Schlagwort-Archive: Patrick Ittrich

Bundesliga: FC Augsburg vs. RB Leipzig 2:2

Auswärtsspiel in Augsburg als Freitagabendaufgabe für RB Leipzig am 23. Spieltag. Es wurde ein überraschend unterhaltsames und kurzweiliges Spiel, das schließlich mit einem 2:2 zu Ende ging. Eher zu wenig aus RB-Sicht, wenn man vor allem die ersten 70 Minuten sieht.

In die Partie gegangen war Leipzig mit einer gegenüber dem Köln-Spiel unveränderten Aufstellung. Von der Formation her war es dem 4-3-3 gegen Köln ähnlich. Allerdings spielte man es eher asynchron. Denn Sabitzer agierte gegen den Ball etwas tiefer als es Forsberg tat. Sodass eher ein 4-1-3-2 entstand. Mit einem Forsberg, der teilweise fast als zweite Sturmspitze agierte und ansonsten im Zehnerraum viele Freiheiten bekam und einem Sabitzer, der oft neben Demme und Keita die Dreierkette vor Ilsanker bildete. Aber es konnte auch gern mal zum 4-1-4-1 oder 4-2-3-1 werden.

Augsburg auf der anderen Seite zauberte wegen diverser Ausfälle zwei Überraschungen aus dem Ärmel. Framberger ersetzte auf der rechten Seite den verletzten Verhaegh. Und Danso komplettierte die Abwehr auf der rechten Innenverteidigerposition, weil man mit Fünferkette spielen wollte.Bundesligapremiere, 18 Jahre. Spielte, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

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Was von Spieltag 30 bleibt

Gerade noch war das Rennen um einen Platz in der Bundesliga eine wilde Hatz und schon ist es ein Schneckenrennen. Drei Aufstiegskandidaten mit jeweils deutlich über zwei Punkten im Schnitt in zwölf Rückrundenspielen holen alle zusammen am 30.Spieltag genau einen Punkt. Und der ist angesichts des Freiburger Treffers in der Nachspielzeit des Montagsspiels in Braunschweig eher glücklich. Klingt danach, als würden die Füßchen langsam ein wenig anfangen zu zittern.

Kann aber natürlich nur Zufall sein, dass es alle drei Topteams auf einmal erwischt. Schließlich war es schon das dritte Mal in dieser Saison und das zweite Mal im Jahr 2016, dass an einem Spieltag Leipzig, Nürnberg und Freiburg gleichzeitig nicht gewinnen konnten. Einen Spieltag, an dem alle drei Teams gleichzeitig verlieren, gab es dagegen noch nie.

Dass dies so blieb, wurde auch ein wenig Schiedsrichter Patrick Ittrich zugeschrieben, der trotz abgelaufener Nachspielzeit noch eine Ecke ausführen ließ. Ist aber auch eine Lose-Lose-Situation für einen Schiedsrichter. Lässt er die Ecke nicht noch ausführen, beklagt sich die zurückliegende Mannschaft bitterlich. Lässt er sie ausführen und die Ecke führt zum Tor, ist der Ärger beim Team, das den Sieg verliert, riesig. Im Optimalfall lässt man die Ecke ausführen und es fällt kein Tor. Nicht jeder Tag ist allerdings ein optimaler Schiedsrichtertag.

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2.Bundesliga: 1.FC Union Berlin vs. RB Leipzig 1:1

Auswärtsspiel für RB Leipzig bei Union Berlin. Zum sowieso schon gern zum Kulturkampf hochstilisierten Duell kam noch hinzu, dass es für beide Teams nach durchwachsenem Start in die Saison auch sportlich schon um einiges ging. Für die einen um den ersten Saisonsieg und das Schritthalten mit der eigenen Erwartunghaltung an die Saison und für die anderen um den direkten Anschluss an die Spitzengruppe und die Frage, inwieweit man den eigenen Ansprüchen an das spielerische Auftreten gerecht werden kann. Erstaunlich, dass nach einem Spiel, in dem beide scharf auf drei Punkte waren, trotz der Punkteteilung wenig unzufriedene Stimmen zu vernehmen waren.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit einer sowohl zwangsweise als auch freiwillig runderneuerten Mannschaft. Stefan Ilsanker war wie schon letzte Woche gegen St. Pauli nach der Pause diesmal schon zu Beginn in die Innenverteidigung gerutscht, sodass nach dem kurzfristigen Ausfall von Dominik Kaiser (dem bisherigen Ilsanker-Mittelfeldpartner) Diego Demme und Rani Khedira ihr Saisondebüt in der Startelf feiern und zusammen die Doppelsechs bilden durften. Etwas was sie trotz fehlender Spielpraxis insgesamt ziemlich zufriedenstellend erledigten. Lukas Klostermann ersetzte zudem links hinten Anthony Jung, war aber nicht so gut ins Spiel eingebunden wie sein Vorgänger auf der Position. Und Yussuf Poulsen durfte anstelle von Emil Forsberg eine etwas tiefere Rolle rechts hinter Selke und dem als hängende Spitze ins Spiel gehenden Sabitzer spielen.

Während die Unionfans noch schwiegen, entwickelte sich auf dem Rasen von Beginn an ein Spiel, wie man es für die kommenden 90 Minuten sehen sollte. RB Leipzig versuchte sich in Dominanz und Spielkontrolle. Union überließ den Gästen den Ballbesitz zu großen Teilen und wartete aus einem knackigen Defensivverbund heraus, wie man ihn letzte Woche vor allem in der letzten halben Stunde beim TSV 1860 München einstudiert hatte, auf Möglichkeiten die Offensivkräfte mit langen Bällen einzusetzen.

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34.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

Zur fußballbezogenen Folklore gehört das Lamentieren über den Schiedsrichter während des Spiels unbedingt dazu. Im Fall der Fälle erzeugt man eine Grundstimmung, die den Spielleiter unterbewusst dazu bringt, die eine oder andere 50:50-Entscheidung mehr für das eigene Team zu pfeifen. Yordy Reyna erhielt beispielsweise in Kaiserslautern eine gelbe Karte, die man guten Gewissens als eine bezeichnen konnte, die eher für das Publikum und dessen Beruhigung als wegen eines schwerwiegenden Vergehens gezeigt wurde.

Das Schimpfen über Entscheidungen, die man im Fernsehbild in 70 bis 80% der Fälle absolut nachvollziehbar finden würde, gehört also dazu und macht auch durchaus Spaß. Kein Spaß macht allerdings das, was einem in der zweiten Liga Woche für Woche und Woche für Woche über die gesamte Saison begleitete. Nämlich auch nach den Spielen seitens von Vereinsverantwortlichen noch ganz fürchterlich darüber zu lamentieren, wer welchen ganz klaren Elfmeter nicht bekommen und welchen absoluten Nicht-Elfmeter gegen sich gepfiffen bekommen hat. Und oben drauf noch das Fanspiel auf diversesten Kanälen, dass es ganz bestimmt das eigene Team ist, das schon die ganze Saison von Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt und somit am durchschlagenden sportlichen Erfolg gehindert wird.

Das Lamento mag bei einzelnen Entscheidungen natürlich berechtigt sein. Nur meist regiert das Kurzzeitgedächtnis, das die Fehlentscheidung zum eigenen Ungunsten sieht, über das Langzeitgedächtnis, das Fehlentscheidungen zu eigenen Gunsten gespeichert haben sollte (wobei man Fehlentscheidungen zu eigenen Gunsten der Einfachheit halber ganz gern auch mal ausblendet). Sprich, meist gleichen sich Glück und Pech in Bezug auf Schiedsrichterentscheidungen auf lange Sicht hin aus. Was auch ganz logisch ist, weil die Unparteiischen eben unparteiisch sind und ihre Wahrnehmungsfehler mal diesen und mal jenen treffen.

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