht darum, mit dem FFP finanzielle Unterschiede auszugleichen, sondern vor allem auf eine nachhaltige Entwicklung der beteiligten Vereine zu drängen. Dazu werden bei allen Vereinen fest definierte Einnahmen und Ausgaben verglichen.

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Wir sind Lizenz! (Das vorläufige Ende einer Farce..)

So gesehen läuft alles auf eine Kompromisslösung DFB-RB heraus, die den Weg vor ein bundesdeutsches Gericht zur Klärung der vereinsrechtlichen Fragen vermeidet. Denn beide Seiten dürften daran kein gesteigertes Interesse haben. In diesem Sinne wird auch Wolfgang Loos mit seiner Behauptung Recht behalten, dass RB Leipzig genau wie in den letzten Jahren auch im kommenden Jahr die Lizenz erhalten wird. Nur der Preis dafür muss noch in juristischen Kompromissen ausgehandelt werden. (RB Leipzig im Spiegel der DFB-Statuten, 16.09.2011)

Seit knapp drei Jahren ist die Lizenzierung durch DFB und DFL hier im Blog immer wieder Begleiter gewesen. Ein Begleiter wohlgemerkt mit meist überdurchschnittlichem Interesse seitens der Leserschaft. Ein liebgewonnener Begleiter sozusagen, der schon allein deswegen so gut funktionierte, weil die Beteiligten meist nur in Nebensätzen ihre Positionen mitteilten und man sich nach Herzenslust im Graubereich zwischen Wissen und Spekulation austoben konnte.

Mit dem gestrigen Tag und der erfolgreichen Zweitligalizenzierung durch die DFL – so scheint es – wurde vorerst ein Schlussstrich unter die knapp drei Jahre umfangreicher und manchmal auch erhellender Debatten und Auseinandersetzungen um Vereinsrecht, Verbandsstatuten und Gemeinnützigkeit gezogen. Mit einem Ende, das so schon – siehe oben – am Anfang aller Debatten, als es noch um die Lizenzierung beim DFB ging, prognostiziert wurde. Nämlich einem Kompromiss, der einen gerichtlichen Streit bis zum bitteren Ende vermeidet.

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Früher wars auch irgendwie III

Beim Stöbern in den Weiten der Online-Welt stolperte ich über diesen Filmschnipsel, der das allererste Ligaspiel von RB Leipzig bei der zweiten Mannschaft von Carl Zeiss Jena dokumentiert:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=2EBZfFzvSGo[/youtube]

Neben der wichtigen Frage, warum bei einigen Spielern die Hosen eigentlich so weit oben sitzen, von aktuellem Interesse vor allem die ersten 40 Sekunden des Videos, in denen der damalige Pressesprecher (der vermutlich großartigerweise Head of local Communications oder so hieß) Hans-Georg Felder erklärte, warum man denn vorerst ohne Logo spielt. Was angesichts der aktuellen Kontroverse mit der DFL über das RB-Logo recht spannend ist.

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Die Stärke der Bundesliga

Die UEFA-5-Jahreswertung ist ja in den letzten Wochen und Monaten oft in vieler Münder. Deutschland ist in dieser Wertung aktuell auf Rang 3 vorgerückt, hat damit Italien überholt und wird deswegen ab 2012 einen vierten Startplatz für die Champions League erhalten. Spricht für die Stärke der Bundesliga. Nun denn, ein Blick auf den letztwöchigen Europacup-Spieltag:

  • 3 Siegen stehen 1 Unentschieden und 2 Niederlagen gegenüber – durchwachsene Bilanz
  • Siege gegen den letztjährigen 2. der dänischen Liga, den Schweizer Meister und den Portugiesischen Meister – naja, Kategorie überschaubare Qualität
  • Unentschieden gegen den letztjährigen 9. der spanischen Liga (gleichzeitig der amtierende Euro League Gewinner) – Europas oberes Drittel
  • Niederlagen gegen den letztjährigen 4. der spanischen Liga und den italienischen Meister (gleichzeitig amtierender Champions League Gewinner) – Europas Oberklasse

Fazit: Gegen die sportlich stärksten Clubs Europas sahen die Bundesligisten nicht gerade überragend aus. Was das heißt? Weiß ich auch nicht. Ich wollts nur mal erwähnen. Außerdem kommen Zahlen drin vor, das wirkt immer gut..

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Pro 50+1, contra 50+1?

Sind Sie eigentlich Freund oder Feind der 50+1-Regel, die den deutschen Profiklubs ihre Eigenständigkeit erhalten soll?
Ich sehe es leidenschaftslos. Aber ich gebe der aktuellen Regelung dauerhaft keine Chance. Wenn einer – vielleicht zieht es Herr Kind ja durch – vor dem Europäischen Gerichtshof klagt, denke ich die 50+1 wird fallen.
Haben Sie keine Angst, dass einige Klubs – wie in England geschehen – danach zum reinen Spekulationsobjekt werden?
Dagegen spricht das Financial Fairplay, das die UEFA etablieren wird. Dann dürfen Klubs nur ausgeben, was sie auch eingenommen haben. Für Leute, die das schnelle Geld machen wollen, sind die Vereine dann uninteressant. Außerdem wird sich das Gesicht der Liga nicht grundlegend ändern. Vielleicht kommt mal ein neuer Klub wie Hoffenheim dazu. Oder Leipzig, wo jetzt Red Bull das Sagen hat. Die Traditionsvereine werden es sicher verstehen, diese Red Bulls schnell einzufangen. Für Red Bull wäre Dortmund doch ein wesentlich besseres Werbeobjekt als Leipzig. (Dietmar Hopp, Sport BILD vom 4.8.2010) Pro 50+1, contra 50+1? weiterlesen

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