Schlagwort-Archive: Joshua Kimmich

Pushing the defensive Panikbutton

Neun Tage noch bis zum ersten Pflichtspiel der Saison. Eigentlich nach drei Monaten Sommerpause langsam der Zeitpunkt in der Vorbereitung, zu dem man positiv nach vorn schauen und an Details arbeiten sollte. Vielleicht war es deswegen so erstaunlich, dass Ralf Rangnick am Ende des Trainingslagers davon sprach, dass man nur auf „13, 14, 15 Positionen gut besetzt“ sei.

Wobei das Wörtchen ’nur‘ nicht Teil von Rangnicks Text war, aber man dieses als Leser still mit einbaute, weil man schon ein wenig überrascht sein durfte, dass der Sportdirektor seinen Nummern 16 bis 24 (vom Nachwuchs- und U23-Rest ganz zu schweigen) die Bundesligatauglichkeit absprach. Für den Moment zumindest.

Diese Aussage passt ganz gut damit zusammen, dass nach sechs Gegentoren in den letzten Pflichtspielen im Umfeld von RB Leipzig bezüglich der Defensive und insbesondere wegen der Abwehrkette ein wenig auf den Panikbutton gedrückt wurde.

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Das Chamäleon Kimmich und andere Traumwelten

„Beeindruckt“ zeigte sich RB-U19-Spieler Renat Dadashov vor ein paar Wochen in einem Spox-Interview vom Ronaldo-Film: „Man hat gesehen: Ronaldo macht immer mehr als die anderen. Er will immer besser werden, jeden Tag. Das zeichnet ihn aus wie keinen Zweiten. Deswegen ist er der Beste der Welt.“

„Bester Fußballer der Welt“ war auch das Ziel das Dadashov in einer Sky-Doku Ende letzten Jahres für seine eigene Karriere ausgab. Entsprechend drehten sich seine Aussagen im Spox-Interview auch oft um Dinge wie die eigene „Weiterentwicklung“, „bewusst geopferte Freizeit“, „Einstellungssachen“ und „Disziplin“.

Manchmal darf es durchaus beängstigen, wenn bereits 16jährige (bzw. inzwischen 17jährige) ihre Lebensträume wie hochprofessionelle Karrieremanager artikulieren. Vermutlich landet man anders aber auch nicht als herausstechenderes Talent in einem Nachwuchsleistungszentrum, in dem sich diverse Nationalspieler tummeln.

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Wir sind Hymne

Da war die Zweitligaspielzeit zu Ende. Was für eine Gelegenheit, sich zu einem Podcast zusammenzufinden und über die Dinge rund um RB Leipzig zu reden. Wobei sich aus aktuellem Anlass vor allem erst mal Aufstiegsfeier und Hymne als Themen aufdrängten, bevor auch sportliche Themen ihren Weg ins Mikrofon fanden.

In Sommerpausenformat von nicht mal drei Stunden besprachen Co-Gastgeber Dirk, Kai und meine Wenigkeit nicht nur viele Themen, sondern schritten in einem wagemutigen Selbstversuch auch voran und versuchten sich im Singen der neuen Hymne von RB Leipzig.

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Bayernjäger, Bayernjäger. Hey, hey. (Oder so.)

Nach Aufstiegen von RB Leipzig wiederholt sich das Spielchen regelmäßig, dass der bundesweite Journalismus seine ‚Was mit der … (hier die jeweilige Liga einsetzen) oder dem deutschen Fußball nun passiert‘-Texte aus der Schublade holt.

In der Vergangenheit war der Unterton eher düster und es drohte der Untergang der Fußballkultur und der alteingesessenen Clubs. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga hat sich, abgesehen von den üblichen Verdächtigen von Christoph Ruf bis 11 Freunde, vor allem bei der bundesweit publizierenden Presse der Wind ziemlich gedreht.

Exemplarisch dafür die Welt, die vor drei Jahren, vor dem Aufstieg Leipzigs in die dritte Liga in einer kritischen Auseinandersetzung mit den RB-Vereinsstrukturen noch im düsteren Ton davon sprach, dass „der deutsche Fußball auch Rasenballsport Leipzig verkraften müssen wird“. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga titelte nun das selbe Blatt und derselbe Journalist vergleichsweise euphorisch, dass „RB Leipzig eine große Chance für die Bundesliga ist“.

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Zwischen Zufriedenheit und leichtem Zweifeln

Fußballerisch ist RB Leipzig inzwischen auf einem guten Weg und hat in den letzten Wochen einiges richtig gemacht. Das spiegelt sich in vielen Dingen optisch und statistisch wider. Es beginnt zusammenzuwachsen, was von der individuellen Qualität her hervorragend ist, auch wenn sich das in den letzten fünf Spielen nicht in dazu passender Punkteausbeute niederschlug. Insgesamt fehlt es dem Team noch bei allen spielerischen Qualitäten an Abgeklärtheit und Stabilität. Sowohl im Defensivverhalten, als auch im Verwalten von Führungen und im konsequenten Ausspielen von Offensivsituationen. Im Gegensatz zu spieltaktischen Abläufen ist Abgeklärtheit schwierig zu trainieren (wobei spieltaktische Abläufe sicherlich eine wichtige Stütze für abgeklärtes Auftreten sind) und Teil einer Entwicklung, die schlicht Zeit braucht. Die aktuellen Probleme hinsichtlich der Stabilität verdeutlichten sich beim Spiel gegen Nürnberg in einem 60 bis 75 Minuten lang souveränen Auftreten und einem anschließenden Fast-Zusammenbruch. Man wird nach der Länderspielpause sehen, ob das Pendel künftig stärker Richtung Souveränität oder weiterhin oft Richtung fehlender Abgeklärtheit ausschlägt. (Auf gutem Wege, Bilanz nach 10 Spieltagen)

Fünf weitere Pflichtspiele hat es mit Beteiligung von RB Leipzig seit der letzten Länderspielpause gegeben. Neun Punkte hat man in vier Ligaspielen gesammelt. Nur Karlsruhe kommt mit zehn Zählern auf einen höheren Wert. Klingt erst mal ganz gut, so richtig weiß man aber immer noch nicht, in welche Richtung das Pendel ausschlägt. Denn 5:7  Tore in vier Ligaspielen plus einem Pokalspiel in den letzten Wochen verweisen auch darauf, dass man von Souveränität doch ein ganzes Stück entfernt ist.

Selbst wenn man von den 5:7 Toren die 0:3-Niederlage im Pokal in Unterhaching als Ausrutscher und Freakspiel mit einer auf zu vielen Positionen umgebauten Mannschaft (die aber trotzdem nicht auf diese Art verlieren darf) abzieht, bleiben 5:4 Tore in vier Ligaspielen, die auf eine gewisse offensive Ineffektivität und defensive Instabilität verweisen. Dies gilt vor allem, wenn man betrachtet, auf welchen Torschussbilanzen die Torstatistik beruht.

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7.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

So richtig spektakulär ging es auf Abgangsseite in der abgelaufenen Transferperiode vielleicht nicht zu. Einige gute Spieler verließen trotzdem die Liga. Besonders traf das natürlich die Absteiger aus der ersten Liga, die zusammen gleich 26 Spieler an anderer Vereine verloren, davon 12 an die Bundesliga. Bei entsprechenden Transfererlösen versteht sich, wenn man vor allem die Abgänge in Freiburg nimmt.

Von den Leistungsträgern der letztjährigen Zweitligasaison verließ auch eine Handvoll Spieler die Liga gen Bundesliga. Florian Niederlechner ganz vorn. Joshua Kimmich nicht zu vergessen und auch Spieler wie Philipp Max oder Dominique Heintz oder Philip Heise oder Niklas Stark oder Charlison Benschop oder Michael Gregoritsch oder Julian Weigl. Da ging ingesamt doch eine ganze Reihe an Qualität und spannendes Talent dahin. Zumindest aus Sicht des vorwiegenden Zweitligazuschauers.

Insgesamt 155 Spieler der aktuellen Zweitligisten verließen ihren Club in diesem Sommer und fanden einen neuen Club. Ob per Wechsel oder Leihe oder Rückkehr nach abgelaufener Leihe. Den größten Batzen machen dabei Wechsel zu anderen Zweitligisten aus. 41 Spieler fanden auf dem Weg ihren neuen Club. Aufhorchen ließ dabei sicherlich neben anderen Wechseln der Abgang von Stephan Fürstner in Fürth oder der von Marcel Halstenberg beim FC St. Pauli oder der von Willi Orban in Kaiserslautern.

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Was von Spieltag 1 bleibt

Mit 14 Toren aus acht Spielen und ohne Elfmeter und Platzverweis startete die zweite Liga über das Wochenende eher unspektakulär aus der Sommerpause. Bis Freiburg und Nürnberg den ultimativen Defensivzusammenbruch austrugen und gleich neun Tore, drei Elfmeter und einen (übertriebenen) Platzverweis zur Spieltagsbilanz beisteuerten.

Man muss in einen ersten Spieltag nicht zu viel hineininterpretieren, aber die Art und Weise des Offensivfußballs der Sechs-Tore-Freiburger durfte durchaus ein wenig beeindrucken. Zumal im Ligavergleich am ersten Spieltag kaum ein anderes Team in der Lage war, sich im Spiel mit dem Ball große Chancen herauszuarbeiten. Die Mischung aus ansehnlichem Spiel mit dem Ball (60% Ballbesitz, 80% angekommene Pässe!) und aggressivem Gegenpressing bei Ballverlust macht Freiburg jedenfalls noch deutlicher zu einem Aufstiegsfavoriten als sie es vorher schon waren. Auch wenn man schon erkennen konnte, dass sie auch nicht unverwundbar sind.

Skurril, dass Freiburg in seiner Offensivreihe mit Nils Petersen, Tim Kleindienst und Maximilian Philipp gleich drei Spieler zu stehen hat, die in der Vergangenheit für Energie Cottbus aufliefen. Nicht unbedingt naheliegend diese enge Verbindung zwischen tiefstem Osten und tiefsten Süden.

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Spieler der Rückrunde: Dominik Kaiser

Eine Stammrubrik in der Rückschau auf die vergangene Saison bzw. im konkreten Fall Rückrunde fehlt noch. Die subjektive Entscheidung, wer denn der Spieler der Saison ist, steht an. Ganz viele Kandidaten gibt es nach einer Spielzeit mit einigen Höhen, aber auch einige Tiefen nicht wirklich.

Fabio Coltorti könnte man als ziemlich nah dran sehen. Nach dem dicken Klops beim 0:1 gegen den FSV Frankfurt am zweiten Nachwinterpausenspieltag hatte er einige grandiose Partien, gerade auf fremden Plätzen, als er vom Gegner oft sehr warm geschossen wurde. Dazu kommt das historische, weil im Profifußball noch nie dagewesene Siegtor durch einen Keeper im Spiel gegen Darmstadt. Für den Kicker war Fabio Coltorti der Zweitliga-Torhüter der Saison. Hier im Blog fehlt am Ende doch ein schwer definierbares Eckchen für den Spieler der RB-Rückrunde.

In die engere Auswahl wäre wohl auch ein Emil Forsberg gekommen. Wenn er denn vor dem Tor effektiver gewesen wäre und seinen vier Torvorlagen noch drei, vier Tore beigesteuert hätte. Auch Dauerbrenner Anthony Jung, der bei RB Leipzig in den letzten Monaten die meisten Spielzeiten bekommen hat, wäre eine Option gewesen, wenn sein Offensivspiel effektiver und gerade in der Rückrunde auch weniger fehleranfällig gewesen wäre. Und Joshua Kimmich hätte sich vor seinem Wechsel zu den Bayern die Krone auch verdienen können, wenn er ein wenig konstanter und dominanter gespielt hätte.

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Kaderrückblick RB Leipzig: 2.Liga 2014/2015 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit.

Mittelfeld

Dominik Kaiser (26 Jahre, 33 Spiele, 2857 Minuten): Im dritten RB-Jahr in Folge die auffälligste Mittelfeldfigur. Nach allerlei Abgängen in den letzten zwei Jahren und der Degradierung von Hohender, Heidinger und Frahn auch praktisch die Ersatzkapitänsfigur. Spielerisch vielleicht nicht die größte Saison seit Kaiser bei RB Leipzig ist, aber nach der Winterpause oft mit positiver Ärmel-hoch-Mentalität. Der Zorniger-Abgang schien ihn in die Magengrube zu treffen. Nach kurzem Schütteln wollte er dann seine Fähigkeiten noch mal besonders stark zeigen. Sein Ausgleichstor in Braunschweig am 22. Spieltag, als eigentlich niemand mehr damit rechnete, war ein einziger Ausbruch verschiedenster Emotionen und wohl eines der Bilder der Saison. Kaiser war mit vier direkt verwandelten Freistößen der Toptorschütze der Liga, wenn es um ruhende Bälle ging. Insgesamt acht Treffer waren ziemlich famos. Mit fünf Torvorlagen ist Kaiser Spitzenreiter im Team. Allerdings blieb davon nur eine Vorbereitung für die Zeit seit dem Winter übrig, was das Kernproblem des Teams recht gut auf den Punkt bringt. Dominik Kaiser hat insgesamt eine ordentliche Spielzeit absolviert und ist vor allem seit der Winterpause stärker in eine Rolle gewachsen, in der er Kopf des Teams ist. Nach zwei Aufstiegen in Folge kann sich Kaiser in der kommenden Saison mal wieder ohne Ligensprung entwickeln. Wird spannend, ob der 26jährige noch einmal einen weiteren Schritt machen und das Team zum nächsten Leistungssprung mittragen kann.
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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2014/2015

Sommerpause. Weiter Analysezeit. Heute in Zahlenform rund um alle bei RB Leipzig in dieser Saison eingesetzten Spieler . Betrachtet werden dabei nur die 34 Zweitligaspiele.

Insgesamt kamen in dieser Saison, der ersten in der zweiten Liga 29 Spieler zum Einsatz. Was durchaus sehr viele sind und andeutet, dass die Saison nicht so richtig glatt, sondern eher unruhig verlief. 14 Spieler, darunter zwei Keeper standen mindestens 1000 Minuten auf dem Platz, also hochgerechnet mehr als 11 volle Spiele. In allen Spielen dabei war niemand. Anthony Jung hätte es vielleicht geschafft, wenn er nicht einmal wegen Gelb und einmal wegen Gelb-Rot gesperrt gewesen wäre. Abgesehen davon hatte jeder Spieler im Saisonverlauf so seine Problemchen und kam auf maximal 30 Einsätze.

Benjamin Bellot schaffte es als einziger Spieler von RB Leipzig immerhin, bei allen Spielen dabei zu sein. 13mal stand er dabei auf dem Platz, 21mal musste er auf der Bank sitzen und seinem Torwartkollegen Fabio Coltorti beim Kicken zugucken. Diego Demme und auch etwas überraschend Stefan Hierländer standen in immerhin 33 Partien zumindest im Kader.

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Transfers: Ernst, Gipson, Heidinger, Jung, Kimmich

Sommerpause ist Transfer(gerüchte)zeit. Die Gerüchte werden aufgrund ihrer großen Zahl weiterhin praktisch ausschließlich in den Presseupdates hier im Blog oder im eigenen Pressebereich abgehandelt. Zudem gibt es rechts im Blog (zumindest, wenn man nicht mobil verbeisurft) in der Seitenleiste einen Kasten mit all den Namen, die gerade mehr oder minder glaubwürdig in der Gerüchteküche verkocht werden plus einen Link zu den letzten Nachrichten zum jeweiligen Namen.

Neben Zugängen wird es diesen Sommer auch verstärkt darum gehen, wo all die ehemaligen Spieler von RB Leipzig unterkommen, die schon verabschiedet wurden oder die nach Leihen keine Aussicht haben, in der kommenden Saison auch wirklich zum RB-Kader zu gehören.

Bei Joshua Kimmich ist die Sache schon seit dem Winter klar. Nun ist der Zeitpunkt des Abschieds vom U21-Nationalspieler endgültig gekommen. 55 Spiele hat der 20jährige für RB Leipzig in zweiter Liga, dritter Liga und DFB-Pokal insgesamt gemacht. 30mal ging er dabei als Sieger vom Platz.

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Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2014/2015

Wenn man sich nach der Vorrunde fragt, was für die Zeit nach der Winterpause für RB Leipzig noch drinliegt, dann geht man eigentlich angesichts des Tabellenplatzes und der ausgeglichenen Konkurrenz an der Spitze nicht als Aufstiegsfavorit in die nur noch 15 Restspiele der Saison. Da man aktuell aber auf dem Transfermarkt noch mal ordentlich ein paar Millionen in die Offensivabteilung des Teams investiert bzw. investieren will, wird man allerdings (zurecht) nicht umhinkommen, dass man die Favoritenrolle für das Feld hinter Spitzenreiter Ingolstadt zugeschoben bekommt. Das kommt zwar genaugenommen in der Entwicklung des Teams etwas früh, lässt sich aber nicht vermeiden, wenn man wie ein besserer Erstligist in die Mannschaft investiert. Wie man in der Rückrunde mit diesem impliziten Aufstiegsdruck umgeht, bleibt abzuwarten. (Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2014/2015)

Wenn man nur bei den Zahlen bleibt, dann war das sportliche Auftreten von RB Leipzig in der Saison 2014/2015 nach der Winterpause überschaubar erfolgreich. Vier Punkte Rückstand auf Platz 2 bzw. 3 standen nach 19 Spielen zu Buche. Am Ende der Saison stehen dort neun bzw. acht Punkte Rückstand.

Angesichts von irgendwas um die 10 Millionen, die man in der Winterpause in den Offensivbereich investierte und dafür auch nur 17 Tore in 15 Spielen zurückbekam (zuvor 22 in 19 Spielen) kommt man nicht umhin, dies als Misserfolg zu betrachten. Oder wahlweise als Beleg für die These, dass die Favoritenrolle in der zweiten Liga für den Entwicklungsstand des Teams noch viel zu früh kam. Denn es braucht mehr, als im Winter mal eben zwei, drei Spieler zu verpflichten, die anderswo mal Tore geschossen haben, um den Schritt hin zu einem aufstiegsfähigen Topteam zu machen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016

Schon seit 12 Tagen kann RB Leipzig auch rechnerisch nicht mehr aufsteigen und schaut sich das sportliche Treiben in der zweiten Liga als entspannter Zuschauer an. Nicht ganz so entspannt dürften die Tage für Ralf Rangnick sein, der mitten im intensivsten Teil der Kaderplanung bzw. der Fixierung von Verträgen mit interessierten Spielern stecken sollte. Nicht zu vergessen, dass er auch noch einen Trainer vorstellen muss, der ihm den Kader in der nächsten Saison betreut.

Im Gegensatz zu den zwei Sommerpausen zuvor gibt es in diesem Jahr kadertechnisch doch einige Baustellen, viele Fragezeichen und auf Zugangs- und Abgangsseite mehr als genug zu tun. Das fängt bei den Leihspielern an, von denen kaum einer für die kommende Saison eine Rolle im RB-Kader spielen wird und für die es entsprechend entweder neue Leih- oder finale Abgangslösungen geben muss.

Gleich fünf von insgesamt 10 Leihspielern haben Verträge mit RB Leipzig, die Ende 2016 auslaufen. Sprich, bei allen diesen Spielern müsste der Vertrag erst einmal verlängert werden, wenn man denn neue Leihoptionen im Kopf hat. Nicht zutreffen dürfte dies auf Matthias Morys, Clemens Fandrich und Mikko Sumusalo, bei denen es darum geht, dass RB Leipzig für sie Lösungen finden muss, die einen endgültigen Abgang ermöglichen. Alle drei sind bei ihren aktuellen Leihvereinen Großaspach, Aue und Rostock gut aufgehoben. Bei Fandrich und Sumusalo stellt sich nur die Frage, was mit ihnen bei Abstieg ihrer jetzigen Clubs passiert.

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2.Bundesliga: FC St. Pauli vs. RB Leipzig 1:0

Die wieder mal allerletzte Chance für RB Leipzig noch direkt in das Aufstiegsrennen einzugreifen. Und für St. Pauli ein mehr als wichtiges Spiel im Abstiegskampf. Am Ende siegen die Gastgeber nicht unverdient, weil sie 90 Minuten lang nur wenig direkte Torgefahr zuließen. Und RB Leipzig ist mit einer über weite Strecken der Partie uninspirierten Leistung gescheitert, sodass man, wenn man die Saison als ganzes nimmt, auch verdient mit dem Aufstiegsrennen nichts mehr zu tun hat.

In die Partie gegangen war RB Leipzig wie erwartet mit dem Gewinnerteam aus dem Spiel gegen Darmstadt. Nur der gesperrte (und vermisste) Dominik Kaiser wurde durch den nicht mehr gesperrten Emil Forsberg ersetzt. Der Coach der Gastgeber Ewald Lienen entschied sich gegen Kreativität und für viel Defensivpower und bildete rechts das Pärchen Kalla-Schachten als Äquivalent zum linken Pärchen Buballa-Halstenberg, sodass vier Spieler die Außenbahnen belegten, die allesamt auch Außenverteidiger spielen können. Zudem blieb überraschend neben den Offensiven Maier, Choi und Rzatkowski auch Julian Koch auf der Bank.

Das Spiel selbst begann mit einer ganz guten Gelegenheit für die Gastgeber. Sebastian Schachten wurde bereits nach wenigen Sekunden über die rechte Seite frei gespielt, setzte den Ball aber nur ans Außennetz. Die Szene war prototypisch für den Willen der Gastgeber, aus dem Spiel drei Punkte mitzunehmen, aber leider nicht prototypisch für den Spielverlauf. Denn genaugenommen war die erste Halbzeit zumindest spielkulturell ein ziemlicher Langweiler, bei dem die Bälle oft wie beim Flipper im Mittelfeld hin- und herflogen.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. SV Darmstadt 98 2:1

Das Aufsteigerduell zwischen RB Leipzig und dem SV Darmstadt 98. Ausgespielt zum vierten Mal innerhalb der letzten eineinhalb Jahre. Und aufgrund der sportlichen Vergangenheit und der ideologischen Differenzen ein Duell, in dem sich einiges an Rivalität angestaut hat. Eine Rivalität, die im direkten Aufeinandertreffen nie die Grenzen des guten Geschmack überschritts, sodass sich die Spieler nach der Partie auch ohne große Animositäten sportlich fair begegnen, die Hand reichen und hier und da auch Trost spenden konnten.

Aus Sicht von RB Leipzig konnte es gegen Darmstadt nur um einen Sieg gehen, wenn man die Saison nicht vier Spieltage vor dem Ende schon ad acta legen wollte. Für den SV Darmstadt hätte wohl schon ein Unentschieden gereicht, um das Spiel als vollen Erfolg zu begreifen. Am Ende war es ein Spiel, wie es typisch ist, wenn man gegen Darmstadt spielt. Man betreibt viel Aufwand und kriegt dafür wenig Ertrag. Irgendwann kriegt man durch einen Konter (alternativ wäre auch ein Standardtor gegangen) den Gegentreffer und es wird noch schwieriger.

Untypisch allerdings, dass Darmstadt die Führung noch aus der Hand gab (erstmals diese Saison nach Führung noch verloren, erstmals überhaupt seit Anfang November 2013). Völlig verrückt dazu, dass dies nach 93 Minuten mit der letzten Aktion des Spiels der gegnerische Torwart erledigte.

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30.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

Wenn man sich die zweite Liga mal unter dem Fokus hoffnungsvoller Talente anschaut, dann fallen einem schon einige Spieler in den Blick. Insgesamt 32 Spieler bis 21 Jahre (Stand heute) haben im bisherigen Saisonverlauf entweder insgesamt oder vor oder nach der Winterpause mehr als die Hälfte der möglichen Spielzeit in ihren Clubs bestritten. Was hier mal als Kriterium gelten soll, inwiefern das jeweilige Talent auch als tragendes Element im Verein angesehen werden kann. Wenn man in diesem Alter schon in der zweiten Liga Verantwortung trägt, dann kann man davon ausgehen, dass der Weg in die höchste Spielklasse über kurz oder lang nicht ganz unwahrscheinlich ist.

Von den 32 Spielern sind (wenn man Joshua Kimmichs Rückkaufoption als Quasi-Leihe mitzählt) 12 Leihspieler von deutschen (bzw. einem österreichischen) Erstligisten. Sprich, in zumindest 12 Fällen haben die Bundesligisten alles richtig gemacht und kriegen für ihren Leihspieler eine perfekte Ausbildungspraxis. Ganz egal, ob man die Spieler am Ende der Leihzeit zurückholt oder sie dem Zweitligisten oder einem anderen Erstligisten verkauft.

Auffällig, dass keiner der 32 Spieler in allen 29 bisher ausgetragenen Zweitligapartien auf dem Feld stand. Das Maximum erreicht derzeit der Nürnberger Alessandro Schöpf, der 27 Partien mit im Schnitt 88 Minuten Einsatzzeit bestritt. Dauerbrenner mit jeweils mehr als 2.000 Spielminuten (von 2610 möglichen) sind auch Havard Nielsen und Yussuf Poulsen, die wie Schöpf in ihren Vereinen absolute Leistungsträger und tragende Säulen sind.

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2.Bundesliga: VfL Bochum vs. RB Leipzig 1:2

Auswärtsspiel in Bochum. Es gibt sicher einfachere und lustigere Aufgaben in dieser zweiten Liga. Trotzdem gewann RB Leipzig die Partie absolut verdient und über weite Strecken auch souverän mit 2:1 und schoss damit zum ersten Mal seit dem Spiel in Düsseldorf am achten Spieltag auswärts mehr als ein Tor.

Dass RB Leipzig in Bochum den dritten Auswärtssieg der Saison landen kann, deutete sich schon früh in der Partie an. Denn in der ersten knappen halben Stunde spielten ausschließlich die Gäste und erarbeiten sich eine Reihe sehr guter Torgelegenheiten. Los ging es damit schon in der ersten Spielminute, als Georg Teigl zeigte, dass er kein Kopfballungeheuer ist und eine Reyna-Flanke aus kurzer Distanz neben den Pfosten setzte.

Besser machte es Yussuf Poulsen, der nach 13 Minuten von halblinks in die lange rechte Ecke vollendete. Emil Forsberg hatte zuvor einen Pass von VfL-Innenverteidiger Patrick Fabian, dem Anthony Losilla nicht entgegen gegangen war, aufgenommen und perfekt auf den Dänen durchgesteckt.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. 1.FC Nürnberg 2:1

16:8 Torschüsse, 8:3 Ecken, dazu die deutlich höhere Anzahl an Sprints und eine leicht stärkere Laufleistung. Von den Daten und von ihrem Auftreten her sprach zwischen RB Leipzig und dem 1.FC Nürnberg alles für die Gäste. Insbesondere in der ersten Hälfte und dort insbesondere in der ersten Viertelstunde dominierten die Franken die Partie nach Belieben. Da man allerdings das Toreschießen vergaß, verlor man am Ende trotz des großen Aufwands mehr als unglücklich mit 1:2, weil sich die RasenBallsportler deutlich effektiver im Torabschluss zeigten.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit Georg Teigl als Rechtsverteidiger für den gesperrten Diego Demme, der zuletzt von Teigl übernommen hatte. Zudem ersetzte Yordy Reyna den verletzten Omer Damari und kam so zu seinem ersten Startelfeinsatz, in dem er sich über 90 Minuten sehr engagiert zeigte.

Auf dem Platz begann der Gast aus Nürnberg so, wie er auch schon vor zwei Wochen gegen Bochum begonnen hatte. Mit aggressivem Pressing setzte man RB Leipzig unter Druck, die davon 10 Minuten lang komplett überfordert waren. Dass man in dieser Zeit, in der Nürnberg fünfmal aufs Tor schoss ohne Gegentreffer blieb, war einerseits der Abschlussschwäche der Nürnberger geschuldet und RB-Keeper Fabio Coltorti zu verdanken. Der rettete zweimal gegen Burgstaller und einmal gegen Stark und guckte einen weiteren Stark-Schuss am Kasten vorbei.

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Fußballsport im Kielwasser des Tagesgeschäfts

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den 1.FC Nürnberg (05.04.2015, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz drei Tage vor dem Spiel. Mit Achim Beierlorzer und Joshua Kimmich.]

Ostersonntag wartet und der Ansetzungsgott bei der DFL hat das Spiel von RB Leipzig gegen den 1.FC Nürnberg auf den Plan gesetzt. Sportlich eine Partie, die man vor der Saison vielleicht als Aufstiegsduell erwartet hätte, die aber inzwischen als Duell zweier Enttäuschter durchgeht. 30.000 Zuschauer werden trotzdem zuschauen wollen. Weit über 4.000 werden dabei den Gästen die Daumen drücken. Der Rahmen stimmt also und doch wird die Partie in beiden Städten überlagert von Debatten, die sich eher um die sportliche Ausrichtung für die kommende Saison drehen, als um das anstehende Spiel.

Während in Leipzig Trainersuche aka Tuchel-Debatten, Selke-Verpflichtung und allgemeine Kaderplanungen die Schlagzeilen bestimmen, dreht sich in Nürnberg viel um die Strukturen in der sportlichen Führung. Es geht darum, wer welche Kompetenzen bei Entscheidungen hat. Die Hauptrollen spielen dabei Sportvorstand Martin Bader, der Leiter der Fußballabteilung Wolfgang Wolf, Chef-Scout Christian Möckel und Trainer René Weiler. Wobei letzterer dafür bekannt ist, dass er bei Strukturen und Perspektiven, die er nicht für gut befindet, auch mal konsequenterweise hinschmeißt.

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2.Bundesliga: 1.FC Heidenheim vs. RB Leipzig 1:0

Alles prima unter der Woche, so die Beteiligten bei RB Leipzig vor dem Heidenheim-Spiel. Wetter, Training, Leistungen. Aufbruchstimmung machte sich breit und vom Aufstiegswunder wurde offen geträumt. Mit viel Willen und damit in Heidenheim gewonnenen drei Punkten wollte man die Träumereien nähren. Heraus kam eine völlig verdiente Niederlage nach schwacher zweiter Halbzeit, in der RB Leipzig offensiv gar nichts mehr auf die Reihe brachte.

In die Partie gestartet war man fast komplett mit der selben Formation wie im Spiel zuvor gegen Düsseldorf, als relativ viel von dem klappte, was man sich vorgenommen hatte. Lediglich Georg Teigl musste gelbgesperrt zuschauen und wurde von Diego Demme ersetzt, der seine Sache zumindest ordentlich machte, sich aber auch die fünfte gelbe Karte abholte und deswegen im nächsten Spiel auf keinen Fall mehr Linksverteidiger sein wird.

Gespielt wurde bis zur zweiten Einwechslung wieder das 4-4-2, das gegen Düsseldorf eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive hergestellt hatte. Auch in Heidenheim fuhr man damit lange gut und stand defensiv zumindest in der ersten Halbzeit zumeist sicher, machte die Räume gut eng und ließ die Gastgeber so kaum zu Möglichkeiten kommen.

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