Schlagwort-Archive: SSV Markranstädt

Throwback KW 16

Vor fünf Jahren ging es bei RB Leipzig sportlich nicht mehr um allzu viel. Ein 3:1 gegen den VfB Auerbach brachte den Verein auch rechnerisch dem Aufstieg sehr nahe. So richtig interessant war es aber nicht mehr angesichts eines beruhigenden Vorsprungs auf ‚Verfolger‘ Budissa Bautzen. 760 Zuschauer in Markranstädt zeugten davon, dass die Luft etwas raus war. Zweimal Jochen Höfler und einmal Lars Müller drehten einen Rückstand trotz überschaubarer Motivationslage im Oberliga-Endspurt noch in einen Sieg.

Wichtiger da schon wie so oft im Frühling die Frage nach den Kaderveränderungen für die folgende Saison. Der damals noch in Verantwortung stehende, sportliche Leiter Joachim Krug arbeitete seine regionalen Kontakte ab und so kam gleich ein Trio vom Zweitligaabsteiger Rot-Weiß Ahlen in die Leipziger Gerüchteküche. Keiner der drei wurde letztlich je bei RB Leipzig angestellt.

Tim Gorschlüter verschlug es zu den Sportfreunden Lotte und traf mit diesen 2013 in der Relegation zur dritten Liga auf RB Leipzig. Baldo di Grigorio, in seiner Jugend als eines der größten Talente weltweit gehandelt, ist nach vielen Irrungen und Wirrungen inzwischen in der hessischen Verbandsliga bei Germania Schwanheim gelandet. Und Ole Kittner durfte zwar ein Jahr später noch mal unter Pacult zum Probetraining antanzen, ist inzwischen aber gänzlich vereinslos. Verschlungen sind sie manchmal, die Wege der Profifußballer zwischen Traum vom großen Glück und Realität..

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Testspiel: SSV Markranstädt vs. RB Leipzig 0:2

Testspiel Nummer 4 führte RB Leipzig am gestrigen Abend exakt fünf Jahre nach dem ersten Training an selber Stelle zum Geburtshelfer SSV Markranstädt. Rund 2.500 Zuschauer (ungefähr genauso viele, wie beim ersten Pflichtspiel 2009 an selber Stelle anwesend waren) wollten sich diese Reise zu den Ursprüngen des RasenBallsports nicht entgehen lassen und sorgten zusammen mit dem Wetter und dem kleinen, feinen Stadion für ein prima Testspielambiente.

Dem stand das sportliche Geschehen vor allem in der ersten Halbzeit ein wenig nach. Wie schon im Testspiel gegen Havelse drei Tage zuvor fehlte dem Spiel von RB Leipzig in den ersten 45 Minuten das Tempo im Spiel mit dem Ball, um die Abwehrreihe des Kontrahenten ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Wenn es mal über zwei, drei Stationen mit einer Berührung schnell ging, ließ sich Markranstädts Abwehrreihe zerreißen. Insgesamt war das bevorzugte Mittel aber die Flanke aus dem Halbfeld oder der lange Ball auf die Stürmer Prevljak und Frahn, die den dann sichern sollten, aber meist von der sicheren Innenverteidigung des SSV abgeräumt wurden. Folgerichtig, dass RB Leipzig lediglich zwei, drei Halbchancen verbuchen konnte.

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Früher wars auch irgendwie VI

‚Zurück zu den Ursprüngen‘, so könnte das offizielle Motto für den heutigen Tag lauten, denn exakt fünf Jahre nach dem ersten Training in Markranstädt kehrt man zurück an diesen Ort, um gegen den Geburtshelfer heute Abend ein (im wortwörtlichen  Sinne) Freundschaftsspiel zu bestreiten. An jenem Ort, an dem vor fünf Jahren der Oberligist SSV Markranstädt seine Männermannschaften zusammen mit dem Spielrecht bei entsprechender finanzieller Gegenleistung zu RB Leipzig überwechseln ließ, empfängt der wieder zum Oberligisten gewordene SSV Markranstädt nun quasi den groß gewordenen Zweitligistensohn.

Beim Trainingsauftakt vor fünf Jahren waren mit Ingo Hertzsch, Thomas Kläsener oder Jochen Höfler schon jene Spieler mit dabei, die das Gesicht des Vereins für das nächste bzw. die nächsten zwei Jahre prägen sollten. Tino Vogel (heute U23-Coach, damals Coach der ersten Stunde) durfte seinen neuen Job als „lukrativ“ und „Traum“ bezeichnen. Und auch ein Perry Bräutigam war am 02.07.2009 schon mit auf dem Trainingsplatz und wollte zeigen, dass das mit Red Bull „eine total tolle Idee ist“ und den Leipzigern den höherklassigen Fußball bringen.

Für den SSV Markranstädt, den kleinen Vorortclub aus dem 15.000er Städtchen vor den Toren Leipzigs, war dieser Deal in letzter Konsequenz durchaus ein gewinnbringender. Ligentechnisch hat man seitdem nichts verloren, sondern steht heute ebenso in Sichtweite zur Regionalliga wie man es damals tat. Finanziell bekam man jene Spritzen, die langfristige Planung und mittelfristige Ziele ermöglichten und auch künftig ermöglichen. Das Stadion bekam im Gästebereich eine kleine Auffrischung. Und in der Gegenwart ist man an einem Punkt, an dem bei RB ausgebildeten Talenten, die den Sprung nach oben nicht schaffen, der Schritt nach Markranstädt empfohlen werden kann.

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Fragliche Wichtigkeit

[Update: Die Auslosung des Sachsenpokal-Halbfinals ergab am Nachmittag folgende Partien:

  • FC Eilenburg/ RB Leipzig vs. FC Oberlausitz Neugersdorf
  • VfB Auerbach vs. SSV Markranstädt/ Chemnitzer FC

Sollten Leipzig und Markranstädt ihre Viertelfinals gewinnen, würde das Heimrecht bei den Halbfinals jeweils getauscht werden.

Für RB Leipzig wartet bei erfolgreichem Abschneiden im Viertelfinale in Eilenburg also der gleiche Halbfinalgegner wie im letzten Jahr, als man mit viel Mühe im Elfmeterschießen in Neugersdorf gewann. Kürzlich reichte es am Cottaweg zu einem knappen 1:0 in einem Testspiel gegen Neugersdorf. Allerdings weitestgehend mit einer B-Elf und ergänzenden U23-Spielern. Trotzdem zeigte sich schon da, dass Neugersdorf in Sachen Unbequemheit im Vergleich zur vergangenen Saison nichts eingebüßt hat.

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Neue Runde, nächstes Glückslos?

Nach dem Achtelfinale ist vor dem Viertelfinale lautet eine nicht alltäglich verwendete Sportweisheit. Die nichtsdestotrotz sachlich absolut richtig ist. Weswegen dem samstäglichen erfolgreichen Bestreiten des Achtelfinals im Sachsenpokals für RB Leipzig bereits am heutigen trainingsfreien Tag die Auslosung für das Viertelfinale folgt. Und zwar als MDR-Livestream [broken Link] ab 15.30 Uhr. Alles was es davor, dazu oder danach zu sagen gibt, hier an dieser Stelle in Form von Gedankenanstrichen, die als zeitlich geordneter Liveticker daherkommen. Neue Runde, nächstes Glückslos? weiterlesen

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Testspiel: RB Leipzig vs. SSV Markranstädt 2:0

Na mensch, so viel erinnerungs- und denkwürdiges an einem Abend. Während anderswo der DFB-Pokal anrollte und entsprechend hierzulande die Erinnerungen hin zum letztjährigen DFB-Pokal-Auftakt mit Daniel Frahn in der Hauptrolle wanderten, gab sich der SSV Markranstädt zu einem Testspiel bei RB Leipzig die Ehre.

Zum ersten Mal seit dem knappen 1:2 gegen Schalke 04 vor über 20.000 Besuchern und zwei Jahren wieder ein Freundschaftsspiel in der Red Bull Arena. Ausgerechnet gegen den Geburtshelfer von RB Leipzig, den SSV Markranstädt, der vor drei Jahren sein Spielrecht inklusive 1.Männermannschaft an RB Leipzig abgetreten hatte und so überhaupt erst die darauf folgenden Ereignisse ermöglichte. Wenn ich das richtig sehe, ist es erstaunlicherweise das erste Mal gewesen, dass RB Leipzig den SSV Markranstädt zum Gegner hatte (wenn man von der U23 und den entsprechenden Begegnungen in der Sachsenliga absieht).

Dass RB Leipzig und der SSV Markranstädt trotzdem eine gemeinsame Vergangenheit haben, zeigt sich auch darin, dass mit Bick, Kläsener, Scannewin, Moritz, Mittenzwei, Kunig, Lerchl und Buszkowiak gleich acht (von 19) Spieler für die Gäste aufliefen, die in der einen oder anderen Form schon mal das RB-Trikot trugen.  Wobei der SSV Markranstädt letztlich sowieso eine Art Leipzig-Auswahl ist. Nur 7 der 19 eingesetzten Spieler haben keine Vergangenheit in einem der großen Leipziger (Ex-)Clubs.

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Variable Vereins-Geburtsdaten

Ich hatte ja vor ein paar Tagen bereits einen Blick in die Satzung von RB Leipzig geworfen. Vor allem um Passagen zu finden, die für die Lizensierung durch den DFB interessant sein könnten. Außer dem dort dokumentierten und verlinktem, hat das Papier jetzt nicht übermäßig viel an spannendem zu bieten, wenn man sich nicht unbedingt für Ausführungen über den Vereinszweck (Fußball, Förderung des Nachwuchsfußballs) und die Vereinsorgane interessiert.

Zwei Sachen bleiben aber aus meiner Sicht noch erwähnenswert. Zum einen (eher formaljuristisch interessant) gibt es einen Passus „Ausgliederung von Kapitalgesellschaften“, durch den der Vorstand bereits jetzt ermächtigt wäre, sich mit dem RasenBallsport Leipzig e.V. an einer Kapitalgesellschaft zu beteiligen (natürlich mit mindestens 51%) und Teile der Fußballabteilung inklusive des Nachwuchses oder auch alles in diese auszulagern.  Was ja im Profi-Fußball eine häufig genutzte Konstruktion für den Alltagsbetrieb ist.

Zum anderen dreht sich ein spannender Punkt um die Vereinsgründung. Spannend zumindest für mich, denn mir war das so nicht bewusst. Gefeiert wurde der zweite Geburtstag von RB Leipzig in diesem Jahr durch eine Fan-Überraschungsparty am 19.05.2011, der Tag, der in seiner 2009er Version gemeinhin als Gründungstag gilt, weil an ihm die Satzung ins Vereinsregister eingetragen wurde. Kann man sicher so machen.

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Von Markranstädt nach Delitzsch

Eine Baustelle ist bei RasenBallsport Leipzig Geschichte. Die plötzlich wegen des Umzugs der bisherigen 2. bis 4. Mannschaft nach Markranstädt zum SSV fehlende zweite Mannschaft wird ihre neue Heimat ab der neuen Saison durch eine Kooperation mit dem ESV Delitzsch in eben dieser Kleinstadt vor den Toren Leipzigs haben. Das ist gut so und für alle Beteiligten wird sicher ein (finanzieller oder sportlicher) Mehrwert aus dieser Zusammenarbeit resultieren.

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Gesucht: Spielrecht

Langsam scheint das weitere Vorgehen zwischen dem RB Leipzig und dem SSV Markranstädt klar zu sein. Bereits zum Sommer wechseln die RasenBallsport-Mannschaften II, III und IV wahrscheinlich wieder zurück in den Leipziger Vorort. Das heißt für RB, dass man plötzlich, aber nicht unerwartet ohne zweite Mannschaft da steht. Sportlich ist das der Super-GAU, da die zweite Mannschaft das absolut notwendige Bindeglied zwischen A-Junioren und Profimannschaft darstellt. Absolut notwendig vor allem dann, wenn man bei RB Leipzig tatsächlich Spieler aus der eigenen Jugend an die erste Männermannschaft heranführen möchte. Da bedarf es einer U23-Mannschaft, die interessante Talente auffängt und ihnen die Möglichkeit gibt, Spielpraxis zu sammeln.

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Jungbullen?

„Die Jungbullen von RB Leipzig II waren an diesem Mittwoch eine Nummer zu groß für Loks U23.“ (Lok-Homepage [broken Link]) Respekt, nicht nur für den 5:2-Sieg der zweiten RasenBallsportmannschaft, die ja – so hört man – nächste Saison wieder zur ersten Markranstädter Mannschaft werden soll, sondern auch für die offizielle Lok-Homepage, die es sich in überraschend realistischer Sicht nicht nehmen lässt, den bei den Red-Bull-Teams üblichen Titel ‚Jungbullen‘ zu verwenden. Wobei, im speziellen Kontext könnte man das ganze auch ironisch wenden: das Durchschnittsalter der Startelf betrug schließlich beachtliche, handgeschätzte 27,5 Jahre, zu dem die Herren Kujat und Räbsch nicht unerheblich beitrugen. Insgesamt ist es sehr gut vorstellbar, dass man in diesem Spiel den Kern des nächstjährigen SSV Markranstädt gesehen hat, da zu vermuten ist, dass die Anschlusskader der ersten RasenBallsportmannschaft wie Mittenzwei, Schaaf und Juraschek im nächsten Jahr eher dort als in der Schüssel auflaufen werden.

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