Schlagwort-Archive: Regionalliga 2012/2013

Ausgerechnet..

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB gegen Lok Leipzig (08.05.2013, 18.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Stefan Kutschke und Daniel Frahn.]

Vor zweieinhalb Monaten, als der erste Versuch des D-Wort-Spiels zwischen RB Leipzig und Lok Leipzig anstand und dann doch kurzfristig vom Schnee verweht wurde (Absage am Spieltag vormittags), schien die Sache sportlicherseits klar. RB Leipzig wäre gegen den absoluten Abstiegskandidaten haushoher Favorit und Lok in allen Belangen chancenlos gewesen. Hätte man damals anhand der Saisonbilanzen der beiden Vereine gedacht.

14 Punkte hatte die blau-gelbe Leipziger Fraktion zu diesem Zeitpunkt in 15 Spielen gesammelt. Und das erste Rückrundenspiel nach einer 2:0-Führung gegen Plauen auch nur mit einem Unentschieden beendet. Ganz tief im Keller stand man damals (während RB uneinholbar an der Spitze thronte) und angesichts der wirtschaftlichen Unruhe und der drohend im Raum stehenden Insolvenz hätte niemand ernsthaft einen Pfifferling auf Lok bei deren Auftritt gegen RB gesetzt.

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Regionalliga: FC Energie Cottbus II vs. RB Leipzig 1:4

Die größte Gefahr vor dem Spiel von RB Leipzig bei der U23 von Energie Cottbus bestand wohl darin, dass der Gast mit zu wenig Konzentration und Motivation antreten würde und die Gastgeber im Abstiegskampf im beflügelnden Spiel gegen den haushohen Favoriten über sich hinaus wachsen könnten. Beides trat in Ansätzen ein, aber lange nicht in einem Umfang, der den Sieg von RB Leipzig auch nur ansatzweise hätte gefährden können, sodass der Sieg von RB Leipzig insgesamt sehr souverän oder wie Alexander Zorniger zu 100% richtig ausdrückte mit einer 90 Minuten lang „seriösen“ Leistung errungen wurde.

Vor dem Spiel wurde der geneigte Beobachter von der Nachricht überrascht, dass Fabio Coltorti wegen Magenproblemen passen musste. Für ihn rückte Benjamin Bellot in den Kasten und als Auswechseltorwart Andreas Kerner auf die Bank. Benjam Bellot sollte im Laufe des Spiels noch die eine oder andere Neben- bis Hauptrolle zukommen.

Klar war dagegen schon lange vor Spielbeginn, dass Juri Judt nicht wie gewohnt links hinten verteidigen kann. Für ihn rückte nicht unerwartet Paul Schinke und nicht etwa Umut Kocin auf diese Position, die er in der Hinrunde schon ein paar Mal bekleidet hatte. Es war der erste Einsatz des technisch versierten Linksfußes in der Rückrunde im Profiteam, nachdem er in der Hinrunde noch in neun Spielen auflief.

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Emotionales Zwischentief

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei Energie Cottbus II (04.05.2013, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ulrich Wolter zu den Bauvorhaben am Cottaweg. Und mit Alexander Zorniger und Clemens Fandrich zum Spiel in Cottbus.]

Manchmal muss es im Fußballleben auch schwer sein. Da spielt man gerade noch gegen den 1.FC Magdeburg, ein Spiel, das nach Aussage von Stefan Kutschke schon weit vor Anpfiff in den Spielern kribbelte. Dazu die Schüssel mit 7.400 Zuschauern zwar nicht sehr gut, aber trotzdem lautstark befüllt. Mit anderen Worten, es roch ein wenig nach höherklassigem Fußball.

Und dann geht es eine Woche später nach Cottbus zur U23 des Zweitligaclubs. Aktuell Tabellenvorletzter in der Regionalliga. Zwar wird man nicht wie sonst in der Regionalliga üblich auf einem Nebenplatz, nämlich dem der früheren städtischen Konkurrenz Lok Cottbus (wo der vor allem in Magdeburg bekannte Sven Kubis mit dem Fußballspielen begann), sondern im großen Stadion der Freundschaft, in dem sonst der Profiball rollt, antreten. Nicht viel mehr als 300 bis 400 Zuschauer werden trotzdem für eine im Vergleich zum Magdeburg-Spiel in der Woche zuvor gespenstische Atmosphäre sorgen.

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Regionalliga: RB Leipzig vs. 1.FC Magdeburg 4:0

Nimmt man die bisherige Rückrunde, dann kann man sie als Maulen auf hohem Niveau abhaken. RB Leipzig fuhr viele und vor allem völlig ausreichend Punkte ein, konnte aber nur selten überzeugen, sodass im Umfeld ein wenig Unruhe ob der weiteren Saisonperspektiven aufkam. So werde das in der Relegation nichts, so der oft vernehmbare Tenor, während sich in anderen Staffeln die Aufstiegskandidaten immer wieder überraschende Punktverluste leisten.

Schon mit dem Hertha-Auswärtsspiel vor zwei Wochen, das man in einer wichtigen sportlichen Situation mit viel Herzblut gewann, war ein Wendepunkt in der Rückrunde erreicht, denn aus einer Saison, die sich nicht so richtig anfühlte wie ein Wettbewerb, weil die Konkurrenz meist dem Winter zum Opfer fiel, wurde plötzlich und auch aufgrund des näherrückenden Saisonfinales wieder eine etwas ernstere Angelegenheit.

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Pressekonferenz RB Leipzig vs. 1.FC Magdeburg

[Nach dem Spiel RB Leipzig gegen den 1.FC Magdeburg ab etwa 15.30 Uhr an dieser Stelle die Stimmen der Trainer aus der Pressekonferenz. Mit Gästecoach Andreas Petersen und RB-Übungsleiter Alexander Zorniger.]

15.50

Nicht zu vergessen, dass die Stimmung großartig war. Wenn man mal von der Häme zum Abschluss in Form der “Nie wieder Magdeburg”-Chöre absieht. Unnötig, zumal  der FCM ein Team ist, das man sehr gern hier begrüßt hat. Und natürlich bei einem Scheitern in der Relegation so etwas als Boomerang zurückkommt..

Sei das wie das sei. Wegen Spielen wie heute, mit Stimmung, Einsatz und Toren guckt man Fußball. Und das hat gar nichts damit zu tun, dass es 4:0 ausging. Das war von Anfang an ein großartiger Fußballnachmittag. Dass die Gästefans ab der zweiten Halbzeit nicht mehr mitmachten, war dann auch geschenkt, zumal die Enttäuschung auch nachvollziehbar war.

Wünsche noch einen schönen Restsonntag. Fußballtechnisch konnte es gar nicht besser sein.

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Schlag auf Schlag

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie RB Leipzig gegen den 1.FC Magdeburg (28.04.2013, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Matthias Morys.]

Die aktuelle Woche gibt schon mal ein wenig das Tempo der nächsten fünf Wochen vor. Neun Pflichtspiele stehen nach Lage der Relegationsdinge noch an, bis am 02.06.2013 klar sein wird, wie erfolgreich die Saison 2012/2013 wirklich war und ob die Ungeschlagenserie, die man nun schon seit über einem Jahr mit sich herumschleppt, etwas wert oder nur Augenwischerei war. Crunch time heißt es im Englischen, die Zeit in der Helden geboren werden können.

Den Startschuss in diese Wochen gibt das immer emotionale Duell mit dem 1.FC Magdeburg. Ein Verein, dessen Umfeld immer – und wie man manchmal denken könnte im Wochenrhythmus – zwischen den Gefühlsextremen Profifußballwunsch und Welteruntergangsstimmung zu oszillieren scheint.

Zuletzt schien man wieder mal bei Weltuntergangsstimmung angekommen zu sein. Nach einer insgesamt passablen Hinrunde mit Ausreißern nach oben aber auch nach unten standen alle Zeichen zur Halbzeit des Spiels in Torgelow am 13.04. auf Sturm oder fast schon Orkan. Denn beim abgeschlagenen Tabellenletzten Torgelower SV Greif mit 0:1 zurückzuliegen, war die I-Tüpfelchen auf eine miese Serie von vier erfolglosen Spielen in Serie und unter anderem einer depremierenden 1:2-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten Union Berlin II.

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Regionalliga: RB Leipzig vs. Torgelower SV Greif 5:0

Man konnte eigentlich schon vor dem Spiel ahnen, dass die Aufgabe, die mit dem Togelower SV Greif auf RB Leipzig wartete, keine größere Hürde darstellen würde. Zu schlecht bzw. schlicht nicht regionalligatauglich präsentierte sich die Mannschaft in der bisherigen Saison. Was sich in den letzten Wochen nach einem Kaderaderlass in der Winterpause eher noch verstärkt als abgeschwächt hatte. Sodass man mit großem Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz praktisch der erste feststehende Absteiger der Saison ist.

Und ziemlich exakt in diesem Beschreibungsrahmen präsentierte sich der Torgelower SV Greif. Nämlich als eine Mannschaft, der in letzter Konsequenz die Klasse fehlt, um in einer Liga wie der Regionalliga bestehen zu können. Diese Tatsache war in der ersten Halbzeit noch nicht ganz so extrem zu sehen, wenn man zumindest die Anzeigetafel bis zur 40. Minute Indiz nimmt (als es noch 0:0 stand). Aber was man in der zweiten Halbzeit im individuellen Abwehrverhalten der Gäste sah, erinnerte fatal an das Bezirksliganiveau, wie es zuletzt der SV Wilhelmshaven Anfang 2012 in Leipzig vorführte.

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Pressekonferenz: RB Leipzig vs. Torgelower SV Greif

[Nach dem Spiel RB Leipzig gegen den Torgelower SV Greif ab etwa 15.30 Uhr an dieser Stelle die Stimmen der Trainer aus der Pressekonferenz. Alexander Zorniger wird auf jeden Fall da sein. Wer von den erst vorgestern zu Cheftrainern erhobenen, bisherigen Co-Trainern Andreas Hase und Franz-Aaron Ulrich das Podium komplettieren wird,wird sich erst mit Beginn der Pressekonferenz zeigen.]

15.51

Selten ein Fußballspiel so entspannt verfolgt. Auch wenn es letztlich wenig Aussagekraft hat, weil der Gegner über größere Teile des Spiels nicht regionalligatauglich war, hat das 5:0 doch Spaß gemacht. Und wenn beide Teams konsequent im Verwerten von Chancen gewesen wären, dann wäre das Spiel wohl 9:3 ausgegangen. In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Restwochenende.

(Der Gästecoach war im Übrigen Franz-Aaron Ulrich.)

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Spiel der Extreme

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie RB Leipzig gegen den Torgelower SV Greif (20.04.2013, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Dominik Kaiser.]

Als RB Leipzig Anfang November des vergangenen Jahres zu Besuch beim Torgelower SV Greif war, hatten die Gastgeber aus neun Spielen fünf Punkte geholt und standen mit zwei Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz am Tabellenende. 15 Spieltage, aber nur 10 Spiele später haben die Greifen nur einen einzigen Punkt mehr auf ihrem Konto und der Nichtabstiegsrang ist schon auf 12 Punkte (bei einem Spiel weniger) und damit unerreichbar weit enteilt.

War das Duell zwischen Torgelow und RB Leipzig schon ein „Duell der Gegensätze“, so ist die Neuauflage der Partie mit Gegensätzen schon gar nicht mehr zu beschreiben. Denn die sportlichen Unterschiede sind selbst im Vergleich zur einseitigen Hinrundenpartie noch größer geworden. Nach der 0:4-Niederlage gegen RB Leipzig spielte Torgelow am darauffolgenden Spieltag Unentschieden bei Energie Cottbus II. Danach holte man keinen Punkt mehr und verlor winterpausenübergreifend achtmal am Stück.

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Kein Bock auf Torgelow

Mit diesem Titel könnte man zumindest salopp Fabian Frankes mit Gelb geahndetes Foulspiel  aus der Partie bei Hertha BSC II beschreiben. Denn mit dieser Karte ist er der erste Profi bei RB Leipzig, der mit einer Gelbsperre aussetzen ‚darf‘. Eben gegen Torgelow. Vielleicht jenes der noch wartenden mindestens acht, maximal 11 Spiele, das den am wenigsten motivierenden Spannungsgehalt hat. Weswegen die ‚Wahl‘, die Franke traf, nicht die schlechteste sein dürfte.

Akut gefährdet sind auch noch Daniel Frahn und Dominik Kaiser, die mit jeweils vier gelben Karten dicht vor einer Sperre stehen. Dahinter lauern Hernik Ernst, Sebastian Heidinger, Timo Röttger und Jeremy Karikari (der für seine drei gelben Karten allerdings nur 10 Einsätze brauchte). Stefan Kutschke dagegen sammelte jenseits seiner zwei Platzverweise nur noch zwei gelbe Karten. Frei nach dem Motto: „‚Wenn schon, denn schon.“

Die Liste der von Gelbsperren bedrohten Spieler ist durchaus nicht uneindrücklich und normalerweise könnte dies zum Ende der Saison hin und mit Hinblick auf die Relegationsspiele um den Drittligaaufstieg zwischen den Regionalligen zu einem nicht unwesentlichen Faktor werden. Allerdings hat RB Leipzig in der Liga aktuell das Glück, so unumstritten zu sein, dass man sich selbst einen kurzzeitigen und gleichzeitigen Ausfall von Daniel Frahn und Dominik Kaiser leisten könnte, ohne dass die Meisterschaft noch ernsthaft zu gefährden wäre.

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Regionalliga: Hertha BSC II vs. RB Leipzig 1:2

Ich hatte es hier im Blog schon gelegentlich als Thema, dass es im Verlauf einer Saison Spiele gibt, die im besonderen Maße die Weichen stellen können für die nächsten Spiele. Die Partie von RB Leipzig bei der U23 von Hertha BSC war ein solches Spiel. Denn nach den letzten drei eher durchwachsenen Auftritten stand die Drohung im Raum, sich ein wenig in einer gefühlten Abwärtsspirale und allgemein negativen Grundstimmung einzurichten.

Was bei vor dem Spiel 19 Punkten Vorsprung von RB Leipzig auf ‚Verfolger‘ Carl Zeiss Jena ziemlich irrsinnig erschien. Andererseits bestand die Möglichkeit bei einer Niederlage in Berlin und einem gleichzeitigen Sieg Jenas in Auerbach den nachholspielbereinigten Vorsprung auf Jena im schlimmsten Fall auf vier Punkte zu reduzieren. Was angesichts des anspruchsvollen Restprogramms von RB Leipzig, inklusive der Fahrt nach Jena, nicht mehr ganz so luxuriös gewesen wäre. Und den psychologischen Vorteil des Aufwinds unnötigerweise nach Jena gereicht hätte. Und dass sich Konkurrenten in psychologisch günstigen Konstellationen zu Höchstleistungen aufschwingen können, davon kann RB inzwischen ein ziemlich hässliches Lied singen, wenn man an Chemnitz und Halle denkt.

Dass RB Leipzig nach den Problemen der letzten zwei Wochen und der Unruhe im Umfeld das weichenstellende Spiel ausgerechnet beim nach der Winterpause erstarkten Hertha-Nachwuchs mit seinen vielen hochklassigen Nachwuchsspielern wie zum Beispiel dem Riesentalent Hany Mukhtar, ergänzt durch die drei Spieler aus dem Profikader Marvin Knoll, den israelischen Nationalspieler Ben Sahar und Shervin Radjabali-Fardi (alle drei sind in der zweiten Liga aber keine Stammspieler und letzterer beginnt nach langer Verletzung überhaupt erst wieder mit dem Fußballspielen), antreten musste, ließ den Puls noch mal deutlich steigen.

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Auch harte Nüsse sind zum Knacken da

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie Hertha BSC II gegen RB Leipzig (14.04.2013, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Fabian Franke, Niklas Hoheneder und Fabian Ernst.]

Zweiten Mannschaften von Proficlubs wird ja immer ein wenig nachgesagt, dass sie Wundertüten seien. Das dürfte für die U23 von Hertha BSC in besonderem Maße gelten, denn in bisher 18 Saisonspielen durften bereits sagenhafte 38 Spieler in der Regionalliga Nordost ihre Nase in den rauhen Fußballwind stecken. Lediglich der 20jährige Innenverteidiger Jamil Dem stand in allen Spielen im Kader und lief in 17 der 18 Regionalligaspiele auch auf (eine Einwechslung und eine Auswechslung). Interessanterweise gehört Dem zu den Spielern, denen man nicht unbedingt die größten Talente im Hertha-Kader zuschreiben würde.

Unter den 38 eingesetzten Spielern sind naturgemäß auch immer mal wieder Spieler aus dem Profikader gewesen. Bis auf den 19jährigen Torhüter Philip Sprint und den 22jährigen Mittelfeldmann Alfredo Morales, der Anfang diesen Jahres unter Jürgen Klinsmann in der Nationalelf der USA debütierte und zuletzt den Sprung in den Zweitligakader schaffte, war aber niemand dauerhaft für die U23 aktiv. In den letzten Wochen kam allerdings auch Linksfuß Marvin Knoll zu drei Einsätzen für die U23. Da er die letzten zwei Spiele für den Hertha-Nachwuchs bestritt, muss man auch gegen RB Leipzig mit seinem Erscheinen rechnen. Und gute Erfahrungen hat Knoll mit RB Leipzig bereits. In einem Testspiel Anfang 2010 schoss das inzwischen fast schon ewige Talent, das an guten Tagen Spiele in so ziemlich allen Ligen auch allein entscheiden kann, gleich zwei Tore gegen den damaligen Oberligisten.

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Regionalliga: RB Leipzig vs. VFC Plauen 2:2

Das ist schon manchmal komisch. Da ist eigentlich alles bereit für einen guten Fußballnachmittag. Die Sonne erwärmt das Stadion erstmals in diesem Jahr auf Temperaturen deutlich oberhalb der 0 Grad. Die Fans sind sehr gut gelaunt und sorgen von Anfang an für ein lautstarkes Umfeld. Das Spiel läuft eigentlich ganz im eigenen Sinne an und findet seinen ersten richtigen Höhepunkt im 1:0 für RB Leipzig. Also alles in allem eine perfekte Situation. Dass der Nachmittag dann so kippt, wie er es beim 2:2 von RB Leipzig gegen den VFC Plauen tat und die RasenBallsportler nur mit viel Glück und einem Treffer durch Fußballgott Fabian Franke zum Ausgleich kamen, ist eigentlich nur schwerlich zu erklären.

Begonnen hatte Alexander Zorniger diesmal überraschend ohne Thiago Rockenbach, für den Clemens Fandrich in die Spielmacherrolle schlüpfte (wobei auf dem Platz diese feste Positionszuordnung so nicht zu erkennen war). Umut Kocin durfte noch mal auf links und Juri Judt auf rechts hinten ran, weil Tim Sebastian und Christian Müller weiterhin ausfielen. Im Mittelfeld war Dominik Kaiser zurück und spielte rechts neben bzw. leicht rechts vor Jeremy Karikari im Mittelfeld. Links durfte diesmal Timo Röttger von Beginn an sein Können zeigen. Und im Sturm war an der Seite von Daniel Frahn wieder die Zeit reif für Matthias Morys.

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Pressekonferenz: RB Leipzig vs. VFC Plauen

[Nach dem Spiel RB Leipzig gegen den VFC Plauen ab etwa 15.30 Uhr an dieser Stelle die Stimmen der Trainer Michael Hiemisch und Alexander Zorniger aus der Pressekonferenz.]

15.52

Schlussendlich bleibt nur, dass man weiter ungeschlagen bleibt. Wobei man manchmal das Gefühl hat, dass es gut wäre, wenn dieses Thema mal endlich vom Tisch käme. Weil man sich von dieser Ungeschlagen-Serie in dieser Saison schlicht nichts kaufen kann. Aber egal, verneigen wir uns heute vorFabian Franke, Fußballgott, der als Turm im Sturm doch noch den fast nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich sicherte. In diesem Sinne einen schönen Sonntag noch.

15.49

Ich bin immer noch sprachlos und völlig unschlüssig, wie man so ein Spiel, das man in der ersten Halbzeit eigentlich lange Zeit ganz gut im Griff hatte, noch so aus der Hand geben und den Gegner so zum kontern einladen kann. Neben dem nun schon gewohnt unkreativen Spiel mit dem Ball funktionierte heute auch das Spiel ohne Ball im Laufe des Spiels immer schlechter. Und das ist dann doch letztlich mehr eine Frage des Willens und Wollens als des Könnens.

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Gegen den minimalistischen Trend?

Das schöne an englischen Wochen ist, dass man sich nicht übermäßig mit Fußballnebengeräuschen beschäftigen muss, sondern eng an dem bleiben kann, worum es im Kern ja auch geht. Nämlich um die 90 Minuten auf dem Platz. Zudem bietet sich die Chance, sich nicht allzu lange an irgendwelchen Unzufriedenheiten über welche Teilaspekte des jeweils vergangenen Spiels auch immer aufzuhalten, sondern frohen Mutes nach vorne zu blicken und sich auf das nächste Spiel zu freuen.

Das gilt auch für RB Leipzig nach dem insgesamt wenig beeindruckenden Ausflug mit Happy End zur U23 von Union Berlin. Denn mit dem Spiel gegen den VFC Plauen wartet bereits der nächste Test der Motivation und der Konzentrationsfähigkeit der RasenBallsportler in einem Spiel gegen ein robustes Team aus der unteren Tabellenhälfte. Typischer Regionalligafußball eben.

Dass der VFC Plauen ziemlich tief im Tabellenschlamassel steckt und als 11. das Feld der direkten Abstiegskandidaten (zumindest wenn am Ende der Saison wirklich zwei Teams absteigen) anführt und bei zwei Spielen mehr als die Konkurrenz noch lange nicht gesichert ist, konnte man vor der Saison nicht erwarten. Doch die Unruhe im Verein, die in der Hinrunde durch finanzielle Schwierigkeiten und mannschaftsinterne Streitereien entstand, kostete dem Verein einiges an sportlicher Stärke.

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Regionalliga: 1.FC Union Berlin II vs. RB Leipzig 1:2

Eigentlich war die Geschichte des Spiels schon fertig geschrieben. Wie schon im Hinspiel sollte Daniel Ujazdowski dafür verantwortlich sein, dass RB Leipzig sich gegen die U23 von Union Berlin mit einem 1:1 begnügen muss. Denn dieser hatte am ersten Spieltag das einzige Tor für Union erzielt und traf nun in der Rückrundenpartie kurz vor Schluss per Elfer zum Ausgleich.

Doch ein Spiel dauert nicht nur in halbgaren Talkshows, sondern auch auf Berliner Kunstrasennebenplätzen 90 Minuten. Und in eben jener versenkte Daniel Frahn ebenfalls einen Elfer zum alles in allem glücklichen 2:1 für RB Leipzig.

Dass dieser viel Diskussionsstoff mit sich brachte, ist nachvollziehbar. Die Frage Foul oder kein Foul sollte man relativ schnell mit Foul beantworten, auch wenn es nichts böses war, sondern der Verteidiger schlicht zu spät kommt und Frahn als Gefoulter dankend annimmt. Die Frage Elfer oder Freistoß ist da schon wesentlich schwieriger zu beantworten. Fotos von der Szene zeigen den Verteidiger im Strafraum und Frahn außerhalb. Die Beine der beiden berühren sich dann irgendwo an der Strafraumlinie.

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Eisern englisch?

[ Update: Gespielt wird nach heutiger Entscheidung am Bruno-Bürgel-Weg auf Kunstrasen. Interessante Entscheidung im Sinne des Sports. Dass dort vermutlich unter Sicherheitsgesichtspunkten nicht alles perfekt ist, hat der Verband angesichts der Terminnot offenbar in Kauf genommen.]

(Unwahrscheinlich, dass das Spiel von RB Leipzig bei Union Berlin angepfiffen wird. Dass das Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion bei den örtlichen Behörden (das Gelände gehört dem Land Berlin) als zu beräumendes Stadion auf der Prioritätenliste ganz oben steht, ist nicht zu vermuten. Falls der Verein nicht doch noch in Erwägung zieht, in das Stadion der Profis An der Alten Försterei umzuziehen, dürfte es mehr als eng werden mit der Spielaustragung. Dass der Verein diese Variante offenbar nicht in Erwägung zieht, kann man – trotz möglicherweise höherer Kosten – auch als ziemliche Missachtung der U23 interpretieren, denn angesichts des praktisch nicht mehr bewältigbaren Nachhole- und Restprogramms müsste man doch langsam am Punkt sein, ALLE möglichen Hebel inklusive der Alten Försterei in Bewegung zu setzen, um Spielaustragungen zu gewährleisten. Aber wie heißt es so (un)schön? Steckste nicht drin.. Da bisher keine Absage kam hier trotzdem schon mal der Vorbericht.)

Neuer Mittwoch, neues Glück. In Form des erneuten Versuchs, ein paar Spiele im völlig vom Winter durcheinander gewirbelten Spielplan der Regionalliga Nordost aufzuholen. Da Jena kein Nachholespiel bestreitet, könnte RB Leipzig den Vorsprung auf den einzigen Konkurrenten im Kampf um den Relegationsplatz (es hat kein anderes Team eine Regionalligalizenz beantragt) ausbauen. Und zwar in der aktuell wichtigsten Kategorie auf fünf Spiele. Fünf Spiele mehr würde RB Leipzig nach dem Spiel bei Union II auf dem Konto haben als Carl Zeiss Jena. Die Regionalliga Nordost fühlt sich schon lange nicht mehr wie ein Wettbewerb an, weil es keine parallelen Spiele imt dem Konkurrenten aus Jena gibt. Was jammerschade ist.

Neben den Spielplanfakten könnte RB Leipzig natürlich auch punktetechnisch weiter vorlegen. Alle Punkte, die die RasenBallsportler jetzt an Vorsprung sammeln, müsste man in Jena in den Nachholespielen erst mal mühsam wieder aufholen. Ernsthaft dran glauben tut wohl niemand, dass Jena aus möglichen 22 Punkten Rückstand nach dem RB-Ausflug nach Berlin in fünf Nachholern sieben machen kann. Und selbst wenn blieben dann nur neun Spiele um die anderen Punkte aufzuholen. Man lehnt sich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man dies als sehr unwahrscheinliches Szenario empfindet.

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Regionalliga: ZFC Meuselwitz vs. RB Leipzig 0:0

Es war schon vorher klar, dass die Aufgabe ZFC Meuselwitz für RB Leipzig kein Osterspaziergang (damit ist die Osteranspielungsquote für diesen Artikel erfüllt..) werden würde. Als es eine Stunde vor Spielbeginn zu schneien begann und man den sowieso schon arg ramponierten Acker Rasen begutachtet hatte, wusste man, dass dem noch mehr Wahrheit inne wohnen würde, als man vorher gedacht hätte.

Von daher war durchaus einiges Erstaunen im Spiel, als auf dem Aufstellungsbogen nicht Stefan Kutschke als bewährte Luftkampfwaffe ins Spiel kam, sondern der eher bodenorientierte Matthias Morys. Und auch auf die Anwesenheit von Thiago Rockenbach hätte man nicht unbedingt sehr viele Euro gesetzt. Die Aufstellung sprach mit Fandrich, Rockenbach und Morys für den Versuch, die Partie auf spielerische Art und Weise zu lösen.

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Eine Frage der Physis

[Update 30.03.2013: Falls nichts mehr extremes dazwischen kommt, wird das Spiel ZFC Meuselwitz gegen RB Leipzig morgen tatsächlich stattfinden. Aktuell steht dem jedenfalls nichts entgegen.]

(Ich ignoriere mal geflissentlich den Flockenwirbel draußen, der nach Absage des Spiels RB Leipzig gegen ZFC Meuselwitz schreit. Ich hoffe, dass man sich bis morgen, Samstag mit der Platzbegehung Zeit lässt und die zu erwartenden Tagesplusgrade noch ihr Wunder tun. Deshalb hier schon mal prophylaktisch der Vorbericht.)

Ziemlich genau 17 Monate ist das letzte Auswärtsspiel beim ZFC Meuselwitz für RB Leipzig nun schon her. Und doch dürfte es in der Erinnerung der meisten Anwesenden noch ziemlich präsent sein. Denn an einem prächtigen Spätherbsttag sah man etwas, das man bis dahin bei RB Leipzig noch nicht kannte, nämlich einen gut gefüllten Gästeblock. Geschätzte 600 bis 800 Gästeanhänger ließen es sich nicht nehmen, die reichlich 40 km in den Süden Leipzigs zu fahren.

Das klingt nicht sonderlich spektakulär, war aber für damalige Verhältnisse, als man bei Auswärtsspielen selten einmal mehr als 200 Mitreisende begrüßen durfte, fast schon ein Paradigmenwechsel. Eine Art Meilenstein in der Entwicklung des RB-Vereinsumfelds. Und einer, der an diesem Tag mit einem Gästeblock, der sich nicht immer ernst nahm und dessen Einlass von einem einzigen(!) Security-Mann völlig entspannt bewältigt wurde, viel Spaß machte.

Seitdem ist viel Fußballwasser die Flüsse der Republik hinuntergeflossen, hat RB Leipzig einen Aufstieg verspielt und wurde die Führungsriege bei RB einmal umgepflügt. Doch die verstärkte Reiselust der Leipziger Anhängerschaft ist geblieben. In der aktuellen Spielzeit dürften da insbesondere die Ausflüge nach Magdeburg, Zwickau, Auerbach und auch Halberstadt noch in guter Erinnerung geblieben sein.

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Regionalliga: RB Leipzig vs. Berliner AK 1:0

Langsam werden die 1:0-Siege in der heimischen Red Bull Arena für RB Leipzig schon zum Standard. Schon zum dritten Mal im vierten Versuch schickte man den Gast, in diesem Fall den Berliner AK, mit dem minimalistischsten aller gewinnbringenden Ergebnisse wieder nach Hause. Und auch im vierten Heimspiel der Hinrunde wurde es ein Sieg mit nur einem Tor Unterschied. Mit 5:1 Toren sammelte man optimale 12 Punkte ein. In Sachen ergebnisbezogener Effektivität kann man den RasenBallsportlern jedenfalls keinerlei Vorwurf machen.

Man konnte vor dem Spiel gegen den Berliner AK ahnen, dass diese Aufgabe für RB Leipzig kein Spaziergang werden würde. Nur acht Gegentore hatten die Gäste zuvor in 16 Spielen kassiert und waren dabei nur einmal und in Spielen gegen die ersten 4 der Tabelle noch gar nicht mit einer Niederlage vom Platz gegangen. Eine taktisch prima geschulte Mannschaft erwartete man deshalb zum Spitzenspiel 1 gegen 5 im bitterkalten, aber in der Sonne der Red Bull Arena angenehmen Leipzig. Und genau diese Mannschaft bekam man auch zu sehen.

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