Schlagwort-Archive: Tennis Borussia Berlin

Zweitliga-Aufsteigerbilanzen

Mit Heidenheim und RB Leipzig steigen diese Saison zwei komplett neue Mannschaften in die zweite Liga auf. Dazu kommt Darmstadt, die zuletzt 1992/1993 zweitklassig waren, also in den letzten 20 Spielzeiten, in denen die zweite Liga gesamtdeutsch und mit 18 Mannschaften spielte, auch nicht vertreten war.

Insgesamt gab es seit 1994 (die aktuellen Aufsteiger nicht mitgezählt) 49 verschiedene Vereine, die insgesamt 72 Aufstiege in die zweite Liga feiern durften. Sechs dieser Vereine spielten in diesen 20 Jahren jeweils nur ein Jahr zweitklassig. Essen gelang das Kunststück, direkt wieder abzusteigen, gleich dreimal. Bei Babelsberg, Schweinfurt, Erfurt, Oldenburg und Siegen blieb es bei einjährigen Geschichten.

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U17-Bundesliga: RB Leipzig vs. Tennis Borussia Berlin 2:0

Die Konstellation vor dem letzten Spieltag der Bundesliga der B-Junioren, also der bis zu 17jährigen Fußballer war für RB Leipzig klar. Um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben und den einzigen Konkurrenten Carl Zeiss Jena überholen zu können, musste ein Sieg her. Am besten einer mit zwei Toren, denn dann hätte Jena in Bremen auch Unentschieden spielen können und wäre trotzdem abgestiegen (stattdessen verloren sie 0:3, sodass ein einfacher Sieg auch gereicht hätte).

Nach nicht einmal 10 Minuten und einem furiosen Auftakt gegen hoffnungslos unterlegene, bereits abgestiegene und mit einer scheinbar sehr jungen Mannschaft angereiste Gäste aus Berlin stand es dann auch schon 2:0. Der 80 Minuten (so die Spielzeit bei der U17) lang positiv auffällige Linksaußen Patrick Lunderstädt hatte zuerst selbst getroffen und kurz darauf das Eigentor der Gäste je nach Sichtweise vorbereitet oder erzwungen. Von diesem Moment an musste man darauf hoffen, dass Jena in Bremen nicht gewinnt, denn dann wäre RB trotz Sieg abgestiegen.

Bei meinem letzten Besuch bei der U17 vor ein paar Wochen am 22. und fünftletzten Spieltag gegen den VfL Osnabrück (0:0) war ich noch ein wenig enttäuscht über die sehr defensive Spielweise von RB Leipzig in einem existenziell wichtig erscheinenden Abstiegsspiel. Mir schien damals zu viel Angst vor dem Verlieren und zu wenig Bock auf das Gewinnen dabei und hätte Jena (die damals noch nicht wirklich auf dem Abstiegszettel standen) nicht aus den letzten sechs Spielen nur zwei magere Pünktchen geholt (unter anderem ein 3:4 nach 3:0-Pausenführung am vorletzten Spieltag gegen Cottbus), dann wäre RB auch deswegen abgestiegen, weil man Osnabrück nicht schlagen konnte.

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Meine 18 bis zur Dritten Liga

Wenn ich nun einmal für ein paar Minuten unterstelle, das Leben wäre ein Wunschkonzert, und ich könnte mir eine erste Bundesliga nach völlig willkürlichen tendenziell nostalgischen Kriterien zusammenstellen. Oder müsste es sogar, ohne Abstieg, closed shop, festgeschrieben auf 11 Jahre (also bis Katar, weil danach die Fußballwelt ja ohnehin eine ganz andere ist). Wenn ich weiter unterstelle, dass alle Vereine mit sportlich wie finanziell vergleichbaren Voraussetzungen in diese Phase gingen, wenn also beispielsweise Blau-Weiß 90 Berlin nicht von vornherein nur Kanonenfutter für die Bayern und viele andere wäre, dann könnte meine Bundesliga so aussehen. (Meine 18 bis Katar)

Mit diesen Worten und unter dem Titel „Meine 18 bis Katar“ löste Heinz Kamke bei angedacht.de eine Lawine von Beiträgen in den diversesten Fußballblogs aus, die alle zum Ziel hatten, die subjektiv perfekte Bundesliga zu kreieren, was sich sehr leicht nachvollziehen lässt, wenn man die Kommentare zum obigen Beitrag durchwühlt und den gesammelten Pingbacks von anderen Bloggern folgt.

Die Wunschbundesliga der Bloggosphäre hatte Herr Kamke dann dankenswerterweise auch noch zusammengefasst. Auffällig daran, die fast komplette Abwesenheit des Fußballostens. Bis auf Dynamo Dresden (die oft nach dem Motto ‚irgendeiner aus dem Osten muss auch noch rein‘ gewählt wurden) schafft es kein Verein auch nur ansatzweise in die Top 18. Einmal mehr ein Beweis dafür, wie wenig Fußballmannschaften aus dem Osten das Bild der Bundesliga geprägt haben oder aufgrund ihres Images (Cottbus) als nicht bundesligatauglich erachtet werden. Bundesliga, das ist für viele immer noch eher Braunschweig, Düsseldorf oder 1860 als Magdeburg, Rostock oder gar Leipzig. Völlig verständlich aus meiner Sicht, aber auch schräg 20 Jahre nachdem der zuvor aufgelöste Deutsche Fußball-Verband (DFV) als Nordostdeutscher Fußball-Verband (NOFV) und somit als Regionalverband dem DFB beitrat. Meine 18 bis zur Dritten Liga weiterlesen

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