Schlagwort-Archive: Timo Röttger

Umbruchsituation a.k.a. keine Führungsspielerdebatte

Meine Meinung zum Thema Typen und Führungsspieler ist klar. Und das schon seit 10 Jahren. Das ist meiner Meinung nach völlig überschätzt, das Thema. Du brauchst keine Bad Guys in der Mannschaft, an die du dich anlehnen kannst. Wir müssen die Mannschaft dahin entwickeln, dass jeder der 11, die auf dem Platz stehen, weiß, dass er Führungsaufgaben hat. Die Zeiten, wo man glaubte, man braucht diese Typen, die die Mannschaft führen, die sind schon lange vorbei. (Ralf Rangnick vor dem Spiel gegen Sandhausen in der Pressekonferenz.)

Das Thema Führungsspieler ist ein eher mühseliges. Schon allein deswegen, weil man im nicht selten über völlig unterschiedliche Dinge redet. Nimmt man es extrem, dann werden mit Führungsspieler jene gemeint, die wie van Bommel gelbe Karten sammelnd durchs Mittelfeld flogen. Auf dieses Extrem bezogen, macht es tatsächlich nicht erst heute wenig Sinn über Führungsspieler zu reden.

Andererseits gab es auch immer die Spieler, die vor allem in engen Situationen sichtbar blieben. Michael Ballack war so einer, der vor allem gerne Führungstore erzielte. Auch ein Daniel Frahn war noch vor nicht allzu langer Zeit dafür bekannt, dass er besonders gern und überdurchschnittlich oft zum 1:0 traf. Egal wie man sie nennen mag, es gibt in jedem Fall die Spieler, die sich unter Druck besonders wohl fühlen und vor allem auch wohler als andere.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2013/2014

Heute wieder mal ein Beitrag zum Rückblick auf die vergangene Drittligasaison. Im Mittelpunkt sollen dabei die individuellen Daten der Spieler stehen.

Im Saisonverlauf durften alle 29 Spieler, die einen Profivertrag bei RB Leipzig haben oder hatten, mindestens einmal das Spielfeld betreten. Christos Papadimitriou, der in der Winterpause nach Liefering wechselte, sich aber auch dort nicht durchsetzen konnte, steht mit 26 Einsatzminuten am Ende der Tabelle. Ganz oben thront Dominik Kaiser mit 3247 Minuten. Eine Zahl, die wohl auch Yussuf Poulsen erreicht hätte, wenn sein Wecker durchgehend funktionsfähig gewesen wäre und er einmal nicht wegen eines Einsatzes bei der dänischen U21 gefehlt hätte.

Ähnlich viel Einsatzzeit wie Dominik Kaiser, nämlich 88 Minuten pro Spiel, hatte auch Diego Demme, der erst in der Winterpause zum Team kam, sich aber (auch wegen der Verletzung von Henrik Ernst) sofort unersetzlich machte. Nimmt man die Minuten pro Spiel als Maßstab, ergibt sich als Stammformation für die Saison: Coltorti – Müller, Hoheneder, Willers, Heidinger – Kimmich, Sebastian, Demme – Kaiser – Poulsen, Frahn.

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Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2013/2014

Sommerpause ist immer auch ein wenig Zeit, um auf die abgelaufene Saison zurückzublicken. Wobei es bei RB Leipzig mit all den immer wieder präsenten Alltagsthemen rund um Transfers, Lizenz, Logo und Dauerkarten in fast schon traditioneller Irgendwas-ist-immer-Manier nicht immer ganz einfach ist, sich diese ruhigen Minuten des Rückblicks zu nehmen.

Vor der Saison konnte man davon ausgegangen, dass die größeren Probleme (Anpassung an die Liga, Integration der Neuzugänge, Nachteile wegen kurzer Sommerpause) in der Hinrunde auf RB Leipzig warten. Nimmt man dies immer noch als gegeben an, dann sieht die Zukunft für die RasenBallsporter rosig aus, denn von jetzt an müsste es demnach von einem hohen Ausgangsniveau aus nur noch bergan gehen. Was natürlich angesichts fußballtypischer Unwägbarkeiten Quatsch ist. Wenn man zudem die Erfahrungen der letzten drei Jahre im Kopf hat, dann war die Rückrunde bisher nie besser als die Hinrunde.

So stand es hier im Blog im Rückblick auf die Hinrunde 2013/2014 geschrieben. Vorsichtiger, aber begründeter Optimismus nach einem unerwartet gut verlaufenen Herbst. Und die Rückrunde bestätigte diesen Optimismus fast durchgängig. Platz 1 in der Rückrundentabelle, neun Punkte auf Heidenheim aufgeholt, bester Angriff, zweitbeste Abwehr. Dazu eine zeitweise unglaublich abgeklärte Routiniertheit beim Bestreiten gerade von Auswärtsspielen.

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Kaderrückblick RB Leipzig: 3.Liga 2013/2014 – Teil II

Weiter geht es mit dem Sommerpausen-Rückblick auf die Aufstiegssaison. Rund um den Verein ist nach dem Lizenzgerangel ja zur Abwechslung Ruhe ausgebrochen, sodass dafür auch gut Zeit bleibt. Nach dem Kaderrückblick mit Keepern und Verteidigern sind nun die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. (Anmerkung: Der Rückblick ist geordnet nach Positionen auf dem Feld und innerhalb dieser geordnet nach Rückrunden-Einsatzzeiten. Die Zahlen in der Klammer hinter den Spielern beziehen sich ausschließlich auf Drittligaspiele, für die Hinrunde allerdings plus DFB-Pokalpartie.)

Mittelfeld

Dominik Kaiser (25 Jahre, 38 Spiele, Hinrunde: 1699 Minuten, Rückrunde: 1638 Minuten): Man muss ja nicht mehr viel über ihn sagen. Er war letztlich – trotz gelegentlicher Auszeiten vor allem in der Hinrunde – der unumschränkte Kopf des Teams und Spieler der Saison, der nach seiner Versetzung auf die Zehn noch auffälliger und dominanter wurde. 13 Tore und 14 Vorlagen sind für einen zentralen Mittelfeldspieler ein enormer Wert, der die Messlatte für ihn sehr hoch legt. Überhaupt erwartet man von Dominik Kaiser inzwischen schon permanent herausragendes. Spielt er mal ein normales Spiel, dann ist man fast schon enttäuscht. Neben seiner spielerischen Entwicklung ist er auch in der Teamhierarchie inzwischen weiter nach oben geklettert und führt auch auf diesem Gebiet auf ruhige Art und Weise das Team. Großartiger, auch torgefährlicher Spieler mit besten Chancen auch in der zweiten Liga eine dominante Rolle zu spielen. Kaderrückblick RB Leipzig: 3.Liga 2013/2014 – Teil II weiterlesen

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Kaderschmiede RB Leipzig 2014/2015

Vier Tage sind seit dem Aufstieg nun schon vergangen. Die Mannschaft trinkt am Ballermann die Sangria-Vorräte leer. Und Alexander Zorniger und Ralf Rangnick nutzen die Ruhe vor dem letzten Spiel schon mal, um die kommende Saison kadertechnisch zu planen.

Dabei scheinen sich beide einig, dass die Aufstiegsmannschaft im Kern auch in die zweite Liga gehen wird. Nach unterschiedlichen Angaben sieht Ralf Rangnick vier bis fünf Neuzugänge. Alexander Zorniger spricht heute in der LVZ von fünf bis sechs. Könnte letztlich auch sein, dass man vielleicht auf sieben oder acht kommt. Aber das wäre dann wohl schon die absolute Obergrenze. Alles Zahlen, die für einen Aufsteiger völlig im Rahmen liegen.

Wie im vergangenen Jahr nach dem Aufstieg in die dritte Liga geht es auch in diesem Jahr darum, das bestehende Team mit jungen Spielern aufzufüllen, die potenziell auch den Schritt in die nächste Liga mitgehen könnten. Was diesmal der Schritt in die Bundesliga wäre. Sprich, man sucht inzwischen nach Talenten mit Bundesligaformat. Was natürlich auch den Kreis der in Frage kommenden Kandidaten einengt und auch die Anzahl der möglichen Konkurrenten im Kampf um jeweilige Spieler erhöht.

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Die unklare Zukunft des Timo Röttger

Anfang Juli 2011 war es, der eine oder die andere wird sich vielleicht noch erinnern, als Timo Röttger im allerersten Testspiel unter Peter Pacult an einem verregneten Tag in Braunsbedra zum Einsatz kam und sich dort nach seinem Wechsel von Dresden nach Leipzig mit seiner Spielweise und drei Toren eindrücklich dem neuen Publikum präsentierte. Wer ihn an dem Tag sah, sah ein Versprechen auf die folgende Saison.

Ein Versprechen, das Timo Röttger lange vollumfänglich hielt, denn in seiner ersten Halbserie bei RB Leipzig wurde er zum besten Spieler im Team. Mit fünf Toren und sieben Vorlagen bis zur Winterpause plus einer Torvorbereitung im Pokal gegen Wolfsburg hatte er eine eindrucksvolle Offensivbilanz, die Folge eines spektakulären Auftretens auf dem Feld war. Wobei ihm auch die Pacultsche Taktik, den Ball einfach auf die Außen zu spielen und dann zu gucken, was passiert, entgegen kam. Denn so erhielt er als Alleinunterhalter einen Großteil der offensiven Anspiele und konnte sich dann auf dem Flügel austoben.

Was für Timo Röttger eine wahre Wonne war, denn als einer, der im positiven Sinne immer ein wenig den Eindruck eines Straßenfußballers erweckt, tobte er sich mit dem Ball am Fuß in vielen Zweikämpfen und Eins-gegen-Eins-Situationen nach Herzenslust aus. Wenn man Timo Röttger damals (und auch heute noch) beim Fußballspielen zuschaut, dann hat man immer das Gefühl, man könnte ihm auch nachts um drei einen Ball ins Bett werfen und er würde sofort hochschnellen und mit größter Freude gen nächstem Tor sprinten und dribbeln. Bei all dem übertrug sich die Wonne nicht nur auf den Beobachter, es war in seinen Anfangswochen bei RB Leipzig sportlich auch ziemlich effektiv.

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Dynamo in die vierte Liga?

Neues Jahr, neues Projekt. Das Podcast lautet und aus Gründen, die man nachhören kann, den Titel „Champagner statt Bier“ gekriegt hat. Ein Podcast rund um alles, was mit RB Leipzig zu tun hat und darüberhinaus zu allem, was den Beteiligten im Laufe der Sendung über die Leber laufen mag.


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Kaderschmiede RB Leipzig 2014 – Update 1

Gerade mal fünf Tage ist das Ende Wintertransferperiode her. Eine Zeit, die vornehmlich vom Gerücht um Stefan Kutschke geprägt wurde. Der wohl letztlich nur deswegen nicht von Wolfsburg nach Leipzig zurückwechselte, weil Rangnick nicht soviele Geldscheine überweisen wollte, wie Allofs gern gehabt hätte.

Auf der Abgangsseite wiederum konnte sich Thiago Rockenbach, mit dem bei RB Leipzig nicht mehr geplant wird, noch kurz vor Toresschluss dazu durchringen, es woanders, nämlich bei der U23 von Hertha BSC, die in der Regionalliga gegen den Abstieg kämpft, zu versuchen. Allerdings vorerst nicht dauerhaft, sondern nur per Leihe bis zum Saisonende. Rockenbach eingeschlossen verließen insgesamt fünf Spieler im Winter den Verein, so viele wie noch nie zuvor im Winter. Was auch deutlich zeigt, dass bei RB Leipzig nach einem halben Jahr dritter Liga der Umbau zu einem (potenziellen) Zweitligateam weiter im Eiltempo voranschreitet.

Gut zu erkennen ist dies auch an gleich vier Winterneuzugängen, übrigens auch so viel wie nie zuvor. Mit Federico Palacios Martinez verpflichtete man ein 18jähriges Toptalent für den Sturm, das in den nächsten Jahren ligentechnisch mit RB mitwachsen soll. Mit Diego Demme (21) kam ein weiter entwicklungsfähiger Spieler, der in Paderborn schon nachgewiesen hat, dass er auf Zweitliganiveau sehr gut mitspielen kann. Mit Mikko Sumusalo kam ein Außenverteidiger, der mit 23 seinen nächsten Karriereschritt machen will und bei einigen Zweitligisten auf dem Zettel stand. Und schließlich kam auch noch als Ersatz für den langfristig verletzten Christian Müller Georg Teigl (22), der in Österreich mit Salzburg auf nationalem Topniveau spielte und auch zu einigen europäischen Einsätzen kam.

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3.Liga: RB Leipzig vs. Wacker Burghausen 0:1

Das war nicht nur ein Satz mit X, das war gleich ein ganzes Buch mit Xen, was die RasenBallsportler da gestern Nachmittag zum Pflichtspielauftakt nach der Winterpause produzierten. Mit großen Zielen in das Spiel gegen den Tabellenletzten Wacker Burghausen gegangen, fand man nie auch nur ansatzweise in die Partie und verlor mit der wahrscheinlich schlechtesten Leistung in einem Heimspiel unter Coach Alexander Zorniger am Ende mit 0:1. Und verpasste damit die Chance, die patzende Drittligakonkurrenz auf mindestens sieben Punkte zu distanzieren.

Bei frostigen Temperaturen um die -10 Grad war wohl eine der ersten Szenen des Spiels bereits stilbildend für den weiteren Verlauf. Henrik Ernst versuchte sich im Mittelfeld in der Ballkontrolle, legte sich das Spielgerät aber zu weit vor und kam dann gegen den gedankenschnelleren und spritzigeren Ahmed Kulabas zu spät, konnte sich nur mit einem Foul helfen und kassierte dafür Gelb (Kulabas musste nach der Aktion leider verletzt vom Platz). Für die restliche Spielzeit blieb es wie in dieser Eingangszene. RB Leipzig versuchte sich im Fußballspiel und scheiterte permanent an eigenen Unzulänglichkeiten, Fahrlässigkeiten und Ungenauigkeiten.

Eine der Knackpunktszenen des Spiels spielte sich nach 39 Minuten ab. Bis dahin war es ein zerfahrenes Spiel mit verteilten, kleineren Chancen. Und dann stand Denis Thomalla nach einem Freistoß plötzlich allein vor dem Tor, nimmt den Ball perfekt mit und schiebt ihn aus fünf Metern an Stephan Loboué vorbei an die Latte. Geht der Ball in diesem mühseligen Spiel ins Tor, wandern die drei Punkte vermutlich auf das RB-Konto. Aber es passte zum Spiel, dass der Ball an die Latte ging.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 3.Liga 2013/2014

Eine Woche noch bis Weihnachten. Zeit schon mal für erste Bilanzen. Und da die Hinrunde schon vor dem Münster-Spiel beendet war, bietet es sich umso mehr an, sich einmal anzuschauen, wo die 25 Spieler von RB Leipzig aktuell stehen und wie sie die letzten knapp fünf Monate seit Saisonbeginn verbracht haben. (Anmerkung: Der Rückblick ist geordnet nach Positionen auf dem Feld und innerhalb dieser geordnet nach Einsatzzeiten. Die Zahlen in der Klammer hinter den Spielern beziehen sich ausschließlich auf Drittligaspiele bis zum 19. Spieltag plus DFB-Pokalpartie.)

Tor

Fabio Coltorti (33 Jahre, 18 Spiele, 1540 Minuten): In seinem zweiten Jahr mit RB Leipzig bleibt Coltorti der gewohnt sichere Rückhalt, der sich vor allem dadurch auszeichnet, dass er kaum Schwächen hat und immer da ist, wenn man ihn braucht. Von seiner Persönlichkeit, Ausstrahlung und Physis her mit einer unheimlichen Präsenz im eigenen Strafraum räumt er alles ab, was sich ihm in den Weg stellt. Mit seiner Emotionalität hat er es schon auf drei gelbe Karten gebracht. Ein Innenbandriss stoppte ihn im 17.Spiel vorerst auf dem Weg zu einer für einen Keeper ungewöhnlichen Gelbsperre. Als Torwart hinter einer einer hoch agierenden und viel wegfischenden Abwehr bekommt er nicht viele Gelegenheiten, sich durch spektakuläre Taten auszuzeichnen oder durch zehn Glanzparaden am Stück, den Sieg festzuhalten. Wenn mal was auf den Kasten kommt, dann sind es oft gleich Großchancen, bei denen man als Torhüter nicht immer viel ausrichten kann. Was zu der ziemlich absurden Situation führt, dass Fabio Coltorti beim Kicker nur den achtbesten Notenschnitt aller Drittligakeeper aufweist. Das Los dessen, der kaum auffällt. Was für die Mannschaft vor dem Torhüter aber auch insgesamt ein Kompliment ist. Die brenzligen Situationen, die es zu lösen gilt, löst Coltorti aber auch meist mit viel Ruhe und Klasse (spontan fällt nur das 0:1 in Chemnitz ein, bei dem ein Coltorti-Fehler ein spielverlaufentscheidende Komponente hatte). Klare, sehr gute Nummer 1, die hoffentlich zu Rückrundenbeginn wieder voll da ist. Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 3.Liga 2013/2014 weiterlesen

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Unangenehme Auswärtsfahrt

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie Preußen Münster gegen RB Leipzig (14.12.2013, 14.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Timo Röttger.]

In nicht einmal zwei Wochen ist schon Weihnachten und doch steckt die dritte Liga noch mitten im Spielbetrieb. Und man kommt bisher sogar ohne witterungsbedingte Absagen aus. Mal sehen, ob dies an den kommenden zwei Spieltagen, den ersten beiden der Rückrunde, auch so bleiben wird. Für RB Leipzig sieht es jedenfalls gut aus. Das Spiel in Münster ist aufgrund der aktuellen Wetterlage nicht gefährdet und eine Woche später gegen Halle spielt man in der heimischen WM-Arena, in der man traditionell nur Spiele mit Beteiligung von Lok absagt.

Mit dem Spiel gegen Preußen Münster beginnt für RB Leipzig nach einer überaus erfolgreichen Hinrunde mit Platz 2 und gleich fünf Punkten Vorsprung auf den Dritten die Rückrunde und der Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Zeit nach der Winterpause. Dabei wird die Begegnung von ähnlichen Vorzeichen geprägt wie die Partien in Chemnitz und Saarbrücken, als man jeweils zu Teams reiste, die vor der Saison als Aufstiegskandidaten galten, nominell mehr als gut besetzt sind, aktuell aber tief in der Tabelle stehen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2014

Letztlich scheint hinter der Kaderplanung ein Zweijahresplan für die dritte Liga zu stecken. Für das erste Jahr hat man einige Perspektivspieler verpflichtet, die in Verein und Zornigers System erst ankommen müssen. Tun sie das schnell, dann ist eventuell schon im ersten Jahr der Aufstiegskampf drin. (Kaderschmiede 2013/2014)

Sieben Spieler holte RB Leipzig im Sommer. Bis auf Willers (61 Drittligaspiele) hatte keiner davon relevante Drittliga- oder Bundesligaerfahrung. Bis auf Willers waren alle Spieler (Luge, Jung, Thomalla, Poulsen, Papadimitriou, Kimmich) vom Alter und Entwicklungsstand her talentierte Spieler, bei denen unklar war, wie sie ihr Potenzial kurzfristig abrufen. Keine fünf Monate später weiß man, dass zumindest Poulsen und Kimmich zu 100% funktionieren und kaum noch wegzudenken sind, während bis auf Papadimitriou alle anderen in unterschiedlicher Qualität ihre Rollen gefunden haben.

Fünf Monate später weiß  man auch, dass der erste Schritt im Umbau des Kaders zu einem mit Zweitligaqualität alles in allem ganz ordentlich funktioniert hat. Was sich auch im aktuellen Platz 2 in der Drittligatabelle ablesen lässt. Selbst bei zwei noch ausstehenden Rückrundenspielen bis zur Winterpause kann es unterm Weihnachtsbaum für RB Leipzig nicht mehr schlechter werden als Platz 3. Was man zum Saisonstart im Juli und den damaligen, vielen Unklarheiten (wie funktionieren die Neuzugänge, wie fängt man die fehlende Sommerpause auf, wie gelingt der Anpassungsprozess an die dritte Liga) nicht unbedingt erwarten musste.

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Goldene und weniger goldene November

Die aktuelle Situation ist für RB Leipzig insgesamt zufriedenstellend. Auch wenn die letzte Niederlage gegen Rostock und die eine oder andere offensive Dürftigkeit ihre Kratzer im Lack hinterlassen haben. Nur drei Tore in drei Ligaspielen bisher im November, eins nach Torwartfehler beim Herauslaufen, eins durch einen Sonntagsschuss und eins durch einen Freistoß, den der Keeper eigentlich halten muss, legen den Finger in die derzeitige Wunde.

Vor einem Jahr noch war der November so etwas wie ein goldener Monat. 12:1 Tore und vier Siege standen damals in der Regionalliga zu Buche (ergänzt durch einen Sieg im Sachsenpokal). Darunter die emotionalen Highlights in Magdeburg mit einem Röttger on fire und in Zwickau. Quasi ein Festmonat aus RB-Sicht. Der die klare Tabellenführung in der Regionalliga mit sich brachte und die Liga fast schon vorentschied. Ein bisschen was von jener offensiven Sicherheit wünschte man sich vor dem anstehenden Spiel in Saarbrücken zurück..

Als nicht unwesentlicher Grund für die damalige Erfolgssträhne – mal abgesehen von der tieferen Liga – ließ sich eine fest eingespielte Stammformation ausmachen. Sieben bis acht Spieler waren in praktisch allen Spielen mehr oder minder durchgängig auf dem Platz. Das sieht in diesem Jahr, in dem auf einigen Positionen öfters gewechselt wird, deutlich anders aus, ist aber angesichts einer größeren Liga und wesentlich mehr Spielen auch gar nicht anders möglich. Umso erstaunlicher, dass angesichts einer gewissen Unruhe bei der Kaderbesetzung in diesem Jahr bisher Platz 2 in der dritten Liga steht.

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3.Liga: RB Leipzig vs. FC Hansa Rostock 1:2

Die älteren unter uns werden sich an die letzte Heimniederlage in einem Ligaspiel noch erinnern. Es war ein depremierendes 0:1 unter Flutlicht gegen den legendären ZFC Meuselwitz (gehen die schon als Kultclub durch) mit dem unter Pacult im April 2012 die Aufstiegsträume von RB Leipzig einen heftigen Knacks bekamen, bevor sie später endgültig zerschellten. 591 Tage später war es gegen Hansa Rostock wieder so weit, dass am Ende des Spiels der Gegner von RB Leipzig mehr Tore auf der Anzeigetafel der Red Bull Arena stehen hatte. Wie damals gegen den ZFC etwas unglücklich, aber wahrlich auch nicht unverdient. Denn die Gäste beeindruckten über weite Teile des Spiels mit Aggressivität im Mittelfeld, einer starken Verteidigungskette und viel Geschwindigkeit auf den Außenbahnen.

Schon wieder mag der eine oder andere nach dem Spiel gedacht haben. Denn im vierten Jahr in Folge kann RB Leipzig in einem Spiel kurz vor der Winterpause Ende November bzw. Anfang Dezember ein Heimspiel gegen einen NOFV-Club mit großem Gästeanhang (7.000 Rostocker verteilten sich geschätzt im weiten Rund) nicht gewinnen. Und zum vierten Mal deswegen, weil man sich vom Gast viel zu lange den Schneid abkaufen ließ. Eine erstaunliche, schwarze Serie, die schwer zu erklären ist (weil es ja letztlich auch nicht so ist, dass RB Leipzig in einer Umgebung mit vielen Fans, die gegen sie sind, noch nie gewonnen hätte; ganz im Gegenteil).

RB Leipzig versuchte es im Spiel gegen Hansa Rostock mit der Formation aus dem Darmstadt-Spiel, sprich mit einem zum 4-3-1-2 bzw. 4-1-2-1-2 (also letztlich eine Raute) verschobenen 4-3-3. Wobei es in Halbzeit 1 gelegentlich fast wie ein 4-1-3-2 wirkte, da Ernst die defensive Absicherung für seine Nebenleute Kimmich und Kaiser spielte und Thomalla sich im Zurückfallen und Mitspielen übte. Gar keine schlechte Idee gegen das 4-4-2 der Gäste in der Mitte Überlegenheit herstellen zu wollen. Nur ging genau dies in der ersten Halbzeit erstaunlicherweise komplett schief, denn Hansa hatte gerade in diesem Bereich die deutliche Hoheit und dadurch auch optisch Vorteile. Auch weil das Spiel durch das Mittelfeld seitens der RasenBallsportler zu ungenau war und desöfteren die Bälle in des Gegners Beinen landeten.

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Kaderbreite als positiver Faktor

Jedenfalls hat RB Leipzig die Möglichkeit, mangelnde Frische in Kopf und Glieder aus den Tiefen des Kaders heraus auszugleichen. (Zwischen Rationalität und realistischem Traum)

So schmiss ich gestern fröhlich in den virtuellen Raum hinein. Bei einem 25er Kader, in dem so ziemlich jeder Spieler entweder bereits höherklassig Erfahrungen gesammelt und/oder entsprechendes Talent hat, zukünftig welche zu sammeln, keine ganz gewagte Behauptung.

Tatsächlich ist es so, dass RB Leipzig im Vergleich der Drittligateams die geringste Konstanz bei der Aufstellung hat. Sprich, jenes Team ist, dass von der ganzen Breite des Kaders am umfangreichsten Gebrauch macht. Lediglich sechs Spieler haben bisher mindestens zehn Startelfeinsätze auf dem Buckel, während es bei der Hälfte aller Teams der 3. Liga mindestens zehn Spieler sind, die schon zehnmal oder mehr zu Spielbeginn aufs Feld laufen durften. Nicht ganz zufällig gehört Spitzenreiter Heidenheim, die ja eigentlich auch wie RB über einen breiten Kader verfügen, zu den vier Teams, die mit 11 Spielern mit mindestens zehn Startelfeinsätzen über eine Art fest eingespielte Stammelf verfügen. Kaderbreite als positiver Faktor weiterlesen

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Kaderschwankungen

Der bisherige Saisonverlauf von RB Leipzig als Aufsteiger in die dritte Liga ist geprägt von einigen Schwankungen. Starken Spielen folgen schwächere und dann wieder ganz starke. Und auch personell geht es immer mal wieder hin und her. Thiago Rockenbach wanderte zuletzt von der Tribüne in die Startelf und wieder zurück auf die Tribüne. Franke, der gegen Unterhaching noch nicht mal im Kader stand, startete plötzlich gegen Heidenheim. Und der bis dato gesetzte Linksverteidiger Anthony Jung fand sich am vergangenen Wochenende auf der Bank wieder.

Schaut man sich die Einsatzzeiten der RasenBallsportler an und vergleicht sie mit der letzten Saison, dann fällt auf, dass sich noch kein größerer, fester Mannschaftsstamm herausgeschält hat. Während im vergangenen Jahr (mit Kutschke) über die ganze Saison insgesamt 12 Spieler 50% und mehr der möglichen Einsatzzeiten bestritten, sind es in dieser Saison bisher nur acht.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2013/2014 – Update 1

Sechs Wochen sind vergangen seit hier im Blog ein erster Blick auf den möglichen Drittligakader von RB Leipzig geworfen wurde. Welche Spieler werden in die dritte Liga mitgehen, wo besteht noch Bedarf, wer muss gehen? Das waren ungefähr die zu beantwortenden Fragen. Das meiste der damaligen Prognosen hat sich bewahrheitet. Im groben wurden nur zwei Aussagen nicht von der Wirklichkeit bestätigt. Einerseits kam kein zusätzlicher Rechtsverteidiger. Dieser Posten wird künftig von Sebastian Heidinger als Backup besetzt. Und es kam kein robuster und erfahrener Mittelfeldspieler. Inwieweit letzteres im Laufe der Saison auf die Füße fallen wird, muss man sehen.

Als Neuzugänge verpflichtete RB Leipzig letztlich ganz viel Zukunft. 26, 22, 21, 20, 19, 19 und 18 Jahre sind die Neuzugänge Willers, Luge, Jung, Thomalla, Poulsen, Papadimitriou und Kimmich alt. Das Betätigungsfeld der ersten vier war in der vergangenen Saison vornehmlich die Regionalliga. Poulsen spielte in der dänischen zweiten Liga, Papadimitriou vornehmlich in einer griechischen Nachwuchsliga. Und Kimmich kommt aus der A-Jugend-Bundesliga.

Klar, RB Leipzig hat deutlich mehr als eine Millionen Euro auf dem Transfermarkt gelassen. Wer aber daraus schließt, dass man sich den sofortigen Durchmarsch eingekauft hat, guckt nur auf die Zahl und nicht auf den Typus der Neuverpflichtungen. Denn der Löwenanteil des Geldes wurde für Talente (Poulsen, Kimmich) ausgegeben, von denen man in diesem Alter nie genau weiß, ob die Entwicklung auch linear weiter nach oben geht oder nicht vielleicht auch stehen bleibt. Oder anders gesagt: Auch ein Carsten Kammlott hat kolportierte 600.000 Euro gekostet und schaffte nie den dauerhaften Durchbruch bei RB Leipzig. Eine Garantie für die Entwicklung einer großen Karriere resultiert bei Talenten aus keiner Ablösesumme der Welt.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Regionalliga 2012/2013

Nicht untergehen soll im Nachgang der Regionalligasaison, die angesichts der Schnelllebigkeit des Fußballgeschäfts fast schon unerinnerbar weit weg erscheint, der obligatorische Blick auf den Kader und jene Spieler, die in diesem agierten. Geordnet nach Positionen auf dem Feld und innerhalb dieser geordnet nach Einsatzzeiten. (Anmerkung: die Zahlen in der Klammer hinter den Spielern beziehen sich ausschließlich auf Regionalligaspiele.)

Tor

Fabio Coltorti (32 Jahre, 26 Spiele, 2340 Minuten): Hatte in der Hinrunde die Herzen der Anhänger im Hechtsprung erobert. In der Rückrunde war er weiter der verlässliche Rückhalt, bei dem vor allem die Präsenz auf dem Platz beeindruckt. Trotzdem wurde es alles in allem etwas ruhiger um seine Person. Anfang Mai wurde er von einem Magen-Darm-Virus dahingerafft und er machte von den letzten acht Spielen nur noch vier. Fabio Coltorti blieb über die gesamte Rückrunde ein nahezu fehlerloser Rückhalt, eine sichere Nummer 1, der am Ende durch die Erkrankung etwas die Puste auszugehen schien. Trotzdem war Coltorti immer und absolut zurecht unumstritten und wird dies auch im kommenden Jahr bleiben. Kaderrückblick RB Leipzig: Regionalliga 2012/2013 weiterlesen

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Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2012/2013

Ist ja nun schon wieder ein paar Tage her, dass die vorerst und vermutlich auf ewig letzte Regionalliga-Saison von RB Leipzig ihr gutes und emotionales Ende nahm. Eine Saison, in der so ziemlich alles richtig lief, was richtig laufen konnte. In insgesamt 55 Spielen inklusive 19 Testspielen verlor RB Leipzig nicht ein einziges Mal. Lediglich 12 mal musste man sich mit einem Unentschieden zufrieden geben. Eine fast schon unglaubliche Bilanz, die auch gegen höherklassige Testspielgegner und gegen hochmotivierte Ligakonkurrenten hielt. Eine Serie, die im letzten Spiel in der Relegation bei den Sportfreunden Lotte fast noch gerissen wäre, aber auch dort in der Verlängerung gerettet wurde. Gewissermaßen steht dieses Spiel prototypisch für die Saison, denn egal wie stark die Widerstände waren und wie nah RB Leipzig an einer Niederlage stand, immer fand man eine Antwort.

In sieben Regionalliga-Spielen gerieten die RasenBallsportler in diesem Jahr in Rückstand. Drei Siege und vier Unentschieden holte man in diesen Partien. Auch interessant, dass RB Leipzig fast alle Spiele am Ende gewann, in denen man selbst mit 1:0 in Führung ging. 20 mal war dies in der Regionalliga der Fall, 18 mal gewann man am Ende, nur zweimal musste man noch ein Unentschieden hinnehmen (gegen Plauen und beim Berliner AK). Sprich, während RB in der Lage war Spiele zu drehen, konnte man es fast durchgehend verhindern, dass der Gegner Spiele drehte. Das spricht insgesamt absolut für die spielerischen Qualitäten, zeigt aber auch, dass RB Leipzig vor allem als Team und in Stresssituationen funktionierte..

Knackpunkt sicherlich die Offensivqualitäten der Mannschaft. Wann immer es nötig war, war man auch in der Lage, einen Treffer zu erzielen. In der gesamten Hinrunde blieb man nicht einmal ohne einen eigenen Treffer. Erst in der Rückrunde spielte man insgesamt viermal 0:0. Wobei zwei dieser torlosen Partien stattfanden, als der Relegationsplatz schon sicher war und die anderen beiden bei Winterwetter und entsprechend mehr oder minder regulären Bodenbedingungen ausgetragen wurden. 65 Tore in 30 Regionalligaspielen, dazu jeweils vier im überragenden Sachsenpokal-Finale gegen Chemnitz und den zwei Relegationspartien gegen Lotte. Egal ob tiefes oder hohes Verteidigen, RB Leipzig fand eigentlich fast immer ein Mittel, ganz nach Zornigers Ansage vor der Saison, dass man verschiedene Offensivoptionen brauche, wenn man erfolgreich sein wolle. Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2012/2013 weiterlesen

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Kaderschmiede RB Leipzig 2013/2014

Zwei Tage sind seit dem nervenaufreibenden und spektakulären Aufstieg vergangen. Und man weiß gar nicht, ob man eher zurück oder doch lieber vor oder doch lieber in sich oder doch nur auf das Hochwasser schauen soll.

Zeit für die Rückblicke wird noch ausreichend sein, in mich geschaut und mir versucht die Realität einer neuen dritten Liga zu vergegenwärtigen, habe ich auch genug (ohne dass ich es so richtig realisieren kann), das Hochwasser bestimmt die Themen an allen Enden und den Alltag zu vieler Menschen an viel zu vielen. Weswegen der Blick in die Zukunft übrig bleibt. Der zudem von Ralf Rangnick inspiriert wurde.

14 bis 15 Spieler werden bleiben. Die, die zuletzt weniger gespielt haben, können sich ja ausrechnen, dass es für sie nicht leichter wird. Die Positionen 15 bis 22 müssen wir dann neu besetzen, wovon zwei ganz junge Spieler sein werden, die zum erweiterten Kader gehören. (Ralf Rangnick gestern via BILD)

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