Schlagwort-Archive: Timo Werner

Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2016 – Teil 1

Vor Weihnachten blieb für die ganzen Rückblicke auf die bisherige Bundesligasaison keine Zeit mehr. Deswegen sei dies nun  Schritt für Schritt nachgeholt. Los geht es heute mit dem ersten Teil mit Zahlen rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 16 Bundesligaspiele und nicht das DFB-Pokalspiel in Dresden. Morgen folgt dann Teil 2.

Eingesetzt wurden bei RB Leipzig bisher lediglich 19 Spieler. Die beiden Ersatzkeeper Fabio Coltorti und Marius Müller mussten bisher komplett zuschauen. Genauso galt das für Zsolt Kalmár. Der im Gegensatz zu Terrence Boyd und Ken Gipson aber immerhin siebenmal auf der Bank saß bei einem Bundesligakick. Boyd, der nach Langzeitverletzung nie so richtig nah dran war am Profikader und Gipson, der eigentlich als Rechtsverteidiger-Backup geplant war, aber bei der U23 zum Einsatz kam, bevor er sich schwer verletzte, sahen noch nicht mal den Spieltagskader.

Aus dem Nachwuchsbereich saß Dominik Franke noch fünfmal bei schlimmster Außenverteidigernot auf der Bank. Die Nachwuchskräfte mit Profiverträgen kamen in das Vergnügen nicht. Gino Fechner spielt in der U23. Felix Beiersdorfer mit weniger Erfolg auch. Und Idrissa Touré und Vitaly Janelt wurden im Verlaufe des Herbsts wegen Eskapaden bei Nachwuchsnationalmannschaft und im RB-Internat für längere Zeit suspendiert. Dass der Nachwuchs Anschluss an den Profibereich findet, lässt entsprechend weiter auf sich warten.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017

Winterpause. Heißt auch, dass das Transferfenster wieder geöffnet ist. Noch bis zum 31.01.2017, 18 Uhr darf man Spieler verpflichten oder abgeben. Was in der Bundesliga und gerade rund um RB Leipzig dann zu einer entsprechend lautstarken, medialen Begleitung führt. Inzwischen kann man sich nicht mal mehr alle Namen merken, an denen RB so alles Interesse haben soll.

Halten wir uns deswegen wie immer eher an Fakten und Plausibilität, was die Kaderplanung angeht. Und werfen mal eben einen Blick auf den aktuellen Kader und dessen mögliche Punkte, die einer Verbesserung oder auch einer Ausdünnung bedürfen.

Fängt man beim Potenzial an Unzufriedenheit an, dann hat man aktuell diverse Spieler, die Grund haben, ihre Situation eher kritisch zu sehen und ihre Zukunft zu überdenken. RB Leipzig hat die bisherige Bundesliga-Spielzeit im Kern mit einer Rotation von zwölf Feldspielern bestritten. Wäre Lukas Klostermann fit geblieben, dann wären es vielleicht 13 Feldspieler gewesen. Aber auch das ist nicht unbedingt die ganz große Masse.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Hertha BSC 2:0

Zweiter gegen Dritter. RB Leipzig gegen Hertha BSC war tabellarisch ein absolutes Topspiel. Umso erstaunlicher, dass das eine Topteam das andere Topteam über 90 Minuten fast komplett dominierte. Und am Ende völlig verdient mit 2:0 gewann. Weswegen Topteam RB Leipzig nach dem Spiel neun Punkte Vorsprung auf das andere Topteam Hertha BSC hat.

RB Leipzig nahm vor der Partie eine Änderung vor. Bernardo kehrte nach Verletzung ins Team zurück. Benno Schmitz musste dafür zurück auf die Bank weichen. Die erste Änderung in der Besetzung nach drei Spielen mit derselben Mannschaft. Das ganze wie üblich im 4-2-2-2, in dem Sabitzer rechts eine etwas tiefere Position einnahm als links Forsberg.

Pal Dardai spielte auf der anderen Seite eher Aufstellungsroulette. Zwar kam die gerüchtelte Fünferkette nicht zum Einsatz. Trotzdem gab es gleich fünf Wechsel im Vergleich zur Vorwoche. Allan, Hegeler, Schieber, Weiser, Haraguchi rein. Darida, Esswein, Pekarik, Skjelbred, Langkamp raus. Eine interessante Formation. Einerseits weil man mit Doppelspitze spielte (was offenbar den Einsatz von langen Bällen begünstigen sollte). Und andererseits, weil auf der Doppelsechs neben Stark kein Derida und kein Skjelbred auftauchte, sondern ein Allan.

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Bundesliga: FC Ingolstadt vs. RB Leipzig 1:0

Letzter gegen Erster. Klar war, dass die Tabelle die Unterschiede zwischen beiden Mannschaften nicht richtig wiedergibt. Überraschend war es dann doch, dass RB Leipzig in Ingolstadt lange wenig einfiel, um die Defensive der Gastgeber in Bedrängis zu bringen. Am Ende stand ein unglückliches 0:1 nach einer insbesondere in der ersten Halbzeit schwachen Vorstellung.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit der identischen Startformation der letzten zwei Spiele in Freiburg und gegen Schalke. Defensiv fehlen weiter die Wechseloptionen. Und offensiv entschied man sich, Yussuf Poulsen trotz Knöchelproblemen in die Partie zu werfen. Etwas, was Ralph Hasenhüttl nach dem Spiel als vielleicht eher unglückliche Entscheidung kennzeichnete.

Gegenüber Maik Walpurgis änderte bei seinem FC Ingolstadt mal eben das Spielsystem und stellte auf eine Dreier- aka Fünferkette um. Roger rückte hinten zwischen Tisserand und Matip. Morales kam für den gelbgesperrten Suttner ins Team und spielte für Roger neben Cohen auf der Sechs. Jung nahm den Platz links irgendwas zwischen linkem Mittelfeld und Linksverteidiger ein. Lezcano durfte zudem im Sturm von Beginn an ran. Hartmann fand sich dafür auf der Bank wieder.

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Timo Werner als perfekter Rollenspieler zum Nationalspieler?

Viel wurde in den letzten Wochen über Timo Werner geschrieben. Also viel wurde auch mit Hilfe seiner Worte in Form von Interviews geschrieben (gemeinsamer Arbeitstitel: ‚Warum alles super perfekt ist und ich mich in Leipzig wohl fühle.‘). Aber viel wurde auch schlicht über ihn geschrieben. Ob er beispielsweise nicht bald ein Thema für die deutsche Nationalmannschaft sein müsste. Weil die doch so ein Stürmerproblem habe.

Fakt ist, dass Timo Werner bisher eine sehr gute Saison spielt. Das zeigt bereits ein ganz einfacher erster Blick auf die Zahlen. Elf Torbeteiligungen stehen schon auf Werners Konto. Sieben Tore und vier Vorlagen. Nur Emil Forsberg ist (wenn man Burke und Selke als Joker mal nicht beachtet) in Sachen direkter Torbeteiligungen besser. Der Schwede ist alle 65 Minuten an einem Tor beteiligt, Werner nur alle 80 Minuten.

Torbeteiligungen (min. 300 Minuten Einsatzzeit):

  • Emil Forsberg: alle 65 Minuten (5 Tore, 7 Vorlagen)
  • Timo Werner: alle 80 Minuten (7 Tore, 4 Vorlagen)
  • Marcel Sabitzer: alle 97 Minuten (4 Tore, 4 Vorlagen)
  • Naby Keita: alle 137 Minuten (4 Tore, 1 Vorlage)
  • Yussuf Poulsen: alle 291 Minuten (1 Tor, 2 Vorlagen)

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Mit Abgeklärtheit in die Bundesliga-Spitze

Inzwischen weiß man bei RB Leipzig, dass man in dieser Liga mit praktisch allen Teams mithalten kann, wenn man einen guten Tag mit einem guten Plan erwischt. Man darf durchaus gespannt sein, mit welchen Anpassungen die (auch nicht auf den Kopf gefallene) Bundesliga-Konkurrenz auf den Saisonstart von RB Leipzig reagieren wird. Und man darf gespannt sein, wie die RasenBallsportler auf Misserfolg reagieren werden. Dieses Experiment darf ruhig noch ein bisschen warten, aber es wird ziemlich sicher über kurz oder lang kommen. (Erstaunlich gut und erstaunlich vielseitig)

Und erstens kommt es anders und zweitens sowieso. Von wegen Anpassungen der Bundesliga-Konkurrenz. Beziehungsweise zumindest keine Anpassungen, die den Lauf von RB Leipzig tatsächlich einbremsen konnten. Denn vier Siege aus vier Spielen und 9:2 Tore stehen seit der letzten Länderspielpause, nach der die oben stehenden Sätze formuliert wurden, auf dem RB-Konto. Vier völlig verdiente Siege wohlgemerkt. Und vier Siege, die teilweise mit einer erstaunlichen Abgeklärtheit und Souveränität auch gegen Teams errungen wurden, die sich in Defensivarbeit versuchten.

Den ersten Saisonabschnitt bis zum sechsten Spieltag konnte man sich vielleicht noch mit Euphorie eines Aufsteigers, mit Intensität und einem Lauf nach dem späten 1:0 gegen Dortmund erklären. Die folgenden vier Spiele seit der letzten Länderspielpause haben RB Leipzig dagegen als ein sehr stabiles und sehr abgeklärtes Team ausgewiesen. Das soll nicht heißen, dass man nicht mehr mit Intensität, Geschwindigkeit und Athletik spielt. Das soll nur heißen, dass Spiele gemeistert wurden, in die man nicht als Underdog hineinging und in denen man entsprechend Geduld haben und einen Gegner auch mal bespielen musste.

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Früher war alles…

Waren die Anfeindungen gegen RB Leipzig damals mehr oder weniger als jetzt?
Es war damals gefühlt mehr. Mittlerweile ist das deutlich weniger und vor allem auch sachlicher geworden. Wir reden hier aber von Minoritäten, die für diese Anfeindungen stehen. Zudem war der Support unserer eigenen Fans in der ersten Zeit noch nicht so ausgeprägt.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass es deutlich weniger geworden ist, weil mehr über unsere Ergebnisse und unserer Art Fußball zu spielen, gesprochen wird. Wir stehen für viele positive Attribute, sind ein Verein zum Anfassen. Natürlich muss man manche Plakate bei Auswärtsspielen nicht wegdiskutieren. Aber die werden uns nicht daran hindern, unseren Weg konsequent weiterzugehen.
Was ist denn bislang passiert. Wir haben zuletzt drei Bundesliga-Spiele in einer Top-Atmosphäre erlebt. Und über Dortmund mussten wir sogar schmunzeln (voller BVB-Gästeblock trotz Abwesenheit und Protest verschiedener Fangruppen/ Anmerkung rotebrauseblogger). Ernst nehmen kann man das dann nicht. Grundsätzlich interessiert uns diese ganze Thematik auch nicht. (Dominik Kaiser in Sportbild, 21.09.2016)

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Erstaunlich gut und erstaunlich vielseitig

Sechs Spieltage hat RB Leipzig bisher absolviert. Eine Länderspielpause unterbricht die Saison zum zweiten Mal. Bei RB Leipzig kann man ganz entspannt in die Pause gehen, denn mit 12 Punkten aus sechs Spielen ist man besser gestartet als man vor der Saison vermutet hätte. Ist zwar noch vier Spieltage, also bis zur nächsten Länderspielpause Zeit, bis ein Blick auf die Tabelle größere Relevanz hat, aber auch jenseits der Tabelle entwickeln sich die Dinge aus RB-Sicht ziemlich positiv.

Denn die bisher zwölf Punkte aus sechs Spielen sind nicht die Folge von ganz viel Glück oder nicht wiederholbaren Energieleistungen eines übereuphorisierten Aufsteigers, sondern Konsequenz einer guten Mannschaftsorganisation gespickt mit der notwendigen individuellen Klasse, um die Organisiertheit zu veredeln. Sprich, RB Leipzig ist (bei allen Differenzen im Detail) eine Art Ingolstadt reloaded, nur mit mehr Qualität im Offensivdrittel.

Dass sich hinter den zwölf Punkten nicht nur Anfängerglück verbirgt, sondern Qualität, zeigt sich auch darin, dass RB Leipzig hinter den Bayern in Sachen Torschüssen das beste Team der Liga ist. Man hat die wenigsten Schüsse aller Bundesligisten auf das eigene Tor zugelassen. Und man hat die drittmeisten Schüsse aller Bundesligisten auf den gegnerischen Kasten abgegeben. Im Verhältnis von abgegebenen und zugelassenen Schüssen auf das Tor ist man entsprechend Zweiter hinter den Bayern.

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Bundesliga: Hamburger SV vs. RB Leipzig 0:4

Drittes Bundesligaspiel von RB Leipzig. So etwas wie der erste Anschein von Alltag zog vor der Partie ein. Die mediale Aufmerksamkeit zurückgestutzt auf Normalmaß. Kein ersten Bundesligaspiel mehr. Kein erstes Bundesligaauswärtsspiel. Kein Warten auf den ersten Sieg.

Dass das Spiel dann doch nicht alltäglich sein würde, war 65 Minuten lang nicht abzusehen. Herzlich wenig kümmerten sich die Beteiligten um fußballerische Glanzleistungen und Genauigkeiten. Am Ende stand trotzdem ein erstaunliches 4:0 für die Gäste, die sich als effizienter, zielstrebiger und glücklicher präsentierten, auf der Anzeigetafel.

In die Partie gegangen waren beide Teams mit kleineren Kaderveränderungen, die durchaus mit leichtem Erstaunen aufgenommen werden durften. Auf RB-Seite blieb Kapitän Dominik Kaiser auf der Bank. Für ihn kam Naby Keita in die Partie, der aber 45 Minuten lang unglücklich agierte und einige Ballverluste verursachte. Zudem sah sich Timo Werner, der bisher auffälligste RB-Angreifer, auf der Bank wieder. Emil Forsberg durfte ob seiner Stärken am Ball gegen einen kompakt zu erwartenden HSV mitmischen. Auch sehr überraschend, dass nicht Rechtsverteidiger-Backup Benno Schmitz den verletzten Lukas Klostermann ersetzte, sondern Neuzugang Bernardo, der bisher mit dieser Position noch keine Bekanntschaft gemacht hatte, seine Sache aber sehr gut machte.

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Treffen der Transferkönige

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim Hamburger SV (17.09.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Timo Werner.]

Zwei Spiele, vier Punkte. Aus RB-Sicht geht der Saisonstart bisher schon mal als gelungen durch. Wenn man mal vom Kreuzbandriss bei Lukas Klostermann absieht, der ein ganz schönes Loch in die Außenverteidigung von RB Leipzig reißen wird und unter der Woche einen kurzen Schock ausgelöst hat.

Nun geht es für die RasenBallsportler also zum Hamburger SV. Ein Verein, zu dem es einst wegen Dietmar Beiersdorfer ein paar Brücken gab. Brücken, die dazu führten, dass Steven Lewerenz und Fabian Franke, aber auch Ex-HSVer Alexander Laas in Leipzig unterschrieben (bzw. im Fall Franke nach Leipzig zurückkehrten). Inzwischen gibt es kaum noch Brücken nach Hamburg. Im Gegenteil ist man rund um den HSV offenbar bemüht, sämtliche Ähnlichkeiten zwischen beiden Vereinen abzustreiten und die Spuren, die vom einen zum anderen führen, zu verwischen.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Borussia Dortmund 1:0

Erstes Bundesligaheimspiel von RB Leipzig. Mit ganz viel Gewimmel. Und ausverkauftem Haus. Und Topspiel der Woche gegen den Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund.

Witzigerweise trat RB Leipzig zum Heimstart in der Bundesliga praktisch mit der Elf an, die letzte Saison noch in der zweiten Liga gespielt hatte. Timo Werner stand als einziger Neuzugang in der Startelf. Eigentlich und vor allem angesichts der 50 Millionen Euro, die man im Sommer in Transfers gesteckt hatte, eine schöne Anerkennung für das alte Team.

Ralph Hasenhüttl erklärte die Formation damit, dass ihm Automatismen wichtiger gewesen seien, als die möglicherweise größere indiviudelle Klasse der Neuzugänge. Neu ins Team gegenüber dem Hoffenheim-Spiel rückte entsprechend nur Olympia-Rückkehrer Lukas Klostermann.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016/2017 – Update 2

Der Kader für den ersten Teil der Bundesliga-Spielzeit von RB Leipzig steht also. Grundsätzliche Erwägungen zur Transferperiode und ihren sportlichen und wirtschaftlichen Ergebnissen gab es gestern schon. Bleibt noch ein Blick über den Kader als ganzem mit all seinen Stärken und Schwächen.

Lässt man mal die Nachwuchsspieler Fechner, Janelt und Touré beiseite, hat RB Leipzig 20 bzw. mit Gipson 21 Feldspieler plus drei Torhüter im Kader. Das ist sicherlich nicht zu viel, auch wenn man nur noch einen Wettbewerb hat, in dem die Spieler eingesetzt werden können.

Lediglich drei RB-Feldspieler haben die 25 Jahre schon überschritten. Mit Marvin Compper ist nur ein einziger davon schon über 30. Dominik Kaiser und Stefan Ilsanker sind mit 27 Jahren schon so etwas wie die weiteren Alterspräsidenten auf dem Feld. Vom Kaderdurchschnitt her ist RB Leipzig mit Abstand das jüngste Team der Bundesliga.

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Transferperiode mit Abzügen in der B-Note

Die Transferperiode ist seit letzte Woche Geschichte. Aus Sicht von RB Leipzig durchaus eine seltsame und denkwürdige Zeit. Anfangs passierte wenig, dann kamen vier Neuzugänge (Schmitz, Müller, Keita, Werner) in relativ kurzer Zeit, mit denen erstmal die Basics abgedeckt waren. Dann passierte wieder sehr lange nichts, weil man große Teile der sowieso spät begonnenen Vorbereitung verstreichen ließ, um den Kader unter die Lupe zu nehmen. Und dann kam am Ende noch mal die Ketchup-Flasche mit zwei spektakulüren (Papadopoulos und Burke) und einem ergänzenden (Bernardo) Transfer.

Eine der Erkenntnisse der Transferperiode besteht darin, dass RB Leipzig kein großer Fisch in seiner Liga mehr ist, sondern in Konkurrenz zu Teams wie Dortmund, Leverkusen oder Schalke steht, die auf ein ähnliches Segment an Spielern (jung und talentiert genug, auch kurzfristig in der Bundesliga zu bestehen) schielen und man entsprechend als Bundesliga-Neuling nicht immer die besten Argumente hat, um am Ende auch den Zuschlag zu bekommen.

Oder anders gesagt. Wenn Schalke für einen Spieler noch einen Euro mehr an Ablöse oder Gehalt bietet, die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb in petto hat und sowieso auch zu den perspektivreichen Spitzenteams der Liga gehört, dann ist man als RB Leipzig (noch?) relativ schnell raus, wie man bei Breel Embolo gesehen hat. Oder zieht sich auch dem Bieterwettbewerb zurück, wenn man die RB-Vereinsversion der Geschichte erzählen will.

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Historisches , Überraschendes und Altbekanntes

Das war er dann also der erste Spieltag in der Bundesliga für RB Leipzig. Die historische Dimension dieses Datums fühlte sich allerdings doch ganz klein als Schiedsrichter Tobias Stieler die Partie in Hoffenheim anpfiff und man einfach nur Fußball spielte.

Nur Dominik Kaiser dachte, dass historische Tage auch noch historische Nebenaspekte brauchen und wurde zum zweiten Spieler nach Andreas Lambertz, der in den vier höchsten Spielklassen Deutschlands jeweils mindestens ein Tor erzielte. So wie Lambertz erzielte er die Tore alle im selben Verein.

Manch einer wird einwenden, dass das ja keine große Kunst ist bei einem Klub wie RB Leipzig (im Gegensatz zu Lambertz und Düsseldorf), dessen Weg nach oben vorbestimmt war. Der Teil mit der vorgezeichneten Klubentwicklung mag stimmen. Dass es nicht ganz so einfach war für einzelne Spieler, diesen Weg mitzugehen und nicht nach und nach vom beschleunigenden Zug zu fallen, zeigt sich allerdings darin, dass Kaiser der einzige Feldpieler aus dem Regionalliga-Kader 2012/2013 ist, der überhaupt immer noch bei RB Leipzig spielt. Wie er sich zum Kapitän gemausert hat und in allen Spielklassen eine tragende Figur war, zeigt endgültig, dass Kaiser sich in Leipzig durchaus ganz weit oben in die Vereinsgeschichte eingetragen hat und seine Entwicklung sicherlich nicht selbstverständlich war.

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Bundesliga: TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzig 2:2

Erstes Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte für RB Leipzig. Es ging zum Auftakt zur TSG Hoffenheim, wo man eine schwere Aufgabe erwartete. Zweimal geriet RB Leipzig in Rückstand, zweimal glich man aus. Angesichts eines deutlichen Chancenplus waren es am Ende eines guten bis sehr guten RB-Spiels aber doch eher zwei verlorene Punkte als ein gewonnener.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit einer erwartbaren und einer nicht ganz erwartbaren Änderung. Erwartbar, dass den verletzten Keita im Mittelfeld Stefan Ilsanker ersetzte, für den wiederum Marvin Compper in die Innenverteidigung rutschte. Nicht ganz so erwartbar, dass Timo Werner für Emil Forsberg in die Begegnung kam. Dass Werner nah an der Startelf ist, wusste man. Dass Forsberg auf dem Weg aus ihr heraus ist, wusste man noch nicht.

Trotz Werner-Einbau und Ilsanker auf der Sechs spielte RB Leipzig trotzdem kein 4-1-2-2-1, sondern das gewohnte 4-2-2-2, nur eben mit Werner als zweitem Stürmer und Sabitzer diesmal auf der linken Zehn. Eine Formation mit sehr viel Offenisvgeist und vor allem viel Geschwindigkeit in die Tiefe.

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DFB-Pokal: Dynamo Dresden vs. RB Leipzig 7:6 n.E.

Erstes Pflichtspiel von RB Leipzig in der neuen Saison. Das erste Pflichtspiel als Bundesligist. Im DFB-Pokal ging es zum in vielerlei Hinsicht schwersten Los, das im Topf lag, zu Dynamo Dresden. Am Ende stand eine nicht ganz unerwartete, aber nach einer 2:0-Pausenführung völlig unnötige Niederlage nach Elfmeterschießen.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit der erwarteten Formation. Sowohl taktisch (4-2-2-2), als auch von der Kaderbesetzung her. Ilsanker in der Innenverteidigung und Sabitzer als zweite Spitze, das waren die einzigen Positionen, die man als noch ansatzweise offen empfinden konnte. Aber auch das waren naheliegende Besetzungen. Auch wenn Coach Ralf Hasenhüttl vor der Partie noch davon gesprochen hatte, dass die erste Elf noch nicht feststehe.

Dynamo Dresden überraschte auf der anderen Seite mit Formation und individueller Besetzung. So blieben Testroet, Lambertz und Teixeira draußen und mussten Kutschke, Konrad und Starostzik Platz machen. Dadurch formierte sich das Team in einer Art 3-4-2-1, wobei die Dreierkette in der Abwehr natürlich situativ durch die Außenverteidiger Kreuzer und Müller zu einer Fünferkette wurde.

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RB Leipzig rumpelt sich auf Platz 9

Lang ist sie nicht mehr die Sommerpause im Fußball, die sich in diesem Jahr so endlos lang dahinzieht. Da schon in dieser Woche Olympia beginnt und entscheidende Teile des „Champagner statt Bier“-Podcasts sich erst mal diesem Teil des Sportangebots widmen werden, haben wir schon mal auf den Stand der Dinge bei RB Leipzig geschaut, uns durch Kader und Perspektiven gewühlt und festgestellt, dass nicht alles sicher, aber alles gut ist.

Passend zur Sommerpause ist das ganze wohl noch mehr Plauderei als sonst, dafür aber auch nicht kürzer geworden. Leider hat der Ton etwas dadurch gelitten, dass der Aufnahmepegel zu leise eingestellt war (Tipp: mit Kopfhörern hört es sich ganz vernünftig). In Wirklichkeit haben Dirk, André, Crank und meine Wenigkeit natürlich stimmlich so charmant gesprochen wie immer

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016/2017 – Update 1

Mit Naby Keita, Timo Werner, Benno Schmitz und Marius Müller wurden bisher vier Neuzugänge verkündet. Zeit, sich nach den ersten Kadereinschätzungen mal wieder einen kleinen Überblick über den aktuellen Kader von RB Leipzig und seine sehr viel kleiner gewordenen Baustellen zu verschaffen. Dabei werden alle Spieler einbezogen, die derzeit über einen Vertrag in Leipzig verfügen, also auch zurückkehrende Leihspieler.

Tor: Peter Gulacsi (26), Fabio Coltorti (35), Marius Müller (22), (Benjamin Bellot, 25)

Die Planungen für die Torwartposition sind zumindest vorerst abgeschlossen. Peter Gulacsi und Fabio Coltorti haben sich medial schon positioniert, dass sie den Kampf um die Nummer 1 annehmen werden, sodass man derzeit davon ausgehen kann und ausgehen muss, dass man zusammen mit Neuzugang Marius Müller mit einem Dreikampf in die Saison geht.

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Transfers: Werner, Schmitz, Teigl

Und dann geht er doch noch los, der Transfersommer. Genau vier Wochen nach Rangnicks Aussage irgendwo zwischen Hoffnung und Ziel, dass der Bundesliga-Kader von RB Leipzig bis zur EM stehen könnte, wurde am Freitag immerhin der erste Transfer verkündet und steht der zweite unmittelbar vor der Tür.

Neben Benno Schmitz und Timo Werner werden hier in diesem Beitrag auch noch einige weitere Namen aus dem Profi- und Nachwuchsbereich abgehandelt. Wie schon in den letzten Transferperioden wird es auch diesmal so sein, dass unter der Transferrubrik nur fixe, sowie zu fast 100% sichere (wenn mehrere verlässliche Medien unabhängig voneinander, sprich ohne komplett voneinander abzuschreiben, von fix sprechen) Zugänge, sowie Abgänge bei denen der neue Verein schon feststeht, verhandelt werden. Ansonsten würde man sich zu sehr in einem Dickicht aus Gerüchten und Gerüchtelchen verstricken. Dafür gibt es ja weiterhin die täglichen Presseupdates.

Benno Schmitz: Der 21jährige ist seit 2011 bereits der zehnte Leipziger Neuzugang, der von den Nachbarn von Red Bull Salzburg kommt (nach Wallner, Teigl, Dähne, Hierländer, Rodnei, Reyna, Ilsanker, Gulacsi und Quaschner; die einst von Leipzig nach Salzburg verliehenen Bruno und Sabitzer nicht mitgerechnet). Eine gewisse Traditionslinie kann man da zeichnen, auch wenn die Transfers nur in seltenen Fällen die hohen Erwartungen erfüllten.

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Zeit für Kekse

„Im Idealfall“ sei man „in vier Wochen“ mit der Kaderplanung für die kommende Spielzeit durch, ließ Sportdirektor Ralf Rangnick vor knapp vier Wochen verlauten. Vielleicht sprach damals noch mehr der hoffnungsvolle Trainer als der wissende Sportdirektor aus ihm, denn bekanntgegeben wurde in er Zwischenzeit noch kein Transfer.

Wobei, wer an die vier Wochen tatsächlich geglaubt hat, reist nächste Saison mit RB Leipzig auch als größte Auswärtsfahrtgruppe hinter Schalke und Dortmund durch die Republik und ihre Gästeblöcke, sah im Umkreis von 250 km um Leipzig vor vier Jahren nur Dresden im Profifußball und findet, dass 90% der eigenen Leistungsfähigkeit bei einem Auswärtsspiel in Düsseldorf im Normalfall reichen sollten. Sprich, mit Zahlen sollte man es bei den Äußerungen des Sportdirektors nicht immer ganz so genau nehmen, selbst wenn man die Idee dahinter (im diesmaligen Fall die Hoffnung auf eine schnelle Kaderplanung) vielleicht erkennen kann.

Letztlich war die eigene Zielvorgabe sowieso irgendwas zwischen sportlich und völlig utopisch. Was nicht nur damit zu tun hat, dass man offensichtlich Spitzentalente zu einem normalen Bundesligagehalt verpflichten will, sondern auch damit, dass die Sommerpause sehr lang ist und große Turniere wie die Europameisterschaft oder die Copa America noch anstehen oder gerade erst angelaufen sind.

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