Schlagwort-Archive: Marcel Halstenberg

Überraschend wichtiges Ausbildungsteam

Gestern ging es im „Champagner statt Bier“-Podcast auch um die Ausbildung in U23-Mannschaften und dass diese eine immer kleinere Rolle für Bundesligisten spielen würden, weil daraus kaum Spieler hervorgehen. Sprich Aufwand und Ertrag würden in keinem sinnvollen Verhältnis stehen. Sodass die U23-Teams langsam überflüssig werden. So die These, die ja so ähnlich auch von RB Leipzig bei der Abmeldung der U23 vom Spielbetrieb zum Sommer vertreten wurde.

Wie immer bei solchen Sachen hilft es, wenn man sich die Dinge anhand der Empirie versucht ein bisschen zu verdeutlichen. Wenn man mal die 18 aktuellen Bundesligisten heranzieht und sich von denen die elf meisteingesetzten Spieler hinsichtlich ihrer Einsätze in U23-Teams in der Vergangenheit anschaut, dann bekommt man schon mal einen ersten Eindruck.

Erstaunlicherweise (zumindest für mich war das erstaunlich) sind es pro Bundesligist rund fünf Spieler (insgesamt 92), die in ihrer Karriere mindestens zehnmal in einem U23-Team aufliefen. Sprich, fast die Hälfte der meisteingesetzten Spieler eines Vereins (also der tragenden Säulen eines Klubs) genossen eine Ausbildung im Nachwuchsbereich deutlich über die U19 hinaus. Damit ist das die größte Gruppe vor den Spielern, die aus dem Ausland nach Deutschland kamen oder sich (in kleiner Zahl) jenseits der U23 in Deutschland durch die Karriere bissen.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Hamburger SV 0:3

20.Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig empfing den Drittletzten der Tabelle, den Hamburger SV. Nach der Niederlage in Dortmund sollte mit allen rückkehrenden Stammspielern wieder der Weg in die Erfolgsspur gefunden werden. Am Ende stand eine nicht unverdiente Niederlage, weil man vor dem HSV-Tor zu umständlich agierte und in der ersten Halbzeit zweimal bei Ecken nicht gut verteidigte.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig dank der vielen Rückkehrer mit einigen Änderungen. Khedira, Kaiser und Selke landeten erwartungsgemäß auf der Bank. Compper fehlte dazu gelbgesperrt. Etwas überraschend stand auch Poulsen nicht in der Startelf. Denn Ralph Hasenhüttl hatte sich in der Abwehr für Neuzugang Dayot Upamecano als Compper-Ersatz entschieden. Ilsanker war nach starkem Spiel in Dortmund sowieso gesetzt, sodass irgendwo weiter vorn ein Spieler zu viel war. Das war dann überraschend Poulsen. Sodass Werner, Sabitzer, Forsberg und Demme wieder ins Team zurückkehrten. Das Duo Selke/ Poulsen vor einer Woche noch zusammen auf dem Platz, nun zusammen auf der Bank. Das hatten sie sich sicherlich auch beide etwas anders vorgestellt.

Der Hamburger SV veränderte seine Startelf im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel auf zwei Positionen. Sakai rückte rechts hinten für Diekmeier ins Team. Und Neuzugang Walace, der unter der Woche im DFB-Pokal seine gelungene Premiere gefeiert hatte, ersetzte Ekdal auf der Sechs.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017 – Update 1

Da ist sie auch schon vorbei, die Wintertransferperiode. Wobei das auch ein bisschen irreführend ist, denn international gesehen gibt es völlig verschiedene Transferfenster. Sodass prinzipiell ein Spieler fast das ganze Jahr irgendwohin wechseln könnte. Das ist für RB Leipzig aber ein rein theoretischer Fall. Denn nach insgesamt sechs Winterabgängen gibt es keine Abgangskandidaten mehr. Und auf Zugangsseite ist der Weg durch das in Deutschland nun geschlossene Transferfenster halt versperrt.

Gleich sechs Abgänge und nur ein Neuzugang gab es in den letzten Wochen. Das klingt natürlich ziemlich unbalanciert. Aber es relativiert sich, da auf der Abgangsseite zwei Spieler mit abgehandelt sind, die als Nachwuchsleute nicht wirklich zum Profikader von RB gehörten. Idrissa Touré und Vitaly Janelt verfügten aber über langfristige Profiverträge und müssen deswegen dann doch genannt werden, weil so auch die mögliche nächste Linie an Nachrückern aus dem Nachwuchs (aus nicht wirklich sportlichen Gründen) abgegeben wurde.

Neben Touré und Janelt ging auch noch Omer Damari, der genaugenommen auch nicht mehr zum Kader gehörte. Weil er seit eineinhalb Jahren auf Leihen unterwegs war und nun die nächsten eineinhalb Jahre leihweise in Israel verbringt. Hat auf den Profikader keine Auswirkungen.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Eintracht Frankfurt 3:0

Auftakt nach der Winterpause für RB Leipzig mit dem letzten Hinrundenspiel. Zu Gast zum Topspiel war Eintracht Frankfurt. Immerhin Vierter der Bundesliga. Vorher musste man mit einem sehr engen Spiel gegen einen defensivstarken Gegner rechnen. Doch dann kam alles ganz anders, weil die Eintracht praktisch direkt nach dem Anpfiff ihren Torwart Hradecky mit Rot verlor. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdientes 3:0.

In die Partie gegangen war RB Leipzig exakt so, wie man es erwarten konnte. Naby Keita spielte für Emil Forsberg auf der linken Zehn. Und Marvin Compper kehrte nach seiner längeren Verletzungszeit vor der Winterpause in die Innenverteidigung zurück. Heraus kam das normale 4-2-2-2, in dem Keita auch immer wieder sehr tief stand, um sich Bälle zu holen. Wobei er sich aber ab und zu mit Demme auf den Füßen stand.

Auf Frankfurter Seite fehlten die Stammkräfte Huszti und Fabian. Hasebe rückte deswegen auf die Sechs. Rebic, Gacinovic und Hrgota bildeten das Offensivtrio. Der Plan war ein 3-4-2-1 bzw. eine Mischung aus 5-2-2-1 und 5-4-1. Gut stehen und immer wieder handlungsschnell die eigene Chance suchen.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Bundesliga 2016/2017 – Teil I

Weiter Rückblickzeit auf die Hinrunde in der Bundesliga in dieser kurzen Winterpause. Traditionell dabei auch der subjektiv-qualitative Blick auf alle Spieler und ihre Leistungen. Auch unter Berücksichtigung ihrer möglichen Zukunftsperspektiven. Geordnet ist das ganze nach Positionen (Tor, Verteidigung, Mittelfeld, Sturm) und innerhalb dieser Positionen nach Einsatzzeit. Los geht es heute mit den Keepern und den Verteidigern. In den nächsten Tagen dann Mittelfeldspieler und Angreifer.
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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2016 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Nimmt man sich erstmal die Laufdaten vor, dann landet man automatisch wieder bei Diego Demme. Der absolviert zwar pro 90 Minuten 400 Meter weniger als noch letzte Saison, ist aber trotzdem der einzige bei RB Leipzig, der es in der Bundesliga auf über 12 km schafft.

Dahinter folgen dann gleich die Offensivkräfte Werner und Sabitzer, die auch für das Anlaufen des Gegners sehr wichtig sind. Auch Poulsen mit relativ viel Laufstrecke. Emil Forsberg folgt mit 11,17 km direkt hinter den Top5.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2016 – Teil 1

Vor Weihnachten blieb für die ganzen Rückblicke auf die bisherige Bundesligasaison keine Zeit mehr. Deswegen sei dies nun  Schritt für Schritt nachgeholt. Los geht es heute mit dem ersten Teil mit Zahlen rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 16 Bundesligaspiele und nicht das DFB-Pokalspiel in Dresden. Morgen folgt dann Teil 2.

Eingesetzt wurden bei RB Leipzig bisher lediglich 19 Spieler. Die beiden Ersatzkeeper Fabio Coltorti und Marius Müller mussten bisher komplett zuschauen. Genauso galt das für Zsolt Kalmár. Der im Gegensatz zu Terrence Boyd und Ken Gipson aber immerhin siebenmal auf der Bank saß bei einem Bundesligakick. Boyd, der nach Langzeitverletzung nie so richtig nah dran war am Profikader und Gipson, der eigentlich als Rechtsverteidiger-Backup geplant war, aber bei der U23 zum Einsatz kam, bevor er sich schwer verletzte, sahen noch nicht mal den Spieltagskader.

Aus dem Nachwuchsbereich saß Dominik Franke noch fünfmal bei schlimmster Außenverteidigernot auf der Bank. Die Nachwuchskräfte mit Profiverträgen kamen in das Vergnügen nicht. Gino Fechner spielt in der U23. Felix Beiersdorfer mit weniger Erfolg auch. Und Idrissa Touré und Vitaly Janelt wurden im Verlaufe des Herbsts wegen Eskapaden bei Nachwuchsnationalmannschaft und im RB-Internat für längere Zeit suspendiert. Dass der Nachwuchs Anschluss an den Profibereich findet, lässt entsprechend weiter auf sich warten.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017

Winterpause. Heißt auch, dass das Transferfenster wieder geöffnet ist. Noch bis zum 31.01.2017, 18 Uhr darf man Spieler verpflichten oder abgeben. Was in der Bundesliga und gerade rund um RB Leipzig dann zu einer entsprechend lautstarken, medialen Begleitung führt. Inzwischen kann man sich nicht mal mehr alle Namen merken, an denen RB so alles Interesse haben soll.

Halten wir uns deswegen wie immer eher an Fakten und Plausibilität, was die Kaderplanung angeht. Und werfen mal eben einen Blick auf den aktuellen Kader und dessen mögliche Punkte, die einer Verbesserung oder auch einer Ausdünnung bedürfen.

Fängt man beim Potenzial an Unzufriedenheit an, dann hat man aktuell diverse Spieler, die Grund haben, ihre Situation eher kritisch zu sehen und ihre Zukunft zu überdenken. RB Leipzig hat die bisherige Bundesliga-Spielzeit im Kern mit einer Rotation von zwölf Feldspielern bestritten. Wäre Lukas Klostermann fit geblieben, dann wären es vielleicht 13 Feldspieler gewesen. Aber auch das ist nicht unbedingt die ganz große Masse.

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Ostduell ohne Ostteams

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Hertha BSC (17.12.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Marcel Halstenberg.]

15. Spieltag in der Bundesliga. Es geht auf die Hälfte der Saison zu. Die Tabelle lügt nicht mehr, könnte man hinzufügen, wenn man das gern genutzte Bonmot in Betracht zieht, dass man vor dem 10.Spieltag nicht draufgucken muss. Entsprechend wartet mit dem Spiel Zweiter gegen Dritter ein echtes Spitzenspiel. Leipzig gegen Hertha. Da hätten vor der Saison auch nicht viele Leute drauf gewettet, dass dies ein Spitzenspiel sein würde.

Was ja nicht nur an RB Leipzig liegt, sondern auch daran, dass Hertha BSC eine Saison spielt, die ihnen nicht viele zugetraut hatten. Letzte Saison spielte der Klub eine gute Hinrunde und eine nicht so gute Rückrunde. Was die Vermutung nahe legte, dass der Aufschwung schon wieder durch ist und man sich in dieser Saison eher wieder weiter unten einordnet.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Schalke 04 2:1

RB Leipzig gegen Schalke 04. Das Duell der beiden formstärksten Teams der Bundesliga. Ein echtes Spitzenspiel. Das durch zwei schnelle Tore in beiden Halbzeiten und dadurch, dass RB Leipzig in der zweiten Halbzeit das gefährlichere und aktivere Team war, am Ende durchaus verdient an die Heimmannschaft ging.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig ohne Veränderungen. Defensiv hatte man keine Wechseloptionen mehr übrig. Und offensiv gab es keinen Grund zu wechseln. Sodass es naheliegend war, dass man ohne Wechsel in die Partie geht. Auch Schalke gegenüber dem Darmstadt-Spiel ohne Veränderungen. Auch hier gab es keine auf der Hand liegenden Optionen oder Gründe, etwas an der Formation zu verändern.

Die Partie begann extrem fulminant. Denn schon der erste Angriff von RB Leipzig mündete in der Führung. Ballgewinn am eigenen Strafraum. Perfekt über Orban, Halstenberg und Demme herausgespielt. Über Sabitzer, der einen wichtigen Zweikampf im Mittelfeld gewinnt, kommt der Ball zu Keita, der ein Stück geht und ihn tief auf Werner spielt. Naldo hat den Ball eigentlich schon, verliert ihn aber wieder an Werner, der daraufhin allein auf Fährmann zuläuft, von Naldo noch leicht an der Schulter gehalten wird und sich dann zwei Schritte später zu Boden wirft. Ohne erneuten Gegnerkontakt. Schon gar nicht mit Fährmann, der trotzdem Gelb sieht und sich einem Strafstoß ausgesetzt sieht.

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Bundesliga: SV Darmstadt 98 vs. RB Leipzig 0:2

Neunter Spieltag der Bundesliga. Nicht einfach irgendein Spieltag. Sondern das  Aufeinandertreffen zwischen dem SV Darmstadt 98 und RB Leipzig. Frei nach dem Motto ‚Gute Freunde soll man nicht trennen‘. Oder in anderen, den Darmstädter Worten: Traditionsspieltag.

So richtig traditionell ging es auf dem grünen Rasen dann nicht zu, denn im Gegensatz zu den bisherigen Partien war RB Leipzig das deutlich bessere Team, das völlig verdient drei Punkte holte. Im fünften Aufeinandertreffen war es das erste Mal, dass ein Spiel mit mehr als einem Tor Differenz ausging.

Im Vergleich zum Sieg gegen Wolfsburg in der Vorwoche war der SV Darmstadt 98 ohne Veränderungen in die Partie gegangen. Marcel Heller, die wichtigste Waffe einst in der Schuster-Offensive saß entsprechend erneut auf der Bank und musste Ben-Hatira beim Kicken zugucken. Schipplock begann zudem für Colak im Sturm.

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Erstaunlich gut und erstaunlich vielseitig

Sechs Spieltage hat RB Leipzig bisher absolviert. Eine Länderspielpause unterbricht die Saison zum zweiten Mal. Bei RB Leipzig kann man ganz entspannt in die Pause gehen, denn mit 12 Punkten aus sechs Spielen ist man besser gestartet als man vor der Saison vermutet hätte. Ist zwar noch vier Spieltage, also bis zur nächsten Länderspielpause Zeit, bis ein Blick auf die Tabelle größere Relevanz hat, aber auch jenseits der Tabelle entwickeln sich die Dinge aus RB-Sicht ziemlich positiv.

Denn die bisher zwölf Punkte aus sechs Spielen sind nicht die Folge von ganz viel Glück oder nicht wiederholbaren Energieleistungen eines übereuphorisierten Aufsteigers, sondern Konsequenz einer guten Mannschaftsorganisation gespickt mit der notwendigen individuellen Klasse, um die Organisiertheit zu veredeln. Sprich, RB Leipzig ist (bei allen Differenzen im Detail) eine Art Ingolstadt reloaded, nur mit mehr Qualität im Offensivdrittel.

Dass sich hinter den zwölf Punkten nicht nur Anfängerglück verbirgt, sondern Qualität, zeigt sich auch darin, dass RB Leipzig hinter den Bayern in Sachen Torschüssen das beste Team der Liga ist. Man hat die wenigsten Schüsse aller Bundesligisten auf das eigene Tor zugelassen. Und man hat die drittmeisten Schüsse aller Bundesligisten auf den gegnerischen Kasten abgegeben. Im Verhältnis von abgegebenen und zugelassenen Schüssen auf das Tor ist man entsprechend Zweiter hinter den Bayern.

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Bundesliga: 1.FC Köln vs. RB Leipzig 1:1

Zum Abschluss des fünften Spieltags in der Bundesliga ein interessantes Duell zwischen zwei gut in die Saison gestarteten Teams aus Köln und Leipzig. Ein spannendes Duell zwischen einem tief verteidigenden und offensive pressenden Team. Nur dass die einen diesmal meist gar nicht tief verteidigten und die anderen lange nicht hoch pressten. Das Endergebnis entsprach trotzdem dem, was man vor der Partie beim Blick in die sportliche Glaskugel ungefähr als Erwartungshaltung haben durfte.

Ralph Hasenhüttl nutzte die Partie in Köln zu einem intensiven Personaltausch. Gleich vier Veränderungen nahm er im Vergleich zur Partie unter der Woche vor. Benno Schmitz ersetzte dabei rechts hinten Bernardo. Naby Keita kam für Diego Demme in die Partie. Oliver Burke ersetzte Timo Werner. Und Davie Selke spielte für den zuletzt arg zweikampfstrapazierten Yussuf Poulsen.

Die Formation strahlte so ein bisschen aus, dass es in erster Linie nicht um perfektes Anlaufen, Pressing und Spiel in die Tiefe geht, sondern gegen darum, gegen gut und (zumindest der Erwartung nach) tief verteidigende Kölner gute Aktionen im Spiel mit dem Ball zu haben. Keita als Gestalter im Mittelfeld. Burke als Waffe im Eins gegen Eins. Davie Selke mehr noch als Poulsen als Verwerter im Strafraum.

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Worst-Case-Szenario

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde hier im Blog diskutiert, inwieweit man angesichts einer überschaubar besetzten Defensive schon den Panikbutton drücken sollte. Sowohl hinter der Innenverteidigung als auch hinter der Außenverteidigung standen diverse Fragezeichen hinsichtlich Form, Klasse und Verletzungsanfälligkeit.

Getan hatte sich kadertechnisch danach gar nicht mehr viel. Atinc Nukan wurde noch durch Kyriakos Papadopoulos ersetzt, sodass die Innenverteidigung mit drei Spielern auf Augenhöhe besetzt ist. Dazu drei Außenverteidiger und das zu Null gegen den BVB und man war so ein bisschen beruhigt. Vorerst.

Bis sich dann Lukas Klostermann gestern das Knie verdrehte und am Nachmittag die niederschmetternde Diagnose eines Kreuzbandrisses ins Haus flatterte. Selbst positive Heilungsverläufe annehmend wird Klostermann damit große Teile der Saison verpassen und bestenfalls in der Endphase der Spielzeit noch mal zurückkehren. Und da weiß man noch nicht mal, in welcher Spielstärke Klostermann dann zurückkehren würde. Worst-Case-Szenario weiterlesen

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016/2017 – Update 2

Der Kader für den ersten Teil der Bundesliga-Spielzeit von RB Leipzig steht also. Grundsätzliche Erwägungen zur Transferperiode und ihren sportlichen und wirtschaftlichen Ergebnissen gab es gestern schon. Bleibt noch ein Blick über den Kader als ganzem mit all seinen Stärken und Schwächen.

Lässt man mal die Nachwuchsspieler Fechner, Janelt und Touré beiseite, hat RB Leipzig 20 bzw. mit Gipson 21 Feldspieler plus drei Torhüter im Kader. Das ist sicherlich nicht zu viel, auch wenn man nur noch einen Wettbewerb hat, in dem die Spieler eingesetzt werden können.

Lediglich drei RB-Feldspieler haben die 25 Jahre schon überschritten. Mit Marvin Compper ist nur ein einziger davon schon über 30. Dominik Kaiser und Stefan Ilsanker sind mit 27 Jahren schon so etwas wie die weiteren Alterspräsidenten auf dem Feld. Vom Kaderdurchschnitt her ist RB Leipzig mit Abstand das jüngste Team der Bundesliga.

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Pushing the defensive Panikbutton

Neun Tage noch bis zum ersten Pflichtspiel der Saison. Eigentlich nach drei Monaten Sommerpause langsam der Zeitpunkt in der Vorbereitung, zu dem man positiv nach vorn schauen und an Details arbeiten sollte. Vielleicht war es deswegen so erstaunlich, dass Ralf Rangnick am Ende des Trainingslagers davon sprach, dass man nur auf „13, 14, 15 Positionen gut besetzt“ sei.

Wobei das Wörtchen ’nur‘ nicht Teil von Rangnicks Text war, aber man dieses als Leser still mit einbaute, weil man schon ein wenig überrascht sein durfte, dass der Sportdirektor seinen Nummern 16 bis 24 (vom Nachwuchs- und U23-Rest ganz zu schweigen) die Bundesligatauglichkeit absprach. Für den Moment zumindest.

Diese Aussage passt ganz gut damit zusammen, dass nach sechs Gegentoren in den letzten Pflichtspielen im Umfeld von RB Leipzig bezüglich der Defensive und insbesondere wegen der Abwehrkette ein wenig auf den Panikbutton gedrückt wurde.

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RB Leipzig rumpelt sich auf Platz 9

Lang ist sie nicht mehr die Sommerpause im Fußball, die sich in diesem Jahr so endlos lang dahinzieht. Da schon in dieser Woche Olympia beginnt und entscheidende Teile des „Champagner statt Bier“-Podcasts sich erst mal diesem Teil des Sportangebots widmen werden, haben wir schon mal auf den Stand der Dinge bei RB Leipzig geschaut, uns durch Kader und Perspektiven gewühlt und festgestellt, dass nicht alles sicher, aber alles gut ist.

Passend zur Sommerpause ist das ganze wohl noch mehr Plauderei als sonst, dafür aber auch nicht kürzer geworden. Leider hat der Ton etwas dadurch gelitten, dass der Aufnahmepegel zu leise eingestellt war (Tipp: mit Kopfhörern hört es sich ganz vernünftig). In Wirklichkeit haben Dirk, André, Crank und meine Wenigkeit natürlich stimmlich so charmant gesprochen wie immer

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016/2017 – Update 1

Mit Naby Keita, Timo Werner, Benno Schmitz und Marius Müller wurden bisher vier Neuzugänge verkündet. Zeit, sich nach den ersten Kadereinschätzungen mal wieder einen kleinen Überblick über den aktuellen Kader von RB Leipzig und seine sehr viel kleiner gewordenen Baustellen zu verschaffen. Dabei werden alle Spieler einbezogen, die derzeit über einen Vertrag in Leipzig verfügen, also auch zurückkehrende Leihspieler.

Tor: Peter Gulacsi (26), Fabio Coltorti (35), Marius Müller (22), (Benjamin Bellot, 25)

Die Planungen für die Torwartposition sind zumindest vorerst abgeschlossen. Peter Gulacsi und Fabio Coltorti haben sich medial schon positioniert, dass sie den Kampf um die Nummer 1 annehmen werden, sodass man derzeit davon ausgehen kann und ausgehen muss, dass man zusammen mit Neuzugang Marius Müller mit einem Dreikampf in die Saison geht.

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Kaderrückblick RB Leipzig: 2.Liga 2015/2016 – Teil I

Weiter Rückblickzeit auf die Zweitligarunde in dieser langen Sommerpause. Traditionell dabei auch der subjektiv-qualitative Blick auf alle Spieler und ihre Leistungen. Auch unter Berücksichtigung ihrer möglichen Zukunftsperspektiven. Geordnet ist das ganze nach Positionen (Tor, Verteidigung, Mittelfeld, Sturm) und innerhalb dieser Positionen nach Einsatzzeit. Los geht es heute mit den Keepern und den Verteidigern. In den nächsten Tagen dann Mittelfeldspieler und Angreifer.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2015/2016

Sommerpause also. Zeit auch, um in diversen Varianten auf die Saison zurückzublicken. Hier und heute geht es um Zahlen rund um die bei RB Leipzig in der zweiten Liga 2015/2016 eingesetzten Spieler. Betrachtet werden nur die 34 Zweitligaspiele.

Eingesetzt wurden bei RB Leipzig insgesamt 24 Spieler. Das sind mal glatt fünf weniger als in der Vorsaison. Insgesamt kamen drei Spieler aus dem Profikader gar nicht zum Einsatz. Der Langzeitverletzte Terrence Boyd, der ebenfalls mit Verletzungen kämpfende Patrick Strauß, der in der kommenden Saison dauerhaft zur U23 versetzt wird und der dritte Torhüter Benjamin Bellot, dessen Zukunft noch unklar ist.

Davie Selke ist der einzige RB-Spieler, der in allen 34 Spielern zumindest im Spieltagskader stand. Anthony Jung saß in 33 Spielen auf der Bank oder stand auf dem Platz. Kein einziger Spieler war in allen 34 Partien auch tatsächlich im Einsatz. Willi Orban hätte es vielleicht geschafft, wenn er nicht zweimal gesperrt ausgefallen wäre. Marcel Sabitzer und Emil Forsberg kommen wie Orban auch auf 32 Einsätze und eine hohe Minutenzahl pro Spiel.

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