Schlagwort-Archive: Sachsenpokal 2012/2013

Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2012/2013

Ist ja nun schon wieder ein paar Tage her, dass die vorerst und vermutlich auf ewig letzte Regionalliga-Saison von RB Leipzig ihr gutes und emotionales Ende nahm. Eine Saison, in der so ziemlich alles richtig lief, was richtig laufen konnte. In insgesamt 55 Spielen inklusive 19 Testspielen verlor RB Leipzig nicht ein einziges Mal. Lediglich 12 mal musste man sich mit einem Unentschieden zufrieden geben. Eine fast schon unglaubliche Bilanz, die auch gegen höherklassige Testspielgegner und gegen hochmotivierte Ligakonkurrenten hielt. Eine Serie, die im letzten Spiel in der Relegation bei den Sportfreunden Lotte fast noch gerissen wäre, aber auch dort in der Verlängerung gerettet wurde. Gewissermaßen steht dieses Spiel prototypisch für die Saison, denn egal wie stark die Widerstände waren und wie nah RB Leipzig an einer Niederlage stand, immer fand man eine Antwort.

In sieben Regionalliga-Spielen gerieten die RasenBallsportler in diesem Jahr in Rückstand. Drei Siege und vier Unentschieden holte man in diesen Partien. Auch interessant, dass RB Leipzig fast alle Spiele am Ende gewann, in denen man selbst mit 1:0 in Führung ging. 20 mal war dies in der Regionalliga der Fall, 18 mal gewann man am Ende, nur zweimal musste man noch ein Unentschieden hinnehmen (gegen Plauen und beim Berliner AK). Sprich, während RB in der Lage war Spiele zu drehen, konnte man es fast durchgehend verhindern, dass der Gegner Spiele drehte. Das spricht insgesamt absolut für die spielerischen Qualitäten, zeigt aber auch, dass RB Leipzig vor allem als Team und in Stresssituationen funktionierte..

Knackpunkt sicherlich die Offensivqualitäten der Mannschaft. Wann immer es nötig war, war man auch in der Lage, einen Treffer zu erzielen. In der gesamten Hinrunde blieb man nicht einmal ohne einen eigenen Treffer. Erst in der Rückrunde spielte man insgesamt viermal 0:0. Wobei zwei dieser torlosen Partien stattfanden, als der Relegationsplatz schon sicher war und die anderen beiden bei Winterwetter und entsprechend mehr oder minder regulären Bodenbedingungen ausgetragen wurden. 65 Tore in 30 Regionalligaspielen, dazu jeweils vier im überragenden Sachsenpokal-Finale gegen Chemnitz und den zwei Relegationspartien gegen Lotte. Egal ob tiefes oder hohes Verteidigen, RB Leipzig fand eigentlich fast immer ein Mittel, ganz nach Zornigers Ansage vor der Saison, dass man verschiedene Offensivoptionen brauche, wenn man erfolgreich sein wolle. Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2012/2013 weiterlesen

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Sachsenpokal: RB Leipzig vs. Chemnitzer FC 4:2

Meist ist es relativ einfach nach Spielen die nötige Distanz zu finden, um ein paar Zeilen zum Spiel in die Tastatur zu hämmern. Und dann kommt so ein Spiel wie das Sachsenpokalfinale von RB Leipzig gegen den Chemnitzer FC und es gibt eigentlich nur noch Emotionen und wenig Druckreifes. Und ein Spielbericht der aus einer hunderfachen Wiederholung des Wörtchens geil besteht, wäre dann wohl doch etwas langweilig.

Also wo anfangen nach diesem Spiel? Bei der großartigen Atmosphäre, die mit der ersten Sekunde des Spiels in den Bann zog? 13.000 Leipziger sahen sich 3.000 Chemnitzern gegenüber und alle zusammen waren von Anfang an hellwach und kreierten so beidseitig einen mehr als würdigen Rahmen für ein Pokalfinale, auch wenn es nur um den Sachsenpokal ging, der überregional wohl doch eher belächelt werden dürfte. Es war ein wenig wie zum Pokalfinale vor zwei Jahren, nur dass diesmal die Heimseite sehr viel präsenter und dem Gästeanhang mindestens ebenbürtig war. Schon irre, wenn man an die erste Saison Regionalliga denkt, was sich inzwischen auf Publikumsseite rund um RB Leipzig gebaut hat.

Im Spiel wich RB Leipzig von der zuletzt präferierten 4-4-2-Taktik ab und spielte wieder mal ein 4-3-1-2 mit dem echten Zehner Thiago Rockenbach. Das sollte dem Offensivspiel von RB in den folgenden 90 Minuten mehr als gut tun. Personell mussten neben den sowieso schon verletzten Frahn, Hoffmann, Sebastian und Koronkiewicz auch Judt und Fandrich passen, sodass auf der VIP-Tribüne noch mal so viel Klasse in zivil das Spiel verfolgte, wie sich auf dem Rasen tummelte. Für Clemens Fandrich beackerte Timo Röttger das Feld und machte das auch im Spiel gegen den Ball sehr famos. Und als linker Verteidiger liefen überraschend weder Paul Schinke, noch Umut Kocin auf, sondern Sebastian Heidinger. Eine Lösung, die man nun wirklich nicht erwarten konnte.

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Pressekonferenz: RB Leipzig gegen Chemnitzer FC

[Hier an dieser Stelle dann ein Liveticker von der Pressekonferenz nach dem Sachsenpokalfinale zwischen RB Leipzig und dem Chemnitzer FC. Mit den Stimmen der Trainer Gerd Schädlich und Alexander Zorniger. Irgendwann nach Spielende. Welches je nach Spiellänge und Verlängerung/ Elfmeterschießen zwischen 21.15 und 22.15 Uhr liegen dürfte.]

22.08

22.07

Lassen wir das Analysieren für heute. Mehr als  geil, geil, geil kommt einem heute sowieso nicht mehr über die Lippen. Klar und in allen Belangen das beste Spiel der Saison. In diesem Sinne, feiert noch schön. Und dann einmal durchatmen und auf die Relegation freuen. Pressekonferenz: RB Leipzig gegen Chemnitzer FC weiterlesen

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Wiedersehen mit sentimentalen Anstrichen

Man wird fast ein wenig sentimental, wenn man die zwei Jahre zurückblickt, die das letzte Duell zwischen RB Leipzig gegen den Chemnitzer FC inzwischen her ist. Als man sich damals nach einer denkwürdigen Saison, in der der Chemnitzer FC die Regionalliga Nord ziemlich lange nach Belieben dominierte und damit auch die zum Favoriten ernannten RasenBallsportler demontierte, zum Finale im Sachsenpokal wiedersah. Im letzten Spiel für die Spielergeneration Hertzsch rund um ihn selbst natürlich und um Sven Neuhaus, Lars Müller, Nico Frommer und Thomas Kläsener, die zwei Jahre lang den Verein sportlicherseits relativ fest in der Hand hatte.

Ein letzter Aufgalopp mit einem Duell, das die Regionalliga Nord die ganze Saison zuvor beschäftigt hatte, auch wenn es genaugenommen nie ein Duell war, denn RB Leipzig war niemals in der Situation (außer am ersten Spieltag) ernsthaft um den Aufstiegsplatz mitzuspielen. Trotzdem ging es letztlich nur um RB Leipzig und den Chemnitzer FC und nachdem letztere am Anfang der Saison ziemlich direkt erklärt hatten, dass sie natürlich aufsteigen wollen, flogen je näher man seinem Ziel kam immer spitzere Spitzen des leiseren und lauteren Spotts. Manches witziger (wie die Ablehnung  von RB-Spielern als Transferkandidaten wegen anhand des sportlichen Misserfolgs nachweisbar fehlender Eignung), manches weniger (zum Beispiel diese dortmundeske Underdog-Understatement-Nummer), aber eigentlich durchgängig unterhaltsam aufgeladen.

Unter diesen Voraussetzungen einer Demontage in der Liga, diverser Sticheleien deswegen und einer gelaufenen Meisterschaft (die Chemnitz eineinhalb Wochen zuvor ausgerechnet gegen RB Leipzig mit einem 1:0 eingetütet hatte) fand das Sachsenpokal-Finale als Abschluss einer aus RB-Sicht suboptimalen Saison statt. Nach diversen Heimspielen vor teils leergefegten Zuschauerrängen (das letzte Heimspiel gegen Havelse in der Liga hatten offiziell 1.300 Zuschauer gesehen und es waren tatsächlich eher weniger denn mehr) wartete noch mal ein emotionales Highlight. Von 0 auf 100 in kürzester Zeit sozusagen.

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Sachsenpokal: FC Oberlausitz Neugersdorf vs. RB Leipzig 5:6 n.E.

Einmal tief durchatmen bitte. Das Highlight eines Sachsenpokal-Finales im eigenen Haus gegen den Chemnitzer FC hing am seidenen Faden des Elfmeterschießens, bevor Benjamin Bellot den dritten und den fünften Elfmeter der Gastgeber halten konnte und damit für die finale Befreiung sorgte. Ein insgesamt schwererer Betriebsausflug ganz tief in den Südosten der Republik zum tschechisch-deutschen (sechs tschechische Ex-Profis in der Startelf) Co-Produkt, als man dies vorher gehofft hatte.

Bei RB Leipzig standen Fandrich, Coltorti und die angeschlagenen Domaschke, Sebastian, Hoheneder und Koronkiewicz gar nicht erst im Kader. In der Startelf stand deshalb Benjamin Bellot als Torhüter. Henrik Ernst ersetzte erwartungsgemäß Niklas Hoheneder in der Innenverteidigung. Im linken Mittelfeld und im Sturm sollten zudem Sebastian Heidinger und Matthias Morys statt Clemens Fandrich und Stefan Kutschke für mehr Geschwindigkeit in den Aktionen sorgen. Das schien gegen das Ü30-Team aus Neugersdorf insgesamt logisch, ging aber insgesamt aufgrund der tief verteidigenden Gastgeber auch nicht so recht auf.

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Auf dem Weg ins Fußballglück?

Vor dem Torgelow-Spiel bestand Alexander Zorniger darauf, dass man in das Spiel mit dem vordergründigen Bewusstsein gehen wolle, dass es etwas zu gewinnen gäbe (nämlich drei Punkte) und nicht dass man etwas zu verlieren habe. Das war ein Stückweit Psychotrick vor einem Spiel der Kategorie Pflichtsieg, in dem es im Normalfall nicht so einfach ist, nicht mit dem motivationstechnisch lähmenden Favoritenrucksack auflaufen zu müssen.

Vor dem Spiel im Sachsenpokal-Halbfinale beim FC Oberlausitz Neugersdorf ist die Ausgangslage eigentlich ähnlich, denn in einem Spiel des überlegenen Regionalligaspitzenreiters bei einem Landesligisten (6.Liga) ist die Rollenverteilung klar und der Rucksack des Gewinnen-Müssens vergeben. Aber gerade bei diesem Spiel würden Zornigers Worte extrem passen, denn das Spiel in Neugersdorf ist für RB Leipzig eines, in dem es ein Spiel gegen den Chemnitzer FC (die durch einen Sieg in Zwickau bereits fürs Sachsenpokal-Finale qualifiziert sind) in einer zumindest zur Hälfte gefüllten, stimmungsvollen Red Bull Arena zu gewinnen gibt. Von der noch leicht abstrakten Möglichkeit, über den Gewinn des Sachsenpokals in den DFB-Pokal einziehen zu können, mal ganz abgesehen.

RB Leipzig gegen den Chemnitzer FC, das wäre die Wiederholung des Finales von vor zwei Jahren, als die RasenBallsportler den frischgebackenen Drittligaaufsteiger in einer umkämpften Partie mit 1:0 niederrangen. RB Leipzig gegen den Chemnitzer FC, das waren in der bisherigen Historie drei aufgeheizte Duelle auf Augenhöhe, die dem neutralen Beobachter sicherlich noch mehr Spaß machten als dem geneigten RB-Anhänger (der nur einmal befreit jubeln konnte). RB Leipzig gegen den Chemnitzer FC, das ist ein Duell, bei dem kribbelt es ganz automatisch (zumindest bei mir).

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Sachsenpokal: Bischofswerdaer FV vs. RB Leipzig 0:3

Das kennt man insgesamt auch schwieriger, wenn Favoriten im Pokal irgendwo bei einem unterklassigen Team antreten müssen (RB-Anhänger kennen das ja aus eigenem Augenschein von den Partien im DFB-Pokal gegen Wolfsburg und Augsburg). Wie schon in Kamenz im Achtelfinale stottert der Motor von RB Leipzig beim Sachsenpokal-Viertelfinale in Bischofswerda ein wenig, aber man löst die Aufgabe insgesamt recht souverän und gewinnt völlig verdient. Im Gegensatz zu Kamenz war der Auftritt aber alles in allem von etwas höherer Spielkultur geprägt. Aber das sollte auch nicht verwundern, sind doch seitdem schon wieder ein paar Wochen Zorniger-Training vergangen.

Der Coach entschied sich letztlich für den Pokalausflug nach Bischofswerda nicht ganz überraschend für die Radikalrotation. Bis auf Stefan Kutschke lief keiner zu Spielbeginn auf das Feld, der auch gegen Cottbus II im letzten Regionalliga-Match in der Startelf stand. Was für Umut Kocin bedeutete, dass er nach ewig scheinender Verletzungsleidenszeit und einigen Ausflügen mit der zweiten Mannschaft wieder einmal bei den Profis mitmischen durfte. Willkommen zurück Umut. Fühlt sich fast wie ein Neuzugang an. Wie er in Zornigers Spielkonzepte passt, wird man sehen müssen. In Bischofswerda reichte es für Kocin jedenfalls schon mal für 74 Minuten als Linksverteidiger.

Sein Pflichtspielpremiere in der ersten Mannschaft von RB Leipzig durfte ab der 46. Minute im Tausch für die letzte verbliebene Stammkraft Stefan Kutschke der 19jährige Tom Nattermann feiern. Nattermann hatte sich als Neuzugang aus der eigenen Jugend schon in der Sommerpause ans Team herangekämpft, musste aber nach schwerer Verletzung noch vor dem Saisonstart passen. Dass er nun wieder da ist, ist schön für ihn. Dass er vor der Rückrunde noch größere Einsatzzeiten bei den Profis erhalten wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Aber die 45 Minuten waren sicherlich gut für die erste Rückkehr. Und dass er noch beim Stande von 0:0 eingewechselt wurde und Kutschke runter musste, zeigt auch, dass Alexander Zorniger tatsächlich all seinen Spielern vertraut.

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Konzentrationsfragen

Dann also mal wieder zurück ins Alltagsfußballgeschäft. Und das heißt für RB Leipzig: Sachsenpokal-Viertelfinale und Bischofswerdaer FV. Eigentlich könnte man der Einfachheit halber an dieser Stelle einfach das kopieren, was es zum Sachsenpokal-Achtelfinale gegen Einheit Kamenz zu erzählen gab. Denn die Parallelen zwischen den beiden Spielen sind ziemlich augenscheinlich.

Bischofswerdaer FV und Einheit Kamenz sind beides Landesliga- also Sechstligateams. Im Vergleich mit den Kamenzern sind erstere sogar noch einen Tick schwächer einzuschätzen, denn statt eines Landesliga-Spitzenteams handelt es sich bei Bischofswerda um einen durchschnittlichen Sechstligisten, der aktuell Platz 10 von 16 Teams belegt. Ohne Chancen nach oben und mit leichtem Schielen nach unten.

Einmal traf der Bischofswerdaer FV in dieser Saison bereits auf RB Leipzig, allerdings im Rahmen eines Ligaspiels auf die U23. Ende September konnte man einen glücklichen 2:1-Sieg verbuchen. In den folgenden sechs Partien gelang allerdings nur gegen den Krisen-Club Borea Dresden ein knapper 1:0-Auswärtserfolg. Die ganz großen sportlichen Bilanzen sehen sicherlich anders aus.

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Sachsenpokal: Einheit Kamenz vs. RB Leipzig 0:1

Der diesjährige Sachsenpokal-Auftakt im Achtelfinale glich dem letztjährigen Sachsenpokal-Auftakt im Achtelfinale ziemlich genau. Mit Spielern, die gewöhnlich auch gern mal die zweite Reihe bilden, fährt man als Regionalligist zu einem Landesligisten nach Ostsachsen und gewinnt souverän, wenn auch ohne zu glänzen. Damals wie gestern trifft Kutschke per Elfmeter. Nur Kammlott ließ diesmal das Toreschießen aus, sodass es letztlich bei einem dürr klingenden, aber völlig akzeptablen, weil eben souveränen 1:0 blieb.

Dass in Kamenz kräftig durchrotiert werden würde, konnte man angesichts der Ankündigungen vor dem Spiel bereits ahnen. Dass es dann gleich Veränderungen auf acht Positionen gegenüber der Startformation der vergangenen Woche geben sollte und unter anderem der komplette Abwehrverbund aus Viererkette und Torwart neu zusammengestellt wurde, war dann doch etwas überraschend, zeugt aber vom Vertrauen, das Alexander Zorniger in alle seine Spieler hat. Und sowieso ist das mit der zweiten Reihe bei RB Leipzig ziemlich relativ, wenn man mit bspw. Sebastian, Kammlott und Hoffmann ehemalige Zweit- und Drittligaspieler im besten Fußballeralter zum Spielpraxis sammeln aufs Feld schicken kann.

Auch 90 Minuten lang auf dem Feld stand Timo Röttger, den ich in dieser Woche noch als Opfer des 4-3-1-2-Systems von Alexander Zorniger beschrieben hatte. In einer sich anschließenden Diskussion bei den rb-fans drüben, hatte ich Röttger als möglichen Ersatz für Rockenbach gesehen und beschrieben. Gestern schon dann die Premiere Röttgers auf der 10, wo er aus meiner Sicht wegen der nicht so weiten Defensivwege besser aufgehoben ist, als in der halbrechten Sechser- bis Achterposition. Wie das Experiment aussah, müssen aber die Beobachter vor Ort beurteilen (die Urteile klingen nicht wirklich überzeugend). Auf die entsprechenden Medienberichte würde ich da jedenfalls nicht unbeingt setzen.

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Grundbausteine für eine erfolgreiche Pokalsaison

Da können wir ja jetzt wieder mal all die Fußballplattitüden aufwärmen, die man eben so aufwärmt, wenn es im Pokal gegen einen unterklassigen Gegner geht. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Es gibt keine Kleinen mehr. Und so weiter. Wobei das aus der Sicht von RB Leipzig eh alles keinen Unterschied macht, da die jeweiligen Gegner eh immer zu 120% motiviert sind, wenn sie gegen den finanziell und personell ordentlich gepimpten RasenBallsport auflaufen, ganz egal ob der Wettbewerb Regionalliga oder Sachsenpokal heißt.

Aus dieser Perspektive heraus sollte das Achtelfinalspiel von RB Leipzig bei Einheit Kamenz eine lockere Geschichte werden, denn ein hochmotivierter Landesligist ist eben doch noch mal mindestens zwei Nummern kleiner als ein hochmotivierter Regionalligist. Trotzdem hat Alexander Zorniger natürlich recht, der irgendwann einmal (das Fatale an Zornigers Kommunikationslust ist, dass sich nur selten erinnern kann, in welchem Zusammenhang er was wo gesagt hat) in völlig anderem Zusammenhang (ich glaub es ging um die These, dass auf RB eine Saison voller Pokalspiele wartet) anmerkte, dass höherklassige Mannschaften in Pokalspielen im Normalfall aufgrund ihrer Einstellung scheitern. Was auch für RB Leipzig in Kamenz der alles entscheidende Knackpunkt sein wird.

Jenseits dessen spricht aber wiederum deutlich für die RasenBallsportler, dass die Differenzen zwischen Regionallga und Landesliga gerade im Bereich der Fitness nicht unwesentlich sein dürften. Felix Magath merkte einmal nach einem mühevollen Pokalsieg mit den Bayern beim Drittligisten (damals noch die Regionalliga) St. Pauli an, dass es nicht verwunderlich sei, dass man sich so schwer tue, weil vom Trainingsaufwand her Profis gegen Profis spielen würden, die sich in Bezug auf ihre körperlichen Voraussetzungen wenig nehmen. Das sollte im Normalfall für einen Vergleich RB Leipzig vs. Einheit Kamenz und völlig unterschiedliche Trainings- und Fitnessmöglichkeiten nicht gelten. Von daher könnte es auch ein Motto des Spiels werden, den Gegner der Einfachheit halber müde zu spielen.

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