Schlagwort-Archive: José Mourinho

Wenigstens kein Under-Armour-Performer

Nach viel zu langer Podcastpause war die beginnende Länderspielpause Anlass sich mit Dirk und Kai an einen Tisch zu setzen und sich frei durch die Welt rund um RB Leipzig und ein ganzes Stück darüber hinaus zu assoziieren. Kulinarisch wurde der ultimative Krisenpodcast ein interessanter Ritt auf der Rasierklinge des guten Geschmacks.

Auf Rekordwegen unterwegs der Podcast diesmal von seiner Länge her. Rund um Videobeweis, Torwartdiskussionen, Abwehrproblemen, Trainerfragen, Saisonperspektiven und Lieblingspodcasts blieben allerdings auch viele Fragen zu diskutieren. Zeitsouveränes Anhören des Podcasts bedeutet ja auch, dass man ihn sich in verschiedene Stücke aufteilen und nach und nach anhören kann. Bis zum nächsten Audiovergnügen hat man in jedem Fall ein paar Wochen Zeit.

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Premier League: Chelsea FC vs. Stoke City 1:0

Denke ich an Chelsea, dann denke ich zuerst an das Halbfinale der Champions League 2009 gegen den FC Barcelona. Das Hinspiel in Spanien endete 0:0 und nachdem man im Rückspiel früh in Führung ging, schien es als hätten die Engländer, damals unter der Leitung von Guus Hiddink, gegen den Favoriten die Vorteile auf ihrer Seite.

Ich fieberte seinerzeit oft zumindest am TV mit Chelsea, was auch eine Nachwirkung der Mourinho-Ära war, denn den umstrittenen portugiesischen Trainer mochte ich ob seiner Ecken, Kanten und Erfolge doch recht gern. Und da zudem Michael Ballack seit 2006 zum Lineup bei den Blues zählte und Michael Ballacks sportlicher Teil seines Lebens bei mir schon immer große Bewunderung hervorrief, blieb ich beim Londoner Club irgendwie hängen.

Weswegen ich also Anfang Mai 2009 bei den Schwiegereltern ins spe auf der Couch hockte und ziemlich aufgeregt und fingernagelkauend televisionär mithelfen wollte, den Erfolg über die Runden zu bringen. Das Spiel war auch deswegen so hochspannend, weil es der norwegische Schiedsrichter Tom Henning Øvrebø dazu machte. Neben einer ungerechtfertigten roten Karte für die Gäste nach einer reichlichen Stunde verweigerte er Chelsea insgesamt gleich fünf(!) Elfmeter von der Marke ‚kann man vielleicht geben‘ bis ‚muss man mit ziemlicher Sicherheit geben‘. Es kam, wie es kommen musste und Barcelona erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleich und ’schummelte‘ sich ins Finale. (Mit den Fußballrobotern aus Barcelona stehe ich seitdem auf dem Kriegsfuß, auch wenn sie nicht wirklich dafür können.)

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Mourinho und Red Bull Leipzig: Was läuft da wirklich?

9 Jahre und 150 Spiele dauerte es bis Jose Mourinho wieder eine Heimniederlage miterleben musste. Ausgerechnet als Trainer der Königlichen aus Madrid! Folge: 8 Punkte Rückstand in der spanischen Meisterschaft auf Erzfeind Barcelona. Geholt wurde er von Real aber für Titel. Deshalb steht er in der spanischen Hauptstadt nach einem reichlichen halben Jahr bereits vor dem Aus.

Doch er wird weich fallen. Nach Informationen von rotebrauseblogger.de hat Mourinho ein Angebot von Red Bull. Bullen-Chef Dietrich Mateschitz persönlich will den portugiesischen Startrainer verpflichten. Hintergrund ist das bisher enttäuschende Abschneiden von RB Leipzig. Der Leipziger Verein sollte das Flaggschiff des Fußballs bei Red Bull werden, wird aber in diesem Jahr voraussichtlich in der deutschen 4.Liga am Aufstieg scheitern. Eine nicht eingeplante Ehrenrunde!

In den vergangenen Monaten waren bereits Ralf Rangnick und Felix Magath bei den Leipzigern im Gespräch. Beide nahmen aber kurzfristig von der anspruchsvollen Aufgabe Abstand. Damit ist der Weg frei für Jose Mourinho, der nach rotebrauseblogger-Informationen in Leipzig umgerechnet 27 Trillionen Euro verdienen soll und freie Hand bei der Kadergestaltung hat. Alle Macht für Jose Mourinho! Läuft damit die Zeit von Fußball-Oberbulle Dietmar Beiersdorfer ab?

Tomas Oral, aktueller und erfolgloser Coach bei RB Leipzig gibt sich derweil (noch?) gelassen: „Es wird immer viel geredet in der Öffentlichkeit. Aber das interessiert mich alles nicht. Für uns geht es darum, konsequent weiter zu arbeiten und den nächsten Schritt zu machen. Es ist aber natürlich eine Ehre für mich, dass mein Name in einem Atemzug mit dem von Jose Mourinho genannt wird.“

Thomas Linke, Sportdirektor bei RB Leipzig versucht noch zu dementieren: „Jose Mourinho ist bei uns überhaupt kein Thema. Punkt.“ Doch klar ist auch: Dementis sind im Fußball nichts wert. Für Jose Mourinho ist bei den Roten Bullen immer Platz. Die nächsten Tage und Wochen dürften spannend werden.

(fiktive Quelle: BILDMDRLVZOE24.DE)

[Achtung Satire]

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Mourinho des Monats (August 2010)

Wer mich holt, weiß, wen er holt. Meine Konzepte sind bekannt, meine Methoden ebenso. Ich kann die Befürchtungen der Fans nicht verstehen oder nachvollziehen, denn ich habe mich nicht gemeldet und gesagt, ich will nach Schalke, sondern Clemens Tönnies ist nach Wolfsburg gefahren und hat gesagt, ich brauche einen starken Mann. Wenn das jetzt nicht mehr gewünscht ist, bin ich der falsche Mann. (Felix Magath laut süddeutsche.de [broken Link] vom 19.08.2010)

Ach lieber Felix Magath: Meine Bewunderung für José Mourinho hatte ich schon verschiedentlich ausgedrückt. Sie sind mit Ihrer egozentrisch-selbstsicheren und sportlich erfolgreichen Art auf jeden Fall ganz nah dran am aktuell Besten Europas. Wie Sie derzeit auf Schalke mit aus Ihrer Perspektive völlig nachvollziehbaren Argumenten einen öffentlichen Aufschrei nach dem nächsten ernten, ist phänomenal. Man darf gespannt sein, ob eventueller sportlicher Erfolg den scheinbaren Bruch mit Teilen der Fanszene wieder kitten kann oder ob Sie aufgrund Ihres wirtschaftlichen und sportlichen Pragmatismus nicht die besten Schalke-Zeiten bereits hinter sich haben. Wie auch immer, aus meiner Sicht verdienen Sie für Ihre Auftritte in den letzten Wochen den Titel ‚Mourinho des Monats‘. Herzlichen Glückwunsch.

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Schnäppchenjäger

Ach lieber José Mourinho: Ich hatte in diesem Blog schon verschiedentlich meine Wertschätzung für Ihre fußballspielertrainierenden Fähigkeiten ausgedrückt. Nun haben Sie sich also Mesut Özil geangelt, nicht einfach so, sondern mit jenem Ihnen eigenen Schauspiel, das Sie ein Stück weit über den Rest der Trainergilde erhebt. Erst lassen Sie das Werder-Management schlecht aussehen, indem Sie im Fernsehen Ihr offizielles Interesse an Özil bekanntgeben, ein Interesse, das Werder-Manager Allofs schon kannte, bis dahin aber seinem Spieler nicht mitteilen wollte. Und weil es so schön war, das mit dem Werder-Manager ärgern, haben Sie nach dem Transfer erklärt, dass Sie „Özil für einen Preis weit unter seinem Marktwert bekommen“ haben. Nunja, kolportierte 18 Millionen sind nun nicht gerade das, was man eine Schnäppchenjagd bezeichnen würde. Recht haben Sie natürlich trotzdem. Schnäppchenjäger weiterlesen

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Champions League Finale 2010

Ach lieber FC Bayern München: Es hätte alles so schön werden können. Triple-Sieger und Fußball-Legende für immer. Nun mussten Sie aber doch einsehen, dass Sie als deutsches Top-Team schlechthin von der absoluten europäischen Spitze weiter entfernt sind als Sie das vor dem Finale gedacht hatten – Sichtweite, maximal. Das macht grundsätzlich gar nichts, führt aber hoffentlich zu der Erkenntnis, dass Sie nächstes Jahr ein paar Prozente drauflegen müssen, wenn Sie weiter und dauerhaft an die europäische Spitze heranrücken wollen.

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