Schlagwort-Archive: Marcel Halstenberg

Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Dauerläufer im Team von RB Leipzig ist mal wieder Diego Demme. Mit 12.35 km pro 90 Minuten liegt er schon wieder fast auf Topniveau aus dem Zweitligajahr unter Rangnick.

Auch Yussuf Poulsen hat läuferisch noch mal deutlich angezogen. Was aber (wie generell bei vielen anderen Spielern auch) unter anderem daran liegt, dass da auch einige Einsätze mit deutlich weniger als 90 Minuten dabei waren. Poulsen bekommt im Schnitt nur noch 67 Minuten pro Einsatz. In dieser Zeit kann er sich natürlich deutlich schneller auspowern und mehr rennen als wenn er 90 Minuten spielen würde. Rechnet man dann einen 20-Minuten-Einsatz auf 90 Minuten hoch, dann sind die Laufwerte entsprechend deutlich höher, als wenn man komplette 90-Minuten-Einsätze hätte.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017 – Teil 1

Die Rückrunde ist zwar schon wieder losgegangen, aber es fehlen noch ein paar Worte zur Hinrunde. Und zwar vor allem in Zahlenform rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 17 Bundesligaspiele bis zur Winterpause. Teil 2 folgt dann demnächst.

Schon 22 Spieler hat Ralph Hasenhüttl in der Bundesliga auf das Feld geschickt. Das klingt erstmal viel. Allerdings kamen Kaiser, Compper, Mvogo und Schmitz in zusammen gerade mal reichlich knapp 400 Spielminuten zum Einsatz, sodass nur noch 18 Spieler übrig bleiben, davon 17 Feldspieler.

Federico Palacios, Fabio Coltorti und Philipp Köhn waren die drei Spieler, die gar nicht zum Einsatz kamen. Köhn und Coltorti schafften es in der Bundesliga noch nicht mal in den Spieltagskader. Auch die Nachwuchskräfte Nicolas Kühn und Elias Abouchabaka kamen nicht zum Einsatz oder zu einer Kadernominierung, waren im Hinrundenverlauf aber sowieso auch aus dem Profitraining genommen worden.

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Kommse heute nicht, kommse morgen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Die Null waberte in dieser Woche durch die Online-Welt. Die Null, die hinter den Einsatzminuten von bei RB Leipzig ausgebildeten Spielern steht. Hinter den Einsatzminuten sogenannter Local Player, von denen jedes Team mindestens vier in den eigenen Reihen haben muss und die zwischen 15 und 21 für mindestens drei Jahre im Verein gemeldet gewesen sein müssen.

Die Null ist natürlich nur ein Indiz für die Qualität der Nachwuchsausbildung. Zumal es dabei nur um die Betrachtung der aktuellen Spielzeit geht und das auch verschiedene Ursachen haben kann, dass da eine hohe oder niedrige Zahl steht. Bei RB Leipzig bleibt die Zahl aber auch gering, wenn man in der Historie zurückschaut.

Benjamin Bellot darf als einer der wenigen gelten, der die Local-Player-Regel durch seine Zeit bei RB zwischen 2009 und 2012 erfüllte und der vor allem in der dritten und zweiten Liga zwischen 2013 und 2015 einige Einsätze bekam. Allerdings spielte Bellot nie im RB-Nachwuchs, sondern kam aus dem Nachwuchs des FC Sachsen 2009 direkt zu den RB-Profis.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Bundesliga 2017/2018 – Teil I

Nutzen wir noch ein bisschen die Zeit für Rückblicke auf die Bundesliga. Heute im Angebot der subjektiv-qualitative Blick auf alle Spieler und ihre Leistungen. Auch unter Berücksichtigung ihrer möglichen Zukunftsperspektiven. Geordnet ist das ganze nach Positionen (Tor, Verteidigung, Mittelfeld, Sturm) und innerhalb dieser Positionen nach Einsatzzeit. Los geht es heute mit den Keepern und den Verteidigern. Morgen oder in den nächsten Tagen dann Mittelfeldspieler und Angreifer.
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Spieler der Hinrunde: Marcel Sabitzer

Seit 2011/2012 gibt es hier im Block ein traditionelle Rubrik, in der der Spieler der Hin- oder Rückrunde bestimmt. Das war nicht immer ganz einfach. Meist gab es mehrere Kandidaten zur Auswahl. Selten gewann der selbe Spieler. Bisher gab es nur einen Spieler, der mehrmals als Spieler der letzten sechs Monate auserkoren wurde: Dominik Kaiser schaffte es gleich dreimal, zuletzt in der Rückrunde der Drittligasaison.

Ansonsten war es eine bunte Mischung aus Timo Röttger (inzwischen Großaspach), Fabian Franke (Hallescher FC), Daniel Frahn (Chemnitzer FC), Bastian Schulz (VfL Osnabrück), Tim Sebastian (Karriereende), Marcel Sabitzer, Diego Demme, Emil Forsberg und Timo Werner.

In dieser Saison war die Auswahl nicht ganz so groß. Mag sein, dass das an der Rotation lag, dass man nie das Gefühl hatte, dass da einer der Köpfe der letzten Saison das Geschehen komplett dominiert. Forsberg und Keita waren in unterschiedlichem Maß zu inkonstant und ineffektiv. Timo Werner hatte eine gute Phase zu Saisonbeginn, versteckte sich später aber zusehends auf dem Spielfeld und steht manchmal schon fast aufreizend lang im Abseits, fast als wolle er sich selbst unanspielbar machen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018

Es ist Winterpause. Demnächst öffnet dann auch wieder die winterliche Transferperiode. Den ganzen Januar hindurch dürfen Spieler noch mal verpflichtet werden. Abgeben darf man Spieler in Abhängigkeit der geöffneten Transferfenster in anderen Ländern auch noch länger.

Wie immer gilt auch in diesem Jahr, dass man nicht jedem Gerücht hinterherhecheln sollte. Rund um die Bundesliga und vor allem auch RB werden immer wieder Namen gehandelt, die dann am Ende doch keine Rolle spielen. Immer ein bisschen schwer, relevante von irrelevanten Gerüchten zu unterscheiden. Weswegen man wie immer besser fährt, wenn man gesunden Menschenverstand walten lässt und mit den Fakten und Lücken und Möglichkeiten im realen Kader argumentiert.

Rund um RB Leipzig ist das Transfergebrabbel bereits im vollen Gange. Dazu trug auch Ralf Rangnick bei, der mit zwei entscheidenden Aussagen an die Presse ging. Einerseits, dass man neben Marvin Compper, dessen Wechsel nach Schottland zu Celtic Glasgow schon fix ist, auch Dominik Kaiser, Benno Schmitz und Federico Palacios keine Steine in den Weg legen würde, wenn sie denn wechseln wollen würden. Und dass man auch bei Abgängen nicht zwangsläufig neue Spieler als Ersatz holen will, weil man ja keine Stammspieler abgibt.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Hertha BSC 2:3

17. Spieltag der Bundesliga. Zum Abschluss des Jahres 2017 empfing RB Leipzig Hertha BSC. Es sollte noch einmal ein positiver Abschluss eines aufregenden Jahres werden. Daraus wurde allerdings nichts, weil RB trotz mehr als 80minütiger Überzahl mit 2:3 verlor.

Ralph Hasenüttl vertraute gegen Hertha fast der identischen Elf wie zuletzt beim 1:1 in Wolfsburg. Den gesperrte Dayot Upamecano ersetzte Willi Orban in der Innenverteidigung. Damit spielte erneut Ilsanker an der Seite von Naby Keita und nicht Diego Demme. Bruma und Kampl bildeten die Doppelzehn. Organisiert das Ganze wie fast immer im 4-2-2-2.

Pal Dardai, der unter der Woche zur Aufrechterhaltung der Konzentration im Team noch mal scharf trainieren hatte lassen, musste derweil zweimal wechseln. Die verletzten Rekik und Weiser waren nicht dabei. Dafür spielten Torunarigha und Esswein. Organisiert war man im 4-4-2 oder 4-4-1-1.

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Logikfehler in der Nachwuchsmatrix

Als es bei „Champagner statt Bier“ das letzte Mal rund ging, war es draußen noch warm und die Spiele in Europa lagen noch in der Zukunft. Viel ist seitdem rund um RB Leipzig passiert. Dirk, Crank und meine bloggende Wenigkeit trafen sich deshalb zu einem echten Podcast-Massaker mit Hin- und Rückspiel und Verlängerung. Besprochen haben wir trotzdem nur die Hälfte dessen, was auf dem Zettel stand.

Dabei hangeln wir uns anhand von Kaffee wie Emil Forsberg von Schweden nach Russland. Wir gehen so ziemlich alle Personalien im RB-Kader durch und sind auch in Sachen Führerscheine aller Art kompetente Ansprechpartner. Schließlich reden wir uns noch hinsichtlich des Nachwuchses bei RB Leipzig die Köpfe heiß, lauschen dem hip-hoppenden Tim Thoelke und werfen die eine oder andere Bemerkung dazu ein.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Hannover 96 2:1

Elfter Spieltag der Bundesliga bereits wieder. Ein Drittel der Saison schon rum. Mit Hannover 96 kam der Vierte der Tabelle nach Leipzig. Gleichzeitig ein Aufsteiger und damit auch ein erstmaliges Aufeinandertreffen der Profis beider Teams. Im Topspiel 3 gegen 4 setzte sich RB dank einer rasanten halben Stunde zum Schluss letztlich verdient mit 2:1 durch.

Gegenüber der 1:3-Niederlage in Porto hatte Ralph Hasenhüttl sein Team ordentlich durchgeschüttelt. Orban saß seine Rot-Sperre aus dem Spiel in München ab. Augustin fehlte verletzt. Bernardo, Keita, Forsberg und Kampl (und damit fast die komplette Kreativabteilung) saßen auf der Bank. Konaté, Klostermann, Demme, Laimer, Werner und Poulsen standen dafür in der Startelf und bekräftigten damit erstmal die Ankündigung von Hasenhüttl, dass es gegen Hannover um Geduld und um andere Dinge als rein fußballerische Qualitäten gehen würde. Organisiert war das Team wie immer im 4-2-2-2.

Hannover auf der anderen Seite reiste mit der selben Startformation wie zuletzt beim 4:2 gegen Dortmund an. Allerdings war man ganz in der Linie der bisherigen Flexibilität in Sachen Formation gegen RB etwas anders aufgestellt und spielte ein 5-2-3 aka 3-4-3. In vorderster Front stellten dabei Bebou, Jonathas und Klaus den Spielaufbau von RB Leipzig zu. Zwei Spieler kümmerten sich um die Innenverteidiger, während ein Spieler flexibel mit dem zurückfallenden Sechser von RB mitging.

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Bundesliga: Borussia Dortmund vs. RB Leipzig 2:3

Achter Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig stand das Topspiel bei Borussia Dortmund auf dem Programm. Eine echte Herausforderung, schließlich ging es doch zum bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer. Nach spektakulären 90 Minuten wurde diese Serie aber nicht unverdient beendet.

Vor dem Spiel hatte Ralph Hasenhüttl die erstaunten Blicke mal wieder auf seiner Seite. Überraschen durfte vor allem, dass Diego Demme und Willi Orban nur auf der Bank platz- und dafür Stefan Ilsanker und Kevin Kampl die Plätze in Innenverteidigung und auf der Sechs einnahmen. Bei Orban war es die fehlende Geschwindigkeit, die laut Trainer den Ausschlag gab (auch eine überraschend deutliche Ansage), bei Kampl erhoffte er sich eine bessere Spieleröffnung in die Tiefe. Auch Forsberg blieb nach zwei schweren Länderspielen nur die Bank, sodass Bruma einen Einsatz in der Startelf bekam. Es sollten Akteure ran, die unter der Woche das Spielsystem im Training üben konnten. Das war beim Schweden nicht ausreichend der Fall.

Dortmund wechselte gegenüber dem schwachen, aber gewonnenen Spiel in Augsburg sechsmal durch. Zagadou, Toprak, Sahin, Götze, Castro und Philipp rein. Bartra, Weigl, Piszczek, Kagawa, Dahoud und Pulisic raus. Eine ordentliche Rotation, wobei das bei der Kadertiefe der Dortmunder mit nicht allzu großen Verlusten in der Qualität verbunden ist und auf manchen Positionen eh nicht klar ist, wer da jetzt gerade die 1A- oder die 1B-Lösung ist.

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Bundesliga: FC Augsburg vs. RB Leipzig 1:0

Fünfter Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig ging es zum FC Augsburg. Im fünften Aufeinandertreffen setzte es für RB dabei die dritte Niederlage, die erste in der Bundesliga. Keine unverdiente Niederlage, auch wenn es eigentlich eher ein Unentschieden-Spiel war.

Schon weit vor Anpfiff setzte es den ersten Paukenschlag. Denn Ralph Hasenhüttl hatte die Komplettrotation ausgepackt. Lediglich zwei Spieler aus der Startelf der Mönchengladbach-Partie standen auch in Augsburg noch in der Startelf. Gleich neun neue Akteure hatte er aufs Feld geschickt, Mit Benno Schmitz, Marvin Compper und Yvon Mvogo kamen gleich drei Spieler erstmals in dieser Saison zum Einsatz. Ähnlich krass hatte man zuletzt wohl unter Ralf Rangnick im Herbst 2015 rotiert, als man zum DFB-Pokal nach Unterhaching fuhr. Und 0:3 verlor. Eine Systemänderung war mit dem Personalwechsel nicht verbunden. Es ging im üblichen 4-2-2-2 ins Spiel.

Der FC Augsburg ging die Rotation etwas gemächlicher an. Drei Spieler wechselte man im Vergleich zum Spiel in Frankfurt aus. Vielleicht etwas überraschend, dass der schnelle Marcel Heller nur auf der Bank saß. Dazu gesellten sich Koo und Schmid. Caiuby, Moravek und Gregoritsch durften dafür in der Startelf stehen. Organisiert war das ganze (je nachdem, wo sich Gregoritsch so rumtrieb) in einem 5-3-2 bis 5-2-1-2. Eine sehr passende Formation, mit der man vorn anlaufen konnte, in der Mitte per se große Kompaktheit hatte und gleichzeitg aber in der letzten Reihe Breite herstellte.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 3

Vor der aktuellen Transferperiode stand die Aufgabe, die Mannschaft von RB Leipzig in der Breite stärker zu machen. Man kann geteilter Meinung sein, ob man mit den im Kern 20 Feldspielern gut durch die Saison mit drei Wettbewerben kommen wird (zu breit ist der Kader jedenfalls nicht). In der letzten Saison kamen nur wenige Teams mit so wenigen Feldspielern durch die Spielzeit. Fakt ist aber, dass man den Kader tatsächlich in der Breite deutlich verstärkt hat.

Ging man im letzten Jahr mit ungefähr 14 Feldspielern durch die Spielzeit und in der Rückrunde vielleicht noch mit 12, stehen diese Saison mindestens 17 Feldspieler auf einem sehr hohen Niveau zur Verfügung, bei denen lediglich Werner und Keita dauerhaft nicht ersetzbar scheinen. Hinter diesen 17 Feldspielern stehen mit Dominik Kaiser und Benno Schmitz noch zwei verlässliche Akteure mit Fragezeichen hinsichtlich ihrer Einsatzchancen und mit Ibrahima Konate ein Nachwuchsmann mit noch unklarem Leistungsvermögen.

Dass der Kader auf hohem Niveau deutlich breiter aufgestellt ist als noch in der Vorsaison, liegt an einer Transferperiode, in der man viel richtig gemacht hat. Man hat mit Burke, Selke und Khedira drei Spieler abgegeben, die lediglich Ergänzungsspieler waren (und dafür auch noch fast 25 Millionen Euro kassiert) und auf der anderen Seite vor allem mit Kampl, Augustin, Bruma und Laimer ein Quartett geholt, das eine bunte Mischung aus sofort verfügbarer Stärke und viel Entwicklungspotenzial darstellt. Dazu kommt dann auch noch Klostermann als quasi Neuzugang, der die Qualität im Team noch mal erhöht.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 2

Ralf Rangnick hat gestern via BILD die Kaderplanung bei RB Leipzig für beendet erklärt. Man hat die von Anfang an als Ziel avisierten 20 Feldspieler (plus ein paar Nachwuchsakteure) zusammen. Und man hat die Abgänge und Leihspieler allesamt verarztet und neue Vereine oder neue Leihstationen gefunden. Entsprechend kann man Anfang August und einen Monat vor Schließen des Transferfensters mit den Händen im Schoß ganz entspannt zugucken, wie es auf dem Spielermarkt Europas so weitergeht.

So zumindest, wenn alles ruhig läuft. Falls dann doch noch ein Puzzlestein fällt, sich jemand verletzt oder weg will oder sich vielleicht ja noch die Möglichkeit eines Schnäppchens oder eines Talents oder eines einzuarbeitenden Keita-Nachfolgers ergibt, dann wird man die Kaderplanung sicher noch mal neu beleben. Wenn nicht, dann hat man nach im Kern sechs Neuzugängen (Mvogo, Köhn, Konaté, Laimer, Bruma, Augustin) und drei Abgängen (Selke, Khedira, Müller) ein passendes Team zusammen.

Wobei weiter die Frage steht, ob man mit dieser Besetzung für drei Wettbewerbe breit genug aufgestellt ist. Wie letztens hier gezeigt, setzte kein Team der Bundesliga in der vergangenen Saison lediglich 20 Feldspieler oder weniger ein. Mindestens 21 Spieler waren es überall. Bei RB waren es 22 (da waren aber auch noch Kalmár und Bruno dabei, die dann letzten Sommer kurz vor Schließen des Transferfensters noch gingen). Bei neun Mannschaften waren es mehr als 24 eingesetzte Feldspieler. Mit 20 Kickern plus 4 Torhütern plus 4 Nachwuchsakteuren (also rund 24 Feldspielern) in die Saison zu gehen, scheint entsprechend erstmal ein ziemlich eng gesetzter Kader, wenn man kein U23-Pool zum Nachrücken mehr hat. Für die Nachwuchsakteure verbindet sich damit aber auch die realistische Hoffnung, zumindest in der Liga ein paar Einsatzzeiten abzubekommen. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 2 weiterlesen

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 1

Es geht streng auf den Trainingsauftakt bei RB Leipzig zu. Nächste Woche trifft man sich, um in die Vorbereitung auf die neue Saison zu starten. Mit Yvon Mvogo, Philipp Köhn, Bruma und Ibrahima Konate wurden bisher vier Spieler neu verpflichtet. Mit Davie Selke und Rani Khedira hat man bisher zwei Abgänge zu verzeichnen. Torwart Marius Müller sucht noch einen Leihverein. Für Atinc Nukan, Nils Quaschner, Massimo Bruno und Anthony Jung sucht man nach Leihe noch zukunftsfähige Lösungen, die nicht RB Leipzig heißen. Nukan und Bruno stehen eigentlich bei ihren bisherigen Leihvereinen Besiktas Istanbul und RSC Anderlecht recht hoch im Kurs. Nur Geld wollen die Klubs nicht so richtig zahlen.

Wagen wir zum jetzigen Zeitpunkt mal einen kleinen Überblick über den Stand der Dinge der Kaderplanung. Der letzte Überblick ist ja schon eine Weile her. Dabei werden alle Spieler aufgeführt, die nach derzeitigem Stand zum Team Bundesliga 2017/2018 gehören. Nicht mit aufgefüht werden die Leihspieler, da diese ja keine Zukunft mehr in Leipzig haben und auch vereinsseits nicht als Teil der Kaderplanung gelten. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 1 weiterlesen

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Kaderrückblick RB Leipzig: Bundesliga 2016/2017 – Teil I

Weiter Rückblickzeit auf die Bundesligasaison. Traditionell dabei auch der subjektiv-qualitative Blick auf alle Spieler und ihre Leistungen. Auch unter Berücksichtigung ihrer möglichen Zukunftsperspektiven. Geordnet ist das ganze nach Positionen (Tor, Verteidigung, Mittelfeld, Sturm) und innerhalb dieser Positionen nach Einsatzzeit. Los geht es heute mit den Keepern und den Verteidigern. In den nächsten Tagen dann Mittelfeldspieler und Angreifer.
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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2016/2017 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Dass sich in Sachen Spielidee ein paar Dinge verändert haben, sieht man bereits an den Laufdaten. Denn diese sind im Vergleich zur Winterpause bei allen Stammspielern zurückgegangen. Diego Demme läuft als Arbeitsbiene im Mittelfeld auf 90 Minuten gerechnet im Saisonschnitt entsprechend ’nur‘ noch knapp 12 km und nicht mehr 12,14. Kein großer Unterschied, der vor allem dem verstärkten Ballbesitz geschuldet sein dürfte.

Interessant, dass Oliver Burke direkt hinter Diego Demme einkommt, wenn es um Laufaufwand pro 90 Minuten geht. Wobei bei ihm die Statistik durch viele Joker-Einsätze geschönt ist. Als Joker läuft man per se mehr als andere, weil die Einsatzzeit wesentlich kürzer ist und man sich entsprechend schneller auspowern kann. Rechnet man dann die absolvierte Laufleistung auf 90 Minuten hoch, dann landet man schnell bei vergleichsweise hohen Zahlen. Ablesen kann man bezüglich Burke daraus trotzdem, dass er in der Einsatzzeit, die er hatte, mit hohem Engagement dabei war.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2016/2017 – Teil 1

Sommerpause. Zeit für die entsprechenden Rückblicke auf die erste Saison von RB Leipzig in der Bundesliga. Los geht es heute mit dem ersten Teil mit Zahlen rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 34 Bundesligaspiele und nicht das DFB-Pokalspiel in Dresden. Teil 2 des Zahlenrundumblicks folgt dann irgendwann demnächst.

Eingesetzt wurden bei RB Leipzig insgesamt 21 Spieler. Das sind im Vergleich zur Winterpause zwei mehr. Bzw. drei, denn Kyriakos Papadopoulos ist als Winterabgang in der Liste der RB-Spieler nicht mehr drin. Zum Einsatz kamen zusätzlich zu den Hinrundenspielern noch Fabio Coltorti, der aufgrund eines Gulacsi-Ausfalls dann doch noch zu seinem Bundesliga-Debüt kam. Eingesetzt wurde auch Dayot Upamecano, der nach seiner Verpflichtung im Winter immerhin reichlich 660 Minuten sammelte. Nicht zu vergessen ist zudem Federico Palacios, der sich mit seinem Treffer in Dortmund gleich in die RB-Geschichtsbücher hätte eintragen können, wenn der Trefffer denn gezählt hätte.

Aus dem Profikader gar nicht eingesetzt wurden Keeper Marius Müller und Ken Gipson (dessen Zugehörigkeit zum Profikader aber eher formaler Natur war). Genauso wie die U23-Spieler Dominik Franke, Kamil Wojtkowski, Benjamin Bellot und Patrick Strauß durften sie aber zumindest mal auf der Bank sitzen. Müller teilte sich diese Rolle ja mit Coltorti. Zu Einsätzen kamen von den Nachwuchsspielern bis auf Palacios, der nächste Saison komplett bei den Profis eingegliedert wird, niemand. Durchlässigkeit von unten nach oben ist weiterhin nicht das hervorstechendste Merkmal von RB Leipzig. Ist aber auch schwierig, wenn dein Profiteam in der Bundesliga auf Platz 2 unterwegs ist.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018

So, die Saison ist in vielerlei Hinsicht für RB Leipzig schon vor dem letzten Spieltag gelaufen. Entsprechend kann man sich ja schon mit der Kaderplanung für die kommende Saison beschäftigen. Ralf Rangnick hat zuletzt auch angemerkt, dass man schon mittendrin sei und den Kontakt zu interessanten Spielern intensiviert hat.

Wobei man aus der Erfahrung der letzten Spielzeit auch lernen könnte, dass in der Praxis manche Dinge dann doch wieder erst relativ spät in Angriff genommen werden. Vielleicht ist dem ja diese Saison aber nicht so.

Zu tun gibt es allerdings reichlich für die Kaderplaner. Das hat nicht nur mit den potenziellen Neuzugängen zu tun, sondern auch damit, dass man einige Altlasten, Abgangswillige und Nachwuchsspieler versorgen muss. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 weiterlesen

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Marvin Compper schlägt Yussuf Poulsen

Vier Spiele, vier Siege. Das die Bilanz der jüngeren Vergangenheit bei RB Leipzig. Und das auch die Bilanz der letzten Spiele von Yussuf Poulsen, der nach Verletzung im Spiel gegen Darmstadt erst spät und nicht mehr spielentscheidend in die Partie kam, aber in den folgenden drei Spielen mit zwei Toren und zwei Vorlagen entscheidenden Anteil am Erfolg hatte. Zuvor war RB dreimal in Folge sieglos geblieben. Woraus man natürlich konstruieren könnte, dass Leipzig ohne Poulsen (punktetechnisch) schwächer ist als mit.

Wenn man den Dänen mit den anderen RB-Spielern, die mindestens 50% der Spielzeit auf dem Platz standen, vergleicht, dann relativiert sich seine Bilanz als entscheidender Spieler allerdings auch ein wenig. Denn im Vergleich gesehen, punktet RB Leipzig leicht unterdurchschnittlich, wenn Poulsen auf dem Platz steht.

2,10 Punkte hat RB Leipzig bisher im Schnitt geholt. Wenn Yussuf Poulsen vom Platz ging, waren es im ’nur‘ Schnitt 2,00 Punkte. Damit liegt er auf Augenhöhe mit einem Marcel Sabitzer und Willi Orban (in Abwesenheit des Innenverteidigers holte RB zwei Siege).

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Überraschend wichtiges Ausbildungsteam

Gestern ging es im „Champagner statt Bier“-Podcast auch um die Ausbildung in U23-Mannschaften und dass diese eine immer kleinere Rolle für Bundesligisten spielen würden, weil daraus kaum Spieler hervorgehen. Sprich Aufwand und Ertrag würden in keinem sinnvollen Verhältnis stehen. Sodass die U23-Teams langsam überflüssig werden. So die These, die ja so ähnlich auch von RB Leipzig bei der Abmeldung der U23 vom Spielbetrieb zum Sommer vertreten wurde.

Wie immer bei solchen Sachen hilft es, wenn man sich die Dinge anhand der Empirie versucht ein bisschen zu verdeutlichen. Wenn man mal die 18 aktuellen Bundesligisten heranzieht und sich von denen die elf meisteingesetzten Spieler hinsichtlich ihrer Einsätze in U23-Teams in der Vergangenheit anschaut, dann bekommt man schon mal einen ersten Eindruck.

Erstaunlicherweise (zumindest für mich war das erstaunlich) sind es pro Bundesligist rund fünf Spieler (insgesamt 92), die in ihrer Karriere mindestens zehnmal in einem U23-Team aufliefen. Sprich, fast die Hälfte der meisteingesetzten Spieler eines Vereins (also der tragenden Säulen eines Klubs) genossen eine Ausbildung im Nachwuchsbereich deutlich über die U19 hinaus. Damit ist das die größte Gruppe vor den Spielern, die aus dem Ausland nach Deutschland kamen oder sich (in kleiner Zahl) jenseits der U23 in Deutschland durch die Karriere bissen.

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