Schlagwort-Archive: SG Sonnenhof Großaspach

Erschwerte Testspieleinschätzungen

Sieben Freundschaftsspiele hat RB Leipzig bisher in dieser Sommerpause gespielt. Sechs Siege und eine Niederlage sind die Bilanz in diesen Partien gegen den französichen Meister Paris Saint-Germain, den österreichischen Zweitligisten Kapfenberger SV und je ein Team aus der dritten bis siebten Liga Deutschlands. 35 geschossene Tore belegen eine gewisse Abschlussfreude. Sechs Gegentore aus den letzten drei Spielen zeigen aber auch ein paar Lücken in der Rückwärtsbewegung.

Generell ist es schwierig, aus Freundschaftsspielen größere Erkenntnisse abzuleiten. Klar sieht man, welche Spieler bereits in Frühform und gut drauf sind, wie zum Beispiel ein Denis Thomalla, der sich aufdrängen will. Und man kann auch schon gut beobachten, wegen welcher Qualitäten Spieler wie Terrence Boyd oder Rani Khedira geholt wurden, warum sie aber auch noch Zeit benötigen, sich in das hiesige Spielsystem hineinzufinden.

Letztlich wird die Beurteilung der Leistungen in Freundschaftsspielen auch dadurch erschwert, dass die beteiligten Mannschaften in ihrer Vorbereitung völlig unterschiedlich weit sind oder am jeweiligen Testtag unterschiedliche Trainingsprogramme fahren. Vor dem Test gegen Großaspach, den RB Leipzig verlor, mussten die RasenBallsportler bspw. noch am Vormittag eine intensive Trainingseinheit mit Sprints durchführen, sodass man entsprechend platt war. Zudem beginnt die Drittligasaison eine Woche früher als die Zweitligasaison, sodass der Kontrahent per se weiter in der Entwicklung war.

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Testspiel: RB Leipzig vs. SG Sonnenhof Großaspach 2:3

Während man sich anderswo mehr oder minder taLEntfrei darin bemühte, beim Fanball Bälle im gegnerischen Netz unterzubringen, traf sich RB Leipzig zum Testkräftemessen mit dem frischgebackenen Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach, also jenem Club, den schon Alexander Zorniger zwischen 2010 und 2012 fast in die dritte Liga gecoacht hätte. Und kassierte mit dem 2:3 die erste Testniederlage der Saison. Klingt natürlich erst mal nicht hübsch, wurde aber unisono von allen Beteiligten auf das harte Trainingslager und eine intensive Einheit am Morgen vor dem Spiel geschoben.

Wenn man noch dazu nimmt, dass zwei der drei Gegentore aus abseitsverdächtiger Position geschossen wurden, dann bleibt eine Art Freaksieg der SG gegen platte RasenBallsportler. Also etwas, was man zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung keine größere Bedeutung zumessen sollte. Denn letztlich geht es in solchen Spielen vor allem darum, sich zu bewegen, Abläufe zu verinnerlichen und Laufwege im Praxistest zu üben. Und die Bewertung, ob dies funktioniert hat, hängt dann eben doch selten am Resultat.

Interessanter da schon, dass Alexander Zorniger an seinem Testlauf, ob Boyd und Frahn zusammen auf dem Platz stehen können, weiter festhält. Wobei der Test sehr schnell torpediert wurde, weil Frahn schon nach acht Minuten in der zweiten Halbzeit auf Empfehlung des Schiedsrichters ausgewechselt wurde, weil er wegen angeblicher verbaler Entgleisungen vor einem Platzverweis stand. Letztlich ist ein 4-3-1-2 mit Boyd und Frahn aber auch nichts ungewöhnliches. Ist halt einfach die etwas zentralere, brechstangigere Variante eines Sturmduos im Vergleich mit einem Duo mit dem Außenstürmer Poulsen und Boyd oder Frahn.

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Die Regionalliga aus Sicht des Trends

Das Spiel gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC am vergangenen Sonntag war für RB Leipzig das fünfte und vorletzte Spiel gegen eine der drei U23-Mannschaften von Zweitligisten. In diesen fünf Spielen kam RB Leipzig auf vier Siege und ein Unentschieden (das Auftaktunentschieden gegen Union II als man noch am richtigen System herumschraubte). In fünf Spielen gegen die Nachwuchsteams gelangen den RasenBallsportlern also 13 Punkte (2,6 pro Spiel) und 9:3 Tore (1,8:0,6 pro Spiel), während aus den restlichen 18 Partien ’nur‘ 44 Punkte (2,44 im Schnitt) bei 37:13 Toren (2,1:0,7 pro Spiel) heraussprangen.

Interessanter vielleicht, dass RB Leipzig in 10 Spielen gegen Teams aus der (aktuell) oberen Tabellenhälfte nur zwei Unentschieden (Jena zu Hause und Meuselwitz auswärts) bei acht Siegen kassierte, während es gegen die (aktuell) untere Tabellenhälfte immerhin vier Unentschieden (Union II, zweimal Plauen, Halberstadt) bei neun Siegen zu vermelden gab. Was man insgesamt gut so interpretieren könnte, dass gegen vermeintlich kleinere Teams dann doch manchmal die Konzentration nicht hoch genug ist, um drei Punkte zu erringen. Was hinsichtlich der hoffentlich wartenden großen Spiele eher ein gutes Signal ist, denn daraus folgt ja auch, dass hohe Motivation und Konzentration auch gegen die besseren Teams fast immer zum Erfolg führt.

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Transfergerüchte: Morys, Michel, Weis, Beran

Es sind noch zwei Spiele bis zur Winterpause, in der sich dann das Karussell mit den Transfergerüchten wohl wieder etwas intensiver drehen wird. Bis dahin hatte ich eigentlich gedacht, dieses Thema ignorieren zu können. Da die medialen Einschläge aber in immer kürzeren Abständen erfolgen und zuletzt auch realistischer wurden, seien an dieser Stelle trotz des wartenden Spitzenspiels gegen Carl Zeiss und ohne dieses respektlos behandeln zu wollen, die vier zuletzt spekulierten Namen vorgestellt. Immer im Hinterkopf behalten sollte man dabei, dass im letzten Winter in der Winterpause mit Wallner, Wisio und Hoheneder gleich drei Profis mit reichlich Erfahrung in höheren Ligen kamen und die Verpflichtungen letztlich kein (positiver) Faktor im weiteren Saisonverlauf waren. Was sich eher mit Kaderunruhe erklären ließ als mit fehlender Klasse der Neuzugänge.

Matthias Morys (LVZ, zuletzt am 28.11.2012): Mit Matthias Morys platziert die LVZ einen recht realistischen Namen, von dem die Lokalzeitung behauptet, dass die Verhandlungen für einen Wechsel schon in der Winterpause bereits weit voran gekommen seien. Da er noch bis 2015 beim Südwest-Regionalligisten Großaspach unter Vertrag steht, wird unabhängig vom Verpflichtungszeitpunkt sowieso nichts an einer Ablösesumme im unteren sechsstelligen Bereich vorbeiführen.

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Alexander Zorniger: „Im Moment fühle ich mich extrem wohl“

Vor reichlich vier Monaten wurde Alexander Zorniger Cheftrainer von RB Leipzig und hat recht schnell alle Zweifel an diesem erneuten Personalwechsel zerstreut. Er kam, sah und gewann mit seiner kommunikativ-herzlichen Art und seinem Sachverstand so ziemlich alle Fußballherzen. Zumindest von denen, die nur halbwegs mit den RasenBallsportlern mitfiebern. Schon längere Zeit auf meinem persönlichen Interview-Wunschzettel ganz oben platziert, stand Alexander Zorniger kürzlich Rede und Antwort zu seiner bisherigen Karriere, taktischen Präferenzen, Trainervorbildern, dem Wechsel aus der schwäbischen Heimat nach Sachsen und vielem mehr, was sonst im Alltagsgeschäft rund um die Regionalliga nur wenig beleuchtet wird.

Wissen Sie eigentlich, dass Sie bei Wikipedia einen Eintrag hatten, der wegen Irrelevanz gelöscht wurde? Begründung: Sie sind schließlich nur Trainer im „Amateurbereich“..

Nein, das habe ich noch nicht gewusst. Aber wenn ich mit Leuten über Fußball spreche, werde ich meine fachlichen Qualitäten nicht daran festmachen, ob ich bei Wikipedia bin oder nicht, egal ob ich in der ersten oder fünften Liga Trainer wäre.

Sie sind ja ein recht kommunikativer Typ und geben viele Interviews bzw. sind in den Medien häufig präsent. Gibt es eigentlich Fragen, die sie ständig erwarten, die aber nie gestellt werden?

Nein, eigentlich nicht. Das ist ja auch euer Job, dass ihr euch die Fragen raussucht, die für euch interessant sind. Ich frage mich eigentlich schon immer, was für mich der perfekte Fußball ist. Das ist nicht unbedingt für jemanden interessant, der vielleicht auch etwas mehr über den Menschen Alex Zorniger wissen will. Alexander Zorniger: „Im Moment fühle ich mich extrem wohl“ weiterlesen

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Testspiel: RB Leipzig vs. SG Sonnenhof Großaspach 0:0

Siebtes Testspiel von RB Leipzig in der Vorbereitung auf die Regionalliga 2012/2013. Mit dem Vorjahreszweiten (hinter den Stuttgarter Kickers) der Regionalliga Süd SG Sonnenhof Großaspach, Alexander Zornigers Ex-Team, wartete die erste ernstzunehmende Standortbestimmung. Zumal Großaspach genau wie RB Leipzig derzeit auch im Trainingslager weilt und am 12.08. in die Saison startet, also alles in allem ziemlich am selben Punkt der Vorbereitung sein dürfte. Das intensive und insgesamt gerechte 0:0 verweist darauf, dass rund um RB Leipzig noch nicht alles glänzt. Was zum jetzigen Stand, drei Wochen nach der Verpflichtung von Alexander Zorniger auch gar nicht anders sein kann.

Man hatte ja nach den bisherigen Testspielen und der entstehenden Euphorie rund um den neuen Trainer und die veränderten spieltaktischen Maßgaben schon fast das Gefühl, dass für einige nur noch die Höhe der jeweiligen Siege in Frage steht. Es könnte sein, dass sich der eine oder die andere in der Regionalliga noch umschauen wird. In diesem Sinne kam die leichte Erdung (nicht zu verwechseln mit Enttäuschung) der RasenBallsportler und ihrer Anhänger durchaus zu einem ganz guten Zeitpunkt, denn nun kann zumindest niemand mehr behaupten, dass er nicht gewusst habe, dass es gegen Regionalliga-Spitzenmannschaften auch unter veränderten Verantwortungsvorzeichen schwer würde. Mich bestätigt das Spiel ein bisschen in der Ansicht, dass der Löwenanteil der Arbeit noch wartet und sich Detailarbeit nennt.

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