Schlagwort-Archive: Ivo Jungbauer

Stunde Null

Wir haben vor drei Jahren im Grunde genommen bei Null begonnen und sind mittlerweile mit allen Jugendmannschaften in den höchsten Spielklassen gelandet. Die U23 muss aber schon auch noch mal aufsteigen. Wir haben viele Spieler auf einen sehr guten Weg gebracht und mittlerweile 31 Juniorennationalspieler in unseren Reihen. Wir wollen so bald und so viele Spieler wie möglich für unsere erste Mannschaft qualifizieren. In jedem Jahr wollen wir ein, zwei, vielleicht auch mal drei Spieler für die erste Mannschaft rausbringen. (Frieder Schrof, Leiter der Nachwuchsausbildung von RB Leipzig vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg bei Sky)

Die schon früher verwendete Rhetorik, dass die Nachwuchsarbeit in Leipzig praktisch erst mit den Herren Schrof und Rangnick angefangen habe, bleibt – das wurde hier im Blog auch früher schon erwähnt – merkwürdig bis leicht respektlos gegenüber den Vorgängern. Weil die Grundlagenarbeit im Verein schon drei Jahre früher und unter Nachwuchschef Ivo Jungbauer bei einem tatsächlichen Nullpunkt irgendwo im Nichts begann.

Klar hat sich mit den Umwälzungen nach dem Rangnick-Antritt 2012 noch mal einiges getan in Sachen Schlagzahl und Schlagrichtung und wurden vielerlei Entwicklungen angestoßen, die für den Erfolg der Nachwuchsteams einen positiven Schub gegeben haben. Aber man hat auch Teams wie die U17 schon als Bundesligateam von den Vorgängern übernommen und musste den beschwerlichen Schritt aus der Regionalliga dort nicht mehr machen, sondern nur noch bei der U19, wo es auch nach Antritt von Rangnick und Schrof noch mal zwei Spielzeiten dauerte, bis man in der Bundesliga ankam.

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Auf identitätsstiftender Tippel-Tappel-Tour

In dieser Woche wurden bereits die Weichen für die kommende Nachwuchssaison gestellt. Die neuen Leiter im Nachwuchsbereich Frieder Schrof und Thomas Albeck hatten sich die Situation in ihrem Verantwortungsbereich ein paar Wochen lang angeschaut und anschließend ihre Entscheidung getroffen, wie es denn bei den drei ranghöchsten Nachwuchsteams im Trainerstab weitergehen soll.

Bei der U23 geht es demnach weiter wie bisher, sprich Tino Vogel wird in der kommenden Saison im dritten Jahr in Folge die zweite Mannschaft betreuen. Nur ob er dies weiterhin in der sechstklassigen Landesliga oder in der fünftklassigen NOFV-Oberliga tun wird, ist derzeit noch offen. Als Tabellenzweiter ist man noch ein ganzes Stück (zwei Punkte bei zwei Spielen mehr) hinter dem Tabellenführer aus Neugersdorf zurück. Und der zweite Platz, den nachholespielbereinigt noch Einheit Kamenz übernehmen könnte, berechtigt nur unter speziellen Bedingungen (kein NOFV-Absteiger aus der dritten Liga, ein NOFV-Aufsteiger in die dritte Liga) zum Aufstieg.

Für den einen oder anderen mag es überraschend kommen, dass der bisher einzige Aufstiegstrainer der RB-Männermannschaft das Vertrauen für die U23 erneut ausgesprochen bekam. Denn nachdem im letzten Jahr bereits der avisierte Aufstieg verpasst wurde, startete man in dieser Saison erneut sehr schlecht und kämpfte sich zuletzt auch mit Unterstützung durch diverse Spieler aus dem Profikader zurück in die Erfolgsspur. Doch die Verantwortlichen scheinen in Vogel jemanden zu sehen, der mit dem direkten Nachwuchs unterhalb der Profis in Bezug auf aggressive Balleroberung und hohes Verteiden gut arbeiten kann. Und ohne im Detail drin zu stecken, würde ich aus meinen ganz wenigen Beobachtungen schließen wollen, dass sie damit Recht haben.

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(Nicht) alles neu macht der Ralf Rangnick

Aktuell sind ja wieder einmal Personalumwälzungen das Thema bei RB Leipzig. Vor allem betroffen der Nachwuchsbereich, dessen Amtssprache demnächst wohl schwäbisch sein dürfte, nachdem Ralf Rangnick mit Nachwuchschef Ivo Jungbauer fast schon den letzten zentralen Vereinsverantwortlichen gekickt hat, der noch aus der Vor-Rangnick-Ära stammte und ihn durch das schwäbische, Ex-VfB-Duo Frieder Schrof und Thomas Albeck ersetzte.

Der Nachwuchsbereich ist jetzt sicherlich nicht unbedingt mein Spezialthema, aber gerade für diesen scheint, dass es Rangnick gut getan hätte, mal den Fuß vom Gas zu nehmen. Den Nachwuchschef kicken und ihn durch jemanden ersetzen, dessen Amtsantritt noch gar nicht klar ist (spätestens 2013), scheint schwierig. Größere Teile der Nachwuchsabteilung durch Leute ersetzen zu wollen, die Rangnick aus regionaler Verbundenheit, also aus dem Südwesten der Republik, kennt (neben Schrof und Ahlbeck kam ja kürzlich auch noch U17-Coach und Ex-VfBer Leicht), noch viel mehr.

Denn das schlichte Versetzen einst erfolgreicher Strukturen in ein neues Umfeld muss in einem Arbeitsbereich, der auch sehr stark von regionaler Vernetzung lebt, nicht der beste Weg sein. Aber offenbar für Rangnick einer, an dem es kein Vorbei gibt. Er wird sich an Erfolg und Entwicklung messen lassen müssen..

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Nachwuchs-Frühschoppen

Neben dem morgigen Liga-Heim-Auftakt von RB Leipzig gegen den Hamburger SV II gibt es ein weiteres zentrales Thema dieser Tage, die Eröffnung des neuen Trainingszentrums am Cottaweg [broken Link]. Das wird am Sonntag ab 9 Uhr mit einer Veranstaltung, die den Titel Frühschoppen trägt, eingeweiht. Wer das schmucke, neue Zweitwohnzimmer der RasenBallsportler erkunden will, wird dort ganz sicher auf seine Kosten kommen.

Neben einer öffentlichen Trainingseinheit der Pacultschen Männermannschaft, die hoffentlich nach einem Heimsieg am Tag zuvor locker auslaufen darf, steht ab 11 Uhr auch die Bundesliga-Premiere eines RB-Teams auf dem Programm. Die U17 empfängt aus diesem Anlass ihr altersmäßiges Pendant von Hannover 96. Was ein kleiner Vorgeschmack auf die nächsten Jahre am Cottaweg sein dürfte, denn dort tummeln sich in Zukunft die Nachwuchsteams von RB Leipzig nicht nur zu Trainingszwecken, sondern auch zum Absolvieren ihrer Pflichtspiele. Was eventuell dazu führt, dass der eine oder andere Zuschauer, dem die Sportschule Abtnaundorf oder gar Delitzsch (U23) zu weit weg waren, die Spiele besucht. Zur Einstimmung auf die U17-Bundesligapremiere empfehle ich jedenfalls das entsprechende Interview mit dem neuen Trainer des Teams Olaf Holetschek auf der offiziellen Website von RB Leipzig [broken Link].

Wer dieses Interview bereits interessant findet, der wird restlos begeistert sei, von dem was uns die rb-fans.de im Vorlauf der neuen Nachwuchssaison ins virtuelle Haus geliefert haben, nämlich ein sehr schickes, zweiteiliges Interview mit RB-Nachwuchskoordinator Ivo Jungbauer [broken Link], das umfassend Aufschluss gibt über Philosophien, Strategien und Ziele in der Nachwuchsarbeit bei RB Leipzig. Ein absoluter Lesetipp.

Der Nachwuchsbereich ist schon deswegen von besonderem Interesse, weil er für den Verein ein wichtiger Baustein bei der eigenen Identitätsfindung sein dürfte. Die letzten zwei Jahre zeigen jedenfalls, dass man sehr zielstrebig und (im Vergleich zum Männerbereich) auch mit konzeptioneller Kontinuität eine gesunde, sportliche Vereinsbasis aufzubauen sucht. Was Ivo Jungbauer nicht zu Unrecht zum freundlichen Selbst-Schulterklopfen animiert:

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