Schlagwort-Archive: Kevin Kampl

Logikfehler in der Nachwuchsmatrix

Als es bei „Champagner statt Bier“ das letzte Mal rund ging, war es draußen noch warm und die Spiele in Europa lagen noch in der Zukunft. Viel ist seitdem rund um RB Leipzig passiert. Dirk, Crank und meine bloggende Wenigkeit trafen sich deshalb zu einem echten Podcast-Massaker mit Hin- und Rückspiel und Verlängerung. Besprochen haben wir trotzdem nur die Hälfte dessen, was auf dem Zettel stand.

Dabei hangeln wir uns anhand von Kaffee wie Emil Forsberg von Schweden nach Russland. Wir gehen so ziemlich alle Personalien im RB-Kader durch und sind auch in Sachen Führerscheine aller Art kompetente Ansprechpartner. Schließlich reden wir uns noch hinsichtlich des Nachwuchses bei RB Leipzig die Köpfe heiß, lauschen dem hip-hoppenden Tim Thoelke und werfen die eine oder andere Bemerkung dazu ein.

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Bundesliga: Hamburger SV vs. RB Leipzig 0:2

Dritter Spieltag der Bundesliga. Wie vor einem Jahr ging es für RB Leipzig zum Hamburger SV. Wie vor einem Jahr stand das Spiel in der ersten Halbzeit auf  der Kippe, bevor RB in der zweiten Halbzeit einen verdienten Sieg einfuhr.

In die Partie gegangen war RB Leipzig erwartungsgemäß ohne Lukas Klostermann. Bernardo kam dafür rechts hinten zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison. Überraschend war auch Emil Forsberg nicht dabei. Wegen einer Erkältung war er in Leipzig geblieben. Bruma durfte dafür von Anfang an ran. Poulsen nahm derweil nur auf der Bank Platz, wo ihm Neuzugang Kevin Kampl Gesellschaft leistete.

Auch der Hamburger SV wechselte zweimal. Den gesperrten Mavraj ersetzt Gideon Jung. Und Lewis Holtby durfte für den verletzten Aaron Hunt ran.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 3

Vor der aktuellen Transferperiode stand die Aufgabe, die Mannschaft von RB Leipzig in der Breite stärker zu machen. Man kann geteilter Meinung sein, ob man mit den im Kern 20 Feldspielern gut durch die Saison mit drei Wettbewerben kommen wird (zu breit ist der Kader jedenfalls nicht). In der letzten Saison kamen nur wenige Teams mit so wenigen Feldspielern durch die Spielzeit. Fakt ist aber, dass man den Kader tatsächlich in der Breite deutlich verstärkt hat.

Ging man im letzten Jahr mit ungefähr 14 Feldspielern durch die Spielzeit und in der Rückrunde vielleicht noch mit 12, stehen diese Saison mindestens 17 Feldspieler auf einem sehr hohen Niveau zur Verfügung, bei denen lediglich Werner und Keita dauerhaft nicht ersetzbar scheinen. Hinter diesen 17 Feldspielern stehen mit Dominik Kaiser und Benno Schmitz noch zwei verlässliche Akteure mit Fragezeichen hinsichtlich ihrer Einsatzchancen und mit Ibrahima Konate ein Nachwuchsmann mit noch unklarem Leistungsvermögen.

Dass der Kader auf hohem Niveau deutlich breiter aufgestellt ist als noch in der Vorsaison, liegt an einer Transferperiode, in der man viel richtig gemacht hat. Man hat mit Burke, Selke und Khedira drei Spieler abgegeben, die lediglich Ergänzungsspieler waren (und dafür auch noch fast 25 Millionen Euro kassiert) und auf der anderen Seite vor allem mit Kampl, Augustin, Bruma und Laimer ein Quartett geholt, das eine bunte Mischung aus sofort verfügbarer Stärke und viel Entwicklungspotenzial darstellt. Dazu kommt dann auch noch Klostermann als quasi Neuzugang, der die Qualität im Team noch mal erhöht.

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Transfers: Kevin Kampl, Oliver Burke, Naby Keita, Nils Quaschner

Eigentlich hatte man bei RB Leipzig die Transferplanungen schon vor ein paar Wochen abgeschlossen. Am Ende drehte sich das Karussell dann doch noch mal bis in den letzten Tag des geöffneten Transferfensters hinein. Drei Personalien handelte man dabei ab, wobei Naby Keita erst in einem Jahr den Klub verlassen wird.

Kevin Kampl

Fangen wir einmal vorn und bei Kevin Kampl an. Weil er der Neuzugang unter den drei Spielern ist. Einer, bei dem manch einer im Umfeld von RB Leipzig ein wenig mit den Augenbrauen zuckte. Bis zu 20 Millionen für einen, der in Leverkusen zuletzt eher hinten dran war und nach China wollte? So die Skepsis.

Sportlich gesehen ist die Verpflichtung von Kevin Kampl eigentlich über jeden Zweifel erhaben. Einen viel besseren Transfer kannst du als RB Leipzig am letzten Tag der Transferperiode nicht mehr wirklich tätigen. Es feht zwar die B-Note in Sachen Kreativität (die beispielsweise der Transfer von Jadon Sancho von Manchester City zu Borussia Dortmund hatte), aber das ist wohl auch nicht für jeden Transfer das entscheidende Maß der Dinge.

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Interessante Frage trotzt uninteressanter Debatte

Nicht fair fand Dortmund-Coach Thomas Tuchel zuletzt die 21 Fouls gegen sein Team im Spiel bei Bayer Leverkusen. Um weiter festzustellen: „Da werden Mittel angewendet, die in der Häufigkeit dazu führen müssen, dass man nicht komplett zu Ende spielt.“ Aussagen, mit denen Tuchel viel Spott erntete, weil man ihm eine nicht angemessene Opferrolle unterstellte.

„Vielleicht ist Dortmund ja eine Mannschaft, die schnell Fouls zieht“, entgegnete Leverkusen-Coach Roger Schmidt gar und schob den Schwarzen Peter des unfairen Spiels zurück und machte den BVB zu einer „cleveren“ Schauspielertruppe.

Nun, im Bundesliga-Mediengeschäft nimmt man solche Auseinandersetzungen gern, um dann das ‚der gegen den und was sagt eigentlich Lothar Matthäus dazu‘-Spiel zu spielen. Dabei ergeben sich aus den Statements Fragen, die nicht mit Schuldzuweisungen zu klären sind.

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Salzburg-Leipziger Thesenhäppchen

Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem. Ein paar Thesen noch zu Salzburg und Leipzig entlanghangelnd an der aktuellen Debattenlage. Vieles davon gab es hier ím Blog schon immer mal wieder verstreut in diversen Texten.

  • Dass Red Bull Salzburg sich auf die Ausbildung junger Spieler spezialisieren will, ist nicht neu.

Wer es im Jahr 2016, so wie es Salzburgs Trainer Oscar Garcia getan hat, überraschend und neu findet, dass Red Bull Salzburg ein Ausbildungsverein ist, hat so einiges verpasst. Schon weit vor dem Eintritt von Ralf Rangnick hat Dietrich Mateschitz im Jahr 2010 erklärt, dass Salzburg zu einer Art Nachwuchsteam werden soll, das um Meisterschaft und internationale Plätze mitspielt, während in Leipzig in einer großen Liga ein stärkeres Team spielen soll. Ob man das nun doof oder gut findet, man sollte nicht so tun, als wäre das eine neue Vereinsphilosophie. Salzburg-Leipziger Thesenhäppchen weiterlesen

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Transfergerücht: Stefan Ilsanker

Transfergerüchte werden hier im Blog abseits der Presseupdates nur selten behandelt. Es sei denn die Gerüchte sind extrem verlässlich und sehr ernst zu nehmen oder im besten Fall gar offiziell bestätigt. Alles andere würde nur wenig Sinn machen, weil die Abfolge von Namen, die auf das Karussell geworfen werden, zu eng ist und mit immer höheren Spielklassen noch enger wird.

Die spezielle Konsitution von RB Leipzig und das öffentliche Bild vom Verein tun dabei ihr übriges, jeden jungen Spieler mit Leipzig in Verbindung zu bringen, der Bundesligapotenzial hat. Da bleibt manchmal der Eindruck als würde man an die Spieler, denen man Interesse eines Bundesligisten zuschreibt, automatisch auch ein „und RB Leipzig“ ranpappen. Die letzten Namen auf dieser Liste waren Niklas Stark aus Nürnberg und Marius Wolf vom TSV 1860 München (‚interessiert sind x, y, z und auch RB Leipzig‘).

Fakt ist, dass jeder Spieler in Deutschland (und viele darüber hinaus) bis 21 oder im Fall der Fälle bis 23, der nur halbwegs zwei relevante Einsätze in einer relevanten Liga hatte und eine gute Fußballausbildung genießen durfte, auf irgendeiner Scoutingliste von RB Leipzig stehen dürfte. Weswegen es natürlich einfach ist, den Verein immer gleich mit auf die gerüchteweise Interessensliste zu setzen. Ganz egal wie manifest das Interesse dann am Ende wird.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015

Zweieinhalb von sieben Sommerneuzugängen hatten vor einem Jahr nach der Hinrunde in der dritten Liga den Sprung in die Stammelf geschafft. Joshua Kimmich, Yussuf Poulsen und mit einigen Abstrichen Anthony Jung. Die Situation ist dieses Jahr eigentlich ähnlich. Von den acht externen Neuzugängen könnte man von zweieinhalb einen verstärkten Einfluss auf das Auftreten der Mannschaft behaupten. Rani Khedira, Marvin Compper und der wegen Verletzungen nur partiell zum Einsatz gekommene Terrence Boyd. Rein quotentechnisch bewegt man sich diese Saison also im üblichen Rahmen der letzten Saison.

Damals kamen in der Winterpause noch mal vier neue Spieler, wobei Georg Teigl nur wegen der schweren Verletzung von Christian Müller verpflichtet wurde. In ähnlichen Dimensionen (drei bis vier neue Spieler) dürfte man sich auch in dieser Winterpause wieder bewegen. Wobei sich wie vor jeder Transferperiode die Frage stellt, wo denn eigentlich gesteigerter Bedarf besteht. Was sicherlich auch davon abhängen wird, wer denn in den nächsten Wochen noch auf die Idee kommt, dass seine Zukunft doch nicht bei RB Leipzig liegt.

Naheliegend als Kandidaten, die schon jetzt in der Winterpause ersetzt werden oder einen stärkeren Konkurrenten vor die Nase gesetzt kriegen könnten, sind Spieler, deren Verträge im Sommer auslaufen oder Spieler, die bisher in der zweiten Liga nur in geringem Maße Einsatzzeiten bekamen.

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Spekulationen ohne faktische Basis

Themen aus Salzburg werden hier im Blog im Normalfall eigentlich ausgespart. Ganz einfach weil es letztlich nicht mein Tanzbereich ist und es mich auch nicht wirklich tangiert, was dort im sportlichen Alltag passiert. Das ändert sich meistens dann, wenn absehbar ist, dass Ereignisse in Salzburg auch direkte Auswirkungen auf die Entwicklung in Leipzig haben. Die Demission von Dietmar Beiersdorfer als Head of Global Soccer Red Bull (ein in seiner Monströsität immer noch großartiger Titel) 2011 war so ein Ereignis. Auch der Abgang von Ricardo Moniz als Salzburger Trainer hatte für RB Leipzig schwerwiegende Folgen, kam doch dadurch erst die Lawine mit Rangnick-Verpflichung und Pacult-Entlassung ins Rollen.

Das Aus von Red Bull Salzburg als FC Salzburg (als der der Club in europäischen Wettbewerben antritt) in der Champions League gehört auf den ersten Blick nicht unbedingt zu dieser Art Ereignisse. Im von einigen Spielern als wichtigster Karrierepartie charakterisierten Spiel bei Malmö FF mit 0:3 unterzugehen, ist erst einmal ein sportliches Desaster, das man alleinig in Salzburg aufarbeiten muss (siebenmal in neun Jahren an der Champions-League-Quali zu scheitern (im zwei Jahren durfte man nicht in die CL-Quali), geht ja vielleicht immerhin als Tradition durch).

Interessant, wenn man diesen leicht irreführenden Begriff benutzen will, wird die Geschichte für Leipzig nur, weil das öffentlich-virtuelle Rauschen direkt nach dem Spiel anfing, Spieler aus Salzburg nach Leipzig zu transferieren. Ganz so als wäre die Saison in Salzburg schon beendet. Und ganz so als ginge es jetzt darum, alles in einen Durchmarsch von RB Leipzig in die erste Liga zu stecken.

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