Schlagwort-Archive: Ralph Hasenhüttl

Zur Abwechslung mal kein Testspiel gegen Werder

[Vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig gegen Werder Bremen (23.10.2016, 15.30 Uhr) aus Gründen diesmal kein Pressekonferenz-Ticker von mir. Alternativ sei der Livestream auf der RB-Homepage oder der Liveticker bei RBLive empfohlen. 13.30 Uhr geht es los. Mit Ralph Hasenhüttl und Diego Demme.]

Das dritte ausverkaufte Heimspiel der Saison steht vor der Tür. RB Leipzig empfängt Werder Bremen. Nicht zum ersten Mal, dass sich beide Teams gegenüberstehen. Ungewöhnlich für einen deutschen Profifußballklub stand Bremen schon dreimal als Testspielpartner für RB Leipzig zur Verfügung. Einmal mit dem U23-Team, zweimal mit den Profis. Wobei die letzte Partie ein Benefizkick war.

Festhalten kann man trotzdem, dass es in der Vergangenheit erstaunlich wenig Berührungsängste zwischen beiden Vereinen, geschweige denn öffentlichkeitswirksame Absageforderungen von Fans gab. Auch im Vorfeld des Bundesliga-Spiels bleibt es im Bremer Umfeld ziemlich ruhig. Abgesehen von einem ‚alle Vereine sind Teil des kapitalistischen Systems‘-Schreiben, mit dem Ultra-Gruppen einen Boykott als Quatsch abtun.

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Potenzial vs. Euphorie

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig beim VfL Wolfsburg (16.10.2016, 17.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

16 Tage ohne Pflichtspiel. Vom Gefühl her eine Zeitspanne wie eine kleine Winterpause. Bzw. in diesem Fall Herbstpause. Aber es war nur die klassische Länderspielunterbrechung. Langweilig ist es rund um RB Leipzig angesichts von Fanverbands-, Stadion- und Bannerthemen nicht geworden. Aber irgendwas ist rund um den einzig wahren RasenBallsport halt immer. Soll hier aber auch nicht das Thema sein. Sondern der Auftritt des besten Bundesliganeulings aller Zeiten (abgesehen von der ersten Bundesligasaison, wo ja alle Neulinge waren) beim VfL Wolfsburg.

Erstaunlicherweise ist der VfL Wolfsburg für RB Leipzig ein alter Bekannter als Gegner (hat man diese Saison ja nicht so oft), denn sowohl mit der U23, als auch mit den Profis kreuzte man im Guten wie im Schlechten schon die Stollen. Das Schlechte haben sicherlich mit dem aufstiegstraumzerstörenden 2:2 unter Pacult gegen die U23 des VfL im Jahr 2012 noch genauso einige im Kopf wie das spektakuläre 3:2 gegen die Profis zu Beginn der selben Regionalliga-Saison im DFB-Pokal.

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Erstaunlich gut und erstaunlich vielseitig

Sechs Spieltage hat RB Leipzig bisher absolviert. Eine Länderspielpause unterbricht die Saison zum zweiten Mal. Bei RB Leipzig kann man ganz entspannt in die Pause gehen, denn mit 12 Punkten aus sechs Spielen ist man besser gestartet als man vor der Saison vermutet hätte. Ist zwar noch vier Spieltage, also bis zur nächsten Länderspielpause Zeit, bis ein Blick auf die Tabelle größere Relevanz hat, aber auch jenseits der Tabelle entwickeln sich die Dinge aus RB-Sicht ziemlich positiv.

Denn die bisher zwölf Punkte aus sechs Spielen sind nicht die Folge von ganz viel Glück oder nicht wiederholbaren Energieleistungen eines übereuphorisierten Aufsteigers, sondern Konsequenz einer guten Mannschaftsorganisation gespickt mit der notwendigen individuellen Klasse, um die Organisiertheit zu veredeln. Sprich, RB Leipzig ist (bei allen Differenzen im Detail) eine Art Ingolstadt reloaded, nur mit mehr Qualität im Offensivdrittel.

Dass sich hinter den zwölf Punkten nicht nur Anfängerglück verbirgt, sondern Qualität, zeigt sich auch darin, dass RB Leipzig hinter den Bayern in Sachen Torschüssen das beste Team der Liga ist. Man hat die wenigsten Schüsse aller Bundesligisten auf das eigene Tor zugelassen. Und man hat die drittmeisten Schüsse aller Bundesligisten auf den gegnerischen Kasten abgegeben. Im Verhältnis von abgegebenen und zugelassenen Schüssen auf das Tor ist man entsprechend Zweiter hinter den Bayern.

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Erstmalige Favoritenrolle

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den FC Augsburg (30.09.2016, 20.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Yussuf Poulsen.]

Letzter Spieltag vor der Länderspielpause. 16 lange Tage werden zwischen dem 6. und dem 7. Spieltag liegen. Zuvor steht aber das Spiel gegen Augsburg auf dem Programm und die Chance für RB Leipzig, aus einem sehr guten einen überragenden Saisonstart zu machen.

Dabei wird RB Leipzig erstmals in der Bundesliga als Favorit in eine Partie gehen. Auch wenn man es vielleicht gern anders hätte und man immer noch Aufsteiger ist, kommt man nach dem überraschend guten Saisonstart an dieser Rolle nicht vorbei.

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Kampf um den Nicht-Ballbesitz

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim 1.FC Köln (25.09.2016, 17.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Abschluss der englischen Woche. Bzw. auch irgendwie nicht, da ja auf das Sonntagsspiel für RB Leipzig noch ein Freitagsspiel folgt. Was quasi wie eine weitere Verlängerung der englischen Woche ist. Aber dafür ist die anschließende Länderspielpause ordentlich lang.

Wie auch immer, das dritte Auswärtsspiel der Saison steht an. Und die Tabelle ist nur der offensichtliche, aber bei weitem nicht der einzige Hinweis, um festzustellen, dass da wohl die schwierigste der bisherigen Auswärtsaufgaben wartet. Sowohl sportlich, als auch vom Umfeld her.

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Statistischer Außenseiter

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach (21.09.2016, 20.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Wer hätte das vor der Saison gedacht, dass RB Leipzig am vierten Spieltag den Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach mit mehr Punkten auf dem Konto empfangen würde, als sie der Gegner in bisher drei Auftritten verbuchen konnte. Das hätten wohl nur kernige Optimisten sein können. Zu anspruchsvoll schien das Startprogramm für RB Leipzig, um mit sieben Punkten aus drei Spielen rechnen zu können.

Wobei natürlich auch hätten weniger als die sieben Punkte herausspringen können. In der Ausbeute steckt eine sehr hohe Offensivqualität drin, eine gute Organisation und die Fähigkeit, mit Geschwindigkeit in der Tiefe jederzeit für Gefahr sorgen zu können. Zudem eine sehr gute Bank, die man sehr angriffslustig einzusetzen vermag. Und so selbst in Hamburg drei Punkte holt, wo man gegen wenig kreative Gastgeber lange Zeit nicht wirklich auf der Siegerstraße war. Imposant trotzdem, wie man wie schon gegen Dortmund dann zugeschlagen hat, als sich die Chance dazu ergab.

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Treffen der Transferkönige

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim Hamburger SV (17.09.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Timo Werner.]

Zwei Spiele, vier Punkte. Aus RB-Sicht geht der Saisonstart bisher schon mal als gelungen durch. Wenn man mal vom Kreuzbandriss bei Lukas Klostermann absieht, der ein ganz schönes Loch in die Außenverteidigung von RB Leipzig reißen wird und unter der Woche einen kurzen Schock ausgelöst hat.

Nun geht es für die RasenBallsportler also zum Hamburger SV. Ein Verein, zu dem es einst wegen Dietmar Beiersdorfer ein paar Brücken gab. Brücken, die dazu führten, dass Steven Lewerenz und Fabian Franke, aber auch Ex-HSVer Alexander Laas in Leipzig unterschrieben (bzw. im Fall Franke nach Leipzig zurückkehrten). Inzwischen gibt es kaum noch Brücken nach Hamburg. Im Gegenteil ist man rund um den HSV offenbar bemüht, sämtliche Ähnlichkeiten zwischen beiden Vereinen abzustreiten und die Spuren, die vom einen zum anderen führen, zu verwischen.

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Worst-Case-Szenario

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde hier im Blog diskutiert, inwieweit man angesichts einer überschaubar besetzten Defensive schon den Panikbutton drücken sollte. Sowohl hinter der Innenverteidigung als auch hinter der Außenverteidigung standen diverse Fragezeichen hinsichtlich Form, Klasse und Verletzungsanfälligkeit.

Getan hatte sich kadertechnisch danach gar nicht mehr viel. Atinc Nukan wurde noch durch Kyriakos Papadopoulos ersetzt, sodass die Innenverteidigung mit drei Spielern auf Augenhöhe besetzt ist. Dazu drei Außenverteidiger und das zu Null gegen den BVB und man war so ein bisschen beruhigt. Vorerst.

Bis sich dann Lukas Klostermann gestern das Knie verdrehte und am Nachmittag die niederschmetternde Diagnose eines Kreuzbandrisses ins Haus flatterte. Selbst positive Heilungsverläufe annehmend wird Klostermann damit große Teile der Saison verpassen und bestenfalls in der Endphase der Spielzeit noch mal zurückkehren. Und da weiß man noch nicht mal, in welcher Spielstärke Klostermann dann zurückkehren würde. Worst-Case-Szenario weiterlesen

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Große und kleine Entwicklungsschritte

Ist RB Leipzig schon automatisch für die Champions League gesetzt oder muss man die letzten 32 Spiele noch spielen? Man weiß es nach der Welle von Lob für die Leistung im Spiel gegen Dortmund und den vielerorts gestellten Fragen, ob der Klub mit den großen Ambitionen jetzt schon die Großen angreifen kann (Wer Dortmund schlagen kann, kann doch bestimmt jeden schlagen!!), noch nicht so recht, wohin das Pendel der öffentlichen Wahrnehmung in den nächsten Wochen und Monaten ausschlagen wird.

Mit Geld schießt Tore (in der kulturpessimistischen ‚alles geht den Bach runter‘ oder in der hoffnungsvollen ‚endlich wird der Wettbewerb gerettet‘-Variante) oder Geld schießt eben doch keine Tore (in der hämischen Variante) gibt es ja zwei komplementäre Argumentationsstränge, die man wahlweise am Ende gut anbringen kann.

Sehen wir mal von den Übertreibungen ab, die seit jeher (bzw. seit langem) gewohnter Teil des Berichterstattungsspiels sind und brechen die samstäglichen Ereignisse des Spiels von RB Leipzig gegen Borussia Dortmund runter auf ihren rein sportlichen Wert jenseits der Emotionalität von Spielverlauf und jenseits der Eigendynamik des besonderen Abends, dann bleiben zwei Dinge.

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Passmaschine oder Passmaschinchen?

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig Borussia Dortmund (10.09.2016, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Willi Orban. Ab 12.30 Uhr.]

Zwickau, Türkiyemspor, Hamburger SV II, Union Berlin II, Münster, Aalen, Fürth. Das waren die ersten Liga-Heimspiele von RB Leipzig in den letzten, also den ersten sieben Jahren. Und zack, kommt Borussia Dortmund. Champions-League-Teilnehmer, deutsches und europäisches Topteam, derzeit unumstrittene Nummer 2 in Deutschland.

Es geht zum Heimauftakt in der Bundesliga sicherlich einfacher, aber nicht viel spektakulärer, als sich mit deutschem Spitzenniveau zu messen. Vor natürlich ausverkauftem Haus (wenn Dortmund der Gegner ist, könnte man vermutlich hierzulande auch eine Mikado-Veranstaltung ausverkaufen). Ins samstagabendliche Flutlicht hinein. Die volle Fußballdröhnung.

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Transferperiode mit Abzügen in der B-Note

Die Transferperiode ist seit letzte Woche Geschichte. Aus Sicht von RB Leipzig durchaus eine seltsame und denkwürdige Zeit. Anfangs passierte wenig, dann kamen vier Neuzugänge (Schmitz, Müller, Keita, Werner) in relativ kurzer Zeit, mit denen erstmal die Basics abgedeckt waren. Dann passierte wieder sehr lange nichts, weil man große Teile der sowieso spät begonnenen Vorbereitung verstreichen ließ, um den Kader unter die Lupe zu nehmen. Und dann kam am Ende noch mal die Ketchup-Flasche mit zwei spektakulüren (Papadopoulos und Burke) und einem ergänzenden (Bernardo) Transfer.

Eine der Erkenntnisse der Transferperiode besteht darin, dass RB Leipzig kein großer Fisch in seiner Liga mehr ist, sondern in Konkurrenz zu Teams wie Dortmund, Leverkusen oder Schalke steht, die auf ein ähnliches Segment an Spielern (jung und talentiert genug, auch kurzfristig in der Bundesliga zu bestehen) schielen und man entsprechend als Bundesliga-Neuling nicht immer die besten Argumente hat, um am Ende auch den Zuschlag zu bekommen.

Oder anders gesagt. Wenn Schalke für einen Spieler noch einen Euro mehr an Ablöse oder Gehalt bietet, die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb in petto hat und sowieso auch zu den perspektivreichen Spitzenteams der Liga gehört, dann ist man als RB Leipzig (noch?) relativ schnell raus, wie man bei Breel Embolo gesehen hat. Oder zieht sich auch dem Bieterwettbewerb zurück, wenn man die RB-Vereinsversion der Geschichte erzählen will.

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Historischer Tag

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei der TSG 1899 Hoffenheim (28.08.2016, 17.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Marvin Compper.]

Durchaus historisch das Ereignis, das da am Sonntag ansteht. Das erste Bundesligaspiel von RB Leipzig. Das erste Bundesligaspiel eines Leipziger Teams seit mehr als 22 Jahren.

Der Spieltagsplaner fand es sicherlich ganz witzig, RB Leipzig zum Start in die Bundesliga zur TSG Hoffenheim zu schicken. Quasi zu dem Klub, der vor Leipzig die Unbeliebtheitsskala in der Bundesliga (abgesehen von ein paar Monaten als Bayernkonkurrent nach dem Aufstieg) immer angeführt hatte. Trefflich könnte man im Vorfeld über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Klubs zwischen Mäzenaten- und Marketingtum streiten, aber man kann das natürlich an dieser Stelle genauso gut lassen..

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Pokalniederlage mit höherem Zweck?

Nach Pokalniederlagen hört man ja immer wieder mal gern, dass man nicht wissen könne, ob das vielleicht nicht ganz gut ist, weil man sich ja schließlich nun auf die Liga konzentrieren könne. Letztes Jahr hat man sich damit in Leipzig ein wenig die Unterhaching-Pleite schöngeredet und fühlte sich mit dem Aufstieg am Ende der Saison bestätigt. In dieser Saison kam die Frage schon vor dem Dresden-Spiel auf und je nach Saisonverlauf wird auch dieses Ausscheiden bestimmt zu etwas gut gewesen sein.

Schaut man sich die Daten dieses Jahrtausends an, dann sind von 43 Aufsteigern in die Bundesliga insgesamt 12 in der ersten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Also jeder vierte Bundesliganeuling überstand die erste Runde im DFB-Pokal nicht. Wobei die Quote in den jüngeren Jahren deutlich höher war, denn in den letzten sechs Spielzeiten flogen gleich 6 von 13 Aufsteigern in der ersten Runde aus dem Pokal. Und in den letzten vier Spielzeiten waren es gar fünf von neun Aufsteigern, die die Segel strichen.

Dass diese Saison mit RB Leipzig immerhin ein Bundesliga-Aufsteiger die Segel streichen musste, liegt also voll im Trend, der ja eigentlich dagegen spricht, dass die Abstände zwischen unterem Bundesliganiveau und Rest der Fußballwelt größer geworden sind. Aber das nur als Beobachtung am Rande.

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Bestmögliches Los

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie im DFB-Pokal von RB Leipzig bei Dynamo Dresden (20.08.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick und Dominik Kaiser.]

Da hat er uns also endlich wieder nach einer ewigen (aber wohltuenden) Sommerpause. Der Pflichtspielfußball in seiner ernsthaften Form. Und angesichts dessen, dass Dynamo Dresden und RB Leipzig aufeinandertreffen, sogar in seiner allerernsthaftesten Form.

Die Sommerpause hatte wohl wenig spektakulärere Momente als jenen, in dem irgendwann kurz vor gefühlt früh um drei in der ARD zuerst das Los Dynamo und dann das Los RB aus den jeweiligen Töpfen gezogen wurde. Ah, oh, ausgerechnet. Spontan wurde der Ausnahmezustand prognostiziert, der Polizei in Twitter-Witzen der Urlaub zwecks Spielabsicherung gestrichen und über Derby oder doch nicht Derby debattiert..

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RB Leipzig vor der Hinrunde in der Bundesliga 2016/2017

Ja, schon klar. Die Überschrift ist genaugenommen etwas irreführend, weil vor der Bundesliga noch der DFB-Pokal liegt. Aber erstens gehört auch dieses Pflichtspiel schon zur Saison und zweitens dürfte das Spiel vom Schwierigkeitsgrad her in mancher Hinsicht auf Bundesliganiveau liegen.

Bundesliga. Die erste Saison in der höchsten Spielklasse für RB Leipzig. Klar, dass da bei allen Dingen, in denen der Verein gut aufgestellt sein mag, nach drei Aufstiegen in vier Jahren auch einige Fragezeichen bleiben. Sportlicherseits sowieso, aber auch in Sachen Vereinsorganisation ist der Schritt in die Bundesliga ein anspruchsvoller und die Bundesliga für viele Beteiligte Neuland.

Fakt ist, dass RB Leipzig erstmals in einer Liga angekommen ist, in der man nicht mehr per se das wirtschaftlich überlegene U-Boot ist. In der Bundesliga gibt es schlicht locker sechs Clubs, die wirtschaftlich in anderen Dimensionen schweben und ein paar mehr, mit denen man maximal auf Augenhöhe agiert. Wenn man jetzt mal nur die Aufwendungen nimmt, die in der Profimannschaft im Tagesbetrieb drinstecken. Wenn man das Komplettprogramm eines Vereins inklusive Nachwuchs und Ablösesummen mitrechnen würde, sähe die Rechnung vermutlich etwas anders aus.

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RB Leipzig rumpelt sich auf Platz 9

Lang ist sie nicht mehr die Sommerpause im Fußball, die sich in diesem Jahr so endlos lang dahinzieht. Da schon in dieser Woche Olympia beginnt und entscheidende Teile des „Champagner statt Bier“-Podcasts sich erst mal diesem Teil des Sportangebots widmen werden, haben wir schon mal auf den Stand der Dinge bei RB Leipzig geschaut, uns durch Kader und Perspektiven gewühlt und festgestellt, dass nicht alles sicher, aber alles gut ist.

Passend zur Sommerpause ist das ganze wohl noch mehr Plauderei als sonst, dafür aber auch nicht kürzer geworden. Leider hat der Ton etwas dadurch gelitten, dass der Aufnahmepegel zu leise eingestellt war (Tipp: mit Kopfhörern hört es sich ganz vernünftig). In Wirklichkeit haben Dirk, André, Crank und meine Wenigkeit natürlich stimmlich so charmant gesprochen wie immer

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Ralphimization

Transfertechnisch ist die bisherige Sommerpause jenseits der fast täglichen mal mehr mal weniger sinnigen Gerüchte ziemlich ruhig. Manche würden auch sagen zu ruhig. Aber immerhin gibt es ja einen neuen Trainer. Und das ist mit Ralph Hasenhüttl einer, dem man nachsagt, die Teams, die er bisher trainiert hat, besser zu machen, als sie dies vorher waren.

Was man auf den ersten Blick erkennen kann, ist die Tatsache, dass sowohl Aalen als auch Unterhaching, Hasenhüttls frühere Trainerstationen, in der Abschlusstabelle nie wieder so gut standen wie in Hasenhüttls letzter vollständiger Saison bei den Clubs. Sprich, für Aalen ging es nie mehr höher als Platz 9 in der zweiten Liga, vielmehr spielt man jetzt in der unteren Hälfte der dritten Liga. Und für Regionalligist Unterhaching ist Platz 4 in der dritten Liga wie eine Nachricht aus einer ganz fremden Welt. Zudem steht auch Ingolstadt aktuell so hoch wie noch nie und die Vermutung, dass es schwer wird, sich auf dem Niveau zu konsolidieren, liegt nahe.

Wirft man einen Blick auf die Ex-Stammspieler von Ralph Hasenhüttl (mal abgesehen von denen, die in Aalen oder Unterhaching blieben und dort ihre Karriere beendeten oder ganz vereinzelt immer noch dort sind), dann fällt auf, dass es nur wenige Spieler gibt, die nach ihrem Höhenflug unter Hasenhüttl daran auch im Anschluss anknüpfen und ihre Karriere weiter verbessern konnten.

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