Schlagwort-Archive: Regionalliga 2011/2012

Spieler der Rückrunde: Fabian Franke

Dem einen oder anderen mag es seltsam vorkommenn, nach der ziemlich schwachen Rückrunde der RasenBallsportler trotzdem eine positive Auszeichnung wie den Spieler der Rückrunde zu verleihen. Und sicherlich ist die Wahl nicht ansatzweise mit so viel Klasse verbunden wie jene aus der Hinrunde als Timo Röttger zu einer ziemlich hohen Prozentzahl zu überzeugen wusste. Denn in dieser Rückrunde schwächelte jeder mal mehr, mal weniger.

So fällt es auch nicht wirklich leicht, sich für einen konkreten Spieler zu entscheiden. Stefan Kutschke könnte man auf jeden Fall in die engere Auswahl nehmen, weil er es unter starker Konkurrenz geschafft hat, sich mit Leidenschaft und Leistung ins Team zu kämpfen. Henrik Ernst wäre zu nennen, der sich in der Rückrunde ins defensive Mittelfeld spielte und dort, mal vom Ende der Saison abgesehen, sehr zu überzeugen wusste.

Meine ganz subjektive Wahl fällt aber auf den zentralen Mann auf der linken Seite der Innenverteidigung Fabian Franke. 2010 (als früherer Jugendspieler beim FC Sachsen Leipzig) vom HSV II zu RB Leipzig gewechselt, war ich mir damals nicht wirklich sicher, was ich von Franke halten soll: Spieler der Rückrunde: Fabian Franke weiterlesen

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Kaderrückblick RB Leipzig: Regionalliga 2011/2012

Zum rückblickenden Glück fehlt natürlich noch der ultimative, ganz subjektive Rückblick auf die individuellen Leistungen der Spieler von RB Leipzig in der Saison 2011/2012 und speziell in der Rückserie dieser Saison. Im Gegensatz zur Hinserie fehlt Shaban Ismaili, der im Winter zur SG Sonnenhof Großaspach in die Regionalliga Süd wechselte und dort sein Glück gefunden zu haben scheint. Neu hinzugekommen ist dagegen in der Winterpause das Trio Roman Wallner, Niklas Hoheneder und Tomasz Wisio.

(Anmerkung: Die Daten in Klammern beziehen sich nur auf die Regionalligaspiele. Die Trennung in Hin- und Rückserie erfolgt auf der Basis der Winterpause. Vor der Winterpause fanden 18, danach noch 16 Saisonspiele statt.)

Tor

Pascal Borel (Hin: 17 Spiele, 1530 Minuten; Rück: 16 Spiele, 1440 Minuten): War Borel in der Hinserie noch ein sicherer Rückhalt, der auch den einen oder anderen Punkt mit entscheidenden Paraden festhielt, steht er symbolisch für eine wenig gelungene Rückrunde. Das fing bereits in Zwickau im Sachsenpokal mit einem haltbar scheinenden Gegentor an und endete nach den Zwischenstationen Cottbus II und Halberstadt beim bitteren Ausgleich gegen Wolfsburg II, der das Ende der Aufstiegsträume bedeutete. RB Leipzig ist sicher nicht wegen Borel nicht aufgestiegen und ihn sich zum Sündenbock zu wählen, würde die Sache ungerechtfertigt vereinfachen. Aber man darf durchaus festhalten, dass Borel in der Rückrunde im Gegensatz zur Hinrunde kein positiver Faktor mehr war. Was auf einer solch wichtigen Position eine ziemlich bedenkliche Feststellung ist. Was den Leistungsabfall bei Borel erklären könnte, weiß ich nicht. Aber die in den letzten Wochen wieder auftauchenden Gerüchte um ein RB-Interesse an Keeper Raphael Wolf (inzwischen zu Werder Bremen gewechselt) scheinen zu zeigen, dass RB eine ernste Alternative zu Borel sucht. Pacult wurde in der Hinserie mal (nach einer Superparade Borels) mit den Worten zitiert, dass das eben die Aufgabe des Keepers sei. In diesem Sinne hat Borel in der Rückrunde seine Aufgabe nicht (so gut wie in der Hinrunde) erfüllt.

Benjamin Bellot (Hin: 1 Spiel, 90 Minuten; Rück: 0 Spiele, 0 Minuten): Eine Alternative zu Borel wäre natürlich die Nummer 2 Benjamin Bellot. Hat in der Rückrunde keinen Einsatz mehr gehabt. Von daher schwer zu beurteilen. In der Vorbereitung fiel er als sehr kompletter Keeper auf. Angesichts des scheinbaren Interesses an einer neuen Nummer 1 vertraut man aber im Verein offenbar nicht auf Bellot.

Andreas Kerner (Hin: 0 Spiele, 0 Minuten; Rück: 0 Spiele, 0 Minuten): Keine Spielminuten, keine Einschätzung möglich. Hat offenbar wie das gesamte Torwarttrio noch ein Jahr Vertrag. Mal gucken, was sich da in der Sommerpause tut. Kaderrückblick RB Leipzig: Regionalliga 2011/2012 weiterlesen

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Hallescher Siegerminimalismus

Emotional ist die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg inzwischen ein wenig abgeklungen. Dafür wird mit wachsendem Abstand die rationale Enttäuschung größer. Mir leuchtet ehrlich gesagt immer weniger ein, wie man ausgerechnet in dieser Spielzeit den Aufstieg verpassen konnte.

Klar Halle und Kiel waren gut, aber eben bei aller Liebe auch keine übermächtigen Kontrahenten. Im Vergleich zur vergangenen (Chemnitz) und wohl auch im Vergleich zur kommenden (Relegation) Saison war es in der aktuell abgelaufenen wohl eigentlich eher einfach, den Aufstieg in die dritte Liga zu bewerkstelligen. Ich hatte ja schon versucht, die möglichen Ursachen und Hintergründe (auch mir) in Form einer Saisonbilanz ein wenig zu erklären, aber so richtig rein in meinen Kopf will das Scheitern nicht.

Interessant ist in dem Zusammenhang der Blick auf die Spitzenspiele zwischen den drei Topclubs aus Leipzig, Halle und Kiel. Insgesamt fielen in den sechs entsprechenden Partien gerade einmal sechs Tore. Wobei gleich drei davon bei der Partie RB Leipzig gegen Holstein Kiel fielen. Bleiben für die restlichen fünf Spiele gerade einmal drei Treffer. Zum Vergleich: RB, HFC und KSV erzielten ingesamt im Laufe der Saison durchschnittlich jeder knapp zwei Treffer pro Spiel.

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Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2011/2012

Da ist sie also dahingegangen diese Saison und die blöde Sommerpause gewinnt langsam Oberhand. Jaja, ich weiß es wurden für Freitag und nächsten Dienstag noch mal Freundschaftsspiele in der Umgebung vereinbart (Bernburg und Braunsbedra). Aber mal ehrlich, nach Saisonnachgeplänkel steht mir irgendwie auch gar nicht der Sinn (keine Ahnung, wie es den Spielern gehen mag). Für Imagepflege in der Region und Vertrags- und Kadergespräche mag das alles aber durchaus sinnvoll sein.

Wie auch immer, die Zeit ist da, um die Rückrunde in ihren vielen Unzulänglichkeiten noch einmal Revue passieren zu lassen. Wofür es Sinn macht, sich noch einmal den Stand nach der Vorrunde, die RB Leipzig immerhin knapp als Tabellenführer beendete, vor Augen zu führen:

Die bisherige Saison war ergebnis- und stimmungstechnisch gut, spielerisch und spieltaktisch aber maximal befriedigend. Insgesamt also ausbaufähig. Mit einer weiteren Saisonvorbereitung und dem weiteren Verinnerlichen von Spielabläufen sollte sich aber gerade die spielerische Linie weiterentwickeln. (Zwischenbilanzen: RB Leipzig in der Saison 2011/2012)

Ja, so optimistisch ging es in der Winterpause hier im Blog noch zu. Wenn man schon eine Halbserie als Tabellenführer beendet, die in vielen Belangen noch nicht mal optimal lief, was würde erst auf den geneigten Beobachter warten, wenn noch mehr Vorbereitung noch mehr Klasse bringen würde? Es ist schon eine Crux, dass von den Träumen und Wünschen so wenig übrig blieb.

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Regionalliga: Hallescher FC vs. RB Leipzig 0:0

Da kam er also der letzte Spieltag der Regionalliga. Vor dem der Nichtaufstieg für RB Leipzig schon feststand. Wieder mal, wie im letzten Jahr eine fremde Party. Nur, ob man ihr live bewohnen müsse oder ob doch Kiel noch mal zuschlagen würde, war vor dem Spiel noch unklar. Am Vormittag waberten mir noch die Spiele und Punktverluste gegen Cottbus II, Meuselwitz und diese desaströse Nachspielzeit letzte Woche gegen Wolfsburg II durch den Kopf. Hätte und wenn und sowieso. Spätestens mit dem Eintreffen am Spielort war das aber Geschichte und kam glücklicherweise danach auch nicht wieder (trotz des Kieler Patzers nicht).

Wenn man den entscheidenden Unterschied zur vergangenen Saison festhalten will (im sportlichen sehe ich kaum einen), dann dürfte beim Betrachten des Gästeblocks der entscheidende Punkt auffallen. Während sich letzte Saison am vorletzten Spieltag zur Aufstiegsparty des Chemnitzer FC, abgehalten auch gegen RB Leipzig nur knapp 100 versprengte Gästeanhänger aufmachten, reisten dieses Jahr handgeschätzte 800 Zuschauer ins nur etwas näher gelegene Halle, zu einem aus Gästesicht ebenso unwichtigen wie überflüssigen Spiel wie dem letztjährigen in Chemnitz.

Man muss an der Stelle auch mal Komplimente machen, wo Komplimente mehr als angebracht sind. Denn dass sich der Anhang dieses letzte Spiel noch einmal nimmt, um trotz der sicheren Häme aus Halle, den Fußball im Allgemeinen und sich selbst im Speziellen zu feiern, war ziemlich schick. Dass die Fußballatmosphäre im weiten Rund eine großartige war, lag auch am gutgelaunten Gästeanhang. Wobei insbesondere der doppelte Boden, den man sich weiter bewahrt, sehr viel Spaß macht. Ob es das Mitschunkeln und Mitklatschen bei der ziemlich unerträglichen HFC-Vereinshymne(?) am Anfang war oder die „Zugabe, Zugabe“-Rufe als Antwort auf die klassischen „Red-Bull-Schw..“ oder der Wechselgesang mit den Gastgebern oder das Einstimmen in die „Red-Bull-Schw..-Gesänge“, das war teilweise sehr großes Kino und hat mich mehr als versöhnt mit der mir viel zu alkohollastigen Auswärtsfahrt nach Kiel (wozu kurze Anreisen und alkoholfreies Bier vor Ort doch alles gut sein können).

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Statt mittendrin nur irgendwie dabei

Und dann gibt es diese wirklich großartigen Statistiken. Die, die leicht verschwörungstheoretischen Charakter haben und Ableitungen vornehmen, wo de facto keine sind. Wie jene, dass dies Jahr bisher drei von vier Mannschaften, die zu Hause gegen den BVB im DFB-Pokal ausgeschieden sind, am Ende der Saison einen Aufstieg feiern durften. Düsseldorf und Fürth in die Bundesliga, Sandhausen in die zweite Liga. Und der vierte Auswärtsgegner des BVB hieß Holstein Kiel und spielt morgen im Fernduell mit dem Halleschen FC um den Aufstieg in die dritte Liga. Ausgang ist – na klar – nicht offen, sondern dank Statistik bereits entschieden. Schade HFC. 😉

Hätte man mich vor der Saison (und auch noch lang in diese hinein) gefragt, dann hätte ich gehofft, dass vor dem Spiel in Halle die Saison entschieden sein möge, weil mir ein Ausflug nach Halle mit dem Auftrag Punkte mitbringen zu müssen, als ziemlich heftiges Roulettespiel erschien. Dass RB Leipzig nun ziemlich entspannt und ohne Druck nach Halle fahren kann, entspricht trotzdem nicht so recht meinen Hoffnungen vor der Saison.

Aber es ist eben wie es ist, für RB Leipzig geht es nur noch um solche Kategorien wie Ehre und Charakter und um einen gelungenen Saisonabschluss und für den Halleschen FC geht es schlicht um alles, nämlich um den Drittligaaufstieg. Wenn sie die sechs Punkte Vorsprung auf Kiel, die es nach 30 Spielen waren, tatsächlich noch verspielen, dann wäre dies tatsächlich ein heftiges Desaster für eine Stadt, die nach der Phase der allumfassenden Tristesse während der Zeit des Stadionumbaus so etwas wie Fußballeuphorie atmet. Allerdings endete auch der letzte aussichtsreiche Versuch, aus der Regionalliga zu entkommen, im Jahre 2009 auf dem undankbaren zweiten Platz. Hinter? Na klar, Holstein Kiel. Wegen zweier Unentschieden und einer Niederlage in den letzten vier Spielen. Aktuelle Bilanz der Spieltage 31-33: ein Sieg, ein Unentschieden, eine Niederlage.

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Regionalliga: RB Leipzig vs. VfL Wolfsburg II 2:2

Ich habe in meinem Leben, trotz einiger Jahre ohne Live-Fußball im Stadion, auch einiges an enttäuschendem miterlebt. Abstiege, verlorene Spiele, die schwierige Nachwendezeit in Cottbus, depremierende Spielzeiten. Doch das 2:2 vom Samstag war wohl in Sachen selbst live erlebt so ziemlich das bitterste Ereignis, an das ich mich erinnern kann. Und ganz ehrlich, ich hätte nach dem 2:1 nie und nimmer damit gerechnet, dass man sich die leckere Butter noch vom harten Regionalliga-Brot nehmen lassen würde. Was die Härte des Bodenaufpralls noch verstärkt haben dürfte.

Es ist nicht so, dass ich von dem Spiel analytisch viel mitbekommen hätte. Zu sehr war ich mit dem Parallelabgleich des Geschehens auf den anderen Plätzen und der Tabellenkonstellation als solcher beschäftigt, als dass mir die tiefen praktischen Geheimnisse der neu erbauten Raute im Mittelfeld von RB Leipzig aufgegangen wären. Ganz optimal lief das Spiel mit dem neu installierten Zehner Rockenbach nicht, aber die erste Hälfte war fußballerisch insgesamt kein 100prozentiger Zuckerschlecken. Wenn, dann waren es die Gäste, die die feinere Klinge schlugen.

Bei RB Leipzig bemühte man sich zwar um Struktur und Zugriff, aber vieles blieb Stückwerk und diverse Male sah man irgendjemanden abwinken oder mit dem Nebenmann motzen. Von Fußball- und Aufstiegswundern war jedenfalls nicht unbedingt etwas zu spüren. Zumindest nicht bis zur 39. Spielminute als Carsten Kammlott im Strafraum fiel und dafür einen Elfmeter erhielt. Als Stadionbesucher war meine erste Reaktion ein kopfschüttelndes ‚Niemals‘. Als Fernsehzuschauer muss ich zugeben, dass man den Elfer zumindest geben kann (je nach Sichtwinkel), aber ein ausbleibender Pfiff auch nicht hätte verwundern dürfen. Das daraus resultierende 1:0 führte zumindest zum weiter gesteigerten Interesse an den Spielständen in Meuselwitz und Kiel.

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Anders als gedacht

Ja, das hatte man sich etwas anders vorgestellt, das mit dem letzten Heimspiel am morgigen Samstag (13.30 Uhr) in der Red Bull Arena gegen den VfL Wolfsburg. Ein rauschendes Fest sollte es werden. An einem Tag, an dem der Aufstieg im besten Fall klar gemacht worden wäre. Und nebenbei hätte man den bundesdeutschen  Zuschauerrekord für Viertliga-Regionalliga-Spiele (bisher 18.500 beim Spiel Preußen Münster gegen Gladbach II letzte Saison) gebrochen.

So oder so ähnlich sah es wohl in den Träumen der meisten RB-Anhänger aus. Und nun wird das Stadion mit Freikartenbesuchern aufgefüllt und selbst Lok dürfte (so in Meuselwitz nichts weltbewegendes passiert) einen Tag später trotz sportlich durchwachsener Saison dank intakter Aufstiegschance mehr Euphorie erleben (auch wenn ich nicht an die erwarteten 10.000 Besucher glaube) als die RasenBallsportler bei ihrem vorletzten Regionalligaauftritt der aktuellen Saison.

Na klar, ein kleines Fünkchen Hoffnung wabert natürlich ganz heimlich, still und leise auch durch mein Hirn. Was aber nichts damit zu tun hat, dass Meuselwitz-Boss Wolf vollen Einsatz angekündigt hat und beim ZFC im Spiel gegen den HFC offenbar (was mich überraschen würde) keine Spieler für das Pokalfinale gegen Jena vier Tage später geschont werden. Denn realistisch ist es nicht, dass Meuselwitz den euphorisierten Gegner mit seinen mehr als 2.000 mitreisenden Anhängern stoppt. Aber ganz unten im Unterbewusstsein lauert das Wissen, dass im Fußball nicht immer der Realismus gewinnt, sondern auch ab und zu die unglaublichen Dinge passieren. Halt aber nicht täglich, sondern eher aller 10 Jahre mal. Mal abwarten, ob RB Leipzig schon dran ist mit einem Zehnjahresereignis..

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Regionalliga: Germania Halberstadt vs. RB Leipzig 2:3

Und dann kommen sie doch diese Tage, an denen es einem tief und endgültig ins Bewusstsein dringt, dass in dieser Saison gleich zwei Mannschaften besser sind und den Aufstieg mehr verdient haben als die eigene. Dass die Gegner in der kommenden Saison wieder Berliner AK, Halberstadt und Meuselwitz und einiges an neuem heißen. Und dass diese verdammten Heimspiele gegen Cottbus II und Meuselwitz die Chance auf einen finalen Showdown völlig überflüssigerweise (man denke nur an den völlig talentfreien Auftritt der Cottbuser U23 in Leipzig) sehr wahrscheinlich zunichte gemacht haben.

Klar, der HFC muss trotz 5:0 gegen St. Pauli II am Samstag erst mal in Meuselwitz gewinnen, um sicher aufzusteigen und ein Aufstiegsendspiel gegen RB Leipzig eine Woche später zu verhindern. Und auch klar, dass ich, je näher der Samstag rückt, anfangen werde, doch noch auf eine Chance zu hoffen. Aber ganz nüchtern betrachtet, liegt dem HFC in Thüringen kein Stolperstein mehr im Weg, denn ich glaube nicht ernsthaft dran, dass der ZFC den Samstag mit seiner A-Elf bestreitet, da er vier Tage später gegen Carl Zeiss Jena im Thüringenpokal-Finale den DFB-Pokal-Einzug klar machen will. Nach der Erfahrung nach dem Sieg bei RB Leipzig, als man in einer englischen Woche vier Tage später saft- und kraftlos gegen Holstein Kiel verlor, würde ich als sportlich Verantwortlicher jedenfalls nicht mein Team in einem für mich wertlosen Spiel gegen den Tabellenführer verbrennen. Wobei noch dazu kommt, dass selbst ein Meuselwitzer A-Team nur sehr geringe Chancen hätte gegen den Lauf des HFC. Und sowieso ist da auch noch Holstein Kiel, die ja dank Siegesserie auch noch vor RB liegen..

Sei es wie es sei, denn die Sachen kommen eh wie sie kommen, aber im Nachhinein schmerzen die letzten Heimspiele (vier Punkte aus drei Spielen) extrem, daran kann auch das erkämpfte 3:2 von Halberstadt nichts ändern. Es war exakt das Ergebnis aus dem Hinspiel. Vier Gegentore in zwei Spielen gegen einen durchschnittlichen Regionalligisten. Gegen keinen anderen Gegner kassierte RB Leipzig mehr Treffer. Auch das ein wenig bezeichnend für die insgesamt nicht übermäßig gelungene Saison (bzw. insbesondere Rückrunde).

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Auf den Spuren des FC Sachsen Leipzig?

Nach den statistischen Betrachtungen zum Sturmduo Frahn/ Kutschke nun also wieder zurück zum Kerngeschäft. Und das ist der Fußball. Der drittletzte Spieltag steht am Sonntag (06.05., 13.30 Uhr) auf dem Programm und der Gegner heißt im vorletzten Auswärtsspiel Germania Halberstadt. Was auch Anlass sein dürfte, allseits die Geschichte der 3:2-Wiederauferstehung aus dem Hinspiel wieder und wieder zu erzählen. Fast schon so als würde man von früher erzählen.

Und ein bisschen fühlt es sich tatsächlich so an, denn irgendwie lag das Hinspiel noch in einer Zeit, in der vieles, trotz der damals schon limitierten spielerischen Mittel, noch zu funtionieren schien und als der tiefe Riss im Selbstverständnis, der durch das Halle-Spiel zwei Wochen später folgen sollte, noch nicht erahnbar war. Das 3:2 im Hinspiel war genaugenommen schon ein Signal, dass nicht alles prima funktioniert, denn Halberstadt war mit seinem variablen, sehr ansehnlichen 4-1-4-1 spieltaktisch einfach mal besser und die RasenBallsportler drehten den 0:2-Rückstand vor allem mit einer großen Portion Willen und Moral und dank der Einwechsler Marcus Hoffmann und Carsten Kammlott.

Nun also wieder Halberstadt. Denen aber inzwischen der langjährige Chefcoach Andreas Petersen fehlt. Der hat sich vor kurzem für das Traineramt beim 1.FC Magdeburg ab der kommenden Saison entschieden, was zu einer sofortigen Vertragsauflösung in Halberstadt führte. Keine Ahnung, ob das jetzt gut oder schlecht für RB Leipzig ist. So ein Wechsel kann bei einer taktisch eingespielten und funktionierenden Mannschaft auch noch mal ein paar Prozente Energie freisetzen, weil man sich ja dem neuen Coach (der der alte Co-Trainer ist) zeigen will. Andererseits ging das erste Spiel unter Enrico Gerlach beim ZFC Meuselwitz mit 0:2 verloren.

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Regionalliga: RB Leipzig vs. Berliner AK 2:1

Ich hab dann wieder mal ein Heimspiel verpasst. Das letzte Mal passierte mir dies am vierten Spieltag beim Spiel gegen Havelse. Nun also am viertletzten Spieltag wieder und ich tue angesichts der Besucherzahl vermutlich gut daran, gleich mal klarzustellen, dass meine Abwesenheit reineweg gar nichts mit dem Tabellenstand zu tun hatte. Tatsächlich habe ich letzte Saison bis zum letzten Spiel gerne die Red Bull Arena besucht und hätte es auch dieses Mal gern getan. Aber manchmal soll es halt nicht sein.

Eigentlich kein Tag für euphorische Jubelszenen - Einlaufkinder bei RB Leipzig | © GEPA pictures/ Roger Petzsche

Verpasst habe ich offenbar aber nicht allzu viel. Wenn man ein schwaches Spiel mit typischen RB-Elementen als nicht allzu viel bezeichnen möchte. Sehr wenig Glanz, sehr viel Krampf, vergebene Torchancen und zum Schluss Zittern. Diesmal wenigstens mit positivem Ausgang und drei Punkten. Was das leise Hoffen und Träumen ein wenig am Leben erhält. Am kommenden Sonntag spielen dann RB Leipzig, HFC und Holstein Kiel zur selben Zeit. Könnte ein spannender Spieltag werden..

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RB Leipzig: Die weggebrochene Bank

Eine der Konstanten der ersten Halbserie war die starke Bank von RB Leipzig. An den 18 Spieltagen vor der Winterpause waren insgesamt 12 mal Spieler, die eingewechselt wurden, an Toren beteiligt (5 Tore, 7 Vorlagen)*. Alle 83 Minuten waren die Einwechsler wichtiger Teil eines Torerfolgs. Ganz besonders bemerkenswert in diesem Zusammenhang, dass die Statistik besonders dann sehr gut war, wenn RB Leipzig zurück lag oder das Spiel unentschieden stand, sprich wenn es noch zusätzliche Punkte zu holen gab. Insgesamt 10 der 12 Scorerpunkte wurden in diesem Zusammenhang erzielt und 10 (!) zusätzliche Punkte erkämpft.

Diese Qualität wurde erst gestern wieder von der offiziellen Vereinshomepage [broken Link] hervorgehoben, indem auf insgesamt 6 Tore von Einwechslungen verwiesen wurde. Wobei schon hier auffällt, dass seit der Winterpause erst ein Einwechslertor dazu gekommen ist. Und das wiederum war das 7:2 von Stefan Kutschke im Spiel gegen den SV Wilhelmshaven. Also ein Spiel, in dem jeder mal durfte. Wie also schnitten denn die Einwechsler bisher in der Rückrunde tatsächlich ab, gerade im Vergleich mit der Topkonkurrenz aus Kiel und Halle? Vor allem letztgenannte waren in der Hinrunde durch eine mehr oder minder desaströse Bank (zumindest offensiv) aufgefallen.

Mal vorn angefangen, unterscheiden sich die drei Teams praktisch nicht, betrachtet man die reine Anzahl der eingewechselten Spieler (siehe auch Tabellen ganz unten). RB Leipzig und Hallescher FC wechselten jeweils 11 verschiedene Spieler ein, während es in Kiel 12 waren. Doch die erste Differenz folgt bereits auf dem Fuß. Während die Einwechselspieler des Halleschen FC im Schnitt auf insgesamt fast 10 Einsätze (bei 12 möglichen Spielen) zurückblicken können (Startelf und Einwechslungen zusammen), kommen die Kieler Einwechsler nur auf 7,5 Spiele im Schnitt und die RasenBallsportler gar nur auf weniger als sieben. Anders gesagt: Während nur ein Spieler des HFC, der eingewechselt wurde, auf weniger als neun Rückrundeneinsätze kommt (Boltze mit einem Einsatz), kommen bei RB Leipzig nur zwei Spieler auf mehr als acht Einsätze (Wallner und Geißler mit 12 und 11).

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Impulsive Kaderentscheidungen

Wenn man ein Barca-Ausscheiden überhaupt denken hätte wollen, dann konnte es nur so kommen, wie es gestern kam. Dass die tiefe Ungerechtigkeit des Chelsea-Ausscheidens gegen Barcelona vor drei Jahren, als man 180 Minuten lang das bessere Team war und im Rückspiel diverse Elfmeter nicht bekam nur durch eine – objektiv gesehen – ebenso große, sportliche Ungerechtigkeit wieder ausgeglichen werden konnte. Jenes Chelsea, das immer noch den Mourinho-Geist, aber auf sehr viel niedrigerem Niveau, ausstrahlt, war 180 Minuten lang das unterlegene Team und in Barcelona mit einer Vierer- bis Sechserkette und ab der Pause ohne Stürmer agierend eigentlich völlig überfordert.

Es war taktisch gesehen Anti-Fußball, wie man ihn seit Rehhagels Abwehrriegel-Euro-Gewinn 2004 nicht mehr gesehen hat. Und im Gegensatz zur Euro 2004 der eine seltene Moment, in dem ich sehr froh darüber war, dass der Antifußball mit seiner Taktik durchkam. Wegen 2009 eben. Schade, dass Michael Ballack dies als Spieler bei Bayer Leverkusen erleben muss und nicht noch das Trikot der Blues trägt.

Das aber eigentlich nur am Rande, denn auch wenn die Saison für RB Leipzig aufstiegstechnisch wohl ziemlich gelaufen ist und allseits bereits Kader- und Personalfragen für die kommende Saison diskutiert werden, bleibt die aktuelle Spielzeit und die Analyse dieser noch von einigem Interesse. Und da man davon ausgehen kann, dass die letzten vier Spiele die eine oder andere Statistik eher verzerren wird, macht manch Analyse wohl jetzt schon Sinn.

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Regionalliga: Holstein Kiel vs. RB Leipzig 1:0

Irrgendwie befällt einen dann doch diese wehmütige Leere, wenn das Saisonziel dann endgültig verpasst wurde und der Traum vom sich positiv zuspitzenden Finale zerplatzt. Auch wenn man im Fall von RB Leipzig durchaus bereits vor der Partie in Kiel zu einer gewissen Wahrscheinlichkeit damit rechnen musste, dass genau dies passieren würde.

Ehrlich gesagt fällt es schon schwer überhaupt nachzuvollziehen, wo dieses Hoffen auf die Wende in Form von fünf Siegen aus fünf Spielen vor dem Kiel-Spiel eigentlich herkam, nachdem RB Leipzig zuvor in 10 Partien seit dem Wilhelmshaven-Auftakt nur sechs mal gewonnen hatte. Havelse, Hamburg II, Cottbus II, Meuselwitz. Die Desaster-Liste war bereits vor dem Kiel-Ausflug mehr als gut gefüllt. Und trotzdem gab es da trotz 5:3-Toren aus den letzten vier Spielen noch dieses Fünkchen Hoffnung auf eine Aufholjagd. Eine die in Kiel auf fast schon prototypische RB-Art weggepustet wurde.

Eigentlich gilt auch weiterhin das meiste von dem, was ich schon zum Spiel gegen den ZFC Meuselwitz gesagt habe. RB Leipzig ist taktisch viel zu unflexibel und disziplinlos und personell in der Rückrunde eine gewöhnungsbedürftige Rotationsmaschine, sodass vieles von dem, was auf dem grünen Rasen passiert, wenig überraschend ist. Aber eines kann man der Mannschaft bei all dem tatsächlich nicht vorwerfen, auch nicht in Kiel, nämlich mangelnden Einsatz. In das Spiel in Kiel ist man nach einer Auftaktviertelstunde, in der spielerisch nichts ging und die Henrik Ernst als Innenverteidiger bezeichnenderweise mit einem haarsträubenden Fehlpass einleitete, der zu einer Großchance der Gastgeber führte, nur durch Kampf und Leidenschaft hineingewachsen. Beidseitig war das Spiel vor allem in Hälfte 1 ein hochintensiver, teils ruppiger Schlagabtausch, das leichte Vorteile für die RasenBallsportler zeigte. Leider köpfte Daniel Frahn seinen Kopfball nur gegen den Pfosten.

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Wie Phönix aus der Asche?

Es hätte wohl so etwas wie die Elefantenduell der Regionalliga Nord werden sollen, das morgige Auswärtsspiel von RB Leipzig bei Holstein Kiel. Im Heimspiel gegen Kiel am 13.Spieltag kämpften sich die RasenBallsportler mit einem 2:1-Heimsieg durch zwei Frahn-Tore an die Tabellenspitze. Zwei Punkte Vorsprung hatte man damals auf den Halleschen FC, vier Punkte Rückstand sind es dank des Hallenser Siegs im Nachholspiel in Halberstadt inzwischen geworden. 6 Punkte hat man auf Halle in den letzten 16 Spielen verloren. Nicht gerade wenig.

Statt des Elefantenduells der zwei nominell wohl stärksten Viertliga-Teams um den Aufstieg geht es deswegen in diesem heiß ersehnten Duell nur noch um die Rolle des ersten Halle-Verfolgers. Wer verliert, ist raus aus dem Aufstiegskampf. Wobei ich glaube, dass Kiel bei sechs Punkten Rückstand praktisch sowieso schon ziemlich nah dran ist, raus zu sein, egal wie das Spiel ausgeht. Trotzdem werden die Norddeutschen wohl mit der hundertprozentigen Einstellung in das Spiel gehen, dass sie ihre letzte Chance nutzen wollen. Und die heißt, genau wie bei RB Leipzig: die letzten fünf Spiele gewinnen. Da beide Teams die selbe Aufgabe eint und dies ganz automatisch in offenem Widerspruch zueinander steht, gilt für morgen das alte Highlander-Motto: Es kann nur einen geben.

Es ist nicht nur das Duell drei gegen zwei, es ist auch das Duell der extrem heimstarken Kieler gegen die extrem auswärtsstarken RasenBallsportler. Erstere haben zu Hause in 15 Partien lediglich zweimal Unentschieden (Halle und Plauen) gespielt, letztere in 14 Auswärtsspielen nur ein Unentschieden (Havelse) und eine Niederlage (HSV) kassiert.

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Regionalliga: Hannover 96 II vs. RB Leipzig 0:2

Es gibt auch diese Tage. Also diese, an denen so ziemlich alles positiv läuft. Gestern ging es schon damit los, dass BILD morgens vermeldete, dass RB Leipzig seine Drittligalizenz für die kommende Spielzeit komplett ohne Auflagen erhalten habe. Was nicht die Diskussionen um RB Leipzig selbst, aber eben die Diskussionen um die Vereinbarkeit der RB-Vereinssatzung mit den DFB-Statuten beenden sollte.

Weiter ging es mit der Nachricht, dass Timo Röttger nur fünf Wochen nach seinem Schlüsselbeinbruch wieder in der Startelf stünde. Dank Carbonschutz wurden damit die eher weniger gelungenen Experimente für die rechte Außenbahn der letzten Wochen glücklicherweise beendet. Es ist schon erstaunlich, dass ein so gut besetzter Kader wie der von RB Leipzig den Ausfall eines Spielers nicht verkraften konnte. Keiner ist wohl wie Röttger in der Lage, die wegen des flügellastigen 4-4-2 zwangsläufig entstehenden Eins-gegen-Zwei-Situationen immer wieder in Gefahr für das gegnerische Tor umzuwandeln und so die Nachteile des Spielsystems wettzumachen. Mal ganz davon abgesehen, dass das eingespielte rechte Duo Müller/ Röttger wohl sowieso jedem Drittligisten, aber auch mindestens der Hälfte der Zweitligisten sehr gut zu Gesicht stehen würde.

Bloß nicht noch mal das Schlüsselbein - Hoffnungsträger Timo Röttger im Zweikampf | © GEPA pictures/ Roger Petzsche

Und erwähnt muss natürlich auch der sehr günstige Spielverlauf werden. Die erste Großchance der U23 von Hannover 96 nach 7 Minuten abgewehrt, ging RB Leipzig bereits nach 13 Minuten durch einen Foulelfmeter in Führung. Eine Szene, die noch durch eine rote Karte für den zum Profikader gehörenden Leon Andreasen gekrönt wurde. Dabei wurde wieder mal deutlich, dass die Regel ‚Verhinderung einer klaren Torchance per Foulspiel durch den letzen Mann führt zum Platzverweis‘ ziemlich extrem ist, denn das Zupfen und Ziehen des Verteidigers war ein harmloses Foul und dass Hannover deswegen nun fast 80 Minuten zu Zehnt spielen musste eine ganz schön übertriebene Strafe.

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„Solche Spiele“

Wer selbst Fußball gespielt hat, weiß, dass es solche Spiele gibt. Man rennt an und kriegt keinen rein. (Peter Pault in der LVZ vom 12.04.2012)

Ok, werfen wir mal einen Blick auf die Rückrungen-Tabelle nach dem Wilhelmshaven-Spiel:

  • Hallescher FC: 17:6 Tore, 24 Punkte (8 S-0U-1N)
  • RB Leipzig: 14:6 Tore, 17 Punkte (5-2-2)
  • Holstein Kiel: 12:6 Tore, 16 Punkte (5-1-3)

Ziemlich eindeutiges Stimmungsbild. Kann sich natürlich noch drehen, aber derzeit liegt das Momentum ganz deutlich beim HFC. Interessant auch, dass von den 14 RB-Toren in neun Spielen gleich acht in zwei Partien fielen (Magdeburg, Plauen). Bleiben für die restlichen Spiele sechs Tore in sieben Partien (0,86 Tore pro Spiel) bei fünf Gegentoren. „Solche Spiele“, in denen man umsonst „anrennt“, gibt es offenbar zu oft in dieser Rückrunde. Letztlich muss man sich insgesamt in der Kategorie geschossene Tore sogar dem bisher nicht als extrem offensivstark bekannten Konkurrenten aus Halle geschlagen geben.

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Regionalliga: RB Leipzig vs. ZFC Meuselwitz 0:1

Nach so einem Spiel wie dem gestrigen fällt es ein wenig schwer die Fassung wiederzugewinnen. Es gab ja bei RB Leipzig in dieser Saison im Allgemeinen und in der Rückserie im Speziellen schon einiges auf und ab. Doch die gestrige Niederlage gegen Meuselwitz ist vom Gefühl her ein ähnlich heftiger Tiefschlag, wie die Niederlage gegen den HFC letzten Dezember.

Klar, man könnte Floskeln bemühen. Dass es solche Tage im Fußball eben gibt. Wo wenig gelingt und dazu auch noch Pech kommt. Dass alles ganz anders läuft, wenn Tim Sebastian postwendend nach dem Rückstand eine Ecke ins Tor köpft statt daneben. Dass man vor der Pause den Ausgleich verdient gehabt und ihn auch erzielt hätte, wenn Henrik Ernst nicht Roman Wallner den Ball vom Fuß klaut oder Sebastian Heidingers Schuss zwei Zentimeter weiter unten die Lattenunterkante trifft. Dass man auch nach der Pause mit einigen Chancen am Gästekeeper scheiterte und zudem in der 80. Minute einen (aus meiner Perspektive) klaren Elfer nicht bekommt. Stimmt ja auch alles irgendwie.

Aber irgendwie auch wieder nicht, denn dieses Spiel hat ähnlich schonungslos wie das HFC-Spiel die grundsätzlichen Defizite bei RB Leipzig aufgedeckt, die aus meiner Sicht im spieltaktischen Bereich zu suchen sind. Vielleicht stehe ich auch nur immer noch unter dem Eindruck der taktischen Vorstellung von Holstein Kiel bei Energie Cottbus II am Osterwochenende. Etwas, was mich – wie ich ja bereits beschrieb – wirklich beeindruckt hat. Ein modernes, flexibles System gegen das RB Leipzigs 4-4-2 wie Bezirksligarumpelfußball aussieht.

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Regionalliga: Energie Cottbus II vs. Holstein Kiel 0:2

Das Osterfest führte mich in diesem Jahr in heimatliche, also jene Gefilde, in denen weiterhin die elterliche Generation lebt. Also nach Cottbus. Wodurch sich mir die interessante Möglichkeit ergab, den kriselnden Aufstiegskontrahenten aus Kiel noch einmal beim Auswärtsspiel bei der U23 von Energie Cottbus unter die Lupe zu nehmen. Quasi als Scouting vor dem baldigen, direkten Aufeinandertreffen am 21.04. in Kiel, zu dem sich auch ein Fansonderzug [broken Link] und somit eine beträchtliche Anzahl an Fans aufmachen wird.

Es war bereits das dritte Spiel, das ich vom Energie-Nachwuchs bewundern durfte und das dritte Spiel, in dem er hoffnungslos unterlegen war. Diese Mannschaft ist genaugenommen nicht regionalligareif, was die verlorenen zwei Punkte von RB gegen Energie noch depremierender machen. Man kann den Energie-Spielern sicherlich keinen Vorwurf machen, denn Einsatz und Wille sind absolut vorbildlich und auch gegen Holstein Kiel zeigte man bis zum 0:2 viel Herz, aber individuelle und spieltaktische Klasse reichen, abgesehen von Clemens Fandrich, der im Gegensatz zum Spiel in Leipzig gegen Kiel auflief, einfach nicht aus.

Und so war dieses Spiel für Holstein Kiel mit dem 1:0 nach 18 Minuten praktisch schon gelaufen, denn im weiteren Spielverlauf kam Cottbus nicht einmal gefährlich vors Tor und schoss nur einmal auf selbiges. Dieser Torschuss schien ein wenig eine Kopie des 1:1 in Leipzig werden zu wollen. Freistoß aus 20 Metern, Spielstand 1:0, 75 Minuten gespielt (in Leipzig waren es 82), leicht links. Andy Hebler schnappt sich wie in Leipzig den Ball und schießt ihn wieder gen Torwartecke. Vielleicht weil er denkt, dass er mit der Variante noch ein zweites Mal erfolgreich sein kann. War er aber nicht, da der Kieler Keeper Strähle seine Torwartecke nicht verlassen wollte und den Ball locker fing. Kurz danach schloss Jaroslaw Lindner eine der vielen Kontersituationen zum 2:0 ab und das Spiel war endgültig entschieden.

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Regionalliga: FC St. Pauli II vs. RB Leipzig 1:2

Darf man eigentlich einen Sieg, der in der Nachspielzeit durch einen abgefälschten Schuss errungen wird, als glücklich bezeichnen. Zumal der Treffer im schlimmsten Fall auch hätte wegen passiven Abseits abgepfiffen hätte werden können (aber nicht müssen). Vermutlich schon. Aber sehen wir es mal so, das war dann wohl die ausgleichende Gerechtigkeit für die völlig unverdient verlorenen zwei Punkte vor einer Woche gegen Energie Cottbus II.

Peter Pacult ließ beim FC St. Pauli II wieder mal eine erneuerte Mannschaft auflaufen. Gefiel mir in der Hinserie, gerade im Vergleich mit seinem Vorgänger Tomas Oral, noch seine ruhige Hand in Personalfragen, neigt er in der Rückserie zu Extremen. Rein in die Startelf in der einen Woche, rauf auf die Tribüne in der nächsten. Diesmal traf es Sebastian Heidinger am härtesten, der letzte Woche als Starter zwar nicht glänzte, aber auch nicht dermaßen enttäuschte, dass er hätte unbedingt auf der Tribüne sitzen müssen. Zumal Pacult lediglich mit einer (!) offensiven Wechselmöglichkeit gen Norden reiste.

Auf die Bank mussten aus der letztwöchigen Startelf zudem Tom Geißler und Roman Wallner, für die Timo Rost und Stefan Kutschke ins Team rutschten. Es scheint als wolle Pacult in der Saisonschlussphase eher auf Ärmel-hoch-Typen setzen, statt auf (potenziell) spielerische Klasse. Anders sind diese Wechsel, die eine nochmalige Schwächung der mittleren Achse bei RB Leipzig zugunsten der Flügel bedeuten, nicht zu erklären.Vielleicht hat Pacult damit recht, ich aber finde es ziemlich gewagt, den Aufstiegsschlussspurt mit einem ziemlich schlichten taktischen Offensivkonzept praktisch über Willen und Kampf angehen zu wollen.

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