Schlagwort-Archive: Tim Thoelke

Logikfehler in der Nachwuchsmatrix

Als es bei „Champagner statt Bier“ das letzte Mal rund ging, war es draußen noch warm und die Spiele in Europa lagen noch in der Zukunft. Viel ist seitdem rund um RB Leipzig passiert. Dirk, Crank und meine bloggende Wenigkeit trafen sich deshalb zu einem echten Podcast-Massaker mit Hin- und Rückspiel und Verlängerung. Besprochen haben wir trotzdem nur die Hälfte dessen, was auf dem Zettel stand.

Dabei hangeln wir uns anhand von Kaffee wie Emil Forsberg von Schweden nach Russland. Wir gehen so ziemlich alle Personalien im RB-Kader durch und sind auch in Sachen Führerscheine aller Art kompetente Ansprechpartner. Schließlich reden wir uns noch hinsichtlich des Nachwuchses bei RB Leipzig die Köpfe heiß, lauschen dem hip-hoppenden Tim Thoelke und werfen die eine oder andere Bemerkung dazu ein.

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Bitte, bitte, bitte gebt mir meinen Platz zurück*

Die Feinabstimmung mit Roman Wallner muss noch besser werden. (…) Havelse dürfen wir nicht unterschätzen, da fängt alles wieder von Neuem an. (Timo Röttger am Tag nach dem Sieg von RB Leipzig gegen Wilhelmshaven im Ausblick auf das nächste Spiel in Havelse via LVZ)

Man könnte das, was Timo Röttger da sagt, als Drohung verstehen. Nach einem 8:2 darauf zu bestehen, dass die Offensivabstimmung noch besser werden kann, klingt ziemlich gewagt, ist aber komplett richtig und in der Vorausschau auf 15 Endspiele, von denen tatsächlich auch einige sehr schwierig werden, genau die richtige Einstellung. Wilhelmshaven war schick und erfreulich, hat aber auch nur drei Punkte gebracht und den Abstand zur Konkurrenz nicht vergrößert. Und in Havelse startet am Sonntag alles wieder bei 0:0.

Während auf dem Rasen gegen Wilhelmshaven auf schöne Art und Weise vieles neu war, gab es auch abseits des grünen Eckigen Neuerungen. Das begann damit, dass es von den Toren jeweils Wiederholungen auf der Videowand gab und in der Halbzeitpause Stadionsprecher Tim Thoelke zusammen mit dem verletzten Umut Kocin einen Zusammenschnitt der besten Szenen und der Tore der ersten Halbzeit präsentierte. Die Premiere lief noch etwas holprig, und die Technik war noch nicht perfekt. Trotzdem, die technischen Möglichkeiten, direkt nach dem Tor Wiederholungen aus den verschiedensten Perspektiven zu zeigen, konnten ziemlich beeindrucken.

Wobei ich darauf ehrlich gesagt auch gut verzichten könnte, weil ich eigentlich weder nach einem Tor Richtung Videoleinwand starren will, noch in der Halbzeit schon eine Spielanalyse brauche. Da fände ich einen Nachwuchsblock (wer hat gespielt/ nicht gespielt, wer steht warum wo) und dazu ein kurzes, dafür aber von Bildern ungestörtes Interview netter. Ist aber sicherlich subjektiv.

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Tim Thoelke: „Am Ende mache ich das, was ich immer mache.“

Als RB Leipzig im vergangenen Juli Tim Thoelke zum neuen Stadionsprecher ernannte, wurde dies allgemein als Überraschung empfunden. Handelte es sich doch um jenen Tim Thoelke, der sich bis dahin vor allem über den Szene Club Ilses Erika einen Namen gemacht hatte und als Moderator seinen Ruf via Leipzig Fernsehen [broken Link] und Moritzbastei festigte. Mit Fußball hätte man ihn damals spontan nicht unbedingt in Verbindung gebracht, schon gar nicht mit RB Leipzig. Seit jenem Tag im Juli stand Tim Thoelke auf meiner höchst geheimen Interviewwunschliste, weil ich wissen wollte, was einen wie ihn, einen also aus der sogenannten ‚Szene‘ in die Red Bull Arena verschlagen hat und wie es ihm dort geht. Inmitten des Januars nahm er sich die Zeit, um für mich nach einem halben Jahr RB Leipzig eine Art Zwischenbilanz zu ziehen. Tim Thoelke über seinen Weg zum Stadionsprecher, seinen holprigen Start bei RB, seinen Wunsch nach leipzigspezifischen Fan-Ritualen, seine Fußballvergangenheit, die Musik, die Moderation, Leipzig, den Spagat zwischen Massenkultur bei RB und Subkultur in Ilses Erika und Moritzbastei, sein Vereinshymnen-Angebot an Sebastian Krumbiegel und einiges mehr.

Wie kam es denn dazu, dass Du Stadionsprecher bzw. wie es offiziell heißt Stadionmoderator geworden bist?

Das passierte in der Sommerpause, circa zwei Wochen vor dem Wolfsburg-Spiel. Es ist ja allgemein bekannt, dass RB auch gern mal neue Wege geht. Man kannte mich durch die Sachen, die ich für Leipzig Fernsehen mache und über die Show „Riskier Dein Bier!“. Das hat sich mal jemand angesehen, und sie fanden es interessant, was ich für eine Ausstrahlung habe und wie ich eine Moderation angehe. Sie wollten es auch nicht ganz so klassisch haben, sondern jemanden, der eher aus der Unterhaltung kommt. Einer, der mit dem Fußball noch gar nicht so viel zu tun hat und es von seiner Seite angeht. Keiner, der schon ewig Fan ist und dann dort im Trikot steht. Da ich sowieso fußballaffin bin, fiel mir das auch relativ leicht, obwohl ich mich vorher mit dem Thema vierte Liga noch nicht so intensiv beschäftigt hatte. Tim Thoelke: „Am Ende mache ich das, was ich immer mache.“ weiterlesen

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DFB-Pokal: RB Leipzig vs. VfL Wolfsburg 3:2

Ich hatte ja vor dem Spiel angemerkt, dass ich ob dieses Highlight-Spiels aus dem Sommerpausen-Nichts nicht so recht wüsste, ob das ganze tatsächlich ein pflichtspieladäquates Mitfiebern in mir auslösen könne. Zu surreal kam mir die ganze Szenerie vor dem Spiel vor, die von der wer-will-wer-will-wer-hat-noch-nicht-Pacult-interviewt-Stimmung in diversesten Medien untermauert wurde. Aus dem abgelehnten Kunstprodukt RB Leipzig, das irgendwo in den unteren Ebenen des Fußballs eher unbemerkt rumrumpelte, wurde urplötzlich ein bundesdeutsches Diskursthema. Wer soll sich denn da noch zurecht finden.

Es kam, wie es nicht kommen musste. Bereits vor dem Spiel war dann doch ein wenig der spieltypischen Aufregung in mir zu spüren. Und spätestens nach 60 Sekunden und der ersten Frahn-Großchance waren Spiel und Zuschauer und auch ich zu 100% miteinander verknüpft. Überhaupt, der Neu-Kapitän Frahn, der schon letzte Saison der Top-Torjäger war. Drei Tore in einer Halbzeit hätte wohl kaum niemand prognostiziert. Drei Frahn-Tore noch viel weniger. Beim dritten Tor kam ich nicht mal mehr zum richtigen Jubeln, weil ich vor lauter Staunen mit meinem offenen Mund beschäftigt war. Die sicherlich perfekte Flanke dermaßen abgezockt und großartig in der langen Ecke unterzubringen, war ganz großes Kino und die Krönung einer im Umkehrspiel überragenden ersten Hälfte der RasenBallsportler.

Was sofort zur wichtigsten Veränderung im Spiel von RB Leipzig gegenüber der vergangenen Saison führt. Dynamik, Schnelligkeit, Zug zum Tor. Alles Komponenten, die man ein ganzes Jahr lang nicht mal im Ansatz gesehen hat. Peter Pacult hat der Mannschaft in nicht mal fünf Wochen eine Idee vermittelt, wie man den Ball schnell, effektiv und ansehnlich vor des Gegners Tor befördert, wenn man ihn zuvor in aussichtsreicher Position erobert hat. Ehrlich? Das hat mich umfassend begeistert, weil das Spiel von RB Leipzig zumindest in dieser Beziehung absolut modern aussah.

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Thoooooelke (Tim)

Na, das ist wohl unvermeidlich, dass die nicht mehr ganz jungen Bundesbürger und Deutschen Demokratler mit Zugang zum Westfernsehen beim Namen des neuen Stadionsprechers von RB Leipzig unweigerlich an die Quizsendung „Der große Preis“ und deren Moderator Wim Thoelke denken müssen. Insbesondere das langegezogene Thooooelke der Trickfiguren Wum und Wendelin habe ich noch heftigst im Ohr.

[broken Youtube-Link]

Es ist nun nicht so, dass ich großer Anhänger von Wim Thoelke und seiner Show gewesen wäre, mir war das in meiner damaligen Lebenszeit zu langatmig, aber die Szenen mit Wum und Wendelin (zum Beispiel in der Programmvorschau) waren immer ein wenig Highlights des kindlichen bis jugendlichen Fernsehkonsums.

Dass der neue Stadionsprecher von RB Leipzig [broken Link] nun Tim Tholke heißt, hat ziemlich viel mit Wim zu tun, denn den Künstlernamen hat sich der bürgerliche benamte Tim Hespen gegeben als er aus Hannover (wo er laut LVZ mal für Hannover 96 die Stadionhymne aufgenommen hat) kommend in Leipzig begann Rateshows zu moderieren. Dass er mit diesem Künstlernamen und nicht mit seinem bürgerlichen Namen in die Stadionsprecherarena einzieht, finde ich durchaus bemerkenswert.

Tim Thoelke dürfte allen Leipziger Szenegängern ein Begriff sein. Vor allem in Verknüpfung mit dem Club Ilses Erika und den dort von Thoelke moderierten Shows „Riskier Dein Bier“. Wer einen Eindruck davon haben will, um was es dabei geht, dem sei dies hier als Einstieg empfohlen:

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