Schlagwort-Archive: TSV Havelse

Testspiel: RB Leipzig vs. TSV Havelse 4:0

Drittes Testspiel von RB Leipzig in der Saisonvorbereitung. Gleichzeitig das dritte Testspiel binnen einer Woche. Und das dritte Testspiel ohne Gegentor. Dem 7:0 gegen gegen den siebtklassigen VfB Zwenkau folgte vor ein paar Tagen ein 11:o beim sechstklassigen MSV Neuruppin. Und gestern packte RB Leipzig noch ein 4:0 gegen den Viertligisten TSV Havelse, gegen den man schon vor einem Jahr in der Saisonvorbereitung antrat und 2:0 gewann, oben drauf.

Dabei hatte die erste Halbzeit aus Leipziger Sicht ein eher überschaubares Niveau. Gerade zu Spielbeginn fehlte den Aktionen von RB Leipzig ein wenig der Schwung und das Tempo, sodass vor allem auch im Spiel mit dem Ball einige (nicht unbekannt wirkende) Probleme entstanden. Insgesamt wurde zwar über die erste Halbzeit gesehen deutlich, dass RB Leipzig über die größere individuelle Klasse verfügt, aber im mannschaftlichen Zusammenspiel gab es doch einigen Leerlauf.

Man hatte ein wenig das Gefühl, dass einigen der Spieler, die in der vergangenen Saison viele Einsatzzeiten bekamen, die ganz große Fußballlust noch abgeht. Was man insgesamt angesichts der zu diesem Zeitpunkt ziemlich anstrengenden Saisonvorbereitung sicherlich nachvollziehen könnte.

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Auftakt in eine goldene Pokalzukunft – RB Leipzig vs. SC Paderborn

[Update 02.07.2014: Das Spiel zwischen RB Leipzig und dem SC Paderborn wurde inzwischen auf den 17.08.2014, 18.30 Uhr terminiert. Angepfiffen wird wie immer in der Red Bull Arena.]

Gewünscht hatte man sich im Umfeld von RB Leipzig von der Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal vorwiegend attraktive Bundesligisten, die das Stadion füllen und gleichzeitig sportlich (nach heutigen Maßstäben) nicht unschlagbar sind (siehe unten). Werder Bremen und der Hamburger SV sind als solche Teams zu nennen. Geworden ist es bei der gestrigen Auslosung der Auftaktpartien im DFB-Pokal der neue Bundesligist SC Paderborn.

Ein Los, das in der öffentlichen Wahrnehmung nicht als das ganz große Los angesehen wird. Aber erstens ist Paderborn für den Neu-Zweitligisten RB Leipzig sportlich sehr interessant (und nicht komplett unlösbar) und zweitens ist es letztlich, wenn man denn dem einzig wahren RasenBallsport anhängt, auch relativ egal, wer der Gegner in der ersten Pokalrunde ist, solange man nicht ein Team bespielen muss, das man sowieso kurze Zeit später oder davor in der Liga wiedertreffen würde. Schon von daher ist das Erstrundenlos ein gutes.

Es ist zudem ein Wiedersehen mit dem Trainer André Breitenreiter, mit dem RB Leipzig bereits viermal die Klingen kreuzte, als dieser noch in Diensten des TSV Havelse stand. Zwei Unentschieden in Havelse stehen zwei Niederlagen in Leipzig gegenüber. Unter diesen vier Partien war jener 1:1-Stimmungskiller unter Pacult zu Beginn der Rückrunde der Saison 2011/2012, als man nach einem 8:2 gegen Wilhelmshaven schon fast den Durchmarsch ausrief und doch nur bis zu einem eher depremierenden (vor allem von der Art und Weise her) 1:1 in Havelse kam. Gerade mal reichlich zwei Jahre her das Spiel..

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Testspiel: RB Leipzig vs. TSV Havelse 2:0

Zwei Wochen vor dem Saisonstart und mit einem bis auf Christos Papadimitriou, der vorerst nur als Gastspieler mitwirken kann, kompletten Kader geht es nun bei RB Leipzig um die Feinarbeit Richtung erstem Spiel in Halle. Der Testspiel-Doubleheader am Cottaweg vom Wochenende war mit seinen diversen Aufstellungsvariationen in diesem Sinne sicherlich eine gute Sache, um sich näher an die mögliche Kernformation (von der ich mit Coltorti, Müller, Hoheneder, Jung, Kaiser und Frahn sechs schon als ziemlich sicher gesetzt sehen würde) heranzutasten.

Im gestrigen Spiel gegen den TSV Havelse fehlten neben den verletzten Matthias Morys, Joshua Kimmich und Fabian Franke auch Fabio Coltorti und Tobias Willers, die am Vortag im Test gegen Vikoria Köln 90 Minuten hatten durchspielen müssen. Und auch ansonsten wurde darauf geachtet, dass alle verfügbaren Spieler ähnliche Einsatzzeiten erhalten, sprich Spieler, die gegen Köln länger auf dem Platz standen gegen Havelse etwas weniger spielten und andersherum.

Coach Alexander Zorniger setzte diesmal auf das vertraute 4-3-1-2, mit dem RB Leipzig zumindest in den ersten 45 Minuten komplett überlegen war. Auch wenn nicht alles optimal lief, erarbeiteten sich die Test-RasenBallsportler einige Großchancen, während man andersherum gegen den Ball und im Rückwärtsgang so konzentriert zugriff, dass die Gäste bis auf ein, zwei im Ansatz gefährliche Situation nicht viel zu bieten hatten.

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Lasset das Losen beginnen

Geht ja Schlag auf Schlag dieser Tage. Ein Spiel jagt das nächste und zwischendurch losen wir mal eben noch die zwei wichtigsten Spiele der RB-Vereinsgeschichte aus. Die unseligen und erstmals durchgeführten Relegationsspiele zur dritten Liga. Es geht ganz schön gehetzt zu auf dem Markt der Fußballöffentlichkeit und vermutlich lässt das erst nach dem Spiel in Jena in einer Woche mal kurz nach, wenn man bis zum letzten Regionalligaspieltag bei RB Leipzig noch ein letztes Mal durchatmen kann, bevor es in die letzten drei Spiele in neun Tagen geht.

Wie dem auch sei. Vor den Erfolg hat der DFB die Auslosung gesetzt. Und hat sie aus welchem Grund auch immer – wahrscheinlich weil der MDR gern übertragen wollte – nach Leipzig vergeben. Und dann hat man beim MDR entschieden, dass eine Auslosung in der Halbzeitpause des Spiels von RB Leipzig gegen den FSV Zwickau eine gute Idee wäre. Was zwar das Spiel drumherum in den Schatten stellt (Was der MDR freimütig vor sich her trägt, wenn er seinen Livestream von der Partie  und somit auch von der Auslosung wie folgt ankündigt [broken Link]: „Viel spannender als diese Partie dürfte aber die Relegations-Auslosung in der Halbzeitpause sein.“ Ein bisschen weniger arrogant gegenüber dem Spiel 1 gegen 2 in der Regionalliga Nordost hätte es schon sein dürfen..), aber wo gehobelt wird, fallen wohl auch Späne.

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Die Regionalliga aus Sicht des Trends

Das Spiel gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC am vergangenen Sonntag war für RB Leipzig das fünfte und vorletzte Spiel gegen eine der drei U23-Mannschaften von Zweitligisten. In diesen fünf Spielen kam RB Leipzig auf vier Siege und ein Unentschieden (das Auftaktunentschieden gegen Union II als man noch am richtigen System herumschraubte). In fünf Spielen gegen die Nachwuchsteams gelangen den RasenBallsportlern also 13 Punkte (2,6 pro Spiel) und 9:3 Tore (1,8:0,6 pro Spiel), während aus den restlichen 18 Partien ’nur‘ 44 Punkte (2,44 im Schnitt) bei 37:13 Toren (2,1:0,7 pro Spiel) heraussprangen.

Interessanter vielleicht, dass RB Leipzig in 10 Spielen gegen Teams aus der (aktuell) oberen Tabellenhälfte nur zwei Unentschieden (Jena zu Hause und Meuselwitz auswärts) bei acht Siegen kassierte, während es gegen die (aktuell) untere Tabellenhälfte immerhin vier Unentschieden (Union II, zweimal Plauen, Halberstadt) bei neun Siegen zu vermelden gab. Was man insgesamt gut so interpretieren könnte, dass gegen vermeintlich kleinere Teams dann doch manchmal die Konzentration nicht hoch genug ist, um drei Punkte zu erringen. Was hinsichtlich der hoffentlich wartenden großen Spiele eher ein gutes Signal ist, denn daraus folgt ja auch, dass hohe Motivation und Konzentration auch gegen die besseren Teams fast immer zum Erfolg führt.

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Relegationswatch Teil 1: Regionalliga Nord

Drei Wochen noch bis regulär die Rückrunde der Regionalliga im Nordosten beginnen soll. Mal sehen, was der Winter dann so von dieser Idee halten wird. Glücklicherweise gibt es bis zum zweiten Märzwochenende nur ein Auswärtsspiel für RB Leipzig, nämlich das Spiel bei Union Berlin II (das heute für den 10.02.2013 angesetzt wurde), sodass dank Red Bull Arena kaum Spielausfälle zu erwarten sind.

In der Regionalliga Nordost werden die Rollen dann klar verteilt sein. RB Leipzig geht dank einigem Vorsprung in der Tabelle als absoluter Topfavorit in die Rückrunde, in der vor allem Jena mit langsam eingespielter und stabilerer Mannschaft noch mal zum Konkurrenten werden könnte. Beim FSV Zwickau, die mit zwei Siegen in Nachholespielen an Jena vorbeiziehen könnten, muss man mal abwarten. Als Aufsteiger dürfen sie ihre Durststrecke noch vor sich haben. Auf jeden Fall sollte es unwahrscheinlich sein, dass das Team an den Platz an der Sonne rücken kann.

Von immer größerem Interesse dürfte in der Rückrunde auch der Blick auf die anderen Staffeln und damit auf mögliche Relegationsgegner werden. Laut offizieller Vereinslinie ist das Schielen auf die Relegation ja verpönt, aber da ich hier ja ein bisschen Narrenfreiheit genieße, muss ich mich natürlich nicht darum scheren. Weswegen ich heute eine kleine, in unregelmäßigen Abständen erscheinende Serie beginne, in der die vier anderen Regionalligastaffeln und mögliche Relegationsgegner unter die Lupe genommen werden sollen. Beginnen wir heute einfach mal im Norden, in dem noch so einige Teams unterwegs sind, die man als Anhänger des einzig wahren RasenBallsports ja schon aus der vergangenen Spielzeit kennt. Relegationswatch Teil 1: Regionalliga Nord weiterlesen

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Enttäuschungen, die weder Krise noch Blamage sind

Wir sind einen Punkt hinter Kiel, es sind noch 14 Spiele. Hört’s mir auf mit Blamage und Krise. (Peter Pacult in der heutigen LVZ)

Chefcoach Pacult hat natürlich recht, wenn er sich Begrifflichkeiten wie Blamage oder Krise verweigert. In Havelse unentschieden zu spielen, ist natürlich keine Blamage und der Verlust der Tabellenführung, eine Woche nachdem medial die Perfektion ausgerufen worden war, keine Endzeitkrise. Was es ist, hat Marcus Hoffmann gut auf den Punkt gebracht:

Es ist eine Riesenenttäuschung.

Genau das ist es immer noch, auch zwei Tage nach dem 1:1 von RB Leipzig in Havelse, ein mistiges Ergebnis nach unnötigem Spielauftakt. Ein Ergebnis, das den weiteren Saisonverlauf nicht gerade einfacher macht. Und allen, die die Auswärtsfahrt nach Havelse nachträglich als ein schwieriges Unterfangen interpretieren, sei gesagt, dass mit Zwickau, Magdeburg, Plauen, Kiel und Halle die wirklich heftigen Auswärtskaliber erst noch kommen. Spiele, bei denen man es sich nun vorerst nicht mehr leisten kann, hinterher von einem Punkt zu sprechen, mit dem man leben könne.

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Regionalliga: TSV Havelse vs. RB Leipzig 1:1

Es ist schon komisch. Da wird vor Rückrundenstart bei RB Leipzig die Story von den 16 Endspielen bemüht und nachdem bereits in Episode zwei ein Rückschlag zu verzeichnen ist, nimmt man das ganze mit einer Ruhe zur Kenntnis, die man nicht erwartet hätte. Mit dem 1:1 könne man letztlich gut leben, bemerkte bspw. Peter Pacult nach dem Spiel.

Mag sein, dass ein 1:1, das man sich durch ein Tor in der Nachspielzeit erkämpft, letztlich ein Punktgewinn für RB Leipzig ist. Mag sein, dass in Havelse zu spielen, unangenehm ist und man dort auch mal Punkte liegen lassen kann, wie schon der HFC in der Hinrunde beim 0:3 erkennen musste. Und auch Kiel kam dort nur mit Ach und Krach zu drei Punkten. Mag sein, dass man kämpferisch alles in die Waagschale geworfen hat und dass es auf miesem Boden für die spielerisch bessere Mannschaft immer auch schwierig ist.

Es mag also sein, dass ein 1:1 in Havelse in vielen Fällen ein durchaus annehmbares Ergebnis ist, mit dem sich leben lässt. Im konkreten Fall – Endspiel 2 von 16 – kann dem aber nicht ernsthaft so sein. Es ist eher unverständlich, dass man in einem sogenannten Aufstiegsendspiel bereits nach sechs Minuten zurück liegt und genaugenommen auch schon 0:2 zurückliegen könnte, also offenbar den Spielbeginn verpennt.

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11 Freunde müsst ihr sein

Die im Titel benannte Fußballweisheit zielt ja meist auf den sozialen Zusammenhalt ab. Damit verbunden ist aber auch eine sportliche Komponente, die sich rund um das Thema Eingespieltheit dreht. Ein Thema, das schon aufgrund der bisher jährlichen Kader- und Administrationsumbrüche im Zusammenhang mit RB Leipzig keine übermäßige Bedeutung in einem positiven Sinne gewonnen hat. Und auch in diesem Jahr verweist (wie schon im letzten der inzwischen Ex-Kopf Beiersdorfer) Sportdirektor Wolfgang Loos darauf, dass die Situation angesichts des Kaderumbruchs im Sommer keine leichte gewesen und man deswegen mit dem Erreichten zufrieden sei.

Während man letztes Jahr im Laufe der Hinrunde das Gefühl hatte, dass alle drei, vier Spiele die Stammelf wechselte und ein eingespieltes Team so noch mehr Utopie blieb, als es angesichts der Ausgangssituation sowieso schon eine war, tendiert das Gefühl (zumindest bei mir) dieses Jahr in die entgegengesetzte Richtung, sodass trotz Kaderumbruchs schnell eine Stammelf gefunden war. Da das mit den Gefühlen so eine Sache ist, wenn es um Fakten geht, helfen da auch ein paar Zahlen.

Man nehme die Einsatzzeiten der 11 meisteingesetzten Spieler jedes Regionalliga-Vereins, addiere diese und setze diese ins Verhältnis zu der Zahl die man erhalten würde, wenn die ’11 Freunde‘ jedes Spiel 90 Minuten auf dem Platz stehen würden. Anders gesagt: Die 11 meisteingesetzten Spieler bei Hertha BSC II haben zusammen 10.836 Minuten absolviert, hätten aber im Optimalfall 16.830 Minuten absolvieren können. Macht eine Quote von 64,4 Prozent, die gewissermaßen ein Indiz für die Eingespieltheit eines Teams ist. Oder anders gesagt: Bei Hertha BSC stand die Stammelf von 90 Minuten lediglich 58 Minuten auf dem Platz. Dann hier also die Tabelle für die Regionalliga Nord (Verein, Prozentquote, Minuten der Top 11, Anzahl Spiele, aktueller Tabellenplatz, Quote in der Hinrunde 2010/2011) (Daten via transfermarkt.de):

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Regionalliga: RB Leipzig vs. TSV Havelse 4:1

Nun, manchmal gibt es eben diese Tage, an denen andere Sachen wichtiger sind als der Fußball. Wie gestern als die RasenBallsportler dank oder trotz meiner Abwesenheit die letztjährigen Absteiger und Dann-Doch-Nicht-Absteiger aus Havelse mit 4:1 schlugen. Ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Ergebnis.

Denn zum ersten Mal seit dem siebten Spieltag der vergangenen Saison und dem damaligen 3:2-Heimsieg gegen den SV Wilhelmshaven gelang es RB Leipzig wieder einmal einen Rückstand in einen Sieg umzuwandeln. Was nicht in einem Mangel an Gelegenheit begründet liegt, denn in immerhin 10 Partien geriet RB Leipzig seitdem irgendwie in Rückstand, ohne dass es noch zu drei Punkten gereicht hätte. Genauso wie das 4:1 gegen Havelse gehörte das letztjährige Auswärtsspiel bei Holstein Kiel zum vierten Spieltag. Damals wandelte RB Leipzig zum letzten Mal einen Halbzeit-Rückstand in einen Sieg um. In einem Heimspiel ist es gar das erste Mal in der RB-Vereinsgeschichte und im fünften Versuch, dass aus 0 Punkten zur Pause 3 Punkte am Ende wurden. Bloß gut gibt es Statistiken.

Ein Vergleich der sich auch aufdrängt, ist der der Zuschauerzahlen: Während zum Saisonabschluss 2010/2011 gegen den TSV Havelse lediglich 1.305 Zuschauer in der großen Mehrzahl RB Leipzig siegen sehen wollten, waren es gestern immerhin 4.276. Worin sich auch ausdrückt, dass sich unter den RB-Anhängern sicherlich noch keine Euphorie breitgemacht hat, aber der Saisonstart eher Zufrieden- als Unzufriedenheit hervorruft. Zum letztjährigen zweiten Heimspiel gegen Hannover 96 II waren nach zwei Auftaktunentschieden gerade einmal 2.633 Zuschauer anwesend (allerdings an einem Samstag und nicht an einem Sonntag).

Wäre ich gestern im Stadion gewesen, dann hätte ich aber wohl trotzdem in der ersten Halbzeit ein Déjà-vu-Erlebnis gehabt. Ballbesitz, Spielkontrolle, wenig Durchschlagskraft, 0 Tore, 1 Konter, 1 Gegentor, 0:1. So ging es auch schon letztes Jahr desöfteren in Halbserie 1 vonstatten. Manchmal sind es dann die kleinen Unterschiede, die die großen Folgen haben. Für das Spiel im konkreten, aber auch möglicherweise für das große Ganze Saison im allgemeinen. In diesem Fall war es die zweite Konterszene der Havelser, die deren Offensivkraft Ali Moslehe in bester Euro-2008-Gomez-Manier aus zwei Metern übers Tor stolperte. Sodass es beim 0:1 zur Pause und vergleichsweise guten Ausgangsbedingungen für das Drehen des Spiels blieb. Wobei man gute Ausgangsbedingungen eben auch erst einmal ausnutzen muss.

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RasenBallsport in der Regionalliga Nord 2011/2012

Lang war es das Hin und Her, wie denn nun die Regionalliga Nord besetzt sein wird und wie die Gegner von RB Leipzig kommende Saison heißen würden. Knackpunkt war der Umgang mit der TuS Koblenz, die aus wirtschaftlichen Gründen aus der dritten Liga abgestiegen war und bei denen lange unklar blieb, ob sie die Voraussetzungen für die Regionalliga erfüllt haben würden.

Wie der Kicker heute kolportierte, hatten die Koblenzer ihre Lizenzunterlagen 52 Minuten zu spät eingereicht und so eigentlich die Voraussetzungen für die Regionalliga-Teilnahme nicht erfüllt. Der DFB sah dies ein wenig anders. Man war sich nicht sicher, ob die eigenen Fristsetzungen überhaupt rechtmäßig seien und ließ deshalb den Lizensierungsantrag der Koblenzer doch zu, der zwar nicht den Fristen, jedoch den wirtschaftlichen Anforderungen des DFB entsprach. Um juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden, musste aber kein Team für die Koblenzer aus der Regionalliga weichen, sodass die Regionalliga West, in die die TuS Koblenz eingruppiert wird, mit 19 Mannschaften statt mit 18 Mannschaften starten wird.

Für die Regionalliga Nord und für RB Leipzig bedeutet dies, dass der letzte offene Platz (die Staffel war dank fehlenden Absteigers aus der dritten Liga bisher nur mit 17 Mannschaften belegt) an den letztes Jahr sportlich aus der Nordstaffel abgestiegenen TSV Havelse geht, die nun zusammen mit dem Berliner AK 07, dem FC St. Pauli II, Germania Halberstadt und dem SV Meppen quasi das Aufsteiger-Quintett geben. Dadurch sieht die Regionalliga Nord für die Spielzeit 2011/2012 so aus: RasenBallsport in der Regionalliga Nord 2011/2012 weiterlesen

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RasenBallsport Leipzig vs. TSV Havelse 2:0

Das letzte Spiel von RasenBallsport Leipzig in der aktuellen Regionalliga-Saison wurde zu dem, was man vor dem Spiel schon erwarten durfte, zum meistenteils freundschaftlichen Sommerkick. Daran änderte auch die kampfeslustige Aufforderung der Gästeanhänger zum Spielbeginn (‚Nur noch neun‘ – 9 Tore und drei Punkte trennten sie vom Nichtabstiegsplatz) nichts. Passender Rahmen des Spiels, das dank Sachsenpokal-Finale nächsten Mittwoch für alle Beteiligten (Spieler und Zuschauer) zur Nebensache wurde, war die Freundschaftsspielkulisse von 1305 Zuschauern bei Beteiligung von 1o Gästefans, 4 davon im aktiven Support. Naja.

Auf dem Platz legten die RasenBallsportler los als hätte man nur 20 Minuten Zeit, um den Sieg sicher zu stellen. Angesichts der sportlichen Konstellation vor dem Spiel ließ man den Ball laufen und hatte in manchen Situationen sogar die Lockerheit hübsche Kombinationen anzubieten. Dass es nicht schon zur Halbzeit 2:0 oder 3:0 stand, lag an einer Mischung aus Inkonsequenz und Pech (zweimal Aluminium in Hälfte 1) beim Abschluss, war aber alles in allem mehr als verkraftbar. Mit ablaufender Spielzeit investierten die RasenBallsportler immer weniger in die Partie und hatten Glück, dass die zumindest sportlich abgestiegenen Gäste (mal sehen, ob die Finanzen anderer Klubs nicht Havelse doch wieder in die nächstjährige Regionalliga bringen) zeigten, warum sie da unten stehen stehen und diverse Großchancen frei vor dem gegnerischen Tor verdaddelten oder am gut aufgelegten Sven Neuhaus scheiterten.

Bemerkensmert am Spiel noch, dass Timo Rost mal wieder eine reichliche halbe Stunde mitspielen durfte. Durchaus gefällig, wie ich fand. Zusammen mit Benjamin Baier sorgte er dafür, dass die Doppelsechs Laas/ Geißler neu besetzt wurde. Man kann dies als Kennzeichen einer tiefen Bank interpretieren, die ohne Substanzverlust einen kompletten Mannschaftsteil ersetzen kann. Man kann dies aber auch als weiterhin nicht vorhandene Stammformation auf dieser Position intepretieren. Für letzteres spräche, dass mit Laas, Geißler, Rost, Baier, Sebastian, Rosin und Kläsener bereits sieben (!) Spieler den Sechser geben durften (falls ich keinen vergessen habe), ohne dass sich daraus über die Saison gesehen irgendetwas wie Konstanz ergeben hätte. Auf einer für den Spielfluss wesentlichen Position sicherlich suboptimal und recht bezeichnend für das sportlich insgesamt enttäuschende Regionalligajahr. RasenBallsport Leipzig vs. TSV Havelse 2:0 weiterlesen

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Wochen(end)splitter V

Auf denn in den letzten Spieltag der zweiten Saison  des Vereins RB Leipzig. Gegner wird heute um 13.30 Uhr der TSV Havelse sein. Für den geht es noch gegen den Abstieg. 3 Punkte und 9 Tore gilt es auf den 1.FC Magdeburg, der zu Hause gegen Holstein Kiel antritt, aufzuholen. Nunja, eine hochspannende Tabellenkonstellation sieht anders aus.

Für RB Leipzig geht es in dem Spiel derweil um nicht mehr viel. Im besten Fall baut man die Heimserie auf neun Siege in Folge aus. Im noch besseren Fall spielen die beteiligten RasenBallsportler ein lockeres Spielchen herunter, verlängern nicht noch die sowieso schon lange Verletztenliste und bestreiten dieserart eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen.

Was eine gute Form der Vorbereitung auf das letzte Pflichtspiel der Saison, auf das Sachsenpokal-Finale nächsten Mittwoch gegen den Chemnitzer FC sein dürfte. Der abschließende Höhepunkt der zuweilen etwas unbefriedigenden Saison. Die Chance wenigstens in diesem einen Spiel noch einmal dem sportlichen Krösus der Regionalliga Nord ein Bein zu stellen. Die letzte, bevor sie in die dritte Liga entschwinden, wo sie falls alles schief läuft auf ihr offensives Lebensversicherungstrio Garbuschewski, Förster und auf jeden Fall Löwe verzichten müssen (broken Link). Das wäre heftig und würde die Chemnitzer Träume von weiteren Schritten nach vorn im Profifußball wohl etwas bremsen.

Wer im Spielerkreise noch – vielleicht ja auch aufgrund unklarer Vertragsverhältnisse – ein wenig Motivation braucht für das Sachsenpokal-Finale, nehme sich mal den spöttelnden CFC-Sportdirektor Manfred Kupferschmied zur Hand. Der träumt schon vom baldigen Aufstieg in die zweite Bundesliga und hat dementsprechend in der Freien Presse ein wenig Höhenluft bei der Kaderplanung:

Von RB Leipzig werden wir niemanden verpflichten, denn den RB-Spielern fehlt das Sieger-Gen.

Klar, in Chemnitz sickert langsam der sportliche Erfolg in die Rhetorik ein. Was völlig in Ordnung ist, aber dem einen oder anderen RasenBallsportler vielleicht ja trotzdem einen besonderen Blick auf den kommenden Mittwoch verschafft. Ich für meinen Teil spekuliere übrigens darauf dem Projekt sportliche Replik auf Herrn Kupferschmied vom Block C (Gegengerade) aus zuzusehen. Was bedeutet, dass am besten alle möglichst bald eins, zwei, viele Karten für den Block A kaufen, sodass man sich gezwungen sieht, auch gegenüber aufzumachen. Unwahrscheinlich, ich weiß.

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TSV Havelse vs. RasenBallsport Leipzig 0:0

Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Genauso ist es bei RasenBallsport Leipzig. Nur eben andersherum. Immer wenn man denkt, dass es nun ein wenig aufwärts geht, kommt der nächste Rückschlag. Und ein 0:0 beim Tabellenvorletzten gehört definitiv in die Kategorie Rückschläge. Egal, ob man nun eine Hälfte nur zu Zehnt gespielt hat oder nicht. Egal, ob man zum dritten Mal in Folge ohne Gegentor blieb. RasenBallsport Leipzig hat eine Halbzeit lang mit elf Spielern kein Tor erzielt und eine Halbzeit lang mit zehn Spielern auch keins. Das spricht für sich. Punkt. Alles andere müssen die beurteilen, die einen regnerischen Mittwochnachmittag mit Regionalliga-Livefußball verbrachten.

Weiter geht es bei RasenBallsport Leipzig natürlich trotzdem. Nämlich am Sonntag. Und wieder auswärts. Diesmal in Wilhelmshaven. Die stehen derzeit noch ein ganzes Stück vor Havelse über dem Abstiegsstrich. Könnte für die RasenBallsportler demnach eine richtige Herausforderung werden. Dass die LVZ in ihrem Online-Anhängsel Felix Magath als RasenBallsport-Trainer für die neue (Regionalliga!)Saison in Stellung bringt, sollte in diesem Zusammenhang nicht nur mir extrem komisch vorkommen. Sei es drum. Warten wir das Sonntag-Spiel noch ab, dann kann man in aller Ruhe eine Bilanz der 3 englischen Wochen am Stück ziehen.

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Tore: Keine

Aufstellung: Gäng – Sebastian, Hertzsch (46. Müller), Kläsener, Franke – Baier (89. Geißler), Rosin – Kammlott, Rockenbach, Schinke (81. Kutschke) – Frahn

Nur mal so als Anmerkung. Wie muss sich eigentlich Tom Geißler vorkommen, wenn er in der 89.Minute beim Stand von 0:0 beim Tabellenvorletzten auf den Platz muss. Ein Kopfballungeheuer, das vorne noch mal die letzte Ecke verwandelt, ist er nun nicht gerade. Also ich käme mir an seiner Stelle veralbert vor. Hoffentlich durfte er wenigstens mal gegen den Ball treten..

Rote Karte: Kläsener (43., nach Notbremse, die keine war)

Zuschauer: 525

Links: RBL-Bericht [broken Link], RBL-Liveticker [broken Link], RB-Fans-Bericht [broken Link], MDR-Bericht [broken Link], Havelse-Bericht [broken Link]

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Top 11

Und weiter geht es mit gut gemeinten Winterpausenstatistiken. Heute ist der Ausgangspunkt eine Analyse Dietmar Beiersdorfers:

Wir haben 10 Spieler behalten und 14 Spieler dazu bekommen. Das ist natürlich schwer, da eine Mannschaft zu finden. Im Gegensatz zu unserem größten Konkurrenten Chemnitz. Die haben eine eingespielte Mannschaft seit ein, zwei Jahren und relativ wenige Veränderungen. (Dietmar Beiersdorfer, Head of Global Soccer Red Bull bei MDR Info am 07.01.2011) Top 11 weiterlesen

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